DE4204772A1 - Lueftungssystem fuer die raeume von gebaeuden - Google Patents
Lueftungssystem fuer die raeume von gebaeudenInfo
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Description
Es sind bereits die verschiedenartigsten Lüftungs
systeme zum Be- und Entlüften der Räume von Gebäuden
bekannt. Typisch für derartige Lüftungssysteme ist,
daß im Brüstungsbereich unter einem Fenster ein Lüftungs
aggregat mit je einem gebäudeaußenseitigen Einlaß für
Außenluft und Auslaß für Fortluft, je einem raum
innenseitigen Auslaß für Zuluft und einer Eintritts
öffnung für Abluft sowie mit einem Gebläse aufgenommen
und der rauminnenseitige Einlaß für Abluft im Eckbereich
zwischen einem unteren Rahmenteil des Fensters und einer
in den Raum vorstehenden Fensterbank bzw. einer sonstigen
oberen Abdeckung des Lüftungsaggregates angeordnet ist.
Bei einem in der DE 30 30 536 A1 beschriebenen Lüftungs
system dieser Art und Zweckbestimmung ist im Eckbereich
zwischen dem unteren Rahmenteil eines Fensters und
einem rauminnenseitig vorstehenden Teil einer fenster
bankartigen Abdeckung eine Abluft-Einlaßöffnung an
geordnet, durch die bei aktivem Lüftungs- und Ent
lüftungssystem Abluft abgesaugt und dann in hier
im einzelnen nicht interessierender Weise über einen
Wärmetauscher nach außen abgeführt wird. Wenn hingegen
das Lüftungsaggregat abgeschaltet ist und mithin
keine Be- und Entlüftung eines mit einem derartigen
Lüftungssystem ausgerüsteten Raumes erfolgt, findet
keine Luftströmung in dem erwähnten unteren Eckbereich
des Fensters statt mit der Folge, daß sich dann dort
Kondenswasser niederschlagen kann.
Angesichts dieser Unzulänglichkeit ist auch schon ein
gattungsgemäßes Lüftungssystem vorgeschlagen worden
(DE 39 42 017 A1), bei dem ein im Eckbereich zwischen
einem unteren Fenster-Rahmenteil und einer Fensterbank
oder einer sonstigen oberen Abdeckung eines Lüftungs
aggregats angeordneter rauminnenseitiger Einlaß für
Abluft wahlweise auf einen Thermikkanal, der eine raum
innenseitige Ausmündung besitzt, oder eine Fortluft
sektion des Lüftungsaggregats schaltbar ist. Die
Fensterbank bzw. die obere Abdeckung des Lüftungs
aggregats steht bei diesem Lüftungssystem rauminnen
seitig über die Ausmündung des Thermikkanals vor.
Eine derartige Ausbildung des Lüftungssystems ermöglicht
auch dann eine wirksame Verhinderung von Schwitzwasser
bildungen im rauminnenseitigen unteren Eckbereich
eines Fensters, wenn das Lüftungssystem inaktiv ist,
der Raum aber mittels einer rauminnenseitig im Brüstungs
bereich angeordneten Heizung beheizt wird. Üblicher
weise bilden die Brüstungsbereiche unter Fenstern Nischen,
in denen als Heizungen Radiatoren oder Konvektoren ange
ordnet sind. Bei diesen Heizungen kann es sich aber
auch um im Bereich derartiger Brüstungen stark ge
bündelte Heizschlangen von Fußbodenheizungen handeln. Wenn
der Thermikkanal von der Fortluftsektion des Lüftungs
aggregates abgetrennt ist, steigt von einer derartigen
Heizung durch den Thermikkanal und den rauminnenseitigen
Abluft-Einlaß zwischen einer Fensterbank oder sonstigen
oberen Abdeckung des Lüftungsaggregates und dem unteren
Rahmenteil des Fensters Warmluft auf, die Kondenswasser
bildungen verhindert.
Hingegen hat sich gezeigt, daß bei aktivem Lüftungs
system, also wenn der Einlaß für Abluft vom Thermikkanal
abgetrennt und auf die Fortluftsektion des Lüftungs
aggregates geschaltet ist, eine Schwitzwasserbildung
nicht immer mit Sicherheit unterbunden werden kann.
Die Gefahr von Schwitzwasserbildung tritt insbesondere
beim Vorhandensein großer Temperaturunterschiede
zwischen Außen und Innen auf. Bei aktivem Lüftungs
system kann unter extremen Bedingungen die abzuführende
Abluft, die vor ihrem Eintritt in den im unteren Eckbe
reich des Fensters angeordneten Abluft-Einlaß vor der
Fensterverglasung abwärtsströmt, eine so starke Abkühlung
erfahren, daß zumindest im Bereich von Strömungs
schatten Taupunktunterschreitungen und damit Kondens
wasserausscheidungen auftreten können.
Demgemäß besteht die der Erfindung zugrundeliegende
Aufgabe in der Schaffung eines verbesserten Lüftungs
systems der vorgenannten Art und Zweckbestimmung,
das auch unter extremen Bedingungen eine wirksame
Verhinderung von Schwitzwasserbildungen im unteren
Eckbereich eines Fensters zwischen dessen unterem
Rahmenteil und einer Fensterbank bzw. der oberen
Abdeckung eines im Brüstungsbereich angeordneten
Lüftungsaggregates verhindert.
Gelöst ist diese Aufgabe durch ein Lüftungssystem
mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, bei dem
beidseitig vom Abluft-Einlaß im Eckbereich zwischen
dem unteren Rahmenteil des Fensters und einer in
den Raum vorstehenden oberen Abdeckung des Lüftungs
aggregates bzw. einer Fensterbank jeweils zumindest
annähernd bis zu den seitlichen Rahmenteilen des
Fensters reichende Austrittsöffnungen wenigstens
eines Thermikkanals ausmünden, der sich zwischen
dem Lüftungsaggregat und dessen oberer Abdeckung
erstreckt und eine rauminnenseitige Austrittsöffnung
für von einer im Bereich der Brüstung angeordneten
Heizung aufsteigende Warmluft besitzt.
Charakteristisch für ein derart beschaffenes Lüftungs
system ist, daß nicht nur bei abgeschaltetem Gebläse,
also inaktivem System, Kondenswasserbildungen im
Eckbereich zwischen dem unteren Rahmenteil des Fensters
und einer oberen Abdeckung des Lüftungsaggregates
bzw. einer Fensterbank wirksam vermieden werden,
sondern auch bei eingeschaltetem Gebläse des Lüftungs
aggregates. Der Abluft-Einlaß liegt gemäß der Erfindung
zwischen den jeweils bis zumindest annähernd zu den
seitlichen Rahmenteilen des Fensters reichenden Austritts
öffnungen des Thermikkanals mit der Folge, daß über
die Breite des Fensters gesehen im mittleren Bereich
die Abluft abgeführt wird, während beidseitig von
der abwärtsströmenden Abluft durch den Thermikkanal
und die erwähnten Austrittsöffnungen Warmluft aufsteigt
und die seitlichen unteren Ecken des Fensters beaufschlagt.
Eingehende Untersuchungen haben gezeigt, daß gerade diese
seitlichen unteren Eckbereiche bei Fenstern in beson
derem Maße schwitzwassergefährdet sind. Diesem Mangel
hilft die Erfindung wirksam ab.
Zwar ist auch schon in der DE 39 42 017 A1 vorgeschlagen
worden, den rauminnenseitigen Einlaß für Abluft in
mehrere über die Breite des Fensters verteilt ange
ordnete Abluft-Einströmbereiche aufzuteilen und zwischen
diesen Abluft-Einströmbereichen einen Strömungsweg
ausmünden zu lassen, der mit einem sich unter der
in den Raum vorstehenden Fensterbank oder einer sonstigen
oberen Abdeckung des Lüftungsaggregats hindurcher
streckenden Thermikkanal verbunden ist. Bei einer
derartigen Anordnung werden aber Taupunktunterschreitungen
und damit Schwitzwasserbildungen in den besonders
kritischen seitlichen unteren Eckbereichen nicht unter
bunden, weil die durch den Thermikkanal zuströmende
Warmluft, über die Breite gesehen, im mittleren Bereich
des Fensters aufsteigt, während die kritischen seitlichen
Eckbereiche von fallender und abzuführender Abluft
bestrichen werden, die bei ihrer Abwärtsströmung
am Fenster eine zu Schwitzwasserausscheidungen führende
Abkühlung erfahren kann.
Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in
den nachgeordneten Patentansprüchen angegeben.
So hat es sich gemäß einer Weiterbildung als zweck
mäßig erwiesen, wenn die rauminnenseitige Eintritts
öffnung des Thermikkanals aus einem unterseitig offenen
Schacht besteht, der sich zwischen dem rauminnenseitigen
Ende des Lüftungsaggregats und einem abwärts gerich
teten Schenkel an dem in den Raum vorstehenden Ende
der oberseitigen Abdeckung des Lüftungsaggregates
erstreckt. Mit Vorteil befindet sich der Schacht
über der im Bereich der Brüstung angeordneten Heizung,
so daß von letzterer aufsteigende Warmluft unmittel
bar in den Schacht eintritt und damit in den Thermik
kanal geleitet wird. Insoweit sollte der genannte
Schacht sich im wesentlichen über die gesamte Fenster
breite erstrecken.
Eine andere wichtige Weiterbildung sieht vor, daß
in dem zwischen dem abwärts gerichteten Schenkel
der oberseitigen Abdeckung des Lüftungsaggregats
und dessen rauminnenseitigem Ende gebildeten Schacht
ein aufsteigende Warmluft zum Thermikkanal hinführendes
Luftleitblech angeordnet ist.
Schließlich sind, gemäß einer nochmaligen Weiter
bildung, zwei seitliche Thermikkanäle vorgesehen,
die einen den rauminnenseitigen Abluft-Einlaß im
unteren Eckbereich des Fensters mit der Abluft-Eintritts
öffnung des Lüftungsaggregats verbindenden Abluft
kanal einschließen, der sich zwischen der Oberseite
des Lüftungsaggregats und dessen oberer Abdeckung
bzw. einer Fensterbank erstreckt.
Nachstehend soll eine Ausführungsform des erfindungs
gemäßen Lüftungssystems erläutert werden, das in
der beigefügten Zeichnung veranschaulicht ist. In
schematischen Ansichten zeigen:
Fig. 1 eine rauminnenseitige Ansicht eines Fensters
mit einem verdeckt unter einer Fensterbank
angeordneten Lüftungsaggregat und einer Radiator
heizung im Brüstungsbereich unter dem Fenster,
Fig. 2 einen dem Schnittverlauf II-II in Fig. 1
entsprechenden Vertikalschnitt durch den
Brüstungsbereich des Fensters mit dem Lüftungs
aggregat zwischen dem Fenster und der Brüstung
und der unter dem Fenster vor der Brüstung
angeordneten Radiatorheizung,
Fig. 3 in einer Ansicht wie in Fig. 2 einen der
Schnittlinie III-III in Fig. 1 entsprechenden
Vertikalschnitt,
Fig. 4 bei abgenommener Fensterbank eine Draufsicht
auf das Lüftungsaggregat nach Fig. 1 für sich
allein und
Fig. 5 einen Horizontalschnitt gemäß der Schnitt
linie V-V in Fig. 3 durch das Lüftungsaggregat.
Bei der in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungs
form ist unter einem Fenster 10 auf einer Brüstung 11
ein Lüftungsaggregat 12 mit nebeneinanderliegenden
Sektionen 13, 14 für Zuluft und Abluft angeordnet.
Das Lüftungsaggregat erstreckt sich im wesentlichen
über die gesamte Fensterbreite. Oberseitig ist das
Lüftungsaggregat von einer Fensterbank 15 abgedeckt,
die raumseitig vorsteht und einen sich im Abstand
vom Lüftungsaggregat 12 abwärts erstreckenden Schen
kel 16 aufweist, der zusammen mit dem rauminnenseitigen
Ende des Lüftungsaggregates einen aufsteigenden
Schacht 17 bildet.
Die Fensterbank 15 ist auf einem Auflagerrand 18 des
Lüftungsaggregats 12 aufgenommen, der sich im Bereich
der beiden stirnseitigen Enden des Aggregats und
dessen zum Raum hinweisender Längskante erstreckt.
Zwischen dem Lüftungsaggregat und der auf dessen
Auflagerrand aufliegenden Fensterbank befindet sich
ein Zwischenraum 20 und zwischen der fensterseitigen
Längskante der Fensterbank 15 und dem unteren Rahmen 21
des Fensters 10 erstreckt sich ein im wesentlichen
über die gesamte Fensterbreite reichender Schlitz 22.
Der Zwischenraum 20 zwischen der Oberseite des Lüftungs
aggregates 12 und der Unterseite der Fensterbank 15
steht mit dem genannten Schlitz 22 in Strömungsver
bindung und ist in der aus den Fig. 3 und 4 ersichtlichen
Weise durch Leitschotten 24 in seinem, über die Breite
des Fensters gesehen, mittleren Teil als auf der
zum Raum 25 hinweisenden Seite abgeschlossener Abluft
kanal 26 ausgebildet.
Die beidseitig von diesem Abluftkanal befindlichen
Bereiche des Zwischenraums 20 zwischen der Oberseite
des Lüftungsaggregats 12 und der Unterseite der Fenster
bank 15 bilden Thermikkanäle 27, 27′, die mit dem
aufsteigenden Schacht 17 zwischen dem rauminnenseitigen
Ende des Lüftungsaggregats und dem abwärts gerichteten
Schenkel 16 der Fensterbank 15 in Strömungsverbindung
stehen. Durch die genannten Leitschotten 24 ist somit
der sich im unteren Eckbereich zwischen dem Fenster
rahmen 21 und der Fensterbank 15 erstreckende Schlitz 22
unterteilt in zwei seitliche Ausmündungen 28, 28′ der
Thermikkanäle 27, 27′ und einen zwischen diesen Ausmün
dungen angeordneten Abluft-Einlaß 29. Der unter der
Fensterbank verlaufende Abluftkanal 26 steht mit
einer in Fig. 4 nur angedeuteten Abluft-Eintritts
öffnung 43 der Abluftsektion 14 des Lüftungsaggre
gats 12 in Strömungsverbindung.
Das Lüftungsaggregat 12 besitzt, wie insbesondere
Fig. 5 zeigt, raumaußenseitig zwei Vorsatzkammern 32, 33
mit nach unten gerichteten Strömungswegen 34, 35.
Die Vorsatzkammer 32 steht mit der Zuluftsektion 13
des Lüftungsaggregates 12 in Verbindung und der unter
seitig ausmündende Strömungsweg dieser Vorsatzkammer
bildet den gebäudeaußenseitigen Einlaß 34 für Außenluft.
Der nach unten gerichtete Strömungsweg der Vorsatz
kammer 33 hingegen bildet den gebäudeaußenseitigen
Fortluftauslaß. Die beiden gebäudeaußenseitigen Vorsatz
kammern 32, 33 sind, ebenso wie die Zu- und Abluft
sektionen 13, 14 des Lüftungsaggregates 12, neben
einanderliegend angeordnet. Dadurch ist bei aktivem
Lüftungssystem eine Trennung des aus der einen Vorsatz
kammer austretenden Fortluftstroms von der in die
andere Vorsatzkammer eintretenden Außenluft gewähr
leistet. Unter den nach unten gerichteten Strömungs
wegen 34, 35 der äußeren Vorsatzkammern 32, 33 des
Lüftungsaggregates befindet sich eine an letzterem
außenseitig angebrachte Abdeckung 36 der nach außen
vorspringenden Brüstung 11. Die Abdeckung reicht
über die gesamte Fensterbreite.
Ferner besitzt das Lüftungsaggregat 12, wie ebenfalls
insbesondere Fig. 5 zeigt, rauminnenseitig zwei neben
einander angeordnete Vorsatzkammern 40, 41, die sich
über die gesamte Breite des Lüftungsaggregats er
strecken. Die Vorsatzkammer 40 steht mit der Zuluft
sektion 13 des Lüftungsaggregates in Strömungsver
bindung und besitzt ebenfalls einen nach unten ge
richteten Strömungsweg, der den rauminnenseitigen
Auslaß 42 für Zuluft bildet. Die Vorsatzkammer 41
ist hingegen der Abluftsektion 14 zugeordnet und
besitzt eine oberseitige Abluft-Einströmöffnung 43,
die im Abluftkanal 26 ausmündet.
In dem zwischen dem abwärts gerichteten Schenkel 16
der Fensterbank 15 und dem rauminnenseitigen Ende
der inneren Vorsatzkammern 40, 41 des Lüftungsaggre
gates 12 gebildeten Schacht 17 ist, wie insbesondere
Fig. 1 zeigt, ein dreiecksförmiges Luftleitblech 45
mit etwa in der Mitte der Breitenerstreckung des
Fensters 12 nach unten weisender Spitze 46 angeordnet,
dessen divergierend zueinander verlaufende Schenkel 47, 47′
bis an die beidseitig vom Abluftkanal 26 verlaufen
den Thermikkanäle 27, 27′ heranreicht. Schließlich
befindet sich im Brüstungsbereich unter dem rauminnen
seitig über die Brüstung 11 vorstehenden Lüftungs
aggregat 12 und dem zwischen diesem und dem abwärts
gerichteten Schenkel 16 der Fensterbank 15 gebildeten
Schacht 17 eine Radiatorheizung 48, die beispielsweise
in einer nicht weiter dargestellten Nische aufgenommen
sein kann.
Bei aktivem Lüftungssystem wird mittels eines der
Zuluftsektion zugeordneten Gebläses 50, das in Fig. 5
ersichtlich ist, über den raumaußenseitigen Einlaß 34
der Vorsatzkammer 32 Außenluft angesaugt und über den
nach unten gerichteten Strömungsweg 42 der rauminnen
seitigen Vorsatzkammer 40 des Lüftungsaggregates 12
dem Raum 25 als Zuluft zugeführt. Diese Zuluft durch
strömt in Richtung der in Fig. 2 angedeuteten Strömungs
pfeile 51 die Radiatorheizung 48 und tritt dann in der
ebenfalls in Fig. 2 durch den Pfeil 52 angedeuteten
Weise in den Raum ein.
Angesichts des durch die Zufuhr von Zuluft bedingten
Druckanstieges im Raum und der durch die Zuluftführung
über die Radiatorheizung 48 bewirkten Strömung findet
im Raum eine Luftumwälzung statt mit der Folge, daß
Abluft in der in Fig. 1 durch die Pfeile 53 angedeuteten
Weise im Bereich des Fensters 10 abwärtsströmt und
durch den im mittleren Teil der Fensterbreite ange
ordneten Abluft-Einlaß 29 in den Abluftkanal 26 ein
tritt, um dann über die Abluftsektion 14 des Lüftungs
aggregats 12 als Fortluft nach außen abgeführt zu werden.
Korrespondierend zu der vorstehend erläuterten Zufuhr
von Zuluft zu und Abfuhr von Abluft aus dem Raum steigt,
wie in den Fig. 1 und 2 der Zeichnung die Pfeile 54
anschaulich zeigen, von der im Brüstungsbereich unter
dem Fenster 10 angeordneten Radiatorheizung 48 Warmluft
auf, die mittels des Luftleitbleches 45 im Schacht 17
zwischen dem abwärts gerichteten Schenkel 16 der
Fensterbank 15 und dem rauminnenseitigen Ende des
Lüftungsaggregats bzw. dessen rauminnenseitigen Vor
satzkammern 40, 41 zu den beidseitig des Abluftkanals 26
verlaufenden Thermikkanälen 27, 27′ geleitet wird und
dann durch die Ausmündungen 28, 28′ dieser Thermikkanäle
im Eckbereich zwischen dem unteren Fensterrahmen 21
und der Fensterbank 15 austritt, wie die Pfeile 55
in Fig. 1 andeuten. Diese aufsteigende Warmluft beauf
schlagt die in besonderem Maße schwitzwassergefährdeten
seitlichen Bereiche des Fensters beidseitig vom raum
innenseitigen Einlaß 29 für Abluft. Dadurch ist sicher
gestellt, daß auch bei extremen Witterungsbedingungen
in diesen besonders kritischen Fensterbereichen selbst
dann keine Schwitzwasserbildungen auftreten können,
wenn die Gefahr der Abkühlung der vor dem Fenster 10
abwärtsströmenden Abluft unter den Taupunkt besteht.
Claims (6)
1. Lüftungssystem für die Räume von Gebäuden mit
folgenden Merkmalen:
- a) Im Brüstungsbereich unter einem Fenster (10) ist ein Lüftungsaggregat (12) mit je einem gebäude außenseitigen Einlaß (34) für Außenluft und einem Auslaß (35) für Fortluft, je einem rauminnenseitigen Auslaß (42) für Zuluft und einer Eintrittsöffnung (43) für Abluft sowie mit einem Gebläse (50) aufgenommen,
- b) im Eckbereich zwischen einem unteren Rahmenteil (21) des Fensters (10) und einer in den Raum (25) vor stehenden oberen Abdeckung des Lüftungsaggregats (12) bzw. einer Fensterbank (15) befindet sich ein mit der Abluft-Eintrittsöffnung (43) des Lüftungs aggregats (12) in Verbindung stehender rauminnen seitiger Abluft-Einlaß (29),
- c) beidseitig vom Abluft-Einlaß (29) münden in dem ge nannten Eckbereich des Fensters (10) jeweils zumin dest annähernd bis zu den seitlichen Teilen des Fensterrahmens (21) reichende Austrittsöffnungen (28, 28′) wenigstens eines Thermikkanals (27, 27′) aus, der sich zwischen dem Lüftungsaggregat (12) und dessen oberer Abdeckung (15) erstreckt und eine rauminnenseitige Eintrittsöffnung (17) für von einer im Bereich der Brüstung (11) angeordneten Heizung (48) aufsteigende Warmluft besitzt.
2. Lüftungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die rauminnenseitige Eintrittsöffnung des Thermik
kanals (27, 27′) aus einem unterseitig offenen Schacht (17)
besteht, der sich zwischen dem rauminnenseitigen
Ende des Lüftungsaggregats (12) und einem abwärts
gerichteten Schenkel (16) an dem in den Raum vor
stehenden Ende der Abdeckung (15) erstreckt.
3. Lüftungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der die Eintrittsöffnung des Thermik
kanals (27, 27′) bildende Schacht (17) sich über
der im Bereich der Brüstung (11) angeordneten Hei
zung (48) befindet.
4. Lüftungssystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der zwischen dem abwärts gerichteten
Schenkel (16) der Abdeckung (15) und dem rauminnen
seitigen Ende des Lüftungsaggregats (12) gebildete
Schacht sich im wesentlichen über die gesamte Fenster
breite erstreckt.
5. Lüftungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß in dem zwischen dem abwärts
gerichteten Schenkel (16) der Abdeckung (15) und
dem rauminnenseitigen Ende des Lüftungsaggregats (12)
gebildeten Schacht (17) ein aufsteigende Warmluft
zum Thermikkanal (27, 27′) hinführendes Luftleitblech (45)
angeordnet ist.
6. Lüftungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei seitliche Thermik
kanäle (27, 27′) vorgesehen sind, die einen den raum
innenseitigen Abluft-Einlaß (29) im unteren Eckbereich
des Fensters (10) mit der Abluft-Eintrittsöffnung (43)
des Lüftungsaggregats (12) verbindenden Abluftkanal (26)
einschließen, der sich zwischen der Oberseite des
Lüftungsaggregats (12) und dessen oberer Abdeckung (15)
erstreckt.
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|---|---|---|---|
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| DE19924204772 DE4204772C2 (de) | 1992-02-18 | 1992-02-18 | Lüftungssystem für die Räume von Gebäuden |
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| DE4204772C2 DE4204772C2 (de) | 1996-04-11 |
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| DE19924204772 Expired - Fee Related DE4204772C2 (de) | 1992-02-18 | 1992-02-18 | Lüftungssystem für die Räume von Gebäuden |
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1992
- 1992-02-18 DE DE19924204772 patent/DE4204772C2/de not_active Expired - Fee Related
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