DE4201309A1 - Schlauchgurtfoerderbandvorrichtung - Google Patents
SchlauchgurtfoerderbandvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schlauchgurtförderbandvor
richtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentan
spruchs 1.
Es ist bekannt, Rollentragrahmen bei gattungsgemäßen
Schlauchgurtförderbandvorrichtungen als wesentlichen Teil
der Tragkonstruktion der Bandanlage zu nutzen. Bei ebenerdig
verlaufenden Bandstrecken weisen die Rollentragrahmen an ih
rem unteren Ende Stützen auf, mit denen sie auf einem Funda
ment verankert sind. In Steigungsstrecken und anderen Ab
schnitten der Sandstrecke, in denen Stützen nur in ver
gleichsweise großem Abstand gewünscht oder möglich sind, so
daß also nicht jeder einzelne Rollentragrahmen am Boden ab
gestützt sein kann, werden die Rollentragrahmen mittels
Längs- und Diagonal-Streben zu einem gittermastähnlichen Ge
bilde verbunden, welches nur in größeren Abständen am Boden
abgestützt sein muß. Auch in diesem Fall sind die Rollen
tragrahmen ein wesentlicher Teil der Tragkonstruktion der
Bandanlage.
Diese bekannten Schlauchgurtförderbandvorrichtungen
haben unter anderem den Nachteil, daß der Konstruktions- und
Montageaufwand dieser Vorrichtungen vor allem dann besonders
groß ist, wenn sich der Verlauf der Bandstrecke in horizon
taler oder in vertikaler Richtung ändert. Gerade die Kurven
gängigkeit ist aber einer der wesentlichen Vorteile von
Schlauchgurtförderbandvorrichtungen.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zu
grunde, eine verbesserte Tragkonstruktion für eine gattungs
gemäße Schlauchgurtförderbandvorrichtung zu schaffen, insbe
sondere die Kurvengängigkeit gattungsgemäßer Schlauchgurt
förderbandvorrichtungen in vereinfachter Weise nutzen zu
können.
Diese Aufgabe wird durch eine Schlauchgurtförderband
vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Durch die Erfindung wird unter anderem erreicht, daß
die Förderbandanlage nach dem Baukastenprinzip aufgebaut
sein kann, d. h., daß speziell an den jeweils zu realisie
renden Kurvenverlauf der Bandstrecke angepaßte und vorher
hierzu eigens statisch zu berechnende Bauteile nicht erfor
derlich sind. Darüber hinaus vereinfacht sich die Montage
der Bandanlage spürbar. Ebenfalls verringert sich der Her
stellungs- und Montageaufwand für die Form-, Führungs- und
Tragelemente des zum Schlauch geformten Teiles des Förder
gurtes. Insgesamt bietet die Erfindung eine außerordentlich
flexible Anpaßbarkeit der Förderbandvorrichtung an den je
weiligen Anwendungsfall und insbesondere an den jeweiligen
Bandstreckenverlauf. Die einzelnen Bauteile brauchen ledig
lich vor Ort entsprechend den dort angetroffenen Gegebenhei
ten zusammengebaut zu werden. Dies erweist sich vor allem
dann als nützlich, wenn der Bandstreckenverlauf sich während
der Planungsphase oder während der späteren Nutzungsphase
einmal ändern sollte.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung, die auch
unabhängig von dem Grundgedanken der Lehre der Erfindung
vorteilhaft nutzbar sind und insbesondere eine Nutzbarkeit
der Förderbandvorrichtung in extremen Anwendungsfällen, ei
nen verbesserten Übergang zwischen dem geschlossenen und dem
geöffneten Fördergurtquerschnitt, eine vereinfachte Kon
struktion von Rollentragrahmen, eine weitgehende Unabhän
gigkeit von vorhandenen Einrichtungen im Bereich der Belade-
und Abwurfstationen sowie eine verbesserte Einstellbarkeit
der Bandspannung und eine einfache Vermeidung von
Bandschieflauf gewährleisten, sind in weiteren Ansprüchen
enthalten.
Die vorgenannten, erfindungsgemäß zu verwendenden Bau
teile unterliegen in ihrer Größe, Formgestaltung, Material
auswahl und technischen Konzeption keinen besonderen Ausnah
mebedingungen, so daß die in dem jeweiligen Anwendungsgebiet
bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden
können.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegen
stands der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Be
schreibung der zugehörigen Zeichnung, in der - beispielhaft
- eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schlauchgurtförderbandvorrichtung dargestellt ist.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Schlauchgurtförderbandanla
ge in (in horizontaler Richtung gesehener) Sei
tenansicht (Ansicht A gemäß Fig. 2);
Fig. 2 dieselbe Schlauchgurtförderbandanlage in Ansicht
von oben (Ansicht B gemäß Fig. 1);
Fig. 3 von einer Schlauchgurtförderbandanlage ähnlich
Fig. 1 und 2 eine Seitenansicht (Ansicht C gemäß
Fig. 4);
Fig. 4 von derselben Schlauchgurtförderbandanlage eine
Ansicht von oben (Ansicht D gemäß Fig. 3);
Fig. 5 von derselben Schlauchgurtförderbandanlage einen
Vertikalschnitt durch die Beladungsstation 19
(Schnitt entlang der Linie V-V gemäß Fig. 3);
Fig. 6 von einer erfindungsgemäßen Schlauchgurtförder
bandvorrichtung eine Stirnansicht eines Rollen
tragrahmens (Schnittansicht entlang der Linie
VI-VI gemäß Fig. 7);
Fig. 7 von demselben Rollentragrahmen einen Vertikal
schnitt bei fortgelassenem Förderband (Schnitt
entlang der Linie VII-VII gemäß Fig. 6);
Fig. 8 eine alternative Ausführungsform eines Rollen
tragrahmens in stirnseitiger Schnittansicht
(Schnitt entlang der Linie VIII-VIII gemäß Fig.
9);
Fig. 9 denselben Rollentragrahmen im Vertikalschnitt,
aber bei fortgelassenem Fördergurt (Schnitt ent
lang der Linie IX-IX);
Fig. 10 eine weitere alternative Ausführungsform eines
Rollentragrahmens in stirnseitiger Schnittansicht
(Schnitt entlang der Linie X-X gemäß Fig. 11);
Fig. 11 von demselben Rollentragrahmen ein Vertikal
schnitt bei fortgelassenem Fördergurt (Schnitt
entlang der Linie XI-XI gemäß Fig. 10);
Fig. 12 von einer anderen alternativen Ausführungsform
des Rollentragrahmens eine Stirnseitenansicht des
Tragteils (Ansicht E gemäß Fig. 13);
Fig. 13 von demselben Tragteil eine Seitenansicht (An
sicht F gemäß Fig. 12);
Fig. 14 von demselben Tragteil eine Abwicklung;
Fig. 15 von demselben Tragteil eine Rippe;
Fig. 16 von demselben Tragteil eine Schelle in axialer
sowie in radialer Ansicht;
Fig. 17 eine alternative Ausführungsform eines erfin
dungsgemäßen Tragteils in der der Fig. 12
entsprechenden Darstellungsweise;
Fig. 18 von einer erfindungsgemäßen Schlauchgurtförder
bandvorrichtung einen Verbindungsbereich der
Tragkonstruktion (Ansicht G gemäß Fig. 19);
Fig. 19 von demselben Verbindungsbereich eine um 90° ver
drehte Ansicht (Ansicht H gemäß Fig. 18);
Fig. 20 von demselben Verbindungsbereich eine Schnittan
sicht (Schnitt entlang der Linie XX-XX gemäß Fig.
19);
Fig. 21 von einer erfindungsgemäßen Schlauchgurtförder
bandvorrichtung eine stirnseitige Schnittansicht
eines weiteren Rollentragrahmens mit axial ver
fahrbarem Tragprofilbalken;
Fig. 22 von einer anderen Ausführungsform einer erfin
dungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvorrichtung
eine schematisch dargestellte Seitenansicht;
Fig. 23 eine weitere alternative Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvorrich
tung in schematisierter Darstellung unter Fort
lassung eines Tragprofilbalkens in Seitenansicht
(Ansicht J gemäß Fig. 24);
Fig. 24 von der Schlauchgurtförderbandvorrichtung gemäß
Fig. 23 eine Ansicht von oben (Ansicht K gemäß
Fig. 23) sowie
Fig. 25 von einer Schlauchgurtförderbandvorrichtung gemäß
Fig. 22 oder 23 einen Axialschnitt durch ein Um
lenkrollenpaar (Schnitt entlang der Linie XV-XV
gemäß Fig. 22 bzw. 23).
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, besteht das Förder
band 1 einer erfindungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvor
richtung aus einem endlosen, an den Enden der Bandstrecke a
umgelenkten, schlauchförmigen, längsgeteilten, ein Förder
trum 2 und Leertrum 3 bildenden Fördergurt (siehe auch Fig.
6, 8 und 10 sowie 22 und 23). Der zum Schlauch geformte För
dergurt wird in mehr oder minder regelmäßigen in Richtung
der Bandstrecke gesehenen Abständen von einem Rollentragrah
men 5 umfaßt. An dem Rollentragrahmen 5 sind, in der Regel
mehrere, Rollen 32 derart befestigt und angeordnet, daß sie
den Fördergurt 1 in Form halten und/oder tragen. Hierfür
sind sowohl an beiden Wellenenden drehgelagerte Rollen 32
als auch Rollen mit Kragwellen verwendbar. Die Rollentrag
rahmen werden im übrigen weiter unten noch näher erläutert
werden.
Zwischen dem Fördertrum 2 und dem Leertrum 3 ist ein
Tragprofilbalken 4 vorgesehen. Dieser ist im wesentlichen
zentral zwischen dem Fördertrum und dem Leertrum angeordnet
und verläuft im wesentlichen parallel zu diesen. Der Trag
profilbalken ist langgestreckt und erstreckt sich im wesent
lichen über die gesamte Bandstrecke a. Der Tragprofilbalken
4 kann zwar grundsätzlich über seine Gesamtlänge als ein
einstückiges Element ausgebildet sein, das sich über die ge
samte Bandstrecke a erstreckt. Bevorzugt besteht der Trag
profilbalken aus mehreren Teilabschnitten, die miteinander
verschraubt, verschweißt oder in sonstiger Weise starr oder
gelenkig miteinander verbunden sind. Der Tragprofilbalken 4
folgt exakt dem Verlauf der Förderstrecke, d. h., daß er je
de Richtungsänderung der Förderstrecke entsprechend mit
nachvollzieht bzw. vorgibt. Bei dem Ausführungsbeispiel ge
mäß Fig. 1 ändert sich der Bandstreckenverlauf lediglich in
einer Vertikalebene, nicht aber in einer Horizontalebene -
wie aus Fig. 2 ersichtlich. Anstelle dieses sehr einfachen
Falles kann aber die Bandstrecke auch von oben betrachtet
ihre Richtung zwischen der Beladungsstation 19 und der
Abwurfstation 21 ändern, insbesondere mehrfach. Anstelle ei
ner Richtungsänderung der Bandstrecke in zwei Ebenen ist na
türlich auch eine Änderung in einer Horizontalebene möglich.
- In allen Fällen vollzieht der Tragprofilbalken den exakten
Weg der Bandstrecke nach bzw. gibt ihn vor.
Damit mit dem Tragprofilbalken Richtungsänderungen der
Bandstrecke ausführbar sind, sind mehrere Wege offen. Z. B.
kann der Tragprofilbalken entsprechend dem Verlauf der För
derstrecke gebogen sein. Er kann aber auch als Polygonzug
aus in sich geraden Tragprofilbalkenabschnitten gebildet
sein. Mischformen sind ebenso möglich.
Wie aus Fig. 1 und 2 ferner ersichtlich, ist der För
dergurt 1 im Bereich der Umlenkstationen 26A und 26B oder
26C an den Enden der Bandstrecke a und ggf. auch an zwischen
diesen Enden liegenden Umlenkstellen, wie z. B. im Bereich
der Umlenkrollen 18A und 18B nicht zum Schlauch geformt,
sondern in seiner Querschnittsform gestreckt, insbesondere
plan oder auch gemuldet, was im Zusammenhang mit Fig. 22 und
23 noch erläutert werden wird.
In der Beladungsstation 19, die, wie auch die Abwurf
station 20 ganz oder teilweise von Schutzgittern umgeben
bzw. geschützt sein kann, besteht bei dem Ausführungsbei
spiel die Möglichkeit, eine Rampe vorzusehen, von der aus
das durch Spreizrollen 25A, 25B in einer gespreizten Form
(plan oder gemuldet) gehaltene Fördertrum zu beladen.
Aus Fig. 1 und 2 erkennt man weiter, daß am von der
Umlenkstation 26A entfernten Ende der Beladungsstation 19
Umlenkrollen 18A vorgesehen sind, die aus einem Paar von in
axialer Richtung voneinander beabstandeten Rollenscheiben
21A und 21B bestehen. Sie übernehmen eine Doppelfunktion,
indem sie das Fördertrum 2 um einen bestimmten Winkel (hier
um 30°) umlenken und, zum anderen, den Übergang des Förder
trums von seiner plangestreckten in seine schlauchförmige
Querschnittsform verursachen bzw. zulassen.
Die Rollenscheiben 21A, 21B sind drehbar an Rollen
tragelementen 17 gelagert, welche auch ein Umlenkrollenpaar
oder eine Umlenkrollenwalze 18B drehbar trägt, mit welcher
die Umlenkung des Leertrums 3 am Übergang zwischen der Bela
dungsstation 19 und der Steigstrecke des Förderbandes be
wirkt wird.
Das Rollentragelement 17 ist als Schwinge ausgebildet,
welche um eine zwischen den beiden Umlenkrollen 18A und 18B
angeordnete, sich etwa horizontal erstreckende Achse 16
schwenkbar gelagert und gehalten ist. Diese Achse 16 stellt
gleichzeitig die Achse einer Gelenkverbindung 15 dar, durch
welche ein Profilabschnitt 4A mit einem Profilabschnitt 4B
des Tragprofilbalkens 4 miteinander verbunden sind. Auf die
se Weise ist eine Änderung der Steigung der in Fig. 1 darge
stellten Steigstrecke der Förderbandanlage problemlos mög
lich.
Die Längsspannung des Fördergurtes 1 wird dadurch kon
trolliert, daß die Umlenkrolle 18E an der Umlenkstation 26A
in der Richtung der Längserstreckung des Profilabschnittes
40 des Tragprofilbalkens 4 teleskopisch verstellbar ist, was
sich im einzelnen aus den Fig. 3 und 4 ergibt.
Die gesamte Schlauchgurtförderbandvorrichtung nach
Fig. 1 und 2 ist lediglich im Bereich der Beladungsstation
19 und der Abwurfstation 20 mit drei bzw. zwei paarweise an
geordneten Tragstützen 6 am Boden abgestützt. Zwischen der
Beladungsstation und der Abwurfstation - ist lediglich ein
einzelnes Paar von Tragstützen 6 vorgesehen, welche über et
wa horizontal verlaufende Tragstützen 7 an dem Profilbalken
4 angreift, so daß die Last unmittelbar am Tragprofilbalken
4 angreift.
Wie aus Fig. 3 und 4 im einzelnen erkennbar, ist der
Profilabschnitt 40 des Tragprofilbalkens 4 als ein innen
hohles Rohr ausgebildet, welches als Zylinder 27A einer
Kolben/Zylinder-Einrichtung 27 dient. In das offene, in der
Zeichnung rechts sich befindende Ende des Profilabschnittes
40 ist ein Kolben 270 eingeschoben, der zusammen mit dem Zy
linder 27A und entsprechenden Fluidanschlüssen und Ventilen,
die an sich allesamt bekannt sind, die Kolben/Zylinder-Ein
richtung 27 darstellt. An dem freien, aus dem Zylinder 27A
herausschauenden Ende des Kolbens 27B ist ein Tragbügel 28
befestigt, der gabelförmig ausgebildet ist und an seinen
beiden Gabelenden Lager für die Drehlagerung der Umlenkrolle
18E aufweist.
Um den Bandlauf kontrollieren zu können, ist es, wie
an sich bekannt, vorgesehen, daß die Achse der Umlenkrolle
18E in bezug auf die allgemeine Laufrichtung des Fördergur
tes winkelverstellbar ist. Dies geschieht dadurch, daß der
mittlere Teil des Tragbügels 28 mittels Stellschrauben 33
bezüglich einer starr am freien Ende des Kolbens 27B be
festigte Platte 34 um eine Achse 31 um einige Grad ver
schwenkbar ist, indem die rechte oder die linke der Stell
schrauben 33 wechselseitig in entgegengesetzter Richtung
verstellt werden.
Aus Fig. 5 ergibt sich, daß die Spreizung des Förder
gurtes 1 im Bereich der Beladungsstation 19 z. B. dadurch
erfolgen kann, daß die Randbereiche 1A und 1B durch Spreiz
rollen 25A von oben niedergehalten werden, während eine sich
über die gesamte Bandbreite erstreckende Walze als Spreiz
rolle 25B dient, welche gleichzeitig als Bandabstützung von
unten dient. Hiervon ist in Fig. 5 nur die linke Bildhälfte
dargestellt. Dabei ist die Spreizrolle 25B beidseitig und
die Spreizrolle 25A nur einseitig gelagert, so daß in der
Bandmitte der Beladungsbereich frei bleibt. Alternativ kann
der Fördergurt 1, wie in Fig. 5 rechts dargestellt, in ge
muldeter Form gespreizt gehalten werden, wozu als Kragrollen
ausgebildete Spreizrollen 25C dienen. Sie können, wie durch
die an ihnen angebrachten Doppelpfeile angedeutet, in ihrer
Neigung bezüglich eines vertikal verstellbaren Spreizrol
lenhalters 25D um eine im wesentlichen horizontale Achse
verschwenkt werden. Außerdem ist es grundsätzlich denkbar,
eine axiale Verfahrbarkeit in Richtung des Doppelpfeiles L
zu ermöglichen.
Wie aus Fig. 5 ferner erkennbar, erstreckt sich
zwischen dem Fördertrum 2 und dem Leertrum 3 ein als kreis
rundes Rohr ausgebildeter Tragprofilbalken 4. Dieser trägt
seinerseits einen Rollentragrahmen 5 für das Leertrum 3.
Ähnliche Rollentragrahmen werden im Zusammenhang mit Fig. 6
bis 17 noch erläutert werden. Seinerseits wird der Tragpro
filbalken 4 von sich etwa horizontal erstreckenden Profilab
schnitten 7A und 7B einer Tragstütze 7 und vertikaler Trag
stützen 6 getragen. Zu diesem Zweck sind die Profilabschnit
te 7A und 7B mittels einer Verbindungsschelle 30, wie sie im
Zusammenhang mit Fig. 18 bis 20 erläutert werden wird, starr
und in der die Achse des Tragprofilbalkens 4 enthaltenen
Ebene mit dem Tragprofilbalken 4 verbunden. Die nur angedeu
tete Befestigung zwischen den Profilabschnitten 7A und 7B
und dem vertikalen Tragstück 6 kann starr oder z. B. in ver
tikaler Richtung verschiebbar ausgeführt sein. Dies wird
durch Doppelpfeil M symbolisiert.
Wie sich nun aus Fig. 6 bis 17 ergibt, kann ein Rol
lentragrahmen mehrteilig ausgebildet sein. Die eine bevor
zugte Teilungsmöglichkeit besteht darin, daß sowohl für das
Fördertrum als auch für das Leertrum je ein Rollentragrahmen
5A und 5B vorgesehen ist und diese beiden unter Einschluß
des Tragprofilbalkens 4 derart miteinander verbunden werden,
daß sie dabei gleichzeitig auf dem Tragprofilbalken 4
festgeklemmt werden. Diese Möglichkeit ist in den Fig. 6 und
7 sowie 10 und 11 dargestellt. Es ist auch möglich, die
Tragprofilrahmen 5A bzw. 5B für das Fördertrum bzw. das
Leertrum an verschiedenen Stellen entlang des Tragprofilbal
kens 4 zu befestigen. Hierzu dient die eine Hälfte 13B einer
geteilten Schelle, wobei die andere Hälfte 13A mit dem Rol
lentragrahmen 5A bzw. 5B unlösbar verbunden ist. Die Schel
lenteile werden z. B. miteinander verschraubt und bringen
die Klemmkraft zum Befestigen des Rollentragrahmens auf dem
Tragprofilbalken auf (Fig. 8 und 9).
Es ist also jederzeit möglich, alle Rollentragrahmen
in einem festen, vorzugsweise rechten Winkel an dem Tragpro
filbalken 4 starr zu befestigen.
Der Aufbau und die Herstellung der Rollentragrahmen 5
ist denkbar einfach und im einzelnen aus den Fig. 12 bis 17
leicht ersichtlich. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird ein
Flächenmaterial 10, z. B. Metallblech, verwendet, welches im
noch flachen Zustand mit kreisförmigen Aussparungen 11 für
den Fördergurt und 12 für den Tragprofilbalken versehen. Der
aus einer größeren Platte auszuschneidende, zu brennende
oder zu stanzende Grundriß stellt eine Abwicklung 38 des
herzustellenden Tragprofilrahmens dar. In dem Ausführungs
beispiel nach Fig. 12 bis 17 ist - im Gegensatz zu dem Aus
führungsbeispiel nach Fig. 6 bis 11 die Teilung des Rollen
tragrahmens derart vorgenommen, daß sie entlang einer von
dem Fördertrum oder dem Leertrum und dem Tragprofilbalken
(Fig. 12 bis 14) oder aber von dem Fördertrum und dem Leer
trum sowie dem Tragprofilbalken gemeinsam aufgespannten Ebe
ne 8 in zwei Tragprofilrahmenteile 5C und 5C geteilt ist.
Die Teilungsebene 8 ist aber nicht zwingend auf die Mitten
des Schlauchgurtes und des Tragprofilbalkens fixiert und sie
muß auch nicht zwingend in sich eben sein. Sie muß es ledig
lich ermöglichen, den Rollentragrahmen 5 so zu teilen, damit
die beiden Rollentragrahmenteile bei der Montage bzw. der
Demontage so aufgesetzt werden können, daß sie anschließend
den Tragprofilbalken 4 zwischen sich einklemmen und den
Schlauchgurt aufnehmen können.
Wie man ausgehend von Fig. 14 erkennt, werden zur Her
stellung des Rollentragrahmens zumindest ein Teil der Rand
streifen der Abwicklung 38 aufgekantet. Die Aufkantungen 36
und 37 werden dann an den gemeinsamen Berührungskanten mit
einander verschweißt. Einschweißrippen 35 dienen als weitere
Verstärkung, die nicht nur am äußeren Rand des Rollentrag
rahmens, sondern auch in Richtung auf die Flächenmitte hin
eine Versteifung bieten und im übrigen Löcher 35A aufweisen,
die die Verwendung von Verbindungsschrauben (in Fig. 12 und
17 angedeutet) zur paarweisen Verbindung der Rollentragrah
menteile 5C und 5D aufnehmen können.
Die bereits erwähnten geteilten Schellen 13A, 13B sind
in Fig. 16 näher dargestellt und benötigen der Einfachheit
ihrer Form wegen keine nähere Erläuterung. Bei dem Ausfüh
rungsbeispiel nach Fig. 12 und 17 werden beide Schellenteile
13A und 13B (letzteres nicht eigens dargestellt, da das Rol
lentragrahmenteil 5B zu dem Teil 5C spiegelsymmetrisch ist)
an einer stirnseitigen Kante mit dem Flächenmaterial 10 ver
schweißt, so daß die aufgekanteten Befestigungsenden für
Klemmschrauben 13C noch bewegbar sind. Angeschweißte Ver
steifungsrippen 14 verstärken den Rollentragrahmen im Be
reich der Tragprofilbalken-Befestigung. Sie können ggf. auch
als einzige Befestigungsteile für die Schellen 13A bzw. 13B
dienen, so daß darauf verzichtet werden kann, diese mit ei
ner Längsnaht oder mehreren Längsnähten mit dem Flächenmate
rial 10 zu verschweißen.
Das Abstützen des Tragprofilbalkens 4 ist mit den in
Fig. 18 bis 20 dargestellten Bauteilen besonders einfach und
variabel vor Ort zu bewerkstelligen. Die bereits im Zusam
menhang mit Fig. 5 erläuterten Profilabschnitte 7A und 7B
sind durch eine Verbindungsschelle 30 miteinander verbunden,
die aus einem halbkreisförmig gebogenen Flachmaterial 30A,
einem ebenen Flachmaterial 30B und am Flachmaterial 30A an
geschraubten Viergewindebolzen 30C besteht. Die
Verbindungsschelle 30A, 30B umfaßt den Tragprofilbalken 4,
wobei mittels der Schraubbolzen 30C und entsprechenden
Schraubmuttern eine ausreichende Klemmkraft erzeugt wird.
Das etwa halbkreisförmig gebogene Flachmaterial 30A ist mit
den Profilabschnitten 7A und 7B an deren formangepaßten
Stirnenden verschweißt. Die gleiche Art von Schelle ist auch
zur Befestigung der Profilabschnitte 7A und 7B an den Trag
stützen 6 auf deren oberen Stirnenden verwendbar, wobei die
Schellenkonstruktion einen variablen Abstand zwischen dem
Tragprofilbalken 4 und den senkrechten Tragstützen 6 ermög
licht.
Wie sich nun aus Fig. 21 ergibt, kann ein in seinen
Einzelheiten nicht näher dargestellter Rollentragrahmen 5 in
der Nähe des Tragprofilbalkens 4 mit Randausnehmungen 5E
versehen sein, die es ermöglichen, relativ nahe und parallel
zum Tragprofilbalken 4 Führungsschienen 29 anzuordnen. An
dem Tragprofilbalken 4 oder dem Rollentragrahmen 5 be
festigte Führungselemente, insbesondere drehgelagerte Füh
rungsrollen 40 sind auf die Führungsschiene 29 derart abge
stimmt, daß der Tragprofilbalken 4 in seiner Längsrichtung
geführt verschiebbar ist und dabei gleichzeitig getragen
werden kann. Eine derartige Führung und Verstellbarkeit kann
insbesondere im Bereich der Abwurfstation dazu genutzt wer
den, in Förderrichtung voneinander beabstandete Abwurfstel
len zu erreichen. Hierzu ist dann der gesamte Fördergurt in
Förderrichtung verfahrbar. Es ist aber auch denkbar, bei ei
ner mehrfach seine Richtung ändernden Förderstrecke bewegba
re Verbindungsgelenke zwischen den Stirnenden einzelner Ab
schnitte des Tragprofilbalkens 4 vorzusehen und damit eine
Veränderung des Förderweges herbeizuführen, wie er sonst z. B.
von Gliederrohren oder Schläuchen bekannt ist, wie sie
z. B. an Beton-Förderpumpen vorgesehen sind. Auch für solche
Zwecke können Führungsschienen der in Fig. 21 dargestellten
Art nützlich sein. In keinem der Fälle ist es allerdings
zwingend, die Randausnehmungen 5E vorzusehen, weil es grund
sätzlich auch denkbar ist, die Führungselemente 40 weiter
nach außen in bezug auf die Mitte des Tragprofilbalkens zu
verlagern.
Die vielfältige Nutzbarkeit einer erfindungsgemäß aus
gestalteten Schlauchgurtförderbandvorrichtung ist aus den
Fig. 22 bis 25 erkennbar:
Gemäß Fig. 22 erstreckt sich der Tragprofilbalken 4 in
der weiter oben bereits erläuterten Weise über die gesamte
eigentliche Förderstrecke bis hin zur Abwurfstation 20, wo
eine Abkippbarkeit des Tragprofilbalkens 4 und damit eine
Einstellbarkeit der Abwurfparabel durch ein Verbindungsge
lenk 15 erreicht wird, das den Profilabschnitt 4A und den
diesbezüglich schwenkbaren Endabschnitt 4D des Tragprofil
balkens 4 miteinander gelenkig verbindet. Wie der Doppel
pfeil N andeutet, ist der Schlauchgurtförderer um die vor
dem Tragprofilbalken 4 gebildete Längsachse verdrehbar, so
daß dadurch verschiedene Abwurfstellen erreichbar werden.
Dies ist zum einen dadurch realisierbar, daß die Rollentrag
rahmen zueinander verdreht auf dem Tragprofilbalken 4 fest
geklemmt werden. Es ist aber auch möglich und für die
Einfachheit der Verdrehbarkeit von Vorteil, wenn der Trag
profilbalken 4 in sich verdrehbar ist, indem z. B. benach
barte Profilabschnitte zueinander verdrehbar angeordnet
sind.
Im Bereich der Beladungsstation 19 ist eine besondere
Bandführung vorgesehen, an welcher der Tragprofilbalken 4
nicht mehr beteiligt ist. Um nämlich zu einem im
wesentlichen S-förmigen Bandverlauf zu gelangen und einen
besonders vorteilhaften Übergang von einer im wesentlichen
horizontal verlaufenden Beladungsstrecke in eine etwa verti
kal verlaufende Förderstrecke zu ermöglichen, ist eine ent
sprechend angeordnete weitere Umlenkrolle 18C vorgesehen,
die, wie durch Doppelpfeile D und P angedeutet, sowohl ver
tikal als auch horizontal verlagerbar sein kann. Zwischen
den Umlenkrollen 18C und der Umlenkrolle 18E an der Umlenk
station 26C ist eine Teleskopiervorrichtung vorgesehen, die
als Kolben/Zylinder-Einrichtung 27, 27A, 27B ausgebildet
sein kann, wie sie bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 bis 4
beschrieben worden ist. Diese Teleskopiereinrichtung kann
wiederum als Tragprofilbalken-Abschnitt 4E ausgestaltet
sein, der seinerseits in der Zeichnung der Übersichtlichkeit
halber nicht einzeln dargestellte Rollentragrahmen im Be
reich der Beladungsstation 19 trägt.
Die Umlenkrollen 18A sind in ähnlicher Weise ausge
staltet, wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 bis 4
beschrieben, jedoch mit der Besonderheit, daß die seitlichen
Randbereiche 1A und 1B des Fördergurtes 1 im ansonsten ge
spreizten Zustand des Fördergurtes in Richtung auf die Achse
der Rollenscheiben 21A und 21B der Umlenkrollen 18A hin um
gebogen sein können. Zu diesem Zweck sind gerundete Lauf
flächen 21D vorgesehen, die die Gefahr von Gurtschäden ver
mindern. Wie Fig. 25 zeigt, wird das im horizontalen Bereich
der Beladungsstation aufgeladene Fördergut 41 vermittels der
Umlenkrolle 18C in den Abstandsspalt 21C zwischen den
Rollenscheiben 21A und 21B abgeworfen, um von dort aus in
die vertikale Förderstrecke hochgeschleudert und von dem
sich zum Schlauch schließenden Fördergurt mitgenommen zu
werden. Der Querschnitt des geschlossenen Fördergurtes ist
in Fig. 25 als gestrichelter Kreis angedeutet.
Eine ähnliche Anordnung wie in Fig. 22 ist in Fig. 23
und 24 dargestellt, wobei, der Übersichtlichkeit halber, der
Tragprofilbalken 4 fortgelassen wurde. Es ist aber auch
denkbar, derartige Schlauchgurtförderbandvorrichtungen - wie
dargestellt - ohne Tragprofilbalken zu verwenden.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 23 ist als Beson
derheit ein an sich bekannter Fülltrichter 42 am Ende der
Bandstrecke vorgesehen, wobei die Bandspannung dadurch er
reicht wird, daß die Achse der Umlenkrolle 18E in einer
leicht nach unten geneigten Richtung durch eine Teleskopier
einrichtung od. dgl. aufgebracht wird.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform der Erfindung
(Fig. 26) ist es auch möglich, daß mehrere Fördergurte von
einem einzigen Tragprofilbalken getragen werden. In dem dar
gestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Fördertrume 2 und
zwei Leertrume 3 vorgesehen. Im übrigen entspricht dieses
Ausführungsbeispiel dem nach Fig. 6 und 7, wobei aber die
Teilung des Rollentragrahmens 5 in vier Rollentragrahmentei
le 5F, 5G, 5H und 5J vorgesehen ist, wobei die Teile 5H und
5J den Tragprofilbalken 4 zwischen sich einklemmen, während
die Teile 5F und 5G einer durch die beiden Trume eines För
dergurtes gehenden Teilung entsprechen, wie sie in analoger
Weise im Zusammenhang mit Fig. 17 beschrieben wurde.
Eine im wesentlichen zentrale Anordnung des Tragpro
filbalkens zwischen zwei oder mehreren Schlauchgurttrumen der
Förderbandanlage entspricht einer der bevorzugten Ausfüh
rungsformen der Erfindung.
Die beiden Trume eines Fördergurtes können sowohl ver
tikal übereinander als auch horizontal nebeneinander
angeordnet sein sowie beliebige Zwischenpositionen einneh
men. Insbesondere kann im Verlauf der Bandstrecke eine spi
ralförmige Verdrehung vorgenommen werden, z. B. um von einer
horizontalen Nebeneinanderanordnung zu einer vertikalen
Übereinanderanordnung der Trume zu gelangen.
Im übrigen ist es für die Erfindung gleichbleibend, ob
der Fördergurt ein ebener Fördergurt ist, der in die
Schlauchform erst gebracht und so gehalten werden muß, oder
ob ein, sozusagen naturgeformter, Gurt verwendet wird, der
von Hause aus bereits eine Schlauchform mit Längsschlitz be
sitzt. Letztere sind besonders vorteilhaft im Zusammenhang
mit der Erfindung verwendbar.
Fig. 27 stellt (im Gegensatz zu Fig. 2) eine ebenfalls
in Ansicht von oben dargestellte erfindungsgemäße Schlauch
gurtförderbandvorrichtung dar, wobei der Förderweg (von oben
betrachtet) gebogen (und nicht gerade wie in Fig. 2) ver
läuft.
Eine ganz andere alternative Ausführungsform einer er
findungsgemäßen Schlauchgurtförderbandvorrichtung ist in
Fig. 28 schematisiert und ausschnittsweise in perspekti
vischer, zum Teil aufgebrochener Ansicht dargestellt. Bei
dieser Ausführungsform dient der als rundes Rohr ausgestal
tete Tragprofilbalken 4 gleichzeitig als Trag-, Führ- und
Informhalte-Element für einen der beiden Schlauchgurttrume
(hier für das Fördertrum 2). An der Innenwand des Hohlraumes
4F des Tragprofilbalkens 4 sind streifenförmige, insbesonde
re entlang der Förderrichtung orientierte Streifen als
Gleitelemente mit einer Gleitschicht 44 befestigt, welche
ein reibungsarmes Gleiten des Schlauchgurtes gestatten.
Statt einer Gleitschicht 44 können auch Rollelemente 46 vor
gesehen sein, wie sie im Zusammenhang mit Fig. 29 beschrie
ben werden, welche Öffnungen 45 in der Wandung des Tragpro
filbalkens 4 durchgreifen, z. B. Kugelform aufweisen und
verteilt an den dafür erforderlichen Stellen des Tragprofil
balkens 4 in verteilter Anordnung vorgesehen sind. Derartige
Rollelemente, die ihrerseits durch Wälzkörper 47 reibungsarm
wälzbar innerhalb eines Käfigs 48 gehalten und drehbar gela
gert sind, sind an sich bekannt. Die Käfige 48 können rela
tiv einfach von außen an dem Tragprofilbalken 4 befestigt
werden.
Wie Fig. 28 fernerhin zeigt, können Rollentragrahmen
5 für ein oder mehrere Schlauchgurttrume an dem Tragprofil
balken 4 befestigt sein. In Fig. 28 ist - beispielhaft - ein
Rollentragrahmen entsprechend Fig. 8 und 9 zu diesem Zweck
dargestellt.
Alternativ zur Ausführungsform gemäß Fig. 28 können
auch weitere Schlauchgurttrume in je einem weiteren Tragpro
filbalken 4 gleitend geführt und in Form gehalten sowie ge
tragen werden. Dies ist - rein schematisch - in Fig. 29 an
gedeutet, wobei die beiden Tragprofilbalken 4 durch ein Ver
bindungselement 49 miteinander verbunden sind.
Wie sich schließlich aus Fig. 30 und 31 ergibt, kann
eine erfindungsgemäße Schlauchgurtförderbandvorrichtung auch
mit einem Zwischenantrieb versehen werden, bei dem sich ein
eigens angetriebenes Antriebsband 50 auf einer Teilstrecke
um das anzutreibende Schlauchtrum schlingt, insbesondere un
ter Andruck entsprechender Rollen, während auf der übrigen
Strecke des endlosen, zweimal umgelenkten Antriebsbandes
dieses im wesentlichen einen gerade gestreckten Querschnitt
hat. Derartige Zwischenantriebe sind aus dem deutschen Ge
brauchsmuster (Gebrauchsmusteranmeldung G 89 15 255.7) im Zu
sammenhang mit der dortigen Fig. 9 an sich bekannt. Die Um
lenkrollen 51 und 52 für das Zwischen-Antriebsband 50 können
im Falle der hier vorliegenden Erfindung besonders günstig
angeordnet und gehalten werden, indem sie an dem Tragprofil
balken 4 befestigt sind. Dies kann einerseits dadurch ge
schehen, daß die die Umlenkrollen 51 und 52 drehbar und an
treibbar tragenden Tragelemente in beliebiger Weise an dem
Tragprofilbalken 4 befestigt werden. Besonders raum- sowie
gewichtssparend ist es aber, wenn, wie in Fig. 31 darge
stellt, die Umlenkrollen in einem oder mehreren Tragrahmen
53 gelagert sind, die als Teil der Tragkonstruktion zwi
schen geraden Stücken des Tragprofilbalkens 4 eingesetzt
sind. Wie sich aus Fig. 30 ergibt, welche eine Seitenansicht
einer erfindungsgemäßen Zwischenantriebsstation ausschnitts
weise darstellt, können Tragrollenrahmen 5 in geeigneter
Weise an dem Tragrahmen 53 befestigt sein und geeignete Rol
len tragen, die den notwendigen Andruck des Antriebsbandes
50 an dem von ihm umschlungenen Schlauchgurttrum auf einer
Teilstrecke aufrecht erhalten.
Fig. 32 zeigt einen axialen Längsschnitt durch eine
Fördergurtspannvorrichtung (Kolben/Zylinder-Einrichtung 27),
die als Alternative zu der in Fig. 3 und 4 dargestellten
Spannvorrichtung vorteilhaft verwendbar ist. Gemäß Fig. 32
ist als Kolben/Zylinder-Einrichtung 27 eine marktübliche hy
draulische Spannvorrichtung vorgesehen, welche durch ein
Fenster 27D in den Profilabschnitt 4B eingesetzt werden
kann. Der Profilabschnitt 4B weist entlang seiner Längser
streckung mehrere Bohrungspaare 4E auf, durch welche als Wi
derlager für die Kolben/Zylinder-Einrichtung 27 dienende
Bolzen 27E steckbar sind.
Der Profilabschnitt 4A des Tragprofilbalkens 4 ist mit sei
nem freien Endbereich im gegenüberliegenden Endbereich des
Profilabschnitts 4B längsverschiebbar angeordnet und mit ei
nem quer zu seiner Achsrichtung vorgesehenen Bohrungspaar 4F
versehen, zwischen welchem ein Distanzrohr 27F als zweites
Widerlager der Kolben/Zylinder-Einrichtung 27 vorgesehen
ist. - Durch gegenseitiges Verschieben der Profilabschnitte
4A und 4B können Bohrungspaare 4E und 4F miteinander in
Flucht gebracht werden. Dies ist in der Zeichnung darge
stellt. Diese Relativposition kann erforderlichenfalls durch
einen weiteren Bolzen 27E (in der Zeichnung nicht eigens
dargestellt) gesichert werden. Bei langen Förderbandanlagen,
bei denen erhebliche Spannwege (3 m sind keine Seltenheit)
für den Fördergurt erforderlich sein können, kann eine Kol
ben/Zylinder-Einrichtung mit vergleichsweise kurzem Hub ver
wendet werden. Wenn der Hub voll ausgeschöpft ist, wird die
erreichte Relativposition zwischen den Profilabschnitten 4A
und 4B durch Einstecken eines Bolzens 27E zunächst gesi
chert. Danach kann der als Widerlager der Kolben/Zylin
der-Einrichtung 27 dienende andere Bolzen 27E herausgezogen
und die Kolbenstange der Kolben/Zylinder-Einrichtung wieder
eingefahren werden, d. h., daß sich der Zylinder bewegt, weil
die Kolbenstange fixiert ist. Gegen Ende des Hubweges muß
eine neue Fluchtungslage mit Bohrungspaaren 4E zum er
neuten Durchstecken eines Bolzens 27E gesucht werden, so daß
der Zylinder sich wieder am Profilabschnitt 4B abstützen
und - nach Herausziehen des kolbenstangenseitigen Bolzens - der
Spannvorgang fortgesetzt werden kann. Die Lagefixierung der
Kolben/Zylinder-Einrichtung 27 in bezug auf den Querschnitt
des Tragprofilbalkens 4 kann z. B. durch die Distanzrohre 27F
gesichert werden.
Claims (43)
1. Schlauchgurtförderbandvorrichtung mit
- - einem endlosen, an den Enden der Bandstrecke umgelenk ten, schlauchförmigen, längsgeteilten, ein Fördertrum und ein Leertrum bildenden Fördergurt,
- - den zum Schlauch geformten Fördergurt an seinem Umfang in Form haltenden und/oder tragenden Gleit- oder Rollelemen ten sowie einer
- - Tragkonstruktion für den Fördergurt und die Gleit- oder Rollelemente,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - als Tragkonstruktion ein parallel zu dem Fördertrum (2) und dem Leertrum (3) verlaufender, langgestreckter, sich im wesentlichen über die gesamte Bandstrecke (a) erstrecken der, ggf. dem Verlauf der Förderstrecke entsprechend gebo gener und/oder als Polygonzug ausgestalteter Tragprofilbal ken (4) vorgesehen ist und der Tragprofilbalken die Gleit oder Rollelemente trägt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß für das Fördertrum (2) und für das Leertrum (3) je
weils eigene Rollentragrahmen (5A und 5B) vorgesehen und
diese getrennt voneinander oder paarweise auf dem Tragpro
filbalken (4), insbesondere durch Klemmen, befestigt sind, oder
das Fördertrum (2) und das Leertrum (3) sowie den Tragprofilbalken (4) gemeinsam umfassende und in einer von dem Fördertrum (2), dem Leertrum (3) und dem Tragprofilbal ken (4) gemeinsam aufgespannten Ebene (8) geteilte oder teilbare Rollentragrahmenteile (5C, 5D) vorgesehen und paar weise auf dem Tragprofilbalken (4), insbesondere durch Klem men, befestigt sind.
das Fördertrum (2) und das Leertrum (3) sowie den Tragprofilbalken (4) gemeinsam umfassende und in einer von dem Fördertrum (2), dem Leertrum (3) und dem Tragprofilbal ken (4) gemeinsam aufgespannten Ebene (8) geteilte oder teilbare Rollentragrahmenteile (5C, 5D) vorgesehen und paar weise auf dem Tragprofilbalken (4), insbesondere durch Klem men, befestigt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) ein Rohr ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) ein Rund
rohr ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, da
durch gekennzeichnet, daß der Tragrollenrahmen (5; 5A, 5B;
5C, 5D) Rahmenprofilteile (9) sowie ein von den Rahmenpro
filteilen im wesentlichen umschlossenes Flächenmaterial
(10), wie ein Metallblech aufweist und in dem Flächenmate
rial Aussparungen (11) zum völligen oder teilweisen Umfassen
des Fördertrums (2) und/oder des Leertrums (3) aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß der Tragrollenrahmen (5; 5A, 5B;
5C, 5D) Rahmenprofilteile (9) sowie ein von den Rahmenpro
filteilen im wesentlichen umschlossenes Flächenmaterial
(10), wie ein Metallblech aufweist und daß das Flächenmate
rial (10) mindestens eine Aussparung (12) zum völligen oder
teilweisen Umfassen des Tragprofilbalkens (4) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, ins
besondere nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tragrollenrahmen (5A, 5B; 5C, 5D) mittels geteilten Schellen
(13A, 13B) an dem Tragprofilbalken befestigbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß zumindest eine der Schellen (13A, 13B) am Rand
der Aussparung (12) für den Tragprofilbalken (4) befestigt
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch
zwischen den Schellen (13A bzw. 13B) und dem Flächenmaterial
(10) wirksame Versteifungsrippen (14).
10. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rahmenprofilteile (9) zumindest
teilweise aus aufgekanteten Bereichen des Flächenmaterials
(10) besteht.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) aus zu
mindest zwei Profilabschnitten (4A, 4B) besteht und die Pro
filabschnitte an ihren aneinander angrenzenden Stirnenden
mittels eines Gelenkes (15) miteinander verbindbar oder ver
bunden sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeich
net, daß die Gelenkverbindung starr ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß aneinander angrenzende Profilabschnitte
(4A, 4B) zueinander und/oder der Tragprofilbalken (4) in
sich derart verdrehbar sind/ist, daß der Schlauchgurt auf
einer Teilstrecke spiralförmig verläuft.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 13
dadurch gekennzeichnet, daß die aneinander angrenzenden Pro
filabschnitte (4A, 4B) zueinander schwenkbar sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14
gekennzeichnet durch ein um die Achse (16) des Gelenkes (15)
schwenkbares Rollentragelement (17) mit Umlenkrollen (18A,
18B) für das Fördertrum (2) bzw. das Leertrum (3).
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeich
net, daß das Rollentragelement (17) als Rollentragrahmen
ausgestaltet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
insbesondere nach Anspruch 15 oder 16, gekennzeichnet durch
den Fördergurt (1) in einer gemuldeten oder flachen Quer
schnittsform gespreizt haltende Umlenkrollen (18A, 18B) an
einer Beladungsstation (19) und/oder an einer Abwurfstation
(20) für das Fördergut.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeich
net, daß die Umlenkrolle (18A) zwei in axialer Richtung ge
sehen voneinander beabstandeten, einen Abstandsspalt (21C)
zwischen einander freilassenden Rollenscheiben (21A, 21B)
aufweist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeich
net, daß die Rollenscheiben (21A, 21B) und das Fördertrum
(2) einen Aufgaberaum (22) für das Fördergut bilden.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch ge
kennzeichnet, daß der von den Rollenscheiben (21A, 21B) ge
spreizt gehaltene Fördergurt (1) auf der von dem Abstands
spalt (21C) fortweisenden Seite der Rollenscheiben (21A,
21B) in Richtung der Rollenscheibenachsen umgebogene Randbe
reiche (1A, 1B) aufweist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenscheiben (21A, 21B) im
Querschnitt gesehen nach radial außen gewölbte Laufflächen
(21D) aufweisen.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 21,
gekennzeichnet durch eine im auseinandergespreizten Bereich
des Fördergurtes (1), insbesondere an der Beladungsstation
(19) vorgesehene, auf der zum Ende der Bandstrecke weisenden
Seite der Rollenscheiben (21A, 21B) angeordnete weitere Um
lenkrolle (18C) und einen S-förmigen Verlauf des Fördergur
tes (1) zwischen den Rollenscheiben (21A, 21B) und der Um
lenkrolle (18C).
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeich
net, daß die Lage der Achse (23) der Umlenkrolle (18C) be
züglich der Lage der Achsen der Rollenscheiben (21A, 21B)
verstellbar ist.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, daß der Fördergurt (1) zumindest im
Bereich der Beladungsstation (19) durch an den Randbereichen
(1A, 1B) des Fördergurtes (1) wirksame, ggf. paarweise ange
ordnete, den Fördergurt (1) in einer ebenen oder einer ge
muldeten Form haltende Spreizrollen (25A, 25B, 25C).
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24, da
durch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) telesko
pierbar ist.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeich
net, daß die Teleskopierbarkeit an zumindest einem der
freien, im Bereich einer der Umlenkstationen (26A, 26B, 26C)
der Bandstrecke gelegenen Stirnenden des mindestens einen
Tragprofilbalkens (4) vorgesehen ist.
27. Vorrichtung nach Anspruch 25 oder 26, gekennzeich
net durch eine Kolben/Zylinder-Einrichtung (27) für die Te
leskopierbarkeit.
28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 27, da
durch gekennzeichnet, daß Umlenkrollen (18D, 18E) des För
dergurtes (1) an den Enden der Bandstrecke von den Endbe
reichen (4C) der Tragprofilbalken (4) oder dem Kolben (27B)
oder dem Zylinder (27A) einer Kolben/Zylinder-Einrichtung
(27) unter Zwischenschaltung eines Tragbügels (28) getragen
werden.
29. Vorrichtung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeich
net, daß der Tragbügel (28) bezüglich des Tragprofilbalkens
(4) verschwenkbar ist.
30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 29, da
durch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) mittels
mindestens einer Führungsschiene (29) in seiner
Erstreckungsrichtung verfahrbar ist.
31. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 30, da
durch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) zumindest
an einem seiner Enden einen bezüglich des übrigen Tragpro
filbalkens verschwenkbaren Endabschnitt (4D) aufweist.
32. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 31, da
durch gekennzeichnet, daß die Tragstützen (6, 7) zwei etwa
senkrecht von dem Tragprofilbalken (4) abstehende, an Sei
tenflächen des Tragprofilbalkens (4) endende Profilabschnit
te (7A, 7B) aufweisen.
33. Vorrichtung nach Anspruch 32, dadurch gekennzeich
net, daß die Profilabschnitte (7A, 7B) mittels den Tragpro
filbalken (4) zumindest teilweise umschließender Schellen
(30) verbunden sind.
34. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 33, da
durch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken seinerseits
mittels Tragstützen (6, 7) abstützbar ist.
35. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 34, ge
kennzeichnet durch mindestens einen, mehrere Spreizrollen
(25) gemeinsam tragenden, in seiner Lage in bezug auf die
Beladungsstation (19) verstellbaren Balken (43).
36. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 35, da
durch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) im we
sentlichen zentral zwischen mindestens einem Fördertrum (2)
und mindestens einem Leertrum (3) angeordnet ist.
37. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 36, da
durch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken (4) in seinem
inneren Hohlraum (4F) ein Fördertrum oder ein Leertrum trägt
und es in Form haltend führend aufnimmt.
38. Vorrichtung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeich
net, daß eine Gleitschicht (44) auf der Innenwandung des
Hohlraumes (4F) oder auf der äußeren Oberfläche des
Schlauchgurtes als Gleitelement für den Schlauchgurt vorge
sehen ist.
39. Vorrichtung nach Anspruch 37, gekennzeichnet durch
in der Wandung des Tragprofilbalkens angeordnete Öffnungen
(45) durchgreifende Rollelemente (46).
40. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 37 bis 39,
dadurch gekennzeichnet, daß der Tragprofilbalken Rollentrag
rahmen (5) für mindestens ein weiteres Fördergurttrum trägt.
41. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 37 bis 40,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein weiteres Förder
gurttrum innerhalb eines weiteren Tragprofilbalkens verläuft.
42. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 41, ge
kennzeichnet durch einen von dem Tragprofilbalken getragenen
Zwischenantrieb für den Schlauchgurt.
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