DE4200488A1 - Optisches kabel mit mehreren kammerelementen - Google Patents
Optisches kabel mit mehreren kammerelementenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein optisches Kabel mit mehreren in ei
ner ringförmigen Struktur um ein zentrales Element angeordne
ten Kammerelementen, die jeweils einen etwa U-förmigen Quer
schnitt aufweisen und zur Aufnahme von Lichtwellenleiter-Bänd
chen dienen.
Ein Kabel dieser Art ist aus der DE-A1-38 39 109 bekannt. Die
Seitenwände und der Boden derartiger Kammerelemente müssen mit
einer relativ großen Wandstärke ausgestattet werden, damit im
Bereich der Kabelseele die Gesamtstruktur die nötige radiale
Stützfestigkeit erreicht und von außen angreifende Kräfte nicht
die eingelegten Lichtwellenleiter beeinträchtigen können. Darü
ber hinaus werden diese Kammerelemente auch aus Materialien
hergestellt, insbesondere beispielsweise Polykarbonat o. dgl.,
welche sehr steif sind, um auf diese Weise ebenfalls die in
nere Festigkeit des optischen Kabels zu erhöhen.
Bei der Montage ist es vielfach erforderlich, daß der Monteur
in der Lage sein soll, einen durchlaufenden Stapel von Licht
wellenleiter-Bändchen aus dem ihn umgebenden Kammerelement zu
entnehmen und die einzelnen Bändchen zu vereinzeln, ohne daß
dabei die Kontinuität der Lichtwellenleiter in den Bändchen
gefährdet oder beeinträchtigt wird. Da die Kammerelemente aus
mechanisch sehr festem Polymermaterial gefertigt werden, schei
det ein einfaches Durchtrennen der Profile z. B. mittels eines
Messers oder einem ähnlichen Werkzeug aus. Darüber hinaus wäre
bei einer derartigen Handhabung auch die Gefahr nicht auszu
schließen, daß eines der Lichtwellenleiter-Bändchen bzw. einer
der Lichtwellenleiter beschädigt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein optisches Kabel
zu schaffen, bei dem die Zugänglichkeit der Lichtwellenleiter-
Bändchen im Inneren der Kammerelemente verbessert wird. Diese
Aufgabe wird bei einem optischen Kabel der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, daß im Bereich des Bodens der Kammerelemen
te mindestens ein Einschnitt vorgesehen ist, durch den die
Wandstärke so weit verringert wird, daß die Seitenwände nach
außen ausklappbar sind.
Ein derart gestaltetes Kammerelement behält seine Stützeigen
schaften gegen in radialer Richtung von außen auf das Kabel
angreifende Kräfte bei und ist trotzdem für die Montage so vor
bereitet, daß die Zugänglichkeit und gegebenenfalls Entnehmbar
keit des Lichtwellenleiter-Bändchenstapels in erheblichem Maße
verbessert ist. Das seitliche Ausklappen der Kammerwände kann
im allgemeinen ohne Werkzeuge, d. h. allein mit den Fingern,
erfolgen. Sollte dennoch ein Werkzeug benötigt werden, so sind
keine Schneidvorgänge durchzuführen, sondern es ist lediglich
ein einfaches Auseinanderspreizen der Kammerwände erforderlich.
Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen wiederge
geben.
Die Erfindung und ihre Weiterbildungen werden nachfolgend an
hand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in Frontansicht ein gemäß der Erfindung aufgebautes
optisches Kabel,
Fig. 2 in Frontansicht eine erste Ausführungsform eines Kam
merelementes mit einem Einschnitt gemäß der Erfindung
und
Fig. 3 eine Abwandlung des Kammerelementes nach Fig. 2.
Das optische Kabel OC nach Fig. 1 enthält ein Kernelement CE,
das vorzugsweise aus Kunststoff besteht und in seinem Inneren
ein zugfestes Element TE aufweist. In einer ringförmigen Anord
nung ist um das Kernelement CE eine Folge von U-förmigen Kam
merelementen CA1-CAn angeordnet, die nach außen offen sind
und jeweils zur Aufnahme von Lichtwellenleiter-Bändchen die
nen. Bei einem dieser Kammerelemente, nämlich bei CA1, sind
vier derartige Lichtwellenleiter-Bändchen dargestellt und mit
LB1-LB4 bezeichnet. Das Zentralelement CE hat die Form eines
n-Ecks, wobei auf den abgeflachten Seitenflächen jeweils der
Boden der Kammerelemente CA1-CAn aufliegt. Es ist aber auch
möglich, das Zentralelement CE mit einer runden Außenkontur zu
versehen.
Die durch die Kammerelemente CA1-CAn gebildete innere Lage
wird durch eine Bewicklung oder Bespinnung BW1 nach außen hin
verschlossen, wobei auch die Lichtwellenleiter-Bändchen LB1-
LB4 durch diese Bewicklung oder Bespinnung am Herausfallen ge
hindert werden. Bei entsprechend leistungsfähigen Kabeln
schließt sich noch mindestens eine weitere Lage von in glei
cher Weise gestalteten U-förmigen Kammerelementen an, wobei im
vorliegenden Beispiel nur drei in einer zweiten Lage darge
stellt und mit CA21, CA22 und CA2m bezeichnet sind. Auch diese
zweite Lage von in einer Ringstruktur angeordneten Kammerele
menten wird durch eine Bewicklung oder Bespinnung BW2 ver
schlossen. Außen ist ein gegebenenfalls mehrschichtiger oder
als Schichtelmantel ausgebildeter Schutzmantel (Außenmantel)
SH vorgesehen.
Die Querdruck-Steifigkeit dieses Kabels wird in erster Linie
durch die Wände der Kammerelemente sichergestellt, so daß
diese nicht beliebig dünn gemacht werden können und insbeson
dere aus sehr harten Polymermaterialen hergestellt werden. Bei
der (partiellen) Demontage eines derartigen Kabels, z. B. für
Spleißzwecke, müssen einzelne Kammerelemente samt den in ihnen
enthaltenen Lichtwellenleiter-Bändchen aus der Kabelseele ent
nommen werden, und es ist erforderlich, daß die einzelnen
Lichtwellenleiter-Bändchen z. B. für Spleißzwecke zugänglich
sind. Ein Zerschneiden oder Aufschlitzen der Kammerelemente
z. B. mit einem Messer ist zum einen sehr umständlich und zum
andern mit der Gefahr sowohl einer Verletzung der Lichtwellen
leiter als auch beim Monteur verbunden.
Eine Abhilfe besteht darin, daß, wie aus der vergrößerten Dar
stellung nach Fig. 2 ersichtlich ist, im Bereich des Bodens CB
z. B. des Kammerelementes CA1 ein vorzugsweise keilförmiger Ein
schnitt ES1 vorgesehen wird, durch den die Wandstärke D des Bo
dens auf einen kleineren Wert d verringert wird. Auf diese Wei
se kann der Monteur von Hand oder mit einfachem Spreizwerkzeug
die Seitenwände CS des Kammerelementes CA1, wie strichpunktiert
dargestellt, so weit nach außen klappen, daß die Lichtwellen
leiter-Bändchen LB1 bis LB4 auch seitlich zugänglich sind und
z. B. einzeln oder als Packen entnommen werden können. Somit
ist es für den Monteur in einfacher Weise möglich, z. B. die in
den einzelnen Bändchen enthaltenen Lichtwellenleiter (z. B.
LW1-LWn beim Bändchen LB1 in Fig. 1) für den Spreizvorgang
vorzubereiten.
Die Schwächung im Bereich des Einschnitts ES1 sollte so groß
sein, daß auch bei hartem Polymermaterial des Kammerelementes
CA1 das seitliche Herausklappen der Seitenwände CS ohne große
Schwierigkeiten möglich ist. Gegenüber der Wandstärke D des
Bodens sollte die Tiefe des Einschnitts ES1 zwischen minde
stens 20% und bis maximal etwa 80% der Wandstärke D errei
chen. In absoluten Werten sollte die Wandstärke d im tiefsten
Punkt des Einschnitts ES1 zweckmäßig zwischen 0,1 mm und
0,5 mm gewählt werden. Es kann auch zweckmäßig sein, den Ein
schnitt jeweils so tief zu machen, daß das Profil sogar längs
in zwei Teile auseinandergebrochen werden kann, wodurch die
Bändchen praktisch lateral frei beweglich werden. Die so er
haltenen Profilhälften werden anschließend mittels einer Zange
oder Schere getrennt (d. h. verkürzt) und entfernt.
Wenn ein derartiger Einschnitt ES1 nicht ausreicht, dann ist
es auch möglich, im Bereich des Bodens weitere Einschnitte,
z. B. ES2 und ES3, vorzusehen. Die Anordnung der Einschnitte
sollte aber so getroffen werden, daß bei einem Einschnitt ES1
dieser etwa in der Mitte des Bodens CB zu liegen kommt, wäh
rend mehrere Einschnitte, z. B. ES1-ES3, zweckmäßig so anzu
ordnen sind, daß sie symmetrisch zur Mitte des Bodens CB zu
liegen kommen.
Das U-förmige Kammerelement, z. B. CA1, ist hinsichtlich der
Wandstärke sowohl des Bodens CB als auch der Seitenwände CS11
so ausgelegt, daß die Wandstärke überall gleich groß ist, d. h.
überall den Wert D aufweist.
Bei der Abwandlung der Ausführungsform nach Fig. 3 ist ein
Kammerelement CA11 dargestellt, das einen Einschnitt ES11
aufweist. Dieser Einschnitt ist an der Innenseite des Bodens
CB11 angebracht; ansonsten gelten die im Zusammenhang mit
Fig. 2 angestellten Überlegungen hinsichtlich der Gestaltung
des Einschnitts bzw. der Einschnitte sinngemäß auch hier. Ab
weichend von dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ist am oberen
Ende der Seitenwände CS11 jeweils eine nach innen ragende Nase
N1, N2 vorgesehen, welche so gestaltet ist, daß sie die in der
Kammeröffnung angeordneten Lichtwellenleiter-Bändchen am Her
ausfallen hindert.
Claims (10)
1. Optisches Kabel (OC) mit mehreren, in einer ringförmigen
Struktur um ein zentrales Element (CE) angeordneten Kammerele
menten (CA1-CAn), die jeweils einen etwa U-förmigen Quer
schnitt aufweisen und zur Aufnahme von Lichtwellenleiter-Bänd
chen (LB1-LB4) dienen,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich des Bodens (CB) der Kammerelemente (CA1-CAn)
mindestens ein Einschnitt (z. B. ES1) vorgesehen ist, durch den
die Wandstärke so weit verringert ist, daß die Seitenwände (CS)
seitlich nach außen ausklappbar sind.
2. Optisches Kabel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wandstärke der Seitenwände (CS) der Kammerelemente
(z. B. CA1) etwa gleich der Wandstärke (D) des Bodens (CB)
gewählt ist.
3. Optisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tiefe des Einschnitts (ES1) zwischen 20% und 80% der
Wandstärke (D) des Bodens (CB) der Kammerelemente (CA1-CAn)
gewählt ist.
4. Optisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einschnitt (ES1) keilförmig gestaltet ist.
5. Optisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem Einschnitt (ES1) dieser in der Mitte des Bodens
(CB) angeordnet ist.
6. Optisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei mehreren Einschnitten (ES1, ES2, ES3) diese symmetrisch
zur Mitte des Bodens (CB) angeordnet sind.
7. Optisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die restliche Wandstärke (d) am Ende des Einschnitts (ES1)
zwischen 0,1 mm und 0,5 mm gewählt ist.
8. Optisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einschnitt (ES1) an der Außenseite des Bodens (CB) an
geordnet ist (Fig. 2).
9. Optisches Kabel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einschnitt (ES11) an der Innenseite des Bodens (CB11)
angeordnet ist (Fig. 3).
10. Optisches Kabel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß am oberen Ende der Seitenwände (CS11) nach innen ragende
Nasen (N1, N2) vorgesehen sind, deren Dimensionierung so vor
genommen ist, daß sie die im Inneren der Kammer (CA11) ange
ordneten Lichtwellenleiter-Bändchen am Herausfallen hindern.
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE19924200488 DE4200488A1 (de) | 1992-01-10 | 1992-01-10 | Optisches kabel mit mehreren kammerelementen |
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| DE (1) | DE4200488A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2706046A1 (fr) * | 1993-06-02 | 1994-12-09 | Siemens Ag | Câble optique, procédé pour sa fabrication et dispositif pour la mise en Óoeuvre du procédé. |
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|---|---|---|---|---|
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| JPH05181045A (ja) * | 1991-12-30 | 1993-07-23 | Hitachi Cable Ltd | 光ファイバユニット |
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1992
- 1992-01-10 DE DE19924200488 patent/DE4200488A1/de not_active Withdrawn
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1993
- 1993-01-07 JP JP00105093A patent/JP3274202B2/ja not_active Expired - Fee Related
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2706046A1 (fr) * | 1993-06-02 | 1994-12-09 | Siemens Ag | Câble optique, procédé pour sa fabrication et dispositif pour la mise en Óoeuvre du procédé. |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| JP3274202B2 (ja) | 2002-04-15 |
| JPH05264875A (ja) | 1993-10-15 |
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