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DE429872C - Elektrisches Messinstrument, insbesondere Zaehler - Google Patents

Elektrisches Messinstrument, insbesondere Zaehler

Info

Publication number
DE429872C
DE429872C DEA43007D DEA0043007D DE429872C DE 429872 C DE429872 C DE 429872C DE A43007 D DEA43007 D DE A43007D DE A0043007 D DEA0043007 D DE A0043007D DE 429872 C DE429872 C DE 429872C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coil
voltage
current
coils
counter
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA43007D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Publication date
Priority to DEA43007D priority Critical patent/DE429872C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE429872C publication Critical patent/DE429872C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/36Induction meters, e.g. Ferraris meters

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Ac-Ac Conversion (AREA)

Description

  • Elektrisches IVIeßinstrument, insbesondere Zähler. Außer Wirkverbrauchs- und Blindverbrauchszählern bzw. Meßinstrunienten, die bei einer Phasenverschiebung von go° oder o° zwischen Strom und Spannung stillstehen, werden für bestimmte Tarife auch solche Zähler benötigt, welche bei einem anderen Phasenverschiebungswinkel stillstehen und welche somit die Summe oder Differenz von Wirkverbrauch und Blindverbrauch oder von Teilen dieser Größen messen.
  • Für alle diese Fälle mußte man bisher besondere Zähler bauen, was für eine wirksame Durchführung der Massenfabrikation nachteilig ist. Durch die Erfindung soll nun ein Zähler geschaffen werden, durch welchen es möglich ist, ohne Änderung cler Spulen oder Triebsysteme lediglich durch Umklemmen der Leitungen und gegebenenfalls noch durch Änderung eines Vorschaltwiderstandes die Wirkung des Zählers so abzuändern, daß er bei jedem gewünschten Phasenverschiebungswinkel stillsteht.
  • Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß auf dem Spannungskern mehrere Spulen angeordnet sind, die so aufeinander einwirken, daß durch Änderung der an die Spulen anzulegenden Spannungen der resultierende Spannungsfluß bei induktionsfreier Last jede gewünschte Richtung zum Stromfluß besitzen kann. Hierbei ist es gleichgültig, ob die Wicklungen der verschiedenen Spulen voneinander getrennt sind oder ob eine einzige Wicklung mit Anzapfungen angeordnet ist.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele mit zwei Spulen pro Triebsystem dargestellt. Wenn es auch ohne weiteres möglich ist, mehr als zwei Spulen zu verwenden, so dürfte dies wohl kaum jemals nötig sein.
  • Bei sämtlichen Abbildungen ist angenommen, daß zwei Stromspulen, und zwar in den Phasen i und 3, vorhanden sind. Ferner sind in der Abb. i und in den Abb. d. und folgenden nur diejenigen Spannungsspulen gezeichnet, die mit der in Phase i liegenden Stromspule zusammenarbeiten. Die mit der anderen Stromspule zusammenarbeitenden Spannungsspulen können dann in einfacher Weise unter Zugrundelegung der Aronschaltung angeordnet werden.
  • Bei der Einrichtung nach Abb: i sind zwei getrennte Spannungsspulen vorgesehen; die eine Spule I ist in bekannter Weise zwischen den Phasen i und 2, die andere Spule II zwischen den Phasen i und 3 angeschlossen. In Abb. 2 ist das Vektordiagramm dieses Zählers dargestellt. i, 2 und 3 sind die Spannungen der einzelnen Phasen gegen Erde. Die in den Spulen wirksamen verketteten Spannungen zwischen den Phasen sind mit E,2 und El; bezeichnet. Die zugehörigen Felder liegen um etwa go° zurück in Richtung der Vektoren E,z und # E,3. Im Spannungseisen überlagern sich diese beiden Felder, so daß das resultierende Feld @ E,.",_ zwischen den beiden es erzeugenden Feldern liegt. überwiegt das Feld # E,_, so wird der Vektor des resultierenden Feldes näher an diesem Vektor liegen; überwiegt das andere Feld, so wird das resultierende Feld näher an letzterem liegen. Die genaue Richtung des resultierenden Feldes läßt sich nicht einfach durch geometrische Addition der Einzelflüsse in einem Diagramm ermitteln, da sich die Flüsse selbst wieder gegenseitig beeinflussen und so die Verhältnisse komplizieren. Die zweite Wicklung kann statt an die Spannung E,3 auch an irgendeine andereDrehstroinspannung, beispielsweiseE_3, gelegt «-erden, so daß dadurch ein resultierendes Feld von ganz anderer Richtung erreicht wird. Wird der einen oder anderen Wicklung oder auch beiden noch Obmscher Widerstand vorgeschaltet, so kann durch Anlegen je zweier Spannungen des Drehstromnetzes an die beiden Wicklungen jede beliebige Lage des resultierenden Flusses erzielt werden. Besitzt das Drehstromnetz außerdem einen Nulleiter, so sind die Schaltmöglichkeiten noch reichlicher; jede beliebige Richtung des Spannungsflusses kann auf die verschiedensten Arten erreicht «erden; man wird schließlich diejenige Schaltung wählen, die den geringsten Wattverbrauch verursacht. .
  • Statt der zwei getrennten Wicklungen, von denen bisher die Rede war, kann man auch mit einer einzigen Wicklung auskommen. Es kann dann eine ganze normale Spannungsspule verwendet werden, deren einer Punkt herausgeführt und an eine der drei Leitungsphasen bzw. an den Nulleiter angelegt wird, während die Enden der Spule an zwei andere Phasen angelegt werden. Dadurch verringert sich wohl die Zahl der Schaltkombinationen, die möglich sind, da nur drei Enden verfügbar sind; immerhin können mit ein und derselben Spule im Dreileiterstromnetz zwölf verschiedene Zähler hergestellt werden; im Vierleiterstromnetz ist die Zahl noch bedeutend größer. Das eine Feld wird durch denjenigen Teil der Spule gebildet, der zwischen dem Anzapfungspunkt und dem einen Endpunkt der Spule liegt, und das andere Feld durch denjenigen Teil, der zwischen dem Anzapfungspunkt und dem anderen Ende der Spule liegt.
  • In den Abb. 3 bis 8 ist die eine Hälfte der Fälle, die in Dreileiternetzen möglich sind, in den Abb.9 bis 14 die andere Hälfte dargestellt. Es ist ein Zähler mit zwei messenden Systemen zugrunde gelegt. Nur bei der ersten Schaltung (Abb.3) sind beide Spannungsspulen gezeichnet; bei den anderen kann die Schaltung der zweiten Spule unter Zugrundelegung der Aronschaltung gefunden werden.
  • .Nach Abb.3 werden in der oberen Spule die Spannungen E13 und E, überlagert, und zwar ist angenommen, daß die Spule mit der größeren Windungszahl an der Spannung F_13 liegt. Dieses Feld ist daher als Hauptfeld H bezeichnet. Die Spule mit der niederen Windungszahl liegt dann an der um i2o° voreilenden Spannung E3_; das Feld ist daher als Zusatzfeld Z bezeichnet. Die Stromspulen liegen entsprechend in den Phasen i und 3.
  • Die Schaltungen nach den Abb..I bis 8 ergeben sich hieraus durch zyklische Vertauschung der Spannungen, derart, daß an die Enden der das Zusatzfeld erzeugenden Spule stets eine Spannung angelegt ist, die der das Hauptfeld erzeugenden Spannung um i2o° voreilt.
  • Die Schaltungen nach den Abb.9 bis 14 ergeben sich ferner in ähnlicher Weise dadurch, daß an die Enden der das Zusatzfeld erzeugenden Spule stets eine Spannung angelegt ist, die der das Hauptfeld erzeugenden Spannung um i2o° nacheilt.
  • Bei allen diesen Schaltungen liegen die beiden Enden der Spulen an zwei Phasen, während der an der Wicklung herausgeführte Punkt jeweils am dritten Leiter liegt.
  • Auch bei diesen Anordnungen ist es aus den gleichen Gründen, wie dies oben für Abb. i dargelegt ist, nicht möglich, die Richtung des resultierenden Feldes theoretisch durch Rechnung oder auf zeichnerischem Wege zu ermitteln. Ist aber für einen der sechs Fälle der Abb.3 bis 8 und für einen der sechs Fälle der Abb. 9 bis 14 die Phasenverschiebung durch Versuch bekannt, so können die fünf anderen durch einfache Überlegung gefunden werden.
  • Ergibt sich beispielsweise durch Messung bei der Einrichtung nach Abb. 3 eine Phasenverschiebung des resultierenden Feldes gegenüber der Spannung an den Enden der Spule von io5° (solche sowie auch größere und kleinere Winkel sind leicht zu erreichen durch entsprechende Abgleichung der Windungszahl beider Wicklungen evtl. auch durch Vorschalten von Ohmschen Widerständen), so zeigt der Zähler nach Abb. 3 Der Zähler nach Abb. d. steht dann bei 15' voreilendem Strom, er läuft bei nacheilendem Strom rückwärts; der Zähler nach Abb.5 steht bei 45' nacheilendem Strom, er läuft bei cos T - i rückwärts und zeigt den Wert (sin f-cosq,) an; der Zähler nach Abb.6 steht bei i5° voreilendem Strom, der nach Abb. i steht bei 15° voreilendem Strom, er läuft bei nacheilendem Strom vorwärts; der Zähler nach Abb. 8 steht bei 45' nacheilendem Strom, er läuft bei cos qg- i vorwärts und zeigt (cos T, - sin T,) an.
  • Der Zähler nach Abb. 5 kann ohne weiteres durch Verändern der Vorschaltwiderstände in einen Zähler verwandelt werden, der etwa bei 36° 50 Minuten nacheilendem Strom (cos - o,8 ind.) oder bei 30° nacheilendem Strom stillsteht und bei stärker nacheilendem Strom vorwärts läuft. Am besten werden in beiden Feldern Vorschaltwiderstände vorgesehen: soll der Spannungsvektor nach der einen Seite verschoben werden, so wird der eine Vorschaltwiderstand durch Abwickeln von Widerstandsdraht vergrößert; soll der Spannungsvektor nach der anderen Seite verschoben werden, so wird der andere Widerstand vergrößert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Elektrisches Meßinstrument, insbesondere Zähler, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Spannungskern mehrere umschaltbare Spannungsspulen, die, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung von Vorschaltwiderständen, an verschiedene Spannungen angeschlossen sind, so daß der Winkel zwischen dem wirksamen Spannungsfluß und dem Stromfluß bei induktionsfreier Last auf jeden beliebigen Wert lediglich durch Umklemmen der Leitungsanschlüsse und durch Veränderung des Vorschaltwiderstandes eingestelltwerden kann.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Instrutnent eine einzige Spannungsspule trägt, deren einer Punkt aus dem Innern herausgeführt ist.
  3. 3. Ausführungsform nach Anspruch :2 zur Messung von Drehstromleistungen. dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Enden der Spule an zwei Leitungen und der Anzapfungspunkt an die dritte Leitung angeschlossen sind.
DEA43007D Elektrisches Messinstrument, insbesondere Zaehler Expired DE429872C (de)

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DE429872C true DE429872C (de) 1926-06-11

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