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DE427976C - Verfahren zur Vorbehandlung der auf Wirk-, Strick-, Spul- u. dgl. Textilmaschinen zur Verarbeitung kommenden kunstseidenen, seidenen oder aehnlichen sproeden Gespinste - Google Patents

Verfahren zur Vorbehandlung der auf Wirk-, Strick-, Spul- u. dgl. Textilmaschinen zur Verarbeitung kommenden kunstseidenen, seidenen oder aehnlichen sproeden Gespinste

Info

Publication number
DE427976C
DE427976C DESCH71057D DESC071057D DE427976C DE 427976 C DE427976 C DE 427976C DE SCH71057 D DESCH71057 D DE SCH71057D DE SC071057 D DESC071057 D DE SC071057D DE 427976 C DE427976 C DE 427976C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
knitting
silk
pretreatment
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Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DESCH71057D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HERMANN JOHANNES SCHWABE FA
Original Assignee
HERMANN JOHANNES SCHWABE FA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HERMANN JOHANNES SCHWABE FA filed Critical HERMANN JOHANNES SCHWABE FA
Priority to DESCH71057D priority Critical patent/DE427976C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE427976C publication Critical patent/DE427976C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B35/00Details of, or auxiliary devices incorporated in, knitting machines, not otherwise provided for
    • D04B35/22Devices for preparatory treatment of threads
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06BTREATING TEXTILE MATERIALS USING LIQUIDS, GASES OR VAPOURS
    • D06B1/00Applying liquids, gases or vapours onto textile materials to effect treatment, e.g. washing, dyeing, bleaching, sizing or impregnating
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/13Steaming or decatising of fabrics or yarns
    • D06C2700/135Moistening of fabrics or yarns as a complementary treatment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Vorbehandlung der auf Wirk-, Strick-, Spul- u. dgl. Textilmaschinen zur Verarbeitung kommenden kunstseidenen, seidenen oder ähnlichen spröden Gespinste. In der Wirkerei besteht schon seit langer Zeit das Bestreben, den zur Verarbeitung kommenden Gespinsten eine entsprechende Feuchtigkeit zuzuführen, um dieselben für die einwandfreie Maschenbildung gefügiger zu machen und um zahlreiche Fehler zu beseitigen. In der Baumwohl- und Wollfabrikation ist es ganz allgemein bekannt, dem Gespinst dadurch die gewünschte Feuchtigkeit zu geben, daß man dasselbe vor der Verarbeitung auf der Maschine in Körben o. dgl. verpackt oder auch in losem Zustand in verschlossene Behälter bringt, um sie dort mittels Wasserdampf o. ä. zu durchfeuchten. Die Durchfeuchtung vorgenannter Gespinste geschieht deshalb, um die Neigung zu Schlingenbildungen des trockenen Gespinstes zu begrenzen und zum anderen, um den Käufer vor Schaden zu bewahren, der ihm durch Gewichtsverlust des trocken gewordenen Fasergutes entstehen würde.
  • Vorstehende Behandlungsweise ist für Gespinste aus Wolle, Baumwolle u. dgl. angängig; für Seide oder gar Kunstseide würde sie die völlige Vernichtung bedeuten. Angenommen, man wollte das eingangs beschriebene Verfahren zur Durchfeuchtung von Wolle oder Baumwolle auch für die Veredelung von Seide oder gar Kunstseide heranziehen, so wäre das insofern nicht möglich, da der in den Behältern befindliche Wasserdampf an den Wandungen niederschlagen, dort Tropfen bilden, welche auf das Gespinst herabfallen und dasselbe durch die zu große Feuchtigkeit vernichten würde. Es erübrigt sich, auf alle einzelnen Nachteile und Übelstände hinzuweisen, die sich aus den bisherigen Verfahren zur Durchfeuchtung von Gespinsten ergeben, wie ungleichmäßige Feuchtigkeitsaufnahme, Schimmelbildung bei längerer Lagerung usw., ganz abgesehen davon, daß Kunstseide eine derartige Behandlungsweise überhaupt nicht verträgt, da sie öfter keine Drehung (Drall) besitzt, sondern die Einzelfäden parallel nebeneinanderliegen, so daß sich dieselben auflösen und der Faden unbedingt reißen muß. Unmöglich ist es auch bei den bekannten Verfahren, daß die erforderliche Feuchtigkeit gleichmäßig in das auf Spulen o. dgl, befindliche Gespinst einzudringen vermag. Ist man aber nicht in der Lage, dem Gespinst peinlichst genau und unbedingt gleichmäßige Feuchtigkeit zuzuführen, so kann man auch unmöglich einwandfreie Ware erzielen. Doch die bekannten Verfahren zur Durchfeuchtung von Wolle und Baumwolle erstreben die Lösung einer ganz anderen Aufgabe als wie die vorliegender Erfindung, wo es im besonderen um eine Vorbehandlung von Kunstseide unmittelbar auf der Wirk-, Strick-, Spul- o. dgl. -Textilmaschine handelt. Eingangs erwähnte Übelstände und Nachteile treffen auch -für die bekannt gewordene Einrichtung zu, bei welcher das auf Spulen befindliche Gespinst in einem Behälter untergebracht ist, welcher von einem in Wasser eintauchenden saugfähigen Stoff umgeben ist. Auch hier ist es ausgeschlossen, dem Gespinst eine genau abgestimmte Feuchtigkeit zu geben, denn der Behälter ist nach oben hin offen, und es ist keinerlei Gewähr vorhanden, daß auch wirklich die erforderliche Feuchtigkeit an das Gespinst gelangt; und wenn dies der Fall wäre, so hat man keinerlei Regelung oder Kontrolle, da ja die Temperaturen der Luft und des Wassers, welches verdunstet werden soll, unendlich verschieden und völlig unbeständig sind.
  • So wie z. B. verschiedene Naturprodukte während des Wachstums warme feuchte (also tropische) Luft beanspruchen, so hat die Praxis gelehrt, daß verschiedene Gespinste, vor allem aber Kunstseide, an Güte hervorragend zunehmen, wenn sie mit kalter feuchter Luft (ähnlich der Kellertemperatur) behandelt werden. Kunstseide darf keinesfalls mittels warmer feuchter Luft (Wasserdampf o. dgl.) behandelt, geschweige denn völlig durchfeuchtet werden, da sie sonst vernichtet würde, sondern sie verlangt eine äußerst präzis abgestimmte Behandlung nur ihres äußeren Fadenumfanges, damit sie die entsprechende Geschmeidigkeit erhält, während der Kern des Fadens ziemlich trocken bleiben muß, um die Reißfestigkeit des Fadens nicht etwa herabzusetzen, sondern in ihrer Ursprünglichkeit zu erhalten. Nachdem also der kunstseidene Faden durch die bestimmte Feuchtigkeit die entsprechende Geschmeidigkeit erhalten hat, läßt er sich auch in ganz hervorragendem Maße zu einwandfreien Maschen verarbeiten, und alle fehlerhaften Stellen in der Ware werden vermieden. Das trifft nicht nur für den glatten Faden zu, sondern auch für alle im Fadenverlauf vorkommenden Knoten, die durch die vorstehend beschriebene Behandlungsweise ebenfalls geschmeidig gemacht. worden sind, so daß sie sich einwandfrei verarbeiten lassen und das bisher so lästige Reißen des Fadens vollständig vermieden wird.
  • Das Verfahren nach vorliegender Erfindung, welches auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt ist, unterscheidet sich im wesentlichen von den bisher bekannt gewordenen Verfahren zur Durchfeuchtung von Baumwolle, Wolle usw., die getrennt von den betreffenden Arbeitsmaschinen erfolgen und außerdem außerordentlich umständlich und zeitraubend sind, dadurch, daß es sich dabei um eine Vorbehandlung von Kunstseide mittels genau regelbarer Zuführung gekühlter feuchter Luft unmittelbar auf der Wirk-, Strick-, Spulo. dgl. Textilmaschine handelt, was auf folgende Weise erreicht werden soll: Das auf Spulen, Kopsen u. dgl. befindliche Gespinst i ist in einem entsprechenden Behälter 2 aus Glas o. dgl. eingeschlossen. Die zu verarbeitenden Fäden gelangen durch Ösen 3 o. dgl. ins Freie zur Arbeitsstelle. Durch einen an beliebiger Stelle angeordneten Exhaustor q., Hochdruckventilator, Gebläse o. dgl. wird das einem Zylinder 5 durch Wasserleitungsrohr io, Wasserbassin o. dgl. und durch Eis, Chemikalien o. dgl. gekühlte zugeführte Wasser (mit oder ohne chemische, Kälte erzeugende Zusätze) mittels eines Zerstäubers in einen äußerst feinen Nebel verwandelt. Durch den Druck des Exhaustors o. dgl. wird diese gekühlte Luft in die Rohrleitungen 6 gepreßt und gelangt hierauf durch die Flanschen 7 in die Behälter?., wodurch sich die gekühlte Luft dem Gespinst mitteilen kann. Die Behälter oder auch nur ein über die ganze Maschinenbreite sich erstreckender Behälter bietet -gleichzeitig Raum für die erforderlichen Reservespulen, denen sich die gekühlte Luft mitteilen kann, während die anderen Spulen. abgearbeitet werden. Durch Saugwirkung des Exhaustors q. wird die ge kühlte Luft aus den Behältern 2 durch die Rohrleitungen 8 herausgesaugt und gelangt wieder nach dem Exhaustor o. dgl., wo sie wieder nach unten gedrückt und zur erneuten Verarbeitung kommt. Es findet also ein vollständiger Kreislauf der kalten Luft statt.
  • Nach diesem Verfahren ist es möglich, dem Gespinst, und zwar jedem nach seinen besonderen Erfordernissen, die entsprechende Feuchtigkeit zuzuführen, was eine hervorragende Verbesserung des Materials, gute Maschenbildung und tadellose Fertigfabrikate zur Folge hat.
  • Die auf der Zeichnung dargestellte Einrichtung stellt lediglich ein Ausführungsbeispiel dar, da die Mittel zur Erreichung des Verfahrens sehr vielgestaltig sein können. Dasselbe gilt auch für die regelnde Zuführung der gekühlten Luft. Ebenso kann auch die Arbeitsweise zur Flüssigkeitszerstäubung sowohl im Eintakt wie auch im Mehrtakt, der Antrieb sowohl unmittelbar als auch mittelbar durch den Exhaustor o. dgl. als auch durch die Transmission oder von der Maschine aus erfolgen. Ebenso kann die Kühlung der Luft vor dem Eintritt in die Rohrleitungen durch Eismaschinen, Chemikalien erfolgen, wie auch die Anlage selbst durch geeignete Isoliermittel gekühlt werden kann.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRUcH: Verfahren zur Vorbehandlung der auf Wirk-, Strick-, Spul- u. dgl. Textilmaschinen zur Verarbeitung kommenden kunstseidenen, seidenen oder ähnlichen spröden Gespinste, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorbehandlung unmittelbar auf den genannten Maschinen durch regelbare Zuführung feuchter gekühlter Luft in die Spulenbehälter erfolgt.
DESCH71057D 1924-07-22 1924-07-22 Verfahren zur Vorbehandlung der auf Wirk-, Strick-, Spul- u. dgl. Textilmaschinen zur Verarbeitung kommenden kunstseidenen, seidenen oder aehnlichen sproeden Gespinste Expired DE427976C (de)

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DESCH71057D DE427976C (de) 1924-07-22 1924-07-22 Verfahren zur Vorbehandlung der auf Wirk-, Strick-, Spul- u. dgl. Textilmaschinen zur Verarbeitung kommenden kunstseidenen, seidenen oder aehnlichen sproeden Gespinste

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DESCH71057D DE427976C (de) 1924-07-22 1924-07-22 Verfahren zur Vorbehandlung der auf Wirk-, Strick-, Spul- u. dgl. Textilmaschinen zur Verarbeitung kommenden kunstseidenen, seidenen oder aehnlichen sproeden Gespinste

Publications (1)

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DE427976C true DE427976C (de) 1926-06-02

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DESCH71057D Expired DE427976C (de) 1924-07-22 1924-07-22 Verfahren zur Vorbehandlung der auf Wirk-, Strick-, Spul- u. dgl. Textilmaschinen zur Verarbeitung kommenden kunstseidenen, seidenen oder aehnlichen sproeden Gespinste

Country Status (1)

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DE (1) DE427976C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1209239B (de) * 1956-10-29 1966-01-20 Trikotfabriken J Schiesser A G Verfahren zum Verstrecken eines schmelzgesponnenen Hohlfadens

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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