DE4242290A1 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Dichtungseinrichtungen für drucktragen
de Elemente, und Druckverbindungseinrichtungen, die derartige Dichtungs
einrichtungen verwenden. Die Erfindung betrifft auch eine Anwendung
der Druckverbindungseinrichtungen für die Filtration eines Fluids unter
Mittel- bis Hochdruck in einem Filtersystem.
Die Verwendung von O-Ringen aus Elastomermaterial als Fluiddichtungs
einrichtungen zwischen zwei gekoppelten Komponenten ist im Stand der
Technik wohlbekannt. Der O-Ring ist normalerweise in einer Aussparung
oder einem Kanal auf dem zentralen Element der zwei zu verbindenden
Elemente untergebracht. Aufgrund von zulässigen Toleranzgrenzen liegt
zwischen den zu koppelnden Gliedern eine kleine Zwischenraumlücke
vor. Unter Druck wird der O-Ring deformiert und verläßt zum Teil den
O-Ring-Kanal und tritt in die Zwischenraum- oder Extrusionslücke ein.
Dieser als Extrusion bezeichnete Effekt kann zu einem Ausfall des O-
Rings führen, z. B. in Form eines Abschälens oder Abbröckelns der O-
Ring-Oberfläche.
Ein Verfahren zur Vermeidung eines Ausfalls ist das Vorsehen eines
zusätzlichen Stütz- bzw. Back-up-Rings von höherer Härte, der den O-
Ring von einem Eintreten in die Extrusionslücke abhält.
Es besteht ein ständiger Bedarf an der Entwicklung neuer Dichtungs
anordnungen, insbesondere für Mittel- bis Hochdruck-Fluidsysteme, die
wesentlich das Problem eines Ausfalls eines O-Rings reduzieren. Eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung von Dichtungs
einrichtungen, durch die eine Zwischenraumlücke auf der stromabseitigen
Seite des O-Rings wesentlich eliminiert wird. Eine weitere Aufgabe ist
die Bereitstellung von Druckverbindungseinrichtungen, die die Dichtungs
einrichtungen verwenden, durch die eine minimale Zahl von Verbindungs
elementen notwendig ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist die
Bereitstellung eines Hochdruck-Fluidfiltrationssystems, das die Druck
verbindungseinrichtungen verwendet.
Gemäß dieser Erfindung werden Dichtungseinrichtungen für drucktragende
Kopplungsglieder bereitgestellt, wie in den Ansprüchen definiert. Eine
erste kegelförmige Oberfläche ist auf einem Kopplungsglied um eine
zentrale Achse davon angeordnet. Das zweite Kopplungsglied hat darauf
eine zweite kegelförmige Oberfläche angeordnet, die in teilweisen Kon
takt mit der ersten Oberfläche gebracht ist. Die Kegelwinkel der Ober
flächen, gemessen von der zentralen Achse, sind derart, daß der Winkel
der zweiten Oberfläche etwas größer ist, bevorzugt 1 bis 10° größer,
stärker bevorzugt etwa 5° größer ist, als der Winkel der ersten Ober
fläche.
Durch Bereitstellen geringfügig unterschiedlicher Winkel der Oberflächen
wird die Kontaktfläche der zwei Kopplungsglieder in einem ringförmigen
Bereich um die zentrale Achse ausgebildet. Mit dieser Anordnung ent
steht keine Lücke zwischen den zwei Kopplungsgliedern, die in direktem
Materialkontakt sind.
Die Dichtungseinrichtungen weisen vorzugsweise auch einen O-Ring auf,
der die zwei Kopplungsglieder kontaktiert, wobei die Kontaktfläche
stromaufseitig von der Hochdruckseite des ringförmigen Kontaktbereichs
der zwei kegelförmigen Oberflächen versetzt ist.
Druckverbindungseinrichtungen werden gemäß dieser Erfindung wie in
den Ansprüchen definiert auch bereitgestellt. Die Verbindungseinrichtun
gen weisen ein erstes und zweites Kopplungsglied auf, von denen jede
Innenkammern zur Bereitstellung eines Fluiddurchgangs besitzt. Das erste
Kopplungsglied besitzt ein äußeres Gewindeteil, das in Eingriff steht mit
einem inneren Gewindeteil des zweiten Kopplungsgliedes im verbundenen
Zustand.
Die Gewindeteile sind vorzugsweise auf den Kopplungsgliedern angeord
net, und zwar axial von der ersten und zweiten kegelförmigen Ober
fläche versetzt derart, daß ein Kontakt zwischen den kegelförmigen Ober
flächen zur Ausbildung eines dichten Materialkontakts erzwungen wird.
Die Verbindungseinrichtungen haben den Vorteil, nur zwei durch eine
Schraubverbindung verbundene Stücke aufzuweisen. Bevorzugt sind die
Gewindeteile auf der trockenen Seite der Dichtung angeordnet, was die
Chance einer möglichen Kontaminierung reduziert, wenn die Verbindung
zusammengebaut oder auseinandergebaut wird.
Ein anderer Vorteil der beanspruchten Dichtungseinrichtungen und Ver
bindungseinrichtungen ist, daß mit der kegelförmigen Oberflächen-Kon
taktdichtung die zulässigen Toleranzgrenzen der zwei Kopplungsglieder
weniger exakt sein können. Die Kosten der Herstellung der Kopplungs
glieder können daher niedrig gehalten werden.
Weitere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
deutlich in der folgenden Beschreibung einer Ausführungsform in Ver
bindung mit der Zeichnung.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Dichtungseinrichtungen gemäß
der vorliegenden Erfindung.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform der Druckverbindungseinrichtungen
der vorliegenden Erfindung, wobei ein Kopplungsglied ein Filtertopf ist.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1 ist eine Ausführungsform der Dichtungs
einrichtungen 1 gezeigt, die zur Bereitstellung einer Dichtung zwischen
den drucktragenden Kopplungsgliedern 10 und 11 angeordnet ist. Fig.
1 zeigt eine Ausführungsform, bei der ein Abschnitt des ersten Kopp
lungsgliedes 10 mit einer zentralen Achse 20 koaxial innerhalb eines Ab
schnitts des zweiten Kopplungsgliedes 11 angeordnet ist. Das erste Kopp
lungsglied 10 besitzt eine kegelförmige oder kegelstumpfförmige Ober
fläche 6, die sich um die zentrale Achse 20 erstreckt.
Eine zweite kegelförmige oder kegelstumpfförmige Oberfläche 9 ist auf
dem zweiten Kopplungsglied 11 angeordnet und in teilweisen Kontakt mit
der ersten Oberfläche 6. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist der Kegelwinkel
der zweiten kegelförmigen Oberfläche 9 bezüglich der Achse 20 größer
als der entsprechende Winkel der ersten kegelförmigen Oberfläche 6.
Die Oberflächen 6, 9 kontaktieren einander in einem Bereich 13, der
sich ringförmig um die zentrale Achse 20 erstreckt. Die radiale Aus
dehnung des Kontaktbereichs 13 ist geringer als die radiale Ausdehnung
von jeder der zwei kegelförmigen Oberflächen. Der radiale Kontakt
abstand auf den Oberflächen hängt auch vom Unterschied der Kegelwin
kel der zwei Oberflächen ab. Mit anderen Worten, je kleiner der Unter
schied, desto größer das radiale Ausmaß des ringförmigen Kontaktbe
reichs.
Der Kegelwinkel der ersten kegelförmigen Oberfläche bezüglich der
Achse 20 liegt vorzugsweise im Bereich von 3 und 45° und stärker
bevorzugt im Bereich von 15 bis 20°. Der Winkel der zweiten kegelför
migen Oberfläche ist nominell um 1 bis 10° größer als der Kegelwinkel
der ersten Oberfläche, bevorzugt um etwa 5° größer.
Wie leicht aus Fig. 1 ersichtlich, bilden die zwei Kopplungsglieder,
wenn sie miteinander in Eingriff stehen, einen Materialkontakt aus. Auf
Grund der Anordnung von kegeligen Kontaktoberflächen können die
zulässigen Toleranzgrenzen der zwei Kopplungsglieder, z. B. deren Durch
messer, gelockert werden oder müssen zumindest nicht so streng sein.
Eine Zwischenraumlücke oder Toleranzlücke wird in dem Kontaktbereich
eliminiert.
In einer weiteren Ausführungsform wird ein O-Ring in Kontakt mit dem
ersten und zweiten Kopplungsglied mit einer Kontaktfläche bereitgestellt,
die stromaufseitig von der Hochdruckseite des ringförmigen Kontaktbe
reichs versetzt ist. Wie in Fig. 1 gezeigt, ist die Hochdruckseite mit (a)
und die Niederdruckseite mit (b) angezeigt. Die Kontaktfläche des O-
Rings 2 mit dem zweiten Kopplungsglied 11 ist vorzugsweise unmittelbar
benachbart zu dem ringförmigen Kontaktbereich 13 der zwei kegelförmi
gen Oberflächen. Auf diese Weise ist im wesentlichen keine Extrusions
lücke oder Zwischenraumlücke stromabseitig des O-Rings 2. Der O-Ring
2 ist bevorzugt in einem ringförmigen Kanal 3 in einer äußeren Ober
fläche des ersten Kopplungsgliedes 10 angeordnet. Der Kanal 3 ist
bevorzugt benachbart in einer axialen Richtung zu der innenliegenden
Kante der ersten kegelförmigen Oberfläche 6 versetzt.
Eine Ausführungsform der Druckverbindungseinrichtungen gemäß der vor
liegenden Erfindung ist in Fig. 2 gezeigt. Das erste Kopplungsglied 4
dieser Ausführungsform weist eine Innenkammer 14 auf, und das zweite
Kopplungsglied 7 weist eine Innenkammer 17 auf. Die zwei Kammern
stehen miteinander in Verbindung zur Ausbildung eines Fluiddurchgangs.
Das erste Glied 4 weist auch ein äußeres Gewindeteil 5 auf, das mit
einem inneren Gewindeteil 8 des zweiten Kopplungsgliedes 7 in Eingriff
steht.
Die Gewindeteile 5, 8 sind auf den Kopplungsgliedern angeordnet, und
zwar axial versetzt von der ersten und zweiten kegelförmigen Oberfläche
der Dichtungseinrichtungen 1, und zwar derart, daß ein Kontakt zwischen
den zwei Oberflächen beim Zusammenschrauben erzwungen wird. Die
zwei Teile stoßen materiell aneinander und bleiben in Kontakt während
des Betriebs, wenn das richtige Drehmoment angewandt worden ist und
aufrechterhalten wird.
Wie auch aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Gewindeteile 5, 8 der Kopp
lungsglieder 4, 7 stromabseitig oder auf der Niederdruckseite der Dich
tungseinrichtungen 1 angeordnet. Dies entspricht der Niederdruckseite (b)
von Fig. 1. Die Gewinde sind daher nicht dem mit Druck beaufschlag
ten Medium ausgesetzt, das durch die Innenkammern 14 und 17 hin
durchtritt.
Die in Fig. 2 gezeigte Ausführungsform veranschaulicht die Verwendung
der Druckverbindungseinrichtungen in einem Hochdruck-Fluidfiltrations
system. Das erste Kopplungsglied 4 weist einen Filtertopf auf, in dem ein
Filterelement (nicht gezeigt) in der Kammer 14 vorgesehen sein kann. In
dieser Ausführungsform ist das zweite Kopplungsglied 7 ein Filterkopf,
der das zu filtrierende Fluid über die Kammer 17 zuführt.
Die Druckverbindungseinrichtungen sind insbesondere nützlich in diesem
Fluidfiltrationssystem. Die Einrichtungen weisen nur zwei zu verschrau
bende Teile auf. Die Toleranzen der Komponenten, wie oben erwähnt,
müssen nicht exakt sein. Zusätzlich kann der O-Ring-Kanal 3 auch unter
Verwendung normaler Toleranzen bearbeitet werden. Das Filtertopf- und
Filterkopfmaterial werden normalerweise Kohlenstoffstahl, duktile Eisen
gußstücke oder rostfreier Stahl sein.
Integritätstests in Form von Ermüdungsversuchen wurden für die Aus
führungsform der in Fig. 2 gezeigten Druckverbindungseinrichtungen
durchgeführt. Die Anforderungen für einen theoretischen Ermüdungsdruck
von 250 bar und für 400 bar wurden unter dem Industriestandard T2.6.1-
1974 der Nationalen Fluiddruck Vereinigung (National Fluid Power
Association) des Vereinigten Königreichs gezeigt.
Claims (10)
1. Dichtungseinrichtungen für drucktragende Kopplungsglieder, mit
ersten und zweiten kegelförmigen Oberflächen, die auf dem ersten
und zweiten Kopplungsglied um eine zentrale Achse davon angeord
net sind, wobei die kegelförmigen Oberflächen einander in einem
ringförmigen Kontaktbereich kontaktieren, wobei der Kegelwinkel der
zweiten kegelförmigen Oberfläche größer ist als der Kegelwinkel der
ersten kegelförmigen Oberfläche, gemessen von der Achse der jewei
ligen Kegeloberfläche, und mit einem O-Ring, der das erste und
zweite Kopplungsglied in einer Fläche kontaktiert, die unmittelbar
benachbart in axialer Richtung zu dem ringförmigen Kontaktbereich
der kegelförmigen Oberflächen ist.
2. Dichtungseinrichtungen nach Anspruch 1, wobei die radiale Ausdeh
nung des ringförmigen Kontaktbereichs zwischen der ersten und
zweiten kegelförmigen Oberfläche geringer ist als die radiale Aus
dehnung von jeder der kegelförmigen Oberflächen.
3. Dichtungseinrichtungen nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Kegel
winkel der zweiten kegelförmigen Oberfläche 1 bis 10° größer ist,
bevorzugt etwa 5° größer, als der Kegelwinkel der ersten kegelförmi
gen Oberfläche ist.
4. Dichtungseinrichtungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die erste kegelförmige Oberfläche einen Kegelwinkel von 15
bis 20° besitzt.
5. Dichtungseinrichtungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die O-Ring-Kontaktfläche mit den Kopplungsgliedern strom
aufseitig von der Hochdruckseite des ringförmigen Kontaktbereichs
der kegelförmigen Oberflächen versetzt ist.
6. Dichtungseinrichtungen nach Anspruch 5, wobei der O-Ring in einem
ringförmigen Kanal in einer äußeren Oberfläche des ersten Kopp
lungsgliedes angeordnet ist, und der ringförmige Kanal benachbart in
axialer Richtung zu der kegelförmigen Oberfläche des ersten Kopp
lungsgliedes angeordnet ist.
7. Druckverbindungseinrichtungen, mit Dichtungseinrichtungen für druck
tragende Glieder, wie in einem der Ansprüche 1 bis 6 definiert,
wobei jedes des ersten und zweiten Kopplungsgliedes eine Innenkam
mer aufweist, die ausgebildet sind, um einen Fluiddurchgang durch
die Verbindungseinrichtungen bereitzustellen, und wobei das erste
Kopplungsglied ein äußeres Gewindeteil besitzt und das zweite
Kopplungsglied ein inneres Gegengewindeteil für eine Verschraubung
der Glieder besitzt.
8. Druckverbindungseinrichtungen nach Anspruch 7, wobei die äußeren
und inneren Gewindeteile auf dem ersten und zweiten Kopplungs
glied angeordnet sind, und zwar axial von der ersten und zweiten
kegelförmigen Oberfläche versetzt, so daß ein Kontakt zwischen den
Oberflächen erzwungen wird, wenn die Kopplungsglieder verschraubt
sind.
9. Druckverbindungseinrichtungen nach Anspruch 7 oder 8, wobei die
axiale Versetzung der Gewindeteile stromabseitig von der Nieder
druckseite des ringförmigen Kontaktbereichs zwischen den kegelförmi
gen Oberflächen ist.
10. Verwendung der Druckverbindungseinrichtungen nach Anspruch 7, 8
oder 9 in einem Hochdruck-Fluidfiltrationssystem, wobei das erste
Kopplungsglied einen Filtertopf aufweist, in dessen Innenkammer ein
Filterelement vorgesehen ist, und wobei das zweite Kopplungsglied
einen Filterkopf aufweist.
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8130 | Withdrawal |