DE4241639A1 - Trainingseinrichtung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Trainingseinrichtung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Es sind Trainingseinrichtungen in Form von Seilzugge
räten bekannt, bei denen das Ziehen entgegen der
Kraft eines am Seil hängenden Gewichts erfolgt. Diese
Trainingsgeräte können beispielsweise einer rein
sportlichen Betätigung oder auch für physiotherapeu
tische oder diagnostische Zwecke dienen. Dabei ist
die Wahl des aufwärts zu ziehenden Gewichts von der
trainierenden Person als auch vom absolvierenden
Training abhängig. Auch können für die gleiche Person
während eines Trainings unterschiedliche Gewichte
erforderlich sein. Das Gewicht wird üblicherweise aus
einzelnen Gewichtselementen beispielsweise von je
weils 9,5 kg zusammengesetzt und wird durch Auflegen
oder Abnehmen der entsprechenden Anzahl von Elementen
in gewünschter Weise verändert. Dies ist jedoch rela
tiv mühsam und stellt eine unerwünschte Unterbrechung
des Trainingsablaufs dar, insbesondere, wenn dieser
beispielsweise aus diagnostischen Gründen kontinuier
lich erfolgen soll. Außerdem kann es erforderlich
sein, die Gewichtsveränderung in kleineren als den
durch die Elemente vorgegebenen Schritten oder gege
benenfalls sogar stufenlos vorzunehmen.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine Trainingseinrichtung für sportliche Betätigung,
Physiotherapie und Diagnostik, bei der ein durch eine
Kraft elastisch belastetes, über mindestens eine Um
lenkrolle geführtes Seil entgegen der Schwerkraft
eines Gewichts gezogen wird, zu schaffen, bei der
eine Veränderung der Zugkraft auf einfache Weise und
ohne Unterbrechung des Trainingsablaufs sowie in den
erforderlichen kleinen Schritten durchgeführt werden
kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebe
nen Merkmale. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfin
dungsgemäßen Trainingseinrichtung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Dadurch, daß das Gewicht beim Ziehen entlang einer
Bahn geführt ist, die in ihrem Winkel gegenüber der
Senkrechten einstellbar ist, erhält man eine von der
Winkelstellung der Bahn abhängige Zugkraft, wobei die
Einstellung des Winkels auf einfache Weise, zum Bei
spiel mittels eines steuerbaren Antriebs durchgeführt
werden kann.
Die Verbindung zwischen dem Seil und dem Gewicht ist
vorzugsweise mit einer Bremsvorrichtung gekoppelt, so
daß das Gewicht bei einer plötzlichen Freigabe kon
trolliert nach unten gleitet und eine Beschädigung
der Trainingseinrichtung vermieden wird.
Der Winkel der Bahn kann vorteilhaft in Abhängigkeit
von einem vorgegebenen Programm und/oder während des
Trainings aufgenommenen Meßwerten selbsttätig verän
derbar sein. Hierdurch ist das Gerät außerordentlich
vielseitig einsetzbar. Die Meßwerte können an der
trainierenden Person ermittelt oder am Seilzuggerät
aufgenommen werden, beispielsweise kann die Seilge
schwindigkeit während des Ziehvorgangs gemessen und
hieraus auf eine Ermüdung der Person geschlossen wer
den, worauf eine entsprechende Anpassung der
Belastung erfolgen kann.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der
Figur dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläu
tert. Dies zeigt die Ansicht einer Trainingseinrich
tung.
An einem starren Rahmen 1 sind mehrere Umlenkrollen 2
bis 8 zur Führung eines Zugseils angeordnet. Dieses
ist in einen oberen Seilabschnitt 9 und einen unteren
Seilabschnitt 10 unterteilt. Die Trennung zwischen
oberem und unterem Seilabschnitt 9 bzw. 10 erfolgt in
dem Bereich, in dem eine durch ein Gewicht 11 erzeug
te Kraft auf das Zugseil einwirkt. Das Gewicht 11 ist
kraftmäßig mit einer drehbaren Rolle 12 gekoppelt,
die in das Zugseil eingehängt ist, so daß es eine
elastische Zugbelastung für das Zugseil darstellt.
Die Rolle 12 wird bei einem Ziehvorgang angehoben und
anschließend durch das Gewicht 11 wieder nach unten
gezogen, wobei sie eine Drehbewegung ausführt und
durch eine Gleitstange 13 senkrecht geführt wird. An
einem starr mit der Drehachse der Rolle 12 verbunde
nen Kreuzkopf 14 ist das eine Ende einer Gliederkette
15 befestigt, die über zwei senkrecht unterhalb der
Rolle 12 angeordnete Kettenräder 16 und 17 geführt
ist und deren anderes Ende im Massenschwerpunkt des
Gewichts 11 angreift.
Das Gewicht 11 besteht aus einzelnen Gewichtselemen
ten von beispielsweise jeweils 0,3 kg, die einzeln
aufgelegt oder abgenommen werden können, so daß das
jeweils zu ziehende Gesamtgewicht in einem weiten
Umfang verändert werden kann.
Das aus den Gewichtselementen zusammengesetzte Ge
wicht 11 gleitet auf einer Führungsstange 18, die an
ihrem einen Ende um die Achse des Kettenrades 17
schwenkbar gelagert ist. Das andere Ende der Füh
rungsstange 18 ist mit einer Kreisbahn 19 in Ein
griff, deren Mittelpunkt ebenfalls in der Achse des
Kettenrades 17 liegt. Dieser Eingriff erfolgt in der
Weise, daß das Ende der Führungsstange 18 entlang der
Kreisbahn 19 bewegt und entweder an jeder beliebigen
Stelle oder, wie in der Figur gezeigt ist, an be
stimmten Stellen durch Rastelemente 20 fixiert wird.
Die Neigung der Führungsstange 18 und damit die auf
die Gliederkette 15 und schließlich auf die Rolle 12
wirkende Zugkraft des Gewichts 11 ist somit auf diese
Weise einstellbar. Ein steuerbarer motorischer An
trieb 21, der mit dem Ende der Führungsstange 18 und
der Kreisbahn 19 gekoppelt ist, dient zur Einstellung
der Neigung der Führungsstange.
Eine mit der Achse des Kettenrades 17 verbundene
Bremsvorrichtung 22 reduziert die Geschwindigkeit
beim Rücklauf des Gewichts 11 in die dargestellte
unterste Position. Die Achse des Kettenrades 17 wird
von einer Stütze 23 getragen. Ein Meßwertgeber 24
ermittelt die jeweilige Winkelstellung der Führungs
stange 18.
Ein Griff 25 ist in einem oberen Karabinerhaken 26
sowie einen unteren Karabinerhaken 27 eingehängt und
hierüber mit den freien Enden der Seilabschnitte 9
und 10 verbunden. Durch Ziehen am Griff 25 wird somit
die Rolle 12 angehoben und damit das Gewicht 11 an
der Führungsstange 18 hochgezogen, wobei durch die
Ziehrichtung bestimmt wird, ob die beiden Seilab
schnitte 9 und 10 einen gleich langen oder einen un
terschiedlich langen Weg zurücklegen. Um diesen Weg
sowie auch die jeweilige Geschwindigkeit der bewegten
Seilabschnitte 9 und 10 zu erfassen, liegen an der
Umlenkrolle 3 ein Reibrad 28 und an der Umlenkrolle 8
ein Reibrad 29 an, die die Drehbewegung der jeweili
gen Umlenkrolle auf einen Meßwertgeber 30 bzw. 31
übertragen.
Die Umlenkrollen 5 und 6 sind mit ihrer Halterung 32
und dem Griff 25 um eine senkrechte Stange des Rah
mens 1 verschwenkbar. Ein an der Halterung 32 für die
Umlenkrollen 5 und 6 befestigtes Kreissegment 33
überträgt die Schwenkbewegung auf ein Reibrad 34, das
mit einem Meßwertgeber 35 gekoppelt ist. Anhand des
Ausgangssignals des Meßwertgebers 35 können somit die
horizontale Schwenkstellung des Griffes 25 sowie die
Geschwindigkeit bei einer Veränderung dieser Stellung
ermittelt werden.
Der Griff 25 ist über eine Öse 36 schwenkbar gela
gert. Auf der Drehachse ist ein mit dem Griff 25
schwenkbarer Winkelgeber 37 angeordnet, der in Ein
griff mit einem Reibrad 38 steht. Ein mit diesem ge
koppelter Meßwertgeber 39 liefert somit ein Ausgangs
signal, aus dem die vertikale Schwenkstellung des
Griffes 25 sowie bei einer Veränderung dieser Stel
lung die Änderungsgeschwindigkeit abgeleitet werden
können.
Die Ausgangssignale sämtlicher Meßwertgeber 24, 30,
31, 35 und 39 werden einer Auswerteeinheit, vorzugs
weise einem Rechner zugeführt und in dieser durch ein
Programm in geeigneter Weise miteinander verknüpft.
Die Halterung 32 ist mit den Umlenkrollen 5 und 6
sowie dem Griff 25 in der Höhe verstellbar, so daß
eine Anpassung an die Größe der trainierenden Person
sowie an trainingsspezifische Gegebenheiten erfolgen
kann. Der Meßwertgeber 35 wird durch einen ebenfalls
in der Höhe verstellbaren Spannring 40 gehalten, um
die Erfassung der horizontalen Schwenkbewegung des
Griffes 25 sicherzustellen.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein an beiden
Seilenden befestigter gemeinsamer Griff 25 vorgese
hen. Es ist jedoch auch möglich, an jedem Seilende
einen eigenen Handgriff zu befestigen, so daß die
trainierende Person jeweils mit einer Hand an einem
Seilende zieht.
Mit der vorliegenden Trainingseinrichtung besteht
somit die Möglichkeit, die Größe der Zugkraft zum
einen durch Auflegen entsprechender Gewichtselemente
und zum anderen zusätzlich durch Einstellung der Nei
gung der Führungsstange 18 zu verändern. Dies kann
praktisch stufenlos erfolgen; weiterhin kann durch
ein vorgegebenes Programm, das die jeweiligen Aus
gangssignale der Meßwertgeber berücksichtigen kann,
der Antrieb 21 während des Trainings gesteuert wer
den, so daß die Zugkraft in geeigneter Weise verän
dert werden kann, ohne daß der Trainingsablauf unter
brochen werden muß.
Claims (12)
1. Trainingseinrichtung für sportliche Betätigung,
Physiotherapie und Diagnostik, bei der ein durch
eine Kraft elastisch belastetes, über mindestens
eine Umlenkrolle geführtes Seil entgegen der
Schwerkraft eines Gewichts gezogen wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gewicht (11) beim Ziehen entlang einer
Bahn geführt ist, die in ihrem Winkel gegenüber
der Senkrechten einstellbar ist.
2. Trainingseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Winkel der Bahn in Ab
hängigkeit von einem vorgegebenen Programm
und/oder während des Trainings aufgenommenen
Meßwerten selbsttätig veränderbar ist.
3. Trainingseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht (11) an
eine vertikal bewegbare Umlenkrolle (12) für das
Seil (9, 10) angehängt ist.
4. Trainingseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Halterung für das Ge
wicht (11) um einen unterhalb der Umlenkrolle
(12) befindlichen, feststehenden Drehpunkt
schwenkbar ist.
5. Trainingseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bahn für das Gewicht
(11) durch eine um den Drehpunkt schwenkbare
Führungsstange (18) gebildet ist, auf der das
Gewicht (11) verschiebbar angeordnet ist.
6. Trainingseinrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gewicht (11) an
eine mit der Umlenkrolle (12) über einen Kreuz
kopf (14) verbundene Kette (15) angehängt ist,
die über ein mit dem Drehpunkt koaxiales Ketten
rad (17) geführt ist.
7. Trainingseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende der
Führungsstange (18) mit einer feststehenden
kreissegmentförmigen Arretierbahn (19) in Ein
griff bringbar ist.
8. Trainingseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das freie Ende der Führungs
stange (18) stufenlos entlang der Arretierbahn
(19) fixierbar ist.
9. Trainingseinrichtung nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das freie Ende der Führungs
stange (18) mit in gegenseitigen Abständen an
geordneten Rastelementen (20) an der Arretier
bahn (19) in Eingriff bringbar ist.
10. Trainingseinrichtung nach einem der Ansprüche 5
bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein steuer
barer Antrieb (21) für die Winkeleinstellung der
Führungsstange (18) vorgesehen ist.
11. Trainingseinrichtung nach einem der Ansprüche 6
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Ketten
rad (17) mit einer Bremsvorrichtung (22) gekop
pelt ist.
12. Trainingseinrichtung nach einem der Ansprüche 1
bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß Meßeinrich
tungen (30, 31) für die auf das Seil (9, 10) aus
geübte Zugkraft vorgesehen sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4241639A DE4241639A1 (de) | 1992-12-07 | 1992-12-07 | Trainingseinrichtung |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE4241639A DE4241639A1 (de) | 1992-12-07 | 1992-12-07 | Trainingseinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE4241639A1 true DE4241639A1 (de) | 1994-06-09 |
Family
ID=6474909
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE4241639A Withdrawn DE4241639A1 (de) | 1992-12-07 | 1992-12-07 | Trainingseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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