DE4240929A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Ausfertigen von Kommissionierpapieren und zum Einbringen der Papiere in Kommissionierbehälter - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Ausfertigen von Kommissionierpapieren und zum Einbringen der Papiere in KommissionierbehälterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausfertigen von
Kommissionierpapieren und zum Einbringen der ausgefertigten
Papiere in Kommissionierbehälter, die ein rechnergesteuerte
Kommissionierautomaten umfassendes Kommissionierlager durch
laufen und dabei von den Kommissionierautomaten ausgegebene,
jeweils zu einem Kommissionierauftrag gehörende Stückgüter
sammeln, bei dem man rechnergesteuert die jeweils einem Auftrag
zugehörigen Kommissionierpapiere an einer Papier-Übergabestation
mit einem Drucker ausfertigt und bei Ankunft des dem Auftrag
zugeordneten Kommissionierbehälters an der Papier-Übergabe
station in den Kommissionierbehälter einbringt. Unter den
"Kommissionierpapieren" sind jegliche Papiere mit den
Kommissionierauftrag betreffenden Informationen zu verstehen,
also z. B. Lieferscheine, Kommissionieranweisungen, Korrektur
zettel, Fehlermeldescheine, Kontrollisten, Rechnungen oder
dergleichen. Die "Kommissionierpapiere" für einen Auftrag
können aus einem Blatt oder mehreren Blättern bestehen.
In hochentwickelten Industrienationen müssen Kommissionier
techniken immer höheren, technisch schwierig zu erfüllenden
Ansprüchen genügen. So muß zum einen wegen der stetig wach
senden Angebotsvielfalt eine immer größere Zahl von Artikeln
bereitgehalten werden. Zum Beispiel handelt es sich derzeit im
Pharma-, Kosmetik- und Chemikaliengroßhandel um Sortimente von
mehreren zehntausend Artikeln. Zum anderen sollen Kommissio
nieraufträge in immer kürzerer Zeit bearbeitet werden können.
Eine typische Bearbeitungszeit für einen Auftrag liegt z. B.
beim Pharmagroßhandel in der Größenordnung weniger Sekunden.
Früher erfolgte das Kommissionieren weitgehend manuell. Für
jeden Kommissionierauftrag war ein Kommissionierpapier vorgese
hen, das eine Liste aller für diesen Auftrag benötigten Artikel
mit der benötigten Stückzahl enthielt. Die Kommissionierpapie
re lagen üblicherweise als Papierstapel für eine Vielzahl von
Aufträgen vor, wobei die Auftragsreihenfolge im Stapel der des
Auftragseingangs entsprach. Im allgemeinen Fall wich die Rei
henfolge der Auftragsbearbeitung von der Reihenfolge der Kom
missionierpapiere im Stapel ab. Die Auftragsbearbeitung erfolg
te z. B. in der Reihenfolge abnehmender Dringlichkeit. Als er
ster Schritt einer Auftragsbearbeitung suchte ein Kommissionie
rer das Kommissionierpapier des zu bearbeitenden Auftrags
manuell aus dem Papierstapel heraus. Anschließend entnahm der
Kommissionierer den Lagerregalen des Kommissionierlagers
manuell die auf der Liste aufgeführten Artikel und sammelte
diese Artikel in einem mitgeführten, auftragsbezogenen
Kommissionierbehälter.
Diese manuelle Kommissioniertechnik ist relativ langsam und
macht einen hohen Einsatz von Arbeitskraft notwendig. Zur Be
schleunigung des Kommissionierens und zur Verringerung des nö
tigen Einsatzes von Arbeitskraft wurden Kommissioniertechniken
vorgeschlagen, bei denen die Entnahme und das Sammeln der
Stückgüter automatisch erfolgt. So beschreibt z. B. die DE-OS 32
13 119 ein rechnergesteuertes Kommissionierverfahren unter
Verwendung von Kommissionierautomaten, in denen die Stückgüter
in Sortenmagazinen bereitgehalten werden. Die für einen Auftrag
benötigten Stückgüter werden rechnergesteuert in der gewünsch
ten Stückzahl aus den Sortenmagazinen ausgeworfen und in
auftragsbezogenen Kommissionierbehältern gesammelt, die auf
einem Förderband von einem Kommissionierautomaten zum anderen
transportiert werden. Damit ist es möglich, das Entnehmen und
Sammeln der Artikel eines Auftrags in wenigen Sekunden durch
zuführen. Ein typischer Wert für eine Auftragserledigung
beträgt z. B. im Pharmagroßhandel 2 Sekunden. Das Ausfertigen
und Auffinden der Kommissionierpapiere ist nicht Gegenstand
dieser Druckschrift. Es ist jedoch auch bei der Verwendung von
Kommissionierautomaten im allgemeinen nach wie vor nötig, ein
dem Auftrag zugehöriges Kommissionierpapier in den Kommissio
nierbehälter einzulegen. Das Kommissionierpapier wird nämlich
zum einen als Lieferschein für den Kunden benötigt. Zum anderen
werden i.a. sehr selten abgefragte Artikel nach wie vor manuell
kommissioniert, da es sich in der Regel nicht lohnt, diese
Artikel in Kommissionierautomaten bereitzuhalten. Diese Artikel
werden vor oder nach dem automatischen Entnehmen und Sammeln
der häufiger abgefragten, in den Kommissionierautomaten bereit
gehaltenen Artikeln gemäß einer Auflistung in dem Kommissio
nierpapier manuell kommissioniert. Während bei den (überwie
gend) manuellen Kommissioniertechniken das Heraussuchen des dem
Auftrag zugehörigen Kommissionierpapiers aus dem Papierstapel
zeitlich kaum ins Gewicht fiel, ist es bei Verwendung von
Kommissionierautomaten angesichts der sehr kurzen erzielbaren
Entnahme- und Sammelzeiten zum zeitbestimmenden Faktor
geworden. Das manuelle Heraussuchen und Einlegen des Kommissio
nierpapiers dauert nämlich i.a. länger als der gesamte automa
tische Entnahme- und Sammelvorgang.
Die nicht vorveröffentlichte deutsche Patentanmeldung
P 41 18 323 beschreibt ein Verfahren, bei dem auch das Aus
fertigen der Kommissionierpapiere und das Einbringen der Pa
piere in die Kommissionierbehälter automatisch erfolgt. Dazu
ist an einer Übergabestation für Kommissionierpapiere oberhalb
der auf dem Förderband durchlaufenden Kommissionierbehälter ein
Seitendrucker und Mittel zum Überführen der ausgefertigten
Papiere in die Kommissionierbehälter in Form einer Papier-
Übergabeführung vorgesehen. Die Papier-Übergabeführung ist als
vom Drucker abwärts geneigte Rutsche ausgebildet, auf der die
Papiere durch Schwerkraftwirkung vom Drucker in die Kommissio
nierbehälter rutschen. Die Kommissionierpapiere eines Auftrags
werden erst ausgefertigt, wenn der diesem Auftrag zugeordnete
Kommissionierbehälter an der Übergabestation angekommen ist.
Nach dem Ausfertigen wird das Kommissionierpapier unmittelbar
aus dem Drucker über die Papier-Übergabeführung von oben in den
Kommissionierbehälter eingebracht. Ausfertigen und Einbringen
der Kommissionierpapiere erfolgt rechnergesteuert.
Durch dieses Verfahren entfällt das manuelle Heraussuchen eines
Kommissionierpapiers und das manuelle Einlegen des Papiers in
den dem Auftrag zugeordneten Kommissionierbehälter. Die für die
entsprechenden, automatisch durchgeführten Schritte benötigte
Zeit ist wesentlich verkürzt. Es hat sich jedoch gezeigt, daß
i.a. das Drucken und Einbringen der Kommissionierpapiere auch
bei diesem Verfahren nach wie vor länger dauert als das automa
tische Entnehmen und Sammeln der Stückgüter. Selbst bei Verwen
dung sehr schneller und entsprechend aufwendiger Drucker (z. B.
Ionendrucker, bei denen die Zeit für Einzug, Druck und Ausgabe
einer Seite ungefähr 2,5 Sekunden beträgt) bleibt das Drucken
und Einbringen der Kommissionierpapiere im allgemeinen der
zeitbestimmende Schritt bei einer Auftragsbearbeitung.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren anzugeben,
mit dem das Ausfertigen von Kommissionierpapieren und das
Einbringen der Papiere in die zugehörigen Kommissionierbehälter
so schnell durchgeführt werden kann, daß es nicht mehr zeit
bestimmend für den gesamten Kommissioniervorgang ist, wodurch
die für die Erledigung eines Kommissionierauftrags insgesamt
benötigte Zeit verkürzt wird. Dazu gehört auch die Bereitstel
lung einer entsprechenden Vorrichtung.
Zur Lösung dieser Aufgabe wurde unter anderem erkannt, daß bei
einem Verfahren nach Art der o.g. nicht vorveröffentlichten
Patentanmeldung der Drucker relativ zu seiner maximalen Druck
leistung nur eine geringe Druckleistung erreicht, da er nicht
kontinuierlich arbeitet, sondern nach dem Drucken eines Kom
missionierpapiers jeweils stillgesetzt wird, und erst bei
Ankunft eines neuen Kommissionierbehälters an der Übergabesta
tion mit dem Druck des nächsten Papiers beginnt.
Die Aufgabe wird durch ein Verfahren der eingangs genannten Art
gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein dem Drucker
nachgeordnetes Papierkammernsystem mit mehreren Papierkammern
verwendet und rechnergesteuert
- a) die einem Auftrag zugehörigen Kommissionierpapiere für unabhängig von der Ankunft des diesen Auftrag zugeordneten Kommissionierbehälters an der Papier- Übergabestation voreilend ausfertigt,
- b) die ausgefertigten Kommissionierpapiere in eine oder mehrere freie Papierkammern überführt und darin vorübergehend ablegt,
wobei man die Schritte a) und b) ohne ein Stillsetzen des
Druckers für weitere Aufträge wiederholt, und
- c) bei Ankunft eines Kommissionierbehälters an der Papier- Übergabestation die abgelegten Kommissionierpapiere für den Auftrag, dem der Kommissionierbehälter zugeordnet ist, aus der (den) betreffenden Papierkammer(n) in den Kommissionierbehälter überführt,
wobei der Schritt c) bei Ankunft weiterer Kommissionierbe
hälter wiederholt wird, und wobei die wiederholte Durchfüh
rung der Schritte a) und b) zeitlich unabhängig von und pa
rallel zu der wiederholten Durchführung des Schritts c)
stattfindet.
Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt ein so schnelles
Ausfertigen der Kommissionierpapiere und Einbringen der
Papiere in die Kommissionierbehälter, daß nicht mehr dies,
sondern der Vorgang des Entnehmens und Sammelns der Stück
güter den zeitbestimmenden Schnitt darstellt. Damit verkürzt
sich die insgesamt für eine Auftragserledigung benötigte
Zeit. Der verwendete Drucker kann dabei höchste Druckleistung
erreichen, da er zwischen dem Drucken der Kommissionier
papiere aufeinanderfolgender Aufträge nicht stillgesetzt
werden muß. Es ist sogar nicht einmal nötig, einen schnellen
Drucker, z. B. einen aufwendigen Ionendrucker zu verwenden;
ein relativ langsamer und damit preisgünstigerer Drucker,
z. B. ein handelsüblicher Laserdrucker, reicht aus. Im
allgemeinen ist auch der Verschleiß und die Verschmutzung
des Druckers bei dieser Betriebsart am geringsten.
Vorteilhaft betreibt man den Drucker so, daß er bei der Wie
derholung der Schritte a) und b) ein noch unbedrucktes Blatt
zum Bedrucken für einen weiteren Auftrag bereits einzuziehen
beginnt, bevor noch das gerade bedruckte vorhergehende Blatt
den Drucker vollständig verlassen hat. Bei dieser Betriebs
weise druckt man während der Zeit, die ein Blatt für das
Durchlaufen des Druckers vom Papiereinzug bis zum Auswurf
schacht benötigt, mehr als ein Blatt. Man erreicht damit die
maximale Druckleistung des Druckers.
Vorzugsweise beträgt die Voreilung des Schritts a) gegenüber
dem Schritt c) mindestens einen Auftrag. Dadurch ist in je
dem Fall sichergestellt, daß beim Eintreffen eines Kommis
sionierbehälters an der Papier-Übergabestation das in den
Behälter einzubringende Kommissionierpapier bereits gedruckt
ist. Vorzugsweise wählt man eine maximale Voreilung, die
dadurch gegeben ist, daß man die Schritte a) und b) so lange
wiederholt, bis entweder alle Papierkammern belegt sind oder
keine weiteren Kommissionierpapiere auszufertigen sind.
Häufig bestehen die Kommissionierpapiere für einen Auftrag
nur aus einem Blatt. Bei größeren Kommissionieraufträgen
können sie jedoch aus mehreren Blättern bestehen. In diesem
Fall werden im Schritt b) bei einer bevorzugten Ausführungs
form des Verfahrens alle Blätter für einen Auftrag in eine
Papierkammer überführt. Bei einer anderen bevorzugten Aus
führungsform wird in diesem Fall im Schritt b) jedes Blatt
in eine gesonderte Papierkammer überführt, so daß die Kom
missionierpapiere für einen Auftrag mehrere Papierkammern
belegen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist die Auftrags-Reihenfolge, in der die Schritte
a) und b) wiederholt durchgeführt werden, dieselbe, in der
später die Kommissionierbehälter an der Papier-Übergabe
station eintreffen und der Schritt c) wiederholt durch
geführt wird. Dies erlaubt eine besonders effiziente Nutzung
des Druckers und der Papierkammern. Bei einer anderen
bevorzugten Ausführungsform kann jedoch die Auftragsreihenfolge,
in der die Schritte a) und b) wiederholt
durchgeführt werden, von derjenigen abweichen, in der später
die Kommissionierbehälter an der Papier-Übergabestation
eintreffen und der Schritt c) wiederholt durchgeführt wird.
Diese Ausführungsform kommt insbesondere in Kommissionier
lagern zur Anwendung, bei denen sich die Reihenfolge der
Kommissionierbehälter auf dem Förderband noch während des
Kommissionierens ändern kann. Zum Beispiel ist es möglich,
einen Kommissionierbehälter an einer "Weiche" von dem
Förderband abzuzweigen und vorübergehend abzustellen, etwa
um abzuwarten, bis ein bestimmtes leeres Sortenmagazin
nachgefüllt worden ist.
Bei dem in der deutschen Patentanmeldung P 41 18 323 be
schriebenen Verfahren werden die Kommissionierpapiere erst
nach den Stückgütern in die Kommissionierbehälter einge
bracht. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Verfahrens werden die Kommissionierpapiere für
einen Auftrag jedoch jeweils in den dem Auftrag zugeordneten
Kommissionierbehälter überführt, bevor in diesem Behälter
die zu dem Auftrag gehörenden Stückgüter gesammelt werden,
also z. B. am Startpunkt der Kommissionierbehälter, der vor
der ersten Stückgut-Übergabestation des Kommissionier
automaten liegt. Mit dem Drucken der Papiere kann nämlich
sofort begonnen werden, wenn die Reihenfolge der Auftrags
bearbeitung feststeht und nicht erst nach Beginn der Auf
tragsbearbeitung. Bei einer anderen bevorzugten Ausführungs
form werden die Kommissionierpapiere für einen Auftrag
jeweils in den dem Auftrag zugeordneten Kommissionier
behälter überführt, nachdem dieser die für diesen Auftrag
aus den Kommissionierautomaten auszugebenden Stückgüter
gesammelt hat, also nach der letzten Stückgut-Übergabe
station des Kommissionierautomaten (oder auch unmittelbar an
dieser) liegt. Für sehr selten abgefragte Artikel lohnt sich
die Bereithaltung in Kommissionierautomaten in der Regel
nicht. Sie werden deshalb häufig in Kommissionier
einrichtungen, wie z . B. Paternoster-Regalen bereitgehalten,
bei denen die Entnahme der Stückgüter manuell entsprechend
der Angaben auf dem Kommissionierpapier für den betreffenden
Auftrag erfolgt. Um dies zu ermöglichen, muß das Einbringen
der Kommissionierpapiere in die Behälter auf jeden Fall vor
einem derartigen manuellen Kommissionierschritt erfolgen,
der vor oder nach dem automatischen Kommissionierschritt
erfolgen kann.
Falls die Kommissionierpapiere für einen Auftrag in den dem
Auftrag zugeordneten Kommissionierbehälter überführt werden,
nachdem dieser die aus dem Kommissionierautomaten auszuge
benden Stückgüter gesammelt hat, so wird vorzugsweise im
Fall einer unvollständigen oder fehlerhaften Kommissionie
rung im Schritt c) von dem Drucker zusätzlich ein Fehlermel
depapier ausgefertigt und unmittelbar in den Kommissionier
behälter überführt. Es ist nämlich z. B. möglich, die
Auswurfschächte der Sortenmagazine mit Hilfe optischer
Sensoren zu überwachen. Mit Hilfe dieser Sensoren kann
festgestellt werden, ob ein Stückgut nicht oder nicht in der
gewünschten Stückzahl ausgeworfen wurde, z. B. weil das
betreffende Sortenmagazin leer ist oder sich der Stückgut
stapel darin verklemmt hat. Diese Information kann dann auf
dem Fehlermeldepapier erscheinen, und das fehlende Stückgut
kann gegebenenfalls anschließend manuell in den Kommissio
nierbehälter gelegt werden.
Es ist auch möglich, das erfindungsgemäße Verfahren im
Verlauf des Kommissioniervorgangs unter Verwendung mehrerer
unabhängiger Papierkammersysteme an mehreren Stellen
parallel auszuführen. So können z. B. Kommissionier
anweisungen am Startpunkt, Korrekturzettel an irgend einer
Stelle nach dem Kommissionierautomaten und Lieferscheine am
Endpunkt des Kommissionierlagers ausgefertigt und in
Kommissionierbehälter eingelegt werden.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung des erfin
dungsgemäßen Verfahrens umfaßt einen Drucker zum rechnerge
steuerten Ausfertigen von Kommissionierpapieren und Mittel
zum Überführen der ausgefertigten Papiere vom Drucker in
einen an einer Papier-Übergabestation befindlichen
Kommissionierbehälter. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist
dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Überführen der
ausgefertigten Papiere ein Papierkammersystem umfaßt, das
mehrere Papierkammern, eine Einführeinrichtung zum
selektiven Einführen ausgefertigtere Papiere in vorbestimmte
Papierkammern und eine Ausgebeeinrichtung zum selektiven
Ausgeben von in einer vorbestimmten Papierkammer befind
lichen Papieren umfaßt, wobei die Einführeinrichtung und die
Ausgabeeinrichtung rechnergesteuert und unabhängig
voneinander betätigbar sind.
Vorzugsweise sind mehrere Papierkammer zu einem Papier
kammerstapel zusammengefaßt, an dessen einer Seite
Einführöffnungen und an dessen anderer Seite Ausgebe
öffnungen der Papierkammern liegen. Vorteilhaft weisen die
Papierkammern jeweils im wesentlichen die Form eines
flachen, innen hohlen Parallelepipeds auf, wobei eine
Schmalseite des Parallelepipeds die Einführöffnung und die
gegenüberliegende Schmalseite die Ausgebeöffnung für die
Kommissionierpapiere bildet. Die Papierkammern sind in ihrer
Größe den verwendeten Blättern angepaßt, d. h. sie sind etwas
breiter und länger als die verwendeten Blätter.
Vorteilhaft umfaßt die Einführeinrichtung eine Papierzufüh
rung, die vom Drucker an die Einführseite des Papier
kammernstapels führt, wobei die Relativposition zwischen der
Einführseite und der Papierzuführung rechnergesteuert
verstellbar ist, um eine bestimmte Einführöffnung in eine
mit der Papierzuführung fluchtende Stellung zu bringen. Vor
zugsweise ist dabei die Papierzuführung feststehend und der
Papierkammerstapel um eine in der Nähe seiner Ausgebeseite
befindliche Achse schwenkbar angeordnet. Vorteilhaft ist ein
Verstelltrieb vorgesehen, der an den Papierkammerstapel in
der Nähe der Einführseite angreift. Bei dem Verstelltrieb
handelt es sich vorzugsweise um einen Kurbeltrieb oder um
einen linear wirkenden Antrieb, wie z. B. ein Zahnstangen
trieb. Vorzugsweise weist die Einführeinrichtung an der
Papierzuführung eine Papiertransportvorrichtung auf, die
vorteilhaft als angetriebene Doppelwalze ausgebildet ist.
Die Papierzuführung kann aber auch schräg nach unten geneigt
ausgebildet sein, so daß die Papiere unter der Wirkung der
Schwerkraft selbsttätig in die Papierkammern rutschen. Eine
Papiertransportvorrichtung an der Papierzuführung kann dann
entfallen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Papierkammern
zur Ausgebeöffnung hin nach unten geneigt angeordnet. Die
Ausgebeeinrichtung wird dabei durch einen rechnergesteuert
betätigbaren Verschluß für jede Ausgebeöffnung gebildet.
Vorzugsweise wird dabei ein Verschluß jeweils durch
wenigstens eine Klappe gebildet, die wenigstens einen Teil
der Ausgebeöffnung verschließen kann. Für den Fall, daß Pa
piere, wie z. B. Fehlermelde-Papiere erst bei Ankunft eines
Kommissionierbehälters gedruckt werden und unmittelbar in
den Behälter überführt werden müssen, ist in dem Papierkam
mernstapel vorteilhaft eine Papierkammer vorgesehen, die
keinen Verschluß aufweist.
Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform wird die Aus
gebeeinrichtung durch eine aktive Papiertransportvorrichtung
in jeder Papierkammer gebildet.
Bei den Ausführungsformen, bei denen die Relativposition
zwischen der Einführseite und der Papierzuführung verstellt
werden kann, ist vorzugsweise an jeder Einführöffnung ein
Geber oder ein Fühler und an der Papierzuführung ein damit
zusammenwirkender Fühler bzw. Geber vorgesehen, wobei der
Fühler bzw. einer der Fühler anspricht, wenn sich eine der
Einführöffnungen in einer mit der Papierzuführung fluch
tenden Stellung befindet. Dies dient einem genauen Auffinden
der Relativposition zum Einführen von Papieren in eine vor
bestimmte Einführöffnung. Als Geber und Fühler verwendet man
vorzugsweise Lichtsender und -empfänger, z. B. in Infrarot-
Bereich sendende Photodioden und im entsprechenden Bereich
empfindliche Phototransistoren.
Vorteilhaft ist in jeder Papierkammer in der Nähe der Ein
führöffnung ein Fühler vorgesehen, der auf ein Papier beim
Einführen in die Kammer, nicht jedoch auf ein ordnungsgemäß
in der Kammer abgelegtes Papier anspricht. Zum Nachweis ei
nes in der Kammer abgelegten Papiers ist vorzugsweise in
jeder Papierkammer ein Fühler vorgesehen, der auf die Anwe
senheit eines Papiers in der Kammer anspricht. Vorzugsweise
verwendet man als Fühler in beiden Fällen Gabel- oder Refle
xionslichtschranken, d. h. jeweils einen Photosender und
-empfänger, die gegenüber oder nebeneinanderliegend angeord
net sind. Vorzugsweise verwendet man Infrarot-Sender und
-Empfänger in Form von Photodioden bzw. -transistoren.
Im folgenden wird anhand der angefügten Figuren eine bevor
zugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens und
der erfindungsgemäßen Vorrichtung näher beschrieben. Hierbei
zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Papierkammernsystems,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Papierkammernsystems der
Fig. 1 in Schnittdarstellung,
Fig. 3 eine Aufsicht des Papierkammernsystems der Fig. 1
in Schnittdarstellung,
Fig. 4 ein Blockschaltbild einer Schaltung zur Steuerung
des in den Fig. 1 bis 3 gezeigten Papierkam
mernsystems,
Fig. 5 eine schematische Darstellung eines automatischen
Kommissionierlagers und
Fig. 6 ein Ablaufdiagramm einer Ausführungsform des er
findungsgemäßen Verfahrens.
Die Vorrichtung umfaßt einen Seitendrucker 40 (nur gezeigt
in Fig. 5) und ein Papierkammernsystem, das in den Fig. 1
bis 3 allgemein mit der Bezugsziffer 1 bezeichnet ist. In
dem Papierkammernsystem 1 können Kommissionierpapiere, die
von dem Drucker 40 gedruckt werden, vorübergehend abgelegt
werden. Dazu sind Papierkammern 2 vorgesehen, die die Form
von flachen, innen hohlen Quadern aufweisen. Die Grundfläche
der Papierkammern 2 ist etwas größer als das Format der ver
wendeten Papiere. Mehrere Papierkammern 2 sind übereinander
liegend angeordnet und bilden einen einstückigen Papierkam
merstapel 3. Bei der gezeigten Ausführungsform wird der Pa
pierkammerstapel 3 durch acht Papierkammern 2 gebildet. Es
können jedoch mehr oder weniger Papierkammern 2 im Papier
kammerstapel 3 vorgesehen sein, wobei eine Anzahl von fünf
bis zehn Papierkammern 2 bevorzugt ist. Jeweils eine Schmal
seite der Papierkammern 2 ist offen und bildet so eine Ein
führöffnung 4 für die in der Papierkammer abzulegenden Pa
piere. Die der Einführöffnung 4 gegenüberliegende Schmalsei
te der Papierkammer 2 bildet eine Ausgebeöffnung 5. Die Ein
führöffnungen 4 und die Ausgebeöffnungen 5 liegen jeweils an
gegenüberliegenden Stirnseiten des Papierkammerstapels 3 und
bilden so eine Einführ-Stirnseite 6 und eine Ausgebe-Stirn
seite 7 des Papierkammerstapels 3.
An der Seite des Papierkammerstapels 3, an der sich die Ein
führ-Stirnseite 6 befindet, ist ein Ausgabeschacht 8 des (in
den Fig. 1-3 nicht gezeigten) Druckers 40 angeordnet. Der
Ausgabeschacht 8 wird im wesentlichen durch zwei trichter
förmig zusammenlaufende Leitbleche gebildet und mündet an
einer Papier-Transportvorrichtung, die durch eine untere
Transportwalze 9 und eine obere Transportwalze 10 gebildet
wird. Die Transportwalzen 9, 10 sind zylinderförmig. Sie
sind drehbar und parallel zueinander in einem derartigen Ab
stand gelagert, daß sie sich berühren. Die untere Transport
walze 9 wird durch einen Walzenantriebsmotor 11 mit Hilfe
einer Transmission angetrieben. Der Ausgabeschacht 8 mündet
nahe der Berührungslinie der beiden Transportwalzen 9, 10.
An der der Einführ-Stirnseite 6 zugewandten Seite der Trans
portwalzen 9, 10 ist eine Papierzuführung in Form eines
Leitblechs 12 vorgesehen. Das Leitblech 12 reicht einerseits
nahe an die Berührungslinie der Transportwalzen 9, 10 und
andererseits nahe an die Einführ-Stirnseite 6. Der Ausgabe
schacht 8, die Transportwalzen 9, 10 und das Leitblech 12
sind starr mit einem Grundrahmen 13 verbunden.
Der Papierkammerstapel 3 ist schräg angeordnet, und zwar so,
daß die einzelnen Papierkammern 2 jeweils von der Einführ
öffnung 4 zur Ausgebeöffnung 5 hin abfallen. Der Neigungs
winkel der Papierkammern beträgt größenordnungsmäßig 45° zur
Horizontalen, vorzugsweise zwischen 30 und 60°. In diesem
Bereich von Neigungswinkeln rutschen Papiere unter der Wir
kung der Schwerkraft selbsttätig vom Leitblech 12 durch die
Einführöffnungen 4 in die Papierkammern 2, und durch die
Ausgebeöffnungen 5 aus den Papierkammern 2.
Der Papierkammerstapel 3 ist an seiner Grundfläche 14 in der
Nähe der Ausgebe-Stirnseite 7 über mindestens ein Gelenk 15
schwenkbar am Grundrahmen 13 gelagert. Die Schwenkachse des
Gelenks 15 liegt parallel zur Schnittgeraden der Ausgebe-
Stirnseite 7 und der Grundfläche 14. Es ist möglich, nur ein
einzelnes Gelenk 15 an einer der Längsseiten des Papier
kammerstapel 3 vorzusehen, wodurch eine Lagerung nach Art
eines nur einseitig gelagerten Achsstummels realisiert wird.
In der Nähe der Einführ-Stirnseite 6 ist die Grundfläche 14
mit einer Stellstange 16 eines elektrischen Linear-Schritt
motors 17 über eine Stellstangengelenk 18 verbunden. Der
Schrittmotor 17 stützt sich gegen den Grundrahmen 13 ab. Der
Linear-Schrittmotor 17 verstellt bei Betätigung den Abstand
zwischen dem Stellstangengelenk 18 und dem Grundrahmen 13.
Mit Hilfe des Linear-Schrittmotors 17 kann damit die Neigung
des Papierkammerstapels 3 so eingestellt werden, daß der
Boden einer vorbestimmten Papierkammer 2 mit dem Leitblech
12 fluchtet. Alternativ kann ein Kurbeltrieb verwendet
werden, wobei eine angetriebene Kurbel im Grundrahmen 13
gelagert ist und eine Kurbelstange an einem Ende gelenkig
mit der Kurbel und am anderen Ende mit dem Stellstangen
gelenk 18 verbunden ist.
Die Papierkammern 2 sind an ihren Ausgebeöffnungen 5 mit je
weils zwei Verschlußklappen 19 versehen, die in geschlosse
ner Position, wie in Fig. 3 gezeigt, die Ausgebeöffnung 5
jeweils an den Seiten verschließen. Verschlossen werden an
jeder Seite ungefähr 10% der Breite der Ausgebeöffnung 5,
die in der Mitte liegenden 80% der Breite der Ausgebeöffnung
5 bleiben offen. Die Verschlußklappen 19 haben die Form
zweiseitiger Hebel, die schwenkbar angeordnet sind. Die
Schwenkachsen dieser Hebel sind außerhalb der Papierkammern
2 in der Nähe der an der Ausgebeöffnung 5 liegenden Ecken
der Papierkammern 2 angeordnet und sind senkrecht zur Grund
fläche 14 gerichtet. Die (in der geschlossenen Position) zur
Papierkammer 2 weisende Seite des Hebels bildet die eigent
liche Verschlußklappe 19, die andere Seite des Hebels ist
gelenkig mit einer Hebel-Stellstange 20 verbunden. In der
geschlossenen Position stehen die Verschlußklappe 19 und die
Hebel-Stellstange 20 im wesentlichen rechtwinklig zueinan
der. Die Hebel-Stellstange 20 wird von einer Leiterspule 21
eines Elektromagneten ringförmig umfaßt und bildet den Anker
des Elektromagneten. Sie ist dabei durch die Spule 21 hin
durchgeführt. Das der Verschlußklappe 19 abgewandte Ende der
Hebel-Stellstange 20 stützt sich über eine Rückstellfeder 22
gegen einen mit dem Papierkammerstapel 3 einstückigen An
schlag 23 ab. Bei unbetätigtem Elektromagnet wird die Ver
schlußklappe 19 unter der Kraft der Rückstellfeder 22 in
geschlossener Stellung gehalten. Wird die Spule 21 des Elek
tromagneten von einem geeigneten Strom geeigneter Größe
durchflossen, so wird auf die als Anker wirkende Hebel-
Stellstange 20 eine Kraft ausgeübt, die größer als die Kraft
der Rückstellfeder 22 ist und dieser entgegengerichtet ist.
Dadurch wird die Verschlußklappe 19 geöffnet. Bei gleichzei
tiger Betätigung der beiden Elektromagnete einer Papierkam
mer 2 wird so die Ausgebeöffnung 5 freigegeben (wie es in
Fig. 1 für die oberste Papierkammer 2 gezeigt ist), und ein
in der Papierkammer 2 abgelegtes Blatt kann unter der Wir
kung der Schwerkraft aus der Papierkammer 2 rutschen.
Alternativ kann pro Papierkammer eine einzelne Verschluß
klappe vorgesehen sein, die über die ganze Breite der
Papierkammer reicht und deren Schwenkachse im wesentlichen
zu der Ebene des Bodens oder der Decke der Papierkammer und
parallel zum ausgabeseitigen Rand der Papierkammer liegt. In
diesem Fall wird nur ein einzelner Elektromagnet pro
Papierkammer benötigt.
Eine der Papierkammern 2 weist keine Verschlußklappen 19
auf, sondern ist permanent offen. In Fig. 1 ist diese perma
nent offene Papierkammer mit der Bezugsziffer 2a gekenn
zeichnet. Es handelt sich dabei um die zu unterst liegende
Papierkammer. Diese ist jedoch nicht zwingend; genauso gut
kann jede andere Papierkammer als Papierkammer ohne Ver
schluß ausgebildet werden.
Wie die Fig. 1 und 3 zeigen, sind die Hebel-Stellstangen
20 übereinanderliegender Papierkammern 2 abwechselnd kurz
und lang ausgebildet. Dies ermöglicht es, die Spulen 21 zwe
ier übereinanderliegender Papierkammern 2 jeweils versetzt
zueinander anzuordnen. Dies erlaubt eine besonders flache
Bauweise des Papierkammerstapels 3. Bei Verwendung sehr
flacher Spulen kann auf diese versetzte Anordnung verzichtet
werden.
Wie Fig. 2 zeigt, ist das Papierkammernsystem 1 zur Steue
rung und Überwachung mit vier Gruppen von Lichtschranken
ausgerüstet. Eine erste Gruppe wird durch einen Positions
lichtsender 24 und mehrere Positionslichtempfänger 25 gebil
det. Der Positionslichtsender 24 ist am einführstirnseitigen
Ende des Leitblechs 12 angeordnet und zur Einführ-Stirnseite
6 gerichtet. An der Einführöffnung 4 jeder Papierkammer 2
befindet sich ein nach außen gerichteter Positionslichtemp
fänger 25. Die Relativanordnung des Positionslichtsenders 24
und der Positionslichtempfänger 25 ist derart, daß bei
fluchtender Einstellung einer der Einführöffnungen 4 mit dem
Leitblech 12 (ausschließlich) der dieser Papierkammer 2 zu
geordnete Positionslichtempfänger 25 anspricht. Zur fluch
tenden Einstellung einer vorbestimmten Papierkammer 2 mit
dem Leitblech wird die Neigung des Papierkammerstapels 3 mit
dem Schrittmotor 17 so lange in die richtige Richtung ver
stellt, bis der der gewünschten Papierkammer 2 zugeordnete
Positionslichtempfänger 25 anspricht.
Eine zweite Gruppe von Lichtschranken wird durch Gabellicht
schranken 26 in den Papierkammern 2 in der Nähe der Ausgebe
öffnungen 5 gebildet. Eine Gabellichtschranke 26 besteht je
weils aus einem Lichtsender 27 und einem Lichtempfänger 28,
die versenkt im Boden und Decke der Papierkammer 2 gegenü
berliegend angeordnet sind. Die Gabellichtschranken 26 zwei
er übereinanderliegender Papierkammern 2 können jeweils ver
setzt zueinander angeordnet sein. Ist eine Papierkammer 2
frei, so spricht der Lichtempfänger 28 der dieser Papierkam
mer 2 zugehörigen Gabellichtschranke 26 an. Falls ein Blatt
in Normalposition (d. h. an den Verschlußklappen 19 anlie
gend) in der Kammer 2 liegt, so wird der Lichtfluß vom
Lichtsender 27 zum Lichtempfänger 28 unterbrochen; der
Lichtempfänger 28 spricht nicht an.
Eine dritte Gruppe von Lichtschranken wird durch Gabellicht
schranken 29 mit Lichtsendern 30 und Lichtempfängern 31 ge
bildet. Die Gabellichtschranken 29 entsprechen den Gabel
lichtschranken 26, sind jedoch in der Nähe der Einführöff
nungen 4 der Papierkammern 2 angeordnet. Die Gabellicht
schranken 29 dienen dazu, das Einführen von Blättern in die
Papierkammern 2 zu überwachen. Sie liegen dazu oberhalb der
Fläche einer Papierkammer 2, der von einem Blatt in Normal
position eingenommen wird. Folglich spricht der Lichtempfän
ger 31 sowohl bei freier als auch bei belegter Papierkammer
2 an. Nur beim Einführen eines Blattes in die Papierkammer 2
wird die Lichtschranke 29 kurzfristig von dem abwärtsglei
tenden Blatt unterbrochen. Bleibt das Blatt jedoch im Be
reich der Einführöffnung 4 stecken, so wird die Lichtschran
ke 29 dauernd unterbrochen.
Eine vierte Gruppe von Lichtschranken wird durch jeweils
eine Reflexionslichtschranke 32, 33 gebildet, die vor bzw.
hinter den Transportwalzen 9, 10 am Ausgabeschacht 8 bzw. am
Leitblech 12 angeordnet sind. Mit Hilfe der Reflexionslicht
schranke 32 am Ausgabeschacht 8 ist es möglich, den Walzen
antriebsmotor 11 erst beim Eintreffen eines Blattes einzu
schalten. Mit Hilfe der Reflexionslichtschranke 33 kann er
nach Passieren des Blatts wieder ausgeschaltet werden.
Die Gabellichtschranken 26 und 29 können wahlweise auch als
Reflexionslichtschranken ausgebildet sein. Bei den Lichtsen
dern 24, 27, 30, 32, 33 handelt es sich um Infrarot-Photo
dioden. Bei den Lichtempfängern 25, 28, 31, 32, 33 handelt
es sich um auf die Lichtsender abgestimmte Infrarot-Photo
transistoren.
In Fig. 4 ist ein Blockschaltbild der elektronischen Steue
rung des Papierkammersystems 1 gezeigt. Der in Fig. 4 ge
zeigten Steuerung ist ein Kommissionierpapier-Rechner (PC)
übergeordnet, der den Drucker 40 und das ihm nachgeordnete
Papierkammersystem 1 steuert. Bei dem Kommissionierpapier-
Rechner (PC) handelt es sich um einen Personal-Computer, der
wiederum mit einem Host-Rechner und einem oder mehreren Kom
missionierrechnern verbunden ist und von diesen Rechnern die
zum Drucken und Einbringen der Kommissionierpapiere nötigen
Daten und Informationen erhält.
Die Steuerung des Papierkammernsystems 1 wird von einem Mi
kroprozessor (CPU) durchgeführt, der über eine Schnittstelle
(IF) mit dem Kommissionierpapier-Rechner (PC) verbunden ist.
Die Schnittstelle (IF) ist als V24/TTL-Umsetzer ausgebildet.
Der Mikroprozessor (CPU) ist über einen Daten- und Adreß
bus mit einem Programmspeicher (PM), drei Eingangsgruppen
(EI, EII, EIII) und zwei Ausgangsgruppen (AI, AII) verbun
den. Der Programmspeicher (PM) ist ein EPROM-Speicher, in
dem das vom Mikroprozessor (CPU) auszuführende Programm ab
gelegt ist. Die erste Eingangsgruppe (EI) ist mit den Licht
empfängern (LE) der Lichtschranken 32 und 33 zur Steuerung
des Walzenantriebsmotors 11 verbunden. Die zweite Eingangs
gruppe (EII) ist mit den Positionslichtempfängern 25 (be
zeichnet mit LE25) verbunden. Die dritte Eingangsgruppe
(EIII) ist mit den Lichtempfängern 28, 31 (bezeichnet mit
LE28 und LE31) verbunden.
Die erste Ausgangsgruppe (AI) dient der Ansteuerung der
Elektromagnete (EM), des Walzenantriebsmotors 11 (bezeichnet
mit WM) und des Schrittmotors 17 (bezeichnet mit SM). Die
zweite Ausgangsgruppe (AII) steuert mehrere Leuchtdioden
(LD) an, die z. B. auf der Oberseite des Papierkammerstapels
3 angeordnet sind. Eine erste Leuchtdiode leuchtet, wenn der
Mikroprozessor (CPU) arbeitet. Eine zweite, zweifarbige
Leuchtdiode zeigt an, ob die Schnittstelle (IF) sendet oder
empfängt. Eine dritte Leuchtdiode leuchtet, wenn sich
irgendein Fehler ereignet hat, z. B. ein Papierstau. Für jede
Papierkammer 2 ist außerdem eine dreifarbige Leuchtdiode
vorgesehen. Sie leuchtet rot, wenn ein Fehler in der Papier
kammer aufgetreten ist, z. B. wenn ein Blatt die Papierkammer
2 nicht ordnungsgemäß verlassen hat. Falls kein Fehlerzu
stand vorliegt, leuchtet die Leuchtdiode grün, wenn die Pa
pierkammer 2 leer ist, und gelb, wenn sich ein Blatt in der
Papierkammer 2 befindet.
In Fig. 5 ist ein Teil eines Kommissionierlagers darge
stellt. Es umfaßt zwei Zeilen 34 von Kommissionierautomaten
35, die jeweils eine Vielzahl automatisch betätigbarer Sor
tenmagazine umfassen. In den Zeilen 34 führen mittig unter
den Kommissionierautomaten 35 angeordnete Sammelbänder 36
rechtwinklig zu einem Behälterband 37, und bilden dort Über
gabestationen 38 für Stückgut. Die Förderrichtungen der Bän
der 36, 37 sind durch Pfeile gekennzeichnet.
In Förderrichtung nach der zweiten Übergabestation 38 für
Stückgut ist eine Übergabestation 39 für Kommissionierpapie
re vorgesehen. An der Papier-Übergabestation 39 ist der
Kommissionierpapier-Drucker 40 und das Papierkammernsystem 1
angeordnet. Der Drucker 40 und das Papierkammernsystem 1
liegen so hoch über dem Behälterband 37, daß Kommissionier
behälter 41 auf dem Behälterband 37 darunter passieren
können. In Längsrichtung des Behälterbands 37 ist das
Papierkammernsystem 1 so positioniert, daß aus den Pa
pierkammern 2 gleitende Blätter in einen an der Papier-
Übergabestation 39 befindlichen Kommissionierbehälter 41
fallen.
An den Übergabestationen 38, 39 ist jeweils eine Behälter
klemmvorrichtung 42 und ein Behälter-Strichcodeleser 43 an
geordnet. Jenseits der Papier-Übergabestation 39 führt das
Behälterband 37 zu einer Warenausgabestation und vorher ggf.
manuell bedienbaren Kommissioniereinrichtungen, die in Fig.
5 nicht gezeigt sind. Ebenfalls nicht gezeigt in Fig. 5 sind
die Rechner zur Steuerung des Kommissionierlagers.
Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
nun anhand der Fig. 5 und 6 näher erläutert. Zunächst wird
eine Vielzahl von Kommissionieraufträgen (A) in den Host-
Rechner des Kommissionierlagers eingegeben. Bei den eingege
benen Auftragsdaten handelt es sich im wesentlichen jeweils
um eine Auftragskennzeichnung und um die einzelnen abgefrag
ten Stückgutsorten mit gewünschter Stückzahl. Die Abarbei
tung der Aufträge (A) erfolgt im allgemeinen in einer von
der Eingabereihenfolge abweichenden Reihenfolge, z. B. in der
Reihenfolge abnehmender Dringlichkeit. Hierzu wird vom Host-
Rechner zunächst eine Bearbeitungsreihenfolge (A1, A2, . . .
AN) definiert, wobei N die Gesamtzahl der Aufträge (A) be
zeichnet. Die Auftragsdaten werden dann zusammen mit der De
finition der Bearbeitungsreihenfolge an den Kommissionierpa
pierrechner (PC) und einen Kommissionierrechner gesendet.
Beide Rechner arbeiten parallel und unabhängig voneinander.
Der Kommissionierpapierrechner (PC) veranlaßt den Kommissio
nierpapier-Drucker 40, die Kommissionierpapiere für den
ersten Auftrag (An, mit n=1) zu drucken. Dabei handelt es
sich in der Regel um ein Blatt, das eine Liste der einzelnen
abgefragten Stückgutsorten mit der gewünschten Stückzahl
enthält. Das gedruckte Blatt wird über den Ausgabeschacht 8
aus dem Drucker 40 ausgegeben. Es betätigt dabei die erste
Reflexionslichtschranke 32, was ein Einschalten des Walzen
antriebsmotors 11 bewirkt. Das Blatt wird dann zwischen den
angetriebenen Transportwalzen 9, 10 hindurch auf das Leit
blech 12 geführt. Nach Passieren der zweiten Reflexions
lichtschranke 33 wird der Walzenantriebsmotor 11 wieder aus
geschaltet.
Die Position des Papierkammerstapels 3 relativ zum Leitblech
12 ist vorher durch den Mikroprozessor (CPU) so eingestellt
worden, daß das Leitblech 12 mit dem Boden einer freien Pa
pierkammer 2 (bezeichnet mit K(An) in Fig. 6) fluchtet. Das
gedruckte Blatt rutscht dann in die so vorbestimmte Papier
kammer 2, unterbricht dabei kurzfristig die Gabellicht
schranke 29, und kommt schließlich mit seinem unteren Rand
an den geschlossenen Verschlußklappen 19 der Kammer 2 zu
liegen. Das Blatt unterbricht dabei permanent die Gabel
lichtschranke 26. Falls die dem Auftrag (An) zugehörigen
Kommissionierpapiere mehrere Blätter umfassen, werden die
folgenden Blätter unmittelbar anschließend vom Drucker 40
eingezogen, gedruckt und in dieselbe Papierkammer (K(An))
überführt. Die Zuordnung der Papierkammer zu den Aufträgen
wird vom Kommisionierpapier-Rechner (PC) verwaltet und ge
speichert.
Bereits bevor das (letzte) zum dem Auftrag (An) gehörende
Blatt den Drucker 40 vollständig verlassen hat, wird ein
noch unbedrucktes Blatt zum Bedrucken für den nächsten Auf
trag (An, mit n = n+1) vom Drucker 40 eingezogen. Die oben
genannten Schritte des Druckens und Einführens in eine freie
Papierkammer werden für den nächsten Auftrag wiederholt,
ohne daß der Drucker zwischen den beiden Aufträgen stillge
setzt würde. Die Wiederholung des Druckens und Einbringens
für weitere Aufträge erfolgt so lange, bis entweder alle
Papierkammern belegt sind oder die Kommissionierpapiere für
alle N Aufträge gedruckt sind.
Parallel zu dem beschriebenen Drucken und Einbringen steuert
der Kommissionierrechner den eigentlichen Kommissioniervor
gang. Dazu wird dem ersten Auftrag (An, mit n = 1) ein Kom
missionierbehälter 41 (bezeichnet mit B(An)) zugeordnet, auf
dem Behälterband 37 zur ersten Übergabestation 38 für Stück
gut transportiert und dort mit Hilfe der Behälterklemmvor
richtung 42, festgeklemmt. Mit dem Behälter-Strichcodeleser
43 wird eine an dem Kommissionierbehälter (B(An) in Form
eines Strichcodes aufgebrachte Behälter-Identifikationsnummer
gelesen und vom Kommissionierrechner geprüft, ob sich
tatsächlich der dem Auftrag (An) zugeordnete Kommissionier
behälter an der Stückgut-Übergabestation 38 befindet.
Bereits vor dem Eintreffen des Kommissionierbehälters
an der Stückgut-Übergabestation 38 werden die in dem
Auftrag abgefragten Stückgüter aus den Sortenmagazinen der
Kommissionierautomaten 35 auf die Sammelbänder 36
ausgeworfen. Nach Ankunft des Kommissionierbehälters (B(An))
an der Stückgut-Übergabestation 38 wird das Sammelband 36 in
Gang gesetzt und fördert die Stückgüter in den
Kommissionierbehälter (B(An)).
Anschließend wird der Kommissionierbehälter (B(An)) von der
Behälterklemmvorrichtung 42 freigegeben und auf dem Behäl
terband 37 zur zweiten Zeile 34 befördert. Hier wiederholen
sich die oben beschriebenen, an der ersten Zeile 34 durchge
führten Schritte. Zeitlich parallel dazu wird ein weiterer
Kommissionierbehälter, der dem nächsten Auftrag zugeordnet
ist, zur ersten Stückgut-Übergabestation 38 transportiert
und dort, wie oben für den vorhergehenden Auftrag
beschrieben, mit Stückgütern gefüllt. Das Entnehmen und
Sammeln der Stückgüter erfolgt also auftragsüberlappend.
Nachdem der (erste) Kommissionierbehälter (B(An)) an der
zweiten Übergabestation 38 für Stückgut gefüllt wurde, ent
hält er alle Artikel des Auftrags, die in dem in Fig. 5 ge
zeigten Kommissionierlager in Kommissionierautomaten 35 be
reitgehalten werden. Er wird dann von der Behälterklemmvor
richtung 42 freigegeben, auf dem Behälterband 37 zur Über
gabestation 39 für Kommissionierpapiere transportiert und
von der dort angeordneten Behälterklemmvorrichtung 42 fest
geklemmt. Die Behälter-Identifikationsnummer wird von dem
dort vorhandenen Behälter-Strichcodeleser 43 gelesen und vom
Kommissionierpapierrechner (PC) überprüft. Durch Betätigung
der Elektromagneten an der dem Auftrag zugeordneten Papier
kammer (K(An)) werden die Verschlußklappen 19 dieser Papier
kammer geöffnet. Das oder die in der Papierkammer 2 befind
lichen Blätter gleiten aus der Papierkammer und kommen in
dem Kommissionierbehälter (B(Kn)) oben auf den Stückgütern
zu liegen. Zeitlich parallel dazu wird der dem nächsten Auf
trag zugeordnete Kommissionierbehälter von der ersten zur
zweiten Stückgut-Übergabestation 38 transportiert und ein
dem übernächsten Auftrag zugeordneter Kommissionierbehälter
zur ersten Stückgut-Übergabestation transportiert.
Falls beim Ausgeben der Stückgüter aus dem Kommissionierau
tomaten 35 mit Hilfe der an den Sortenmagazinen angeordneten
optischen Sensoren festgestellt wurde, daß ein bestimmter
Artikel nicht ordnungsgemäß ausgeworfen wurde, druckt der
Kommissionierpapier-Drucker 40 noch ein Fehlermeldeblatt.
Dieses Fehlermeldeblatt enthält im wesentlichen eine Liste
der fehlenden Stückgüter. Das Fehlermeldeblatt wird nach dem
Drucken in die nicht mit Verschlußklappen versehene Papier
kammer 2a eingeführt, gleitet durch die Papierkammer 2a und
kommt in dem Kommissionierbehälter (B(Kn)) zu liegen.
Anschließend wird der Kommissionierbehälter (B(Kn)) mit dem
gesamten, automatisch kommissionierten Auftragsinhalt, den
Kommissionierpapieren und ggf. einem Fehlermeldeblatt von
der Behälterklemmvorrichtung 42 freigegeben und auf dem Be
hälterband 37 zur Warenausgabestation transportiert. Gege
benenfalls wird der Kommissionierbehälter (B(Kn)) vorher
noch an manuellen Kommissioniereinrichtungen vorbeigeführt.
Dort werden Stückgüter in den Kommissionierbehälter (B(Kn))
manuell eingelegt, die nicht in den Kommissionierautomaten
35 bereitgehalten werden und/oder die aufgrund eines Fehlers
nicht aus den Kommissionierautomaten 35 ausgegeben wurden.
Unmittelbar nachdem der Kommissionierbehälter (B(Kn)) die
Übergabestation 39 für Kommissionierpapiere verlassen hat,
wird auf dem Behälterband 37 der dem nächsten Auftrag (An,
mit n = n+1) zugeordnete Kommissionierbehälter herbeige
führt. Das oben beschriebene Entnehmen der Stückgüter aus
dem Kommissionierautomaten 35 und das Einbringen der Stück
güter und der Kommissionierpapiere in die Kommissionierbe
hälter 41 wird für weitere Aufträge so lange wiederholt, bis
der letzte Auftrag AN abgearbeitet ist.
Das Drucken und Ablegen der Kommissionierpapiere in den Pa
pierkammern erfolgt parallel zu und zeitlich unabhängig von
dem Ausgeben der Stückgüter aus den Kommissionierautomaten
35 und dem Einbringen der Stückgüter und der Kommissionier
papiere in die Kommissionierbehälter. Dabei eilt der Drucker
40 mit dem Drucken von zu einem Auftrag gehörenden Kommis
sionieraufträgen dem Eintreffen des diesem Auftrag zugeord
neten Kommissionierbehälters um mehrere Aufträge, mindestens
um einen Auftrag vor.
Bei dem oben beschriebenen Verfahren wird jeweils ein Satz
von N Aufträgen in den Host-Rechner eingegeben und vollstän
dig abgearbeitet. Das beschriebene Verfahren kann jedoch
ebenso gut stetig durchgeführt werden. Dabei können Aufträge
laufend parallel zur Abarbeitung in den Host-Rechner einge
geben werden. Der Host-Rechner definiert dann jeweils eine
aktuelle Bearbeitungsreihenfolge für die noch nicht erledig
ten Aufträge.
Das auftragsüberlappende Ausgeben und Sammeln der Stückgüter
bzw. Drucken und Einbringen der Kommissionierpapiere, kann
vorzugsweise so erfolgen, daß die Überlappung jeweils mehr
als einen Auftrag beträgt. Die ist in Fig. 5 durch die Anwe
senheit von Kommissionierbehältern auch zwischen den an
Übergabestationen 38, 39 befindlichen Kommissionierbehältern
angedeutet. Damit werden kürzeste Kommissionierzeiten ver
wirklicht.
Mit dem beschriebenen Verfahren ist es unter Verwendung der
beschriebenen Vorrichtung möglich, die für das Anfertigen
und Einlegen der Kommissionierpapiere benötigte Zeit
aufgrund des kontinuierlichen Betriebs des Druckers so zu
verringern, daß nicht das Ausfertigen, sondern der Vorgang
des Entnehmens und Sammelns der Stückgüter zeitbestimmend
für eine Auftragserledigung ist. Dabei kann ein relativ
langsamer Drucker verwendet werden, der in Anschaffung und
Wartung wenig aufwendig ist. Um eine Kommissionierleistung
von z. B. 1290 Auftragserledigungen pro Stunde zu erreichen,
ist es lediglich notwendig, einen Drucker mit einer Leistung
von 20 Seiten/min zu verwenden.
Claims (28)
1. Verfahren zum Ausfertigen von Kommissionierpapieren und
zum Einbringen der ausgefertigten Papiere in
Kommissionierbehälter, die ein rechnergesteuerte
Kommissionierautomaten umfassendes Kommissionierlager
durchlaufen und dabei von den Kommissionierautomaten
ausgegebene, jeweils zu einem Kommissionierauftrag
gehörende Stückgüter sammeln,
bei dem man rechnergesteuert die jeweils einem Auftrag zugehörige Kommissionierpapiere an einer Papier- Übergabestation mit einem Drucker ausfertigt und bei Ankunft des dem Auftrag zugeordneten Kommissionierbehälters an der Papier-Übergabestation in den Kommissionierbehälter einbringt,
dadurch gekennzeichnet, daß man ein dem Drucker nachgeordnetes Papierkammernsystem mit mehreren Papierkammern verwendet, und rechnerge steuert
bei dem man rechnergesteuert die jeweils einem Auftrag zugehörige Kommissionierpapiere an einer Papier- Übergabestation mit einem Drucker ausfertigt und bei Ankunft des dem Auftrag zugeordneten Kommissionierbehälters an der Papier-Übergabestation in den Kommissionierbehälter einbringt,
dadurch gekennzeichnet, daß man ein dem Drucker nachgeordnetes Papierkammernsystem mit mehreren Papierkammern verwendet, und rechnerge steuert
- (a) die einem Auftrag zugehörigen Kommissionierpapiere unabhängig von der Ankunft des diesem Auftrag zugeordneten Kommissionierbehälters an der Papier-Übergabesta tion voreilend ausfertigt,
- (b) die ausgefertigten Kommissionierpapiere in eine oder mehrere freie Papierkammer(n) überführt und darin vorübergehend ablegt,
wobei man die Schritte a) und b) ohne ein Stillsetzen
des Druckers für weitere Aufträge wiederholt, und
- (c) bei Ankunft eines Kommissionierbehälters an der Papier-Übergabestation die abgelegten Kommissionierpapiere für den Auftrag, dem der Kommissionierbehälter zugeordnet ist, aus der (den) betreffenden Papierkammer(n) in den Kommissionierbehälter überführt,
wobei der Schritt (c) bei Ankunft weiterer Kommissio
nierbehälter wiederholt wird, und
wobei die wiederholte Durchführung der Schritte a) und
b) zeitlich unabhängig von und parallel zu der wieder
holten Durchführung des Schritts c) stattfindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Drucker bei der Wiederholung der Schritte a) und b)
ein noch unbedrucktes Blatt zum Bedrucken für einen
weiteren Auftrag bereits einzuziehen beginnt, bevor
noch das gerade bedruckte, vorhergehende Blatt den
Drucker vollständig verlassen hat.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Voreilung des Schritts a) gegenüber dem
Schritt c) mindestens einen Auftrag beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schritte a) und b) so lange wie
derholt werden, bis entweder alle Papierkammern belegt
sind oder keine weiteren Kommissionierpapiere
auszufertigen sind.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kommissionierpapiere für einen
Auftrag aus einem oder mehreren Blättern bestehen und
daß im Schritt b) alle Blätter für einen Auftrag in
eine Papierkammer überführt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kommissionierpapiere für einen
Auftrag aus einem oder mehreren Blättern bestehen, und
daß im Schritt b) jedes Blatt in eine gesonderte Pa
pierkammer überführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Auftragsreihenfolge, in der die
Schritte a) und b) wiederholt durchgeführt werden, die
selbe ist, in der später die Kommissionierbehälter an
der Papier-Übergabestation eintreffen und der Schritt
c) wiederholt durchgeführt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Auftrags-Reihenfolge, in der die
Schritte a) und b) wiederholt durchgeführt werden, von
der Auftragsreihenfolge abweichen kann, in der später
die Kommissionierbehälter an der Papier-Übergabe
station eintreffen und der Schritt c) wiederholt
durchgeführt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kommissionierpapiere für einen
Auftrag jeweils in den dem Auftrag zugeordneten Kommis
sionierbehälter überführt werden, bevor in diesem Be
hälter die zu dem Auftrag gehörenden Stückgüter gesam
melt werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Kommissionierpapiere für einen
Auftrag jeweils in den dem Auftrag zugeordneten Kommis
sionierbehälter überführt werden, nachdem dieser die
für diesen Auftrag aus den Kommissionierautomaten aus
zugebenden Stückgüter gesammelt hat und gegebenenfalls
bevor für diesen Auftrag weitere Stückgüter manuell
kommissioniert und in den Behälter gegeben werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und Anspruch
10, dadurch gekennzeichnet, daß im Fall einer unvoll
ständigen oder fehlerhaften Kommissionierung im Schritt
c) von dem Drucker zusätzlich ein Fehlermeldepapier
ausgefertigt und unmittelbar in den Kommissionier
behälter überführt wird.
12. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach ei
nem der Ansprüche 1 bis 11,
mit einem Drucker zum rechnergesteuerten Ausfertigen von Kommissionierpapieren und mit Mitteln zum Überführen der ausgefertigten Papiere vom Drucker in einen an einer Papier-Übergabestation befindlichen Kommissionierbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel zum Überführen der ausgefertigten Papiere ein Papierkammernsystem (1) umfassen, das mehrere Papierkammern (2), eine Einführeinrichtung zum selektiven Einführen ausgefertigter Papiere in vorbestimmte Papierkammern (2) und eine Ausgebeeinrichtung zum selektiven Ausgeben von in einer vorbestimmten Papierkammer (2) befindlichen Papieren umfaßt,
wobei die Einführeinrichtung und die Ausgebeeinrichtung rechnergesteuert und unabhangig voneinander betätigbar sind.
mit einem Drucker zum rechnergesteuerten Ausfertigen von Kommissionierpapieren und mit Mitteln zum Überführen der ausgefertigten Papiere vom Drucker in einen an einer Papier-Übergabestation befindlichen Kommissionierbehälter, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mittel zum Überführen der ausgefertigten Papiere ein Papierkammernsystem (1) umfassen, das mehrere Papierkammern (2), eine Einführeinrichtung zum selektiven Einführen ausgefertigter Papiere in vorbestimmte Papierkammern (2) und eine Ausgebeeinrichtung zum selektiven Ausgeben von in einer vorbestimmten Papierkammer (2) befindlichen Papieren umfaßt,
wobei die Einführeinrichtung und die Ausgebeeinrichtung rechnergesteuert und unabhangig voneinander betätigbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Papierkammern (2) zu einem Papierkammer
stapel (3) zusammengefaßt sind, an dessen einer Seite
(6) Einführöffnungen (4) und an dessen anderer Seite
(7) Ausgebeöffnungen (5) der Papierkammern (2) liegen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß die Papierkammern (2) jeweils im wesentlichen die
Form eines flachen, innen hohlen Parallelepipeds
aufweisen, wobei eine Schmalseite des Parallelepipeds
die Einführöffnung (4) und die gegenüberliegende
Schmalseite die Ausgebeöffnung (5) bildet.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einführeinrichtung eine Pa
pierzuführung (12) umfaßt, die von dem Drucker (40) an
die Einführseite (6) führt, wobei die Relativposition
zwischen der Einführseite (6) und der Papierzuführung
(12) rechnergesteuert verstellbar ist, um eine
bestimmte Einführöffnung (4) in eine mit der Pa
pierzuführung (12) fluchtende Stellung zu bringen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Papierzuführung (12) feststehend und der Pa
pierkammerstapel (3) um eine in der Nähe der Ausgebe
seite (7) befindliche Achse (15) schwenkbar angeordnet
ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Verstelltrieb (17) vorgesehen ist, der an den
Papierkammerstapel (3) in der Nähe der Einführseite (6)
angreift.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einführeinrichtung an der
Papierzuführung (12) eine Papiertransportvorrichtung
(9, 10) aufweist.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß die Papiertransportvorrichtung (9, 10) als ange
triebene Doppelwalze (9, 10) ausgebildet ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß die Papierkammern (2) zur Ausgebe
öffnung (5) hin nach unten geneigt angeordnet sind, und
die Ausgebeeinrichtung durch einen rechnergesteuert
betätigbaren Verschluß (19) für jede Ausgebeöffnung (5)
gebildet wird.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
daß der Verschluß (19) durch wenigstens eine Klappe
(19) gebildet wird, die wenigstens einen Teil der Aus
gebeöffnung (5) verschließen kann.
22. Vorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekenn
zeichnet, daß in dem Papierkammerstapel (3) eine Pa
pierkammer (2) vorgesehen ist, die keinen Verschluß
aufweist.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausgebeeinrichtung durch eine
aktive Papiertransportvorrichtung für jede Papierkammer
(2) gebildet wird.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 23, dadurch
gekennzeichnet, daß an jeder Einführöffnung (4) ein Ge
ber (24) oder ein Fühler (25) und an der Papierzufüh
rung (12) ein damit zusammenwirkender Fühler (25) bzw.
Geber (24) vorgesehen ist, wobei der Fühler (25) bzw.
einer der Fühler (25) anspricht, wenn sich eine der
Einführöffnungen (4) in einer mit der Papierzuführung
(12) fluchtenden Stellung befindet.
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, daß in jeder Papierkammer (2) in der
Nähe der Einführöffnung (4) ein Fühler (31) vorgesehen
ist, der auf ein Papier beim Einführen in die Kammer
(2) anspricht.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 25, dadurch
gekennzeichnet, daß in jeder Papierkammer (2) ein Füh
ler (28) vorgesehen ist, der auf ein in der Kammer (2)
abgelegtes Papier anspricht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924240929 DE4240929A1 (de) | 1992-12-04 | 1992-12-04 | Verfahren und Vorrichtung zum Ausfertigen von Kommissionierpapieren und zum Einbringen der Papiere in Kommissionierbehälter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924240929 DE4240929A1 (de) | 1992-12-04 | 1992-12-04 | Verfahren und Vorrichtung zum Ausfertigen von Kommissionierpapieren und zum Einbringen der Papiere in Kommissionierbehälter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4240929A1 true DE4240929A1 (de) | 1994-06-09 |
Family
ID=6474445
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924240929 Withdrawn DE4240929A1 (de) | 1992-12-04 | 1992-12-04 | Verfahren und Vorrichtung zum Ausfertigen von Kommissionierpapieren und zum Einbringen der Papiere in Kommissionierbehälter |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE4240929A1 (de) |
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