DE4240839A1 - 3/2-Wege-Sitzventil - Google Patents
3/2-Wege-SitzventilInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem 3/2-Wege-Sitzventil, das die
Merkmale aus dem Oberbegriff des Anspruches 1 aufweist.
Bei bekannten 3/2-Wege-Sitzventilen mit einem zweiteiligen Ven
tilgehäuse und den übrigen Merkmalen aus dem Oberbegriff des An
spruches 1 ist in eine Aufnahme des einen Ventilgehäuseteils, in
dem der Kolben in einer Bohrung geführt ist, als zweites Ventil
gehäuseteil eine Buchse eingebaut, an der wenigstens ein Ventil
sitz ausgebildet ist. Die Zweiteiligkeit des Ventilgehäuses ist
notwendig, um den Kolben in das Ventilgehäuse einbringen zu kön
nen. Die Buchse ist in das eine Ventilgehäuseteil eingeschrumpft
oder eingeschraubt. Beim Einschrumpfen kann sich der Sitz an der
Buchse verziehen. Beim Einschrauben ist nicht gewährleistet, daß
die beiden Ventilgehäuseteile miteinander fluchten. Eine lecköl
freie Abdichtung durch das geschlossene Ventil wird deshalb nur
unvollkommen erreicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein 3/2-Wege-Sitzven
til mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Anspruches 1 so
weiterzuentwickeln, daß bei einer einfachen Montage eine ein
wandfreie Zentrierung der Ventilgehäuseteile zueinander erhalten
wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß für ein 3/2-Wege-Sitzventil
mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Anspruches 1 dadurch
gelöst, daß das erste Ventilgehäuseteil und das zweite Ventilge
häuseteil axial hintereinander einen ersten, außen bzw. innen
mit einem Gewinde versehenen Abschnitt und einen zweiten, außen
bzw. innen zylindrischen Abschnitt aufweisen und daß die beiden
Ventilgehäuseteile an den ersten Abschnitten miteinander ver
schraubt und an den zweiten Abschnitten zueinander zentriert
sind. Die Verschraubung der beiden ersten Ventilgehäuseteile
miteinander ist ein relativ einfacher Vorgang und erlaubt zudem
eine Justage der Ventilgehäuseteile zueinander in axialer Rich
tung. Für die Zentrierung werden nicht die mit Gewinde verse
henen Abschnitte benutzt. Vielmehr besitzt jedes Ventilgehäuse
teil neben dem mit einem Gewinde versehenen Abschnitt einen zy
lindrischen Abschnitt. Diese zylindrischen Abschnitte gelangen
bei der Montage übereinander und zentrieren so die Ventilgehäu
seteile zueinander. Dadurch wird auch dann eine gute Abdichtung
an den Ventilsitzen erhalten, wenn der Kolben in dem einen Ven
tilgehäuseteil geführt ist und wenn einer der beiden Ventilsitze
oder beide Ventilsitze am anderen Ventilgehäuseteil ausgebildet
sind.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen 3/2-Wege-
Sitzventils kann man den Unteransprüchen entnehmen.
Um trotz einer kompakten und axial kurzen Bauweise des Ventilge
häuses die zentrierenden und die mit Gewinde versehenen Ab
schnitte der Ventilgehäuseteile axial so lang machen zu können,
daß eine gute Zentrierung und sichere Befestigung aneinander ge
währleistet ist, ist gemäß Anspruch 2 vorgesehen, daß das erste
Ventilgehäuseteil vor einem Durchgang endet, der im Abstand zu
einer Stirnseite des Ventilgehäuses und zwischen den beiden Ven
tilsitzen in die Bohrung mündet, und daß das zweite Ventilgehäu
seteil das erste Ventilgehäuseteil von dessen Ende her außen
übergreift. Im Bereich des Durchgangs vom Ende des ersten Ven
tilgehäuseteils zur Stirnseite des Ventilgehäuses wird dieses
also vom zweiten Ventilgehäuseteil gebildet. Im Bereich der er
sten und zweiten Abschnitte liegen die Ventilgehäuseteile radial
übereinander. Dem kann axial ein weiterer Ventilgehäusebereich
folgen, der allein vom ersten Ventilgehäuseteil gebildet ist.
Besonders bevorzugt wird eine Ausführung gemäß Anspruch 3, nach
dem die zweiten Abschnitte der Ventilgehäuseteile von den Ven
tilsitzen einen geringeren Abstand haben als die ersten Ab
schnitte. Die beiden Ventilgehäuseteile sind also nahe an den
Ventilsitzen zentriert, so daß sich eine Schrägstellung zueinan
der anders als bei einem großen Abstand zwischen den zweiten Ab
schnitten und den Ventilsitzen nur gering auf die Position eines
Ventilsitzes am einen Ventilgehäuseteil relativ zum anderen Ven
tilgehäuseteil auswirkt.
Ein geringer Abstand zwischen den Ventilsitzen und den zweiten
Abschnitten ist bei einer Ausbildung gemäß Anspruch 4 gegeben.
Bei 3/2-Wege-Sitzventilen münden in die Bohrung im Ventilgehäuse
meist zwei Durchgänge für Druckmittel, die verschieden große Ab
stände von der Stirnseite des Ventilgehäuses haben. Der Durch
gang, dessen Abstand von der Stirnseite des Ventilgehäuses klei
ner ist, ist üblicherweise der Ausgang des Sitzventils zu einem
Verbraucher. Der andere Durchgang ist zur Verbindung mit einem
Vorratsbehälter oder zur Verbindung mit der Druckseite einer Hy
dropumpe vorgesehen. Nach Anspruch 4 reicht das erste Ventilge
häuseteil bis in den Bereich zwischen den beiden Durchgängen und
endet dort. Die zweiten Abschnitte der Ventilgehäuseteile befin
den sich im Bereich zwischen den beiden Durchgängen. Gemäß An
spruch 5 wird nun in Weiterbildung des 3/2-Wege-Sitzventils nach
Anspruch 4 eine Ausführung bevorzugt, bei der sich die ersten
Abschnitte, also die mit einem Gewinde versehenen Abschnitte der
Ventilgehäuseteile, vom ersten Durchgang aus gesehen, jenseits
des zweiten Durchgangs befinden. Somit steht der Bereich zwi
schen den beiden Durchgängen für Druckmittel ganz für die zwei
ten Abschnitte zur Verfügung, so daß diese eine große axiale
Länge haben und die beiden Ventilgehäuseteile besonders gut zu
einander zentrieren können. Die Länge der zweiten Abschnitte
wird allenfalls dann etwas eingeschränkt, wenn gemäß Anspruch 6
im Bereich zwischen den beiden Durchgängen eine Dichtung zwi
schen den beiden Ventilgehäuseteilen angeordnet ist. Eine solche
Dichtung erscheint insbesondere dann von Vorteil, wenn die Ven
tilsitze und die Dichtkanten so zueinander angeordnet sind, daß
bei einer offenen Verbindung zwischen dem ersten Durchgang sowie
einer stirnseitigen Öffnung im Ventilgehäuse, die z. B. mit dem
Druckanschluß der Hydropumpe verbunden sein kann, die radialen
Anlageflächen zwischen den beiden Ventilgehäuseteilen nicht
durch Anlage einer Dichtkante am einen Ventilsitz zum ersten
Durchgang hin abgesperrt sind. Die Dichtung verhindert dann
einen Leckölfluß vom ersten Durchgang aus zwischen den beiden
Ventilgehäuseteilen hindurch zum zweiten Durchgang, der zum Beispiel mit
einem Tank verbunden ist. Auch bei einer Umkehrung von Pumpenan
schluß und Tankanschluß verhindert die Dichtung einen Lecköl
fluß.
Ist das Ventilgehäuse als Einsteckpatrone ausgebildet und dafür
vorgesehen in eine Aufnahmebohrung eingesetzt zu werden, so ist
bei der konstruktiven Ausführung darauf zu achten, daß für eine
solche Aufnahmebohrung internationale Normen bestehen, die fest
legen, wo der Pumpenanschluß, der Tankanschluß und der Verbrau
cheranschluß in die Aufnahmebohrung münden. Der Pumpenanschluß
kann sich am Boden der Aufnahmebohrung befinden. Dann sitzt in
einem bestimmten Abstand von einer die Öffnung der Aufnahmeboh
rung umgebenden Anschlagfläche der Tankanschluß und in einem
noch größeren Abstand und näher am Boden der Verbraucheran
schluß. Tankanschluß und Pumpenanschluß können jedoch auch ver
tauscht sein. Zu berücksichtigen bei der Konstruktion ist fer
ner, ob in der Ruhestellung des Sitzventils der Verbraucheran
schluß mit dem Pumpenanschluß oder mit dem Tankanschluß verbun
den sein soll. Die vier verschiedenen Fälle können mit zwei ver
schiedenen Konstruktionen abgedeckt werden. Bei der einen Kon
struktion ist vorteilhafterweise gemäß Anspruch 9 einander zuge
kehrt der erste Ventilsitz am ersten Ventilgehäuseteil und der
zweite Ventilsitz am zweiten Ventilgehäuseteil ausgebildet und
die beiden Dichtkanten befinden sich einander abgekehrt zwischen
den beiden Ventilsitzen. Bei der anderen Konstruktion sind vor
teilhafterweise gemäß Anspruch 10 die beiden Ventilsitze einan
der abgekehrt am selben Ventilgehäuseteil ausgebildet. Der Kol
ben weist ein erstes Kolbenteil und ein zweites Kolbenteil auf,
wobei einander zugekehrt die eine Dichtkante am ersten Kolben
teil und die andere Dichtkante am zweiten Kolbenteil vorhanden
ist. Vorteilhafterweise sind nun die beiden Kolbenteile genauso
wie die beiden Ventilgehäuseteile aneinander befestigt und zu
einander zentriert. Sie besitzen deshalb axial hintereinander
einen ersten, mit einem Gewinde versehenen Abschnitt und einen
zweiten, zylindrischen Abschnitt.
Vorteilhafte Weiterbildungen eines Sitzventils gemäß Anspruch 10
im Hinblick auf die Kolbenteile finden sich in den Unteransprü
chen 11 bis 13, wobei jeweils Ähnlichkeiten mit entsprechenden
Gestaltungen der beiden Ventilgehäuseteile bestehen und durch
die einzelnen Merkmale auch ähnliche Probleme gelöst werden.
Die Verschraubung zwischen den Ventilgehäuseteilen und den Kol
benteilen wird gemäß Anspruch 14 auf einfache weise durch eine
Materialverstemmung gesichert.
Zwei Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen 3/2-Wege-Sitz
ventils sind in den Zeichnungen dargestellt. Anhand dieser
Zeichnungen wird die Erfindung nun näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 die erste Ausführung, bei der durch eine stirnseitige
Öffnung von einer Hydropumpe gefördertes Druckmittel in
das Ventilgehäuse gelangen kann und in der Ruhestellung
des Sitzventils diese stirnseitige Öffnung mit einem nur
gering von der Stirnseite beabstandeten radialen Durch
gang, der einen Verbraucheranschluß darstellt, verbunden
ist, und
Fig. 2 die zweite Ausführung, bei der die Anschlußbelegung die
selbe wie bei der ersten Ausführung ist, bei der jedoch
in der Ruhestellung der erste radiale Durchgang mit
einem zweiten radialen Durchgang, der den Tankanschluß
darstellt, verbunden ist.
Beide gezeigten 3/2-Wege-Sitzventile sind elektromagnetisch be
tätigbar. Sie besitzen ein Ventilgehäuse 10, das als Einsteckpa
trone ausgebildet ist und einen Flansch 11 mit einem Bund 12 be
sitzt. Der Bund 12 begrenzt während der Montage des Ventilgehäu
ses in einer Aufnahmebohrung eines Aufnahmegehäuses die Einführ
bewegung und liegt nach der Montage an einer Außenfläche des
Aufnahmegehäuses an. Am Flansch 12 ist das Gehäuse 13 eines
nicht näher dargestellten Elektromagneten befestigt, von dem
beim Anliegen einer Spannung ein in das Ventilgehäuse hineinra
gender Stößel 14 noch weiter in das Ventilgehäuse 10 hineinge
schoben wird. Das Ventilgehäuse 10 weist zwei wesentliche Ven
tilgehäuseteile 15 und 16 auf. Das erste Ventilgehäuseteil 15
umfaßt den schon erwähnten Flansch 11 mit dem Bund 12. An den
Bund 12 schließt dich jenseits einer Ringnut 17, in die ein
Dichtring 18 eingelegt ist, ein Abschnitt 19 an, in dem das Ven
tilgehäuseteil 15 mit einem Außengewinde versehen ist. Die Auf
nahmebohrung für das Ventilgehäuse 10 besitzt ein entsprechendes
Innengewinde, so daß das Ventilgehäuse 10 in die Aufnahmebohrung
eingeschraubt und dadurch darin befestigt werden kann.
Nach dem Abschnitt 19 verringert sich der Durchmesser des Ven
tilgehäuseteils 15 sprungartig. Jenseits einer flachen Ringnut
20 unmittelbar am Abschnitt 19 folgt ein Abschnitt 21, in dem
das Ventilgehäuseteil 15 wiederum mit einem Außengewinde, das
mit der Bezugszahl 22 gekennzeichnet ist, versehen ist. Bei dem
Außengewinde 22 handelt es sich um ein Feingewinde. Dem Ab
schnitt 22 folgt wiederum mit verkleinertem Durchmesser ein Ab
schnitt 23 des Ventilgehäuseteils 15, der in einer Querebene
mehrere Radialbohrungen 24 aufweist und an den sich schließlich
ein Abschnitt 25 anschließt, der außen eine glatte zylindrische
Fläche besitzt.
Das Ventilgehäuseteil 15 ist mit einer durchgehenden Stufenboh
rung 30 versehen, die in einem Bereich 29 in den Abschnitten 25,
23 und 21 sowie etwas in den Abschnitt 19 hinein ihren klein
sten, etwa gleichbleibenden Durchmesser hat.
Das Ventilgehäuseteil 16 besitzt die Form einer Buchse, an der
man, in Achsrichtung fortschreitend, vier Abschnitte unterschei
den kann. In einem ersten Abschnitt 31 ist das Ventilgehäuseteil
16 innen mit einem Feingewinde versehen. Mit dem Abschnitt 31
kann das Ventilgehäuseteil 16 auf den Abschnitt 21 des Ventilge
häuseteils 15 aufgeschraubt werden. Die Feingewinde 22 und 32
ermöglichen dabei eine sehr genaue axiale Positionierung zwi
schen den beiden Ventilgehäuseteilen. Auf den Abschnitt 31 folgt
mit etwa gleichem Innendurchmesser ein Abschnitt 33, der in ei
ner Querebene mit mehreren Radialbohrungen 34 versehen ist. Der
Abschnitt 33 des Ventilgehäuseteils 16 liegt radial über dem Ab
schnitt 23 des Ventilgehäuseteils 15. Ein Ringkanal 35 zwischen
den beiden Abschnitten sorgt dafür, daß in jeder Drehlage zwi
schen den beiden Ventilgehäuseteilen 15 und 16 Druckmittel vom
Bereich 29 der Bohrung 30 nach außen oder von außen in den Be
reich 29 der Bohrung 30 fließen kann. Die Radialbohrungen 24 und
34 sowie der Ringkanal 35 stellen also einen Durchgang 28 für
Druckmittel dar, der in die Bohrung 30 mündet.
Auf den Abschnitt 33 mit den Radialbohrungen 34 folgt ein Ab
schnitt 36, in dem das Ventilgehäuseteil 16 einen Innendurchmes
ser hat, der dem Außendurchmesser des Ventilgehäuseteils 15 im
Abschnitt 25 im Hinblick auf einen Gleitsitz entspricht. Durch
die beiden Abschnitte 25 und 36 sind die beiden Ventilgehäuse
teile 15 und 16 zueinander zentriert. Vor dem Abschnitt 25 des
Ventilgehäuseteils 15 wird das Ventilgehäuse 10 allein durch
einen weiteren Abschnitt 37 des Ventilgehäuseteils 16 gebildet,
in dem der Bereich 29 der Bohrung 30 bis zur dem Magnetgehäuse
13 abgewandten Stirnseite 38 des Ventilgehäuses 10 fortgesetzt
ist. In dem Abschnitt 37 befinden sich in einer Querebene meh
rere Radialbohrungen 39, die einen ersten in die Bohrung 30 mün
denden Durchgang für Druckmittel darstellen. Demnach endet also
das erste Ventilgehäuseteil 15 vor dem Durchgang 39 zwischen
diesem und dem Durchgang 28. Die die beiden Ventilgehäuseteile
15 und 16 zueinander zentrierenden, zylindrischen, zweiten Ab
schnitte 25 und 36 befinden sich im Bereich zwischen den beiden
Durchgängen. Die ersten, mit einem Gewinde versehenen Abschnitte
21 und 31 befinden sich, vom Durchgang 39 aus gesehen, jenseits
des Durchgangs 28.
Einen weiteren Druckmittelanschluß des Ventilgehäuses 10 wird
durch die Öffnung der Bohrung 30 an der Stirnseite 38 gebildet.
Dieser Druckmittelanschluß ist, wenn das Ventilgehäuse 10 in die
Aufnahmebohrung eingesetzt ist, durch einen Dichtring 40 vom
Durchgang 39 getrennt. Die Durchgänge 39 und 28 sind durch einen
Dichtring 41 voneinander getrennt. Der Dichtring 18 dichtet die
Aufnahmebohrung nach außen hin ab.
Um die Schraubverbindung zwischen den beiden Ventilgehäuseteilen
15 und 16 sichern zu können, ist an der freien Stirnseite des
Abschnitts 31 des Ventilgehäuseteils 16 axial vorspringend ein
Bund 42 angeformt, der nach der richtigen axialen Positionierung
des Ventilgehäuseteils 16 relativ zum Ventilgehäuseteil 15 zu
mindest stellenweise nach innen verstemmt und in die Nut 20 ein
gedrückt wird.
Innerhalb der Abschnitte 19 und 21 des Ventilgehäuseteils 15 ist
in dem Bohrungsbereich 29 ein Kolben 50 verschiebbar geführt.
Dieser Kolben ragt in Richtung auf das Magnetgehäuse 13 zu in
zwei erweiterte Abschnitte der Bohrung 30 hinein, die stufenför
mig ineinander übergehen. In dem engeren Abschnitt 52 umgibt ein
Dichtring 51 den Kolben 50, so daß der Durchgang 28 gegen den
auf den Abschnitt 52 folgenden Abschnitt 53 der Bohrung 30 abge
dichtet ist. Der Dichtring 51 wird im Abschnitt 52 von einer
Ringscheibe 54 gehalten, die auf der Stufe zwischen den beiden
Bohrungsabschnitten 52 und 53 auf liegt und an der sich eine Ven
tilfeder 55 abstützt, die als Schraubendruckfeder ausgebildet
ist, den Kolben 50 umgibt und diesen über einen am Kolben 50 ge
haltenen Federteller 56 in Richtung auf den Magnetstößel 14 zu
belastet. Der Magnetstößel 14 ist in einer axialen Sackbohrung
des Kolbens 50 aufgenommen.
Der Kolben 50 erstreckt sich von dem Abschnitt 21 des Ventilge
häuseteils 15 aus in einem Hals 57, dessen Außendurchmesser
kleiner ist als der Durchmesser des Bohrungsbereichs 29, in
Richtung auf die Stirnseite 38 zu. Im Bereich des Abschnitts 37
des Ventilgehäuseteils 16 trägt der Kolbenhals 57 einen Kolben
kopf 58, an dem zwei Dichtkanten in Form zweier balliger Flächen
59 und 60 ausgebildet sind.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 sind die beiden Dichtkanten 59
und 60 einander abgekehrt und befinden sich zwischen zwei einan
der zugekehrten Ventilsitzen 61 und 62 in der Bohrung 30. Zwi
schen der Stirnseite 38 und den Radialbohrungen 39 besitzt das
Ventilgehäuseteil 16 einen Bohrungsabschnitt 63, dessen Durch
messer dem Durchmesser des Abschnitts 29 entspricht. Der Ventil
sitz 61 wird durch die den Radialbohrungen 39 benachbarte end
ständige Kante dieses Bohrungsabschnitts 63 gebildet. Der Ven
tilsitz 62 befindet sich an der freien Stirnseite des Abschnitts
25 des Ventilgehäuseteils 15. Die jeweiligen Kanten der Ventil
gehäuseteile 15 und 16 sind in einem zusätzlichen Arbeitsgang
angefast um kreisrunde und in einer Ebene liegende Ventilsitze
am Durchmesser der Bohrungsabschnitte 29 und 63 zu erhalten. Der
Winkel der Fase ist bezüglich der Neigung der Dichtkante 59 und
60 so gewählt, daß die Dichtkanten die Ventilsitze 61 und 62 si
cher am Durchmesser der Bohrungsabschnitte 29 und 63 beaufschla
gen.
Der Kolbenkopf 58 besitzt einen Durchmesser, der etwas größer
als der Durchmesser der Bohrungsabschnitte 29 und 63 ist. Bei
der Montage wird deshalb zunächst der Kolben 50 in das Ventilge
häuseteil 15 eingeschoben, bevor das Ventilgehäuseteil 16 aufge
schraubt wird. Für eine genaue Justierung des Hubs, den der Kol
ben 50 beim Umschalten machen soll, wird das Ventilgehäuseteil
16 zunächst soweit aufgeschraubt, bis es am Kolbenkopf 58 und
dieser am Ventilsitz 62 anschlägt. Dann wird das Ventilgehäuse
teil 16 bis auf den vorgesehenen Ventilhub wieder zurückge
schraubt. Anschließend wird die Verschraubung durch das Verstem
men des Bunds 42 gesichert.
Das Ventil nach Fig. 1 ist zunächst für einen Einsatz vorgese
hen, bei dem an der Stirnseite 38 Pumpendruck ansteht und der
Durchgang 39 mit einem Verbraucher und dem Durchgang 28 mit ei
nem Tank verbunden ist. In der Ruhestellung drückt die Ventilfe
der 55 den Kolben 50 mit der Dichtkante 60 gegen den Ventilsitz
62. Somit sind der Bohrungsabschnitt 63 und der Durchgang 39
miteinander verbunden. Damit unter Druck stehendes Druckmittel
nicht zwischen den beiden Ventilgehäuseteilen 15 und 16 zum
Durchgang 28 gelangt, ist zwischen den beiden Teilen ein Dicht
ring 64 angeordnet, der sich axial zwischen einer Innenschulter
des Ventilgehäuseteils 16 und einer Außenschulter des Ventilge
häuseteils 15 befindet. Wenn an einer zum Elektromagneten gehö
renden Wicklung eine Spannung angelegt wird, so drückt der Ma
gnet über den Stößel 14 den Kolben 50 gegen die Kraft der Ven
tilfeder 55 mit der Dichtkante 59 gegen den Ventilsitz 61. Nun
sind die Durchgänge 39 und 28 miteinander verbunden. Vertauscht
man den Pumpenanschluß und den Tankanschluß, so sind auch die
Ruhestellung und die Arbeitsstellung miteinander vertauscht.
Die Ausführung nach Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen
nach Fig. 1 im wesentlichen durch die Anordnung der Ventilsitze
und die Ausbildung des Kolbenkopfes. Es wird dadurch erreicht,
daß dann, wenn die Stirnseite 38 des Ventilgehäuses 10 mit Pum
pendruck beaufschlagbar ist und der Durchgang 28 mit Tank ver
bunden ist, in der Ruhestellung des Ventils der Durchgang 28 und
in der Arbeitsstellung der Raum vor der Stirnseite 38 des Ven
tilgehäuses 10 mit dem Durchgang 39 verbunden ist.
Dazu besitzt das Ventilgehäuseteil 16 an seinem Abschnitt 37 im
axialen Abstand zu seiner Stirnseite 38 und im axialen Abstand
zum Ventilgehäuseteil 15 innen einen Ringsteg 70, dessen Innen
durchmesser dem Durchmesser des Abschnitts 29 der Bohrung 30
entspricht und dessen einander abgekehrten, endständigen Kanten
als Ventilsitze 61 und 62 ausgebildet sind. Die Radialbohrungen
39 münden zwischen den beiden Ventilsitzen in die Bohrung 30.
Der Kolbenkopf 58 besteht aus zwei Kopfhälften 71 und 72, die
axial einen Abstand voneinander haben und die durch eine Veren
gung 73 miteinander verbunden sind, deren Außendurchmesser we
sentlich kleiner als der Innendurchmesser des Ringsteges 70 ist.
Die Kopfhälfte 71 befindet sich axial zwischen dem Ringsteg 70
und dem Ventilgehäuseteil 15. An ihr ist die ballige Dichtkante
59 ausgebildet. Die Kopfhälfte 71 ist einstückig mit der Veren
gung 73, dem Hals 57 und dem Führungsteil des Kolbens 50 herge
stellt.
Bei der Kopfhälfte 72 dagegen, die sich, von der Stirnseite 38
aus gesehen, vor dem Ringsteg 70 befindet, ist eine Hülse 74 auf
einen Kern 75 aufgeschraubt, der einstückig mit den anderen Tei
len des Kolbens 50 hergestellt ist. Die Hülse 74 ist an ihrer
dem Ringsteg 70 zugewandten Stirnseite mit der balligen Dicht
kante 60 versehen, die der Dichtkante 59 zugekehrt ist. Zur Ver
schraubung miteinander sind die Buchse 74 und der Kern 75 an
zwei weiter von der Dichtkante 60 entfernten Abschnitten jeweils
mit einem Gewinde versehen. In der Nähe der Dichtkante 60 dage
gen haben sie jeweils einen zylindrischen Abschnitt, mit dem sie
zueinander zentriert sind. Der zylindrische Abschnitt des Kerns
75 ist durch eine Ringnut zweigeteilt, in die ein Dichtring 76
eingelegt ist. Wenn die Dichtkante 60 auf dem Ventilsitz 62 auf
sitzt, soll dieser Dichtring 76 verhindern, daß Druckmittel vom
Durchgang 39 vor die Stirnseite 38 des Ventilgehäuses 10 gelan
gen kann.
Bei der Montage wird die Buchse 74 zunächst soweit auf den Kern
75 aufgeschraubt, daß beide Dichtkanten 59 und 60 an dem jewei
ligen Ventilsitz anliegen. Dann wird die Buchse bis zum vorgege
benen Ventilhub wieder zurückgeschraubt. Durch Verstemmen eines
Bunds 77 der Buchse 74 über den Kern 75 wird die Verschraubung
dann gesichert. Die Lage des Kolbens 50 relativ zum Ventilgehäu
seteil 15 kann dadurch genau eingestellt werden, daß das Ventil
gehäuseteil 16 mehr oder weniger weit auf das Ventilgehäuseteil
15 aufgeschraubt wird.
Um ein Kräfteausgleich am Kolben 50 zu gewährleisten, ist bei
beiden Ausführungen von der dem Stößel 14 abgewandten Stirnseite
in den Kolben 50 eine axiale Sackbohrung 78 eingebracht, die bis
in den Bereich des Abschnitts 53 der Bohrung 30 reicht und dort
durch eine Querbohrung 79 mit der Bohrung 30 verbunden ist. Im
Bereich der magnetseitigen Stirnseite des Kolbens 50 herrscht
also jeweils der gleiche Druck wie an der anderen Stirnseite. Da
bei der Ausführung nach Fig. 1 der Durchmesser des Bohrungsab
schnitts 63 und bei der Ausführung nach Fig. 2 der Innendurch
messer des Ringsteges 70 mit dem Durchmesser des Bohrungsab
schnitts 29 übereinstimmt, sind die wirksamen Flächen gleich
groß, so daß ein Ausgleich zwischen den auf den Kolben 50 wir
kenden statischen hydraulischen Kräften besteht.
Claims (15)
1. 3/2-Wege-Sitzventil mit einem zweiteiligen Ventilgehäuse
(10), das insbesondere als Einsteckpatrone ausgebildet ist, mit
einem in einer Bohrung (30) des Ventilgehäuses (10) verschiebbar
geführten Kolben (50), der zwei Dichtkanten (59, 60) aufweist
und mit zwei am Ventilgehäuse (10) ausgebildeten und in Achs
richtung der Bohrung (30) voneinander beabstandeten Ventilsitzen
(61, 62), von denen ein erster von einer ersten Dichtkante (59)
und ein zweiter von einer zweiten Dichtkante (60) beaufschlagbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Ventilgehäuseteil
(15) und das zweite Ventilgehäuseteil (16) axial hintereinander
einen ersten, außen bzw. innen mit einem Gewinde (22, 32) verse
henen Abschnitt (21, 31) und einen zweiten, außen bzw. innen zy
lindrischen Abschnitt (25, 36) aufweisen und daß die beiden Ven
tilgehäuseteile (15, 16) an den ersten Abschnitten (21, 31) mit
einander verschraubt und an den zweiten Abschnitten (25, 36) zu
einander zentriert sind.
2. 3/2-Wege-Sitzventil nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Abstand zu einer Stirnseite (38) des Ventilge
häuses (10) und zwischen den beiden Ventilsitzen (61, 62) ein
Durchgang (39) für Druckmittel in die Bohrung (30) mündet, daß
das erste Ventilgehäuseteil (15) vor dem Durchgang (39) endet
und so im Bereich des Durchgangs (39) und bis zur Stirnseite
(38) das Ventilgehäuse (10) vom zweiten Ventilgehäuseteil (16)
gebildet ist und daß das zweite Ventilgehäuseteil (16) das erste
Ventilgehäuseteil (15) von dessen Ende her außen übergreift.
3. 3/2-Wege-Sitzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die zweiten Abschnitte (25, 36) der Ventilge
häuseteile (15, 16) von den Ventilsitzen (61, 62) einen geringe
ren Abstand haben als die ersten Abschnitte (21, 31).
4. 3/2-Wege-Sitzventil nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch
gekennzeichnet, daß in die Bohrung (30) ein zweiter Durchgang
(28) für Druckmittel mündet, der einen größeren Abstand von der
Stirnseite (38) des Ventilgehäuses (10) hat als der erste Durch
gang (39), daß das erste Ventilgehäuseteil (15) im Bereich zwi
schen den beiden Durchgängen (28, 39) endet und daß sich die
zweiten Abschnitte (25, 36) der Ventilgehäuseteile (15, 16) im
Bereich zwischen den beiden Durchgängen (28, 39) befinden.
5. 3/2-Wege-Sitzventil nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich die ersten Abschnitte (21, 31) der Ventilge
häuseteile (15, 16), vom ersten Durchgang (29) aus gesehen, jen
seits des zweiten Durchgangs (28) befinden.
6. 3/2-Wege-Sitzventil nach Anspruch 4 oder 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß im Bereich zwischen den beiden Durchgängen
(28, 39) eine Dichtung (64), vorzugsweise eine Radialdichtung
zwischen den beiden Ventilgehäuseteilen (15, 16) angeordnet ist.
7. 3/2-Wege-Sitzventil nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich die Dichtung (64) axial zwischen einer zu den
Ventilsitzen (61, 62) gerichteten Außenschulter des ersten Ven
tilgehäuseteils (15) und einer von den Ventilsitzen (61, 62)
weggerichteten Innenschulter des zweiten Ventilgehäuseteils (16)
befindet.
8. 3/2-Wege-Sitzventil nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilgehäuse (10) Mittel (26)
zur Befestigung in einer Aufnahmebohrung aufweist und daß sich
diese Mittel (26) am ersten Ventilgehäuseteil (15) außerhalb des
Bereichs befinden, in dem das zweite Ventilgehäuseteil (16) das
erste Ventilgehäuseteil (15) übergreift.
9. 3/2-Wege-Sitzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß einander zugekehrt der erste Ventil
sitz (62) am ersten Ventilgehäuseteil (15) und der zweite Ven
tilsitz (61) am zweiten Ventilgehäuseteil (16) ausgebildet ist
und daß sich die beiden Dichtkanten (59, 60) einander abgekehrt
zwischen den beiden Ventilsitzen (61, 62) befinden.
10. 3/2-Wege-Sitzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß einander abgekehrt die beiden Ven
tilsitze (61, 62) am selben Ventilgehäuseteil (16) ausgebildet
sind, daß der Kolben (50) ein erstes Kolbenteil (71) und ein
zweites Kolbenteil (74) aufweist, daß einander zugekehrt die
eine Dichtkante (59) am ersten Kolbenteil (71, 73, 75) und die
andere Dichtkante (60) am zweiten Kolbenteil (74) ausgebildet
ist, daß das erste Kolbenteil (71, 73, 75) und das zweite Kol
benteil (74) axial hintereinander einen ersten, außen bzw. innen
mit einem Gewinde versehenen Abschnitt und einen zweiten, außen
bzw. innen zylindrischen Abschnitt aufweisen und daß die beiden
Kolbenteile (71, 73, 75; 74) an den ersten Abschnitten miteinan
der verschraubt und an den zweiten Abschnitten zueinander zen
triert sind.
11. 3/2-Wege-Sitzventil nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß das eine Kolbenteil (71, 73, 75) im Ventilgehäuse
(10) geführt ist und daß sich die zweiten Abschnitte der Kolben
teile (71, 73, 75; 74) näher an der Dichtkante (60) des anderen
Kolbenteils (74) befinden als die ersten Abschnitte.
12. 3/2-Wege-Sitzventil nach Anspruch 10 oder 11, dadurch
gekennzeichnet, daß das eine Kolbenteil eine Hülse (74) ist, die
das andere Kolbenteil (75) umgibt.
13. 3/2-Wege-Sitzventil nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Kolbenteilen
(74, 75) eine Dichtung (76), vorzugsweise eine Radialdichtung
sitzt.
14. 3/2-Wege-Sitzventil nach einem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verschraubung zwischen den er
sten Abschnitten durch Materialverstemmung gesichert ist.
15. 3/2-Wege-Sitzventil nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein radial schmaler, endständiger Bund (42, 77) am
äußeren Teil (16, 74) zumindest stellenweise nach innen gegen
das andere Teil (15, 75) gedrückt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924240839 DE4240839A1 (de) | 1992-12-04 | 1992-12-04 | 3/2-Wege-Sitzventil |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924240839 DE4240839A1 (de) | 1992-12-04 | 1992-12-04 | 3/2-Wege-Sitzventil |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4240839A1 true DE4240839A1 (de) | 1994-06-09 |
Family
ID=6474403
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924240839 Withdrawn DE4240839A1 (de) | 1992-12-04 | 1992-12-04 | 3/2-Wege-Sitzventil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4240839A1 (de) |
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|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: MANNESMANN REXROTH AG, 97816 LOHR, DE |
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| 8141 | Disposal/no request for examination |