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DE413026C - Bremsanstellvorrichtung - Google Patents

Bremsanstellvorrichtung

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Publication number
DE413026C
DE413026C DEP42948D DEP0042948D DE413026C DE 413026 C DE413026 C DE 413026C DE P42948 D DEP42948 D DE P42948D DE P0042948 D DEP0042948 D DE P0042948D DE 413026 C DE413026 C DE 413026C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
brake
lever
brake pads
spring
Prior art date
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Expired
Application number
DEP42948D
Other languages
English (en)
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Individual
Original Assignee
Individual
Publication date
Priority to DEP42948D priority Critical patent/DE413026C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE413026C publication Critical patent/DE413026C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H1/00Applications or arrangements of brakes with a braking member or members co-operating with the periphery of the wheel rim, a drum, or the like

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Bremsaastellvorrichtung, bei der nach dem Anlegen der Bremsklötze an die Räder das Trieborgan durch Verstellung eines besonderen Gliedes eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses von Weg auf Kraft herbeiführt und dabei seine Einwirkung auf die Bremsklötze fortsetzt. Erfindungsgemäß wird bei einer solchen Bremsanstellvorrichtung die Anordnung derart getroffen, daß das die Vorrichtung zur Änderung des Übersetzungsverhältnisses einschaltende besondere Glied durch einen durch eine Gegenkraft gewisser Größe in einer Anfangslage gehaltenen Teil verstellt wird, der nach dem Anlegen der Bremsklötze an die Räder einer so erhöhten Kraftwirkung ausgesetzt wird, daß er die Gegenkraft überwindet und in die Einschaltstellung übergeht. Auf diese Weise kann nicht bloß ein rasches Anlegen der Bremsklötze während der ersten mit Wegübersetzung arbeitenden Bremsperiode erreicht werden, sondern es läßt sich auch die Änderung der Übersetzung während der zweiten Bremsperiode leichter den tatsächlichen X^erhähnissen anpassen. Auch findet ein dauerndes Anwachsen des Druckes der Bremsklötze gegen die Räder während der mit Kraftübersetzung arbeitenden zweiten Bremsperiode statt, indem der nach dem Anlegen der Klötze einer gesteigerten Kraftwirkung ausgesetzte Teil bei seiner Bewegung einem wachsenden Widerstand begegnet.
Erfindungsgemäß kann ferner die Vorrichtung, mittels deren das Übersetzungsverhältnis geändert wird, derart mit dem zu ihrer Einschaltung dienenden besonderen Glied tind dem Bremsgestänge verbunden sein, daß sie eine fortschreitende Veränderung des Über-• Setzungsverhältnisses nach Anlegen der I Bremsklötze bewirkt. Die Vorrichtung zur ·■ Änderung des Übersetzungsverhältnisses kann aus zwei durch eine Feder gekuppelten Hebeln bestehen, von denen der eine um eine feste Achse drehbar und mit den Bremsklötzen verbunden ist, während der andere am einen Ende mit dem die Änderung der Übersetzung herbeiführenden besonderen Glied und am anderen Ende mit dem Trieborgan verbunden sowie an einem dazwischenliegenden Punkt an den ersten Hebel angelenkt ist. Der Antrieb der Bremsanstellvorrichtung kann auch durch eine Druckflüssigkeit erfolgen, die auf zwei mit verschiedenem Drehmoment auf die Bremsklötze arbeitende Kolben einwirkt, die mit Hilfe eines selbsttätig gesteuerten Ventils nacheinander zur Wirkung gebracht werden. Wird auch zwischen dem Triebkolben und dem auf das Bremsgestänge arbeitenden Kolben eine Druckflüssigkeit eingeschaltet, so kann erfindungsgemäß der diese Flüssigkeit enthaltende Zylinder mit einem Flüssigkeitsbehälter über ein Rückschlagventil in Verbindung stehen, das bei Auftreten eines Unterdruckes in der Flüssigkeitsleitung · selbsttätig in diese Flüssigkeit nachströmen läßt, aber auch von Hand zwecks Lösung der Bremse geöffnet werden kann.
Die Zeichnung zeigt beispielsweise verschiedene Ausführungsformen der Bremsanstellvorrichtung nach der Erfindung. Die Abb. 1 veranschaulicht schematisch eine Verwirklichung der Erfindung bei einer handbedienten Bremse. Die Abb. 2 und 3 stellen die Anwendung der neuen Bremsanstellvorrichtung bei einer elektrisch-pneumatischen Bremse bzw. bei einer Luftdruckbremse dar, während die Abb. 4 die Benutzung der Erfindung bei einer mittels unkomprimierbarer Flüssigkeit be-
triebenen Bremse zeigt. Die Abb. 5 läßt eine der Abb. 4 ähnliche Anordnung erkennen, bei der die Kolben in dem gleichen Zylinder untergebracht sind und die besonders bei Antrieb der Bremse mittels Flüssigkeit geeignet ist. Die Abb. 6 ist eine der Abb. 5 ent-■ sprechende Bremsanstellvorrichtung, in Anwendung auf den Fall gezeigt, aaß die Bremsen durch eine Druckflüssigkeit bewegt werden und ein Hilfsbehälter von der Flüssigkeitsleitung abgezweigt ist. In der Abb. 7 ist schematisch eine weitere Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht, die der Abb. 6 ähnlich ist, aber außerdem eine Regelung der Bremswirkung gestattet.
Bei der in Abb. 1 dargestellten Vorrichtung kann man den Durchmesser der Aufwickeltrommel für die Kette derart vergrößern, daß der Fahrer die Bremsklötze mit ungefähr ao einer Vierteldrehung der Hauptkurbel an die Räder anlegen kann. Nach Herbeiführung der Berührung von Klotz und Rad aber wird das Hebelübersetzungsverhältnis geändert und der Fahrer kann eine kräftige Bremsung ausführen, die ungefähr mit einer Umdrehung der Kurbel vollzogen ist.
Gemäß Abb. 1 ist die Kette 1 auf der Trommel 2, deren Achse vom Fahrer mittels der Handkurbel 3 gedreht wird, aufgewickelt und mit einem Winkelhebel 4 verbunden, der entgegen der Wirkung einer Feder 5 um einen Zapfen 6 an dem auf das Bremsgestänge einwirkenden Hebel 7 schwingen kann. Der lange Arm des Hebels 4 ist mit einem Anschlag 8 versehen, der sich gegen einen Arm 9 des Hebels 7 abstützen kann.
Die Feder 5, deren Spannung der während der Annäherung des Bremsklotzes aufzubringenden Kraftleistung entspricht, dient dazu, den Anschlag 8 des Hebels 4 gegen den Arm 9 des Hebels 7 zu drücken und ihn in dieser Stellung während dieses Vorganges zu halten sowie den Hebel 4 von der dem Anziehen der Bremse entsprechenden Lage in die in der Zeichnung dargestellten Lage zurückzuführen. Eine Klinke 10 mit Nase 11 kann um einen Zapfen 12 am kürzeren Arm des Hebels 4 schwingen und steht unter der Ein- i wirkung einer an einem Punkt des Hebels 4 j befestigten Rückholfeder 13. Die Spitze 14 der Klinke 10 kann zum Eingriff in die Zähne eines gezahnten Segmentes 15 gebracht ( werden, das arf dem festliegenden Querbalken ; des Wagens sitzt.
Die Vorrichtung nach Abb. 1 arbeitet wie i folgt: Während der ersten Phase der Bremsung, d. h. während der Annäherung des Bremsklotzes an das Rad, ist die zu übertragende Kraft wenig beträchtlich, da der sich der Bewegung der Stellorgane entgegen- tretende Widerstand gering ist. Diese Kraft , ist nicht imstande, den Widerstand der ■ Feder 5 zu überwinden. Infolgedessen veri hält sich das aus den Hebeln 4 und 7 be- ! stehende Gebilde wie ein starres Ganzes; die gg am Ende 16 des Hebels 4 angreifende Zugkraft legt einen beträchtlichen Weg zurück 1 und bringt mit Hilfe des Hebels 7 die Bremsklötze zum Anliegen.
; Sobald die Bremsklötze mit dem Rad in I Berührung gekommen sind, wächst der sich der Drehung des Hebels entgegensetzende Widerstand derart, daß der von der Kette ausgeübte Zug den Hebel 4 zum Ausschwin- : gen um den Zapfen 6 veranlaßt. In diesem Augenblick kommt die Klinke 10 zur Ab-I Stützung auf dem Segment 15, so daß der am Ende 16 des Hebels 4 angreifende Kettenzug ι auf das Bremsgestänge unter Vermittlung der aus den Hebeln 4 und 7 bestehenden Übersetzung übertragen wird, was eine starke ! Vervielfachung der Kraft zur Folge hat.
Die Abb. 2 stellt eine Anordnung dar, bei der die Bremsung in zwei Phasen unter Verj Wendung eines Solenoids bewirkt wird, das I dazu dient, die Bremse in die Lösungsstellung j entgegen der Wirkung einer Drucktiüssigkeit ; zurückzuholen, welche die Bremse in die I Bremsstellung bringt. Zu diesem Behufe ist j der Kern des Solenoids gleichzeitig als KoI-' ben ausgebildet, der auf einen Hebel 17 wirkt, [ welcher mittels eines Zapfens 18 an einer , Stange 19 angelenkt ist. Die Stange 19 trägt ' den Bremsklotz und ist zwischen den Rollen i 20,-21, 22 und 23 verschieblich. Der unter i der Einwirkung der Feder 24 stehende Hebel I 17 legt sich für gewöhnlich gegen einen An-S schlag 25 an der Stange 19. Am Ende 26 des Hebels 17 ist eine Klinke 27 angelenkt, die mit einer Nase 29 sich unter der Wirkung einer Feder 28 gegen den Hebel 17 legt. Die Zahnstange 30 ist unterhalb der Klinke 27 parallel zur Stange 19 fest angeordnet.
Wenn der Kolbenkern des Solenoids auf den mittels des Zapfens 31 damit verbundenen Hebel 17 drückt, nimmt dieser durch Vermittlung der Feder 24 die Stange mit, welche ein starres Ganzes mit dem Hebel 17 bildet. Die Verschiebung der Stange 19 ist zunächst gleich dem Wege des Solenoidkolbens. Aber sobald der Bremsklotz an dem Rad anliegt, spannt der Hebel 17 die Feder 24 und verläßt den Anschlag 25. Die vom Hebel 17 ausgeführte Bewegung bringt die Klinke 27 mit einem Zahn 32 der festliegenden Zahnstange 30 in Eingriff. Infolgedessen wirkt nunmehr der Hebel 17 bei weiterer Verschiebung des Solenoidkolbens auf die den Bremsklotz tragende Stange 19 mit einer Hebelübersetzung, die von dem Abstand zwischen den Punkten 31, 18, 26 bzw. 32 abhängig ist. Der Bremsklotz wird demnach an das Rad mit einer
großen Kraft angedrückt werden und eine sehr starke Bremsung bewirken. Um die Bremse zu lösen, gibt man Strom in das Solenoid, das dann seinen Kern anzieht und dadurch den Hebel 17 in die Ausgangslage zurückführt, d. h. an den Anschlag 25 angelegt und gleichzeitig die Stange 19 mit dem Bremsklotz vom Rad wegzieht.
Die Abb. 3 zeigt schematisch die Verwirklichung der Erfindung bei einer Druckluftbremse. Der Kolben 34 wirkt hier auf den Hebel 35 mittels eines Hebels 36, der um den Zapfen 37 am Hebel 35 entgegen der Wirkung der Feder 38 schwingen kann. Die Feder 38 wird zusammengedrückt, sobald infolge der Berührung der Bremsklötze mit den Rädern der Bewegungswiderstand zunimmt. In diesem Augenblick kommt der Arm 39 des Hebels 36 in Berührung mit dem feststehenden Zahnsegment 40, auf dem er sich mittels der an ihm angelenkten Klinke 41 anstützt. Die weitere Verschiebung des Kolbens 34 ruft ein Ausschwingen des Hebels 36, der unter Abstützung gegen das feste Zahnsegment 40 auf den Hebel 35 eine große Kraftwirkung ausübt, hervor. Diese Kraftwirkung wird auf das Bremsgestänge übertragen.
Wie die Zeichnung erkennen läßt, arbeiten die Hebel während der ersten Phase des Bremsvorganges, d. h. während der Annäherung der Bremsklötze an die Räder, mit einer Übersetzung des Weges ins Große, während bei der zweiten Phase, d. h. dem Andrücken der Bremsklötze an die Räder, die übertragene Kraft ins Große übersetzt wird. Weiterhin ist aus der Abb. 3 ersichtlich, daß die Anordnung der Klinke 41 und des Armes 39 des Hebels 36 derart gewählt ist, daß in dem Maße, wie der von diesen Teilen gebildete Winkel sich öffnet, das Übersetzungsverhältnis zwischen der vom Zapfen 37 auf den Hebel 35 ausgeübten Kraft und der am Arm 36 angreifenden Kraft größer wird.
Die Vorrichtung arbeitet somit in der Weise, daß das Verhältnis der Kraftübersetzung fortschreitend sich ändert, sobald die Klinke 41 zum Eingriff mit dem ruhenden Zahnsegment 40 gekommen ist. Natürlich kann das gleiche Ergebnis auch dadurch erhalten werden, daß am Ende des Armes 39 eine Rolle angebracht wird, welche sich gegen die Oberfläche einer entsprechend ausgeschnittenen Nocke abstützt, oder umgekehrt dadurch, daß man an diesem Arm 39 eine Nocke anbringt, welche ihren Abstützpunkt auf einer Rolle mit feststehender Achse hat.
Die Abb. 4 zeigt schematisch eine Anordnung, bei der für jede der beiden Phasen der Bremsung Kolben von verschiedenem Querschnitt oder verschiedene Hebelarme benutzt sind. Das Rohr 42, das die Druckflüssigkeit zuführt, teilt sich in zwei Arme, welche zu den beiden Zylindern 43 und 44 gehen. Die Kolben 45, 46 dieser Zylinder haben verschiedenen Querschnitt und sind an eine Stange 47 angelenkt, welche unter der Wirkung einer Feder 48 um den Gelenkzapfen 49 oder den Gelenkzapfen 50 schwingen kann. Die Stange 47 trägt den Bremsklotz. Der Kolben 46 kann sich in dem Zylinder 43 entgegen der Wirkung einer Feder 51 verschieben, während der Kolben 45 sich nur bei öffnung des Ventils 52 in seinem Zylinder bewegen kann. Das Ventil 52 wird vom Kolben 46 mittels eines Hebels 53 gesteuert.
: Die Vorrichtung nach Abb. 4 arbeitet wie ; folgt: Wenn unter der Wirkung des Antrieborganes die Druckflüssigkeit durch die Lei- : tung 42 nach den beiden Kolben getrieben wird, ist die von der Druckflüssigkeit ausge-
übte Druckwirkung nicht hinreichend, um den Kolben 46 gegen die Wirkung der Feder 51 j zu verschieben. Dieser Druck kommt aber zur Einwirkung auf den Kolben 45 durch das Ventil 52, das durch den Kolben 46 offenge- ] halten wird, wenn sich dieser am unteren Hubende, d. h. vor dem Beginn der die Bremsung bewirkenden Verschiebung, befindet. Der : Kolben 45 arbeitet bei seiner Verschiebung j auf den Bremsklotz unter Vermittlung der go Stange 47, welche in der Art eines Hebels j wirkt, der um den Gelenkzapfen 50 schwingt. ! Der Gelenkzapfen 50 bleibt hierbei fest, da der Kolben 46 sich während dieses Vorganges ! nicht verschiebt. Aber sobald der Bremsklotz mit einem bestimmten Druck sich gegen das Rad legt, kann der Kolben 45 sich nicht mehr verschieben und die Drucksteigerung in der Leitung 42 wird hinreichend groß, um den Kolben 46 gegen die Wirkung der Feder 51 zu verschieben. Der Kolben 46 arbeitet bei seiner Verschiebung mittels des Hebels 53 auf das Ventil 52, das sich infolgedessen auf seinen Sitz senken kann und die Flüssigkeit, z. B. öl, am Austritt aus dem Zylinder 44 hindert.
Der Kolben 46 bringt bei seiner weiteren Verschiebung, welche durch den Druck der ■ vom Antriebsorgan zugeleiteten Flüssigkeit, z. B. Öl, hervorgerufen wird, die Stange47 um no den Gelenkzapfen 49 zum Ausschwingen, der nunmehr feststeht, da der Kolben 45 auf einem unkomprimierbaren Flüssigkeitsinhalt des Zylinders 44 aufruht. Wie ersichtlich, verändert sich auch bei der Anordnung nach Abb. 4 das Übersetzungsverhältnis nach dem Anlegen der Bremsklötze gegen die Räder im Sinne der Erfindung.
Die Abb. S zeigt eine Vorrichtung, mittels deren die Bremsung in zwei Phasen mit Hilfe eines einzigen Zylinders und unter Einschaltung einer geeigneten Flüssigkeit, z. B. öl,
zwischen Triebkolben und Bremskolben bewirkt werden kann. Ein Kolben 54 von geeignetem Durchmesser bewegt sich in einem Zylinder 55 und steht unter der Einwirkung einer durch die Leitung 56 eintretenden Druckflüssigkeit. In dem Zylinder 55 bewegt sich ferner ein Kolben 57, dessen Verlängerung 58 einen Zylinder von kleinerem Durchmesser bildet, in dem ein Kolben 59 beweglich ist. Der Kolben 59 arbeitet auf den Bremsklotz mittels des Hebels 60. Eine Feder 6r drückt den Kolben 57 gegen eine Querwand 62 des Zylinders 55, die mit öffnungen versehen ist. Der Kolben 57 trägt in seiner Mitte ein selbsttätiges Ventil 63, das durch eine Feder 64 auf seinem Sitz gehalten wird. Wenn der Kolben 57 gegen die Querwand 62 anliegt, drückt die Spindel des Ventils 63 gegen diese Querwand und hält das Ventil offen. Der Zylinderraum 65 ist mit Öl oder sonst einer geeigneten Flüssigkeit gefüllt.
Wenn die Druckflüssigkeit, z. B. öl oder Druckluft, über die Leitung 56 auf den Kolben 54 einwirkt, überträgt der Kolben 54 unter Vermittlung des Öles im Räume 65 seinen Druck auf den großen Kolben 57 und den kleinen Kolben 59. Da in diesem Augenblick der Widerstand, der sich der Verschiebung des Kolbens 59 entgegensetzt, sehr schwach ist, so ist die im Räume 65 herrschende Druckwirkung nicht hinreichend groß, um die Feder 61 zuammenzudrücken, so daß das Ventil offen bleibt. Sobald aber der Bremsklotz nach Verchiebung des kleinen Kolbens 59 sich mit einem bestimmten Druck an das Rad anlegt, nimmt der Druck in dem Räume 65 zu und erreicht eine zur Verschiebung des großen Kolbens 57 hinreichende Größe. Der Kolben 57 führt bei seiner Ver-Schiebung das Ventil 63 mit sich, das sich infolgedessen schließt. Von diesem Augenblick ab bilden die beiden Kolben 57 und 59 ein starres Ganzes und der Druck des Kolbens 54 überträgt sich nun auf den großen Kolben 57, so daß das Anziehen der Bremse jetzt stattfinden kann.
Wenn man zur Herbeiführung der Lösung der Bremse einen Unterdruck vor dem Kolben 54 erzeugt, verschiebt sich dieser und der Kolben 57 folgt den Bewegungen des Kolbens 54. Er steht unter der Einwirkung der Feder 61 und der vom Kolben 54 ausgeübten Saugwirkung. Wenn der Kolben 57 am Hubende angelangt ist, öffnet sich das Ventil 63 und der Kolben 59 wird ebenfalls angesaugt, bis der Kolben 54 am Ende des Lösungshubes angekommen ist. Wie ersichtlich, \-ollzieht sich die Bremsung in zwei Phasen mit Kolben von verschiedenem Querschnitt, von denen der große Kolben selbsttätig zur Wirkung kommt, wenn der kleine Kolben die Bremsklötze mit einem bestimmten Druck an die Räder angelegt hat.
Abb. 6 zeigt eine Vorrichtung, die' in dem in Abb. 5 behandelten Falle verwendbar ist, wo eine Flüssigkeit zwischen den Triebkolben und die auf das Bremsgestänge arbeitenden Kolben eingeschaltet ist. Man fügt in eine von dem Raum 65 der Abb. 5 abzweigende Leitung einen Behälter 651 ein, der mit einem selbsttätigen Ventil 66 versehen ist, das durch die Feder 67 auf seinen Sitz niedergehalten wird. Dieses Ventil gestattet während der Lösung der Bremse, in den Raum 65 der. Abb. 5 eine bestimmte Flüssigkeitsmenge eintreten zu lassen, falls geringe Flüssigkeitsverluste aufgetreten sein sollten: Das Ventil 66 arbeitet somit nicht, solange als der ganze Raum zwischen dem Triebkolben 54 und dem Bremskolben 57 (vgl. Abb. 5) mit Flüssigkeit gefüllt ist.
Ein Hebel 68 kann mittels eines Handgriffes 69 verstellt werden und gestattet die Öffnung des Ventils 66. Wenn man einen Wagen vom Zuge abkuppelt oder wenn infolge irgendeiner Betriebsstörung die Bremse angezogen bleibt, kann man sie lösen, indem man das Ventil 66 öffnet, ohne daß man die Kolben, welche die Bewegungen der Bremse steuern, zu verschieben braucht. Wenn man nämlich das Ventil 66 öffnet, treiben die Kolben 59 und 57 der Anordnung nach Abb. 5 unter dem Einfluß der Rückwirkung des Bremsgestänges und der Rückholfedern die in dem Raum 65 enthaltene Flüssigkeit durch die Leitung 70 in den Behälter 651, der unter atmosphärischem Druck steht.
Die Abb. 7 zeigt eine andere Anordnung eines solchen Hilfsbehälters, der dem Behälter 651 der Abb. 6 entspricht. Der Behälter 71 der Abb. 7 enthält zwei Ventile, von denen das eine 72 selbsttätig arbeitet und sich öffnen kann, um die Flüssigkeit des Behälters 71 in die Leitung 70 übertreten zu lassen, während das andere 73 durch die Feder 74 auf seinem Sitz gehalten wird und bei Öffnung die Flüssigkeit von der Leitung 70 in den Behälter 71 strömen läßt. Die Feder 74 kann mittels einer verschiebbaren Hülse 75, die mittels des Handgriffes 76 verstellbar ist, mehr oder weniger zusammengedrückt werden. Das Ventil 73 arbeitet wie ein Sicherheitsventil und gestattet die Regelung des Höchstdruckes der Bremsung entsprechend der Belastung des Wagens.
Wenn während der Bremsung der Druck in der Leitung 70 die der beabsichtigten Bremsung entsprechende Grenze überschreitet, hebt sich das Ventil 73 von seinem Sitze und läßt die von dem Triebkolben verdrängte Flüssigkeit in den Behälter 71 überströmen. Bei der Lösung der Bremse kehrt diese Flüs-
sigkeit von neuem in die Leitung 70 durch das selbsttätige Ventil 72 zurück. Der auf die Bremsklötze ausgeübte Höchstdruck hängt somit von der Spannung der Feder 74 ab. Man kann, wie bei der Anordnung nach Abb. 6, die Bremse lösen, indem man das Ventil 73 mittels des Handgriffes 76 anhebt, der die Hülse 75 gegen den Anschlag yy zu heben gestattet.

Claims (6)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Bremsanstellvorrichtung, bei der nach dem Anlegen der Bremsklötze an die Räder das Trieborgan durch Verstellung eines besonderen Gliedes eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses von Weg auf Kraft herbeiführt und dabei seine Einwirkung auf die Bremsklötze fortsetzt, dadurch gekennzeichnet, daß das die Vorrichtung zur Änderung des Übersetzungsverhältnisses einschaltende besondere Glied (10 Abb. 1; 27 Abb. 2; 41 Abb. 3; 52 Abb. 4; 63 Abb. 5) durch einen durch eine Gegenkraft gewisser Größe in einer Anfangslage gehaltenen Teil (5, 4 Abb. 1; 24, 17 Abb. 2; 38, 36 Abb. 3; 51, 46 Abb. 4; 61, 57 Abb. 5) verstellt wird, der nach dem Anlegen der Bremsklötze an die Räder einer so erhöhten Kraftwirkung ausgesetzt wird, daß er die Gegenkraft überwindet und in die Einschaltstellung übergeht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die das Übersetzungsverhältnis ändernde Vorrichtung (36, 37, 39) derart mit dem zu ihrer Einschaltung dienenden besonderen Glied (41) und dem Bremsgestänge (35) verbunden ist, daß sie eine fortschreitende Veränderung des Übersetzungsverhältnisses nach Anlegen der Bremsklötze bewirkt (Abb. 3). •
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Änderung des Übersetzungsverhältnisses aus zwei Hebeln (7 und 4) besteht, von denen der eine (7) um eine feste Achse drehbar und mit den Bremsklötzen verbunden ist, während der andere (4) am einen Ende (12) aii das die Änderung" der Übersetzung herbeiführende besondere Glied (10) angelenkt und am anderen Ende (16) mit dem Trieborgan (1,2) verbunden sowie an einem dazwischenliegenden Punkt (6) an den ersten Hebel (7) angelenkt ist, mit dem er außerdem durch eine die beiden Hebel bis nach Anlegen der Klötze au einem starren Ganzen vereinigt haltende Feder (S) verbunden ist (Abb. 1).
  4. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an das die Änderung -der Übersetzung herbeiführende besondere Glied (41/ der eine Schenkel (39) eines Winkelhebels (39, 36) angelenkt ist, an dessen anderem Schenkel (36) das Trieborgan (34) angreift und der mit seinem Scheitel (37; an einen um eine feste Achse drehbaren Hebel (35) angelenkt ist, der auf die Bremsklötze wirkt und gegen den an das Trieborgan angeschlossenen Schenkel (36) des Winkelhebels durch eine erst dem nach dem Anlegen der Klötze stärker werdenden Drucke nachgebende Feder (38) abgestützt ist (Abb. 3).
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb durch eine Druckflüssigkeit geschieht, die auf zwei Kolben (45 und 46) wirkt, die mittels verschieden langer Hebelarme oder verschieden großer Querschnitte auf die Bremsklötze arbeiten, und eine Gegenkraft,
    z. B. eine entsprechend gespannte Feder (51), die Verschiebung des einen Kolbens (46) bis nach Anlegen der Klötze verhindert, während ein durch diesen Kolben (46) nach Anlegen der Klötze gesteuertes Ventil (52) den Zylinder (44) des anderen Kolbens (45) von der Druckleitung abschließt, so daß dieser Kolben (45) nun als Stützpunkt für die Hebelwirkung des erstgenannten Kolbens (46) dient (Abb. 4).
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 5, bei der eine Druckflüssigkeit zwischen dem Triebkolben und den auf das Bremsgestänge arbeitenden Kolben eingeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der die Druckflüssigkeit enthaltende Zylinder (65) mit einem Flüssigkeitsbehälter (651) über ein Ventil (66) in Verbindung steht, das sich bei Auftreten eines Unterdruckes in der Flüssigkeitsleitung (65, 70) selbsttätig entgegen der Wirkung einer Feder (67) öffnet und Flüssigkeit in die Leitung einströmen läßt, während ein Öffnen dieses oder eines anderen im Behälter vorgesehenen Ventils die Lösung der Bremse durch Austretenlassen von Flüssigkeit aus der Leitung (70) in den Behälter gestattet (Abb. 6 und 7).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEP42948D Bremsanstellvorrichtung Expired DE413026C (de)

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