DE4129433C2 - Prüfeinrichtung zur Prüfung von Schmiermittel- und/oder Werkstoffeigenschaften - Google Patents
Prüfeinrichtung zur Prüfung von Schmiermittel- und/oder WerkstoffeigenschaftenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Prüfeinrichtung zur Untersu
chung von Schmiermitteleigenschaften und/oder Werkstoff
eigenschaften mit einem Träger für einen stationären
Prüfkörper, der eine stationäre plane Prüffläche aufweist
und mit einer Meßeinrichtung zum Messen von Kräften,
welche von dem stationären Prüfkörper in mindestens einer
zu seiner Prüffläche im wesentlichen parallelen Meßrich
tung auf den Träger übertragen werden. Die Prüfeinrichtung
umfaßt weiter eine mit einer Bewegungskomponente parallel
zu dieser Meßrichtung oszillierend antreibbare Antreiber
einheit für einen oszillierenden Gegenprüfkörper, welcher
mit einer oszillierenden Gegenprüffläche an der statio
nären Prüffläche des stationären Prüfkörpers anlegbar ist.
Eine an der Antreibereinheit angreifende Belastungsein
richtung übt eine zu der Prüffläche im wesentlichen
senkrechte Prüflast aus. Die Belastungseinrichtung ist
ausgeführt mit einem in Richtung im wesentlichen senkrecht
zu der Prüffläche hin spannbaren Spannkörper und einem
einerseits mit der Antreibereinheit starr verbundenen und
andererseits mit dem Spannkörper gelenkig verbundenen
Prüflastübertragungsstab.
Diese bekannten Prüfeinrichtungen, die unter der Bezeichnung SRV
weltweit vertrieben werden, haben sich in der Praxis gut bewährt.
Es wurde nun festgestellt, daß die
Zuverlässigkeit der mit solchen Prüfeinrichtungen erhalt
baren Meßergebnisse noch weiter verbessert werden kann,
wenn an der Antreibereinheit eine sphärische Antriebs
übertragungsfläche mit Eingriff in eine Mitnahmepfanne des
oszillierenden Gegenprüfkörpers vorgesehen ist. Es wird
vermutet, daß die Verbesserung darauf zurückzuführen ist,
daß insbesondere auch bei größeren Oszillationsamplituden
die Flächenpressung zwischen der Prüffläche und der Gegen
prüffläche im gesamten Anlagebereich annähernd konstant
bleibt.
Die DE 27 48 202 A1 zeigt eine Vorrichtung zur Ermittlung der
Schmiereigenschaften von Schmiermitteln, die ein festes Gleite
lement und mindestens ein bewegbares Gleitelement aufweist, wo
bei die Gleitelemente mit einer definierten Kraft zusammenge
drückt werden und durch einen Antriebsblock gegeneinander ver
schoben werden, wobei der Widerstand der Verschiebung durch ein
elastisches Element aufgenommen wird.
In der DE 32 06 971 A1 wird ein Prüfgerät vorgeschlagen, bei
dem von insgesamt vier Kugeln jeweils zwei in zwei einander be
nachbarten Ringlaufbahnen eingesetzt sind und sämtliche vier
Kugeln gleichzeitig von einer darüberliegenden weiteren Rin
glaufbahn aufgenommen werden, wobei diese weitere Ringlaufbahn
gegenüber den erstgenannten Ringlaufbahnen eine Oszillationsbe
wegung erfährt. Dabei wird die Mitnahmewirkung der Kugeln auf
den Träger einer Ringlaufbahn gemessen als Maß für die Eigen
schaften des Schmiermittels und/oder des Werkstoffs der Kugeln
bzw. der Ringlaufbahnen.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen, auf den
ersten Blick aufwendigen Gelenkkonstruktion zwischen der
Antreibereinheit und dem Gegenprüfkörper liegt darin,
daß die sphärische Antriebsübertragungsfläche prüf
einrichtungsseitig vorgesehen ist, so daß an dem je
weiligen Gegenprüfkörper nur eine Mitnahmepfanne ange
bracht werden muß, die sich verhältnismäßig billig an
jedem Prüfkörper anbringen läßt.
Die sphärische Antriebsübertragungsfläche läßt sich
besonders einfach und kostengünstig herstellen, wenn sie
von einer in der Antreibereinheit befestigten Kugel
gebildet ist.
Eine präzise Führung des oszillierenden Gegenprüfkörpers
unter genauer Einhaltung des gewünschten Oszillationshubs
der oszillierenden Gegenprüffläche auf der statischen
Prüffläche läßt sich dadurch erreichen, daß die Antrei
bereinheit durch eine in Richtung senkrecht zu der Prüf
fläche und der Gegenprüffläche auslenkbare Aufhänge
einrichtung getragen ist, welche in der Meßrichtung im
wesentlichen starr mit der Antreibereinheit verbunden ist
und zusammen mit der Antreibereinheit gegenüber dem Träger
in der Meßrichtung durch einen oszillierenden Antrieb
antreibbar ist. Die Aufhängeeinrichtung hat somit die
Doppelfunktion der Aufhängung der Antreibereinheit sowie
auch der Übertragung der Antriebskraft.
Zur Überwachung der Prüfbedingungen ist bevorzugt die
Belastungseinrichtung mit einer Meßeinrichtung zur Prüfung
der Prüflast versehen.
Ist der Spannkörper in einer mit dem Träger verbundenen
Führung im wesentlichen senkrecht zu der Prüffläche und
der Gegenprüffläche verschiebbar geführt und von einer
Spannfeder in Richtung auf die Prüffläche hin vorgespannt,
bleibt die Flächenpressung der Prüfflächen aufeinander
über den gesamten Oszillationsweg im wesentlichen kon
stant, und zwar unabhängig von Einflüssen des Oszillati
onsantriebs und der Pendelbewegung der Antriebseinheit.
Zur Verstellung der Flächenpressung zwischen den Prüfflä
chen auch während eines Prüflaufs ist die Spannfeder gegen
ein in Richtung senkrecht zur Prüffläche verstellbares
Spannfederwiderlager abgestützt. Bevorzugt ist das Spann
federwiderlager von einer Gewindespindel gebildet.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Prüflast
übertragungsstab mit dem Spannkörper durch eine Kugel
gelenkig verbunden, die in je eine stabseitige und
spannkörperseitige Kugelpfanne eingreift. Hierdurch wird
sichergestellt, daß außer der auf die Prüfflächen wirken
den Vorspannung keine störenden Kräfte von Seiten des
Spannkörpers auf die Antreibereinheit und die Prüfkörper
wirken.
Die Meßeinrichtung kann durch ein Scherkraftmeßelement
gebildet sein, welches die Auflage des Prüfkörpers auf dem
Träger vermittelt.
Die Erfindung betrifft ferner einen Gegenprüfkörper, der
zum Eingriff der sphärischen Antriebsübertragungsfläche
eine Mitnahmepfanne aufweist und in der erfindungsgemäßen
Prüfeinrichtung verwendbar ist. Zur einfacheren Herstel
lung kann diese Mitnahmepfanne kegelig ausgeführt sein.
Der so ausgestattete Gegenprüfkörper ist für sphärische
Antriebsübertragungsflächen unterschiedlicher Krümmungs
radien geeignet.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungs
beispiels unter Hinweis auf die beigefügte Figur erläu
tert.
Die Figur zeigt eine teilweise geschnittene Seitenansicht
der erfindungsgemäßen Prüfeinrichtung mit eingesetztem
Gegenprüfkörper.
Auf einem Träger 1 der Prüfeinrichtung ist ein stationärer
Prüfkörper 3 mit einer planen stationären Prüffläche 5
befestigt. Auf der stationären Prüffläche 5 liegt eine
plane Gegenprüffläche 7 eines auf der statischen Prüfflä
che 5 oszillierend hin und her beweglichen Gegenprüfkör
pers 9 auf. Die Oszillationsrichtung ist in der Figur
durch einen Doppelpfeil R angedeutet. Die Gegenprüffläche
7 kann in ihrem zentralen Bereich mit einer Tasche 10 zur
Aufnahme von Schmierstoff versehen sein. Der Gegenprüf
körper 9 ist auf seiner von der Gegenprüffläche 7 abge
wandten Seite mit einer kegeligen Ausnehmung 11 versehen,
in die eine Antriebsübertragungsfläche 13 einer Kugel 15
eingreift. Die Kugel 15 ist an ihrer von der Antriebs
übertragungsfläche 13 entfernten Seite in einer Ausnehmung
16 einer Antreibereinheit 17 fest eingespannt.
Die Antreibereinheit 17 ist mittels erster und zweiter
Aufhängeeinrichtung 19, 21 an dem Träger 1 hin und her
beweglich getragen. Die beiden Aufhängeeinrichtungen 19, 21
setzen an der Antreibereinheit 17 einander diametral
gegenüberliegend jeweils in Höhe der Antriebsübertra
gungsfläche 13 der Kugel 15 an und führen im wesentlichen
parallel zu den Prüfflächen 5, 7 ausgerichtet zu dem Träger
1. Die Aufhängeeinrichtungen 19, 21 sind an der Antreiber
einheit 17 jeweils über ein Kugelgelenk 23, 23' und an dem
Träger 1 jeweils über eine in dem Träger 1 senkrecht zu
den Prüfflächen 5, 7 eingespannte Metallmembrane 25, 25'
befestigt. Von dem Kugelgelenk 23, 23' und der Membrane
25, 25' stehen zu den Prüfflächen 5,7 im wesentlichen
planparallele erste und zweite Federplatten 27, 29 der
ersten Aufhängeeinrichtung 19 sowie erste und zweite
Federplatten 27', 29' der zweiten Aufhängeeinrichtung 21
jeweils aufeinander zulaufend ab. Die ersten und zweiten
Federplatten sind jeweils in einem Zwischenelement 31, 31'
miteinander verbunden. Die zu den Prüfflächen 5, 7 plan
parallele Flächenausrichtung der Federplatten bewirkt, daß
die Aufhängeeinrichtungen 19, 21 in Oszillationsrichtung R
druck- und zugsteif sind, eine Bewegung der Antreiberein
heit 17 parallel zu den Prüfflächen quer zur Oszilla
tionsrichtung R verhindern, jedoch eine begrenzte
Auslenkung der Antreibereinheit 17 senkrecht zu den
Prüfflächen erlauben.
Die erste Aufhängeeinrichtung 19 ist an der von der
Antreibereinheit 17 abgewandten Seite der Membrane 25 mit
einem oszillierenden Antrieb 33 verbunden. Der Antrieb 33
umfaßt eine an dem Träger 1 befestigte elektrische Tauch
kernspule 35 und einen von der Membrane 25 abstehenden und
in die Spule 35 eintauchenden Spulenkern 36. Wird an der
Tauchkernspule 35 eine Wechselspannung angelegt, bewegen
sich die Aufhängeeinrichtungen 19, 21, die Antreibereinheit
17 und somit der Gegenprüfkörper 9 auf dem statischen
Prüfkörper 3 hin und her.
Von der Antreibereinheit 17 steht an ihrer den Prüfkörpern
3 und 9 abgewandten Seite eine Prüfüberlastübertragungs
stab 37 zur Übertragung einer Prüflast P auf die Prüfflä
chen 5 und 7 ab. Die Antreibereinheit 17 und der Prüf
lastübertragungsstab 37 sind starr miteinander verbunden.
Der Prüflastübertragungsstab 37 steht in einer Mittellage
des Oszillationshubs senkrecht zu den Prüfflächen 5 und 7
und ist an seinem freien Ende über eine Kugelgelenkver
bindung 39 mit einem Spannkörper 41 verbunden. Die Kugel
gelenkverbindung 39 umfaßt eine stabseitige Kugelpfanne
37', eine spannkörperseitige Kugelpfanne 41', eine Kugel
39a und eine den Spannkörper 41 und den Prüflastübertra
gungsstab 39 zusammenhaltende Sicherungseinrichtung 39b.
Der Spannkörper 41 ist an dem Träger 1 in Richtung senk
recht zu den Prüfflächen 5, 7 in einer Linearführung 42
verschiebbar geführt und mittels einer Spannfeder 43 in
Richtung auf die statische Prüffläche 5 vorgespannt. Als
trägerseitiges Widerlager der Spannfeder 43 dient eine
Gewindespindel 45, die mit dem Träger 1 in Gewindeeingriff
steht und über ein Untersetzungsgetriebe 47 von einem
Elektromotor 49 antreibbar ist, um die Vorspannung der
Spannfeder 43 und dadurch die Prüflast P zu verstellen. Um
nach Entlastung der Spannfeder 43 die Antreibereinheit 17
von dem statischen Prüfkörper 3 weg zu bewegen und danach
die Kugel 15 aus der Ausnehmung 11 des Gegenprüfkörpers 9
zur Entnahme des Gegenprüfkörpers 9 ausheben zu können,
sind zwischen dem Spannkörper 41 und dem Träger 1 Zugfe
dern 46 vorgesehen.
Die zwischen den Prüfflächen 5 und 7 auftretenden Mitnah
mekräfte sind charakteristisch für das Material des
Gegenprüfkörpers 9 und/oder für die Wirksamkeit eines
zwischen die Prüfflächen 5, 7 eingebrachten Schmiermittels.
Zur laufenden Überwachung dieser Mitnahmekräfte ist der
statische Prüfkörper 3 mit dem Träger 1 über eine Scher
kraftmeßeinrichtung 51 verbunden, welche die vom oszil
lierenden Gegenprüfkörper 9 auf den statischen Prüfkörper
3 längs einer Meßrichtung M übertragenen, parallel zu den
Prüfflächen 5, 7 wirkenden Kräfte mißt und über einen
Verstärker 60 in ein elektrisches Signal wandelt, das in
einem Meßinstrument 61 angezeigt wird. In dem Spannelement
41 ist eine Vorspannungsmeßeinrichtung 53 zur laufenden
Messung der senkrecht zu den Prüfflächen 5, 7 wirkenden
Prüflast P und Wandlung in ein elektrisches Signal unter
gebracht. Die Vorspannungsmeßeinrichtung ist als an dem
Spannelement 41 befestigter Dehnungsmeßstreifen 53 ausge
bildet. Hier ist wiederum ein Verstärker 62 und ein
Anzeigeelement 63 nachgeschaltet.
Bei Betrieb der Prüfeinrichtung wird der Gegenprüfkörper 9
über die Kugel 15, die Antreibereinheit 17 und die
Aufhängeeinrichtung 19 von dem oszillierenden Antrieb 33
auf dem trägerfesten statischen Prüfkörper 3 gleitend hin
und her bewegt (Doppelpfeil R). Die Prüfflächen 5 und 7
werden dabei über die Kugel 15, die Antreibereinheit 17,
den Prüflastübertragungsstab 37, die Kugelgelenkverbindung
39 und das Spannelement 41 durch die Spannfeder 43 auf
einandergedrückt. Die Antreibereinheit 17 bewegt sich
während ihrer Hin- und Herbewegung auf einer Kreisbahn um
die Kugelgelenkverbindung 39. Weil die Antreibereinheit 17
den Gegenprüfkörper 9 über die sphärische Antriebsüber
tragungsfläche 13 und die Mitnahmepfanne 11 oszillierend
mitnimmt, die eine kugelgelenkige Verbindung bilden,
bleibt die Gegenprüffläche 7 unabhängig von der jeweiligen
Auslenkung während der Hin- und Herbewegung der Antrei
bereinheit 17 um das Kugelgelenk 39 stets in sauberer und
planer Auflage auf der statischen Prüffläche 5. Die in
Höhe der Antriebsübertragungsfläche 13 der Kugel 15
angreifenden Aufhängeeinrichtungen 19, 21, die eine be
grenzte Bewegung der Antreibereinheit 17 senkrecht zu den
Prüfflächen 5, 7 erlauben, beeinflussen die senkrecht auf
die Prüfflächen 5, 7 wirkende Vorspannung nicht, so daß
Oszillationshub, Oszillationsfrequenz und Prüflast P
unabhängig voneinander variiert werden können.
Claims (12)
1. Prüfeinrichtung zur Untersuchung von
Schmiermitteleigenschaften und/oder
Werkstoffeigenschaften, umfassend
einen Träger (1) für einen stationären Prüfkörper (3), der eine stationäre plane Prüffläche (5) aufweist,
ferner umfassend
eine Meßeinrichtung (51) zum Messen von Kräften, welche von dem stationären Prüfkörper (3) in mindestens einer zu seiner Prüffläche (5) im wesentlichen parallelen Meßrichtung (M) auf den Träger (1) übertragen werden,
ferner umfassend
eine mit einer Bewegungskomponente parallel zu dieser Meßrichtung (M) oszillierend antreibbare Antreibereinheit (17) für einen oszillierenden Gegenprüfkörper (9), welcher mit einer oszillierenden Gegenprüffläche (7) an der stationären Prüffläche (5) des stationären Prüfkörpers (3) anlegbar ist,
ferner umfassend
eine an der Antreibereinheit (17) angreifende Belastungseinrichtung (37, 41, 43) zur Ausübung einer zu der Prüffläche (5) und Gegenprüffläche (7) im wesentlichen senkrechten Prüflast (P),
wobei diese Belastungseinrichtung (37, 41, 43) ausgeführt ist mit einem in Richtung im wesentlichen senkrecht zu der Prüffläche (5) hin spannbaren Spannkörper (41) und einem einerseits mit der Antreibereinheit (17) starr verbundenen und andererseits mit dem Spannkörper (41) gelenkig ver bundenen Prüflastübertragungsstab (37),
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Antreibereinheit (17) eine sphärische Antriebsübertragungsfläche (13) zum Eingriff in eine Mitnahmepfanne (11) des oszillierenden Gegenprüfkörpers (9) vorgesehen ist.
einen Träger (1) für einen stationären Prüfkörper (3), der eine stationäre plane Prüffläche (5) aufweist,
ferner umfassend
eine Meßeinrichtung (51) zum Messen von Kräften, welche von dem stationären Prüfkörper (3) in mindestens einer zu seiner Prüffläche (5) im wesentlichen parallelen Meßrichtung (M) auf den Träger (1) übertragen werden,
ferner umfassend
eine mit einer Bewegungskomponente parallel zu dieser Meßrichtung (M) oszillierend antreibbare Antreibereinheit (17) für einen oszillierenden Gegenprüfkörper (9), welcher mit einer oszillierenden Gegenprüffläche (7) an der stationären Prüffläche (5) des stationären Prüfkörpers (3) anlegbar ist,
ferner umfassend
eine an der Antreibereinheit (17) angreifende Belastungseinrichtung (37, 41, 43) zur Ausübung einer zu der Prüffläche (5) und Gegenprüffläche (7) im wesentlichen senkrechten Prüflast (P),
wobei diese Belastungseinrichtung (37, 41, 43) ausgeführt ist mit einem in Richtung im wesentlichen senkrecht zu der Prüffläche (5) hin spannbaren Spannkörper (41) und einem einerseits mit der Antreibereinheit (17) starr verbundenen und andererseits mit dem Spannkörper (41) gelenkig ver bundenen Prüflastübertragungsstab (37),
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Antreibereinheit (17) eine sphärische Antriebsübertragungsfläche (13) zum Eingriff in eine Mitnahmepfanne (11) des oszillierenden Gegenprüfkörpers (9) vorgesehen ist.
2. Prüfeinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die sphärische Antriebsüber
tragungsfläche (13) von einer in der Antreibereinheit (17)
befestigbaren Kugel (15) gebildet ist.
3. Prüfeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Antreibereinheit (17)
durch eine in Richtung senkrecht zu der Prüffläche (5) und
der Gegenprüffläche (7) auslenkbare Aufhängeeinrichtung
(19, 21) getragen ist, welche in der Meßrichtung (M) im
wesentlichen starr mit der Antreibereinheit (17) verbunden
ist und zusammen mit der Antreibereinheit (17) gegenüber
dem Träger (1) in der Meßrichtung (M) durch einen
oszillierenden Antrieb (33) antreibbar ist.
4. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Belastungseinrichtung
(37, 41, 43) eine Meßeinrichtung (53) zur Messung der
Prüflast (P) umfaßt.
5. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Spannkörper (41) in einer
mit dem Träger (1) verbundenen Führung (42) im
wesentlichen senkrecht zu der Prüffläche (5) und der
Gegenprüffläche (7) verschiebbar geführt und von einer
Spannfeder (43) in Richtung auf die Prüffläche (5) hin
vorgespannt ist.
6. Prüfeinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Spannfeder (43) gegen ein
in Richtung senkrecht zu der Prüffläche (5) verstellbares
Spannfederwiderlager (45) abgestützt ist.
7. Prüfeinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Spannfederwiderlager von
einer Gewindespindel (45) gebildet ist.
8. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet, daß der Prüflastübertragungsstab
(37) mit dem Spannkörper (41) durch eine Kugel (39a)
gelenkig verbunden ist, die in je eine stabseitige (37')
und eine spannkörperseitige (41') Kugelpfanne eingreift.
9. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet, daß der stationäre Prüfkörper (3)
an dem Träger (1) unter Vermittlung eines
Scherkraftmeßelements (51) befestigt ist.
10. Gegenprüfkörper (9) zur Verwendung in einer
Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet, daß er eine Mitnahmepfanne (11)
zum Eingriff der sphärischen Antriebsübertragungsfläche
(13) aufweist.
11. Gegenprüfkörper nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnahmepfanne (11)
kegelig ausgebildet ist.
12. Prüfeinrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Prüffläche (5) und der Gegen
prüffläche (7) ein Schmiermittel vorgesehen ist.
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