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DE4119106A1 - Plungerzylinder - Google Patents

Plungerzylinder

Info

Publication number
DE4119106A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plunger
cylinder
cylinder according
guide
sealing ring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE4119106A
Other languages
English (en)
Inventor
Hellmut Hurr
Hartmut Dr Benckert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Putzmeister Concrete Pumps GmbH
Original Assignee
Putzmeister-Werk Maschinenfabrik 7447 Aichtal De GmbH
Putzmeister Werk Maschinenfabrik GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Putzmeister-Werk Maschinenfabrik 7447 Aichtal De GmbH, Putzmeister Werk Maschinenfabrik GmbH filed Critical Putzmeister-Werk Maschinenfabrik 7447 Aichtal De GmbH
Publication of DE4119106A1 publication Critical patent/DE4119106A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B15/00Fluid-actuated devices for displacing a member from one position to another; Gearing associated therewith
    • F15B15/20Other details, e.g. assembly with regulating devices
    • F15B15/28Means for indicating the position, e.g. end of stroke
    • F15B15/2815Position sensing, i.e. means for continuous measurement of position, e.g. LVDT
    • F15B15/2838Position sensing, i.e. means for continuous measurement of position, e.g. LVDT with out using position sensors, e.g. by volume flow measurement or pump speed

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Sealing Devices (AREA)
  • Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)
  • Actuator (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen Plungerzylinder mit einem bodenseitig geschlossenen, mit Druckflüssigkeit beauf­ schlagbaren Zylinder und einem in in ringförmigen Ein­ stichen des Zylinders angeordneten Führungs-, Dicht- und/oder Abstreifringen geführten, öffnungsseitig aus dem Zylinder herausragenden Plungerkolben.
Plungerkolben haben einen glatten, meist geschliffenen oder hartverchromten Mantel, der in der Packung aus Führungs-, Dicht- und/oder Abstreifringen geführt wird. Dadurch kann die Oberflächenbehandlung der Zylinderin­ nenfläche entfallen. Die Plungerzylinder sind vor allem für hohe Drücke geeignet und werden beispielsweise für den Antrieb von Rohrweichen in Dickstoffpumpen einge­ setzt. Die Betätigung der Plungerzylinder erfolgt meist über hydraulische Folgesteuerungen, für deren Auslösung Signalabgriffe, die den Zustand der Aggregate anzeigen, erforderlich sind. Bei Hydrozylindern, deren Kolben die Dichtelemente, wie Kolben- und Abstreifringe tragen, ist es zwar bekannt, am Zylinder hydraulische Signalab­ griffe vorzusehen. Eine Übertragung dieser Techniken auf Plungerzylinder ist jedoch nicht ohne weiteres mög­ lich, da das Abdichten des Signalabgriffraums mit den im Zylinder angeordneten Führungs- und Dichtelementen mit Schwierigkeiten verbunden ist, die vor allem darin begründet sind, daß im Bereich des Signalabgriffs hohe Druckspitzen und damit hohe Fließgeschwindigkeiten auf­ treten, die bei den von außen nach innen wirkenden Zy­ linderdichtungen zu einem frühzeitigen Verschleiß füh­ ren, zumal Plungerzylinder regelmäßig für hohe Drücke ausgelegt sind. In Anlagen mit Plungerzylindern hat man sich deshalb meist mit indirekten Signalabgriffen, wie induktive Wegabnehmer oder Verzögerungsdrosseln in Steuerungsleitungen beholfen.
Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zu­ grunde, einen Plungerzylinder zu schaffen, der einen unmittelbaren hydraulischen Signalabgriff ermöglicht und trotzdem für hohe Drücke ausgelegt werden kann und eine ausreichende Führung des Plungerkolbens gewährlei­ stet.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im Patentanspruch 1 angegebene Merkmalskombination vorgeschlagen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Die erfindungsgemäße Lösung geht von der Erkenntnis aus, daß der Plungerkolben auf der Druckseite in unmit­ telbarer Nähe des Signalabgriffs sowohl eine gute Füh­ rung als auch eine gute und verschleißfreie Abdichtung erfordert, um über eine lange Standzeit ein Durchkrie­ chen von Öl in diesem Bereich und damit Fehlsignale zu vermeiden. Dementsprechend werden gemäß der Erfindung folgende Lösungsmerkmale vorgeschlagen:
  • - einen am Zylindermantel angeordneten hydraulischen Signalabgriffstutzen,
  • - eine die Zylinderwandung durchsetzende, den Signal­ abgriffstutzen mit dem Zylinderinneren verbindende Querbohrung,
  • - einen auf der Zylinderinnenseite der Querbohrung angeordneten, an seiner öffnungsseitigen und boden­ seitigen Flanke durch je einen über die Zylinder­ innenfläche überstehenden Führungs- und Dichtring begrenzten Ringkanal, wobei der die bodenseitige Flanke begrenzende Führungs- und Dichtring als of­ fener, an seinen Öffnungskanten einen Haarspalt bildender Metallring ausgebildet ist, der in einem mit einem elastomeren Dichtring hinterlegten ring­ förmigen Einstich des Zylinders angeordnet ist,
  • - mindestens eine im Plungerkolben angeordnete, mit der Bodenseite des Zylinders kommunizierende, im Abstand vom bodenseitigen Kolbenende den Kolbenman­ tel durchdringende Steuerbohrung.
Der erfindungsgemäße vollhydraulische Signalabgiff spricht auf den ausgefahrenen Zustand des Plungerkol­ bens an. Im Falle einer Rohrweiche für Dickstoffpumpen sind demgemäß zwei Plungerzylinder vorgesehen, die ab­ wechselnd ein Endsignal abgeben.
Der erfindungsgemäße Metallring ist zwar geschlitzt und kann damit von innen her in den Einstich der Zylinder­ innenwand eingesetzt werden. Im eingesetzten Zustand liegen die als Schnittflächen ausgebildeten Schlitzkan­ ten jedoch exakt gegeneinander an, so daß nur eine Haarnut verbleibt. Die Innenfläche des Metallrings ist zylindrisch geschliffen und steht geringfügig über den Zylindermantel nach innen über, so daß er eine Führung bildet. Der Metallring hat damit sowohl eine dichtende als auch eine zentrierende Funktion. Der auf der Innen­ seite des Metallrings im Einstich angeordnete elastome­ re O-Ring sorgt dafür, daß der Metallring am Plunger­ kolben außen satt anliegt und der Stoß zwischen den beiden freien Metallringenden trotzdem Null ist. Der elastomere Dichtring muß jedoch so eingepaßt sein, daß beim Überfahren der Steuerbohrungen des Plungerkolbens kein merkliches Zurückfedern stattfinden kann, so daß ein Kriechen von Druckflüssigkeit und damit eine Fehl­ auslösung vermieden wird.
Vorteilhafterweise beträgt die radial gemessene Wand­ stärke des Metallrings ein Mehrfaches der Ringkanaltie­ fe, während die axiale Erstreckung des Metallringes ein Mehrfaches seiner radial gemessenen Wandstärke be­ trägt. Weiter sollte die Wandstärke des hinterlegten elastomeren Dichtrings ein Mehrfaches der radial gemes­ sene Wandstärke des Metallrings betragen.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist in bodenseitigem Abstand von dem metallischen Führungs- und Dichtring zusätzlich ein geschlitzter, an seinen Schlitzkanten einen Haarspalt bildender Dichtring aus Kunststoff in einem mit einem elastomeren Dichtring hinterlegten ringförmigen Einstich des Zylinders ange­ ordnet. Der zusätzliche Dichtring gewährleitstet, daß ein stufenweiser Druckabbau bis zum Signalabgriffsraum erfolgt. Während der metallische Führungs- und Dicht­ ring eine Art Grobdichtung bildet, erfolgt die Fein­ dichtung über den beispielsweise aus PTFE bestehenden Kunststoffdichtring. Die weiche Kunststoffdichtung paßt sich der Plungeroberfläche besser an und dichtet da­ durch besser ab als die metallische Dichtung. Die Me­ talldichtung gewährleistet andererseits im unmittelba­ ren Druckabgriffsbereich eine bessere Führung und eine geringere Verschleißanfälligkeit bei den dort auftre­ tenden hohen Strömungsgeschwindigkeiten.
Der die Ringnut öffnungsseitig begrenzende Führungs- und Dichtring unterliegt nicht den hohen mechanischen Beanspruchungen des bodenseitig begrenzenden Führungs- und Dichtrings und kann daher beispielsweise als Füh­ rungsband aus mit Bronze gefüllten PTFE oder aus Epo­ xidharz-getränktem Textilband bestehen.
Weiter wird vorteilhafterweise im bodenseitigen Abstand vom Kunststoff-Führungs- und Dichtring ein axial lang­ gestrecktes Führungsband angeordnet, das ebenfalls aus mit Bronze gefülltem PTFE oder aus Epoxidharz-getränk­ tem Textilband bestehen kann.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Er­ findung weist der Plungerkolben einen bodenseitig offe­ nen Hohlraum sowie mehrere über den Umfang verteilt an­ geordnete, in den Hohlraum mündende Querbohrungen als Steuerbohrungen auf. Über diese Steuerbohrungen wird beim Überfahren des im Bereich des Signalabgriffs ange­ ordneten Ringkanals ein Kurzschluß hergestellt und eine Ölmenge abgegeben, die das Schaltsignal auslöst. Durch die Anordnung mehrerer über den Umfang verteilt ange­ ordneter Steuerbohrungen im Plungerkolben wird die ab­ gegebene Ölmenge über den Umfang verteilt und damit die lokale Strömungsgeschwindigkeit zur Vermeidung von Zer­ störungen in den benachbarten Dichtungen vermindert.
Während sich der Signalabgriffstutzen erfindungsgemäß in der Nähe des öffnungsseitigen Zylinderendes befin­ det, ist der Anschlußstutzen für die Druckflüssigkeit zweckmäßig in der Nähe des bodenseitigen Endes am Zy­ lindermantel angeordnet.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Er­ findung ist der Plungerkolben mit einem bodenseitigen zylindrischen Hohlraum auf einen unter Freilassung ei­ nes Ringraums koaxial über den Zylinderboden überste­ henden zylindrischen Dämpfungszapfen aufschiebbar. Zur Erleichterung des Aufschiebens ist der zylindrische Dämpfungszapfen mit einem stirnseitigen Führungskonus versehen, während der Hohlraum des Plungerkolbens zum bodenseitigen Kolbenende hin aus dem gleichen Grund ko­ nisch erweitert sein kann. Die Dämpfungswirkung wird im wesentlichen dadurch erzielt, daß der Dämpfungszapfen ein geringes Untermaß von wenigen Zehntel mm, vorzugs­ weise 2/10 mm gegenüber dem Hohlrauminnenmaß des Plun­ gerkolbens aufweist, während der Zylinder in seinem bo­ dennahen Bereich ein geringes Untermaß von wenigen Zehntel mm, vorzugsweise ca. 2/10 mm gegenüber dem Au­ ßenmaß des Plungerkolbens aufweist. Die dadurch gebil­ deten Zwischenräume reichen aus, um die Druckflüssig­ keit gedämpft zum Anschlußstutzen hin zu verdrängen und den Plungerkolben beim Anfahren ausreichend schnell wieder aus der Endlage herauszubringen. Weiter ist der Dämpfungszapfen im Bereich seiner Mantelfläche mit Ring­ nuten versehen, über die sich ein Ölpolster mit Zen­ trierwirkung ausbilden kann.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der Plungerzylinder im Bereich des An­ schlußstutzens eine Querschnittserweiterung aufweist, die bodenseitig durch eine Konusflanke begrenzt ist. Die bodenseitige Kante (Dämpfungskante) der Konusflanke ist dabei zweckmäßig hinter der bodenseitigen Kante (Führungskante) des Führungskonus angeordnet. Durch den Versatz zwischen Führungskante und Dämpfungskante er­ folgt damit das Aufschieben und Dämpfen in zwei Stufen. Um andererseits ein rasches Ausfahren des Plungerkol­ bens zu ermöglichen, ist gemäß einer weiteren vorteil­ haften Ausgestaltung der Erfindung der Abstand der Steuerbohrungen vom bodenseitigen Kolbenende größer als der Abstand der bodenseitigen Konuskanten vom Zylinder­ boden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung in schematischer Weise dargestellten Ausfüh­ rungsbeispiels näher erläutert.
Die einzige Figur zeigt einen Plungerzylinder mit hy­ draulischem Signalabgriff in längsgeschnittener Dar­ stellung.
Der Plungerzylinder besteht im wesentlichen aus einem einseitig an seinem Boden 10 geschlossenen Zylinder 12 und einem im Zylinder 12 axial verschiebbaren, über die Zylinderöffnung 14 überstehenden Plungerkolben 16. An den freien Enden des Zylinders 12 und des Plungerkol­ bens 16 ist je eine Kugel 18 bzw. 20 angeformt, die zur Aufhängung des Plungerzylinders dient. Anstelle der Kugeln 18, 20 können auch andere Gelenke vorgesehen werden.
Der Plungerkolben 16 weist eine glatte, vorzugsweise geschliffene oder hartverchromte zylindrische Mantel­ fläche 22 auf und ist mit einem bodenseitig offenen Hohlraum 24 versehen. Die dadurch gebildete, im wesent­ lichen zylindrische Wandung des Plungerkolbens weist im Abstand vom bodenseitigen Ende 26 mehrere in Umfangs­ richtung verteilt angeordnete, als Querbohrungen ausge­ bildete Steuerbohrungen 28 auf.
Der Zylinder 12 weist zwei über seine Mantelfläche 30 überstehende Stutzen 32, 34 auf, von denen der Stutzen 32 als Anschlußstutzen für die Druckflüssigkeit und der Stutzen 34 als Signalabgriffsstutzen ausgebildet ist. Der in Bodennähe angeordnete Anschlußstutzen 32 mündet über eine weite Querbohrung 36 und einen Ringkanal 38 in das Zylinderinnere, so daß der Plungerkolben 16 bo­ denseitig mit Druckflüssigkeit beaufschlagt werden kann. Der in der Nähe der Zylinderöffnung 14 angeordnete Sig­ nalabgriffstutzen 34 ist über eine enge Querbohrung 40 und einen Ringkanal 42 mit dem Zylinderinneren verbun­ den.
Die Zylinderinnenfläche weist mehrere ringnutenförmi­ ge Einstiche 44 bis 54 auf, die zur Aufnahme von Füh­ rungs, Dicht- und/oder Abstreifringen 56 bis 66 be­ stimmt sind. Die in der öffnungsseitig offenen Nut 44 und in der eingeschlossenen Nut 46 angeordneten elasto­ meren Ringe 56, 58 haben sowohl eine Abstreif- als auch eine Dichtfunktion, während den relativ langge­ streckten, in den Flachnuten 48 und 54 angeordneten Führungsbändern 60, 66 vor allem eine Führungsfunktion für den Plungerkolben zukommt. Die Führungsbänder be­ stehen vorzugsweise aus mit Bronze gefülltem PTFE oder aus einem Epoxidharz-getränkten Textilband. In den der Querbohrung 40 bodenseitig benachbarten Nuten 50, 52 sind zwei weitere Ringe 62, 64 angeordnet, denen im Hin­ blick auf die Abdichtung des Signalabgriffraums 34 und die Führung des Plungerkolbens in diesem Bereich eine Spezialaufgabe zukommt. Der in der Nut 50 mit einem ela­ stomeren O-Ring 63 hinterlegte Ring 62 ist als ge­ schlitzter Metallring ausgebildet, der zusammen mit dem Führungsband 60 den Ringkanal 42 seitlich begrenzt. Die Schnittflächen des offenen Metallrings 62 liegen im eingesetzten Zustand unter Bildung eines Haarspaltes dicht gegeneinander an. Der an seiner Innenfläche exakt auf Kolbenmaß geschliffene Metallring gewährleistet ei­ ne verschleißfeste Kolbenführung und eine lecksichere Flüssigkeitsabdichtung. Gleichwohl kommt dem Metallring nur die Funktion einer Grobdichtung zu. Die Feinabdich­ tung des Signalabgriffs erfolgt über den Kunststoffring 64, der sich in der Nut 52 auf einem elastomeren O-Ring 65 abstützt.
Gelangt der Plungerkolben beim Ausfahren mit seinen Steuerbohrungen 28 in den Bereich des Ringkanals 42, so tritt Druckflüssigkeit in den Signalabgriffsstutzen 34 aus und löst in einem dort angeschlossenen Schaltventil einen Schaltvorgang aus. Durch die Ausbildung der Dich­ tung 62, 63 ist sichergestellt, daß trotz der aufgrund der hohen Arbeitsdrücke beim Schaltvorgang auftretenden Druckspitzen und hohen Strömungsgeschwindigkeiten keine nennenswerten Verschleißerscheinungen oder gar Zerstö­ rungen an den Dichtungen auftreten.
Um darüberhinaus beim Einfahren des Plungerkolbens 16 ein hartes Anschlagen gegen den Zylinderboden 10 zu vermeiden, ist ein über den Zylinderboden koaxial über­ stehender Dämpfungszapfen 68 vorgesehen, der einen zy­ lindrischen Ringraum 70 zur Aufnahme des bodennahen Kolbenendes begrenzt. Die Zwischenräume zwischen der Oberfläche des Zapfens 68 und der benachbarten Hohl­ rauminnenfläche des Plungerkolbens 16 sowie zwischen der Plungeraußenfläche und der bodennahen Zylinderin­ nenfläche betragen jeweils etwa 2/10 mm, so daß beim Einfahren des Plungerkolbens Druckmittel gedämpft zum Stutzen hin verdrängt werden kann und der Plungerkolben beim Anfahren ausreichend schnell wieder aus seiner Endlage herausführbar ist. Die drei Ringnuten 71 auf dem Dämpfungszapfen 68 sorgen für ein ausreichendes Öl­ polster im engen Zwischenraum und damit für eine gute Zentrierwirkung. Der Dämpfungszapfen 68 trägt stirnsei­ tig einen durch eine Führungskante 72 begrenzten Füh­ rungskonus 74. Auch der Plungerkolben weist an seinem bodenseitigen Ende 26 innenseitig einen Auflaufkonus 76 bodenseitigen Ende 26 innenseitig einen Auflaufkonus 76 auf. Der in der Zylinderwandung im Bereich des Anschluß­ stutzens 32 ausgesparte Ringkanal 38 ist bodenseitig konisch ausgebildet und durch eine Dämpfungskante 78 begrenzt. Der Versatz zwischen der Führungskante 72 des Dämpfungszapfens 68 und der Dämpfungskante 78 sorgt da­ für, daß das Aufschieben und Dämpfen des Plungerkolbens beim Einfahrvorgang in zwei Stufen erfolgt. Die Steuer­ bohrungen 28 sind auch im vollständig eingefahrenen Zu­ stand des Plungerkolbens 16 noch in den querschnitter­ weiterten Bereichen des Führungskonus 74 und des Ring­ kanals 38 angeordnet, so daß zur Beschleunigung des An­ fahrvorgangs Druckflüssigkeit von der Anschlußseite über die Steuerbohrungen 28 in den Hohlraum 24 einströ­ men kann.
Zusammenfassend ist folgendes festzustellen: Die Erfin­ dung bezieht sich auf einen Plungerzylinder, an dessen Zylindermantel 30 ein hydraulischer Signalabgriffstut­ zen 34 angeordnet ist. Der Signalabgriffstutzen ist über eine Querbohrung 40 mit dem Zylinderinneren ver­ bunden. Auf der Zylinderinnenseite der Querbohrung 40 befindet sich ein Ringkanal 42, der an seinen öffnungs­ seitigen und bodenseitigen Flanken durch Führungs- und Dichtringe 60, 62 begrenzt ist. Der die bodenseitige Flanke begrenzende Dichtring 62 ist als offener Metall­ ring ausgebildet, der in einem einen elastomeren Dicht­ ring 63 hinterlegten ringförmigen Einstich 50 des Zy­ linders angeordnet ist. Der Plungerkolben 16 weist mehrere mit der Bodenseite des Zylinderinnenraums kom­ munizierende, im Abstand vom bodenseitigen Kolbenende 28 auf, die beim Überfahren des Ringkanals 42 über den Signalabgriff einen Schaltvorgang auslösen.

Claims (21)

1. Plungerzylinder mit einem bodenseitig mit Druck­ flüssigkeit beaufschlagbaren Zylinder und einem in in ringförmigen Einstichen des Zylinders angeordne­ ten Führungs-, Dicht- und/oder Abstreifringen ge­ führten, öffnungsseitig aus dem Zylinder herausra­ genden Plungerkolben, gekennzeichnet durch
  • - einen am Zylindermantel (30) angeordneten hy­ draulischen Signalabgriffstutzen (34),
  • - eine die Zylinderwandung (12) durchsetzende, den Signalabgriffstutzen (34) mit dem Zylinderinne­ ren verbindende Querbohrung (40),
  • - einen auf der Zylinderinnenseite der Querbohrung (40) angeordneten, an seiner öffnungsseitigen und bodenseitigen Flanke durch je einen über die Zylinderinnenfläche überstehenden Führungs- und/oder Dichtring (60, 62) begrenzten Ringkanal (42), wobei der die bodenseitige Flanke begrenzende Führungs- und Dichtring (62) als offener, an seinen Öffnungskanten einen Haarspalt bildender Metallring ausgebildet ist, der in einem mit ei­ nem elastomeren Dichtring (63) hinterlegten ring­ förmigen Einstich (50) des Zylinders (12) ange­ ordnet ist, und
  • - mindestens eine im Plungerkolben (16) angeordne­ te, mit der Bodenseite des Zylinderinnenraums (12) kommunizierende, im Abstand vom bodenseiti­ gen Kolbenende (28) den Kolbenmantel (30) durch­ dringende Steuerbohrung (28).
2. Plungerzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die radial gemessene Wandstärke des Metallrings (62) ein Mehrfaches der Tiefe des Ring­ kanals (42) beträgt.
3. Plungerzylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die axiale Erstreckung des Me­ tallrings (62) ein Mehrfaches seiner radial gemes­ senen Wandstärke beträgt.
4. Plungerzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke des hin­ terlegten elastomeren Dichtrings (63) ein Mehrfa­ ches der radial gemessenen Wandstärke des Metall­ rings (62) beträgt.
5. Plungerzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in bodenseitigem Ab­ stand von dem die Ringnut bodenseitig begrenzenden Führungs- und Dichtring (62) ein Dichtring (64) aus Kunststoff in einem mit einem elastomeren Dichtring (65) hinterlegten ringförmigen Einstich (52) des Zylinders (12) angeordnet ist.
6. Plungerzylinder nach Anspruch 5, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der vorzugsweise aus PTFE bestehende Kunststoff-Dichtring (64) offen ist und an seinen Öffnungskanten einen Haarspalt bildet.
7. Plungerzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der den Ringkanal (42) öffnungsseitig begrenzende Führungs- und/oder Dichtring (60) als Führungsband ausgebildet ist.
8. Plungerzylinder nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in bodenseitigem Ab­ stand vom Kunststoff-Dichtring (64) ein im Axial­ schnitt langgestrecktes ringförmiges Führungsband (66) angeordnet ist.
9. Plungerzylinder nach Anspruch 7 oder 8, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Führungsband (60, 66) aus mit Bronze gefülltem PTFE oder aus Epoxidharz-getränk­ tem Textilband besteht.
10. Plungerzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalabgriffstut­ zen (34) in der Nähe des öffnungsseitigen Zylinder­ endes (14) angeordnet ist.
11. Plungerzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Plungerkolben (16) einen bodenseitig offenen Hohlraum (24) aufweist und daß mehrere über den Umfang verteilt angeordne­ te, in den Hohlraum (24) mündende Querbohrungen als Steuerbohrungen (28) vorgesehen sind.
12. Plungerzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch eine am Zylindermantel (30) in der Nähe des bodenseitigen Endes (10) angeordneten, mit der Druckflüssigkeit beaufschlagbaren Anschluß­ stutzen (32).
13. Plungerzylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Plungerkolben (16) mit einem bodenseitigen zylindrischen Hohlraum (24) auf einen unter Freilassung eines Ringraums (70) koaxial über den Zylinderboden (10) überstehenden zylindrischen Dämpfungszapfen (68) aufschiebbar ist.
14. Plungerzylinder nach Anspruch 13, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der zylindrische Dämpfungszapfen (68) einen stirnseitigen Führungskonus (74) aufweist.
15. Plungerzylinder nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (24) des Plunger­ kolbens (16) zum bodenseitigen Kolbenende (26) hin konisch erweitert ist.
16. Plungerzylinder nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (12) im Bereich des Anschlußstutzens eine einen Ringkanal (38) bildende Querschnittserweiterung aufweist, die bodenseitig durch eine Konusflanke begrenzt ist.
17. Plungerzylinder nach Anspruch 16, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die bodenseitige Kante (Dämpfungskan­ te 78) der Konusflanke hinter der bodenseitigen Kante (Führungskante 72) des Führungskonus (74) an­ geordnet ist.
18. Plungerzylinder nach Anspruch 17, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Abstand der Steuerbohrungen (28) vom bodenseitigen Kolbenende (26) größer als der Abstand der bodenseitigen Konuskanten (72, 78) vom Zylinderboden (10) ist.
19. Plungerzylinder nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfungszapfen (68) mindestens eine Ringnut (71) aufweist.
20. Plungerzylinder nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfungszapfen (68) ein Untermaß von wenigen Zehntel mm, vorzugs­ weise ca. 2/10 mm gegenüber dem Innenmaß des be­ nachbarten Hohlraums (24) des Plungerkolbens (16) aufweist.
21. Plungerzylinder nach einem der Ansprüche 13 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (12) in seinem bodennahen Bereich ein Übermaß von wenigen Zehntel mm, vorzugsweise ca. 2/10 mm gegenüber dem Außenmaß des Plungerkolbens (16) aufweist.
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