DE4118555A1 - Foerderbeginnverstelleinrichtung einer kraftstoffeinspritzpumpe - Google Patents
Foerderbeginnverstelleinrichtung einer kraftstoffeinspritzpumpeInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Förderbeginnverstell
einrichtung einer Kraftstoffeinspritzpumpe, insbe
sondere Reiheneinspritzpumpe oder Steckpumpe, nach
der Gattung des Hauptanspruchs.
Derartige Förderbeginnverstelleinrichtungen sind be
reits seit langem bekannt. Bei einer bekannten Kraft
stoffeinspritzpumpe mit einer solchen hydraulischen
Förderbeginnverstelleinrichtung (DE-AS 11 07 025) ist
ein vom Druck einer Steuerflüssigkeit beaufschlagbarer
Stellkolben innerhalb des Antriebsstößels vorhanden. Die
Zufuhr der Steuerflüssigkeit geschieht über eine, einen
Zufuhrkanal im Pumpengehäuse aufweisende
Kanalanordnung, die außer dem in eine Führungsbohrung
des Antriebstößels mündenden Zufuhrkanal eine radiale,
durch die Wand des Antriebstößels hindurchgebohrte
Verbindungsbohrung zum Druckraum der
Förderbeginnverstelleinrichtung aufweist. Im unteren
Totpunkt des Pumpenkolbens stehen sich diese
Verbindungsbohrungen gegenüber, so daß die unter
Steuerdruck stehende Steuerflüssigkeit in den Druckraum
innerhalb des Antriebstößels einströmen kann. Der Druck
der Steuerflüssigkeit muß bei dieser bekannten
Anordnung die auf dem Stellkolben lastende
Vorspannkraft der Stößelfeder überwinden. Je nach Größe
des Flüssigkeitsdruckes wird dabei der Stellkolben und
zugleich auch der Pumpenkolben relativ zum
Antriebstößel angehoben, so daß beim nachfolgenden
Druckhub und zuvor unterbrochener Verbindung zwischen
Zufuhrkanal und Verbindungsbohrung ein früherer
Förderbeginn vom Pumpenkolben gesteuert wird, als wenn
der Flüssigkeitsdruck den Stellkolben nicht angehoben
hätte.
Bei weiteren bekannten Einrichtungen dieser Art
(DE-OS 34 09 295, DE-PS 35 10 223, DE-OS 37 42 831 und
JP-PS 47-28 016) wird erreicht, daß eine
Vorverlegung des Einspritzbeginns, wie sie für
verschiedene Betriebszustände des Motors erforderlich
ist, durch eine hydraulische Veränderung des Vorhubs
des Pumpenkolbens erfolgt. Diese Lösungen erfordern zum
Teil einen relativ großen konstruktiven Aufwand, zum
anderen ermöglichen sie aber nur eine
Zweipunktverstellung des Pumpenkolbens. Einen auch
während des Betriebs in Abhängigkeit von den
Motorparametern variierbaren Einspritzbeginn zu
schaffen, erlauben diese Spritzverstelleinrichtungen
allerdings nicht, da eine druckabhängige stufenlose
Steuerung zu große Toleranzen aufweist.
Die erfindungsgemäße Förderbeginnverstelleinrichtung
für eine Kraftstoffeinspritzpumpe mit den
kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat
demgegenüber den Vorteil, daß kostengünstig eine
Möglichkeit unter Einsatz an sich bekannter Baugruppen
geschaffen wurde, um zumindest eine Dreistufensteuerung
des Hydrostößels zu bewerkstelligen.
Diese Ausbildung kommt der Forderung nach einer Ver
besserung der Emissionswerte des Motors in mehreren
Betriebszuständen entgegen. Darüberhinaus können mit
entsprechendem Mehraufwand auch noch weitere Steuer
bohrungen mit gewissem Versatz zueinander angebracht
sein, um verschiedenste Vorhubwege zu erhalten. Er
findungswesentlich ist, daß der Rollenstößel mindestens
zwei Steuerbohrungen aufweist, die mit dem hydraulisch
steuerbaren Hydrostößelraum und mit den Steueröffnungen
der Gehäusebohrung in Verbindung stehen und die
Steuerbohrungen, bezogen auf die Kolbenlängsachse in
unterschiedlicher Höhe und/oder mit unterschiedlichem
Durchmesser versetzt zueinander eingebracht sind und
zumindest eine dieser Steuerbohrungen durch den
Steuerkolben des Hydrostößels verschließbar ist, wobei
die verschiedenen Steuerbohrungen in Abhängigkeit von
Betriebskenngrößen der Brennkraftmaschine, z. B. der
Motordrehzahl und/oder -beschleunigung und/oder
-temperatur mit Steuerflüssigkeit unter Druck
beaufschlagt bzw. entlastet werden.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung
ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher
erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Schnitt durch einen
als Hydrostößel ausgebildeten Rollenstößel,
Fig. 2 eine Steuerung über ein 5/3-Mehrwegeventil und
Fig. 3 eine Steuerung über ein 4/3-Mehrwegeventil in
schematischer Darstellung.
Wie in Fig. 1 dargestellt, ist in einem Rollenstößel 2
ein Steuerkolben 10 vorhanden und ein
Hydrostößelraum 5, wobei der Steuerkolben 10 je nach
Druckbeaufschlagung in Abhängigkeit von den
Motorbetriebsparametern in der Lage ist, wenigstens
eine Steuerbohrung im Rollenstößel 2 zu verschließen,
hier die Bohrung 6.
Die Ansteuerung des Hydrostößels über die
Steuerbohrungen 6 und 7 erfolgt über Öffnungen 8 und 9
in der Wand einer Gehäusebohrung 3 und sich an die
Öffnungen 8 und 9 anschließende
Hydraulikleitungen 11, 12 und 13. Bei Einsatz eines
entsprechenden Mehrwegeventils, wie z. B. in Fig. 3
dargestellt, lassen sich die Leitungen 12 und 13 zu
einer gemeinsamen Leitung 15 zusammenfassen. Ferner
besteht die Möglichkeit, wie in Fig. 2 schematisch
angedeutet, über Leitungen 17 mehrere Pumpenelemente
gleichzeitig anzusteuern.
Die Funktionsweise soll anhand unterschiedlicher Druck
beaufschlagungen der einzelnen Steuerbohrungen 6 und 7
im folgenden unter Zuhilfenahme von Fig. 1 näher aus
geführt werden. Dabei wird von verschiedenen Steuer
stellungen von Magnetventilen 18, 19 und 20, die in den
Leitungen 11, 12 und 13 angeordnet sind, ausgegangen,
um deren Wirkung auf den gewünschten Vorhub zu
verdeutlichen. Sind die Magnetventile 18 und 19 ge
schlossen und der Rücklauf über das Magnetventil 20
geöffnet, dann kann sich der Hydrostößelraum 5 soweit
entleeren, bis sich der Steuerkolben 10 auf seinem Sitz
befindet, was zur Folge hat, daß durch einen damit ge
gebenen Leerhub der Förderbeginn später einsetzt. Diese
Stellung der Magnetventile wird beim Warmstart gewählt.
Ist hingegen das Magnetventil 18 und das
Magnetventil 20 und damit der Rücklauf über die
Leitung 13 geschlossen und das Magnetventil 19 geöffnet
(Schaltstellung wie in Fig. 1), so daß eine
Druckbeaufschlagung über die Leitung 12 und die
Steuerbohrung 7 erfolgt, so hebt sich der
Steuerkolben 10 vom Sitz ab. Diese Steuerstellung der
Ventile bewirkt, bei Kaltstart bzw. beim Betrieb mit
hohen Drehzahlen eingesetzt, eine Vorverlegung des
Förderbeginns.
In einer anderen Steuerstellung der Magnetventile ist
durch das geöffnete Magnetventil 18 die Steuerbohrung 6
über die Leitung 11 mit Druck beaufschlagt, während die
beiden anderen Magnetventile 19 und 20 geschlossen
sind. In dieser Ventilsteuerstellung hebt sich der
Steuerkolben 10 nur so lange, bis er mit seiner
Steuerkante die Steuerbohrung 6 geschlossen hat, womit
ein mittlerer Vorhub eingestellt wird. Der sich dabei
einstellende Vorhub ist unmittelbar bedingt durch die
geometrische Anordnung der Steuerbohrungen 6 und 8
zueinander.
Die entsprechend genannter Ventilsteuerstellungen ein
stellbaren mittleren und maximalen Vorhübe sind in
Fig. 1 mit h2 und hM bezeichnet. Die elektrische
Ansteuerung der Magnetventile erfolgt dabei über eine
nicht näher dargestellte Steuereinrichtung in
Abhängigkeit von Betriebskenndaten, wie z. B. der
Motordrehzahl und/oder -temperatur und/oder
-beschleunigung.
Statt der in Fig. 1 gezeigten Leitungen 12 und 13 und
deren Steuerung durch 2/2-Ventile, kann statt den zwei
Leitungen, wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, nur eine
Leitung 15 dienen, wobei dann entsprechende Mehrweg
ventile, wie ein 5/3-Magnetventil 14 nach Fig. 2 bzw.
ein 4/3-Magnetventil 16 nach Fig. 3, erforderlich
sind.
Claims (7)
1. Förderbeginnverstelleinrichtung einer Kraftstoff
einspritzpumpe, insbesondere Reiheneinspritzpumpe
oder Steckpumpe für Brennkraftmaschinen, bei der
die über einen Antriebsnocken (1) bewirkte
Hubbewegung eines Pumpenkolbens (4) über einen
Rollenstößel (2) übertragen wird, der in einer
Gehäusebohrung (3) geführt ist und der zur
Vorhubänderung mit einem Hydrostößelraum (5)
versehen ist, der durch unterschiedliche
Beaufschlagung mit einer Steuerflüssigkeit in
definierten Hubstellungen fixierbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rollenstößel (2)
mindestens eine erste (6) und eine zweite
Steuerbohrung (7) aufweist, die mit dem
hydraulisch steuerbaren Hydrostößelraum (5) und
mit Öffnungen (8, 9) in der Wand der
Gehäusebohrung (3) in Verbindung stehen und daß
die Steuerbohrungen (6, 7), bezogen auf die
Kolbenlängsachse, unterschiedlich hoch
und/oder mit unterschiedlichem Durchmesser bzw.
versetzt zueinander vorgesehen sind und zumindest
eine dieser Steuerbohrungen durch einen Steuer
kolben (10) des Hydrostößels verschließbar ist,
wobei die Steuerbohrungen in Abhängigkeit der
Motordrehzahl, und/oder -beschleunigung und/oder
-temperatur von der Steuerflüssigkeit über
Hydraulikleitungen (11, 12, 13 bzw. 11, 15)
ansteuerbar sind.
2. Förderbeginnverstelleinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkolben (10)
eine Steuerbohrung (7) stets offen hält und daß
für den Kaltstart oder hohe Motordrehzahlen diese
Steuerbohrung (7) mit Steuerflüssigkeit beauf
schlagbar ist, wohingegen die anderen Steuer
bohrungen (6) gesperrt werden.
3. Förderbeginnverstelleinrichtung nach Anspruch 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß für den Warm
start keine der Steuerbohrungen (6, 7) mit
Steuerflüssigkeit beaufschlagt ist und daß der
Hydrostößelraum (5) über eine Leitung
druckentlastet ist.
4. Förderbeginnverstelleinrichtung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß für mindestens eine Zwischenstellung die
Steuerbohrung (6), die durch den
Steuerkolben (10) des Rollenstößels (2) steuerbar
ist, mit Steuerflüssigkeit beaufschlagbar ist,
wohingegen die anderen Steuerbohrungen
verschlossen sind.
5. Förderbeginnverstelleinrichtung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß jede der an die Steuerbohrungen (6, 7)
angeschlossenen Hydraulikleitungen (11, 12, 13)
durch ein separates 2/2-Ventil steuerbar ist.
6. Förderbeginnverstelleinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
alle Hydraulikleitungen (11, 12, 13), die die
Steuerbohrungen (6, 7) mit Steuerflüssigkeit
versorgen, über ein gemeinsames
5/3-Mehrwegeventil angesteuert werden.
7. Förderbeginnverstelleinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hydraulikleitungen (12, 13) zu einer
Leitung (15) zusammengefaßt sind und die
Steuerung durch ein 4/3-Mehrwegeventil (16)
erfolgt.
Priority Applications (5)
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