DE4118417A1 - Vorrichtung zum vorwaermen von dieselkraftstoffen - Google Patents
Vorrichtung zum vorwaermen von dieselkraftstoffenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Vorwärmen
von Dieselkraftstoff nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Dieselkraftstoff hat die Eigenschaft, bei niedrigen Tempera
turen Paraffin, d. h. Wachs, ausflocken zu lassen. Der
Temperaturwert, bei dem Dieselkraftstoff nicht mehr filtrier
bar ist, liegt bei Sommer-Dieselkraftstoff etwa bei 0°C, bei
Winter-Dieselkraftstoff etwa bei -12 bis -15°C. Um diese
Temperaturen weiter abzusenken, wird dem Dieselkraftstoff ein
Fließverbesserer bzw. Normalbenzin oder Petroleum beige
mischt. Für viele Besitzer von Dieselfahrzeugen ist eine
solche Lösung jedoch nicht brauchbar, da der Fahrzeugbenutzer
selbst dafür Vorsorge treffen muß, daß diese Zusätze im
richtigen Verhältnis beigemischt werden.
Die Hersteller von Dieselfahrzeugen bieten entweder eine
elektrische oder eine kühlwasserbeheizte Kraftstoffvorwärmung
an. Die elektrische Vorwärmung hat den Vorteil, daß sie
sofort nach dem Starten wirksam ist, während bei der Kühlwas
serheizung erst das Wasser im Kreislauf erwärmt werden muß.
Derartige elektrische Kraftstoffvorwärmer werden als Nach
rüstfilterheizungen angeboten und werden von der Bordbatterie
aus gespeist. Der Nachteil einer derartigen elektrischen
Beheizung besteht darin, daß eine erhebliche Menge an
elektrische Energie erforderlich ist, die die Batterie
übermäßig beansprucht, da die elektrische Beheizung entweder
als Durchlauferhitzer arbeitet oder aber mit Hilfe einer
tauchsiederähnlichen Konstruktion eine größere Menge an
Kraftstoff aufgeheizt wird. In jedem Fall wird bei einer
derartigen elektrischen Beheizung ein Eingriff in das
vorhandene System bzw. eine Umrüstung erforderlich, die einen
hohen Aufwand, eine gesonderte TÜV-Prüfung usw. erforderlich
macht.
Des weiteren ist aus der OS 35 39 721 bekannt, das beim
Anlassen des Dieselmotors durch die Zündexplosionen zunehmend
erwärmte Motorkühlwasser über die Wasserpumpe in einen
Kreislauf zu pumpen, der nach dem Wärmetauscherprinzip mit
der Kraftstoffleitung zwischen Kraftstofftank und Kraftstoffilter
in unmittelbarer Nähe des Filters gekoppelt wird.
Hierzu dient eine Vorrichtung, die aus einem geschlossenen,
rohrförmigen Gehäuse besteht und die einen Wassereinlauf am
einen Ende und einen Wasserauslauf am entgegengesetzten Ende
besitzt, sowie eine Dieselkraftstoffleitung aufweist, die am
einen Ende in das Gehäuse eingeführt, durch das Gehäuse in
Wärmeaustauschbeziehung mit dem durch das Gehäuse strömenden
Kühlwasser hindurchgeführt und am entgegengesetzten Ende aus
dem Gehäuse herausgeführt wird. Eine derartige Lösung
erfordert eine Umrüstung unter Verwendung eines Zusatzgerä
tes, das in Form eines als Wärmetauscher wirkenden rohrförmi
gen Gehäuses ausgebildet ist. Ein derartiges Zusatzgerät ist
aufwendig, erfordert einen Eingriff in die Kühlwasserleitung
und den Kraftstoffilter, und ist insgesamt zu kompliziert.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der gattungs
gemäßen Art so auszugestalten, daß ein Eingriff in die
Kraftstoffzuleitung oder Kühlwasserleitung sowie ein Umrüsten
des Fahrzeuges nicht erforderlich ist.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
das Filtergehäuse des Kraftstoffilters durch Fremdbeheizung
elektrisch beheizt wird. Dies geschieht vorzugsweise dadurch,
daß eine Heizdrahtwicklung um die zylindrische Mantelfläche
des Filtergehäuses gelegt ist, die über die Bordbatterie zum
Starten elektrisch beheizt wird. Die Heizdrahtwicklung kann
dabei aus einer elektrisch isolierten Drahtwendel oder aber
aus einer nicht isolierten Drahtwendel, die auf der Außensei
te isoliert ist, z. B. durch Isolierlackauftrag, bestehen.
Bei einer abgeänderten Ausführungsform der Erfindung ist die
Heizdrahtwicklung in einem zylinderrohrförmigen isolierenden
Träger eingebettet, der manschettenförmig auf der Mantelflä
che des Filtergehäuses festgelegt wird. Der Träger ist dabei
z. B. als Klebeband ausgebildet, in das die Heizwendel
eingebettet ist, wobei die Heizdrähte selbst in möglichst
unmittelbarem Kontakt mit der Mantelfläche des Filtergehäuses
stehen.
Mit der Vorrichtung nach der Erfindung ist es lediglich
erforderlich, den Kraftstoffilter selbst ausschließlich auf
seiner Außenfläche bzw. Mantelfläche zu ergänzen, ohne in ihn
eingreifen zu müssen, indem seine Mantelfläche außen mit
einer Wendel umgeben wird, die stromdurchflossen ist und die
die Heizenergie unmittelbar an das Filtergehäuse abgibt. Die
Heizdrahtwendel, die entweder auf die Mantelfläche aufge
wickelt und durch Isolierlack festgelegt wird oder die als
Trägerband ausgebildet ist, in das die Heizdrahtwendel
eingebettet ist, ist dann lediglich an die Stromquelle im
Fahrzeug anzuschließen und mit einem Schalter auszurüsten,
z. B. einem Zeitschalter, der nach einer bestimmten Zeitdauer
von wenigen Minuten die Heizwendel von der Stromquelle
abschaltet. Es kann jedoch auch ein Bimetall-Schalter
verwendet werden, der bei Erreichen einer entsprechenden
Temperatur die Stromzufuhr abschaltet.
Der Drahtquerschnitt des Heizdrahtes wird entsprechend der
benötigten Wärmeentwicklung pro Zeiteinheit ausgelegt, wobei
für die Aufheizgeschwindigkeit auch die Stärke der Speise
batterie zu berücksichtigen ist.
Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeich
nung anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines herkömmlichen
Filters mit der erfindungsgemäßen Heizvorrichtung
und
Fig. 2 einen Ausschnitt aus der Darstellung nach Fig. 1 im
Schnitt in Detailansicht.
Ein Kraftstoffilter 1, wie er heutzutage in den meisten
Dieselfahrzeugen verwendet wird, ist ein Filter, der für den
Einmalgebrauch ausgelegt ist und der als Ganzes durch einen
neuen Filter entfernt wird, wenn er eine bestimmte Zeit lang
im Betrieb war. Er besteht aus Metall und weist einen Deckel
2 mit einer Gewindebuchse 3 auf, mit deren Hilfe der gesamte
Filter 1 als Einheit festgeschraubt wird. 4 bezeichnet die
Mittelachse des Filters, 5 die äußere Mantelfläche des
Filtergehäuses und 6 eine Heizwicklung, die über Verbindungs
leitungen 7 mit einer Steckverbindung 8 abgeschlossen ist,
die an die Energiequelle oder an einen Energieverteiler, der
mit der Energiequelle in Verbindung steht, angeschlossen
wird. In die Leitungen 7 ist ein Schalter 9, z. B. ein
Zeitschalter oder ein Bimetall-Schalter eingeschaltet. Die
Heizwicklung wird vorzugsweise in Form einer Wendel um das
zylindrische Filtergehäuse gewickelt und z. B. mittels Kleber
festgelegt. Die Heizwendel wird dabei entweder direkt als
isolierter Heizdraht oder als nicht isolierter Heizdraht mit
anschließendem isolierendem Lackauftrag aufgebracht und steht
mit der Mantelfläche in Kontakt.
Andererseits kann der Heizdraht in ein Trägerband eingebettet
sein, wobei die Heizwendel unmittelbar der Mantelfläche
zugeordnet ist. Um zu verhindern, daß die Heizwendel radial
über die Mantelfläche vorsteht, kann die Mantelfläche an der
Stelle, an der der Heizdraht aufgebracht wird, eine um die
Mantelfläche herumlaufende rinnenförmige Ausnehmung 10
aufweisen, in die das Band 11 mit Heizdraht 12 eingesetzt
wird, so daß die Außenseite 13 der Mantelfläche mit der
Außenseite 14 des Bandes 11 bündig verläuft. Das Band 11 ist
dabei z. B. als Klebeband ausgebildet.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Vorwärmen von über ein Kraftstoffilter
der Einspritzpumpe zugeführtem Dieselkraftstoff für
Kraftfahrzeug-Dieselmotoren, um ein Verstopfen der
Kraftstoffilter durch Ausflocken von Paraffin bei einem
Betrieb von unter ca. -15°C zu verhindern, dadurch
gekennzeichnet, daß das Filtergehäuse (1) durch Fremd
erwärmung elektrisch beheizt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Heizdrahtwicklung (6) um die zylindrische Mantelflä
che (5) des Filtergehäuses (1) gelegt ist, die über die
Bordbatterie zum Starten elektrisch beheizt wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Heizdrahtwicklung (6) aus einer elektrisch
isolierten Drahtwendel besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Heizdrahtwicklung (6) aus einer nicht
isolierten Drahtwendel besteht, die auf ihrer Außenseite
isoliert ist, z. B. durch Isolierlackauftrag.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Heizdrahtwicklung (12) in einen zylindri
schen, isolierenden Träger (11) eingebettet ist, der
manschettenförmig auf der Mantelfläche (13) des Filter
gehäuses (1) festgelegt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Träger (11) ein Trägerband, z. B. ein Klebeband ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Aufnahme des Trägerbandes (11) die Mantelfläche (13)
des Filtergehäuses (1) eine ringförmige Ausnehmung (10)
aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Heizdrahtwicklung (6; 12) einen
Steckverbinder (8) zum Anschließen an eine Bordstrom
quelle und die Verbindungsleitung (7) einen Ein-Aus-
Schalter (9) aufweist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ein-Aus-Schalter (9) mit einem Zeitschalter gekoppelt
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Ein-Aus-Schalter (9) ein Bimetall-Schalter ist, der
bei ausreichender Erwärmung des Filtergehäuses (1)
selbsttätig abschaltet.
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|---|---|
| DE (1) | DE4118417A1 (de) |
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1991
- 1991-06-05 DE DE4118417A patent/DE4118417A1/de not_active Withdrawn
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