DE4118398A1 - Elektronik-baugruppe mit metallgehaeuse - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Elektronik-Baugruppe mit
Metallgehäuse gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches.
Der Stand der Technik ergibt sich aus folgenden
Veröffentlichungen:
- 1) DE OS 37 03 088,
- 2) DE OS 37 35 985,
- 3) DE OS 37 08 000,
- 4) DE OS 38 29 117,
- 5) R. Strauss, SMD Oberflächenmontierte Bauteile, VTT-Verlag für technische Texte, Bonn, S. 18 . . . 23,
- 6) Zeitschrift "Elektronik" 1988, H. 23, S. 64 . . . 70,
- 7) Das SMD-Buch, Surface Mounted Devices, 2. Auflage, 1985, Herausgeber: ELKOSE GmbH, 7141 Möglingen, S. 7 . . . 9.
Eine solche Elektronik-Baugruppe ist aus (1) bekannt. Im
Metallgehäuse befindet sich eine Leiterplatte, die mit
Halbleiterbauelementen bestückt ist. Halbleiterbauelemente mit
hoher Verlustleistung sind zwecks guter Kühlung am Rand der
Leiterplatte angeordnet und werden durch Federn an eine
Seitenwand des Metallgehäuses angedrückt. So wird der größte
Teil der in den Halbleiterbauelementen entstehende Wärme an
das Metallgehäuse und von da an die das Metallgehäuse
umgebende Luft abgegeben. Die im Metallgehäuse eingeschlossene
Luft wird nur wenig erwärmt, da sie zur Wärmeableitung nur
wenig beiträgt.
Nachteilig ist, daß nur der Rand der Leiterplatte für die
Halbleiterbauelemente mit hoher Verlustleistung zur Verfügung
steht, wodurch ihre Anzahl begrenzt ist. Das Erfordernis der
Montage am Rand erschwert außerdem das Layout der
Leiterbahnführung auf der Leiterplatte. Das Erfordernis der
Wärmeableitung an eine Seitenwand läßt nur die Verwendung von
Halbleiterbauelementen zu, die zum aufrecht stehenden Einbau
ausgebildet sind und nur wenige Anschlußfahnen aufweisen.
Moderne Halbleiterbauelemente, wie zum Beispiel solche in
SOIC- (Small Outline Integrated Circuit), Flat-Pack- und PLCC
(Plastic-Leaded-Chip-Carrier) Gehäusen weisen sehr viele
Anschlußfahnen auf und sind deshalb zum flach auf der
Leiterplatte liegenden Einbau ausgebildet. Zum Zwecke der
Kühlung ist ein solches Bauelement so ausgebildet, daß die in
ihm entstehende Wärme vorwiegend über seine der Leiterplatte
abgewandten Flächen abgegeben wird. Einzelheiten der oben
genannten und weiterer Gehäuse finden sich in (5).
Auch bei einem solchen Halbleiterbauelement kann eine so hohe
Verlustleistung auftreten, daß bei seinem Einbau auf einer in
einem geschlossenen Gehäuse untergebrachten Leiterplatte die
Kühlung allein durch die im Gehäuse eingeschlossene und das
betreffende Halbleiterbauelement unmittelbar umgebende Luft
nicht ausreicht oder daß dabei im Gehäuse eine zu hohe
Temperatur auftritt.
Der Erfindung liegt folgende Aufgabe zugrunde: Es soll eine
Elektronik-Baugruppe der obigen Art angegeben werden, bei der
die Halbleiterbauelemente flach an beliebiger Stelle auf der
Leiterplatte liegend eingebaut sind und ohne nennenswerte
Erwärmung der im Gehäuse eingeschlossenen Luft gut gekühlt
sind.
Diese Aufgabe wird durch die Lehre gemäß dem Patentanspruch
gelöst.
In der aus (2) bekannten Anordnung geschieht die
Wärmeableitung von einem Halbleiterbauelement ebenfalls ohne
nennenswerte Erwärmung der das Halbleiterelement umgebenden
Luft. Außerdem können die Halbleiterbauelemente flachliegend
an jeder Stelle der Leiterplatte eingebaut sein. Jedoch ist
für jedes Halbleiterbauelement ein wärmeleitender Modul
erforderlich. Nachteilig ist, daß eine Kühlwirkung erst nach
völligem Zusammenbau der Elektronik-Baugruppe möglich ist.
Damit ist z. B. ein Testbetrieb vor dem völligen Zusammenbau
nicht möglich.
Aus (3) sind Leiterplatten mit Metallkern an sich bekannt.
Aus (4) ist es an sich bekannt, ein Halbleiterbauelement in
unmittelbarem Wärmekontakt mit dem Metallkern einer
Leiterplatte zu montieren. Nachteilig ist, daß der Metallkern
genau passend zur beabsichtigten Bestückung vorgeprägt sein
muß.
Die Erfindung wird anhand eines in den Fig. 1 und 2
dargestellten Ausführungsbeispieles beschrieben.
In der Fig. 1 ist ein Ausschnitt aus der erfindungsgemäßen
Elektronikbaugruppe dargestellt. In der Fig. 2 ist ein zum
Einbau in eine erfindungsgemäße Elektronikbaugruppe
vorbereitetes Halbleiterbauelement dargestellt.
Es wird zunächst die Fig. 1 beschrieben. In ihr bedeuten:
MG ein Metallgehäuse,
Ab ein Absatz,
Bd ein Boden,
LP eine Leiterplatte,
IS1 eine erste Isolierschicht,
IS2 eine zweite Isolierschicht,
MK ein Metallkern,
IC ein Halbleiterbauelement,
AF Anschlußfahnen,
De ein Deckel,
KR Kühlrippen,
S eine Schraube,
LB Leiterbahnen,
WA die wärmeabgebende Seite des Halbleiterbauelementes.
MG ein Metallgehäuse,
Ab ein Absatz,
Bd ein Boden,
LP eine Leiterplatte,
IS1 eine erste Isolierschicht,
IS2 eine zweite Isolierschicht,
MK ein Metallkern,
IC ein Halbleiterbauelement,
AF Anschlußfahnen,
De ein Deckel,
KR Kühlrippen,
S eine Schraube,
LB Leiterbahnen,
WA die wärmeabgebende Seite des Halbleiterbauelementes.
Die Leiterplatte LP weist einen Metallkern MK, eine erste
Isolierschicht IS1 und eine zweite Isolierschicht IS2 auf. Die
Leiterplatte LP ist im Metallgehäuse MG eingebaut, wobei der
Metallkern gut wärmeleitend mit dem Metallgehäuse verbunden
ist. Als Beispiel für die Ausbildung einer solchen gut
wärmeleitenden Verbindung ist hier eine Schraubverbindung
dargestellt. Sie umfaßt die Schraube S und weitere nicht
bezeichnete Schrauben. Mit diesen Schrauben ist die
Leiterplatte am Absatz Ab und damit auch am Metallgehäuse
befestigt, wobei an der Auflagefläche der Leiterplatte auf den
Absatz die betr. Isolierschicht fehlt. So wird bewirkt, daß
der Metallkern unmittelbar oder über Wärmeleitpaste gut
wärmeleitend mit dem metallischen Absatz Ab in Verbindung
steht. Auch unter den Köpfen der betr. Schrauben fehlt die
betr. Isolierschicht. So wird erreicht, daß der durch das
Anziehen der Schrauben erreichte und für eine gute
Wärmeleitung erforderliche hohe Anpreßdruck auf die Dauer
erhalten bleibt und nicht durch ein evt. Fließen der
Isolierschicht nachläßt. Außerdem tragen so die Schrauben auch
noch zur Wärmeleitung bei.
Auf der Leiterplatte LP sind Halbleiterbauelemente montiert.
Als Beispiel ist hier eines in der Form eines SOIC-Gehäuses
dargestellt. Es ist mit seiner wärmeabgebender Seite WA unter
Verwendung eines wärmeleitenden Klebers oder einer
Wärmeleitpaste am Metallkern MK befestigt. Dazu ist an der
betreffenden Stelle die Leiterplatte LP frei von der
jeweiligen Isolierschicht. Hier ist es die erste
Isolierschicht IS1. D.h., das Halbleiterbauelement IC befindet
sich mit seiner wärmeabgebenden Seite WA nur über einen
wärmeleitenden Kleber oder über eine Wärmeleitpaste in
Wärmekontakt mit dem Metallkern MK. So wird die in
Halbleiterbauelement IC entstehende Wärme über den Metallkern
MK an das Metallgehäuse MG abgeleitet und von dort an die
Umgebung abgegeben. Dazu sind die Kühlrippen KR vorgesehen.
Anhand der Fig. 2 werden Einzelheiten des verwendeten
Halbleiterbauelementes beschrieben. Es handelt sich um eines
mit Möwenschwingen- (Gull-Wing-) Anschlußfahnen. Dieser
Begriff wird in (6), S. 70, linke Spalte erläutert.
Gestrichelt ist die für die herkömmliche Einbaulage
vorgesehene Form der Anschlußfahnen eingezeichnet. Bei der
herkömmlichen Einbaulage ist die Unterseite US der
Leiterplatte zugewandt. Die Anschlußfahnen ragen mit dem Maß
d1 über die Unterseite US hervor, so daß sich beim
herkömmlichen Einbau ein Spalt zwischen der Unterseite und der
Leiterplatte ergibt. Es ist aus (7), Seite 9, linke Spalte,
bekannt, diesen Spalt zwecks Wärmeableitung über eine aus
Keramik bestehende Leiterplatte mit Wärmeleitpaste
auszufüllen.
Das hier dargestellte Halbleiterbauelement ist so ausgebildet,
daß die in ihm entstehende Wärme beim herkömmlichen Einbau zum
größten Teil über die der Leiterplatte abgewandten Seite
abgegeben wird, d. h., die der Unterseite US gegenüberliegende
Seite ist die wärmeabgebende Seite WA.
Zum Einbau des Halbleiterbauelementes in die erfindungsgemäße
Elektronikbaugruppe sind die Anschlußfahnen AF in Richtung der
wärmeabgebenden Seite WA gebogen, jedoch so, daß sie um das
Maß d2 hinter der Ebene der wärmeabgebenden Seite
zurückstehen. Das Maß d2 ist so unter Berücksichtigung der
Dicke der ersten Isolierschicht IS1 und der Dicke der
Leiterbahnen gewählt, daß beim Einbau in die
Elektronikbaugruppe einerseits die wärmeabgebende Seite WA auf
dem Metallkern Mk aufliegt und andererseits die Anschlußfahnen
AF auf den Leiterbahnen LB aufliegen.
Eine Möglichkeit zur Herstellung der Leiterplatte besteht
darin, daß man von einem beiderseitig ganz mit
Isolierschichten beschichteten Basismaterial ausgeht und an
den zur erfindungsgemäßen Bestückung vorgesehenen Stellen die
erste Isolierschicht durch Fräsen entfernt. Dieses partielle
Wegfräsen der ersten Isolierschicht läßt sich mit nur wenig
Aufwand vornehmen, denn bei der Herstellung solcher
Leiterplatten ist üblicherweise eine Umrißbearbeitung auf
einer numerisch gesteuerten Fräsmaschine notwendig. Diese
Fräsmaschine läßt sich so programmieren, daß sie auch noch die
erste Isolierschicht partiell wegfräst.
Die erfindungsgemäße Elektronik-Baugruppe eignet sich außer
für terrestrische Anwendung auch für Raumfahrtanwendung, z. B.
in einem Nachrichtensatellit. Das Fehlen jeglicher Atmosphäre
wirkt sich wegen der Wärmeableitung über den Metallkern nicht
nachteilig aus. Es genügt, wenn die Kühlrippen für eine
Wärmeabgabe allein durch Strahlung ausgebildet sind, oder auf
andere Weise für ausreichende Wärmeabgabe gesorgt ist.
Die aus (1) bekannte Elektronik-Baugruppe setzt ebenfalls
nicht das Vorhandensein einer Atmosphäre voraus, jedoch trägt
die Masse der zusätzlich erforderlichen wärmeleitenden Module
in unerwünschter Weise zur Gesamtmasse der Elektronik-
Baugruppe bei. Diese bekannte Elektronik-Baugruppe ist deshalb
für Raumfahrt-Anwendung wenig geeignet.
Claims (2)
- Elektronik-Baugruppe mit Metallgehäuse mit folgenden Merkmalen:
- a) Im Metallgehäuse (MG) ist eine Leiterplatte (LP) eingebaut, die mit Halbleiterbauelementen (IC) bestückt ist.
- b) Die Leiterplatte (LP) weist einen Metallkern (MK) auf.
- c) Mindestens ein Halbleiterbauelement (IC) steht in Wärmekontakt mit dem Metallgehäuse (MG).
- d) Der Wärmekontakt ist folgendermaßen ausgebildet:
- d1) Das Halbleiterbauelement (IC) befindet sich mit seiner wärmeabgebenden Seite (WA) nur über einen wärmeleitenden Kleber oder über eine Wärmeleitpaste in Wärmekontakt mit dem Metallkern (MK).
- d2) Das Metallgehäuse (MG) und die Leiterplatte (LP) sind zur gut wärmeleitenden Verbindung (Ab, S) des Metallkernes (MK) mit dem Metallgehäuse (MG) ausgebildet.
- Der einleitende Satz sowie die Merkmale a) und c) bilden den Oberbegriff. Die Merkmale b), d), d1) und d2) bilden den kennzeichnenden Teil.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4118398A DE4118398C2 (de) | 1991-06-05 | 1991-06-05 | Elektronik-Baugruppe mit Metallgehäuse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4118398A DE4118398C2 (de) | 1991-06-05 | 1991-06-05 | Elektronik-Baugruppe mit Metallgehäuse |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4118398A1 true DE4118398A1 (de) | 1992-12-10 |
| DE4118398C2 DE4118398C2 (de) | 1994-07-21 |
Family
ID=6433212
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4118398A Revoked DE4118398C2 (de) | 1991-06-05 | 1991-06-05 | Elektronik-Baugruppe mit Metallgehäuse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4118398C2 (de) |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
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Owner name: ROBERT BOSCH GMBH, 70469 STUTTGART, DE |
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