DE4116948A1 - Koppelrelaisschaltung - Google Patents
KoppelrelaisschaltungInfo
- Publication number
- DE4116948A1 DE4116948A1 DE4116948A DE4116948A DE4116948A1 DE 4116948 A1 DE4116948 A1 DE 4116948A1 DE 4116948 A DE4116948 A DE 4116948A DE 4116948 A DE4116948 A DE 4116948A DE 4116948 A1 DE4116948 A1 DE 4116948A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- contact pair
- relay circuit
- effect transistor
- relay
- mos field
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 238000004804 winding Methods 0.000 title claims abstract description 16
- 230000008054 signal transmission Effects 0.000 claims description 17
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 16
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 16
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 16
- 230000005669 field effect Effects 0.000 claims description 15
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 claims description 11
- 230000005284 excitation Effects 0.000 claims description 10
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 2
- 230000008030 elimination Effects 0.000 abstract description 3
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 abstract description 3
- 230000001629 suppression Effects 0.000 description 7
- 238000000034 method Methods 0.000 description 6
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 6
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 5
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 4
- 244000145845 chattering Species 0.000 description 2
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000003999 initiator Substances 0.000 description 1
- 230000014759 maintenance of location Effects 0.000 description 1
- 230000000873 masking effect Effects 0.000 description 1
- 239000013642 negative control Substances 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 238000011144 upstream manufacturing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H9/00—Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
- H01H9/54—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the switching device and for which no provision exists elsewhere
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H47/00—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current
- H01H47/22—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for supplying energising current for relay coil
- H01H47/32—Energising current supplied by semiconductor device
Landscapes
- Electronic Switches (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine
Koppelrelaisschaltung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1
bzw. dem des Anspruchs 5.
Signalübertragungsrelaisschaltungen dienen als
Verbindungsglied zwischen Steuerelektronik und
Leistungselektronik. Es wird bei derartigen Schaltungen
gefordert, daß das Nutzsignal prellfrei und ohne Einfluß von
kleineren Rest- und Ruheströmen der Steuerglieder zur Steuer-
bzw. Leistungselektronik durchgeschaltet wird.
Bei einer bekannten Signalübertragungsrelaisschaltung ist zur
Reststromausblendung parallel zur Erregerwicklung des Relais
die Reihenschaltung aus einer Zenerdiode und einem Widerstand
vorgesehen. Außerdem ist zur Funkentstörung parallel zur
Erregerwicklung eine Diode geschaltet. Nachteilig hieran ist,
daß durch den Widerstand stets ein zusätzlicher Strom fließt,
der sich zum Nutzsteuerstrom addiert, wodurch sich der
Steuerstrombedarf der Schaltung beträchtlich erhöht. Da die
Zenerspannung der Zenerdiode in Reihe mit der Steuerspannung
(der Erregerwicklung) für das Relais liegt, erhöht sich
außerdem auch die benötigte Steuerspannung für diese
Schaltung. Mit anderen Worten, der Steuerleistungsbedarf wird
durch diese bekannte Reststromausblendung beträchtlich erhöht.
Bei einer bekannten Signalübertragungsrelaisschaltung die zur
Verminderung bzw. Beseitigung des Kontaktprellens der
elektromechanischen Schaltglieder dient, ist parallel zum
Arbeitskontaktpaar ein RC-Reihenglied angeordnet. Im Betrieb
wird der Kondensator beim Schließen des Arbeitskontaktpaares
über den Strombegrenzungswiderstand schnell entladen und beim
Öffnen des Kontaktes über den Verbraucher langsam wieder
aufgeladen. Dadurch wird zwar die Auswirkung des
Kontaktprellens gedämpft, jedoch findet hier keine Beseitigung
sondern lediglich eine Dämpfung dieses Kontaktprellens statt.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß das Schaltsignal
verschleift wird und daher das Arbeitskontaktpaar zusätzlich
mit dem Entladestrom des RC-Reihengliedes belastet wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine
Koppelrelaisschaltung, insbesondere
Signalübertragungsrelaisschaltung der eingangs genannten Art
zu schaffen, mit der eine Reststromausblendung ohne eine
Erhöhung des Steuerleistungsbedarfes möglich ist und/oder mit
der eine Beeinflussung der nachfolgenden Schaltung durch ein
Kontaktprellen aufgehoben ist und/oder mit der beide Ziele zu
erreichen sind, wobei dies in allen Fällen bei minimalem
Steuerleistungsbedarf erfolgt.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind bei einer Koppelrelaisschaltung
der genannten Art die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale
und/oder die im Anspruch 5 angegebenen Merkmale gelöst.
Mit dem gemäß Anspruch 1 ausgebildeten Ausführungsbeispiel
ergeben sich insbesondere zwei Vorteile, nämlich daß aufgrund
der größeren Steilheit des Steuerstromes durch das Relais die
Schaltsicherheit dieses Relais steigt und daß, da der
MOS-Feldeffekt-Transistor im Arbeitsbetrieb total sperrt, der
sonst übliche zusätzliche Parallelstrom entfällt, was zu einer
Verminderung benötigter Steuerleistung führt.
Mit dem Ausführungsbeispiel gemäß Anspruch 5 wird erreicht,
daß ein möglicher Prellvorgang des Schaltgliedes ohne Einfluß
bleibt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß keine
Hilfsspannungen benötigt werden.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel, das gemäß Anspruch
13 die Kombination der Merkmale des Anspruchs 1 und der des
Anspruchs 5 beinhaltet, ist ein nahezu ideales
Verbindungsglied zwischen Steuerelektronik und
Leistungselektrik bei minimalem Steuerleistungsbedarf
erreicht.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der genannten
Ausführungsbeispiele ergeben sich aus einem oder mehreren der
Unteransprüche 2 bis 4 und/oder 6 bis 12.
Weitere Einzelheiten und Ausgestaltungen der Erfindung sind
der folgenden Beschreibung zu entnehmen, in der die Erfindung
anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
näher beschrieben und erläutert sind.
Es zeigt
Fig. 1 eine Signalübertragungsrelaisschaltung zur
Reststromausblendung gemäß einem
Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung,
Fig. 2 eine Signalübertragungsrelaisschaltung zur
Reststromausblendung gemäß einem anderen
Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung,
Fig. 3 eine Signalübertragungsrelaisschaltung zur
Unterdrückung des Einflusses des
Kontaktprellens gemäß einem
Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung und
Fig. 4 eine Signalübertragungsrelaisschaltung zur
Unterdrückung des Einflusses des
Kontaktprellens gemäß einem anderen
Ausführungsbeispiel vorliegender Erfindung.
Die in den Fig. 1 und 2 gemäß zweier Ausführungsbeispiele
dargestellte Signalübertragungsrelaisschaltung 11 bzw. 11′
ermöglicht die Ausblendung des Reststromes von elektronischen
Schaltern, damit z. B. der störende Grundstrom von im
Zweidrahtbetrieb betriebenen elektronischen Initiatoren
wirkungslos wird.
Gemäß Fig. 1 ist ein Relais d1 vorgesehen, das mit einem
Arbeitskontaktpaar 13 und mit einem Ruhekontaktpaar 14
versehen ist, die jeweils von einem Schaltglied 15 bzw. 16
überbrückbar sind.
Die Erregerwicklung 17 des Relais d1 ist einenends über eine
Diode n1 und andernends über einen Widerstand r1 mit einer
(Gleichspannungs-) Signalquelle 18 verbunden. Parallel zur
Erregerwicklung 17 liegt die Source-Drain-Strecke eines
MOS-Feldeffekt-Transistors (im folgenden MOSFET genannt) T1,
der hier vom Verarmungstyp, also selbstleitend ist. Der
Gate-Anschluß des MOSFET T1 ist mit dem der Erregerwicklung 17
abgewandten Ende des Widerstandes r1 verbunden. Die Diode n1,
deren Anode mit dem einen Pol der Signalquelle 18 verbunden
ist, dient zum Schutz des MOSFET T1 vor Falschpolung.
Die Wirkungsweise der Schaltung 11 ist folgende: Der
Eingangsstrom von der Signalquelle 18 fließt zunächst über die
in Reihe liegenden Bauelemente, nämlich Diode n1, MOSFET T1
und Widerstand r1. Bei steigendem Strom steigt der
Spannungabfall an dem Widerstand r1 (negative Gate-Spannung an
MOSFET T1) und der MOSFET T1 gelangt in den Sperrbereich, so
daß der Strom durch ihn kleiner wird und nun durch das Relais
d1 fließt. Der Spannungabfall am Widerstand r1 steigt weiter
an und zu einem bestimmten Zeitpunkt sperrt der MOSFET T1
total, so daß der Gesamtstrom durch das Relais d1 fließt und
somit dieses Relais d1 erregt wird und schaltet. Bei sich
verringerndem Eingangsstrom wiederholt sich der beschriebene
Vorgang in umgekehrter Weise. Zunächst nimmt der Strom durch
die Bauelemente, nämlich die Diode n1, das Relais d1 und den
Widerstand r1 ab, so daß der Spannungabfall am Widerstand r1
sinkt und der MOSFET T1 aus dem Sperrbereich in den
Arbeitsbereich gerät und Strom übernimmt. Damit sinkt der
Strom durch das Relais d1 und bei weiter abnehmendem
Eingangsstrom übernimmt dann schließlich der MOSFET T1 den
gesamten Strom, so daß das Relais d1 stromlos wird, also
entregt wird und abschaltet.
Aufgrund der dadurch erreichten größeren Steilheit des
Steuerstromes durch das Relais d1 steigt die Schaltsicherheit
dieses Relais. Da der MOSFET T1 im Arbeitsbetrieb total
sperrt, entfällt der sonst übliche zusätzliche Parallelstrom,
was zu einer Verminderung der benötigten Steuerleistung führt.
Die Variante 11′ gemäß Fig. 2 ist gegenüber der
Signalübertragungsrelaisschaltung 11 der Fig. 1 um eine
vorgeschaltete Gleichrichterschaltung erweitert. Eine
Brückengleichrichterschaltung n3 ist zwischen dem
Drain-Anschluß und dem Gate-Anschluß des MOSFET T1 vorgesehen,
wobei zwischen diesen beiden Anschlüssen eine
Parallelschaltung von Ladekondensator k2 und Zenerdiode n2 zur
Begrenzung der Relaisbetriebsspannung angeordnet ist. Die
beiden eingangsseitigen Klemmen der
Brückengleichrichterschaltung n3 führen einerseits unmittelbar
und andererseits über einen Kondensator k1 als kapazitiven
Vorwiderstand und einen Schutzwiderstand r2 zur
Signalspannungsquelle 18′. Ein Varistor r3 zum Schutz der
Schaltung vor hohen Spannungsspitzen ist einerseits an einer
Eingangsklemme der Brückengleichrichterschaltung n1 und
andererseits an der Verbindungsklemme von Kondensator k1 und
Schutzwiderstand r2 eingeschaltet. Die weiteren Bauelemente,
nämlich das Relais d1, der Widerstand r1 und der MOSFET T1
sind in derselben Weise vorhanden und elektrisch angeordnet,
wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1. Insoweit arbeitet
auch die Schaltung 11′ genauso wie die Schaltung 11. Bei der
Schaltungsvariante 11′ gemäß Fig. 2 wird durch die Ausblendung
des Reststromes der sonst störende Einfluß der Kabelkapazität
von Steuerleitungen auf das hochohmige Relais vermieden.
Außerdem ist durch den niedrigen Steuerstrombedarf, verbunden
mit dem kapazitiven Vorwiderstand k1 die Eigenerwärmung des
Relais d1 äußerst gering.
Die Ausführungsbeispiele der
Signalübertragungsrelaisschaltungen 21 bzw. 21′ dienen zur
Unterdrückung der Auswirkungen eines Kontaktprellens der
Kontaktpaare 13 und 14 des Relais d1 während des Schaltens.
Als Relais d1 wird ein den Ausführungsbeispielen der Fig. 1
und 2 entsprechendes Relais verwendet.
Gemäß Fig. 3 sind bei der Signalübertragungsrelaisschaltung 21
die einen Kontakte von Arbeitskontaktpaar 13 und
Ruhekontaktpaar 14 miteinander und mit dem einen Ende eines
Schutzwiderstandes r4 verbunden, dessen anderes Ende über
einen Kondensator k3 mit dem anderen Kontakt des
Arbeitskontaktpaares 13 verbunden ist. Außerdem ist der
Verbindungspunkt von Widerstand r4 und Kondensator k3 mit dem
Gate-Anschluß eines MOS-Feldeffekt-Transistors T3 (im
folgenden MOSFET T3 genannt) verbunden. Die
Drain-Source-Strecke dieses MOSFET T3 liegt zwischen den
einander zugeordneten anderen Kontakten von Arbeitskontaktpaar
13 und Ruhekontaktpaar 14, wobei der Drain-Anschluß des MOSFET
T3 mit dem anderen Kontakt des Arbeitskontaktpaares 13 und der
Source-Anschluß des MOSFET T3 mit dem anderen Kontakt des
Ruhekontaktpaares 14 verbunden ist. Der MOSFET T3 ist ein
Feldeffekt-Transistor vom Anreicherungstyp, also
selbstsperrend. Die Source-Gate-Strecke des MOSFET T3 ist
durch eine Zenerdiode n5 geschützt, wobei deren Kathode mit
dem Gate-Anschluß verbunden ist. Parallel zur
Drain-Source-Strecke des MOSFET T3 ist außerdem ein Varistor
r5 zum Schutz der Gesamtschaltung vor Spannungsspitzen und in
Reihe dazu die betreffende, nicht dargestellte zu- und
abzuschaltende Last angeordnet.
Die Funktion dieser Schaltung 21, die zum prellfreien Schalten
kleiner Spannungen und Ströme von bspw. maximal 30 V/50 mA mit
einer nur geringen Restspannung im durchgeschalteten Zustand
dient, ist folgende: Wird das Relais d1 erregt, so wird zuerst
das Ruhekontaktpaar 14 geöffnet, was auf die Gesamtschaltung
ohne Einfluß bleibt, da der Ladungszustand der
Gate-Source-Steuerstrecke des MOSFET T3 hierdurch nicht
verändert wird. Mit dem darauffolgenden ersten Schließen des
Arbeitskontaktpaares 13 wird über den Schutzwiderstand r4 die
Steuerstrecke des MOSFET T3 positiv geladen. Der MOSFET T3
schaltet durch und das sich ggf. wiederholende kurzzeitige
Öffnen des Arbeitskontaktpaares 13 während eines
Prellvorganges bleibt ohne Einfluß, weil die Ladung des
hochohmigen Steuerkreises des MOSFET T3 während der kurzen
Öffnungsperiode des Prellvorganges nicht abfließen kann. Da
die Gate-Elektrode des MOSFET T3 über den Schutzwiderstand r4
und das Arbeitskontaktpaar 13 des Relais d1 leitend mit der
Drain-Elektrode des MOSFET T3 verbunden ist, ist die
Steuerspannung des MOSFET T3 gleich dessen Restspannung im
durchgeschalteten Zustand. Sie beträgt bei einem
MOS-Feldeffekt-Transistor mit kleiner Schwellspannung bei
einem Strom von ca. 5 mA<1 V; damit liegt der sichere
Arbeitsbereich der Schaltung 21 zwischen ca. 1,3 V und 30 V.
Wird das Relais d1 entregt, so wird zunächst sein
Arbeitskontaktpaar 13 geöffnet, was durch den Ladungserhalt
der hochohmigen Steuerstrecke des MOSFET T3 ohne Einfluß
bleibt. Mit dem anschließenden ersten Schließen des
Ruhekontaktpaares 14 wird die Steuerstrecke des MOSFET T3
entladen und der MOSFET T3 wird gesperrt. Der Schaltkreis ist
damit geöffnet. Die nun ggf. folgenden kurzzeitigen Schließ-
und Öffnungszyklen während des Prellvorganges bleiben ohne
Einfluß auf das Schaltverhalten des MOSFET T3, da die einmal
gelöschte Ladung seiner Steuerstrecke nur durch das Schließen
des Arbeitskontaktpaares 13 des Relais d1 wieder aufgebaut
werden kann. Der Kondensator k3 dient dabei zur Verhinderung
von Einschwingvorgängen an den Schaltflanken.
Die Signalübertragungsrelaisschaltung 21 ermöglicht ein
prellfreies exaktes Schalten mit einem mechanischen
Umschaltkontakt, wobei das Schließen des elektronischen
Schaltkreises mit dem ersten Schließen des
Arbeitskontaktpaares 13 und das Öffnen des elektronischen
Schaltkreises mit dem ersten Schließen des Ruhekontaktpaares
14 erfolgt.
Die in Fig. 4 dargestellte Variante einer
Signalübertragungsrelaisschaltung 21′ dient zum prellfreien
Schalten höherer Spannung bei kleineren Strömen, von bspw.
maximal 250V Gleichspannung/50mA, bei einer höheren
Restspannung im durchgeschalteten Zustand als bei der
Schaltung 21 nach Fig. 3.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel sind die einen Kontakte
von Arbeitskontaktpaar 13 und Ruhekontaktpaar 14 mit dem einen
Ende des Schutzwiderstandes r4 verbunden, dessen anderes Ende
einerseits über den Ladekondensator k3 mit dem anderen Kontakt
des Arbeitskontaktpaares 13 und andererseits mit dem
Gate-Anschluß eines MOSFET T4 verbunden ist, der hier vom
Verarmungstyp, also selbstleitend ist. Der Source-Anschluß des
MOSFET T4 ist einerseits unmittelbar mit dem anderen Kontakt
des Arbeitskontaktpaares 13 und andererseits über eine
Zenerdiode n6 mit dem anderen Kontakt des Ruhekontaktpaares 14
verbunden, wobei die Kathode der Zenerdiode n6 mit dem
Source-Anschluß des MOSFET T4 verbunden ist. Zwischen dem
anderen Kontakt des Ruhekontaktpaares 14 und dem
Drain-Anschluß des MOSFET T4 ist ein Varistor r6 und die
betreffende Last vorgesehen. Der Varistor r6 dient zum Schutz
der Schaltung vor höheren Spannungsspitzen und die Zenerdiode
n6 zur Gewinnung der Sperrspannung für den Schalttransistor
T4.
Die Wirkungsweise der Signalübertragungsrelaisschaltung 21′
ist folgende: Im entregten Zustand des Relais d1 ist dessen
Ruhekontaktpaar 14 geschlossen und der Gate-Anschluß des
MOSFET T4 über den Schutzwiderstand r4 mit der Anode der
Zenerdiode n6 verbunden. Über den MOSFET T4 und die Zenerdiode
n6 fließt ein kleiner Strom, der Reststrom der Schaltung 21′,
und erzeugt an der im Sperrbereich arbeitenden Zenerdiode n6
einen Spannungabfall. Dadurch gelangt eine negative
Steuerspannung auf die Gate-Elektrode des MOSFET T4 und läßt
den Strom durch ihn sinken. Dabei stellt sich ein geregelter
Reststrom von bspw. <5 µA ein.
Wird das Relais d1 erregt, so öffnet zunächst sein
Ruhekontaktpaar 14. Dies bleibt ohne Einfluß auf den Zustand
der Gesamtschaltung, da die Sperrladung von der
Steuerelektrode (der Gate-Elektrode) des MOSFET T4 nicht
abfließen kann. Mit dem darauffolgenden ersten Schließen des
Arbeitskontaktpaares 13 wird die Gate-Source-Steuerstrecke des
MOSFET T4 über den Widerstand r4 entladen, die Steuerspannung
wird zu Null und der MOSFET T4 wird leitend. Es fließt nun der
Arbeitsstrom über den MOSFET T4 und die Diode n6, an der der
Spannungsabfall im Arbeitsbereich entsteht, so daß sich die
Restspannung der Schaltung 21′ im durchgeschalteten Zustand
als Summe der Zenerspannung an der Zenerdiode n6 und der
Restspannung am MOSFET T4 ergibt (sie beträgt bspw. ca. 4V).
Ein kurzzeitiges Schließen und Öffnen des Arbeitskontaktpaares
13 während eines evtl. Prellvorganges bleibt ohne Einfluß auf
den Zustand der Schaltung, da sich ohne Schließen des
Ruhekontaktpaares 14 keine Sperrladung im Steuerkreis des
MOSFET T4 ausbilden kann. Der Kondensator k3 dient auch hier
zur Verhinderung von Einschwingvorgängen an den Schaltflanken.
Wie beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 führt auch bei der
Schaltung 21′ das erste Schließen des Arbeitskontaktpaares 13
des Relais d1 zum Durchschalten der Schaltung und das erste
Schließen des Ruhekontaktpaares 14 des Relais d1 zum Sperren
der Schaltung.
Weitere nicht dargestellte jedoch bevorzugte
Ausführungsbeispiele vorliegender Erfindung ergeben sich aus
der Kombination der Signalübertragungsrelaisschaltung 11 oder
11′ gemäß Fig. 1 bzw. Fig. 2 mit einer der
Signalübertragungsrelaisschaltungen 21 und 21′ gemäß den
Fig. 3 und 4. Durch eine der dadurch erreichbaren
Schaltungskombinationen ist ein nahezu ideales
Verbindungsglied zwischen Steuerelektronik und
Leistungselektrik geschaffen.
Claims (13)
1. Koppelrelaisschaltung, insbesondere
Signalübertragungsrelaisschaltung, mit einem Relais (d1),
dessen Erregerwicklung (17) und ein Widerstand (r1) mit dem
Signaleingang verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß
mit der Erregerwicklung (17) des Relais (d1) und mit dem
Widerstand (r1) ein MOS-Feldeffekt-Transistor (T1) derart
gekoppelt ist, daß ein Parallelweg zur Erregerwicklung (17)
bei anstehendem Eingangssignal geöffnet und bei nicht
vorhandenem Eingangssignal geschlossen ist.
2. Koppelrelaisschaltung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drain-Source-Strecke des
MOS-Feldeffekt-Transistors (T1) parallel zur
Erregerwicklung (17) liegt und der Gate-Anschluß des
MOS-Feldeffekt-Transistors (T1) mit dem der Erregerwicklung
(17) abgewandten Ende des Widerstandes (r1) verbunden ist.
3. Koppelrelaisschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der MOS-Feldeffekt-Transistor (T1)
selbstleitend ist.
4. Koppelrelaisschaltung nach mindestens einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Signaleingang über eine Gleichrichterschaltung (n3)
zwischen Gate- und Drain-Anschluß des
MOS-Feldeffekt-Transistors (T1) angekoppelt ist.
5. Koppelrelaisschaltung, insbesondere
Signalübertragungsrelaisschaltung, mit einem Relais (d1),
dessen Arbeitskontaktpaar (13) mit einem Kondensator (k3)
und einem dem Kondensator (k3) zugeordneten
Strombegrenzungswiderstand (r4) verbunden ist, insbesondere
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais
(d1) ein Hilfskontaktpaar (14) aufweist und daß zwischen
zugeordneten Kontakten von Arbeitskontaktpaar (13) und
Hilfskontaktpaar (14) ein MOS-Feldeffekt-Transistor (T3)
geschaltet ist.
6. Koppelrelaisschaltung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Hilfskontaktpaar durch ein
Ruhekontaktpaar (14) gebildet ist.
7. Koppelrelaisschaltung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Relais (d1) derart ausgebildet ist,
daß das Ruhekontaktpaar (14) öffnet, bevor das
Arbeitskontaktpaar (13) schließt, und das
Arbeitskontaktpaar (13) öffnet, bevor das Ruhekontaktpaar
(14) schließt.
8. Koppelrelaisschaltung nach mindestens einem der Ansprüche 5
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
MOS-Feldeffekt-Transistor (T3) selbstsperrend ist.
9. Koppelrelaisschaltung nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Gate-Anschluß des
MOS-Feldeffekt-Transistors (T3) am dem einen Kontakt des
Arbeitskontaktpaares (13) abgewandten Ende des
Strombegrenzungswiderstandes (r4) liegt und der
Source-Anschluß des MOS-Feldeffekt-Transistors (T3) am
anderen Kontakt des Ruhekontaktpaares (14) angeschlossen
ist.
10. Koppelrelaisschaltung nach mindestens einem der Ansprüche
5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
MOS-Feldeffekt-Transistor (T4) selbstleitend ist.
11. Koppelrelaisschaltung nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Gate-Anschluß des
MOS-Feldeffekt-Transistors (T4) am dem einen Kontakt des
Arbeitskontaktpaares (13) abgewandten Ende des
Strombegrenzungswiderstandes (r4) liegt und der
Source-Anschluß am anderen Kontakt des
Arbeitskontaktpaares (13) angeschlossen ist.
12. Koppelrelaisschaltung nach mindestens einem der Ansprüche
5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einander
zugeordneten Kontakten von Arbeits- und Ruhekontaktpaar
(13, 14) eine Zenerdiode (n6) angeordnet ist.
13. Koppelrelaisschaltung, gekennzeichnet durch die
Kombination der Merkmale des Anspruchs 1 und ggf.
mindestens einem der Ansprüche 2 bis 4 und denen des
Anspruchs 5 und ggf. mindestens einem der Ansprüche 6 bis
12.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4116948A DE4116948C2 (de) | 1991-05-24 | 1991-05-24 | Relaisschaltung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4116948A DE4116948C2 (de) | 1991-05-24 | 1991-05-24 | Relaisschaltung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4116948A1 true DE4116948A1 (de) | 1992-11-26 |
| DE4116948C2 DE4116948C2 (de) | 2002-11-07 |
Family
ID=6432321
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4116948A Expired - Fee Related DE4116948C2 (de) | 1991-05-24 | 1991-05-24 | Relaisschaltung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4116948C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005031777A1 (fr) * | 2003-09-25 | 2005-04-07 | Valeo Equipements Electriques Moteur | Demarreur electrique de vehicule automobile equipe d'un contacteur hybride a relais statique integre dans le capot |
| EP2023457A3 (de) * | 2007-08-10 | 2009-03-11 | Diehl AKO Stiftung & Co. KG | Schaltvorrichtung und Verfahren zum Ansteuern eines Leistungsverbrauchers |
| EP2056323A1 (de) * | 2007-10-31 | 2009-05-06 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Elektrogerät mit verringerter Standby-Leistung |
Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1487834A1 (de) * | 1966-07-01 | 1969-01-16 | Gylling & Co Ab | Vorrichtung zum Ausschalten von Relais |
| DE2046849B1 (de) * | 1970-09-23 | 1972-05-04 | Hartmann & Braun Ag | Elektronische Relaisschaltung |
| DE2935541B1 (de) * | 1979-09-03 | 1980-12-04 | Polygram Gmbh | Elektronische Schaltanordnung |
| DE3242040A1 (de) * | 1982-11-13 | 1984-05-17 | FOBA Formenbau GmbH, 5880 Lüdenscheid | Schaltanordnung zum ein- und ausschalten eines elektrischen verbrauchers |
| DD288697A5 (de) * | 1989-10-23 | 1991-04-04 | Veb Messgeraetewerk "Erich Weinert" Magdeburg,De | Elektronische ansteuerschaltung fuer netzspannungsbetriebene halbwellentriebsysteme |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3934144A1 (de) * | 1989-10-12 | 1991-04-25 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung zur ansteuerung eines aus dem wechselstromnetz gespeisten niedervolt-relais |
-
1991
- 1991-05-24 DE DE4116948A patent/DE4116948C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1487834A1 (de) * | 1966-07-01 | 1969-01-16 | Gylling & Co Ab | Vorrichtung zum Ausschalten von Relais |
| DE2046849B1 (de) * | 1970-09-23 | 1972-05-04 | Hartmann & Braun Ag | Elektronische Relaisschaltung |
| DE2935541B1 (de) * | 1979-09-03 | 1980-12-04 | Polygram Gmbh | Elektronische Schaltanordnung |
| DE3242040A1 (de) * | 1982-11-13 | 1984-05-17 | FOBA Formenbau GmbH, 5880 Lüdenscheid | Schaltanordnung zum ein- und ausschalten eines elektrischen verbrauchers |
| DD288697A5 (de) * | 1989-10-23 | 1991-04-04 | Veb Messgeraetewerk "Erich Weinert" Magdeburg,De | Elektronische ansteuerschaltung fuer netzspannungsbetriebene halbwellentriebsysteme |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2005031777A1 (fr) * | 2003-09-25 | 2005-04-07 | Valeo Equipements Electriques Moteur | Demarreur electrique de vehicule automobile equipe d'un contacteur hybride a relais statique integre dans le capot |
| FR2860840A1 (fr) * | 2003-09-25 | 2005-04-15 | Valeo Equip Electr Moteur | Demarreur electrique de vehicule automobile equipe d'un contacteur hybride a relais statique integre dans le capot |
| EP2023457A3 (de) * | 2007-08-10 | 2009-03-11 | Diehl AKO Stiftung & Co. KG | Schaltvorrichtung und Verfahren zum Ansteuern eines Leistungsverbrauchers |
| EP2056323A1 (de) * | 2007-10-31 | 2009-05-06 | BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH | Elektrogerät mit verringerter Standby-Leistung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4116948C2 (de) | 2002-11-07 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1074081B1 (de) | Verpolschutzschaltung | |
| EP0423885B1 (de) | Stromversorgungseinrichtung mit Einschaltstrombegrenzungsschaltung | |
| DE4432957C1 (de) | Schaltmittel | |
| DE69123483T2 (de) | Impuls-Gate-Steuerschaltung mit Kurzschlusssicherung | |
| DE3125470C2 (de) | ||
| EP0766395A2 (de) | Leistungstransistor mit Kurzschlussschutz | |
| EP0717886B1 (de) | Strombegrenzer | |
| DE4013731C2 (de) | Schaltungsanordnung zur Begrenzung des Einschaltstromstoßes | |
| DE2504648A1 (de) | Einrichtung zum verhindern von ueberstrom oder ueberspannung | |
| DE69222831T2 (de) | Stromversorgungssystem mit Serien-Schutzschaltung | |
| DE3615690C2 (de) | Integriertes Schutzelement, insbesondere für Eingänge in MOS-Technologie von integrierten Schaltungen | |
| DE3034927A1 (de) | Schaltungsanordnung zum schutz eines leistungs-mosfet gegen ueberlastung | |
| DE3132257A1 (de) | Schutzschaltung fuer einen feldeffekttransistor in einem laststromkreis | |
| EP2891168B1 (de) | Schaltungsanordnung zum ansteuern eines bistabilen relais | |
| DE4116948C2 (de) | Relaisschaltung | |
| EP1319265B1 (de) | Schutzschaltung | |
| DE4313882C1 (de) | Halbleiterrelais zum Schalten einer Wechselstromlast | |
| DE3430961A1 (de) | Halbleiterschalter | |
| EP0489935B1 (de) | MOSFET-Schalter für eine induktive Last | |
| DE2558299C3 (de) | Integrationsschaltung | |
| DE2644402B1 (de) | Elektronischer Schalter | |
| DE3536447C2 (de) | Kurzschluß- und überlastfeste Transistorausgangsstufe | |
| DE4116947C2 (de) | Koppelrelaisschaltung | |
| DE19936857A1 (de) | Schutzschaltung für ein elektrisches Schaltelement | |
| DE1199877B (de) | UEberlastungs-Schutzschaltung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |