DE4116876A1 - Kontaktschraube - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kontaktschraube zum Kontaktieren von
isolierten elektrischen Leitungen oder Kabeln in einer Klemme, mit
einem Schraubenkörper mit einem zylindrischen Schaft mit einem Au
ßengewinde; mit einem Einschraubteil am vorderen Ende der Kontakt
schraube, das Räumeinrichtungen zum Durchtrennen und Forträumen von
Isoliermaterial und ein Kontaktstück zum Kontaktieren des Leitungs
materials aufweist; und mit einem Angriffsteil im hinteren Bereich
der Kontaktschraube, insbesondere einem Innenkant oder Außenkant
zum Ansetzen eines Werkzeugs.
Zum Anschließen und Kontaktieren von isolierten elektrischen Lei
tungen oder Kabeln werden seit vielen Jahren Kontaktschrauben ver
wendet, die an ihren Stirnseiten, die mit dem jeweiligen Leiter in
Eingriff kommen, Räumeinrichtungen in Form von Fräseinrichtungen
aufweisen, die insbesondere schlitzförmig ausgebildet sein können.
Diese Schlitze sind zweckmäßigerweise sowohl gegenüber der Achse
der Kontaktschraube als auch gegenüber einer Querschnittsfläche der
Kontaktschraube schräg angeordnet und bilden scharfkantige Schnei
den.
Wird eine derartige Kontaktschraube, die in einer Klemme sitzt, in
diese Klemme hineingeschraubt, so kommt ihr stirnseitiges Ende
zunächst mit der Leiterisolierung in Eingriff. Beim Vortrieb der
Kontaktschraube schneiden die Schneidkanten in dieses Isolierungs
material hinein und schaben es fortschreitend ab. Das abgenommene
Material wird dann, je nach Ausbildung der Stirnseite der Kontakt
schraube, entweder in den darin ausgebildeten Schlitzen aufgenommen
oder seitlich fortgeräumt. Die Kontaktschraube wird dabei so weit
hineingeschraubt, bis die Isolierung an der Stirnseite der Kontakt
schraube vollständig abgeschabt worden ist und die Stirnseite der
Kontaktschraube (mechanischen und später auch elektrischen) Kontakt
mit der eigentlichen Leiteroberfläche hat. Damit eine möglichst
große vollkontaktierte Fläche erreicht wird, wird eine derartige
Kontaktschraube noch etwas weiter hineingeschraubt, wobei von den
Schneidkanten der Räumeinrichtungen weiteres Material vom Leiter
abgetragen wird, bis eine kreisförmige Kontaktfläche im Leiter aus
gearbeitet ist, die dem Durchmesser der Kontaktschraube entspricht.
Bei Leitern mit runden oder sektorförmigen Querschnitten wird dabei
die Oberfläche des jeweiligen Leiters an der Kontaktstelle unter
Querschnittsverlust an die Form des Schraubenendes angepaßt.
Wenn es sich bei den zu kontaktierenden Leitungen um Leiter aus
massivem Material handelt, treten in der Regel keine größeren Pro
bleme auf. Der Monteur merkt ohne weiteres, wenn die Kontakt
schraube das Isoliermaterial durchschnitten hat und mit dem Vollma
terial des Leiters in Eingriff gekommen ist, weil dann der Wider
stand beim Hineindrehen der Kontaktschraube erheblich ansteigt. Er
wird somit beim Anstieg des erforderlichen Drehmomentes nur noch
eine vorgegebene Anzahl von Umdrehungen der Kontaktschraube vorneh
men oder aber das vorgegebene maximale Drehmoment beachten, um
einen sicheren Kontakteingriff über eine maximale Quer
schnittsfläche zu gewährleisten.
Es können aber in der Praxis erhebliche Probleme dann auftreten,
wenn das Material der zu kontaktierenden Leiter besonders weich ist
oder aus Litzenmaterial, also aus einer Vielzahl von dünnen Einzel
drähten, besteht. In diesen Fällen merkt der Monteur nämlich nicht
ohne weiteres, wenn die Kontaktschraube mit ihren Schneidkanten die
Isolierung durchschnitten hat und in das Material des Leiters ein
dringt und dieses zerstört. Dies ist nämlich insbesondere dann mög
lich, wenn es sich um Litzenmaterial handelt, weil die einzelnen
Litzen von den Schneidkanten der Räumeinrichtungen durchschnitten
werden, ohne daß sie einen nennenswerten mechanischen Widerstand
entgegensetzen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Litzen aus
relativ lose gefügten Litzendrähten bestehen, die man bei früher
verlegten, relativ alten Kabeln vorfindet.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Kontaktschraube zum Kon
taktieren von isolierten elektrischen Leitungen oder Kabeln in ei
ner Klemme anzugeben, die ein einfaches und zuverlässiges Montieren
auch dann ermöglicht, wenn die zu kontaktierenden Leiter aus wei
chem Material oder Litzenmaterial bestehen.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, eine Kontaktschraube der
eingangs genannten Art so auszubilden, daß der Schraubenkörper eine
in Umfangsrichtung umlaufende Ringnut aufweist, die zwischen dem
Schaft und dem Einschraubteil einen Übergangsbereich des Ein
schraubteiles mit reduziertem Außendurchmesser bildet, und daß der
Schaft eine axial verlaufende Innenbohrung aufweist, die sich bis
dicht an den Übergangsbereich erstreckt und deren Innendurchmesser
mindestens so groß wie der Außendurchmesser des Übergangsbereiches
ist.
Durch den speziellen Aufbau der erfindungsgemäßen Kontaktschraube
wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß zwischen dem Übergangsbe
reich und dem Schaft der Kontaktschraube eine Sollbruchstelle ge
bildet wird, an der das Material zwischen dem Einschraubteil einer
seits und dem Schaft andererseits bricht, wenn der auf das Ein
schraubteil wirkende Reibwiderstand einen vorgegebenen Wert über
schreitet. Beim weiteren Hineinschrauben der erfindungsgemäßen Kon
taktschraube wirkt der Schaft dann als Vortriebskolben, der das
Eingriffsteil in axialer Richtung gegen den zu kontaktierenden Lei
ter drückt, wobei das eine Schraubteil dann keine Drehbewegung mehr
ausführt. Es dreht sich nur noch der in Vortriebsrichtung hinten
befindliche Schaft der Kontaktschraube, während das vordere Ende
der Kontaktschraube in Form des Einschraubteiles stillsteht und ge
gen das Material des Leiters angedrückt wird.
Auf diese Weise können gemäß der Erfindung ganz definierte Anpreß
drücke in reproduzierbarer Weise erzeugt werden, nämlich einerseits
durch die Dimensionierung des Materials, das die Sollbruchstelle in
Form eines Abscherrandes bildet, andererseits durch die Vorgabe von
Montage-Richtlinien für das Anziehen der Kontaktschraube nach dem
Abreißen, beispielsweise durch Vorgabe eines entsprechenden maxima
len Drehmomentes oder durch die Vorgabe, daß nach dem Abreißen des
Einschraubteiles nur noch eine vorgegebene Anzahl von Umdrehungen
des Schaftes auszuführen sind.
Das Abreißen des Einschraubteiles vom Schraubenkörper ist sehr
leicht feststellbar, einerseits durch ein deutlich hörbares Knac
ken, andererseits durch ein sehr starkes Absinken des Anzugsmomen
tes, weil auf den betätigten Schaft der Kontaktschraube dann
zunächst einmal ein wesentlich geringerer mechanischer Widerstand
wirkt, weil der Widerstand des Einschraubteiles wegfällt, bis die
Vorderseite des Schaftes weiter hineingedreht und mit der Rückseite
des Einschraubteiles wieder in mechanischen Eingriff kommt.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Kontaktschraube ist vorgese
hen, daß das Einschraubteil als zylindrisches massives Teil ausge
bildet ist, dessen Übergangsbereich rotationssymmetrisch ausgebil
det und in der Innenbohrung des Schaftes aufnehmbar ist. Damit bil
det das Einschraubteil ein besonders wirkungsvolles, mechanisch ro
bustes Kontaktstück zur Herstellung des gewünschten Kontaktes. Au
ßerdem bildet die Innenbohrung des Schaftes dann eine Führung für
den Übergangsbereich des Einschraubteiles, der sich nach dem Abrei
ßen in den Innenraum des Schaftes hineinschiebt, wenn der Schaft
durch Betätigung mit dem Werkzeug weiter hineingeschraubt wird.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Kontaktschraube ist vorgese
hen, daß das Einschraubteil in seinem hinteren Bereich ein Außenge
winde aufweist, das dem Außengewinde des Schaftes entspricht. Auf
diese Weise ist das Einschraubteil während seiner Vortriebsbewegung
in der Klemme in Gewindeeingriff geführt.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Kontaktschraube ist vorgese
hen, daß das Einschraubteil als Kontaktstück am stirnseitigen Ende
einen Kontaktteller aufweist, dessen Kontaktdurchmesser wesentlich
größer als der Außendurchmesser des Schraubenkörpers ist. Dadurch
wird ein besonders guter, großflächiger Kontakt zwischen dem zu
kontaktierenden Leiter und der Kontaktschraube hergestellt. Außer
dem kann dadurch der Reibungswiderstand zwischen dem Einschraubteil
und dem zu kontaktierenden Leiter vergrößert werden, so daß ein
rechtzeitiges Abreißen des Einschraubteiles gewährleistet ist, ohne
eine unerwünschte Beschädigung des zu kontaktierenden Leiters her
vorzurufen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei der erfindungsgemäßen Kon
taktschraube die einander gegenüberliegenden Flächen der Ringnut im
wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Dadurch wird sicherge
stellt, daß nach dem Abreißen der Sollbruchstelle ein möglichst
gleichmäßiger Anpreßdruck vom Schaft der Kontaktschraube auf das in
Vortriebsrichtung davor angeordnete Einschraubteil ausgeübt wird,
um dieses gegen den zu kontaktierenden Leiter anzudrücken.
Dabei erweist es sich als zweckmäßig, wenn das Kontaktstück bzw.
der Kontaktteller an der Vorderseite eine plane Kontaktfläche auf
weist, die im wesentlichen parallel zu den gegenüberliegenden Flä
chen der Ringnut verläuft. Auf diese Weise wird eine besonders gute
Kontaktierung der Kontaktschraube gewährleistet und außerdem er
reicht, daß ein Verkanten zwischen dem Einschraubteil einerseits
und dem Schaft der Kontaktschraube andererseits vermieden wird.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Kontaktschraube ist vorgese
hen, daß die Innenbohrung am hinteren Ende der Kontaktschraube in
einen Innenkant, insbesondere einen Innensechskant übergeht, der
das Angriffsteil der Kontaktschraube bildet. Auf diese Weise hat
die erfindungsgemäße Kontaktschraube einen besonders einfachen Auf
bau, da die Bearbeitung der Innenbohrung einen derartigen Innen
kant, insbesondere einen Innensechskant ergibt, der zur Montage der
Kontaktschraube verwendet wird.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Kontaktschraube ist vorgese
hen, daß auf die Flächen der Ringnut ein Gleitmittel aufgebracht
ist. Damit wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß nach dem Ab
reißen der Sollbruchstelle zwischen den beiden einander gegenüber
liegenden Stirnflächen von Einschraubteil einerseits und Schaft an
dererseits Gleitmittel vorhanden ist. Damit wird sichergestellt,
daß in der gewünschten Weise nach dem Abreißen der Sollbruchstelle
tatsächlich nur ein Anpressen des Einschraubteiles mit seinem Kon
taktstück erfolgt, ohne daß das Einschraubteil von dem Schaft der
Kontaktschraube in Drehrichtung mitgenommen wird.
Die Erfindung wird nachstehend, auch hinsichtlich weiterer Merkmale
und Vorteile, anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Die Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Kontaktschraube;
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht im Längs
schnitt der erfindungsgemäßen Kontaktschraube; und in
Fig. 3 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Kontaktschraube
gemäß Fig. 1 und 2 von oben.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, hat eine Kontaktschraube 10 einen
Schraubenkörper mit einem zylindrischen Schaft 12, der ein Außenge
winde 14 aufweist, sowie ein Einschraubteil 16, das ein Zylinder
teil 32 aufweist, welches eine Fortsetzung des zylindrischen Schaf
tes 12 bildet. Dementsprechend ist sein Außengewinde 18 in gleicher
Weise dimensioniert wie das Außengewinde 14.
Am stirnseitigen vorderen Ende des Einschraubteiles 16 erkennt man
ein Kontaktstück 28, das in der dargestellten Weise als Kontakttel
ler ausgebildet ist, dessen Kontaktdurchmesser D3 wesentlich größer
bemessen sein kann als der Außendurchmesser D4 des Schaftes 12 bzw.
des Zylinderteiles 32. Die Dimensionierung dieses Kontaktstückes 28
als Kontaktteller hängt in der nachstehend beschriebenen Weise von
dem jeweiligen Einsatzzweck ab.
In dem Eingriffsteil 16 sind, wie in Fig. 1 und 3 angedeutet,
gleichmäßig über den Umfang verteilt Räumeinrichtungen in Form von
Frässchlitzen 42 eingearbeitet, die sowohl gegenüber den Radien des
Kontakttellers 28 als auch gegenüber der Achse X der Kontakt
schraube 10 eine Schrägstellung haben, um in an sich bekannter
Weise als Schneidkanten zu arbeiten und das Isoliermaterial von
elektrischen Leitungen abzuschaben.
Wie weiterhin aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, hat die Kontaktschraube
an ihrem stirnseitigen Ende eine plane Kontaktfläche 30, die mit
einer scharfen Kante 29 in eine Umfangswand 31 des Kontaktstückes
28 übergeht. Dies trägt dazu bei, daß eine scharfkantige Schneid
kante zwischen den Frässchlitzen 42 und der Kontaktfläche 30 einer
seits sowie der Umfangswand 31 andererseits entsteht. Die Fräs
schlitze 42 erstrecken sich zweckmäßigerweise von der Umfangswand
31 aus bis nahezu ins Zentrum der kreisförmigen Kontaktfläche 30,
um einen großflächigen Abtrag von Material durch die Kontakt
schraube 10 zu gewährleisten.
Zwischen dem Schaft 12 und dem Zylinderteil 32 des Schraubenkörpers
der Kontaktschraube 10 ist eine in Umfangsrichtung umlaufende Ring
nut 20 eingearbeitet, die einen Übergangsbereich 26 stehen läßt,
der einen reduzierten Außendurchmesser D1 gegenüber dem Außendurch
messer D4 des Schaftes 12 sowie des Zylinderteiles 32 besitzt.
In der axialen Verlängerung des Übergangsteiles 26 ist eine in der
Achse verlaufende Innenbohrung 34 vorgesehen, deren kegelförmiges
Ende 38 bis dicht an den Übergangsbereich 26 heranreicht. Diese In
nenbohrung 34 hat einen Innendurchmesser D2, der mindestens so
groß, vorzugsweise etwas größer als der Außendurchmesser D1 des
Übergangsbereiches 26 ist.
Im hinteren Bereich - bezogen auf die Vortriebsrichtung der Kon
taktschraube 10 - geht die Innenbohrung 34 in einen Innenkant, ins
besondere in einen Innensechskant 36 über, der zugleich das An
griffsteil zum Ansetzen eines Werkzeugs bildet, um die Kontakt
schraube 10 in eine Klemme hineinzuschrauben.
Zwischen dem vorderen Bereich der Innenbohrung 34 und ihrem kegel
förmigen Ende 38 einerseits sowie der nach dem Einformen der Ring
nut 20 stehengebliebenen Wand der Ringnut 20 ist eine Sollbruch
stelle 40 gebildet, welche die Form eines rotationssymmetrischen
Abscherrandes hat. Durch geeignete Dimensionierung der stehen
gebliebenen Wandstärke dieser Sollbruchstelle 40 kann eingestellt
werden, bei welchem Reibwiderstand, der auf das Einschraubteil 16
wirkt, das Einschraubteil 16 an seinem Übergangsbereich 26 vom
Schaft 12 abreißt.
In der dargestellten Weise ist das Kontaktstück 28 als Kontakttel
ler ausgebildet, dessen Kontaktdurchmesser D3 wesentlich größer als
der Außendurchmesser D4 des Schaftes 12 bzw. des Zylinderteiles 32
ist. Damit wird ein großflächiger Kontakt geschaffen, was insbeson
dere bei Litzenmaterial als Leiter zweckmäßig ist. Außerdem kann
dadurch der Reibwiderstand erhöht werden, der beim Einschrauben der
Kontaktschraube 10 auf das Einschraubteil 16 wirkt. Weiterhin kann
dieser Reibwiderstand durch die Anzahl der Frässchlitze 42 einge
stellt werden, die in dem Einschraubteil 16 ausgebildet sind, wobei
selbstverständlich auch mehr als drei Frässchlitze 42 gemäß Fig. 3
vorgesehen sein können.
Bei der Montage der vorstehend beschriebenen Kontaktschraube 10
wird diese durch das Ansetzen eines Werkzeuges in ihre Klemme hin
eingeschraubt, also in der Richtung, die bei der Darstellung gemäß
Fig. 1 und 2 von oben nach unten weist.
Zu diesem Zweck kann der Innenkant, insbesondere der Innensechskant
36 verwendet werden. Falls erforderlich oder gewünscht, kann auch
ein anderes Angriffsteil an der Kontaktschraube 10 verwendet wer
den, beispielsweise ein in den Zeichnungen nicht dargestellter Au
ßensechskant.
Beim Einschrauben dieser Kontaktschraube 10 wird zunächst einmal
die Leiterisolation von den Frässchlitzen 42 im Einschraubteil 16
durchgefräst, anschließend wird die Leiteroberfläche der zu kontak
tierenden elektrischen Leitung angefräst, bis diese plan ist. Dabei
kann es sich um ein besonders weiches Leitermaterial oder um die
Leiteroberfläche eines mehrdrähtigen, litzenförmigen Leiters han
deln. Beim weiteren Anziehen der Kontaktschraube 10 wird der Rei
bungswiderstand ansteigen, der auf das Einschraubteil 16 wirkt, so
daß der Übergangsbereich 26 an der Sollbruchstelle 40 abreißt. Dies
macht sich für den Monteur durch ein deutlich hörbares Knacken be
merkbar. Außerdem fällt in diesem Augenblick das Anzugs-Drehmoment
stark ab, weil das Einschraubteil 16 stehenbleibt und sich nur der
obere Bereich des Schraubenkörpers, also der Schaft 12 durch die
Einwirkung des Werkzeugs weiterdreht.
Aufgrund der Dimensionierung des Übergangsbereiches 26 einerseits
und der Innenbohrung 34 andererseits kann sich der zylinderförmige
Übergangsbereich 26 in den zylinderförmigen Hohlraum der Innenboh
rung 34 hineinbewegen und von dieser aufgenommen werden.
Beim weiteren Hineindrehen des Schaftes 12 der Kontaktschraube 10
kommen dann die einander gegenüberliegenden stirnseitigen Flächen
22 und 24 der Ringnut 20 einander näher und schließlich miteinander
in Eingriff. Auf diese Weise dreht sich dann der Schaft 12 weiter
und wirkt als Vortriebskolben für das Einschraubteil 16, das auf
diese Weise mit einem vorgebbaren Anpreßdruck gegen den zu kontak
tierenden Leiter gepreßt wird.
Dabei ist in vorteilhafter Weise die Anordnung der erfindungsgemä
ßen Kontaktschraube so getroffen, daß einerseits die beiden Stirn
seitigen Flächen 22 und 24 der Ringnut 20 und andererseits die Kon
taktfläche 30 des Einschraubteiles 16 im wesentlichen planparallel
zueinander verlaufen, weil dadurch ein besonders gleichmäßiger An
preßdruck erzeugt werden kann.
Um zu vermeiden, daß bei erhöhtem Anpreßdruck der Schaft 12 an sei
ner stirnseitigen vorderen Fläche 22 das Einschraubteil 16 an deren
hinterer Fläche 24 mitnimmt, ist es zweckmäßig, in den Raum der
Ringnut 20 ein Gleitmittel, beispielsweise in pastöser Form, ein
zubringen. Dadurch wird gewährleistet, daß beim Anziehen der Kon
taktschraube 10 im Betrieb eine ausreichende Schmierung zwischen
den beiden Flächen 22 und 24 stattfindet, so daß ein Mitnehmeref
fekt ausgeschlossen wird.
Im eingeschraubten Zustand der vorstehend beschriebenen Kontakt
schraube stehen dann das Zylinderteil 32 und der zylindrische
Schaft 12 in kraftschlüssigem Eingriff über die volle Fläche der
einander gegenüberliegenden Flächen 22 und 24, so daß ein guter me
chanischer und elektrischer Kontakt durch die Kontaktschraube 10
gewährleistet ist.
Die vorstehenden Erläuterungen zeigen, daß gemäß der Erfindung eine
besonders wirkungsvolle und vorteilhaft einsetzbare Kontaktschraube
zum Kontaktieren von isolierten elektrischen Leitungen oder Kabeln
in einer Klemme angegeben wird, die sich fertigungstechnisch sehr
leicht realisieren läßt, aber dennoch ein hohes Maß an Zuverlässig
keit im Betrieb gewährleistet, auch wenn die zu kontaktierenden
Leiter aus sonst problematischen Materialien bestehen.
Claims (8)
1. Kontaktschraube zum Kontaktieren von isolierten elektrischen
Leitungen oder Kabeln in einer Klemme,
- - mit einem Schraubenkörper mit einem zylindrischen Schaft (12) mit einem Außengewinde (14),
- - mit einem Einschraubteil (16) am vorderen Ende der Kontakt schraube (10), das Räumeinrichtungen (42) zum Durchtrennen und Forträumen von Isoliermaterial und ein Kontaktstück (28) zum Kon taktieren des Leitungsmaterials aufweist, und
- - mit einem Angriffsteil (36) im hinteren Bereich der Kontakt schraube (10), insbesondere einem Innenkant oder Außenkant zum Ansetzen eines Werkzeugs, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenkörper eine in Umfangsrichtung verlaufende Ringnut (20) aufweist, die zwischen dem Schaft (12) und dem Einschraubteil (16) einen Übergangsbereich (26) des Einschraubteiles (16) mit reduziertem Außendurchmesser (D1) bildet, und daß der Schaft (12) eine axial verlaufende Innenbohrung (34) aufweist, die sich bis dicht an den Übergangsbereich (26) erstreckt und deren Innendurchmesser (D2) mindestens so groß wie der Außen durchmesser (D1) des Übergangsbereiches (26) ist.
2. Kontaktschraube nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einschraubteil (16) als zylindrisches massives Teil ausge
bildet ist, dessen Übergangsbereich (26) rotationssymmetrisch aus
gebildet und in der Innenbohrung (34) des Schaftes (12) aufnehmbar
ist.
3. Kontaktschraube nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einschraubteil (16) in seinem hinteren Bereich ein Außenge
winde (18) aufweist, das dem Außengewinde (14) des Schaftes (12)
entspricht.
4. Kontaktschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die einander gegenüberliegenden Flächen (22, 24) der Ringnut
(20) im wesentlichen parallel zueinander verlaufen.
5. Kontaktschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einschraubteil (16) als Kontaktstück am stirnseitigen Ende
einen Kontaktteller (28) aufweist, dessen Kontaktdurchmesser (D3)
wesentlich größer als der Außendurchmesser (D4) des Schraubenkör
pers ist.
6. Kontaktschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kontaktstück bzw. der Kontaktteller (28) an der Vorderseite
eine plane Kontaktfläche (30) aufweist, die im wesentlichen paral
lel zu den gegenüberliegenden Flächen (22, 24) der Ringnut (20)
verläuft.
7. Kontaktschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenbohrung (34) am hinteren Ende der Kontaktschraube (10)
in einen Innenkant, insbesondere einen Innensechskant (36) über
geht, der das Angriffsteil der Kontaktschraube (10) bildet.
8. Kontaktschraube nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf die Flächen (22, 24) der Ringnut (20) ein Gleitmittel auf
gebracht ist.
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| DE (2) | DE4116876A1 (de) |
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