DE4116081A1 - Verfahren zur bestimmung der insbesondere relativen wickeldichte einer auf einer wicklerwalze aufgewickelten folienbahn sowie ein regelverfahren zur erzielung einer entsprechend vorwaehlbaren insbesondere relativen wickeldichte und eine zugehoerige vorrichtung - Google Patents
Verfahren zur bestimmung der insbesondere relativen wickeldichte einer auf einer wicklerwalze aufgewickelten folienbahn sowie ein regelverfahren zur erzielung einer entsprechend vorwaehlbaren insbesondere relativen wickeldichte und eine zugehoerige vorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestimmung der insbe
sondere relativen Wickeldichte einer auf einer Wicklerwalze auf
gewickelten Folienbahn während der Produktion sowie ein Regel
verfahren zur Erzielung einer entsprechend vorwählbaren insbe
sondere relativen Wickeldichte und eine zugehörige Vorrichtung.
In vielen technischen Bereichen müssen Folienbahnen aufgewickelt
werden. Insbesondere auch bei der Folienherstellung wird die bei
spielsweise in einer Breit- und/oder Querreckanlage gestreckte
Folie auf einer Wicklerwalze aufgewickelt. Dies kann entweder
nach dem sog. Spaltwickeln oder dem Kontaktwickeln erfolgen.
Beim Spaltwickeln wird die Folienbahn an einer zur Wicklerwalze
im Abstand liegenden Walze umgelenkt, wohingegen beim Kontakt
wickeln die Kontaktwalze stets auf die äußerste aufgewickelte
Schicht der aufgewickelten Folienbahn drückt.
Die relative spezifische Wickeldichte hängt letztendlich von den
auf die aufzuwickelnde Folie von der Wicklerwalze ausgeübten
Zugkräften, von der Aufwickelgeschwindigkeit der Wicklerwalze
wie aber auch gegebenenfalls von den von einer mit der Wickler
walze zusammenwirkenden Kontaktwalze auf die aufzuwickelnde Fo
lienbahn ausgeübten Anpreßkräfte ab. Zudem wird die relative
Wickeldichte auch durch Reibungen und Friktionen, z. B. aus La
gerführungen sowie aus Friktionszunahmen durch Gewichtszunahme
des Wickelballens etc. beeinflußt. Weitere Einflüsse sind die
Reibungskoeffizienten, Oberflächenrauhigkeiten und das elektro
statische Verhalten der Folie.
Für viele Einsatzfälle ist es wichtig, die relative Wickeldichte zu
ermitteln bzw. sicherzustellen, daß die Werte für verschiedene,
auf mehreren Wicklerwalzen aufgewickelten Wickelballen gleich
sein sollen. Spezifische Meßmethoden gibt es jedoch nicht. Nach
bisher bekanntgewordenen Verfahren werden beispielsweise die
von der Wickelwalze auf die aufzuwickelnde Folie eingeleiteten
Zugkräfte gemessen, um hierüber eine spezifische Wickeldichte zu
erzielen. Dies kann beispielsweise über den Stromverbrauch des
die Wickelwalze antreibenden Motors erfolgen. Allerdings ist die
Fehlerabweichung relativ groß, da in die nur indirekt über die
verbrauchte Leistung ermittelbaren Zugkräfte auch die Verlustlei
stungen eingehen, die zur Überwindung der auftretenden Reibun
gen und Friktionen benötigt werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher, die Nach
teile nach dem Stand der Technik zu überwinden und ein verbes
sertes Meßverfahren zur Ermittlung der Wickeldichte, insbesondere
der relativen Wickeldichte einer auf eine Wicklerwalze aufzu
wickelnden Folienbahn bzw. ein verbessertes Regelverfahren zur
Erzielung einer vorwählbaren gewünschten, insbesondere relativen
Wickeldichte und eine zugehörige Vorrichtung zu schaffen.
Die Aufgabe wird bezüglich des Meßverfahrens entsprechend den
im Anspruch 1, bezüglich des Regelverfahrens entsprechend den im
Anspruch 8 und bezüglich der Vorrichtung entsprechend den im
Anspruch 10 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausge
staltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Durch die vorliegende Erfindung wird es erstmals möglich, die
relative Wickeldichte mit bisher nicht gekannter Genauigkeit
festzustellen, und dies kontinuierlich, und bei Bedarf in Abhän
gigkeit der so bestimmten Wickeldichte eine entsprechende Rege
lung für die Wickelwalze bzw. einer damit gegebenenfalls zusam
menwirkenden Kontaktwalze oder anderen paarweise zusammenwir
kenden Kontaktwalzen zu schaffen, damit eine vorgewählte ge
wünschte Wickeldichte mit möglichst geringer Abweichung bei einer
aufzuwickelnden Folienbahn realisierbar ist.
Beim erfindungsgemäßen Meßverfahren wird zum einen die Dicke
und Aufwickelgeschwindigkeit der aufzuwickelnden Folienbahn so
wie der Durchmesser des aufgewickelten Wickelballens gemessen.
Dadurch läßt sich die tatsächlich aufgewickelte Menge der Folien
bahn mit dem rein theoretisch maximal erzielbaren Wert verglei
chen. Dieser maximal erzielbare theoretische Wert ergibt sich
durch den gemessenen Außendurchmesser des Wickelballens, wobei
unter Abzug des Volumens der Wicklerwalze das maximal theore
tisch mögliche Wickelvolumen auf dem Wickelballen in Abhängig
keit des Außendurchmessers ermittelbar ist. Das Besondere an dem
erfindungsgemäßen Verfahren ist vor allem, daß die ermittelten
Meßwerte im sog. In-line-Verfahren ermittelt werden, und so nicht
nur die relative Wickeldichte nicht nur in Abhängigkeit des fertig
aufgewickelten Wickelballens, sondern vor allem auch die Wickel
dichte in den unterschiedlichen durchmesserabhängigen Lagen über
die gesamte Dicke des Wickelballens ermittel- und auswertbar ist.
Anstelle einer Folienbahn-Längenmeßeinrichtung kann auch die
Vorschubgeschwindigkeit der aufzuwickelnden Folienbahn wie aber
auch die Zeitdauer für den Wickelvorgang gemessen und darüber
die Länge der aufzuwickelnden Folienbahn ermittelt werden.
Anstelle einer Dickenmessung kann auch das Flächengewicht der
aufzuwickelnden Folienbahn durch entsprechende Meßeinrichtung
gemessen werden.
Schließlich kann in einer besonders bevorzugten Ausführungsform
die Foliendicke bzw. das Flächengewicht über die Breite der auf
zuwickelnden Folienbahn in mehreren Sektionen aufgeteilt gemes
sen werden.
Dadurch können sogar Foliendicken-Schwankungen über die Breite
der Folienbahnen gemessen werden, wodurch sich die Wickeldichte
sektionsweise über die Breite ermitteln läßt.
Schließlich kann das hierüber im In-line-Verfahren durchgeführte
Meßverfahren auch als Grundlage für ein entsprechendes Regelver
fahren dienen, um nämlich die im In-line-Verfahren ermittelten
Daten zur entsprechenden Regelung und Ansteuerung eines Wickel
vorganges heranzuziehen. Darüber läßt sich nämlich dann vor al
lem in Nachfolge zu einer Sollkurve für die gewünschte spezifische
Wickeldichte während jeden Schrittes des Wickelvorganges bei stets
zunehmenden und wachsenden Durchmesser des Wickelballens eine
Regelung dahingehend vornehmen, daß in Abhängigkeit des wach
senden Ballendurchmessers stets die gewünschte spezifische und
vom Ballendurchmesser abhängige Wickeldichte erzielt wird.
Unter dem Begriff "relative Dichte" wird das Verhältnis des tat
sächlichen Gewichtes der aufgewickelten Folienbahn im Verhältnis
zu dem rein theoretisch möglichen Voll-Gewicht des Ballens ohne
Lufteinschlüsse bei gleichem Ballen-Außendurchmesser verstanden.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung sind deshalb auch die Be
griffe "Wickeldichte" im Sinne einer tatsächlichen Wickeldichte wie
aber auch die Begriffe "Wickelgewicht", d. h. das Gewicht der tat
sächlich aufgewickelten Folienbahn in patentrechtlicher Hinsicht
glatt äquivalente Begriffe. Denn auch bei Feststellung bzw. Er
mittlung des tatsächlichen Gewichtes kann dieses zu dem rein
theoretisch maximal möglichen Gewicht eines gleichgroßen Ballens
in Verhältnis gesetzt werden, um darüber wieder die entsprechen
de relative Wickeldichte zu erhalten.
Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben
sich aus den nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Dabei zeigen im ein
zelnen:
Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer
Wicklerwalze mit einer Kontaktwalze und einer auf
zuwickelnden Folienbahn;
Fig. 2 eine schematische Stirnseitenansicht eines abge
wandelten Ausführungsbeispieles für ein sog. "Spalt
wickeln";
Fig. 3 eine Schaltanordnung zur Ermittlung eines Diagram
mes bezüglich der gemessenen relativen Wickeldichte
wie zur Regelung einer Wicklervorrichtung.
In Fig. 1 ist eine aufzuwickelnde Folienbahn 1 mit einer Folien
bahn-Breite FB gezeichnet, die mit einer Vorschub- oder Anlegege
schwindigkeit v auf eine Wicklerwalze 3 aufgewickelt wird.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel erfolgt die Aufwicklung der Fo
lienbahn 1 nach dem sog. Kontaktwickeln, wobei die Folienbahn 1
an einer Kontaktwalze 5 umgelenkt wird, die stets mit der Kon
taktkraft PK auf die jeweils äußerste Lage des auf der Wickel
walze 3 befindlichen Wickelballens 7 drückt.
Die Wickelwalze 3 wird dabei in geeigneter Weise angetrieben und
dreht sich mit einer vorwählbaren, gegebenenfalls mit zunehmen
dem Durchmesser des Wickelballens 7 sich ändernden Drehge
schwindigkeit, so daß stets eine bestimmte Wickelzug-Kraft KW auf
die aufzuwickelnde Folienbahn 1 wirkt.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist ferner ein Foliendicken- bzw.
Folienflächengewicht-Meßgerät 9, ein Folienbahn-Längenmeßgerät
11 und ein Wickelballen-Dickenmeßgerät 13, nachfolgend auch als
Durchmesser-Meßgerät 13 bezeichnete Einrichtung vorgesehen.
Während des Betriebes wird bei noch unbewickelter Wicklerwalze 3
die in Fig. 3 schematisch dargestellte Meß- und Auswertelek
tronik 15 sowie der Wickelvorgang selbst gestartet. Es werden
also über das Foliendicken-Meßgerät 9 die Foliendicke FD, bei
spielsweise über die gemessene Umdrehung der Kontaktwalze 5 oder
ein separates Längenmeßgerät 11 von Beginn an die aufgewickelte
Folienbahn-Länge FL sowie der zunehmend wachsende Außendurch
messer DW des Wicklerballens 7 über das Wickelballen-Dickenmeß
gerät 13 gemessen. Darüber kann als Ausgangswert auch der
Außenumfang bzw. der Durchmesser dw der unbewickelten Wick
lerwalze 3 gemessen oder ansonsten - wenn er bekannt ist - als
Konstante in die Meß- und Auswertelektronik 15 eingegeben wer
den.
Die Auswertung erfolgt nach der Formel
wobei BRfl die stirnseitige Ringfläche des Wickelballens dar
stellt.
Diese kann wiederum durch Messung des Radius oder Durchmessers
mittels des Wickelballen-Dickenmeßgerätes 13 gemäß der Formel er
halten werden:
BRf = (DW² - dw²) × π/4
Anstelle der Folienlänge kann aber auch die Folienbahn-Vorschub
oder Anlage-Geschwindigkeit v sowie die seit Beginn des Wickel
vorganges vergangene Zeit über einen separaten Zeitmesser gemes
sen werden, woraus sich ebenfalls wieder die stets aktuell auf
die Wicklerwalze 3 aufgewickelte Länge der Folienbahn gemäß der
Gleichung
FL = v × t
bzw.
ergibt, wobei t der Wert für die vergangene Zeit seit Start der
laufenden Wickelrolle beträgt.
Schließlich kann mit dem Meßgerät 9 gegebenenfalls nicht die Fo
liendicke, sondern das Folienflächengewicht GFfl ermittelt werden.
In diesem Falle ist es erforderlich, um die insbesondere relative
Wickeldichte zu erzielen, daß das so gemessene Folienflächenge
wicht durch das spezifische Gewicht des Folienbahn-Materials di
vidiert wird, so daß sich die relative Wickeldichte gemäß der
folgenden Formel ergibt:
Die o. g. Meßgrößen werden dabei kontinuierlich oder in diskre
ten, möglichst geringen Zeitabständen fortlaufend gemessen, um so
während des Wickelvorganges selbst stets nicht nur das spezifi
sche Gewicht des Gesamtballens am Ende des Wickelvorganges,
sondern die relative Wickeldichte in Abhängigkeit der verschiede
nen Durchmesser-Abschnitte des Wickelballens 7 zu erhalten.
Durch diese Meßgrößen läßt sich dann in Abhängigkeit des Durch
messers des Wickelballens 7 die relative Wickeldichte ermitteln,
wie sie sich beispielsweise auf dem Anzeigegerät 17 gemäß Fig.
3 darstellen läßt.
Aus den oben gemachten Ausführungen geht auch hervor, daß die
Folienbreite in die Gleichung nicht eingeht oder aber sowohl bei
der Ermittlung des Flächengewichtes der Folienbahn als auch des
rein theoretischen Gewichtes des Wickelballens berücksichtigt
werden müßte und somit zu keiner Veränderung des Meßergebnisses
führt.
Schließlich kann die Foliendicke bzw. das Folienflächengewicht
nicht nur im Sinne einer Meßgröße für die gesamte Folienbreite,
sondern für verschiedene in Querrichtung der Folienbahn geglie
derte Foliensektionen gemessen werden. Daraus läßt sich dann ein
Mittelwert bilden oder aber die Meßergebnisse für die Foliendicke
bzw. das Folienflächengewicht werden mit der jeweiligen Folien
sektionsbreite ΔFB multipliziert und die o. g. Formeln dann über
die gesamte Folienbreite FB dividiert oder sektionsweise darge
stellt werden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel in Fig. 1 sind 6
separat vermessene Sektionen A bis F vorgesehen.
Die so gemessenen und ermittelten Werte für die relative Wickel
dichte können aber nicht nur ausgelesen und angezeigt werden,
sondern können gleichzeitig auch als Regel- und Stellgrößen zum
Antrieb der Wickelwalze 3 und einer damit gegebenenfalls zusam
menwirkenden Kontaktwalze 5 verwandt werden, um nämlich einmal
die Wickelzug-Kräfte KW an der Wickelwalze wie auch den Anpreß
druck PK an der Kontaktwalze entsprechend zu steuern, damit die
stets gemessene relative spezifische Wickeldichte ρ einer vor
wählbaren Sollkurve entspricht.
In der Zeichnungen sind die spezifischen Antriebsorgane für die
Wickelvorrichtung wie die Stellglieder zur Erzeugung der Anpreß
kräfte durch die Kontaktwalze der Einfachheit halber nicht darge
stellt. Anstelle des in Fig. 1 nur schematisch dargestellten
Wickelballen-Dickenmeßgerätes 13 in Form einer auf einem Schlit
ten längs einer Führung mit zunehmendem Ballendurchmesser unter
Anlage eines Tastfingers oder einer Rolle verfahrbaren Meßgerä
tes können aber ebenso optische oder andere sensorische Meßge
räte eingesetzt werden, um den zunehmenden Radius, den Durch
messer oder andere repräsentative Werte für den anwachsenden
Ballendurchmesser messen zu können. Eine ebenfalls sehr elegante
Methode zur Bestimmung des während des Wickelvorganges ständig
größer werdenden Wickeldurchmessers besteht darin, zum einen die
Folienbahn-Vorschubgeschwindigkeit v und zum anderen die Rota
tionsgeschwindigkeit Ω zu messen. Denn mit zunehmend größer
werdendem Wickeldurchmesser selbst bei beispielsweise unverän
derter, d. h. konstant bleibender Folienbahn-Vorschubgeschwindig
keit v, nimmt die Rotationsgeschwindigkeit der Wickelwalze 3 ab,
so daß aus dem sich veränderenden Verhältnis auf die aktuelle
Größe des Wickelballendurchmessers geschlossen werden kann. Die
se Auswertmethode ist in Fig. 1 für eine Auswertelektronik 13′
strichliert dargestellt.
In Fig. 2 ist in schematischer Stirnseitenansicht ein Beispiel für
ein Spaltwickeln gezeigt, bei welchem die dort gezeigte Umlenk
walze 5′ nicht in unmittelbarem Kontakt mit der Wickelwalze 3
steht.
Aber auch in einem derartigen Ausführungsbeispiel kann gestützt
auf das oben erläuterte Meßverfahren ein entsprechendes Regel
verfahren unter Erzeugung der gewünschten, von der Wickelwalze
3 aufzubringenden Wickelzugkräfte KW durchgeführt werden.
Das erfindungsgemäße Meß- und Regelverfahren sowie die zugehö
rige Vorrichtung sind für den Fall beschrieben worden, daß die
einzelnen Verfahrensschritte entweder kontinuierlich oder in dis
kreten zeitlichen Schritten durchgeführt wurden. Dabei wurde u. a.
kontinuierlich oder in diskreten zeitlichen Schritten auch die
Foliendicke gemessen, die sich ändern kann. Die in Anspruch 1
angegebene Formel zur Berechnung der relativen Wickeldichte in
Abhängigkeit des Produktes von FD×FL wird in der Praxis be
vorzugt so umgesetzt, daß bei einer in diskreten zeitlichen
Schritten erfolgenden Messen sich das vorstehend genannten Pro
dukt zusammensetzt aus der nachfolgend wiedergegebenen Summe
von Einzelprodukten
Σ (FD)i × (ΔFL)i
D.h., daß in diskreten zeitlichen Abständen stets die spezifische
Foliendicke gemessen und mit dem in der Zeiteinheit weiterbeweg
ten Folien-Teillängenabschnitt ΔFL multipliziert wird. Summiert
wird über die gesamte Länge der aufgewickelten Folienbahn.
Anstelle der vorstehend wiedergegebenen Summe kann insbesondere
bei kontinuierlicher Messung zu einer integrativen Auswertung ge
mäß der nachfolgenden Formel
übergegangen werden.
Möglich ist aber natürlich auch eine Mittelung des Wertes FD be
züglich aller Meßwerte, um dann durch Multiplikation mit der Ge
samtlänge FL den entsprechenden Flächenwert zu erhalten.
Sollte in bestimmten Fällen die Bestimmung der relativen Wickel
dichte nur für den insgesamt aufgewickelten Wickelballen von In
teresse sein und sollte dabei zudem die Foliendicke um einen
Mittelwert möglichst gering variieren, so wäre es unter Umständen
auch ausreichend, nur einen einmal gemessenen oder voreingege
benen Wert für die Foliendicke anzusetzen, und dabei nur die Ge
samtlänge der aufzuwickelnden Folienbahn und nur den endgülti
gen Ballendurchmesser nach Beendigung des Wickelvorganges (oder
eine damit in Beziehung stehende Durchmessergröße) einmal zu
messen, um daraus die relative Wickeldichte zu bestimmen. Mit
anderen Worten könnte in diesem Falle auf eine kontinuierliche
oder in diskreten zeitlichen Schritten erfolgende Messung der
Foliendicke (oder damit in Beziehung stehender Größen) der Fo
lienbahn sowie eine kontinuierliche oder in diskreten zeitlichen
Schritten erfolgende Messung des aufgewickelten Ballendurchmes
sers etc. verzichtet werden. Es wird ausdrücklich betont, daß
auch diese Ausführungsform zur Erfindung gehört.
Claims (12)
1. Verfahren zur Bestimmung (Messung) der insbesondere relativen
Wickeldichte einer auf einer Wickelwalze aufzuwickelnden
Folienbahn mit den folgen
den Verfahrensschritten:
- - vorzugsweise fortlaufende kontinuierliche oder in diskreten zeitlichen Schritten erfolgende Messung der Foliendicke der aufzuwickelnden Folienbahn,
- - Messung, insbesondere fortlaufende kontinuierliche oder in diskreten zeitlichen Schritten erfolgende Messung der Gesamt länge der aufzuwickelnden Folienbahn,
- - vorzugsweise fortlaufende kontinuierliche oder in diskreten zeitlichen Schritten erfolgende Messung des aufgewickelten, zu mindest des endgültig aufgewickelten Ballendurchmessers, -ra dius bzw. -Durchmesser- oder -Radiuszuwachses,
- - und Berechnung der Wickeldichte gemäß der Formel wobei FD die Foliendicke, FL die gesamte Folienlänge und BRfl die stirnseitige Ringfläche des auf der Wicklerwalze aufge wickelten Wickelballens darstellt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
stirnseitige Ringfläche in Abhängigkeit des gemessenen Durch
messers, des Radius bzw. des Durchmesserzuwaches im wesentli
chen gemäß der Formel
BRf = (DW² - dw²) × π/4ermittelt wird, wobei DW der Durchmesser des aufgewickelten Bal
lendurchmessers und dw der vorgegebene oder meßbare Durchmes
ser der unbewickelten Wicklerwalze oder des Ballendurchmessers
aus dem letzten Berechnungszyklus ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß anstelle der Foliendicke FD das Folienflächengewicht GFfl
fortlaufend kontinuierlich oder in diskreten zeitlichen Schritten
gemessen wird, wobei das Folienflächengewicht GFfl durch das
spezifische Gewicht ρFM des Materials der Folienbahn dividiert
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die gesamte Folienbahnlänge durch Messung der
Folienbahn-Vorschub- oder Anlagegeschwindigkeit und Messung der
Gesamtzeit t gemäß der Formel
FL = v × toder
ermittelt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Foliendicke FD bzw. das Folienflächengewicht
GFfl der aufzuwickelnden Folienbahn in mehreren in Querrichtung
zur Folienbahn versetzt liegenden Foliensektionen gemessen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
für mehrere Foliensektionen gemessenen Werte für die Foliendicke
FD bzw. das Foliengewicht GFfl entsprechend der Anzahl der Fo
liensektionen gemittelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
für mehrere Foliensektionen gemessenen Werte für die Foliendicke
FD bzw. für das Foliengewicht Ffl jeweils mit der zugehörigen
Breite ΔFB der betreffenden Foliensektion multipliziert und durch
die Gesamtbreite der Folie FB dividiert wird oder daß die Wickel
dichte sektionsweise angezeigt wird.
8. Regelverfahren zur Erzielung einer entsprechend vorwählbaren
insbesondere relativen Wickeldichte, dadurch gekennzeichnet, daß
die Regelgrößen für die Wickelzugkräfte wie eines gegebenenfalls
vorgesehenen Anpreßdruckes mittels einer Kontaktwalze in Abhän
gigkeit des Meßverfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7 er
mittelt werden.
9. Regelverfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Regelgrößen in Abhängigkeit von der Differenz der ermittel
ten Meßgrößen zu vorwählbaren Sollwertgrößen ermittelt werden.
10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch ein Foliendicken- bzw.
Folienflächengewicht-Meßgerät (9), ein Folienbahn-Längenmeß
gerät (11) gegebenenfalls in Form eines Vorschub- bzw. Anlage
geschwindigkeits-Meßgerätes und eines Zeitdauer-Meßgerätes sowie
ein den Durchmesser, den Radius bzw. das Außenmaß oder eine
korrelierende Größe messenden Wickelballen-Durchmessermeßgerätes
(13), bzw. Berechnung des Wickelballendurchmesser sowie eine
Auswertelektronik (15) zur Bestimmung der insbesondere relativen
Wickeldichte einer aufzuwickelnden Folienbahn.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
das Foliendicken- bzw. Folienflächengewicht-Meßgerät (9) eine
Mehrfachmessung in verschiedenen quer zur Folienvorschubbahn
liegenden Sektionen durchgeführt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeich
net, daß mittels der Auswertelektronik (15) die Wickeldichte durch
Ansteuerung der Wickelzugkräfte der Wicklerwalze (3) und gegebe
nenfalls der Anpreßkräfte einer Kontaktwalze (5) regelbar ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4116081A DE4116081C2 (de) | 1991-05-16 | 1991-05-16 | Regelverfahren zur Erzielung einer entsprechend vorwählbaren Wickeldichte, insbesondere relativen Wickeldichte sowie eine zugehörige Vorrichtung |
| PCT/EP1992/000993 WO1992020601A1 (de) | 1991-05-16 | 1992-05-07 | Verfahren zur kontrolle der dichte einer aufgewickelten folienbahn und zugehörige vorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE4116081A DE4116081C2 (de) | 1991-05-16 | 1991-05-16 | Regelverfahren zur Erzielung einer entsprechend vorwählbaren Wickeldichte, insbesondere relativen Wickeldichte sowie eine zugehörige Vorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4116081A1 true DE4116081A1 (de) | 1992-11-19 |
| DE4116081C2 DE4116081C2 (de) | 1995-02-23 |
Family
ID=6431815
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4116081A Expired - Lifetime DE4116081C2 (de) | 1991-05-16 | 1991-05-16 | Regelverfahren zur Erzielung einer entsprechend vorwählbaren Wickeldichte, insbesondere relativen Wickeldichte sowie eine zugehörige Vorrichtung |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE4116081C2 (de) |
| WO (1) | WO1992020601A1 (de) |
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