DE4115586A1 - Verfahren zum konditionieren von luft in einem abschliessbaren raum sowie pruefanordnung - Google Patents
Verfahren zum konditionieren von luft in einem abschliessbaren raum sowie pruefanordnungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Konditionieren von Luft durch
Einstellen deren Temperatur (Kalt-/Warmbetrieb) und/oder Luftfeuchtigkeit (Klimabe
trieb) in einem abschließbaren Raum wie Klimatisierungsprüfschrank, der Heiz-, Kühl- und
Umwälzaggregate sowie eine Wasservorlage umfaßt, wobei das Kühlaggregat bei
Kalt-/Warmbetrieb mit einem flüssigen ersten Kühlfluid in Form eines Kältemittels, das
in dem Kühlaggregat verdampft wird, und bei Klimabetrieb mit einem flüssigen zweiten
Kühlfluid beaufschlagt wird. Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Prüfanordnung
mit einem auf eine gewünschte Temperatur vorzugsweise im Bereich von -100°C bis +
200°C und im gewünschten Umfang klimatisierbaren Raum mit Wärmetauscher, Lüfter
sowie im Raumboden vorhandener Wasservorlage, wobei dem Wärmetauscher zugeführ
tes Kältemittel in einem einen Verdichter, einen Verflüssiger, eine Kältemittelvorlage
und ein Entspannungsventil umfassenden Kreislauf strömt.
Zur Überprüfung von physikalischen und/oder chemischen Eigenschaften von Gegen
ständen sind Klimaprüfschränke bekannt, in denen nicht nur Temperaturen z. B. im
Bereich zwischen -80°C und 180°C, sondern auch gewünschte Klimabedingungen
eingestellt werden können. Die Temperierung des den zu prüfenden Gegenstand auf
nehmenden Prüfraums erfolgt vorzugsweise im Umluftkanal an der Prüfraumrückwand.
Dabei saugt ein Ventilator die Umluft aus dem Prüfraum und führt sie durch den
Umluftkanal, in dem ein Wärmetauscher, eine Elektroheizung sowie ein Befeuchterbad
eingebaut sind. Die Kühlung der Umluft erfolgt am Wärmetauscher, wohingegen die
Aufheizung durch die Elektroheizung ermöglicht wird.
Die Be- bzw. Entfeuchtung der Umluft geschieht durch das als Wasserbad ausgebildete
Befeuchterbad im Umluftkanal. In einem Durchlaufkühler bzw. durch einen Tauchheiz
körper wird das Wasser temperiert, um im Prüfraum die geforderte Feuchte einstellen
zu können.
Sofern keine besonderen Klimabedingungen, sondern nur die Temperaturen eingestellt
werden sollen, wird die Prüfraumluft durch Direktverdampfung von Kältemittel im
Wärmetauscher gekühlt. Soll gleichzeitig eine Klimatisierung erfolgen, kann eine
Temperatureinstellung durch Verdampfung von Kühlmittel nicht erfolgen, da andernfalls
eine Kondensatbildung an dem Wärmetauscher erfolgen würde, wodurch die Luftfeuch
tigkeit in dem Prüfraum verfälscht würde. Daher benutzt man im Klimaarbeitsbereich
ein den Wärmetauscher flüssig durchströmendes Kühlfluid. Es sind also zwei getrennte
Kreisläufe für Warm-/Kaltbetrieb und Klimabetrieb notwendig.
Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Konditionieren von Luft
durch Einstellen deren Temperatur (Kalt-/Warmbetrieb) und/oder Luftfeuchtigkeit
(Klimabetrieb) in einem abschließbaren Raum wie Klimatisierungsprüfschrank derart
weiterzubilden, daß eine die Klimaarbeitsbedingungen verfälschende Kondensatbildung
vermieden wird, ohne daß für den Kalt-/Warmbetrieb bzw. Klimabetrieb unterschiedli
che Kühlfluide bzw. verschiedene Kühlkreisläufe benötigt werden.
Das Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das zweite Kühlfluid ein oder
das Kühlmittel ist und in dem Kühlaggregat verdampft wird, wobei dem Kühlmittel vor
Eintritt in das Kühlaggregat gasförmiges Kältemittel beigemischt wird.
Erfindungsgemäß wird die Prüfraumluft nicht nur im Kalt-/Warmbetrieb, also bei
normaler Luftfeuchtigkeit durch Direktverdampfung von Kältemittel, sondern auch im
Klimabetrieb durch Direktverdampfung von Kältemittel gekühlt. Um dabei bei hoher
Luftfeuchtigkeit im Prüfraum einen Kondensatausfall am Wärmetauscher zu vermeiden,
wird dem stetig geregelten Kältemittelstrom vorzugsweise vor dem Wärmetauscher
ständig ein Heißgasstrom beigemischt. Hierdurch wird die Temperaturdifferenz zwischen
Kältemittel und Prüfraumluft so verringert, daß eine Unterschreitung der Taupunkt
temperatur vermieden wird.
Bei dem Heißgas handelt es sich um das von dem Verdichter kommende verdampfte
Kühlmittel, welches seinerseits von dem Kühlaggregat stammt.
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung wird zumindest bei Klimabetrieb die
Wasservorlage gleichfalls durch ein Gemisch aus gasförmigem und flüssigem Kühlmittel
auf die gewünschte Temperatur eingestellt, wodurch gleichfalls eine Kondensatbildung
im Bereich der die Temperatur der Wasservorlage einstellenden Kühlschlange ver
mieden wird, die nicht von dem Wasser bedeckt ist.
Eine Prüfanordnung der eingangs beschriebenen Art zeichnet sich dadurch aus, daß eine
Verbindungsleitung für von dem Verdichter kommendes gasförmiges Kühlmittel und
dem von der Kühlmittelvorlage kommenden flüssigen Kühlmittel besteht. Dabei mündet
die Verbindungsleitung vorzugsweise nach dem Entspannungsventil, also vor dem
Wärmetauscher in den Kreislauf.
Bei einer Prüfanordnung, bei der in die Wasservorlage eine Kühleinrichtung wie
Kühlschlange zumindest abschnittsweise eintaucht, ist vorgesehen, daß die Kühleinrich
tung gleichfalls von einem Gemisch aus flüssigem und gasförmigem Kühlmittel durch
strömbar ist.
Die Höhe der Wasservorlage selbst kann selbstregulierend z. B. nach dem Prinzip
kommunizierender Röhren eingestellt werden.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus
den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in
Kombination -, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeich
nung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung einer Prüfanordnung mit Klimatisierungsprüf
schrank und
Fig. 2 ein Prinzipbild eines Kälteplans.
In den Figuren, in denen gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sind,
ist ein Prüfraum (10) eines Klimatisierungsschrankes (12) dargestellt, der über eine Tür
(14) zugänglich ist. Um in dem Raum (10) eine gewünschte Temperatur einzustellen
oder gewünschte Klimatisierungsbedingungen zu erreichen, ist ein zweiteiliger Wärme
tauscher (16), ein Axialventilator (18) mit außenliegendem Motor (20), der zwischen
den Wärmetauscherteilen (16) angeordnet ist, Elektro-Glattrohrheizkörper (22) und
(24), die zwischen den Wärmetauscherteilen (16) und dem Ventilator (18) angeordnet
sind, sowie eine Wasservorlage (26) vorgesehen. Die Wasservorlage befindet sich im
Prüfraumboden zur Be- und Entfeuchtung der Umluft. Die Erwärmung des in der
Wasservorlage (26) vorhandenen Wassers erfolgt mittels einer elektrischen Heizspirale
(28), die Kühlung des Wassers mittels einer Kühlschlange (30), die im wesentlichen
innerhalb des Wasser verläuft.
Die Temperierung des Prüfraums (10) erfolgt im Umluftkanal (32) an der Prüfraum
rückwand. Der Ventilator (18) saugt die Umluft aus dem Prüfraum und führt sie durch
den Umluftkanal (32), in dem der Wärmetauscher (16), die Elektroheizung (22) und
(24) sowie die Wasservorlage (26) eingebaut sind. Die Kühlung der Umluft, deren
Verlauf innerhalb des Prüfraums (10) durch die Pfeile rein prinzipiell angedeutet ist,
erfolgt an den Wärmetauscherteilen (16), wohingegen die Aufheizung durch die Elek
troheizung (22) und (24) vorgenommen wird.
Die Be- bzw. Entfeuchtung der Umluft geschieht durch das in der Wasservorlage (26)
befindliche Wasser. Durch das Abkühlen bzw. Aufheizen des Wasser wird dieses so
temperiert, daß sich im Prüfraum (10) die geforderte Feuchte einstellt.
Die Höhe des Wasserspiegels in der Wasservorlage (26) wird durch ein Heberelement
(32) selbstregulierend eingestellt, welches mit einer außerhalb des Raums (12) vorhan
denen Wasserreservoirs (36) über eine Pumpe (34) mit Wasser versorgt wird. Der Heber
(32) weist einen Auslauf (38) auf, dessen Höhe die des Wassers in der Wasservorlage
(26) vorgibt. Vom Bodenbereich des Raumes (10) geht eine Leitung (40) aus, über die
angesammeltes Wasser wahlweise dem Reservoir (36) oder einem Abfluß (42) zugeführt
werden kann.
Um sowohl den Wärmetauscher (16) als auch die Kühlschlange (30) auf die gewünschte
Temperatur einzustellen, wird ein Kältemittel wie Fluorkohlenwasserstoff oder ein
entsprechendes Mittel benutzt, welches den Wärmetauscher (16) bzw. die Kühlschlange
(30) gemäß dem der Fig. 2 rein prinzipiell zu entnehmenden Kälteplanes durchströmt.
Sowohl der Wärmetauscher (16) als auch die Kühlschlange (30) befinden sich in einem
geschlossenen Kreislauf (44), welcher einen Verdichter (46), einen Verflüssiger (48),
eine Kühlmittelvorlage (50) sowie nachstehend näher zu bezeichnende Entspannungs
ventile (52) und (54) umfaßt.
Erfindungsgemäß geht von dem den Verdichter (46) mit dem Verflüssiger (48) ver
bindenden Kreislaufabschnitt (56) eine Leitung (58) aus, die einerseits in die Ver
bindung (59) zwischen dem Entspannungsventil (52) bzw. (54) und dem Wärmetauscher
(16) und andererseits in eine Leitung (60) mündet, die eine Verbindung zwischen dem
zwischen dem Kühlmittelreservoir (50) und dem Entspannungsventil (52) bzw. (54)
verlaufendem Kreislaufabschnitt (62) und der Kühlschlange (30) herstellt.
In dem Kreislaufabschnitt (62) ist des weiteren ein Schauglas (64) sowie ein Trockner
(66) bekannter Art angeordnet. Schließlich ist dem Verdichter (48) ein Ventilator (68)
zugeordnet.
Sofern der Raum (10) nicht im Klimabetrieb genutzt wird, wird das von dem Kühl
mittelreservoir (50) kommende Kühlmittel bei geschlossenem Expansionsventil (52) über
das als thermostatisches Expansionsventil ausgebildete Expansionsventil (54) getaktet
dem Wärmetauscher (16) zugeführt, in dem eine Direktverdampfung des Kältemittels
erfolgt.
Dem thermostatischen Expansionsventil (54) wird dabei über ein Magnetventil (70) in
Abhängigkeit von dem Kältemittelbedarf das Kühlmittel getaktet zugeführt.
Sofern ein Klimabetrieb gewünscht wird, bei dem trotz Direktverdampfung des Kühl
mittels im Wärmetauscher (16) ein Kondensatausfall am Wärmetauscher (16) unter
bunden werden soll, wird das Expansionsventil (54) geschlossen und das als elektroni
sches Expansionsventil ausgebildete Expansionsventil (52) geöffnet. Gleichzeitig wird
dem durch den Kreislaufabschnitt (62) von dem Kühlmittelreservoir (50) kommenden
Kühlmittel über die Verbindungsleitung (58) ständig ein Heißgasstrom nach dem den
Kühlmittelstrom stetig regelnden Expansionsventil (52) beigemischt. Dieses Heißgas
wird dem Kreislaufabschnitt (56) entnommen, welches von dem Verdichter (46) kom
mendes Kühlmittel führt. Auch wird dem über die Leitung (60) strömenden flüssigen
Kühlmittel, das der Kühlschlange (30) zugeführt wird, Heißgas, also gasförmiges Kühl
mittel beigemischt, um einen Kondensatausfall im Bereich der Kühlschlange (30)
auszuschließen, der außerhalb der Wasservorlage (26) verläuft.
Dadurch, daß dem flüssigen Kühlmittel gasförmiges Kühlmittel beigemischt wird, wird
die Verdampfungstemperatur des Kältemittels im Wärmetauscher (16) bzw. der
Kühlschlange (30) soweit angehoben, daß nur geringste Temperaturdifferenzen zwischen
Prüfraumluft und Kältemittel vorliegen. Folglich wird auch bei hoher Luftfeuchte im
Prüfraum (10) der Ausfall von Kondensat sowohl am Wärmetauscher (16) als auch an
der Kühlschlange (30) vermieden.
Dadurch, daß am Wärmetauscher Fühler angebracht sind, die die Temperatur des
Kältemittels erfassen, wird eine hohe Temperaturkonstanz an der Wärmetauscherober
fläche erreicht. Dies verhindert ebenfalls den Ausfall von Kondensat am Wärmetau
scher (16).
Claims (9)
1. Verfahren zum Konditionieren von Luft durch Einstellen deren Temperatur
(Kalt-/Warmbetrieb) und/oder Luftfeuchtigkeit (Klimabetrieb) in einem ab
schließbaren Raum wie Klimatisierungsprüfschrank, der Heiz-, Kühl- und Um
wälzaggregate sowie eine Wasservorlage umfaßt, wobei das Kühlaggregat bei
Kalt-/Warmbetrieb mit einem flüssigen ersten Kühlfluid in Form eines Kälte
mittels, das in dem Kühlaggregat verdampft wird, und bei Klimabetrieb mit
einem flüssigen zweiten Kühlfluid beaufschlagt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das zweite Kühlfluid ein oder das Kältemittel ist, das in dem Kühlaggregat
verdampft wird, wobei dem Kühlmittel vor Eintritt in das Kühlaggregat gasförmi
ges Kältemittel beigemischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das von dem Kühlaggregat kommende Kühl
mittel nacheinander einem Verdichter, einem Verflüssiger und einem Expan
sionsventil zugeführt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Teil von von dem Verdichter kommendem heißem gasförmigem Kühl
mittel dem von dem Verflüssiger kommenden stetig geregelten Kühlmittelstrom
vorzugsweise nach dem Entspannungsventil beigemischt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß durch mit gasförmigem Kühlmittel vermischtes flüssiges Kühlmittel die
Temperatur der Wasservorlage herabgesetzt wird.
4. Verfahren nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Kalt-/Warmbetrieb das Kältemittel dem Kühlaggregat getaktet zugeführt
wird.
5. Prüfanordnung mit einem auf eine gewünschte Temperatur vorzugsweise im
Bereich von -100°C bis + 200°C und im gewünschten Umfang klimatisierbaren
Raum (10) mit Wärmetauscher (16), Lüfter (18) sowie im Raumboden vorhan
dener Wasservorlage (26), wobei dem Wärmetauscher zugeführtes Kältemittel in
einem einen Verdichter (46), einen Verflüssiger (48), ein Kältemittelreservoir
(50) und ein Entspannungsventil (52, 54) umfassenden Kreislauf (44) strömt,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Verbindungsleitung (58) für von dem Verdichter (46) kommendes
gasförmiges Kühlmittel und dem von dem Kühlmittelreservoir (50) kommendes
flüssiges Kühlmittel besteht.
6. Prüfanordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsleitung (58) zwischen dem Entspannungsventil (52, 54) und
dem Wärmetauscher (16) in dem Kreislauf (44, 59) mündet.
7. Prüfanordnung nach Anspruch 5, bei der zumindest bereichsweise eine Kühlein
richtung wie Kühlschlange (30) in der Wasservorlage (26) verläuft,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühleinrichtung (30) von einem Gemisch aus flüssigem und gasförmigem
Kühlmittel durchströmbar ist.
8. Prüfanordnung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die gasförmigen Kühlmittel führende Verbindungsleitung (58) vor dem
Entspannungsventil (52) in die der Kühleinrichtung (30) flüssiges Kühlmittel
zuführenden Leitung (60) mündet.
9. Prüfanordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Höhe des Wasserspiegels in der Wasservorlage (26) selbstregulierend
einstellbar ist.
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| DE4115586C2 (de) | 1994-07-14 |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: F24F 3/00 |
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