DE4114846A1 - Kolbenmotor - Google Patents
KolbenmotorInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03C—POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINES DRIVEN BY LIQUIDS
- F03C1/00—Reciprocating-piston liquid engines
- F03C1/02—Reciprocating-piston liquid engines with multiple-cylinders, characterised by the number or arrangement of cylinders
- F03C1/04—Reciprocating-piston liquid engines with multiple-cylinders, characterised by the number or arrangement of cylinders with cylinders in star or fan arrangement
- F03C1/053—Reciprocating-piston liquid engines with multiple-cylinders, characterised by the number or arrangement of cylinders with cylinders in star or fan arrangement the pistons co-operating with an actuated element at the inner ends of the cylinders
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Die Erfindung betrifft einen Kolbenmotor nach der in
Anspruch 1 näher definierten Art.
Ein Kolbenmotor dieser Art ist z. B. in der DE-OS 37 16 163
beschrieben.
Ein derartiger Radialkolbenmotor wird häufig bei
Kraftfahrzeugen zum Antrieb von Nebenagregaten verwen
det. Der vorbekannte Kolbenmotor arbeitet bei einem
bestimmten Druck mit einem stets konstanten Volumen
durchsatz. Dies bedeutet, daß stets eine gleichblei
bende Abtriebsleistung bzw. Abtriebsdrehmoment vor
handen ist, und zwar unabhängig vom Bedarf des Ver
brauchers.
Bei Axialkolbenmotoren ist es bekannt, Volumendurch
satzänderungen durch Änderungen der Schrägstellung der
Taumelscheibe zu erreichen. Der Volumendurchsatz bzw.
das Schluckvolumen von Flügelzellenmotoren kann durch
eine Verschiebung des äußeren Ringes erreicht werden.
Die bekannten Radialkolbenmotoren können jedoch nur
durch aufwendige Hubverstellungen bezüglich ihres Vo
lumendurchsatzes geändert werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Kolbenmotor, insbesondere einen Radialkolbenmo
tor, der eingangs erwähnten Art so auszugestalten, daß
auf relativ einfache Weise der Volumendurchsatz und
damit das Abtriebsdrehmoment geändert werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im kenn
zeichnenden Teil von Anspruch 1 genannten Merkmale ge
löst.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Druckver
sorgungsnut läßt sich das Schluckvolumen der jeweili
gen Belastung anpassen; d. h. der Volumendurchsatz läßt
sich bei unverändertem Hub der Kolben und unveränder
ter Bohrungsgröße für die Kolben praktisch bei glei
chem oder annähernd gleichem Druck ändern. Je nach der
axialen Lage der Abtriebswelle wird nämlich die Fül
lung der Zylinder bzw. der Kolbenräume früher oder
später beendet. Befindet sich z. B. die Verbindungsboh
rung seitlich so verschoben im Bereich der schrägen
Seitenwand derart, daß während der Rotation der Ab
triebswelle vorzeitig die Verbindungsbohrung aus dem
Bereich der Druckversorgungsnut gelangt, so wird die
Befüllung der Kolbenräume früher abgeschlossen. Zwar
wird damit gleichzeitig auch der Druck in den Kolben
räumen abgebaut und es stellt sich ein gewisser Unter
druck ein, aber beim Ausschieben des Druckmittels, im
allgemeinen Öl, stellt sich wieder der gewünschte
Druck ein.
In vorteilhafter Weise wird man die Druckversorgungs
nut derart ausgestalten, daß die Breite der Druckver
sorgungsnut an dem von der größeren Ausgangsbreite ab
gewandten Ende wenigstens annähernd dem Durchmesser
oder Querschnitt der Verbindungsbohrung entspricht.
Durch diese Ausgestaltung wird ein kontinuierlicher
Übergang von einer minimalen Drehmomentabgabe bis zu
einer maximalen Größe, die der Größe von ungeregelten
Radialkolbenmotoren entspricht, erreicht.
Aus Dichtigkeitsgründen zwischen der Druckversorgungs
nut und der Entsorgungsnut wird man im allgemeinen die
Druckversorgungsnut nur über einen Umfangsbereich von
150 bis 170° vorsehen.
Von Vorteil ist es weiterhin, wenn vorgesehen ist, daß
die Schrägstellung der Seitenwand derart gewählt ist,
daß die Verstellung der Abtriebswelle proportional zu
dem Drehmomentbedarf eines Verbrauchers ist.
Durch diese Ausgestaltung erfolgt die Verstellung der
Abtriebswelle proportional zur Belastung, d. h. propor
tional zu dem abzugebenden Drehmoment, womit eine ein
fache Regelung des Verschiebeweges der Abtriebswelle
gegeben ist.
Zur Verstellung der Abtriebswelle, was im allgemeinen
nur in einer Größenordnung von wenigen Millimetern
sein wird, z. B. 1-3 mm, sind die verschiedenartigs
ten Verstellglieder, wie z. B. mechanischer, hydrau
lischer oder pneumatischer Art möglich.
Die Verstellglieder können dabei von außen her durch
elektrische oder elektronische Stellglieder je nach
Wunsch bzw. Bedarf separat verstellt werden.
Eine einfachere Verstellung, welche selbstregelnd aus
gebildet sein kann, kann darin bestehen, daß die Ver
stellglieder hydraulische Verstellkolben aufweisen,
die mit dem Zulaufdruck zu dem Kolbenmotor beauf
schlagbar sind.
Dies bedeutet, daß man zur Verschiebung der Abtriebs
welle keine Fremdenergie benötigt.
Dabei kann vorgesehen sein, das die Verstellkolben in
axialer Richtung des Kolbenmotores verschiebbar sind
und an einer radialen Kolbenanlagefläche der Abtriebs
welle oder einem mit der Abtriebswelle verbundenen
Teil angreifen.
Auf diese Weise läßt sich die Abtriebswelle sehr ein
fach verstellen.
Eine Selbstregelung wird erreicht, wenn vorgesehen
ist, daß an eine gegen die Kolbenanlagefläche gerich
tete Anschlagfläche eine federartige Einrichtung ange
preßt ist.
Durch die federartige Einrichtung, z. B. Tellerfedern,
wird ein Gegendruck erzeugt. Sinkt der Druck im System
ab, so wird der Volumendurchsatz erniedrigt, während
umgekehrt bei einem Ansteigen des Druckes der Volumen
durchsatz durch eine entsprechende Verschiebung der
Abtriebswelle gesteigert wird.
Dabei erfolgt die Verschiebung druckproportional. In
diesem Falle ist zwar ein geringer Druckunterschied
erforderlich, um den gewünschten Steuerdruck zu er
halten, aber bei Verwendung von ensprechend hohen
Drücken, z. B. 200 bar, kann sich der Druckunterschied
auf wenige Bar beschränken. Dies bedeutet, daß sich
dieser Druckunterschied nicht nachteilig auswirkt.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung prinzipmäßig beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 Einen Längsschnitt durch einen erfindungsge
mäßen Radialkolbenmotor nach der Linie I-I der
Fig. 2;
Fig. 2 einen Querschnitt durch den Radialkolbenmotor;
Fig. 3 eine Ausschnittsvergrößerung des erfindungsge
mäßen Steuerzapfens;
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3;
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. 3
(in vergrößerter Darstellung und ohne Exzen
ter);
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 3;
Fig. 7 eine Ansicht des Steuerzapfens entsprechend
der Ansicht nach Fig. 1 in vergrößerter Dar
stellung;
Fig. 8 einen Längsschnitt durch einen Radialkolben
motor von geringfügig anderer Bauart mit einer
Verstelleinrichtung.
Obwohl nachfolgend nur ein Radialkolbenmotor von
grundsätzlich bekannter Bauart beschrieben ist, wobei
nur auf die erfindungsgemäßen Teile näher eingegangen
wird, ist die Erfindung grundsätzlich auch für einen
Axialkolbenmotor mit entsprechenden artentypischen Ab
änderungen geeignet.
Der dargestellte Radialkolbenmotor weist ein Gehäuse 1
mit einem Deckel 2 auf. In dem Gehäuse 1 und dem Dek
kel 2 ist gemäß Ausführungsbeispiel nach den Fig.
1, 2 und 8 eine Abtriebswelle 3 mit einem Exzenter 4
angeordnet.
Die Abtriebswelle 3 besitzt auf einer Seite einen Ab
triebszapfen 5 mit einem Gleitlager 6 als erste Lager
stelle. Auf der anderen Seite des Exzenters befindet
sich die zweite Lagerstelle, welche ebenfalls als
Gleitlager ausgebildet ist. Im Bereich der zweiten La
gerstelle ist auch einen Steuerzapfen 7 zur Steuerung
des Druckmittels angeordnet. Auf dem Exzenter 4 ist
zusätzlich noch ein Ring und eine Lagerbuchse 24 vor
gesehen.
Entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1
ist der Steuerzapfen 7 in dem Deckel 2 gelagert.
Selbstverständlich kann dieser jedoch auch direkt in
dem Gehäuse gelagert sein und der Gehäusedeckel be
findet sich auf der anderen Seite (siehe Fig. 8).
Ebenso muß der Steuerzapfen 7 mit der Abtriebswelle 3
nicht einstückig sein.
In der Ebene des Exzenters 4 befinden sich über diesem
und über den Umfang gleichmäßig verteilt in Bohrungen
des Gehäuses angeordnete Kolben 8, welche in radialer
Richtung verschiebbar sind. Über Druckleitungen 9 und
dazugehörige Verbindungsbohrungen 20 wird Öl in Abhän
gigkeit von der Stellung des rotierenden Steuerzapfens
7 in die Kolbenräume dar Kolben eingeleitet. Im unte
ren Bereich des Gehäuses 1 befindet sich eine Ölaus
laßleitung 10, wobei im Bedarfsfalle gegebenfalls auch
eine zweite Auslaßleitung 10a vorhanden sein kann.
Der erfindungsgemäße Steuerzapfen 7 ist in den Fig.
3 bis 7 deutlicher dargestellt. Die in den Fig. 3
bis 6 dargestellte Lage des Steuerzapfens 7 zeigt je
weils Ansichten bzw. Schnitte, die gegenüber der in
der Fig. 1 dargestellten Ansicht des Steuerzapfens 7
um 90° gedreht sind.
Über eine in der Fig. 3 nur prinzipmäßig gestrichelt
dargestellte Zuleitung 11 (siehe auch Fig. 2) wird
Druckmittel in eine Umfangsnut bzw. Ringnut 12 in den
Steuerzapfen 7 eingeleitet. Von der Ringnut 12 aus
führt eine Verbindungsbohrung in Form einer Schrägboh
rung 13 mit einer Einlaßöffnung 22 zu einer segmentar
tigen Druckversorgungsnut 14.
Auf der gleichen Ebene des Steuerzapfens 7 befindet
sich auf der anderen Hälfte, d. h. der Druckversor
gungsnut 14 gegenüberliegend, eine ebenfalls segment
artige Entsorgungsnut 15.
Wie aus der Fig. 5 ersichtlich ist, sind die Druckver
sorgungsnut 14 und die Entsorgungsnut 15 in üblicher
Weise durch einen Steg 16 voneinander getrennt, der
den Steuerzapfen 7 zur Abdichtung vollständig durch
setzt. Er weist parallel zueinander verlaufende Längs
seiten auf, nämlich eine vordere Längsseite 23A und
eine hintere Längsseite 23B - jeweils bezogen auf die
Drehrichtung des Steuerzapfens 7 (siehe auch Teile in
den Fig. 5 und 7). Die Gesamtlänge der Druckversor
gungsnut 14 kann sich über einen Bereich von Null bis
150° oder maximal ca. 170° erstrecken.
Von der Entsorgungsnut 15 aus führt ebenfalls eine
Schrägbohrung 17 zu einer weiteren Umfangsnut 18, von
der aus durch eine ebenfalls nur gestrichelt darge
stellte Leitung 19, z. B. über den Freiraum hinter der
hinteren Stirnseite der Abtriebswelle 3, zu der Aus
laßöffnung 10 bzw. 10A führt.
Das von einer vorgeschalteten Pumpe kommende Drucköl
gelangt über eine Einlaßöffnung 11A in das Gehäuse 1
des Motores und von da aus über die Leitung 11 in die
Ringnut 12. Die Weiterleitung des Druckmittels erfolgt
über die Schrägbohrung 13 und die Druckversorgungsnut
14 in die drei Verbindungsbohrungen 20 in dem Deckel
2, an die sich jeweils die schrägen Druckleitungen 9
für jeden Kolben 8 anschließen. Dies bedeutet, daß für
jeden der drei Kolben 8 eine Verbindungsbohrung 20 und
eine daran sich anschließende schräge Druckbohrung 9
vorgesehen ist.
In der in den Fig. 3 und 5 dargestellten Position
befindet sich der druckbeaufschlagte Kolben gerade
über dem Steuerzapfen 7. Aus der unteren und links
dargestellten Verbindungsbohrung 20 wird jeweils nach
dem Arbeitshub der Kolben 8 das Öl ausgestoßen. Dabei
wird es in die Entsorgungsnut 15 geleitet, von wo aus
es über die Schrägbohrungen 17 und die Umfangsnut 18
und die Leitung 19 das Gehäuse 1 über den Auslaß 10
und gegebenenfalls 10A verläßt.
Wie aus der Fig. 1 und insbesondere aus der vergrößer
ten Darstellung in der Fig. 7 ersichtlich ist, ist
eine Seitenwand 25 der Druckversorgungsnut 14 gegen
über der senkrecht zur Längsachse 26 der Antriebswelle
5 gerichteten Achse schräg gestellt. Die zweite Sei
tenwand liegt in üblicher Weise senkrecht zur Längs
achse 26. In der Fig. 7 ist zusätzlich auch der Ver
lauf der Seitenwand gestrichelt dargestellt, wie er
beim Stand der Technik der Fall ist d. h., beim Stand
der Technik sind beide Seitenwände parallel zueinan
der.
Die Schrägstellung der Seitenwand 25 ist dabei so ge
wählt, daß die Breite der Druckversorgungsnut 14 in
Drehrichtung (siehe Pfeil) abnimmt. Die Ausgangsbreite
bei Nutbeginn 27 ist dabei deutlich größer als der
Querschnitt bzw. der Durchmesser der Verbindungsboh
rung 20. Der Durchmesser der Verbindungsbohrungen 20
ist in der Fig. 7 gestrichelt eingezeichnet. Am Nut
ende 28, d. h. auf der dem Nutbeginn 27 gegenüberlie
genden Seite besitzt die Verbindungsnut noch eine
Breite, die annähernd dem Durchmesser der Verbindungs
bohrung 20 entspricht. Die Seitenwand 25 verläuft li
near von dem Nutbeginn 27 bis zum Nutende 28. Die Ge
samtlänge der Druckversorgungsnut 14 erstreckt sich
über ca. 160°.
Die Abtriebswelle 3 ist zusammen mit dem einstückig
ausgebildeten Steuerzapfen 7 in axialer Richtung ver
schiebbar, wozu die Lager als Schwimmbüchsen ausgebil
det sind und zusammen mit der Abtriebswelle 5 verscho
ben werden. Da nur Verschiebewege von wenigen Millime
tern erforderlich sind, führt dies weder zu konstruk
tiven Problemen noch zu einer nennenswert größeren
Baulänge. Wird die Abtriebswelle 3 in der Zeichnung
nach links verschoben, so befinden sich die Öffnungen
der Verbindungsbohrungen 20 im Bereich der schrägen
Seitenwand 25 (siehe Fig. 7) und gelangen auf diese
Weise während der Rotation früher aus dem Bereich der
Druckversorgungsnut 14. Dies bedeutet, daß die Befül
lung der Kolbenräume für die Kolben 8 früher beendet
wird. Lediglich dann, wenn die Abtriebswelle 3 ganz
nach rechts verschoben wird, und sich die Öffnungen
der Verbindungsbohrungen 20 in dem Bereich zwischen
der linken Seitenwand und der gestrichelten Linie in
der Fig. 7 befinden, wird eine maxmale Befüllung von
Anfang bis Ende erreicht.
Die Verstellung der Abtriebswelle 5 ist beispielsweise
in dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 8 darge
stellt. Das Ausführungsbeispiel nach der Fig. 8 ist
grundsätzlich von gleicher Bauart, weshalb für gleiche
Teile auch die gleichen Bezugszeichen verwendet wer
den. Lediglich der Gehäusedeckel 2 befindet sich auf
der anderen Seite und statt einer Umfangsnut 18 und
eine Leitung 19 wird in diesem Falle das Druckmittel
durch eine Axialbohrung 29 in einen Raum vor der hin
teren Stirnseite der Abtriebswelle 3 bzw. des Steuer
zapfens 7 geleitet, wovon es zu dem Auslaß 10 gelangt.
In dem Gehäuse 1 sind sich gegenüberliegend in den
freien Bereichen zwischen den Kolben 8 Verstellkolben
30 vorgesehen, die sich in entsprechenden Bohrungen in
dem Gehäuse 1 befinden. Die Verstellkolben 30 weisen
auf einer Seite jeweils einen Kolbenraum 31 auf, der
jeweils über eine Ringnut 32 im Gehäuse und Bohrungen
33 mit der Druckversorgungsnut 14 verbunden ist. Dies
bedeutet von der Druckversorgungsnut 14, die unter dem
Zulaufdruck steht, wird Druckmittel abgezweigt, womit
die Verstellkolben 30 mit ihren vorderen Stirnflächen
gegen eine Axialscheibe 34 gedrückt werden, die eine
radiale Kolbenanlagefläche an dem Exzenter bildet. Auf
der anderen Seite des Exzenter 4 befindet sich eben
falls eine Scheibe 35, an der das Lager 6, das als
Schwimmbüchse ausgebildet ist, anliegt. Auf der ander
en Seite des Lagers 6 ist eine weitere Axialscheibe 36
angelegt, auf die eine Tellerfeder 37 als federartige
Einrichtung drückt. Mit ihrem anderen Ende ist die
Tellerfeder 37 an dem Deckel 2 abgestützt.
Die Tellerfeder 37 erzeugt einen Gegendruck zu den
Anpreßdrücken der Verstellkolben 30.
Aus der Fig. 8 ist weiterhin auch ersichtlich, daß von
der Druckversorgungsnut 14 auch Bohrungen 38 , 39 und
40 zur Versorgung der Gleitlager mit Schmieröl abzwei
gen.
Selbstverständlich ist die dargestellte Verstellein
richtung zur axialen Verschiebung der Abtriebswelle 3
nur beispielsweise anzusehen. Im Bedarfsfalle sind für
deren Verstellung auch noch andere Verstellmöglichkei
ten denkbar.
Die Verstellmöglichkeit nach der Fig. 8 ist durch die
Versorgung der Kolbenräume 31 mit dem Zulaufdruck
selbstregelnd. In Abhängigkeit von dem Druck erfolgt
durch die Tellerfedern 37 oder die Verstellkolben 30
eine entsprechende Verschiebung der Antriebswelle in
axialer Richtung. Bei einem entsprechend hohen Druck
wird die Abtriebswelle 3 entgegen der Kraft der Tel
lerfeder 37 nach links verschoben, womit die Öffnungen
der Verbindungsbohrungen 20 in den Bereich der geraden
Seitenwand 25 geraten, und damit ein größerer Befül
lungsgrad der Kolbenräume erreicht wird, woraus eine
entsprechende Druckregelung solange erfolgt, bis wie
der ein Gleichgewichtszustand erreicht wird und die
Abtriebswelle 3 eine entsprechende Zwischenposition
einnimmt. Bei entsprechend niedrigem Druck überwiegt
die Kraft der Tellerfedern 37, womit die Abtriebswelle
3 nach rechts bis in den Bereich der schrägen Seiten
wand 25 für eine minimale Befüllung der Kolbenräume
verschoben wird.
Bezugszeichenliste
1 Gehäuse
2 Deckel, Gehäusedeckel
3 Abtriebswelle
4 Exzenter
5 Abtriebszapfen
6 Lager, Gleitlager
7 Steuerzapfen
8 Kolben
9 Druckbohrung, Druckleitungen
10 Ölauslaßleitung
10A Druckmittelausgangsleitung
11 Leitung, Zuleitung
11A Einlaßöffnung
12 Ringnutöffnung
13 Schrägbohrung
14 Druckversorgungsnut
15 Entsorgungsnut
16 Steg
17 Schrägbohrung
18 Nutende, Umfangsnut
19 Leitung
20 Verbindungsbohrung
21 -
22 Einlaßöffnung
23A vordere Längsseite
23B hintere Längsseite
24 Lagerbuchse
25 Seitenwand
26 Längsachse
27 Nutbeginn
28 Nutende
29 Axialbohrung
30 Verstellkolben
31 Kolbenräume
32 Verbindungskanäle
33 Bohrung
34 Kolbenanlagefläche/Axialscheibe
35 Scheibe
36 Anschlagfläche, Axialscheibe
37 Tellerfeder
38-40 Bohrungen
2 Deckel, Gehäusedeckel
3 Abtriebswelle
4 Exzenter
5 Abtriebszapfen
6 Lager, Gleitlager
7 Steuerzapfen
8 Kolben
9 Druckbohrung, Druckleitungen
10 Ölauslaßleitung
10A Druckmittelausgangsleitung
11 Leitung, Zuleitung
11A Einlaßöffnung
12 Ringnutöffnung
13 Schrägbohrung
14 Druckversorgungsnut
15 Entsorgungsnut
16 Steg
17 Schrägbohrung
18 Nutende, Umfangsnut
19 Leitung
20 Verbindungsbohrung
21 -
22 Einlaßöffnung
23A vordere Längsseite
23B hintere Längsseite
24 Lagerbuchse
25 Seitenwand
26 Längsachse
27 Nutbeginn
28 Nutende
29 Axialbohrung
30 Verstellkolben
31 Kolbenräume
32 Verbindungskanäle
33 Bohrung
34 Kolbenanlagefläche/Axialscheibe
35 Scheibe
36 Anschlagfläche, Axialscheibe
37 Tellerfeder
38-40 Bohrungen
Claims (10)
1. Kolbenmotor, insbesondere Radialkolbenmotor, mit
einem Gehäuse verstellbaren Kolben und mit einer in
dem Gehäuse gelagerten Abtriebswelle, wobei die Ab
triebswelle mit einem Steuerzapfen versehen ist, wel
cher eine mit einer Druckmittelzuführung verbundene
segmentartige Druckversorgungsnut für die Kolben und
eine segmentartige Entsorgungsnut, die mit einer
Druckmittelausgangsleitung zur Druckmittelabfuhr ver
bunden ist, aufweist, wobei die Kolbenräume jeweils
über Verbindungsbohrungen während der Rotation der Ab
triebswelle mit der Druckversorgungsnut verbindbar
sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine Seitenwand (25) der Druckversorgungsnut (14) ge
genüber der senkrecht zur Längsachse der Abtriebswelle
(3) gerichteten Achse derart schräggestellt ist, daß
die Breite der Druckversorgungsnut (14), ausgehend von
einem Maß, das größer ist als der Durchmesser oder der
Querschnitt der Verbindungsbohrung (20), in Drehrich
tung der Abtriebswelle (3) abnimmt, und daß die Ab
triebswelle (3) über eine Verstelleinrichtung (30) in
axialer Richtung verstellbar ist.
2. Kolbenmotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Breite der Druckversorgungsnut (14) an dem von der
größeren Ausgangsbreite abgewandten Nutende (18) we
nigstens annähernd dem Durchmesser oder Querschnitt
der Verbindungsbohrung (20) entspricht.
3. Kolbenmotor nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Druckversorgungsnut über einen Umfangsbereich
von Null bis 150°, maximal bis 170° erstreckt.
4. Kolbenmotor nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schrägstellung der Seitenwand (25) derart gewählt
ist, daß die Verstellung der Abtriebswelle (3) propor
tional zu dem Drehmomentenbedarf eines Verbrauchers
ist.
5. Kolbenmotor nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstelleinrichtung mechanische Verstellglieder
aufweist.
6. Kolbenmotor nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstelleinrichtung hydraulische oder pneumatische
Verstellglieder (30) aufweist.
7. Kolbenmotor nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstellglieder (30) durch elektronische Steuer
glieder betätigbar sind.
8. Kolbenmotor nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstellglieder Verstellkolben (30) aufweisen, die
mit dem Zulaufdruck zu dem Kolbenmotor beaufschlagbar
sind.
9. Kolbenmotor nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verstellkolben (30) in axialer Richtung des Kol
benmotors verschiebbar sind und an einer radialen Kol
benanlagefläche (34) der Abtriebswelle (3) oder einem
mit der Abtriebswelle verbundenen Teil angreifen.
10. Kolbenmotor nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
an eine gegen die Kolbenanlagefläche (34) gerichtete
Anschlagfläche (Axialscheibe 36) eine federartige Ein
richtung (37) angepreßt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19914114846 DE4114846A1 (de) | 1990-05-12 | 1991-05-07 | Kolbenmotor |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4015289 | 1990-05-12 | ||
| DE19914114846 DE4114846A1 (de) | 1990-05-12 | 1991-05-07 | Kolbenmotor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4114846A1 true DE4114846A1 (de) | 1991-11-14 |
Family
ID=25893145
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19914114846 Withdrawn DE4114846A1 (de) | 1990-05-12 | 1991-05-07 | Kolbenmotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4114846A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4337508A1 (de) * | 1993-11-03 | 1995-05-04 | Rexroth Mannesmann Gmbh | Radialkolbenmotor als Einschubmotor |
| DE10260158A1 (de) * | 2002-12-20 | 2004-07-01 | Pleiger Maschinenbau Gmbh & Co. Kg | Radialkolbenmotor |
| CN103742354A (zh) * | 2014-01-02 | 2014-04-23 | 山东瑞诺液压机械有限公司 | 防缠绕旋转式液压马达结构 |
-
1991
- 1991-05-07 DE DE19914114846 patent/DE4114846A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
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