DE4114346C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern des Radblockierens eines Fahrzeugs - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern des Radblockierens eines FahrzeugsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine
Vorrichtung der in den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und
3 genannten Art.
Bei einem solchen, in der DE 40 30 617 A1 beschriebenen
Verfahren wird ein Regelplan zur Verhinderung eines
Radblockierens beim Abbremsen benutzt, der in Form von
Beschleunigungs-Verzögerungsgrößen einer zu regelnden System-
oder Radgeschwindigkeit und einer Geschwindigkeitsdifferenz
zwischen einer Sollgeschwindigkeit und der Radgeschwindigkeit
definiert ist. Der Regelplan wird während der
Antiblockierregeloperation abgelesen oder abgerufen, um eine
Regelung des hydraulischen Bremsdruckes zu bewirken. Dieses
Verfahren arbeitet unabhängig davon, ob das Fahrzeug bei
Geradeausfahrt oder aber einer Kurvenfahrt abgebremst wird.
Aus der DE 39 29 996 A1 ist eine Antiblockiersteuervorrichtung
bekannt, die Einrichtungen zum Messen der Raddrehzahlen des
Fahrzeugs, Einrichtungen zum Abbremsen der Fahrzeugräder und
eine Einrichtung zum Steuern oder Regeln der Fahrzeugräder-
Bremseinrichtungen nach Maßgabe eines Ausgangssignals von den
Fahrzeugräder-Meßeinrichtungen hat. Eine bei dieser Vorrichtung
benutzte Regeleinrichtung gibt eine Fahrzeuggeschwindigkeit
sowie erste und zweite Schwellenwertgeschwindigkeiten vor, von
denen letztere der Fahrzeuggeschwindigkeit mit einer
vorgeschriebenen Geschwindigkeitsdifferenz folgen. Die
vorgegebene Fahrzeuggeschwindigkeit ist dabei größer als die
erste Schwellenwertgeschwindigkeit, die wiederum größer als die
zweite Schwellenvertgeschwindigkeit ist. Auch bei dieser
bekannten Vorrichtung findet keinerlei Unterscheidung in der
Regelung bei einer Geradeausfahrt oder einer Kurvenfahrt des
abgebremsten Fahrzeuges statt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der im Oberbegriff
des Anspruchs 1 genannten Art so weiterzubilden, daß bei einem
Bremsen des Fahrzeuges während einer Kurvenfahrt auch die
inneren Fahrzeugräder ausreichend stark abgebremst werden.
Bei einem Verfahren der genannten Art ist diese Aufgabe durch
die im kennzeichnenden Teil der Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird festgestellt, ob bei
einer Kurvenfahrt des Fahrzeuges die dann inneren Fahrzeugräder
eine niedrigere Radgeschwindigkeit Vs haben als die jeweils
ermittelte höchste Radgeschwindigkeit VwH und zum Zeitpunkt des
Bremsbeginns, der z. B. mit einem üblichen Bremsschalter
festgestellt wird, eine solche festgestellte
Geschwindigkeitsdifferenz ΔV festgehalten. Die in üblicher
Weise ermittelte Sollgeschwindigkeit wird dann mit Hilfe einer
besonderen Einrichtung derart modifiziert, daß sie um diese
festgestellte Geschwindigkeitsdifferenz ΔV geringer als die
übliche berechnete Sollgeschwindigkeit ist. Die derart
modifizierte Sollgeschwindigkeit VT′ wird dann anstelle der
normal berechneten Sollgeschwindigkeit an die Steuereinrichtung
gegeben, um die Radbremszylinder so zu steuern, daß auch an den
bei einer Kurvenfahrt des Fahrzeugs inneren Fahrzeugrädern ein
ausreichender hydraulischer Bremsdruck herrscht, d. h. die
jeweils an den inneren Fahrzeugrädern auftretende
Radgeschwindigkeit Vs bis auf die niedrigere modifizierte
Zielgeschwindigkeit VT′ absinken kann, bevor der hydraulische
Bremsdruck an den inneren Fahrzeugrädern verringert wird.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Hierbei stellen dar:
Fig. 1 ein Blockdiagramm des Steuersystems , welches in einem
Antiblockiersteuerverfahren gemäß der Erfindung
verwendet wird,
Fig. 2 eine Steuerkarte, welche in dem Antiblockiersteuerverfahren
verwendet wird,
Fig. 3 ein Zeitdiagramm des Antiblockiersystems gemäß Fig. 1,
Fig. 4 ein Flußdiagramm des Betriebs des Steuerverfahrens,
Fig. 5 ein Flußdiagramm zur Modifikation einer Sollgeschwindigkeit
VT,
Fig. 6 ein Zeitdiagramm des Steuersystems gemäß Fig. 1 mit
Modifizierung der Sollgeschwindigkeit und
Fig. 7 ein Flußdiagramm eines vergleichbaren Steuersystems
ohne Modifizierung der Sollgeschwindigkeit.
Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung weist Drehzahlmesser 1 an, welche
vier Rädern eines Fahrzeugs zum Feststellen der Radgeschwindigkeiten
Vw angebracht sind, eine aus einem Computer bestehende
Steuereinheit 2 und Modulatoren 5 mit Halteventilen 6,
welche normalerweise geöffnete Magnetventile sind, und mit
Dämpfungsventilen 7, welche normalerweise geschlossene Magnetventile
sind, auf. Die Vorrichtung weist weiterhin einen
Hauptzylinder 3, welcher von einem Bremspedal 4 bedient wird,
einen Bremsschalter 4a, welcher durch Niederdrücken des Pedals 4
eingeschaltet wird, einen Behälter 8, eine Pumpe 9, einen Druckspeicher
10, in welchem durch die Pumpe eine Bremsflüssigkeit
vom Behälter gespeichert werden kann, und Radbremszylinder 11
für die Räder auf.
Die Steuereinheit 2 weist Mittel zur Radgeschwindigkeitsberechnung
12, Mittel zur Fahrzeuggeschwindigketisberechnung
13, Mittel zur Sollgeschwindigkeitsberechnung 14, Mittel
zur Geschwindigkeitsdifferenzberechnung 15, Mittel zur Beschleunigungs-/
Verzögerungsberechnung 16, Mittel zur Sollgeschwindigkeitsmodifikation
17 und eine Steuerung 18 auf. Die Radgeschwindigkeitsberechnungsmittel
12 berechnen die Radgeschwindigkeit
Vs für die entsprechenden Steuerkanäle der
Antiblockiersteuerungsvorrichtung auf der Grundlage von Ausgangssignalen
der Räderdrehzahlmesser 1. Die Mittel zur
Fahrzeuggeschwindigkeitsberechnung 13 berechnen eine
Fahrzeuggeschwindigkeit Vv auf der Grundlage von
Ausgangssignalen von den Mitteln zur Radgeschwindigkeitsberechnung
12. Die Mittel zur Fahrzeuggeschwindigkeitsberechnung
beinhalten Mittel für eine höchste Radgeschwindigkeitsauswahlschaltung
13a zum Auswählen der höchsten Radgeschwindigkeit
VwH aus vier Radgeschwindigkeiten Vs auf der
Grundlage von Ausgangssignalen der Mittel zur Radgeschwindigkeitsberechnung
12, und beinhalten weiterhin Filterschaltungsmittel
13b zum Einstellen der Grenzen der Beschleunigung/Verzögerung
der höchsten Radgeschwindigkeit Vwh innerhalb ±1 G,
um die Fahrzeuggeschwindigkeit Vv zu erhalten.
Die Mittel zur Berechnung der Sollgeschwindigkeit 14 berechnen
eine Sollgeschwindigkeit VT, welche den Steuerkanälen
der Antiblockiersteuervorrichtung gemeinsam ist und
welche der Fahrzeuggeschwindigkeit Vv mit einer
vorbestimmten Geschwindigkeitsdifferenz folgt. Die Mittel
zur Berechnung der Geschwindigkeitsdifferenz 15 berechnen eine
Differenz E (welche gleich Vv-VT ist) zwischen der
Fahrzeuggeschwindigkeit Vv und der Sollgeschwindigkeit VT. Die
Mittel zur Berechnung der Beschleunigung/Verzögerung 16 berechnen
einen Betrag dVs/dt für die Zunahme oder Abnahme der
Radgeschwindigkeit Vs. Die Mittel zur Modifizierung der
Sollgeschwindigkeit 17 modifizieren die Sollgeschwindigkeit VT
nur für den Steuerkanal für die Radgeschwindigkeit, falls die
Radgeschwindigkeit niedriger ist als die anderen Radgeschwindigkeiten,
weil in dem Fall, daß die Geschwindigkeiten der
inneren und der äußeren Räder des Fahrzeugs beim Kurvenfahren
voneinander unterschiedlich sind.
Noch genauer ausgeführt funktionieren die Mittel zur Sollgeschwindigkeitsmodifikation
17 so, daß, falls eine Geschwindigkeitsdifferenz
ΔV (welche gleich VwH-Vs ist) zwischen
der höchsten Radgeschwindigkeit VwH und der Radgeschwindigkeit
Vs auftritt, wenn der Bremsschalter 4a eingeschaltet ist,
dann wird eine Geschwindigkeit, welche um die Geschwindigkeitsdifferenz
ΔV niedriger ist als die Sollgeschwindigkeit VT, als
eine modifizierte Sollgeschwindigkeit VT′ (welche zu VT-ΔV
gleich ist) für den Steuerkanal der Radgeschwindigkeit Vs
erzeugt und dann zu den Geschwindigkeitsdifferenzberechnungsmitteln
15 übertragen.
Die Steuerung hat einen Speicher, in welchem eine Steuerkarte,
wie in Fig. 2 dargestellt, gespeichert ist. Die Steuerkarte
gemäß Fig. 2 hat eine X-Achse für die Differenz E zwischen
der Radgeschwindigkeit Vs und der Sollgeschwindigkeit VT
und eine Y-Achse für den Betrag dVs/dt für die Zunahme oder
Abnahme der Radgeschwindigkeit Vs, und weiterhin weist
sie ein hydraulisches Bremsdruckzunahmegebiet, ein hydraulisches
Bremsdruckhaltegebiet und ein hydraulisches Bremsdruckabnahmegebiet
auf. Die Differenzwerte des Gradienten
der Druckzunahme im Druckzunahmegebiet und jene des Gradienten
der Druckabnahme im Druckabnahmegebiet werden als
Steuerwerte in der Steuerkarte gezeigt. Der Gradient der
Druckzunahme wird durch das Verhältnis eines Druckzunahmesignals
definiert, welches an dem Halteventil 6 anliegt.
In gleicher Weise wird der Gradient der Druckabnahme durch
das Verhältnis eines Druckabnahmesignals definiert, welches
an dem Dämpfungsventil 7 anliegt. Die Steuerung 18 liest die
Steuerwerte aus der Steuerkarte, um die Steuerung auszuführen,
indem das Halteventil 6 und das Dämpfungsventil 7
geöffnet oder geschlossen werden, um so den hydraulischen
Bremsdruck in dem Radzylinder 11 zu vergrößern, konstant
zu halten oder zu verringern.
Ein Beispiel des Verfahrens der Antiblockiersteuerung des
Fahrzeugs wird mit Hinweis auf die Fig. 3 beschrieben, welche
ein Zeitdiagramm des Verfahrens zeigt, und mit Hinweis
auf Fig. 4, welche ein Flußdiagramm des Verfahrens zeigt.
Die Stati gemäß Fig. 3 werden zuerst beschrieben.
Der Status 0 dauert von einem Zeitpunkt A, in welchem der
Bremsschalter 4a durch Niederdrücken des Bremspedals 4 eingeschaltet
wird, bis zu einem Zeitpunkt B, in welchem der
Betrag dVs/dt der Abnahme in der Radgeschwindigkeit Vs
einen vorgeschriebenen Wert - Gmax erreicht hat, oder bis
zu einem Zeitpunkt, in welchem von der Steuerkarte gelesen
werden kann, daß die Antiblockiersteuerung im Druckhaltegebiet
ist. Im Status 0 ist das Halteventil 6 offen, das
Dämpfungsventil 7 ist geschlossen und der hydraulische Bremsdruck
im Radzylinder 11 hat zugenommen, indem die Bremsflüssigkeit
vom Hauptzylinder 3 zum Radzylinder 11 geliefert
wird.
Der Status 1 dauert vom Zeitpunkt B bis zu einem Zeitpunkt C,
bei welchem ein Steuerwert für die Abnahme des hydraulischen
Bremsdrucks im Radzylinder von der Steuerkarte in den Modulator
5 eingegeben wird. Im Zeitpunkt B ist das Halteventil 6
geschlossen und der hydraulische Bremsdruck wird konstant gehalten.
Der Status 2 dauert von dem Zeitpunkt C, bei welchem der Steuerwert
für die Abnahme des hydraulischen Bremsdrucks von der
Steuerkarte in den Modulator 5 eingegeben wird, bis zu
einem Zeitpunkt, bei dem ein Steuerwert für die Zunahme des hydraulischen
Bremsdrucks von der Karte in den Modulator 5
für eine vorgeschriebene Zeitdauer eingegeben worden ist.
Im Status 2 hat der hydraulische Bremsdruck im Radzylinder 11
auf der Grundlage von Steuerwerten, welche von der Steuerkarte
abgelesen werden, abgenommen, ist konstant gehalten
und hat zugenommen.
Das Ausführungsbeispiel der Antiblockiersteuerung wird mit
Hinweis auf Fig. 4, welche ein Flußdiagramm zeigt, beschrieben.
Im Schritt S1 wird der Betrag dVs/dt der Zunahme oder Abnahme
der Radgeschwindigkeit Vs berechnet. Im Schritt S2 wird die
Differenz E (=Vs-VT) zwischen der Radgeschwindigkeit Vs
und der Sollgeschwindigkeit VT berechnet. Im Schritt S3 wird
ein Steuerwert von der Steuerkarte auf der Grundlage des
Betrages dVs/dt der Zunahme oder Abnahme der Radgeschwindigkeit
Vs und der Geschwindigkeitsdifferenz E, welche in den
Schritten S1 und S2 berechnet wurden, gelesen. Im Schritt S4
wird geprüft, ob die Antiblockiersteuerung in den Status 2
gekommen ist, nämlich ob der Steuerwert für die Abnahme im
hydraulischen Bremsdruck von der Steuerkarte eingegeben ist.
Wenn in diesem Beispiel im Schritt S4 festgestellt wird,
daß die Steuerung noch nicht in den Status 2 gekommen ist,
dann wird in Schritt S5 geprüft, ob der Betrag dVs/dt der Abnahme
der Radgeschwindigkeit Vs den vorgeschriebenen Wert
-Gmax erreicht hat. Wenn im Schritt S5 festgestellt wird,
daß der Betrag dVs/dt noch nicht den vorgeschriebenen Wert
-Gmax erreicht hat, dann wird im Schritt S6 die Antiblockiersteuerung
in den Status 0 gesetzt. Wenn im Schritt S5 festgestellt
wird, daß der Betrag dVs/dt den vorgeschriebenen
Wert -Gmax ereicht hat, dann wird im Schritt S7 die Antiblockiersteuerung
in den Status 1 gesetzt. Dann wird im
Schritt S8 geprüft, ob der Steuerwert für die Abnahme des
hydraulischen Bremsdrucks von der Steuerkarte eingegeben ist.
Wenn im Schritt S8 festgestellt wird, daß der Steuerwert von
der Karte eingegeben ist, dann wird im Schritt S9 die Antiblockiersteuerung
in den Status 2 gesetzt und ein Steuermodus
wird auf der Grundlage des von der Steuerkarte gelesenen
Steuerwertes bestimmt, und im Schritt S10 wird das Verhältnis
eines an das Halteventil HV anzulegenden Druckzunahmesignals
oder das Verhältnis eines an das Dämpfungsventil DV anzulegenden
Druckabnahmesignals bestimmt, um das Ventil zu öffnen
oder zu schließen, um so den hydraulischen Bremsdruck zu
vergrößern, konstant zu halten oder zu verringern. Im Schritt
S11 wird geprüft, ob ein Steuerwert für die Zunahme des hydraulischen
Bremsdrucks von der Steuerkarte für die vorgeschriebene
Zeit eingegeben worden ist. Wenn im Schritt S11 festgestellt
wird, daß der Steuerwert für die Druckzunahme nicht von der
Steuerkarte für die vorgeschriebene Zeit eingegeben worden
ist, dann wird der Schritt S1 wieder ausgeführt. Wenn im Schritt
S11 festgestellt wird, daß der Steuerwert für die Druckzunahme
von der Steuerkarte für die vorgeschriebene Zeit eingegeben
worden ist, dann werden das Halteventil HV und das
Dämpfungsventil DV in einen normalen Bremszustand zurückgesetzt,
welcher kein Antiblockiersteuerzustand ist. In diesem
Fall wird im Schritt S12 das Halteventil geöffnet und das
Dämpfungsventil DV wird geschlossen und die Antiblockiersteuerung
wird im Schritt S13 in den Status 0 gesetzt.
Fig. 5 zeigt ein Flußdiagramm einer Sollgeschwindigkeitsmodifikationsroutine,
welche durch Benutzen der Mittel zur Sollgeschwindigkeitsmodifikation
17 ausgeführt wird. Bezugnehmend
auf die Fig. 6 und die Fig. 5 wird die Routine wie nachfolgend
beschrieben. Im Schritt S21 wird geprüft, ob die
Antiblockiersteuerung im Status 0 ist, nämlich ob die
Steuerung in demjenigen Zeitpunkt A ist, bei welchem der
Bremsschalter 4a durch Niederdrücken des Bremspedals 4
eingeschaltet wird. Wenn im Schritt S21 festgestellt wird,
daß die Steuerung in dem Zeitpunkt A ist, dann wird im
Schritt S22 die Geschwindigkeitsdifferenz ΔV zwischen der
höchsten Radgeschwindigkeit VwH und der Radgeschwindigkeit
Vs berechnet und eine Geschwindigkeit, welche dem Rest
der Subtraktion der Geschwindigkeitsdifferenz ΔV von der
den Steuerkanälen der Antiblockiersteuervorrichtung gemeinsamen
Sollgeschwindigkeit VT gleich ist, wird als die
modifizierte Sollgeschwindigkeit VT′ für den Steuerkanal
der Radgeschwindigkeit Vs gesetzt und im Schritt S23 zu
den Mitteln zur Berechnung der Geschwindigkeitsdifferenz
15 übertragen.
In dem Verfahren wird die Geschwindigkeit, welche mit vorgeschriebener
Geschwindigkeitsdifferenz der
Fahrzeuggeschwindigkeit Vv, welche auf der Grundlage der
höchsten Radgeschwindigkeit VwH von vier Radgeschwindigkeiten
Vw berechnet wird, folgt, als die den Steuerkanälen
bei der direkten Bewegung des Fahrzeugs gemeinsame Sollgeschwindigkeit
VT, wie vorstehend beschrieben, gesetzt.
Die Steuerkarte, welche das hydraulische Druckzunahmegebiet,
das hydraulische Druckabnahmegebiet, die Differenzwerte des
Gradienten der Druckzunahme im Druckzunahmegebiet und denjenigen
des Gradienten der Druckabnahme im Druckabnahmegebiet
in Ausdrücken einer Beziehung zwischen dem Betrag
der Zunahme oder Abnahme in der Radgeschwindigkeit Vs
und der Differenz zwischen der Radgeschwindigkeit Vs und
der Sollgeschwindigkeit VT gemäß Fig. 2 anzeigt, wird vorbereitet.
Der hydraulische Bremsdruck in dem Radzylinder 11
wird durch Lesen der Steuerkarte vergrößert und verringert.
Beim Kurvenfahren des Fahrzeuges ist die Radgeschwindigkeit
Vs, welche die Radgeschwindigkeit Vw des inneren Fahrzeugrades
ist, niedriger als die andere Radgeschwindigkeit
Vs, welche die Radgeschwindigkeit des äußeren Fahrzeugrades
ist. Wie in Fig. 6 gezeigt, entsteht deshalb zu dem
Zeitpunkt A, bei welchem der Bremsschalter 4a eingeschaltet
wird, die Geschwindigkeitsdifferenz ΔV zwischen der höchsten
Radgeschwindigkeit VwH und der Radgeschwindigkeit Vs,
welche die Geschwindigkeit des inneren Rades ist. Folglich
wird die Geschwindigkeit, welche
durch die Geschwindigkeitsdifferenz ΔV niedriger ist als die
den Steuerkanälen gemeinsame Sollgeschwindigkeit VT als die
modifizierte Sollgeschwindigkeit VT′ für den Steuerkanal
für die Geschwindigkeit des inneren Rades gesetzt, so daß
die Geschwindigkeitsdiffferenz E, welche entlang der X-Achse
in der Steuerkarte für den Steuerkanal für die Geschwindigkeit
des inneren Rades gezeigt ist, modifiziert wird. Der
hydraulische Bremsdruck im Radzylinder 11 für das innere Rad
wird auf der Grundlage der modifizierten Steuerkarte eingestellt,
so daß die Radgeschwindigkeit Vs, welche die Geschwindigkeit
des inneren Rades ist, gegen die modifizierte
Sollgeschwindigkeit VT′ konvergiert.
Fig. 7 zeigt ein Zeitdiagramm eines vergleichbaren Beispiels
eines anderen Antiblockiersteuerverfahrens, bei welchem eine
Sollgeschwindigkeit für einen Steuerkanal für das innere
Rad eines Fahrzeuges zum Bremszeitpunkt beim Kurvenfahren
nicht modifiziert wird. Wenn das Bremsen beim Kurvenfahren
begonnen wird, wird die Antiblockiersteuerung so ausgeführt,
daß eine Radgeschwindigkeit Vs, welche die Geschwindigkeit
des inneren Rades ist, gegen die den Steuerkanälen einer
Antiblockiersteuervorrichtung gemeinsame Sollgeschwindigkeit
VT konvergiert. Aus diesem Grunde beginnt die Abnahme des
hydraulischen Bremsdrucks in einem Radzylinder für das
innere Rad früher als in einem Steuerkanal für das andere
Rad mit der höchsten Geschwindigkeit, so daß der Druck ungenügend
wird. Dies ist ein Problem. Im Gegensatz hierzu
wird beim Ausführungsbeispiel der Erfindung
die Sollgeschwindigkeit VT für das innere Rad des Fahrzeugs
beim kurvenfahrenden Bremsen modifiziert, so daß die modifizierte
Sollgeschwindigkeit VT′ zuständig für das innere
Rad, wie in Fig. 6 gezeigt, gesetzt wird. Aus diesem Grunde
ist es möglich das Problem zu beseitigen, daß die Antiblockiersteuerung
zu früh an dem inneren Rad des Fahrzeugs zum Bremszeitpunkt
ausgeführt wird und so der hydraulische Druck für
das Rad ungenügend wird.
Claims (3)
1. Verfahren zum Verhindern des Radblockierens eines Fahrzeugs,
das mit einer blockiergeschützten Bremsanlage ausgerüstet ist,
mit folgenden Schritten:
- (a) die Radgeschwindigkeit Vs an den einzelnen Rädern wird bestimmt;
- (b) aus der jeweils größten Radgeschwindigkeit VwH wird eine durch Anstiegs- und Abfallgradienten begrenzte Fahrzeuggeschwindigkeit Vv bestimmt,
- (c) es wird eine Sollgeschwindigkeit VT errechnet, die der Fahrzeuggeschwindigkeit Vv mit einer bestimmten Geschwindigkeitsdifferenz E folgt,
- (d) ein Vergleich zwischen der jeweiligen Rad- mit der Fahrzeuggeschwindigkeit wird vorgenommen.
- (e) abhängig von diesem Vergleich wird der Bremsblock in den einzelnen Steuerkanälen abgesenkt, konstant gehalten oder wieder erhöht,
- (e1) wobei sich die Art der Druckveränderung aus einer abgespeicherten
Tabelle ergibt, welche die zeitliche Ableitung
dVs/dt der Radgeschwindigkeit und der Geschwindigkeitsdifferenz
enthält,
dadurch gekennzeichnet, daß - (f) wenn bei Bremsbeginn eine Geschwindigkeitsdifferenz ΔV zwischen der größten Radgeschwindigkeit VwH und einer der Radgeschwindigkeiten Vs vorliegt, anstelle der Sollgeschwindigkeit VT eine neue Sollgeschwindigkeit VT′ gesetzt wird, die sich aus dem Wert VT′=VT -ΔV errechnet, um eine vorzeitige Druckentlastung des kurveninneren Rades zu vermeiden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
für die Steuerkanäle die Steuerung dadurch ausgeführt wird, daß
eine Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der Radgeschwindigkeit
Vs und der neuen Sollgeschwindigkeit VT′ berechnet wird, eine
Steuerkarte vorbereitet wird, in welcher ein Druckzunahmegebiet
und ein Druckabnahmegebiet des hydraulischen Bremsdrucks und
ein Druckzunahmegradient in dem Druckzunahmegebiet und ein
Druckabnahmegradient in dem Druckabnahmegebiet in Ausdrücken
der Ableitung dVs/dt der Radgeschwindigkeit und der Geschwindigkeitsdifferenz
ΔV zwischen der Radgeschwindigkeit Vs und
der neuen Sollgeschwindigkeit VT′ dargestellt werden, und die
Steuerkarte gelesen wird, um die Steuerung des hydraulischen
Bremsdrucks im entsprechenden Steuerkanal auszuführen.
3. Antiblockiersteuervorrichtung zum Durchführen des Verfahrens
nach Anspruch 1 oder 2 mit:
einer Einrichtung (12) zum Bestimmen der Radgeschwindigkeit (Vs) an den einzelnen Rädern,
einer Einrichtung (13) zum Berechnen der Fahrzeuggeschwindigkeit Vv aufgrund der jeweils größten ermittelten Radgeschwindigkeit VwH aus den Radgeschwindigkeiten Vs der einzelnen Fahrzeugräder,
einer Einrichtung (14) zum Berechnen einer Sollgeschwindigkeit VT, welche der Fahrzeuggeschwindigkeit Vv, mit einer vorbestimmten Geschwindigkeitsdifferenz E folgt, und
einer Steuereinrichtung (18), die die Sollgeschwindigkeit VT als Sollwert für die angestrebten Radgeschwindigkeiten Vs erhält, um den an Radbremszylinder gegebenen hydraulischen Bremsdruck wahlweise zu vergrößern, konstant zu halten und zu verringern;
gekennzeichnet durch
eine Einrichtung (17) zum Modifizieren der berechneten Sollgeschwindigkeit VT, die die jeweils ermittelte höchste Radgeschwindigkeit VwH und die Radgeschwindigkeiten Vs erhält sowie mit einem Bremsschalter (4a) verbunden ist, um eine modifizierte Zielgeschwindigkeit VT′ abzugeben, die um eine Geschwindigkeitsdifferenz ΔV gegenüber der Sollgeschwindigkeit VT erniedrigt ist, wenn eine solche Geschwindigkeitsdifferenz ΔV zum Zeitpunkt des Bremsbeginns zwischen den Radgeschwindigkeiten Vs der bei Kurvenfahrt inneren Fahrzeugräder und der höchsten Radgeschwindigkeit VwH festgestellt wird.
einer Einrichtung (12) zum Bestimmen der Radgeschwindigkeit (Vs) an den einzelnen Rädern,
einer Einrichtung (13) zum Berechnen der Fahrzeuggeschwindigkeit Vv aufgrund der jeweils größten ermittelten Radgeschwindigkeit VwH aus den Radgeschwindigkeiten Vs der einzelnen Fahrzeugräder,
einer Einrichtung (14) zum Berechnen einer Sollgeschwindigkeit VT, welche der Fahrzeuggeschwindigkeit Vv, mit einer vorbestimmten Geschwindigkeitsdifferenz E folgt, und
einer Steuereinrichtung (18), die die Sollgeschwindigkeit VT als Sollwert für die angestrebten Radgeschwindigkeiten Vs erhält, um den an Radbremszylinder gegebenen hydraulischen Bremsdruck wahlweise zu vergrößern, konstant zu halten und zu verringern;
gekennzeichnet durch
eine Einrichtung (17) zum Modifizieren der berechneten Sollgeschwindigkeit VT, die die jeweils ermittelte höchste Radgeschwindigkeit VwH und die Radgeschwindigkeiten Vs erhält sowie mit einem Bremsschalter (4a) verbunden ist, um eine modifizierte Zielgeschwindigkeit VT′ abzugeben, die um eine Geschwindigkeitsdifferenz ΔV gegenüber der Sollgeschwindigkeit VT erniedrigt ist, wenn eine solche Geschwindigkeitsdifferenz ΔV zum Zeitpunkt des Bremsbeginns zwischen den Radgeschwindigkeiten Vs der bei Kurvenfahrt inneren Fahrzeugräder und der höchsten Radgeschwindigkeit VwH festgestellt wird.
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| JP2772838B2 (ja) * | 1989-09-29 | 1998-07-09 | 株式会社曙ブレーキ中央技術研究所 | 車両のアンチロック制御方法 |
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