DE4113511A1 - Dosiervorrichtung fuer fluessige medien - Google Patents
Dosiervorrichtung fuer fluessige medienInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Dosierung
von flüssigen Medien, beispielsweise Farbe, in Betonbereitungs
anlagen oder dgl., bestehend aus einem Vorratsbehälter für das
zu dosierende Medium, der über eine Zuführleitung an eine Do
siereinrichtung mit einer Abgabeleitung angeschlossen ist.
Bei der Herstellung von Betonplatten, Verbundpflastersteinen
und dgl. kommt es vor, daß dieselben für eine besondere land
schaftliche oder städtebauliche Gestaltung eine spezielle Far
be besitzen. Diese Farbe wird dadurch erreicht, daß der Beton
bereitungsanlage bereits ein flüssiger Farbstoff zudosiert
wird. Zur Dosierung dieser Farbe ist eine Vorrichtung bekannt,
die aus einem Vorratsbehälter für die Farbe oder dgl. besteht.
Dieser Vorratsbehälter ist über eine Zuführleitung an eine Do
siereinrichtung angeschlossen, die ihrerseits mit einer Abga
beleitung versehen ist. Eine solche Dosiereinrichtung besteht
vielfach aus einer besonderen Dosierpumpe, über die das flüs
sige Medium bzw. die Farbe in einem vorgegebenen Volumen der
Betonbereitungsanlage zugeführt wird. Derartige Dosierpum
pen sind einerseits aufwendig und haben andererseits den Nach
teil, daß sie in ihrer Funktion von dem flüssigen Medium, ins
besondere von Farbe, beeinträchtigt werden, so daß Störungen
nicht ausgeschlossen sind.
Es ist darüber hinaus aber auch bekannt, die Dosierung von
Farbe für Betonbereitungsanlagen in der Weise durchzufüh
ren, daß mittels einer Pumpe zunächst ein Dosierbehälter ge
füllt wird, der nach vollständiger Füllung vom Vorratsbehäl
ter abgesperrt und entleert wird.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vor
richtung zur Dosierung von flüssigen Medien, beispielsweise
Farbe, in Betonbereitungsanlagen oder dgl. zu schaffen,
die ohne den Einsatz einer Pumpe die angestrebte Dosierung
ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der ein
gangs beschriebenen Gattung vorgeschlagen, daß die Dosierein
richtung aus einer unterhalb des Vorratsbehälters befindlichen
und im freien Fall über die absperrbare Zuführleitung befüll
baren Dosierkammer besteht, die nach dem Füllvorgang über ein
hydraulisches oder pneumatisches Druckmittel in die mit einem
Absperrventil versehene Abgabeleitung entleerbar ist.
Bei einer solchen Vorrichtung läuft das Fördermedium im freien
Fall aus dem Vorratsbehälter in die Dosierkammer, so daß hier
keine Pumpe erforderlich ist. Über das hydraulische oder pneu
matische Druckmittel wird dann die Dosierkammer entleert und
das flüssige Medium bzw. die Farbe in die Abgabeleitung ge
drückt. Auch für diesen Entleervorgang ist keine Pumpe erfor
derlich, die mit dem flüssigen Medium in Berührung kommt. Die
mit Flüssigkeitspumpen verbundenen Störungen, insbesondere Be
einträchtigungen durch das Fördermedium, treten hier nicht auf.
Weitere Merkmale einer Vorrichtung gemäß der Erfindung sind
in den Ansprüchen 2-7 offenbart.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand in einer Zeichnung in
vereinfachter Weise dargestellter Ausführungsbeispiele näher
erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 eine Vorrichtung zur Dosierung von Farbe gemäß der
Erfindung,
Fig. 2 eine weitere Ausbildung einer Dosiervorrichtung ge
mäß der Erfindung und
Fig. 3 eine Abänderung des Ausführungsbeispieles der Fig. 2.
In der Fig. 1 der Zeichnung ist eine Vorrichtung zur Dosierung
von flüssiger Farbe in einer Betonbereitungsanlage gezeigt,
die aus einem Vorratsbehälter 1 für die zu dosierende Farbe
besteht. Dieser Vorratsbehälter 1 ist bis zu der eingezeichne
ten Linie 2 mit Farbe gefüllt. Der Vorratsbehälter 1 ist an
seinem unteren Ende kegelförmig ausgebildet, wobei an der
tiefsten Stelle eine Zuführleitung 3 angeschlossen ist, die zu
einer Dosierkammer 4 führt. In diese Zuführleitung 3 ist ein
Absperrventil 5 eingesetzt, welches als Rückschlagventil,
Schwimmerventil oder dgl. ausgebildet sein kann. Bedarfsweise
kann dieses Absperrventil in Abhängigkeit von seiner Ausbil
dung über Druckluft betätigt bzw. geöffnet und geschlossen
werden.
Die Dosierkammer 4 besitzt ebenfalls einen kegelförmigen Bo
den, an dessen tiefster Stelle eine Abgabeleitung 6 angeschlos
sen ist. Diese Abgabeleitung 6, in die ebenfalls ein Absperr
ventil 7 eingesetzt ist, führt in den nicht dargestellten
Mischbehälter einer Betonbereitungsanlage. Das Absperrventil
7 kann auch als Rückschlagventil ausgebildet sein und ist in
Abhängigkeit von seiner Ausgestaltung ebenfalls über Druck
luft betätigbar. Im oberen Bereich der Dosierkammer 4 mündet
eine Druckluftleitung 8, über die Druckluft in die Dosierkam
mer 4 eingeleitet werden kann. Das Volumen der Dosierkammer
4 ist so gewählt, daß es genau der Menge der zu dosierenden
Farbe oder einem ganzzahligen Bruchteil davon entspricht.
Bei dem Dosiervorgang wird nun davon ausgegangen, daß der Vor
ratsbehälter 1 bis zur Linie 2 mit Farbe gefüllt ist. Nach dem
Öffnen des Absperrventiles 3 fließt diese Farbe im freien Fall
in die Dosierkammer 4, die unten durch das Absperrventil 7 ge
schlossen ist. Sobald die Dosierkammer 4 vollständig oder bis
zu einer vorgegebenen Höhe mit Farbe gefüllt ist, wird das Ab
sperrventil 3 geschlossen und gleichzeitig das Absperrventil 7
geöffnet. Durch die Zufuhr von Druckluft über die Leitung 8
wird nun die in der Dosierkammer 4 befindliche Farbe über die
Abgabeleitung 6 zum Mischer der Betonbereitungsanlage ge
drückt. Sobald die Dosierkammer 4 entleert ist bzw. deren
Füllhöhe einen vorgegebenen Tiefststand aufweist, wird die
Zufuhr von Druckluft abgestellt und gleichzeitig das Absperr
ventil 7 wieder geschlossen. Nach dem Öffnen des Absperrven
tiles 5 wiederholt sich der beschriebene Füllvorgang für die
Dosierkammer 4. Bei der Anordnung eines Rückschlagventils als
Absperrventil 7 muß dessen sperrende Kraft so groß gewählt
werden, daß das Rückschlagventil nur erst nach Beaufschlagung
der Dosierkammer 4 mit Druckluft öffnet.
In der Fig. 2 der Zeichnung ist eine Dosiervorrichtung ge
zeigt, die ebenfalls aus einem Vorratsbehälter 1, einer Zu
führleitung 3 mit Absperrventil 5, einer Dosierkammer 4 und
einer Abgabeleitung 6 mit Absperrventil 7 besteht. Die Dosier
kammer 4 ist hier in einem Behälter 9 ausgebildet, der durch
eine elastische Membran 10 in die Dosierkammer 4 und einen
Druckraum 11 unterteilt ist. In den Druckraum 11 mündet eine
Druckmittelleitung 8, über die hier ein flüssiges Druckmittel
in den Druckraum 11 eingeleitet werden kann.
Wenn hier die Dosierkammer 4 mit einem angestrebten Volumen an
Farbe gefüllt ist, - die Membran 10 kann dabei an der Außen
wand des Druckraumes 11 anliegen - wird über die Leitung 8 ein
flüssiges Druckmittel in den Druckraum 11 eingeführt. Dies
führt dazu, daß die Membran 10 das Volumen der Dosierkammer 4
verkleinert. Nachdem die Zuführleitung 3 abgesperrt und nur
die Abgabeleitung 6 geöffnet ist, strömt das aus der Dosier
kammer 4 verdrängte Volumen über die Abgabeleitung 6 in den
Mischbehälter der Betonbereitungsanlage.
Bei diesem Ausführungsbeispiel entspricht das Volumen der ge
füllten und vergrößerten Dosierkammer 4 normalerweise dem Do
siervolumen. Wird über die Leitung 8 jedoch von einem Dosier
behälter 12 eine genau dosierte Menge eines flüssigen, inkom
pressiblen Druckmittels in die Druckkammer 11 eingeleitet,
kann auch die Menge des zugeführten, flüssigen Druckmittels
als Dosiervolumen benutzt werden.
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 3 stimmt weitgehend mit dem
Ausführungsbeispiel der Fig. 2 überein. Hier sind jedoch in
die Druckmittelleitung 8 für das flüssige Druckmittel drei Do
sierbehälter 12, 13, 14 mit unterschiedlichem Volumen einge
zeichnet, die entweder getrennt oder in jeder beliebigen Kom
bination gemeinsam zur Wirkung kommen und eine entsprechende
Menge an flüssigem Druckmittel an die Druckkammer 11 abgeben.
In Abänderung dieses Ausführungsbeispieles können auch mehr
als drei Dosierbehälter 12, 13, 14 verwendet werden, die auch
alle unterschiedliche Volumen besitzen. Dadurch ist es mög
lich, eine Dosiergenauigkeit von 0,5% des maximalen Volumens
zu erreichen. Mit einer solchen Vorrichtung können unter
schiedliche Mengen an Farbe oder dgl. aus der Dosierkammer 4
herausgedrückt und über die Abgabeleitung 6 dem Mischer der
Betonbereitungsanlage zugeführt werden.
In Abänderung der erläuterten Ausführungsbeispiele ist es fer
ner möglich, die Dosierkammer 4 und gegebenenfalls die Druck
mittelbehälter im normalerweise immer erforderlichen Unterbau
des Vorratsbehälters 1 anzuordnen, so daß eine in sich ge
schlossene Baueinheit entsteht.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Dosierung von flüssigen Medien, beispiels
weise Farbe, in Betonbereitungsanlagen oder dgl., be
stehend aus einem Vorratsbehälter für das zu dosierende Me
dium, der über eine Zuführleitung an eine Dosiereinrichtung
mit einer Abgabeleitung angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosiereinrichtung aus einer unterhalb des Vorrats
behälters (1) befindlichen und im freien Fall über die ab
sperrbare Zuführleitung (3) befüllbaren Dosierkammer (4)
besteht, die nach dem Füllvorgang über ein hydraulisches
oder pneumatisches Druckmittel in die mit einem Absperrven
til (7) versehene Abgabeleitung (6) entleerbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosierkammer (4) durch eine Membran (10) von einem
Druckraum (11) abgetrennt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Druckraum (11) mindestens eine Vordosierkammer
(12, 13, 14) zugeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Druckraum (11) mindestens zwei Vordosierkammern
(12, 13, 14) mit unterschiedlichen Volumen vorgeordnet sind.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Absperrventil (7) in der Abgabeleitung (6) als
Rückschlagventil ausgebildet ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Zuführleitung (3) ein Schwimmerventil angeord
net ist.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dosierkammer (4) und gegebenenfalls die Vordosier
kammer(n) in einem Unterbau des Vorratsbehälters (1) ange
ordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4113511A DE4113511A1 (de) | 1991-04-25 | 1991-04-25 | Dosiervorrichtung fuer fluessige medien |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE4113511A DE4113511A1 (de) | 1991-04-25 | 1991-04-25 | Dosiervorrichtung fuer fluessige medien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4113511A1 true DE4113511A1 (de) | 1992-10-29 |
Family
ID=6430338
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE4113511A Withdrawn DE4113511A1 (de) | 1991-04-25 | 1991-04-25 | Dosiervorrichtung fuer fluessige medien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4113511A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4236628A1 (de) * | 1992-10-29 | 1994-05-05 | Waldner Gmbh & Co Hermann | In einem Produktstrom angeordnete Dosieranlage |
| WO1997001744A1 (de) * | 1995-06-29 | 1997-01-16 | Hans Willi Meinz | Verfahren und vorrichtung zur verschleiss- und leckage kontrollierten volumetrischen dosierung einer fliessfähigen komponente |
| WO2000041550A3 (en) * | 1999-01-18 | 2002-01-24 | Wahoo Trust | Apparatus for measuring and delivery of small volumes of fluid |
-
1991
- 1991-04-25 DE DE4113511A patent/DE4113511A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4236628A1 (de) * | 1992-10-29 | 1994-05-05 | Waldner Gmbh & Co Hermann | In einem Produktstrom angeordnete Dosieranlage |
| WO1997001744A1 (de) * | 1995-06-29 | 1997-01-16 | Hans Willi Meinz | Verfahren und vorrichtung zur verschleiss- und leckage kontrollierten volumetrischen dosierung einer fliessfähigen komponente |
| WO2000041550A3 (en) * | 1999-01-18 | 2002-01-24 | Wahoo Trust | Apparatus for measuring and delivery of small volumes of fluid |
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|---|---|---|---|
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