DE4109742A1 - Vorrichtung zum reinigen des insbesondere in spritzkabinen umlaufenden wassers und spritzkabine mit einer solchen vorrichtung - Google Patents
Vorrichtung zum reinigen des insbesondere in spritzkabinen umlaufenden wassers und spritzkabine mit einer solchen vorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen des
insbesondere in Spritzkabinen umlaufenden Wassers von
mittels eines Emulgators behandelten Lackresten. Weiter
hin betrifft die Erfindung eine Spritzkabine mit einer
solchen Vorrichtung.
Das Reinigen von Lackresten enthaltendem Wasser bereitet
erhebliche Schwierigkeiten, weil die Lackreste sehr stark
zu einem Verkleben neigen und die Handhabung des bei
einer solchen Reinigung anfallenden Schlammes zeitaufwen
dig und unangenehm ist. Weiterhin entstehen für die Ent
sorgung dieses Schlammes erhebliche Kosten.
Bei Spritzkabinen hat man bislang in das unterhalb der
Fußroste angeordnete Wasserbecken den Emulgator einflie
ßen lassen und den durch Sedimentation sich auf dem Boden
des Wasserbeckens sammelnden Schlamm mittels eines Krat
zerbandes ausgetragen. Solche Anlagen sind recht störan
fällig, insbesondere bei gleichzeitigem Einsatz unter
schiedlicher Lacksysteme, die verschieden auf den Emulga
tor reagieren, da sich vor allem dort, wo das Kratzerband
in das Wasserbecken eintaucht, auf ihm Lackreste ansam
meln und dort festkleben, weil sie dort noch nicht oder
nur kurzzeitig der Wirkung des Emulgators ausgesetzt
sind.
Filter hat man bislang zur Reinigung von Lackresten ent
haltendem Wasser nicht eingesetzt, weil der Lackschlamm
ein solches Filter zu rasch verstopfen würde.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Vorrich
tung zur Reinigung von Lackreste enthaltendem Wasser zu
entwickeln, welche besonders einfach zu handhaben ist und
möglichst zuverlässig und störunempfindlich arbeitet.
Weiterhin soll eine Spritzkabine mit einer solchen Vor
richtung geschaffen werden.
Das erstgenannte Problem wird erfindungsgemäß dadurch ge
löst, daß sie ein Schlauchfilter aufweist, deren Filter
schläuche lediglich durch den jeweiligen Einlauf stutzen
gehalten und ohne starren Stützkäfig beweglich in einem
Wasserbecken mit von innen gefilterten Wasser vollständig
eingetaucht angeordnet sind und daß vor der zum Fördern
des Wassers in die Filterschläuche dienenden Pumpe ein
Einlaß für den Emulgator vorgesehen ist.
Durch diese Gestaltung der Reinigungsvorrichtung können
sich die Filterschläuche im Wasser bewegen. Dadurch er
gibt sich eine gleichmäßige Beschickung mit Filterschlamm
und ein Verstopfen des Filters kann ausgeschlossen wer
den. Da der Emulgator vor der Pumpe dem zu reinigenden
Wasser zugeführt wird, ergibt sich durch die Wirkung des
Pumpenrotors eine sehr gleichmäßige Verteilung des Emul
gators, wodurch sichergestellt ist, daß alle Lackreste
mit dem Emulgator Kontakt erhalten und deshalb zu ausrei
chend großen und nicht unerwünscht stark klebenden Partikeln
agglomerieren. Erst hierdurch schafft man die Vor
aussetzungen zum Behandeln des Abwassers in einem
Schlauchfilter.
Die einzelnen Filterschläuche können so lange benutzt
werden, bis sie weitgehend mit Lackschlamm gefüllt sind.
Dann kann man sie gegen neue Filterschläuche auswechseln
und die mit Lackschlamm gefüllten Filterschläuche zu
nächst mit dem Lackschlamm trocken und dann entsorgen.
Durch diesen Trocknungsvorgang reduziert sich das Gewicht
des zu entsorgenden Rückstandes ganz erheblich, so daß
die Entsorgungskosten für den Sondermüll entsprechend
sinken.
Da die einzelnen Filterschläuche vollständig in Wasser
eingetaucht sind, wirkt auf ihrer Außenseite ein Gegen
druck, wodurch der Gefahr eines Platzens der Filter
schläuche begegnet wird.
Die Beweglichkeit der Filterschläuche im Wasserbecken
kann ohne Gefahr eines Platzens der Filterschläuche auf
einfache Weise dadurch gefördert werden, daß jeder Fil
terschlauch aus einem die erforderliche Festigkeit auf
weisenden Außensack und einem aus Filtergewebe gebildeten
Innensack besteht, der durchmessergrößer und länger ist
als der Außensack. Durch diese Gestaltung hat der Innen
sack im Außensack Wellen oder Falten, solange der Filter
schlauch gestreckt ist. Diese Falten strecken sich, wenn
es bei einer Biegung des Filterschlauches an der Seite
mit größerem Krümmungsradius zu einer Verlängerung der
Wandung des Filterschlauches kommen muß. Der Innensack
braucht deshalb nicht aus einem dehnbaren Material zu be
stehen und kann daher aus einem sehr kostengünstig er
hältlichen Gewebe erzeugt sein, vorzugsweise dem für
Kleidung gebräuchlichen Stützgewebe. Hierdurch wird es
möglich, auf eine Reinigung der Filterschläuche zu
verzichten und diese nach dem Trocknen mit dem Lack
schlamm zu vernichten.
Besonders kostengünstig sind die Filterschläuche herzu
stellen, wenn der Innensack lediglich am Einlaß und am
Sackboden mit dem Außensack vernäht ist.
Das Auswechseln der Filterschläuche ist besonders einfach
durchzuführen, wenn die Filterschläuche horizontal in
einem Wasserbecken angeordnet sind.
Das Absetzen von Lackschlamm im Wasserbecken kann sehr
einfach verhindert und zugleich die gewünschte Bewegung
der Filterschläuche während des Filtervorganges erzeugt
werden, wenn gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfin
dung im Wasserbecken zumindest ein Strömungserzeuger an
geordnet ist.
Für die Zufuhr des Emulgators kann eine handelsübliche
Pumpe verwendet werden, wenn als Pumpe zum Fördern des zu
reinigenden Wassers eine Pumpe mit Spülwasseranschluß
vorgesehen ist und der Emulgator über den Spülwasseran
schluß zugeführt wird.
Das zweitgenannte Problem, nämlich die Schaffung einer
Spritzkabine mit einem unterhalb eines Bodenrostes ange
ordneten Wasserbecken zum Sammeln des durch eine Kaska
denwand rieselnden und an einer Wasserwand herabfließen
den Wassers, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in
dem Wasserbecken ein Schlauchfilter nach zumindest einem
der vorangehenden Ansprüche angeordnet ist.
Bei einer solchen Spritzkabine ist die bisher erforderli
che, sehr umständliche Handhabung des Lackschlammes we
sentlich erleichtert. Es brauchen nur noch von Zeit zu
Zeit die mit Lackschlamm gefüllten Filterschläuche ausge
wechselt zu werden. Die gefüllten Filterschläuche kann
man mit dem in ihnen enthaltenen Lackschlamm trocknen und
dann entsorgen. Sie sind somit zugleich Behälter für den
Lackschlamm.
Das Ansaugen des die Lackreste enthaltenden Wassers für
das Schlauchfilter kann mit geringem Aufwand und ohne die
Gefahr eines Anbackens von Lackteilchen dadurch erfolgen,
daß vor den Filterschläuchen im Wasserbecken mit geringem
Abstand zum Boden des Wasserbeckens ein Schmutzwasser
sammelrohr angeordnet ist, welches über seine gesamte
Länge ein bis zum Boden reichendes Auffangblech aufweist.
Die Erfindung läßt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur
weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist in der
Zeichnung schematisch eine Spritzkabine dargestellt und
wird nachfolgend beschrieben. Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Spritz
kabine nach der Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Spritzkabine,
Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Filter
schlauch des erfindungsgemäßen Schlauch
filters.
Die Fig. 1 zeigt eine Spritzkabine 1, welche auf übliche
Weise eine Wasserwand 2 hat, entlang der Wasser in ein
unterhalb eines Fußrostes 3 angeordnetes Wasserbecken 4
läuft. Hinter der Wasserwand 3 ist ein ebenfalls bei sol
chen Spritzkabinen üblicher Kaskadenschacht 5 vorgesehen,
durch den Wasser rieselt und dort in das Wasserbecken 4
geführte Luft reinigt. Mit 6 ist in Fig. 1 der bei Be
trieb der Spritzkabine 1 übliche Wasserspiegel bezeich
net.
Wichtig für die Erfindung ist ein Schlauchfilter 7, des
sen Filterschläuche 8 sich horizontal erstrecken und
vollständig im Wasser des Wasserbeckens 4 eingetaucht
sind. Dem Schlauchfilter 7 wird das von Lackresten zu
reinigende Wasser mittels einer Pumpe 9 zugeführt, die
das Wasser aus dem Wasserbecken mittels eines dort nahe
seines Bodens angeordneten Schmutzwassersammelrohres 10
ansaugt. Ein Auffangblech 11, welches vom Schmutzwasser
sammelrohr 10 bis zum Boden des Beckens 4 reicht, sorgt
dafür, daß kein Schmutzwasser unterhalb des Schmutzwas
sersammelrohres 10 bis zum Schlauchfilter 7 gelangt.
Schlitze 12 im Schmutzwassersammelrohr 10 ermöglichen das
Einströmen des Wassers in das Schmutzwassersammelrohr 10.
Die Fig. 1 zeigt weiterhin eine Pumpe 13, welche Wasser
aus dem Wasserbecken 4 absaugt und zur oberen Seite der
Wasserwand 2 fördert.
Die Pumpe 9 hat zusätzlich zu einem mit dem Schmutzwas
sersammelrohr 10 verbundenen Einlaß 14 einen Einlaß 15,
bei dem es sich um einen üblichen Spülwasseranschluß han
deln kann und über den dem angesaugten Wasser ein Emulga
tor beigemischt wird. Dieser Emulgator verteilt sich
durch die Wirkung des Pumpenrotors sehr gleichmäßig im
Wasser.
Die Fig. 2 verdeutlicht, daß das Schlauchfilter 7 ein
Zuführrohr 16 mit nebeneinander angeordneten Einlaufstut
zen 17 hat, auf die jeweils ein Filterschlauch 8 aufge
schoben ist. Die Filterschläuche 8 sind ansonsten nicht
im Wasserbecken 4 befestigt, so daß sie sich in ihm, her
vorgerufen durch die Wasserströmung, ständig geringfügig
bewegen können. Für eine ständige Bewegung des Wassers im
Wasserbecken 4 sorgen zwei Strömungserzeuger 20, 21.
Zu erkennen ist in Fig. 2 weiterhin, daß das Zuführrohr
16 schräg im Wasserbecken 4 angeordnet ist, wodurch der
vorhandene Platz besonders gut genutzt wird. Die Pumpen 9
und 13 sind in Fig. 2 ebenfalls dargestellt.
Die Fig. 3 zeigt, daß jeder Filterschlauch 8 aus einem
ein Stützgewebe bildenden Außensack 18 und einem Innen
sack 19 aus Filtergewebe besteht. Der Innensack 19 ist im
Durchmesser und in der Länge etwas größer als der Außen
sack 18. Er kann deshalb nur unter Wellen- oder Falten
bildung in den Außensack 18 eingeschoben werden und ist
nur im Bereich seines Bodens und seiner offenen Seite mit
dem Außensack vernäht.
Auflistung der verwendeten Bezugszeichen
1 Spritzkabine
2 Wasserwand
3 Fußrost
4 Wasserbecken
5 Kaskadenschacht
6 Wasserspiegel
7 Schlauchfilter
8 Filterschlauch
9 Pumpe
10 Schmutzwassersammelrohr
11 Auffangblech
12 Schlitz
13 Pumpe
14 Einlaß
15 Einlaß
16 Zuführrohr
17 Einlaufstutzen
18 Außensack
19 Innensack
20 Strömungserzeuger
21 Strömungserzeuger
2 Wasserwand
3 Fußrost
4 Wasserbecken
5 Kaskadenschacht
6 Wasserspiegel
7 Schlauchfilter
8 Filterschlauch
9 Pumpe
10 Schmutzwassersammelrohr
11 Auffangblech
12 Schlitz
13 Pumpe
14 Einlaß
15 Einlaß
16 Zuführrohr
17 Einlaufstutzen
18 Außensack
19 Innensack
20 Strömungserzeuger
21 Strömungserzeuger
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Reinigen des insbesondere in Spritzka
binen umlaufenden Wassers von mittels eines Emulgators
behandelten Lackresten, dadurch gekennzeichnet, daß sie
ein Schlauchfilter (7) aufweist, deren Filterschläuche
(8) lediglich durch den jeweiligen Einlaufstutzen (17)
gehalten und ohne starren Stützkäfig beweglich in einem
Wasserbecken (4) mit von ihnen gefiltertem Wasser voll
ständig eingetaucht angeordnet sind und daß vor der zum
Fördern des Wassers in die Filterschläuche (8) dienenden
Pumpe (9) ein Einlaß (15) für den Emulgator vorgesehen
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß jeder Filterschlauch (8) aus einem die erforderliche
Festigkeit aufweisenden Außensack (18) und einem aus Fil
tergewebe gebildeten Innensack (19) besteht, der durch
messergrößer und länger ist als der Außensack (18).
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Innensack (19) lediglich am Einlaß und am Sackbo
den mit dem Außensack (18) vernäht ist.
4. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Filterschläuche
(8) horizontal in einem Wasserbecken (4) angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach zumindest einem der vorangehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Wasserbecken (4)
zumindest ein Strömungserzeuger (20, 21) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß als Pumpe (9) zum Fördern des zu reinigenden Wassers
eine Pumpe (9) mit Spülwasseranschluß vorgesehen ist und
der Emulgator über den Spülwasseranschluß zugeführt wird.
7. Spritzkabine mit einem unterhalb eines Bodenrostes an
geordneten Wasserbecken zum Sammeln des durch eine Kaska
denwand rieselnden und an einer Wasserwand herabfließen
den Wassers, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Wasser
becken (4) ein Schlauchfilter (7) nach zumindest einem
der vorangehenden Ansprüche angeordnet ist.
8. Spritzkabine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß vor den Filterschläuchen (8) im Wasserbecken (4) mit
geringem Abstand zum Boden des Wasserbeckens (4) ein
Schmutzwassersammelrohr (10) angeordnet ist, welches über
seine gesamte Länge ein bis zum Boden reichendes Auffang
blech (11) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4109742A DE4109742A1 (de) | 1991-03-25 | 1991-03-25 | Vorrichtung zum reinigen des insbesondere in spritzkabinen umlaufenden wassers und spritzkabine mit einer solchen vorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4109742A DE4109742A1 (de) | 1991-03-25 | 1991-03-25 | Vorrichtung zum reinigen des insbesondere in spritzkabinen umlaufenden wassers und spritzkabine mit einer solchen vorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4109742A1 true DE4109742A1 (de) | 1992-10-01 |
Family
ID=6428146
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4109742A Withdrawn DE4109742A1 (de) | 1991-03-25 | 1991-03-25 | Vorrichtung zum reinigen des insbesondere in spritzkabinen umlaufenden wassers und spritzkabine mit einer solchen vorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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