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DE419870C - Verfahren zur Herstellung eines aus zwei oder mehreren, nicht legierbaren Metallen bestehenden Baustoffes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines aus zwei oder mehreren, nicht legierbaren Metallen bestehenden Baustoffes

Info

Publication number
DE419870C
DE419870C DEA41919D DEA0041919D DE419870C DE 419870 C DE419870 C DE 419870C DE A41919 D DEA41919 D DE A41919D DE A0041919 D DEA0041919 D DE A0041919D DE 419870 C DE419870 C DE 419870C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
shot
container
filler
base material
steel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEA41919D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Publication date
Priority to DEA41919D priority Critical patent/DE419870C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE419870C publication Critical patent/DE419870C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D19/00Casting in, on, or around objects which form part of the product
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C1/00Making non-ferrous alloys
    • C22C1/02Making non-ferrous alloys by melting

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pressure Welding/Diffusion-Bonding (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines aus zwei oder mehreren, nicht legierbaren Metallen bestehenden Baustoffes. Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom z. Juni igi i die Priorität auf Grund der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 30. März 1923 beansprucht. Es sind Verfahren zur Herstellung homogener Stoffgemenge bekannt, die sich wie ein einheitlicher Körper mit bestimmten mechanischen und elektrischen Eigenschaften verhalten und infolgedessen als Werkstoff verwendbar sind. Die Herstellung erfolgt in der Regel durch Mischurig eines widerstandsfähigeren Stoffes als Grundstoff mit einem weicheren, dehnbareren, meist leichter schmelzbaren Stoff als Füll- oder Bindestoff in der Weise, daß man die Stoffe in fein zerkleinertem Zustande als Pulver sorgfältig mischt, <las Gemenge preßt und dann auf die Schmelztemperatur der leichter schmelzbaren Gemengeteile erhitzt, ohne daß das ganze Gemenge in eine chemische Verbindung oder bei einem Gemenge von Metallen in eine Legierung übergeht. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, den gepulverten Grundstoff in einem Behälter mit dein geschmolzenen Bindestoff bei Schmelztemperatur des letzteren zu tränken. Der Grundstoff muß in dem Falle in den Behälter hineingepreßt werden, weil sonst das Enderzeugnis beim Abkühlen schrumpft und reißt. Bei Anwendung dieses Verfahrens wird aber das Mengenverhältnis zwischen Grund- und Bindestoff j e nach der Entfernung von der Oberfläche verschieden, das Enderzeugnis also nicht gleichartig sein. Durch das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung wird nun ein gleichartiges Stoffgemenge dadurch erzielt, daß von zwei oder mehreren Stoffen mit verschiedenem Schmelzpunkt der leichter schmelzbare Teil als Füll- oder Bindestoff über den schwerer schmelzbaren Teil als Grundstoff niedergeschmolzen wird, nachdem dieser in körnigen Stücken derart in einem Behälter gelagert ist, daß die einzelnen Stücke kapillare Zwischenräume zwischen sich lassen. Zur Durchführung des neuen Verfahrens wird ein Behälter aus dünnem Blech, z. B. Stahl, oder aus einem hitzebeständigen Stoff, wie z. B. Asbest, oder aus einer Verbindung von beiden mit körnigem Grundstoff ganz oder teilweise gefüllt und dann auf den letzteren die erforderliche Menge des Füll- oder Bindestoffes aufgelegt; wobei sowohl der Behälter als auch die Stoffe Raumtemperatur besitzen. Der Behälter wird hierauf samt Inhalt in einen geschlossenen, mit Wasserstoff oder einem sonstigen indifferenten Gas gefüllten Ofen gebracht und darin so weit erhitzt, daß der Füllstoff schmilzt, während der Grundstoff noch in festem Zustande bleibt. Bei dieser Temperatur fließt der Füllstoff infolge seines Gewichts und kapillaren Saugwirkung in die Zwischenräume zwischen dem Grundstoff und wird durch deren Kapillarität darin festgehalten. Ein etwaiger -Oberschuß kann infolgedessen durch den Boden des Behälters abgelassen werden. Während des Niederschmelzens der Füllmasse findet eine Verbindung durch oberflächliches Legieren zwischen Grundstoff und Füllstoff statt, der durch schnelles Herabsetzen der Temperatur abgebrochen werden kann, sobald der Überschuß des Füllstoffs durch den Boden des Behälters abgeflossen ist. Daran schließt sich eine allmähliche Abkühlung des ganzen Satzes bis auf Raumtemperatur.
  • Für die Körnung des Grundstoffes hat sich die Form kleiner Kugeln, etwa wie Schrot sie besitzt, als besonders zweckmäßig erwiesen, weil sich daraus die kleinsten Zwischenräume für den Füllstoff und somit die größte Dichte und Gleichartigkeit des Enderzeugnisses gesetzmäßig ergeben. Die Größe des Schrotes kann beliebig gewählt «erden, solange als die zwischen der Schrotmasse entstehenden Hohlräume kapillarer Natur sind. Man kann auch gleichzeitig Schrotkörner verschiedener Größe verwenden, wobei jedoch zweckmäßig der kleinere Schrot nur so groß gewählt wird, daß er die Zwischenräume zwischen dem stärkeren Schrot im wesentlichen ausfüllt. Hierbei ist es vorteilhaft, daß die beiden Schrotsorten vor dem Füllen des Hohlraumes miteinander vermischt werden. Bei dem Füll- oder Bindestoff ist darauf zu achten, daß er frei von Verunreinigungen ist, weil diese sein Eindringen in die Zwischenräume des Grundstoffes verhindern und dadurch die Festigkeit des. Enderzeugnisses ebenfalls empfindlich beeinträchtigen.
  • Wird für die Lagerung des Grundstoffes bei der Herstellung eines Gemenges aus verschiedenen Metallen ein metallener Behälter verwandt, so kann dieser einen Teil des Enderzeugnisses bilden in der Weise, daß er beim Niederschmelzen des Füllstoffes seinerseits auch eine Bindung mit diesem durch oberflächliches Legieren eingeht. Ebenso können im weiteren. Sinne der Erfindung Bauteile, die mit dein Gemenge fest verbunden -werden sollen, gleich zu Anfang in den Grundstoff mit eingebettet werden, wenn dieser in dein Behälter gelagert wird, oder es können Teile, die miteinander verbunden werden sollen, in der beabsichtigten Lage ganz oder teilweise in den Grundstoff eingebettet -werden. Wird das Verfahren in dieser Weise zur Verbindung von Bauteilen verwandt, so ist als Grundstoff ein Stoff zu empfehlen, der mit dem Baustoff der zu verbindenden Teile gleichartig oder zumindest annähernd gleicher Festigkeit ist und außerdem einen möglichst hohen Schmelzpunkt hat, z. B. für Stahlkonstruktionen ein kohlenstoffarmer Stahl. Der Füllstoff wird dann so gew iihlt, daß sich eine glatte Durchführung des Verfahrens und eine gute Bindung zwischen Grundstoff und Füllstoff ergibt. Zu weichem Stahl als Grundstoff ist Kupfer oder Kupferbronze als Füllstoff besonders gut geeignet.
  • Soll ein Gemenge von guter elektrischer l.eitfähigli:eit gewonnen werden, so ist Kupfer als Grundstoff mit Silber oder Zink als Bindestoff sehr geeignet.
  • In. den beiliegenden Zeichnungen ist in Abb. i und 2 die Durchführung des neuen Verfahrens zur Gewinnung des Stoffgemenges an sich dargestellt und -weiter eine Reihe von Beispielen veranschaulicht, wie in der zuletzt angegebenen Weise das Verfahren zur Verbindung von Metallteilen angewandt werden kann. Die Abb. i zeigt die Herstellung einer Platte oder eines Stabes nach dem neuen Verfahren. Hierzu -wird ein Behälter i von geeigneter -Größe und Form mit Schrot 2 gefüllt und geschüttelt, damit der Schrot sich setzt. Abb.2 zeigt in vergrößertem Maßstabe die endgültige Lage der Schrotkörner nach dem Schütteln. Hierauf werden kleine Stücke Kupfer 3 in der erforderlichen Menge oben auf den Schrot aufgelegt und das Ganze, wie oben beschrieben, in dem Ofen so weit erhitzt, bis das Kupfer schmilzt und den Schrot, wie oben näher ausgeführt, miteinander verbindet. Ein etwaiger Überschuß des Bindestoffs kann unten durch die engen Rohre 4. abfließen. Auch etwaige Schlitze oder sonstige Undichtheiten des Behälters können zum Abführen des überschüssigen Bindestoffs dienen, so daß auf die Herstellung des Behälters keine besondere Sorgfalt verwandt zu -werden braucht. Das Schmelzen und auch das Abkühlen wird zweckmäßig in einer die Oxydation verhindernden Wasserstoffatmosphäre vorgenommen.
  • Ist der Behälter aus einem geeigneten Metall, so nimmt er an der Bindung teil, und seine Außenfläche ist zugleich diejenige des Enderzeugnisses; ist der Behälter aus einem nichtmetallischen Stoff, so kann er nach dem 'Abkühlen entfernt werden, und das verbleibende Enderzeugnis besteht nur aus dem erfindungsgemäß hergestellten Stoffgemenge. Nötigenfalls kann auch ein Metallbehälter nach dem Abkühlen ganz oder teilweise abgehobelt oder abgedreht werden, wie spätere Beispiele -zeigen.
  • Die Abb.3 zeigt die Herstellung eines Stabes oder einer Platte, in welche ein Körper beliebiger Form, wie z. B. eine Stange oder Stift 5 von beliebigem Querschnitt, eingebettet ist. Dieser Körper kann ganz oder teilweise, je nach Bedarf, in die Schrotmasse eingebettet werden. Wie die Abb.3 zeigt, ragen seine beiden Enden aus dem Behälter, der an der Bindung teilnehmen soll, heraus, und die Wände des letzteren dienen als Träger für den Einsatzkörper. Selbstverständlich kann der Ersatzkörper dann nur teilweise in den n Behälter i bzw. seiner Füllung liegen. Der Verbindungsvorgang geht in der gleichen Weise, -wie oben beschrieben, in einer Wasserstoffatmosphäre vor sich, und es erfolgt eine innige Verbindung des Füllstoffs einmal mit der Schrotmasse, zweitens mit dein Behälter und endlich finit dem Einsatzkörper. Auf diese Weise können Stangen, Stifte o. dgl. gut und leicht verankert werden. Der zusammengesetzte Körper kann auch als Halter für den Einsatzkörper 5 verwendet werden.
  • Die Abb. 4 zeigt, -wie zwei oder mehr Metallteile gemäß der Erfindung miteinander verbunden werden können. Die Verbindung zweier beliebiger Teile kann auf einer Seite bzw. an einem Ende oder auch an beiden Seiten bzw. Enden erfolgen. Mit dem verhältnismäßig großen Gußstahlring 6 soll ein schwächerer Stahlteil ? verbunden werden, welcher vorher eine genau bestimmte Form erhalten hat und welcher mit dem Ringkörper 6 ohne jegliche Verdrehung und in bestimmter Stellung zu diesem verbunden werden muß. In diesem Fall erhält der Körper G eine der Zahl der Stahlteile 7 entsprechende Anzahl Aussparungen 8 zwecks Aufnahme eines Endes dieser Teile. Diese Aussparungen sind wesentlich breiter als die eingesetzten Teile;, so daß sie eine Kammer bilden. Diese Kammer dient als Behälter für die Einlagerung des Schrotes. Die genaue Lage des eingesetzten Teiles wird durch die untere Wand des Schlitzes bestimmt, es können aber auch besondere Vorrichtungen hierzu verwendet werden. In dem dargestellten Beispiel wird die Kammer für die Aufnahme des Schrotes durch die Teile g und io aus hitzebeständiger Masse, wie z. B. Asbest, vervollständigt, die in irgendeiner beliebigen Weise festgehalten und nach erfolgter Bindung und Abkühlung entfernt werden. Die entgegengesetzten Enden der Stahlteile 7 können in gleicher Weise finit einem anderen Körper verbunden werden, dessen äußere Kante durch die gestrichelte Linie i i angedeutet ist. Hierbei werden diese beiden Körper getrennt gegossen, so daß irgendwelche Schrumpfungen oder Verziehungen vor der Vereinigung mit den Stahlteilen 7 beseitigt werden können. Die Stahlteile io können nun an einem oder an beiden Enden durch die mit ihnen zu verbindenden Teile getragen werden, und ebenso können auch diese letzteren ganz aus dem gemäß der Erfindung zusammengesetzten Stoff bestehen.
  • ach der Zusammensetzung der einzelnen Teile wird jede Kammer mit Stahlschrot gefüllt, der mit der erforderlichen Menge von Kupfer bedeckt wird, worauf die Bindung der einzelnen Teile, wie bereits beschrieben, in dem mit Wasserstoff gefüllten Ofen erfolgt.
  • Die Abb. 5 zeigt ein Beispiel für die Anwendung der Erfindung bei der Herstellung von Turbinenrädern. Hierbei kommt es auf eine völlig genaue Lage der Schaufeln bzw. Düsen an, denn diese müssen wegen der hohenBeanspruchung frei von jeglichenSpannungen sein, was beim Gießen der Räder gar nicht oder nur unvollkommen erreicht werden kann. Das gußstählerne Mittelstück 12 eines Turbinenrades, welches stets hohen Drücken und großenDruck- undTeinperaturschwankungen ausgesetzt ist, wird, wie üblich, mit einer zentralen Nabenbohrung 13 versehen. Der äußere, ebenfalls gußstählerne Ring ist mit 14 bezeichnet. Zwischen den beiden sind die den Dampf leitenden Düsen 15 angeordnet, die jede aus vier Wänden bestehen. Der Ring 16 ist ein Hilfsring zur Herstellung des Rades; er hat zwei konzentrische Schultern, auf welche der innere und äußere Teil des Rades aufgelegt und zueinander festgestellt «-erden. In dem Ring sind zwei konzentrische Aussparungen 17, in welche die tangentialenWände 18 eingesetzt werden, deren andere Enden durch Halter i9 in der richtigen Stellung festgehalten werden, die ihrerseits mittels I'unktschweißung o. dgl. an den Radteilen i- und 1q. befestigt sind. In den zwei zusammenhängende Ringe bildenden tangent:alen Wänden 18 sind Aussparungen vorgesehen, in welche die kurzen Radialwände 2o eingesetzt werden. Die Enden 2o' dieser Radialwände ragen über die Tangentialwände zwecks Verankerung hinaus. Wie aus der Abbildung ersichtlich, liegen die Düsenwände in einer oben offenen Kammer, deren Boden durch den Ring 16 und deren Seitenwände durch die Radscheibe 12 und den Ring 1d. gebildet werden.
  • Gemäß der Erfindung wird nun die Kammer zwecks inniger Verbindung der Einzelteile miteinander mit einem weichen Stahlschrot o. dgl. gefüllt und dieser mit Kupfer oder Kupferbronze in kleinen Stücken becleckt. Das Ganze wird dann in einem wasserstoffgefüllten Ofen erwärmt, bis das Kupfer schmilzt und den Schrot unter sich sowie mit den einzelnen Teilen des Rades bindet.
  • ach erfolgter Abkühlung werden der Ring 16 und die Halter i9 z. B. durch Abdrehen des Rades entfernt. Da alle Einzelteile im fertig bearbeiteten Zustande zusamnnengesetzt wurden, ist nunmehr eine weitere Bearbeitung des Turbinenrades nicht notwendig. Da die unten gleichmäßig unterstützten 'feile nur einer verhältnismäßig geringen Erhitzung ausgesetzt wurden, so ist auch ein Verziehen derselben o. dgl. durch die Verschmelzung ausgeschlossen.
  • Die Abb. 7 zeigt, auf welche Weise das Turbinenrad ganz aus dein Metallgemisch gemäß der Erfindung hergestellt werden kann. In dem zweckmäßig aus Stahlblech hergestellten Behälter 23, welcher die Abmessung des herzustellenden Rades besitzt, sind im Boden Führungsschlitze für die am Umfang einzusetzenden Wände der Düsen vorgesehen, deren obere Enden durch Halter festgehalten sind. Der ganze Behälter mit Ausnahme der Düsen wird mit dem obenerwähnten Stahlschrot gefüllt, die erforderliche Menge von Kupferbronzestücken aufgelegt und dann, wie bereits beschrieben, im Ofen behandelt. -Nach Abkühlen des Ganzen wird das Rad durch Bearbeitung, z. B. auf der Drehbank, fertiggestellt, wobei überschüssige Teile des Behälters usw. entfernt werden. Gemäß der Abb. 7 wird der Behälter 23 nicht nur mit Stahlschrot gefüllt, sondern zwischen diesen «-erden größere Stahlstücke 24 eingebettet, die in geeigneter Form und Größe die Festigkeit des Ganzen noch vergrößern helfen.
  • Die Abb.8 zeigt die Anwendungsmöglichkeit des Verfahrens gemäß der Erfindung bei der Herstellung von elektrisch beheizten Körpern. Zweckmäßig werden hierbei die neuerdings üblichen Heizwiderstände der sogenannten Manteldrahttype verwendet, d. h. Heizwiderstände, bei welchem der stromdurchflossene Leiter hohen Widerstandes von einem Metallrohr, zweckmäßig Stahlrohr, umgeben und der Zwischenraum durch ein hitzebeständiges Pulver, z. B. Magnesia, (licht ausgefüllt ist, so daß der Leiter allseitig isoliert ist. Die Befestigung solcher Heizwiderstände bzw. ihre Ausbildung zu Heizplatten o. dgl. erfolgte bisher derart, daß der passend gewickelte, gebogene oder in anderer Weise seinem Aufnahmebehälter angepaßte Widerstand in diesem mit flüssigem Metall, wie z. B. Eisen oder Aluminium, vergossen wurde. Hierbei konnte jedoch eine Blasenbildung in der Ver gußmasse nicht vermieden werden, und diese bedingt eine stete Gefahr des Durchbrennens der Widerstände, da an der Blasenstelle keine genügende Wärmeableitung erfolgte. Legt man dagegen den Manteldrahtwiderstand in seinen die endgültige Form bestimmenden Aufnahmebehälter ein und vereinigt ihn mit diesem nach dem oben beschriebenen Verfahren, so ist die erwähnte Gefahr vermieden, und man erhält eine Heizplatte oder Heizpatrone von völlig gleichmäßiger Wärmeleitfähigkeit und Bearbeitbarkeit.
  • Gemäß der Abb. 8 und 9, welche in Draufsicht und Schnitt eine runde Heizplatte zeigen, ist in dem aus Stahlblech gepreßten oder gestanzten Behälter 32 der Widerstandsmanteldraht 33 in passende Form gebogen eingelegt. Der Widerstandsdraht kann unmittelbar auf dem Boden aufliegen oder durch eine Zwischenschicht im gewünschten Abstand vom Boden gehalten werden. Der Behälter wird nach dem oben beschriebenen Verfahren mit Schrot gefüllt, zweckmäßig geschüttelt, um das Setzen des Schrotes zu erleichtern, und im Ofen weiterbehandelt, wobei die nach aufwärts gebogenen Enden 34 des Widerstandes, der aus dem isolierten Leiter 35 und dem Mittelrohr 36 besteht, aus der Schrotmasse herausragen und die Anschlußpole bilden.
  • Die Abb. io und i i zeigen als Beispiel für die Anwendung des Verfahrens zur Herstellung von Werkzeugen o. dgl. die Herstellung einer Matrize nach dem neuen Verfahren. In der Mitte ist das aus hochwertigem Stahl bestehende Matrizenrohr 45 angeordnet, das konzentrisch in den Behälter 46 eingesetzt und in ihm mittels des eingelegten Füllstoffes 43 und des aufgelegten Bindestoffes 44 befestigt wird. Die Schneidkante 47 der Matrize kann durch Abschleifen der zugehörigen Fläche jederzeit erneuert werden. Die Abb. ii ist eine Draufsicht auf die Matrize nach Abb. io.

Claims (7)

  1. PAT-PNT-ANSPIZÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines aus zwei oder mehreren Metallen bestehenden Baustoffes, dadurch gekennzeichnet, daß von zwei oder mehreren Stoffen mit v erschiedenein Schmelzpunkt der leichter schmelzbare Teil als Füll- oder Bindestoff über deal schwerer schmelzbaren Teil als Grundstoff niedergeschmolzen wird, nachdem dieser in körnigen Stücken derart in einem Behälter gelagert ist, daß die einzelnen Stücke annähernd kapillare Zwischenräume zwischen sich lassen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundstoff zum Zweck gleichmäßiger und dichter Lagerung im Behälter die Form von kugeligen Körnern mit glatter Oberfläche (Schrot) besitzt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Niederschmelzen des Füllstoffs die Abkühlung im Anfang schnell und dann allanählich erfolgt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Herstellung des Baustoffes gleichzeitig fertige Bauteile mit diesem vergossen «-erden.
  5. Verfahren nach Anspruch i bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß miteinander zu verbindende Bauteile in der beabsichtigten Lage zueinander ganz oder teilweise eingebettet werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch .4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung mit Stahlteilen als Grundstoff ein Schrot ton weichem Stahl und als Füll-oder Bindestoff Kupfer verwendet wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß -zur Erzielung eines Gemenges von guter elektrischer Leitfähigkeit als Grundstoff ein Schrot von Kupfer und als Bindestoff Silber oder Zink verwendet wird.
DEA41919D Verfahren zur Herstellung eines aus zwei oder mehreren, nicht legierbaren Metallen bestehenden Baustoffes Expired DE419870C (de)

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