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DE419803C - Selbsttaetige Schusswaffe mit Arbeitsgewicht und mit verzoegertem Auszug - Google Patents

Selbsttaetige Schusswaffe mit Arbeitsgewicht und mit verzoegertem Auszug

Info

Publication number
DE419803C
DE419803C DEL59834D DEL0059834D DE419803C DE 419803 C DE419803 C DE 419803C DE L59834 D DEL59834 D DE L59834D DE L0059834 D DEL0059834 D DE L0059834D DE 419803 C DE419803 C DE 419803C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chamber
pin
curve
working weight
automatic firearm
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL59834D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
HANS LUTZ DIPL ING
Original Assignee
HANS LUTZ DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by HANS LUTZ DIPL ING filed Critical HANS LUTZ DIPL ING
Priority to DEL59834D priority Critical patent/DE419803C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE419803C publication Critical patent/DE419803C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A3/00Breech mechanisms, e.g. locks
    • F41A3/12Bolt action, i.e. the main breech opening movement being parallel to the barrel axis
    • F41A3/14Rigid bolt locks, i.e. having locking elements rigidly mounted on the bolt or bolt handle and on the barrel or breech-housing respectively
    • F41A3/16Rigid bolt locks, i.e. having locking elements rigidly mounted on the bolt or bolt handle and on the barrel or breech-housing respectively the locking elements effecting a rotary movement about the barrel axis, e.g. rotating cylinder bolt locks
    • F41A3/26Rigid bolt locks, i.e. having locking elements rigidly mounted on the bolt or bolt handle and on the barrel or breech-housing respectively the locking elements effecting a rotary movement about the barrel axis, e.g. rotating cylinder bolt locks semi-automatically or automatically operated, e.g. having a slidable bolt-carrier and a rotatable bolt

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

  • Selbsttätige Schußwaffe mit Arbeitsgewicht und mit verzögertem Auszug. Es ist bekannt, daß Rückstoßlader mit Betätigung durch ein Arbeitsgewicht nur mit gefetteter Munition arbeiten können. Der Grund ist, daß bei zu frühem öffnendes Verschlusses infolge des noch herrschenden hohen Gasdruckes die Patrone an die Rohrwandung gepreßt wird und infolge der dadurch bei Fettmangel auftretenden großen Reibung dem Auszug widersteht, oder die Patrone reißt, das Zündhütchen herausgetrieben wird u. dgl. m. Die Zeit bis zur Trennung von Arbeitsgewicht oder Verschluß und Lauf ist eben zu kurz, und es erfolgt die Entriegelung auch bei Schußwaffen mit gleitendem Laufe zu früh. Der Grund ist, daß sie erfolgen muß, sobald der Druck der Pulvergase nachläßt und die Kraft der Feder, die den Lauf wieder zurückzubringen sucht, überwiegt, weil dann die Bewegung des Laufes verzögert wird, die des Rückstoßgewichtes aber nicht. Dieser -Federdruck - die Kraft, mit der geöffnet wird, ist gleich dem Produkt aus dem Federdruck und dem Verhältnis der Massen von Versc'hluß und Lauf - muß aber so groß sein, daß die Trennung mit Sicherheit erfolgt und auch durch kein Haften der Patrone im Lager u. dgl. wesentlich beeinträchtigt wird. Dies bedingt aber, daß die Trennung sehr früh erfolgt, so daß der Druck der Pulvergase noch nicht auf das für das einwandfreie Arbeiten nötige Maß herabgesunken äst.
  • Bei der Erfindung ist dieser Übelstand dadurch beseitigt, daß das Arbeitsgewicht nach dem Schusse zunächst allein zurückgeht und erst nach einiger Zeit, nachdem der Gasdruck stark abgenommen hat, der Verschluß geöffnet wird.
  • Abb. i der Zeichnung zeigt beispielsweise ein Gewehr in schußbereitem Zustande im Längsschnitt.. In Abb.2 sielet man die Führung einer Kammerwarze im Hülsenkopf beim öffnen. In Abb.3" 4, 5 und 6 sind verschiedene Stellungen eines an der Kammer befestigten Zapfens und der in das Arbeitsgewicht auf einem Zylinder eingeschnittenen, aber abgewickelt gezeichneten Kurven dargestellt, die den Zapfen. zu gesetzten Zeitpunkten bewegen und dadurch das Gewehr öffnen -oder schließen.
  • Es bezeichnet g das Arbeitsgewicht, k die Kammer, z einen Zapfen an dieser, v die Kammerwarzen, h den Hülsenkopf, s den Schlagbolzen, t die Schlagbolzenfeder, u den Abzugstollen, y die Abzugfeder und w die Abzugstange" die vom Abzug bewegt wird.
  • Durch den Druck des Schlagbolzens s oder der Rast i der Schlagbolzenmutter m auf den Abzugstollen u wird dieser als zweiarmiger Hebel mit der Rolle r als Unterlage mit dem anderen Ende x gegen die Abzugstange w gepreßt, so daß beim Abziehen die Abzugstange den Abzugstollen infolge eines an diesem sitzenden, dem Zweck entsprechend geformten Ansatze x mit herabzieht. Dieser Ansatz umgreift die Abzugstange einerseits so weit, als es nötig ist, um von ihr mit Sicherheit mitgenommen zu werden, anderseits nur so weit, daß, sobald der Schlagbolzen vorschnellt und der Druck auf den Abzug aufgehört hat, w, x nicht mehr halten kann und u unter dem Einfluß der Feder y sofort nach oben steigt, bereit, den: Schlagbolzen wieder zu .erfassen (gestrichelte Stellung). Hat nun aber der Abzugstollen den Schlagbolzen oder die Rast i wieder erfaßtn so sucht x infolge seiner Abschrägung die Abzugstange wieder zurückzudrehen.
  • Mit der Entzündung des Pulvers erfolgt der Rückstoß, der auf irgendeine bekannte Weise auf das Arbeitsgewicht g übertragen wird. Dieses bewegt sich nun zunächst lose zurück von der Stellung in der Abb.3 nach der in Abb. 4, dabei die Vorholfeder zusammendrükkend, bis seine Kurve a den Zapfen z erfaßt (Abb.4). Während er nun an der Kurve entlanggleitet, dreht sich die Kammer und öffnet (Abb.5). Zu gleicher Zeit hat die Ausnehmung n im Gewicht g die Rast i, erfaßt und im Zurückgehen die Schlagbolzenfeder gespannt.
  • Die Kammer wird nun zurückgeworfen und holt,'beschleunigt durch die noch vorhandenen Pulvergase, das durch die Vorholfeder verzögerte Gewicht g in dessen hinterster Stel= lung wieder ein. Damit dies möglich ist, müssen die Kurven a und b für die Bewegung des Zapfens z in entsprechendem Abstande von-,einander stehen. Durch Verringerung des Abstandes 1-n kann die Schlagbolzenfeder mehr als nötig gespannt werden, so daß sie durch das Schlößchen e nach der Entriegelung noch einige Zeit auf die. Kammer drückt und so auch auf diese beschleunigend wirkt, bis die Schlagbolzenmutter m auf ihr aufsitzt.
  • Bein Vorgehen nimmt das Gewicht g die Kammer mit, indem sich der Zapfen z auf die Kurve b lehnt. Ist dann die Kammer in der vordersten Stellung angelangt (Abb.6), so gleitet der Zapfen z an der Kurve b entlang und dreht dadurch die Kammer. Das Gewehr ist wieder schußbereit" da hierbei auch der Abzugstollen u die Rast i wieder erfaßt hat. Statt eines Zapfens z können auch zwei angeordnet werden.
  • Damit beim Entriegeln die Drehbewegung der Kammer ohne Stoß in die Längsbewegung übergeführt wird,, sind die Kammerwarzen und die Ausnehmungen im Hülsenkopf entsprechend abgerundet (Abb. z), so daß die Kammerwarzen und damit die Kammer sich auf einer Kurve bewegen, so daß die auftretenden Drücke in mäßigen Grenzen bleiben und wenig Energie verlorengeht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Selbsttätige Schußwaffe mit Arbeitsgewicht und mit verzögertem Auszug, dadurch gekennzeichnet, daß die Entriegelung erst nach erheblicher Abnahme des Druckes der Pulvergase erfolgt, indem die das öffnen besorgende Kurve (a) bei geschlossener Waffe einen erheblichen Abstand vom Zapfen (z) der Kammer aufweist: a. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch *gekennzeichnet, daß die das Schließen besorgende Kurve (b) einen erheblich größeren Abstand von der Kurve (a) hat, als der Dicke des Zapfens (z) entspricht. 3. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur rückwärtigen Beschleunigung der Kammer nach der Entriegelung auch die Schlagbolzen-Feder mit herangezogen werden kann. 4. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Abzugstollen (u) einen Ansatz (x) besitzt, der so ausgebildet ist, daß die Abzugstange ihn i nur erfassen kann, wenn die Rast (i) auf den Abzugstollen drückt.
DEL59834D 1924-03-25 1924-03-25 Selbsttaetige Schusswaffe mit Arbeitsgewicht und mit verzoegertem Auszug Expired DE419803C (de)

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DE419803C true DE419803C (de) 1925-10-09

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