DE414867C - Verfahren zum Schnellgerben mit Chromisalzen im Einbadverfahren - Google Patents
Verfahren zum Schnellgerben mit Chromisalzen im EinbadverfahrenInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren zum Schnellgerben mit Chromisalzen im Einbadverfahren. In der amerikanischen Patentschrift 511411 beschreibt Dennis eine Gerbflüssigkeit, die aus einer mit beträchtlicher Menge Kochsalz versetzten basischen Chromsalzlösung besteht. Dieses alte Verfahren hat nach den Angaben der deutschen Patentschrift 123556 den Nachteil einer tage- bis Mochenlangen Gerbdauer und der Zerstörung der Hauptfaser durch Salzsäureabspaltung v .i lireiid des langen Gerbprozesses.
- Es wurde nun gefunden, daß man eine Schnellgerbung von bisher unerreichter Kürze der Zeitdauer mit Chromisalzen im Einbadverfahren dadurch erzielen kann, daß man die Möglichkeit der Ionenspaltung in der Gerbflotte während des Gerbprozesses durch Reduktion auf äußerste Flottenkürze auf ein Minimum stellt, wobei unter Beibehaltung der üblichen Chrommenge dieFlottenlänge höchstens etwa ein Drittel des Gewichts der Blöße beträgt. Der Hauptzweck liegt darin, die Wirkung der H-Ionen auf die amphotere Hauptblöße mögliches zurückzudrängen.
- Während man mit dem üblichen Einbadverfahren mit basischen Chromsulfaten in etwa 8' Be starker Lösung und einer Flottenmenge, die dem Gewicht der Blöße etwa gleichkommt, bei Schaffellen in d. bis 6 Stunden, bei Rindshäuten in 1 bis 2 Tagen ein Durchgerben erzielt, gelingt es bei' Anwen-Jung von etwa 25' bis 5o° Be starken Chromsalzlösungen und bedeutend verminderter Flottenmenge, Pelzleder, Chevreaux, Chromschaf, Boxcalf, Rindbox in etwa to bis 20 "Iinuten, schwere Rindshäute in 1 bis 3 .Stunden durchzugerben. Zweckmäßig verwendet nian basische C hrotnchloride, die durch leichte Löslichkeit, leichte Hvdrölvse und Billigkeit ausgezeichnet sind. NZan kann aber auch basische Sulfate öder Chloridsulfate oder andere Salze des Chroms anwenden. Es empfiehlt sich, entgegen der bislierigen Methode des allmählichen Zubesserns sofort mit der ganzen Chrommenge zu arbeiten.
- Überraschenderweise tritt die so gefürchtete Narbenschrumpfung bei diesem Schnellgerbverfahren nicht ein, man erhält vielmehr einen schönen geschlossenen Narben und ein Leder von bedeutender Reißfestigkeit.
- Beispiel 1.
- Das leere Walkfaß beschickt man mit ioo kg sehr gut gereinigter neutraler Ziegenblöße und läßt dann durch die hohle Achse des schnell laufenden Wallcfasses etwa 111" des Gewichtes der Blöße, nämlich to kg Chromchlorid flüssig von 50° Be mit etwa 25 Prozent Chromoxydgehalt, welches etwa halbbasisch ist, rasch hinzulaufen. Nach to bis 2o Minuten prüft man den Schnitt der fer- Ligen Leder, ob er gleichmäßig grüne Farbe zeigt und ob die Flotte nur ganz blaßgrün gefärbt, also fast aufgebraucht ist.
- Dann setzt man etwa io kg Kochsalz (gemahlen) oder ähnlich wirkendes Neutralsalz hinzu und läßt damit weiter walken. etwa 11., bis i Stunde.
- -Diesen Salzzusatz kann man bereits als den Beginn der Neutralisierung betrachten, da die eigentliche Gerbung schon nach etwa io bis 2o Minuten fertig ist. Nach der Salzbehandlung spült man i o Minuten im Walkfaß bei fließendem Wasser, streicht dann die Leder gut aus, falzt sie, und neutralisiert hierauf gleich vollständig mit etwa 3 bis .4 Prozent Borax oderBicarbonat. Anschließend an die Entsäuerung kann nun gleich die Färbung beginnen. Für schwarzes Chevreaux färbt man mit Chromlederschwarz, behandelt mit Sumacheextrakt und Gambir nach und fettet mit sulfierten Ülen. Man erhält so nach der üblichen Zurichtung einen geschlossenenNarben und ein schwarz gefärbtes Oberleder von bedeutender Reißfestigkeit. Beispiel e.
- ico kg Rindblöße, die nach dein Äscher gut gespült wurde, wird zunnächst im Faß gepickelt mit etwa 6 bis io kg Salz -E- 1,5 - 2,5 kg Salzsäure 20° Be + ioo kg Wasser (2o° C). Zweckmäßig läßt man die Häute über Nacht im Pickel liegen.
- Auf ioo kg obiger Blöße nimmt man dann io bis i4 kg Chromchlorid flüssig (mit 25 Prozent Cr, 03) ohne weiteren Wasserzusatz und läßt im Walkfaß zusammenlaufen. Nach i bis 3 Stunden, je nach Dicke der Rindsblöße, ist die Durchgerbung beendet, erkenntlich an dem gleichmäßig grünen Schnitt der Leder und der fast aufgebrauchten Chromlösung. Nun gibt man 6 bis io kg Kochsalz (gemahlen) in trockener Form (also ohne Wasser) oder ähnlich wirkendes Neutralsal.z hinzu und läßt damit etwa eine Stunde weiterlaufen. Diese Salzbehandlung kann man bereits als den Beginn der Neutralisation betrachten, da die eigentliche Gerbung schon fertig war. Hierauf spült man im Walkfaß bei zufließendem Wasser etwa io bis 15 Minuten lang und schreitet nach etwa noch erfolgtem Ausstreichen gleich zur Entsäuerung. Dann spült man noch in fließendem Wasser gründlich nach und erhält dadurch absolut neutrales Leder, Diese neutralisierten Chromleder kann man jetzt auf den Bock bringen oder aber über Nacht im Z'Vasser liegenlassen, bevor man am anderen Tage färbt oder nur fettet. Die Fettung kann z. B. geschehen durch Abölen von Hand mit Tran oder Moellon. Das gefettete Leder wird, wie sonst üblich, weiter behandelt, getrocknet, evtl. im halbtrockenen Zustande gespannt und dann fertig getrocknet. Die Zähigkeit und Reißfestigkeit des so erhaltenen Riemenleders ist hervorragend gut. Der Dehnungskoeffizient ist bei Gebrauch der feucht gestreckten Leder sehr gering.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Schnellgerben mit Chromisalzen im Einbadverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß man die Möglichkeit der Ionenspaltung in der Gerbflotte während des Gerbvorganges durch Reduktion auf äußerste Flottenkürze auf ein Minimum stellt, wobei unter Beibehaltung der üblichen Chrommenge die Flottenmenge etwa ein Drittel oder weniger des Gewichts der Blöße beträgt.
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