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DE4038853C2 - Vorrichtung zur Funktionsdiagnose des Kontinenzorgans - Google Patents

Vorrichtung zur Funktionsdiagnose des Kontinenzorgans

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DE4038853C2
DE4038853C2 DE4038853A DE4038853A DE4038853C2 DE 4038853 C2 DE4038853 C2 DE 4038853C2 DE 4038853 A DE4038853 A DE 4038853A DE 4038853 A DE4038853 A DE 4038853A DE 4038853 C2 DE4038853 C2 DE 4038853C2
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probe
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Juergen W Steindorf
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STEINDORF MARIANNE 27777 GANDERKESEE DE
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STEINDORF MARIANNE 27777 GANDERKESEE DE
STEINDORF MARIANNE
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Funktionsdia­ gnose des Kontinenzorgans nach dem Oberbegriff des An­ spruchs 1.
Aus der DE-OS 36 19 695 ist ein Untersuchungselement für die Funktionsdiagnostik im analen Sphincter-Bereich be­ kannt, das aus einer in den Analkanal eines Patienten ein­ führbaren stabförmigen Sonde besteht, die einen als bipo­ lare oder multipolare Elektrode ausgebildeten Kopf, einen Druckmeßfühler und eine Markierungseinrichtung aufweist.
Die bipolare oder multipolare Elektrode am Kopf der stab­ förmigen Sonde dient zur Messung der Nervenleitgeschwin­ digkeit mittels Elektromyographie, wobei jeder Pol der Elektrode die Form eines kugelförmigen Segments aufweist. Der stabförmige Teil der Sonde besteht aus mehreren mit­ einander verbundenen Hohlzylindern, die über einen Zugan­ ker zusammengehalten sind, wobei der Druckmeßfühler mit einem oder mehreren der Hohlzylinder verbunden ist und aus einem Piezokristallsensor besteht. Mit Hilfe des Druckmeß­ fühlers werden die von dem Patienten aufgebrachten Muskel­ kräfte gemessen.
Da die Hohlzylinder der stabförmigen Sonde jeweils die gleiche Länge aufweisen, kann der behandelnde Arzt die Einführtiefe der stabförmigen Sonde im Analkanal durch Ab­ zählen der noch sichtbaren Abschnitte der stabförmigen Sonde bestimmen, um festzustellen, in welchem Bereich des Analkanals sich der Meßfühler jeweils befindet.
Ein wesentlicher Nachteil des bekannten Untersuchungsele­ mentes besteht darin, daß die Handhabung und Auswertung der Meßergebnisse umständlich und in vielen Anwendungsfäl­ len nicht reproduzierbar ist. Das genaue Ablesen der Länge und damit verbunden das Ermitteln der Eindringtiefe der Sonde ist für den behandelnden Arzt schwierig und erfor­ dert zusammen mit der Registrierung der gemessenen Druck­ werte äußerste Konzentration.
Darüber hinaus ist die Zusammensetzung der Sonde aus meh­ reren Hohlzylinderabschnitten wenig patientenfreundlich, da bei entzündeten und damit schmerzempfindlichen Teilen des Analschließmuskels die Übergänge zwischen den einzel­ nen Hohlzylindern spürbar sind und dem zu behandelnden Pa­ tienten erhebliche Schmerzen bereiten.
Zur Wiederverwendung des Untersuchungselementes ist eine gründliche Sterilisierung der stabförmigen Sonde erforder­ lich, was den Aufwand bei dessen Handhabung beträchtlich erhöht und die Herstellung des Untersuchungselementes aus einem teuren Material erforderlich macht.
In der Literaturstelle "Der Chirurg" 1988) Seiten 155-158 ist eine Methode zur Funktionsmessung des Kontinenzor­ gans bzw. des Analsphincter-Eröffnungsdruckes bekannt, bei der von einem Meßgerät Gebrauch gemacht wird, daß aus ei­ nem Glasrohr besteht, dessen Meßteil zwischen einer Ver­ dickung in der Mitte des Rohres und einem pilzförmigen Glasüberwurf am Ende des Instrumentes liegt. Im Glasrohr ist eine seitliche Öffnung eingearbeitet und das Meßteil ist mit zwei Fingerlingen überzogen und wird in den Anal­ kanal eines Patienten eingeführt. Dabei werden die Finger­ linge vom Sphinctersystem gegen das Rohr gepreßt. Über ein angeschlossenes Blutdruckmeßgerät wird Luft unter dem Glasüberwurf geblasen, die nach Überwindung des Sphincter­ druckes unter den Fingerlingen nach außen entweicht. Damit können sowohl der Ruhedruck als auch der Willkürkontrak­ tionsdruck des Sphinctersystems erfaßt werden.
Neben dem beschriebenen Meßgerät wird auf drei weitere Meßmethoden verwiesen, nämlich mehrkammerige Ballonsyste­ me, offene wassergefüllte Sonden sowie Transducer-Sonden nach Herzkathetermodellen. Diesen bekannten Meßmethoden ist jedoch gemeinsam, daß der Druck des Kontinenzorgans nur global in Ruhestellung bzw. bei willkürlicher Kontraktion gemessen wird, nicht aber eine exakte Funktionsdiagnose des Analkanals über dessen gesamte Länge vorgenommen wird. Die exakte Kenntnis der Druckverhältnisse in jedem Teil des Analkanals ist jedoch für klinische Untersuchungen von größter Bedeutung, da Narben, Nervenschädigungen usw. unterschiedliche Kontraktionsfähigkeiten des Analschließmus­ kels bedeuten können. Es sind daher exakte Meßwerte ge­ wünscht, die Aussagen über die Funktionsfähigkeit des Analschließmuskels an jeder beliebigen Stelle liefern und somit eine hochgenaue Diagnose der Funktionsfähigkeit des Analschließmuskels ermöglichen.
In der DE 36 28 938 C2 ist ein Manometriekatheder beschrie­ ben, der den sich bei jedem Schluckakt aufbauenden Druck in einer Speiseröhre mittels mehrerer gleichmäßig über den Umfang einer Druckmeßsonde verteilter Drucksensoren ermit­ telt. Mittels des beschriebenen Manometriekatheder soll ein asymmetrischer Druckaufbau nachgewiesen werden. Aus der DE 70 32 687 U1 ist ein Uro-Rheomanometer bekannt, bei dem Dehnungsmeßstreifen als Drucksensoren dienen.
Da die beiden beschriebenen Meßsysteme an anderen Stellen des Körpers eingesetzt werden, ist eine genaue Zuordnung unterschiedlicher Eindringtiefen zu den ermittelten Meßwer­ ten nicht vorgesehen. Beide Systeme verfügen somit eben­ falls nicht über eine genaue Ermittlung, Registrierung und Zuordnung der Eindrintiefe der jeweils verwendeten Sonden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Funktionsdiagnose des Kontinenzorgans zu schaffen, die eine exakte, von der radialen und axialen Meßstelle abhängi­ ge, zuverlässig reproduzierbare Messung und Auswertung des Analdrucks sowie eine sichere Handhabung und patienten­ freundliche Verwendung auch unter hygienischen Gesichtspunk­ ten bei geringen Herstellungs- und Betriebskosten und minimaler Vorbereitung für die Diagnose gewährleistet.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.
Die erfinderische Lösung ermöglicht eine exakte, vom jewei­ ligen Meßpunkt abhängige und reproduzierbare Messung und Auswertung des analen Sphincterdrucks eines Patienten bei gleichzeitig sicherer Handhabung und patientenfreundlicher sowie hygienischer Verwendung bei minimalen Betriebskosten und minimaler Vorbereitung für die Funktionsdiagnose des Kontinenzorgans eines Patienten.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfinderischen Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Positioniereinrichtung eine Einrichtung zur translatorischen und/oder rotatori­ schen Lageverstellung der stabförmigen Sonde in Bezug auf ein außerhalb des Analkanal eines Patienten positionierba­ ren Gehäuses aufweist. Die rotatorische Lageverstellung entspricht dabei einer Winkelverstellung der stabförmigen Sonde um ihre Längsachse.
Die Verwendung einer Positioniereinrichtung zur Plazierung des Drucksensors ermöglicht eine von der Druckmessung unabhängige Lageverstellung zur Erfassung jedes geometri­ schen Ortes des Analkanals eines Patienten, um auf diese Weise eine lagenabhängige Druckmessung durchführen zu können.
Die Lageverstellung der stabförmigen Sonde kann dabei me­ chanisch oder elektromotorisch erfolgen, wobei vorzugsweise die Druckmessung auf piezoresistiver Basis erfolgt und der piezoresistive Drucksensor auf einer Schraubenlinie an der Analkanalwand des Patienten entlang bewegt wird. Damit läßt sich eine Durchzugsmanometrie bewerkstelligen, die bei einer kontinuierlichen Bewegung der stabförmigen Sonde jeden geometrischen Ort des Analkanals erfaßt und einen zugehörigen Druckwert abgibt.
Alternativ hierzu können auf der stabförmigen Sonde radial zueinander beabstandet mehrere Drucksensoren am Umfang der stabförmigen Sonde verteilt angeordnet werden, die bei ei­ ner linearen Durchzugsbewegung der stabförmigen Sonde un­ abhängig voneinander Druckwerte liefern, die von der je­ weiligen linearen Stellung der stabförmigen Sonde abhän­ gen.
Auch Kombinationen der beiden vorgenannten Varianten sind möglich, so daß beispielsweise mehrere radial voneinander beanstandete Drucksensoren in unterschiedlicher axialer Entfernung vom Ende der stabförmigen Sonde angeordnet wer­ den, die schraubenlinienförmig bei der Druckmessung bewegt wird, so daß jeder Ort des Analkanals erfaßt und dem er­ faßten Ort ein Druck-Meßwert zugeordnet wird. In Verbin­ dung mit einer Datenverarbeitungseinrichtung, beispiels­ weise einem Mikroprozessor, können die Meßwerte den jewei­ ligen geometrischen Orten zugeordnet und als Meßwertpaare (Ort/Druck) tabellarisch bzw. grafisch dargestellt werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsge­ mäßen Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Positio­ niereinrichtung eine Einrichtung zur Erfassung der Ein­ dringtiefe der stabförmigen Sonde mit einem entlang der stabförmigen Sonde verschiebbaren Element aufweist, das mit einem mit der Anzeigeeinrichtung und/oder der Daten­ verarbeitungseinrichtung verbundenen Längenmeßsensor ver­ bunden ist.
Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht durch die Kombina­ tion einer den Analdruck aufnehmenden, in den Analkanal einführbaren stabförmigen Sonde mit einer Längenmeßhülse die gleichzeitige Erfassung des Analdrucks und der Ein­ führtiefe der Meßsonde sowie eine leichte Austauschbarkeit der Meßsonde, die durch ihre einstückige Ausführung schmerzfrei in den Analkanal einführbar ist.
Dadurch wird eine exakte, einfache und zuverlässig repro­ duzierbare Messung und Auswertung des Analdruckes in Ab­ hängigkeit von der Einführtiefe sowie eine sichere Handha­ bung und patientenfreundliche Verwendung der Funktionsdia­ gnosevorrichtung sowie eine hygienische Verwendung bei ge­ ringen Herstellungskosten und einer minimalen Vorberei­ tungszeit für die Diagnose gewährleistet.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lö­ sung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrich­ tung oder die Datenverarbeitungseinrichtung aus den erfaß­ ten Meßwerten des Analdrucks und der Eindringtiefe der stabförmigen Sonde Meßwertpaare bilden und auf einem Dis­ play′ das zusammen mit der stabförmigen Sonde und dem ver­ schiebbaren Element in einem gemeinsamen Gehäuse angeord­ net ist, zur Anzeige bringt.
Die unmittelbare Anzeige bzw. Aufzeichnung der erfaßten Meßwerte des Analdrucks und der Eindringtiefe der Sonde sowie ggf. die Bildung von Meßwertpaaren bzw. einer Kur­ vendarstellung mehrerer Druckmeßpunkte über der Einführ­ tiefe der Sonde ermöglicht es dem Arzt, eine sofortige Funktionsdiagnose zu stellen und ggf. weitere Meßwerte für eine umfassende Diagnose aufzunehmen.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lö­ sung ist dadurch gekennzeichnet, daß das verschiebbare Element aus einer in Längsrichtung auf der stabförmigen Sonde verschiebbaren Längenmeßhülse besteht, deren in Ein­ führrichtung der stabförmigen Sonde vorderstes Ende mit einem Anschlag versehen ist, der bei in den Analkanal ein­ geführter, stabförmiger Sonde am äußeren Schließmuskelbe­ reich eines Patienten anliegt, und daß die verschiebbare Längenmeßhülse mit einem induktiven, kapazitiven oder ohm­ schen Längenmeßsensor verbunden ist.
Diese Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht einen kompak­ ten Aufbau der Funktionsdiagnosevorrichtung sowie eine sichere Handhabung bei der Ermittlung der Einführtiefe durch eine definierte Anlage der Längenmeßhülse am Anal­ ausgang des Patienten und der Umsetzung der Längenmessung in ein elektrisches Signal.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsge­ mäßen Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde aus einem elastischen, im wesentlichen zylinderförmigen Röhr­ chen besteht, dessen hinteres Ende wahlweise offen und mit einem Drucksensor verbunden oder geschlossen und einen Dehnungsmeßstreifen, einen piezoresistiven Druckaufnehmer oder dergleichen als Drucksensor verbunden ist.
Die Verwendung eines zylinderförmigen, elastischen Röhr­ chens als Sonde mit einem offenen oder geschlossenen Ende gestattet eine sehr einfache und hochgenaue Druckmessung, bei der im Gegensatz zu bekannten Lösungen kein Gegendruck oder eine Gasfüllung erforderlich ist bzw. Meßungenauig­ keiten in Kauf genommen werden müssen.
Durch die Verbindung des hinteren, offenen Endes des Röhr­ chens über eine Kupplung mit dem Drucksensor besteht die Möglichkeit einer sehr einfachen Austauschbarkeit des Röhrchens und somit einer hygienischen Verwendung der Funk­ tionsdiagosevorrichtung. Durch einfaches Ausrasten der Kupplungselemente kann das elastische, zylinderförmige Röhrchen vom Drucksensor getrennt und aus der Längenmeß­ hülse gezogen und gegen ein steriles, neues Röhrchen mit Kupplungsteil ausgewechselt werden.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsge­ mäßen Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde aus einem elastischen, im wesentlichen zylinderförmigen Röhr­ chen besteht, das mit einem piezoresistiven Material als Druckaufnehmer beschichtet ist.
Das elastische, zylinderförmige Röhrchen ist in hohem Maße patientenfreundlich, da beim Einführen in den Analkanal eines Patienten das Röhrchen elastisch nachgibt und somit auch an Entzündungsstellen keine oder nur unbedeutende Schmerzen verursacht.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht darin, daß sich das elastische, zylinderförmige Röhrchen sehr leicht ein­ führen läßt, ohne daß Verkrampfungen beim Patienten auf­ treten, die zu einer Verfälschung des Meßergebnisses füh­ ren könnten.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsge­ mäßen Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß die stabför­ mige Sonde, der Drucksensor, die verschiebbare Längenmeß­ hülse und der Längenmeßsensor in einem als Handhabe ausge­ bildeten Gehäuse angeordnet sind, an dessen in Einführrich­ tung der stabförmigen Sonde rückwärtigem Ende ein Griffteil mit einem Meßwertauslöser, einem Display und einem Eingabe- und Ausgabeport vorgesehen ist.
Die Verbindung sowohl der Anzeigeeinrichtung, eines Meßwertauslösers und eines Eingabe/Ausgabeports in einem Gehäuse mit der stabförmigen Sonde, dem Drucksensor, der Längenmeßhülse und dem Längenmeßsensor ergibt eine kompakte Funktionsdiagnosevorrichtung, die dem behandelnden Arzt die Diagnose wesentlich erleichtert, da alle zur Diagnose notwendigen Teile wie Display und Meßwertauslöser unmittelbar am Diagnoseort bedient bzw. abgelesen werben können.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemä­ ßen Lösung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse pistolenförmig ausgebildet ist, in dessen Lauf die stabför­ mige Sonde und die Längenmeßhülse angeordnet sind, an dessen rückwärtigem Griffteil das Display angeordnet ist und dessen Abzug als Meßwertauslöser dient.
Die Ausgestaltung der Funktionsdiagnosevorrichtung als pistolenförmiges Gehäuse ermöglicht eine besonders einfache Handhabung, da sowohl das Einführen der Sonde in den Analka­ nal des Patienten als auch die Meßwertauslösung und das Ablesen der Meßwerte funktionsgerecht und bei leichter Handhabung erfolgen kann, so daß der Arzt in der Lage ist, die Meßwertaufnahme konzentriert und unter Beachtung anatomischer Voraussetzungen sowie der Einführtiefe und der erfaßten Meßwerte durchzuführen.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung ist dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Display mit einer Hintergrundbeleuchtung versehen ist, wodurch auch bei abgedunkelter Umgebung oder sonstigen schlechten Lichtverhältnissen ein deutliches Ablesen der Meßwerte vom Display ermöglicht wird.
Da die Druckmessungen des Kontinenzorgans vom Verhalten des Patienten und sonstigen äußeren Bedingungen abhängig sind, beispielsweise durch ein Anspannen der Bauchmuskeln beein­ flußt werden, wird gemäß einer weiteren vorteilhaften Aus­ gestaltung der erfindungsgemäßen Lösung ein zweiter Druck­ sensor am vorderen Ende der stabförmigen Sonde zwischen dem den Analdruck erfassenden ersten Drucksensor und dem in Einführrichtung der Sonde hinteren Sondenende angeordnet, derart, daß bei der in dem Analkanal eines Patienten einge­ führten Sonde der zweite Drucksensor im Enddarmbereich und der erste Drucksensor im Analkanal angeordnet ist.
Eine Erhöhung des Körper-Innendrucks wird somit vom zweiten Drucksensor erfaßt und bei einer Änderung des Körper-Innen­ drucks wird der vom ersten Drucksensor aufgenommene Druck­ wert um diesen Wert korrigiert, so daß eine vom Körper-In­ nendruck unabhängige Messung des ortsabhängigen Analka­ naldrucks vorgenommen wird.
Dabei kann der den Analkanaldruck erfassende erste Drucksen­ sor ebenfalls translatorisch und/oder rotatorisch durch den Analkanal gezogen werden, so daß jeder geometrische Ort des Analkanals erfaßt und dem erfaßten Ort der jeweilige gemes­ sene Druck zugeordnet wird. Die gemessenen Wertpaare (Ort/Druck) können in einem Speicher abgelegt und nach Auswertung der Daten in Form einer Skala oder grafisch in Abhängigkeit von der Einführtiefe der stabförmigen Sonde sowie deren Winkelstellung in Bezug auf eine gedachte Nullinie darge­ stellt werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Un­ teransprüchen gekennzeichnet bzw. werden nachstehend zu­ sammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch den Analbereich eines Pa­ tienten mit der eingeführten Meßsonde einer Funk­ tionsdiagnosevorrichtung;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Funktionsdiagnose­ vorrichtung im entspannten Zustand;
Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Funktionsdiagnose­ vorrichtung bei in den Analkanal eines Patienten eingeführter Sonde;
Fig. 4 eine detaillierte Darstellung eines Displays;
Fig. 5 eine detaillierte Einzelteildarstellung der Sonde mit Kupplung und Drucksensor;
Fig. 6 ein Blockschaltbild der Steuer- und Auswertein­ richtung der Funktionsdiagnosevorrichtung;
Fig. 7 eine schematisch-perspektivische Darstellung ei­ nes Teils einer Funktionsdiagnosevorrichtung mit schraubenlinienförmig bewegbarer Sonde und zwei­ tem Drucksensor;
Fig. 8 eine teilweise geschnittene, perspektivische Dar­ stellung einer Funktionsdiagnosevorrichtung mit elektromotorischem Antrieb für die linear-rota­ torische Bewegung der stabförmigen Sonde und
Fig. 9 eine Draufsicht auf ein Display mit linear-rota­ torisch bewegter Sonde zur Darstellung der Ein­ dringtiefe und des Sensorwinkels.
Fig. 1 zeigte eine schematische Darstellung des Mastdarm­ bereichs eines Patienten mit einer in den Analkanal 19 des Patienten eingeführten Funktionsdiagnosevorrichtung 1.
Die Funktionsdiagnosevorrichtung 1 besteht im wesentlichen aus einer stabförmigen, elastischen Sonde 2 und einer ge­ genüber der stabförmigen Sonde 2 in Längsrichtung ver­ schiebbaren Längenmeßhülse 3, deren außerhalb des Gehäuses 7 der Funktionsdiagnosevorrichtung 1 befindliches Ende am äußeren Schließmuskel des Patienten anliegt.
Die Funktionsdiagnosevorrichtung 1 weist ein pistolenför­ miges Gehäuse 7 mit einem Meßwert- und Speicherauslöser 9 und einem Display 11 auf, die so angeordnet sind, daß zum einen mit einer Hand eine leichte Auslösung der Meßwert­ aufnahme und/oder Speicherung der Meßwerte erfolgen und zum anderen die Meßwerte optisch gut sichtbar auf dem Dis­ play 11 überwacht werden können.
Die Funktionsdiagnose des Analschließmuskels insbesondere bei unter Inkontinenz leidenden Patienten umfaßt eine Druckmessung des Analschließmuskels, die im wesentlichen von der Einführtiefe eines Druckmeßsensors abhängt. Dabei ist vor allem bei stark inkontinenten Patienten die funk­ tionsfähige Länge des Analschließmuskels sehr kurz, so daß bei unterschiedlichen Einführtiefen eines Druckmeßsensors die noch funktionsfähigen Muskelteile erfaßt werden kön­ nen.
Damit können auch Behandlungserfolge einer Inkontinenzthe­ rapie überwacht und ggf. zusätzliche therapeutische Maß­ nahmen ergriffen werden. Problematisch ist dabei die exak­ te Zuordnung der Druckmeßwerte zu den Werten der jeweili­ gen Einführtiefe und deren paarweise Registrierung bzw. Darstellung in einem Funktionsdiagramm, um eine exakte und jederzeit reproduzierbare Diagnose erstellen zu können.
In den Fig. 2 und 3 ist ein Längsschnitt durch die Funktionsdiagnosevorrichtung 1 im entspannten Zustand bzw. bei in den Analkanal eines Patienten eingeführtem Zustand dargestellt, wobei gleiche Bezugsziffern gleiche Teile der Funktionsdiagnosevorrichtung 1 bezeichnen.
Die Funktionsdiagnosevorrichtung 1 enthält eine in den Analkanal des Patienten einführbare stabförmige Sonde 2, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem hohlzylindrischen Röhrchen mit halbkugelförmigem Kopf und einem elastisch verformbaren Material, vorzugsweise Kunst­ stoff besteht. Das vordere, in den Analkanal einzuführende Ende 21 des Röhrchens weist eine Länge von ca. 20 bis 50 mm auf und ist damit im wesentlichen der Länge des Analka­ nals eines gesunden Menschen sowie der eines an Inkonti­ nenz erkrankten Patienten angepaßt.
Das in der Längenmeßhülse 3 befindliche Teil 22 der Sonde 2 ist im Querschnitt verjüngt gegenüber dem vorderen Ende 21 des Röhrchens. Das hintere Ende 23 der stabförmigen Sonde 2 ist über eine Kupplung 4 mit einem Drucksensor 5 verbunden, so daß bei einem Zusammendrücken der stabförmi­ gen Sonde 2 infolge einer Analmuskelbetätigung der Druck im Innern des hohlzylindrischen Röhrchens ansteigt und über den Drucksensor 5 in ein elektrisches Signal umge­ setzt wird, das an eine Steuer- und Auswerteinrichtung 10 über eine Leitung 18 abgegeben wird.
Beim Drucksensor kann es sich um einen piezoresistiven Miniaturdruckaufnehmer an sich bekannter Art handeln.
Alternativ hierzu kann die aus einem zylindrischen Röhr­ chen bestehende stabförmige Sonde 2 mit einem piezoresi­ stiven Material als Druckaufnehmer beschichtet sein, so daß die Druckwerte unmittelbar von der piezoresistiven Be­ schichtung erfaßt und an die Steuer- und Auswerteinrich­ tung 10 weitergeleitet werden.
In Längsrichtung an der stabförmigen Sonde 2 entlang ver­ schiebbar ist eine Längenmeßhülse 3 vorgesehen, deren äu­ ßeres Ende einen tellerförmigen Anschlag 30 aufweist, der zur Durchführung der Funktionsdiagnose am äußeren Schließ­ muskelbereich des Patienten zur Anlage gebracht wird. Das hintere Ende der Längenmeßhülse 3 ist mit einem Absatz 31 versehen, der zur Lagerung einer Gegendruckfeder 8 dient, die an ihrem anderen Ende an einer Gehäusewand 74 abge­ stützt wird und in deren Innerem ein starres Rohr zur Auf­ nahme der elektrischen Leitung angeordnet ist.
Ein Längenmeßsensor 6 in Form eines kontaktierenden oder berührungslos arbeitenden Sensors, beispielsweise eines induktiven, kapazitiven, ohmschen oder photosensitiven Sensors ist im Innern der Längenmeßhülse 3 ortsfest ange­ ordnet und erfaßt jede Verschiebung der Längenmeßhülse 3 in Längsrichtung auf der stabförmigen Sonde 2.
Alternativ zu der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Anordnung des Längenmeßsensors 6 kann dieser auch strei­ fen- oder hülsenförmig im Bereich des Gehäuses der Diagno­ sevorrichtung die Längenmeßhülse 3 umgebend angeordnet sein oder in anderer Weise mit einem entsprechenden, mit der Längenmeßhülse 3 verbundenen Geber verbunden sein.
Das Gehäuse 7 der Funktionsdiagnosevorrichtung 1 ist pi­ stolenförmig ausgebildet und weist einen hohlzylindri­ schen, in Einführrichtung offenen Lauf zur Aufnahme der vorbeschriebenen Längenmeßhülse 3 und stabformigen Sonde 2 sowie des Drucksensors 5 und des Längenmeßsensors 6 sowie der Gegendruckfeder 8 auf.
Das Griffteil 70 des Gehäuses 7 ist nach Art eines Pisto­ lengriffs ausgeführt und dient zur Aufnahme eines Meßwert­ auslösers 9, der nach Art eines Pistolenauslösers ausge­ bildet ist. Das nach oben gezogene Griffteil 70 weist eine schräge, verbreiterte Fläche 73 auf, in der ein Display 11, vorzugsweise in Form eines LCD-Displays angeordnet ist. Die untere Fläche des Griffteils 70 ist mit einer Steck- oder Schraubbuchse 72 versehen, die mit einem mit einer Leitung 17 verbundenen Stecker 16 verbindbar ist, wobei die Leitung 17 zu externen Diagnosevorrichtungen führt.
Die Signalausgänge des Drucksensors 5 und des Längenmeß­ sensors 6 sind über eine in dem festen Röhrchen angeordne­ te Leitung 18 mit einer Steuer- und Auswerteinrichtung 10 verbunden, die über eine Leitung 12 mit dem Display 11, eine Leitung 13 mit einer Batterie oder einem Akkumulator, eine Leitung 14 mit dem Meßwertauslöser 9 und über eine Leitung 15 mit der Steckbuchse 72 verbunden ist.
Unter Bezugnahme auf die vorstehend beschriebenen Fig. 1 bis 3 soll die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Funktionsdiagnosevorrichtung nachstehend beschrieben werden.
Die im Zustand gemäß Fig. 2 befindliche Funktionsdiagno­ sevorrichtung 1 wird an den Analkanal 19 eines Patienten gemäß Fig. 1 angesetzt und durch Verschieben in Richtung auf den Analkanal die stabförmige Sonde 2 in den Analkanal 19 hineinbewegt. Dabei gelangt der tellerförmige Anschlag 30 der Längenmeßhülse 3 zur Anlage an den äußeren Schließ­ muskelbereich des Patienten und wird bei weiterer Bewegung der Funktionsdiagnosevorrichtung 1 in den Analkanal auf der stabförmigen Sonde 2 in Richtung des Pfeiles A gemäß Fig. 2 verschoben. Dabei wird die Längenverschiebung durch den Längenmeßsensor 6 induktiv, kapazitiv oder durch ohmsche Abtastung erfaßt und die jeweilige Einführtiefe an die Steuer- und Auswerteinrichtung 10 als Meßwert weiter­ geleitet.
Ist eine gewünschte Einführtiefe erreicht, so betätigt der behandelnde Arzt den Meßwertauslöser 9 und bewirkt damit eine Analdruckmessung, d. h. der zu diesem Zeitpunkt vom Drucksensor 5 aufgenommene Druckwert wird als elektrisches Signal an die Steuer- und Auswerteinrichtung 10 weiterge­ leitet.
Gleichzeitig kann mit der Betätigung des Auslösers 9 das aus dem Analdruck und der Einführtiefe bestehende Meßwert­ paar auf dem Display 11 angezeigt und ggf. in einem inter­ nen Speicher der Funktionsdiagnosevorrichtung 1 oder über die Leitungen 15 und 17 in einem externen Speicher gespei­ chert oder in sonstiger Weise weiterverarbeitet werden.
Bei der Veränderung der Einführtiefe der stabförmigen Sonde 2 sorgt die Gegendruckfeder 8 dafür, daß der teller­ förmige Anschlag 30 der Längenmeßhülse 3 fest am äußeren Analschließmuskelbereich des Patienten anliegt, so daß keine Meßwertverfälschungen auftreten können. Beim Heraus­ ziehen der stabförmigen Sonde 2 aus dem Analkanal des Pa­ tienten wird die Längenmeßhülse 3 infolge der Federwirkung der Gegendruckfeder 8 entgegen der Pfeilrichtung A gemäß Fig. 2 an der stabförmigen Sonde 2 entlangbewegt bis zur völligen Entspannung der Gegendruckfeder 8 oder bis Errei­ chen eines geeigneten Anschlages, der die Bewegung der Längenmeßhülse 3 aus dem zylinderförmigen Lauf 71 des Ge­ häuses 7 heraus begrenzt.
Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausfüh­ rungsbeispieles der Displaydarstellung.
Das Display 11 enthält vorzugsweise mehrere Felder, auf denen in einem ersten Feld 110 die Patientendaten mit dem Namen des Patienten, dessen Geburtsdatum und einer Kenn­ ziffer, in einem zweiten Feld 111 die Nummer der Messung und die zugehörigen Meßwertpaare für Einführtiefe und Analdruck und in einem dritten Meßfeld 112 eine grafische Darstellung des Analdrucks über der Einführtiefe darge­ stellt werden.
Alternativ zu der in Fig. 4 dargestellten Ausgestaltung des Displays können die einzelnen Daten auch getrennt au­ tomatisch oder auf manuellen Abruf nacheinander darge­ stellt werden bzw. in Überblend- oder Fenstertechnik kom­ biniert dargestellt werden. Zu diesem Zweck kann der Meß­ wertauslöser 9 mehrere Auslösestellungen aufweisen, in de­ nen unterschiedliche Daten, Meßwerte oder Funktionsdar­ stellungen ausgelöst werden.
So kann bspw. bei einer ersten Stellung des Auslösers 9 gemäß den Fig. 2 und 3 eine Anzeige der Meßwertpaare für den Analdruck und die Einführtiefe, in einer zweiten Stellung des Auslösers 9 eine Speicherung dieser Meßwertp­ aare und in einer dritten Stellung des Auslösers eine Funktionsdarstellung entsprechend dem Bild 112 erfolgen.
Bei gespanntem Meßwertauslöser 9 werden bspw. die Patien­ tendaten entsprechend dem Feld 110 dargestellt und teil­ weise unmittelbar an der Funktionsdiagnosevorrichtung ein­ gegeben bzw. über den Eingabe/Ausgabeport 72 aus einer ex­ ternen Datenverarbeitungseinrichtung zum Display 11 über­ tragen.
Fig. 5 zeigt eine Einzelteildarstellung der stabförmigen Sonde 2, der Kupplung 4 und des Drucksensors 5.
Die stabförmige Sonde 2 ist an ihrem rückwärtigen Ende 23 leicht verjüngt und über einen Schlauchverbinder mit einem Kupplungsstecker 41 verbunden, dessen Steckerteil 45 in das Buchsenteil 44 einer Kupplungsbuchse 42 eingerastet werden kann. Die Kupplungsbuchse 42 ist mit einem Gewinde 48 versehen, das in geeigneter Weise in das Gehäuse eines Drucksensors 5 eingeschraubt werden kann und weist zusätz­ lich ein Verbindungsteil 46 auf, das an die Druckkammer des Drucksensors 5 anschließbar ist.
In der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform kann die stabförmige Sonde 2 und der Kupplungsstecker 41 als "Wegwerf­ artikel" ausgebildet sein, und aus einem elastischen Kunststoffröhrchen 2 als stabförmiger Sonde mit einem ent­ sprechenden Kunststoff-Kupplungsstecker bestehen.
Damit ist nach der Durchführung einer Funktionsdiagnose die Möglichkeit gegeben, daß die stabförmige Sonde mit dem Kupplungsstecker aus der Kupplungsbuchse 42 gelöst und be­ seitigt bzw. getrennt von der Funktionsdiagnosevorrichtung sterilisiert wird. Die Kupplung 4 ist vorzugsweise als Bajonettverschluß ausgebildet, so daß eine leichte Verbin­ dung und Trennung von Kupplungsstecker und Kupplungsbuchse ermöglicht wird.
Fig. 6 zeigt ein Blockschaltbild der Steuer- und Auswert­ einrichtung 10 der Funktionsdiagnosevorrichtung und deren Verbindung mit einer externen Datenverarbeitungseinrich­ tung bzw. einem externen Drucker.
Die Steuer- und Auswerteinrichtung 10 enthält einen Mikro­ prozessor 100 mit Speicher, der über eine serielle oder parallele Schnittstelle 101 bzw. eine Centronics-Schnitt­ stelle 102 mit einer externen Datenverarbeitungseinrich­ tung oder einem externen Drucker 106 verbindbar ist.
Zusätzlich ist ein Akustikgeber 103 vorgesehen, der bspw. bei Auslösen eines Meßwertes tätig wird und dem behandeln­ den Arzt die Meßwertauslösung quittiert.
Über einen Steuer- und Datenport ist der Mikroprozessor 100 mit dem LCD-Display 11 und über einen Analog/Digital- Wandler 105 mit dem Drucksensor 5, dem Längenmeßsensor 6 und mit der Leitung 13 zur Erfassung der Batterie- oder Akkumulatorspannung verbunden. Die Übertragung der Druck­ meßwerte sowie der Einführtiefenmeßwerte kann dabei mit unterschiedlicher Genauigkeit und damit mit unterschiedli­ cher Bitstellenzahl durchgeführt werden.
Schließlich ist der Mikroprozessor 100 noch mit einem Ein­ gabefeld 104 verbunden, das wahlweise unmittelbar am Ge­ häuse 7 der Funktionsdiagnosevorrichtung 1 gemäß den Fig. 2 und 3 oder bei Bedarf extern angeordnet werden kann.
Bei einer externen Anordnung kann die Dateneingabe auch über die Datenverarbeitungseinrichtung 106 und die seriel­ le oder parallele Schnittstelle 101 erfolgen.
Die vorstehend beschriebenen Funktionsdiagnosevorrichtun­ gen beziehen sich auf die Messung des Sphincterdruckes in Abhängigkeit von der Eindringtiefe einer Meßsonde, so daß eine Darstellung des jeweiligen Analdruckes über die Länge des Analkanals möglich ist. Dies gestattet eine exakte Diagnose der einzelnen Abschnitte des Sphinctersystems und damit der Funktionsfähigkeit des Kontinenzorgans.
Für eine detaillierte Diagnose des Kontinenzorgans ist je­ doch neben einer Darstellung des Druckes im Analkanal in Abhängigkeit von der Eindringtiefe eine genaue Darstellung des Druckes in Abhängigkeit vom geometrischen Ort inner­ halb des Analkanals erforderlich, um lokale Beeinträchti­ gungen des Kontinenzorgans beispielsweise durch Narben, Nervenschädigungen oder dergleichen zu erfassen und damit Rückschlüsse auf die Funktionsfähigkeit des Kontinenzor­ gans bei unterschiedlichen Kontraktionsfähigkeiten zu ziehen. Zu diesem Zweck ist eine punkt- oder linienförmige Druckaufnahme mit einer Bewegung des Druckaufnehmers er­ forderlich, die jeden Punkt des Kontinenzorgans im Innern des Analkanals erfaßt und den jeweiligen Druckwert zusam­ men mit dem geometrischen Ort der Druckmessung speichert und in einer geeigneten Darstellung wiedergibt.
In den Fig. 7 und 8 sind zwei Ausführungsbeispiele dar­ gestellt, bei denen die Druckaufnahme translatorisch und rotatorisch erfolgt, so daß bei einer entsprechenden Bewe­ gung des Drucksensors jeder Punkt des Analkanalsystems ab­ getastet und der jeweilige Druck gemessen und zusammen mit den geometrischen Daten des Ortes der Druckaufnahme ge­ speichert und tabellarisch bzw. in einer Kurvendarstellung wiedergegeben wird.
Fig. 7 zeigt eine Positioniereinrichtung für einen piezo­ resistiven Miniaturdruckaufnehmer 50 wie er beispielsweise aus der Literaturstelle "Feingerätetechnik", 28. Jahrgang, Heft 5 1979, Seiten 202-203 bekannt ist. Dieser Druck­ aufnehmer 50 ist auf einer stabförmigen Sonde 200 angeord­ net, die im Innern eines hülsenförmigen Gehäuses 7 beweg­ lich angeordnet ist. Das nicht näher dargestellte An­ triebssystem kann manuell betätigbar sein und beispiels­ weise analog zu den vorstehend dargestellten Ausführungs­ beispielen aus einer spannbaren Feder oder einem Druckzy­ linder bestehen.
Eine auf der Außenfläche der stabförmigen Sonde 200 ange­ ordneten Schraubenliniennut 202 in Verbindung mit einem in dem hülsenförmigen Gehäuse 7 vorgesehenen Dorn 75 bewirkt bei einer linearen Verschiebung der stabförmigen Sonde 200 in Pfeilrichtung, d. h. bei einer Bewegung in den Analkanal hinein oder bei einer Rückzugsbewegung aus dem Analkanal eine zwangsgeführte Rotation der stabförmigen Sonde 200, so daß der piezoresistive Miniatur-Druckaufnehmer 50 so­ wohl linear als auch rotatorisch innerhalb des Analkanals des zu untersuchenden Patienten bewegt wird. Bei dieser Bewegung überstreicht der piezoresistive Miniaturdruckauf­ nehmer jeden geometrischen Ort des Analkanals und die je­ weiligen Meßwerte können zusammen mit dem geometrischen Ort der Messung in einem Speicher abgelegt und nach ent­ sprechender Auswertung in tabellarischer Form oder in Kur­ vendarstellung wiedergegeben werden.
Die Steigung der schraubenförmigen Nut 202 bestimmt dabei in Verbindung mit der Längsbewegung der stabförmigen Sonde 200 den Bewegungsradius des piezoresistiven Miniaturdruck­ aufnehmers und wird so festgelegt, daß unter Berücksichti­ gung der Flächengröße des piezoresistiven Miniaturdruck­ aufnehmers jeder Punkt des Analkanals meßtechnisch erfaßt wird.
Analog hierzu kann gemäß Fig. 8 die translatorisch-rota­ torische Bewegung der stabförmigen Sonde 200 mittels eines Schrittmotors 60 durchgeführt werden, der über eine An­ triebswelle 61 mit der stabförmigen Sonde 200 verbunden ist. Die Antriebswelle 61 ist zusätzlich mit einem nicht näher dargestellten Getriebe gekoppelt, so daß bei einer schrittweisen Drehung des Elektromotors 60 eine entspre­ chende Drehung der stabförmigen Sonde 200 durchgerührt und gleichzeitig eine translatorische Bewegung der stabförmi­ gen Sonde 200 in Richtung der in Fig. 8 eingetragenen Pfeile bewirkt wird.
In dieser Ausführungsform ist der Elektromotor in einem Gehäuse 7 angeordnet, das entsprechend der Ausführungsform gemäß Fig. 3 einen Meßwertauslöser 9 in einem Griffteil des Gehäuses 7 aufweist. Das nach oben gezogene Griffteil 70 weist eine schräge, verbreiterte Fläche 73 auf, in der ein Display 11, beispielsweise in Form eines LCD-Displays angeordnet ist. Die untere Fläche des Griffteils 70 ist mit einer Steck- oder Schraubbuchse 72 versehen, die mit einer Leitung 17 verbunden ist, die zu einer externen Dia­ gnosevorrichtung führt.
Neben einer translatorisch-rotatorischen Bewegung der stabförmigen Sonde 200 sind mit dieser Ausführungsform selbstverständlich auch ausschließlich lineare Bewegun­ gen möglich, so daß beispielsweise zur Eingrenzung eines krankhaft veränderten Teils des Kontinenzorgans auch aus­ schließlich lineare Bewegungen der stabförmigen Sonde 200 durchgeführt werden können, indem beispielsweise die rotato­ rische Bewegung des mit dem Elektromotor 60 gekoppelten Ge­ triebeteils abgeschaltet wird.
Es liegt auch im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung, daß die lineare Bewegung an jeder beliebigen Stelle unterbro­ chen werden kann, so daß beispielsweise stationär Druck­ werte an beliebigen geometrischen Orten des Analkanals ge­ messen werden können.
In den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. 7 und 8 ist zusätzlich im Innern der stabförmigen Sonde 200 eine weite­ re, gegenüber der stabförmigen Sonde 200 beweglich gela­ gerte Sonde 300 angeordnet, an deren Spitze ein piezoresi­ stiver Miniaturdruckaufnehmer 51 vorgesehen ist. Dieser piezoresistiver Miniaturdruckaufnehmer 51 wird zur Druck­ aufnahme in den Enddarmbereich des zu untersuchenden Patien­ ten bewegt, indem die Innensonde 300 über die Grenzen des Analkanals hinaus in den inneren Körperbereich des Patien­ ten ausgefahren wird.
Wahlweise kann gleichzeitig mit dem Ausfahren der Innen­ sonde 300 die stabförmige Sonde 200 linear und/oder rota­ torisch in den Analkanal des zu untersuchenden Patienten eingeführt werden oder nach dem Ausfahren der Innensonde 300 eine Analkanal-Druckmessung in der einen und anderen Bewegungsrichtung durch Ausfahren und Einziehen der stabför­ migen Sonde 200 vorgenommen werden.
Der im Enddarmbereich des Patienten zu plazierende piezo­ resistive Miniaturdruckaufnehmer 51 dient dazu, den Kör­ per-Innendruck des Patienten zu erfassen, um Verfälschun­ gen der Druckwerte des Kontinenzorgans zu eliminieren. Spannt beispielsweise der zu untersuchende Patient während der Druckaufnahme die Bauchmuskeln an, so wird dies fäl­ schlicherweise als ein Anstieg des Sphincterdruckes er­ faßt, so daß unterschiedliche bzw. fehlerhafte Meßergeb­ nisse resultieren können.
Erfaßt man hingegen den Körper-Innendruck des Patienten, so wird ein entsprechender Druckanstieg der Kontinenzor­ gan-Druckmessung, der durch andere Faktoren bewirkt wird, eliminiert werden, indem der über die Innensonde 300 er­ faßte Druck berücksichtigt wird.
Anstelle des in den Fig. 7 und 8 dargestellten piezore­ sistiven Miniaturdruckaufnehmers kann selbstverständlich auch eine Sonde analog zur Ausführungsform gemäß den Fig. 2 und 3 verwendet werden. In diesem Falle wird im In­ nern der stabförmigen Sonde 200 ein Ballonaufnehmer ange­ ordnet, der über eine im Innern der stabförmigen Sonde verlaufende Leitung mit einem Druckaufnehmer 5 gemäß Fig. 2 und 3 verbunden ist.
Ergänzend hierzu kann auch der mit der stabförmigen Sonde 200 verbundene piezoresistive Miniaturdruckaufnehmer 50 durch einen Druckmeßballon ersetzt werden, indem bei­ spielsweise durch den im Analkanal zu plazierenden Druck­ meßballon eine Leitung für den im Enddarmbereich des zu untersuchenden Patienten plazierten Körperinnendruck-Meß­ ballon geführt wird. Beide Druckmeßballone können an einen getrennten Druckaufnehmer 5 gemäß den Fig. 2 und 3 an­ geschlossen werden, so daß getrennte Druckmessungen für den Körperinnendruck und den Sphincterdruck durchzuführen sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Darstellung der Meßwerte im Display 11 gemäß Fig. 8 ist in Fig. 9 dargestellt.
Das Display 11 weist eine Ringskala 112 auf, die mit einer Gradeinteilung versehen ist. Ein rücksetzbarer Meßzeiger 116 zeigt die jeweilige Winkelstellung der stabförmigen Sonde 200 gemäß den Fig. 7 und 8 im Analkanal des zu untersuchenden Patienten an. Anstelle eines wandernden Meßzeigers 116 kann eine LCD-Anzeige vorgesehen werden, bei der beispielsweise eine durchgehende Färbung den jeweiligen Stand der stabförmigen Sonde 200 anzeigt.
In der Mitte der ringförmigen Skala 112 ist ein Anzeige­ fenster 113 vorgesehen, das die jeweilige Eindringtiefe der stabförmigen Sonde 200 in Bezug auf eine vorgebbare Null­ stellung anzeigt. Die vorgebbare Nullstellung kann bei­ spielsweise dadurch bewirkt werden, daß zunächst der teller­ förmige Anschlag 30 gemäß den Fig. 2 und 3 in Anlage an die Analkanalöffnung des Patienten gebracht und daran an­ schließend eine Rücksetztaste betätigt wird.
Zwei unter oder nebeneinander angeordnete Anzeigefenster 114, 115 zeigen die momentanen Druckwerte des gemessenen Analdrucks bzw. des Körper-Innendrucks an und ermöglichen dem untersuchenden Arzt eine optische Kontrolle der jewei­ ligen Meßwerte.
Zur genaueren Auswertung der Meßergebnisse werden die je­ weiligen Meßwerte von der Funktionsdiagnosevorrichtung über die Leitung 17 zu einer Steuer- und Auswerteinrich­ tung 10 gemäß Fig. 6 geleitet, wo die Meßwerte des loka­ len Analdrucks sowie des dazugehörigen Körper-Innendrucks gespeichert und in geeigneter Weise ausgewertet werden.
So ist beispielsweise eine Kurvendarstellung der Meßwerte des Analdrucks in Abhängigkeit von der Eindringtiefe mit der Winkelstellung als Parameter möglich oder eine Funk­ tionsdarstellung des Analdrucks in Abhängigkeit von der Eindringtiefe bei jeweils vorgegebenen Winkelgeraden der Stellung der stabförmigen Sonde 2 bzw. 200. Veränderungen der Analdruckmessungen, die auf Veränderung des Körper- Innendrucks zurückzuführen sind, können durch einen geeig­ neten Algorithmus berücksichtigt und damit zu einer kor­ rekten Wiedergabe des exakten Analkanaldrucks verwendet werden.

Claims (26)

1. Vorrichtung zur Funktionsdiagnose des Kontinenzorgans mit einer in den Analkanal eines Patienten einführbaren stabförmigen, mit einem Drucksensor verbundenen Sonde, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde (2; 200) mit einer Positioniereinrichtung zum Verändern der Stellung der Sonde (2; 200) im Analka­ nal verbunden ist und daß ein der jeweiligen Position der Sonde (2; 200) entsprechendes elektrisches Signal zusammen mit einem dem vom Drucksensor (5; 50) an der jeweiligen Position der Sonde (2; 200) erfaßten Druck entsprechenden elektrischen Signal an eine Anzeigeein­ richtung (11) und/oder eine Datenverarbeitungseinrich­ tung (100) abgegeben werden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Positioniereinrichtung eine Einrichtung zur translatorischen Lageverstellung und/oder eine Einrich­ tung zur rotatorischen, eine Winkeländerung der stabför­ migen Sonde (2; 200) um ihre Längsachse bewirkende Lageverstellung der stabförmigen Sonde (2; 200) in Bezug auf ein außerhalb des Analkanals eines Patienten positionierbares Gehäuse (7) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur translatorischen und/oder rota­ torischen Lageverstellung der stabförmigen Sonde (2; 200) aus einer mechanisch und/oder elektromotorisch be­ triebenen Durchzugseinrichtung besteht, die den Druck­ sensor (5; 50) schraubenlinienförmig an der Analkanal­ wand des Patienten entlang bewegt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchzugseinrichtung einen Stellmotor (60) mit Getriebe aufweist, der die stabförmige Sonde (2; 200) mit vorgegebener Geschwindigkeit in den Analkanal einführt und/oder aus dem Analkanal zurückzieht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die stabförmige Sonde (2; 200) mehrere radial in vorgegebenen Winkelgeraden zueinander beabstandete Drucksensoren aufweist und daß die Positioniereinrich­ tung eine Einrichtung zur linearen Lageverstellung der stabförmigen Sonde (2) in Bezug auf ein außerhalb des Analkanals eines Patienten positionierbares Gehäuse (7) enthält.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Positioniereinrichtung eine Einrichtung zur Erfassung der Eindringtiefe der stabförmigen Sonde (2) mit einem entlang der stabförmi­ gen Sonde (2) verschiebbaren Element (3) aufweist, das mit einem mit der Anzeigeeinrichtung (11) und/oder der Datenverarbeitungseinrichtung (100) verbundenen Längen­ meßsensor (6) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtung aus einem Display (11) besteht, auf dem die erfaßten Meßwerte des Analdrucks und der Eindringtiefe als Meßwertpaare abbildbar sind und daß das Display (11), die stabförmige Sonde (2) und das verschiebbaren Element (3) in einem gemeinsamen Gehäuse (7) angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeich­ net, daß das verschiebbare Element aus einer in Längs­ richtung auf der stabförmigen Sonde (2) verschiebbaren Längenmeßhülse (3) besteht, deren in Einführrichtung der stabförmigen Sonde (2) vorderstes Ende mit einem Anschlag (30) versehen ist, der bei in den Analkanal (19) eingeführter, stabförmiger Sonde (2) am äußeren Schließmuskelbereich eines Patienten anliegt, und daß die verschiebbare Längenmeßhülse (3) mit einem indukti­ ven, kapazitiven oder ohmschen Längenmeßsensor (6) verbunden ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die stabförmige Sonde (2) aus einem elastischen, im wesentlichen zylinderförmigen Röhrchen besteht.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das in Einführrichtung der stabförmigen Sonde (2) vordere Ende (21) des Röhrchens geschlossen ist, daß der in der Längenmeßhülse (3) befindliche Teil (22) der Sonde (2) im Querschnitt verjüngt gegenüber den vorderen Ende (21) des Röhrchens ist und daß das hinte­ re Ende (23) des Röhrchens offen und mit dem Drucksen­ sor (5) verbunden ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das hintere, offene Ende (23) der stabförmigen Sonde (2) über eine Kupplung (4) mit dem Drucksensor (5) verbunden ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (4) aus einer Rast-Kupplung, vorzugs­ weise einer Bajonettverschluß-Kupplung, besteht.
13. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die stabförmige Sonde (2) aus einem elastischen, im wesentlichen zylinderförmigen Röhrchen besteht, das mit einem piezoresistiven Material als Druckaufnehmer beschichtet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die stabförmige Sonde (2) geschlossen und mit einem Dehnungsmeßstreifen, piezoresistiven Druckaufneh­ mer oder dergleichen als Drucksensor verbunden ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8-14, dadurch gekennzeichnet, daß die stabförmige Sonde (2), der Drucksensor (5), die verschiebbare Längenmeßhülse (3) und der Längenmeßsensor (6) in einem als Handhabe ausgebildeten Gehäuse (7) angeordnet sind, an dessen in Einführrichtung der stabförmigen Sonde (2) rückwär­ tigem Ende ein Griffteil (70) mit einem Meßwertauslö­ ser (9), dem Display (11) und/oder einem Eingabe- und Ausgabeport (72) zur Verbindung mit der Datenverarbei­ tungseinrichtung (106), einem Druckwerk oder dgl. vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (7) pistolenförmig ausgebildet ist, in dessen pistolenlaufförmigem Teil (71) die stabförmige Sonde (2) und die Längenmeßhülse (3) angeordnet sind, an dessen rückwärtigem Griffteil (70) das Display (11) angeordnet ist und dessen Abzug als Meßwertauslöser (9) dient.
17. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Display (11) mit einer Hintergrundbeleuchtung versehen ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Griffteil (70) eine Steuer- und Auswertein­ richtung (10) und ein Akkumulator oder eine Batterie angeordnet sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 18, da­ durch gekennzeichnet, daß das Griffteil (70) ein Ein/Ausgabemodul enthält, das über den Eingabe- und Ausgabeport mit der Datenverarbeitungseinrichtung (106) zur Verarbeitung, Aufzeichnung, zum Drucken und zur Anzeige der Meßdaten verbunden ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer- und Auswerteinrichtung (10) und/oder die Datenverarbeitungseinrichtung (106) mit einem Ta­ stenfeld (104) zur Eingabe patientenspezifischer Daten verbunden sind und Meßwertpaare des Druckes und der zugeordneten Eindringtiefe und/oder einen Mittelwert mehrerer Meßwertpaare oder Kurvendarstellungen an das Display (11) oder eine externe Anzeigeeinrichtung abgeben.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Display (11) und/oder die externe Steuer- und Auswerteinrichtung eine farbige An­ zeigeeinrichtung mit unterschiedlicher Farbgebung der Meßwertpaare und/oder Mittelwerte bzw. aus den Meßwer­ ten gebildeten Kurvenzügen aufweist.
22. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Drucksensor (51) am vorderen Ende der stabförmigen Sonde (200) zwischen dem den Analdruck erfassenden ersten Drucksen­ sor (50) und dem in Einführrichtung der Sonde (200) hinteren Sondenende angeordnet ist, derart, daß bei in den Analkanal eines Patienten eingeführter Sonde (200) der zweite Drucksensor (51) im Enddarmbereich und der erste Drucksensor (50) im Analkanal angeordnet ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Drucksensor (50) auf einer Einrichtung zur translatorischen Lageverstellung und/oder eine Einrichtung zur rotatorischen, eine Winkeländerung der stabförmigen Sonde (2; 200) um ihre Längsachse bewir­ kende Lageverstellung der stabförmigen Sonde (2; 200) in Bezug auf ein außerhalb des Analkanals eines Patien­ ten positionierbares Gehäuse (7) angeordnet ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere erste Drucksensoren auf der stabförmigen Sonde (200) radial in vorgegebenen Winkelgraden zueinander beabstandet sind und daß die Positioniereinrichtung eine Einrichtung zur linearen Lageverstellung der stabförmigen Sonde (200) in Bezug auf ein außerhalb des Analkanals des Patienten positio­ nierbares Gehäuse (7) enthält.
25. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Display (11) eine Anzeigeskala aufweist, die
  • a) die Analdruckwerte auf einer Analdruckanzeige (114),
  • b) die Innendruckwerte auf einer Innendruck-Anzeigeein­ richtung (115),
  • c) die Eindringtiefe auf einer Tiefenskala (113) und
  • d) die Winkelstellung des Drucksensors in Bezug auf eine vorgebbare 0°-Stellung auf einer vorzugsweise kreisförmigen Gradskala (112) anzeigt.
26. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungsein­ richtung (100) die Differenz zwischen dem Innendruck und dem Analdruck berechnet und den Differenzdruck in Abhängigkeit von der radialen und axialen Stellung der stabförmigen Sonde (2; 200) auf einer Werteskala anzeigt.
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