DE40387C - Stellbarer Antrieb für Fahrräder - Google Patents
Stellbarer Antrieb für FahrräderInfo
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- DE40387C DE40387C DENDAT40387D DE40387DA DE40387C DE 40387 C DE40387 C DE 40387C DE NDAT40387 D DENDAT40387 D DE NDAT40387D DE 40387D A DE40387D A DE 40387DA DE 40387 C DE40387 C DE 40387C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62M—RIDER PROPULSION OF WHEELED VEHICLES OR SLEDGES; POWERED PROPULSION OF SLEDGES OR SINGLE-TRACK CYCLES; TRANSMISSIONS SPECIALLY ADAPTED FOR SUCH VEHICLES
- B62M15/00—Transmissions characterised by use of crank shafts and coupling rods
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Transmission Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 63:
und Wagenbau.
Die vorliegenden Neuerungen an Fahrrädern beziehen sich auf einen durch oscillirende
Kurbelscheiben und ein Klemmschaltwerk gekennzeichneten Antriebsmechanismus, ferner
auf einen Mechanismus zur Veränderung der Hebelarme der Tritthebel während der Fahrt,
sowie auf eine selbstthätig wirkende Vorrichtung, welche die Lenkvorrichtung stets in die
Mittellage zurückzustellen strebt.
Auf den Zeichnungen ist ein mit den vorliegenden Neuerungen ausgestattetes dreirädriges
Fahrrad in den Fig. 1, 2 und 3 in Ober-, Seiten- bezw. hinterer Endansicht dargestellt.
In letzterer Figur ist das eine Laufrad, sowie das Gehäuse, welches den Antriebsmechanismus
umschliefst, im Schnitt dargestellt. Fig. 4 bis ι ο sind Einzelheiten.
Die Einrichtung der Räder weicht insofern von der bisherigen Construction ab,- als dieselben
mit Speichen aus Hickoryholz versehen -werden, einem Material, welches bei Unebenheiten
der Strafse . viel besser nachgiebt als Stahl und nicht bricht. Ohne dafs die Leichtigkeit
beeinträchtigt würde, wird hierdurch .dem, Rade die Fähigkeit ertheilt, durch seitliche
Beanspruchungen veranlafste Verbiegungen der Speichen, wie solche beim Fahren in scharfen
Curven entstehen, sicher- auszuhalten. Der Radreifen besteht,, wie Fig. 3 veranschaulicht, aus
einem Metallblech α mit aufgebogenen Rändern b und einem in die hierdurch geschaffene Rinne
eingezwängten Lederstreifen c, welcher somit gut festgehalten wird und dabei doch leicht
erheuert werden kann. .
Der Antrieb des Fahrrades erfolgt mittelst Kurbelgetriebe, doch machen .die Kurbelzapfen
nur eine hin- und herschwingende Bewegung, welche vermittelst eines Klemmschaltwerkes in
eine rotirende Bewegung des Antriebsrades umgesetzt wird. Der Antriebsmechanismus sitzt
in einem Gehäuse d, welches an dem die Sitzstange e enthaltenden Gestelltheil/ festgeschraubt
ist. Das Gehäuse umfafst gleichzeitig die Hauptachse g, welche zwischen beiden hier zu Lagerbüchsen
ausgebildeten Gehäusetheilen ein Zahnrad h trägt, in welches das Antriebsrad i eingreift,
das lose auf einer unterhalb der Hauptachse g im Gehäuse d gelagerten Welle k drehbar
ist. In der Scheibe des Antriebsrades i sind beiderseits breite Ringnuthen ausgespart,
Fig. 5.
Neben dem Antriebsrad i sitzen auf der Welle k lose drehbare Scheiben /, welche auf
der Innenseite je einen Schaltradzahnkranz m tragen, Fig. 4. Diese Zahnkränze m greifen in
die vorerwähnten Ringnuthen ein und tragen in den Zahnschnitten Klemmkugeln oder Rollen n,
durch 'welche beim Drehen der Scheiben / in der Pfeilrichtung, Fig. 4, das Zahnrad i mitgenommen
wird.
Auf die Büchsen der beiden Scheiben / sind Spiralfedern 0 aufgeschoben, deren innere Enden
in den Scheiben befestigt sind. Von den äufseren Enden der Spiralen ist das eine (in
Fig. 3 das linke) in der Welle k, das andere (von der rechten Spirale) in einer besonderen
Büchse ρ befestigt, welche lose auf der Welle k sitzt, und mittelst einer Nase in verschiedenen
Lagen in der Büchse der bezüglichen Gehäuse^- hälfte festgelegt werden kann. Die Büchse des
Gehäuses ist hierzu mit einer Anzahl im Kreise angeordneter Löcher versehen. .-·.■ .,;
Das in Fig. 3 links liegende Ende der Welle k ist mit einem Vierkant versehen', auf
welchem eine ebenfalls mit einer Sicherungsnase versehene Scheibe p1 sitzt. Die von dieser
Gehäusehälfte gebildete Büchse ist gleichfalls mit im Kreise angeordneten Stelllöchern versehen.
Durch diese Stellvorrichtungen kann ein beliebiges Anspannen der Spiralfedern ό
erzielt werden, und die Scheiben / sind beständig bestrebt, sich mit einer der Federspannung
entsprechenden Kraft in entgegengesetzter Richtung zu der in Fig. 4 durch den Pfeil angedeuteten Richtung zurückzudrehen.
Die Scheiben / tragen die Kurbelzapfen q, an
welchen die von Tritthebeln s in Bewegung versetzten Kurbelstangen r angreifen, Fig. 2.
Der Ausschlag der Tritthebel s ist nur so grofs, dafs die. Kurbelzapfen q etwa bis zu der in
Fig. 2 punktirten Lage schwingen. Hierbei wird das Zahnrad i durch die Klemmkugeln η
ein entsprechendes Stück mitgenommen. Alsdann tritt die betreffende, bei der Aufwärtsbewegung
der Kurbelstange noch mehr gespannte Spiralfeder 0 in Wirkung, dreht die betreffende Scheibe / zurück und hebt hierdurch
das Trittende des bezüglichen Tritthebels s wieder in die ursprüngliche obere Lage.
Die Klemmkugeln η treten bei diesem Rückdrehen
der Scheibe / natürlich aufser Wirkung. Inzwischen . wird der zweite Tritthebel niedergetreten
und somit das Zahnrad i durch die zweite Scheibe / bezw. das betreffende Schaltrad
m und die Klemmkugeln in der ursprünglichen Drehungsrichtung mitgenommen, so dafs
das Antriebsrad i also beständig in derselben Richtung sich dreht, während: die Mitnehmerscheiben
/ nur eine hin- und hergehende schwingende Bewegung machen.
Für den Durchtritt und den. Ausschlag der Kurbelstangen r sind in den beiden Hälften
des Gehäuses d entsprechende Ausschnitte ausgespart. Wie aus oben Gesagtem hervorgeht,
besteht die Thätigkeit des Fahrers aus einem abwechselnden Niedertreten der -/Tritthebel,
während der Hochgang derselben .durch die gespannten Spiralfedern ο bewirkt wird. Aus
Vorstehendem geht hervor, dafs das Antriebsrad i nur nach einer Richtung in Umdrehung
gesetzt werden kann, dafs die Maschine also nur für Vorwärtsfahren eingerichtet ist. Das
Mitnehmen der lose auf der Hauptwelle sitzenden Laufräder erfolgt durch Sperrräder r1, in
welche Sperrklinken r2 eingreifen, die innerhalb der Flantschringe r3 sitzen, welche an den
Naben der beiden Laufräder, Fig. 3, befestigt sind. Ein zufälliges. Rückdrehen der Laufräder
übt auf den dann ausgeschalteten Antriebsmechanismus keinen Einflufs aus.
Die im Querschnitt I-förmigen Tritthebel s, Fig. 2, ruhen mit ihrer unteren Fläche zum
Theil auf den freien Enden der im Gestell drehbar gelagerten Welle u, während der mittlere
Theil dieser unteren Fläche verzahnt ist, Fig. 6, 7 und 8. Dieser verzahnte Theil steht
im Eingriff mit den Zahnrädern i, ■ die gleichfalls an der Welle u befestigt sind. Die freien
Enden der Welle u sind von Gehäusen v, Fig. 8, umgeben, welche auch über die Seiienflantschen
der X-förmigen Tritthebel s übergreifen und zur Führuug derselben dienen. In der Mitte
der Welle u ist ein Schneckenrad w befestigt, in welches eine Schnecke χ eingreift, die mittelst
eines mit einem Kegelradgetriebe versehenen Gestängesyyl von einer Kurbel \ aus
gedreht werden kann.
Die mit der Kurbel \ versehene Stange yl
ist innerhalb der rohrförmigen Lenkstange λ1
angeordnet und am. oberen Ende in einer in dieses Rohr α1 eingesetzten Büchse b1 und am
unteren Ende in einer in das aufgebogene vordere Ende des Gestellrahmens befestigten
Büchse b"2- drehbar gelagert. Beim Auf- und
Abschwingen der Tritthebel rollen dieselben mit ihrer .Unterfläche auf den freien Enden
der Welle u ab, wobei die Zahnräder t die entsprechende Lage der Hebel und damit das
Verhältnifs der Hebelschenkel sichern. Um dieses Verhältnifs zu ändern, wird die Schnecke χ
von der Kurbel %. aus in Drehung versetzt, so
dafs das Schneckenrad n> ■ und damit auch die auf derselben Welle angeordneten Zahnrädchen
t gedreht werden. Infolge dessen tritt eine entsprechende Verschiebung der Tritthebel
s in ihren Führungen ν ein. Diese Veränderung des Verhältnisses der Hebelarme der
Tritthebel ermöglicht dem Fahrer also, ohne abzusteigen, bei Fahrt zu Berg das Treten zu
erleichtern und bei Fahrt zu Thal die Antriebsgeschwindigkeit zu verzögern.
Die rohrförmige Lenkstange a1, welche unten
auf der Büchse b2 drehbar ist, trägt an diesem Ende einen Arm c1, Fig. 9, welcher beim
Drehen der Lenkstange nach der einen oder anderen Richtung ausschlägt. Dieser Arm ist
mit einem Zapfen d1 versehen, welcher zwischen zwei quer verschiebbaren Leisten el spielt.
Letztere sind mit je einer Führungsstange fl
verbunden, welche in einem entsprechend geformten Gehäuse hl geführt werden, das auf
dem aufgebogenen Kopf der unteren waagrechten Stange des Gestelles, Fig. 1 Und. 10,
befestigt ist. Diejenigen Theile des Gehäuses, in welche sich'die Führungsstangen/1 beim
Ausschlag des Armes cl einschieben, sind zu Fufsstützen z1 ausgebildet, Fig. 10. Auf die
Führungsstangen f1 sind Spiralfedern A:1 aufgeschoben,
welche sich einerseits gegen entsprechende Absätze im Gehäuse, andererseits gegen die Leisten e1 stützen.
In der Mitte des Gehäuses ist ein Zapfen ll
befestigt, welcher die Leisten e1 um die Stärke des Zapfens dl aus einander hält und ein Nach-
Claims (1)
- folgen der einen Leiste beim Seitwä'rtsschieben der anderen durch den Zapfen dl des aus^ schlagenden Armes c1 verhindert, so dafs jene Leiste bezw. deren Führungsstange durch die gespannte Spiralfeder nicht aus der Führung herausgeschoben werden kann. Es folgt hieraus, dafs die Lenkstange durch diese Vorrichtung stets selbstthätig in die Mittellage zurückgedreht wird, so dafs also das Fahren in gerader Richtung wesentlich erleichtert wird. Der auf dem unteren Ende der Lenkstange befestigte Ring r4, an welchem der Arm c1 sitzt, dient auch als Befestigungspunkt für die Gabel m, in welcher das Lenkrad gelagert ist. Letzteres ist aufserdem mit einer Bremse versehen, deren Bremsbacke η' an einem Winkelhebel o1 sitzt, welcher mittelst der Stange q1 gesenkt und gehoben werden kann.Pa τ ε nt - A ν s ρ R ü c η ε :i. Ein stellbarer Antrieb für Fahrräder, bestehend aus der Nebenwelle (k) mit Antriebsrad (i) und dem Klemmschaltwerk (Im n) mit von aufsen zu spannenden Federn (o) derart, dafs durch oscillirende Bewegung, der Kurbelzapfen mit den Sehet- . ben (I) und Schalträdern (m) das Antriebsrad (i) in Rotation versetzt wird, in Verbindung mit einer Welle (u) mit zwei Zahnrädern (t), auf welchen Theilen die unten im mittleren Theile als Zahnstangen ausgebildeten Tritthebel rollen, einem Schneckenrade (w) und der durch ein Gestänge mit Kegelrädern von der Kurbel fa) aus in Drehung zu versetzenden Schnecke (x) zwecks Verschiebung der Tritthebel auf der Welle (u) und den Zahnrädern (t).
Die Anordnung der Welle der im Anspruch i. genannten Kurbel (^) innerhalb der hohlen Lenkstange (al), an welcher ein Arm (c1) mit Zapfen (dl) befestigt ist, auf welchen zwei in einem Gehäuse (hl) mittelst Führungsstangen (f 1J geführte und durch Spiralfedern (kl) gegen einen in der Mitte des Gehäuses befestigten Zapfen (I [) drückende Leisten (el) derart einwirken, dafs der Arm an der Lenkstange stets von selbst in die Mittellage zurückgebracht wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40387C true DE40387C (de) |
Family
ID=315948
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40387D Expired - Lifetime DE40387C (de) | Stellbarer Antrieb für Fahrräder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40387C (de) |
-
0
- DE DENDAT40387D patent/DE40387C/de not_active Expired - Lifetime
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