DE4036353A1 - Spinn- oder zwirnspindel mit einem spindelschaft - Google Patents
Spinn- oder zwirnspindel mit einem spindelschaftInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spinn- oder Zwirnspindel mit einem
Spindelschaft, der mittels eines Halslagers und eines Fußlagers
in einem Spindellagergehäuse gelagert ist, für das eine im Be
reich des Fußlagers angreifende, im wesentlichen radial zur
Spindelachse federelastisch nachgiebige Halterung vorgesehen
ist.
Bei einer bekannten Spinn- oder Zwirnspindel der eingangs ge
nannten Art (EP-A 02 09 799) besteht die Halterung aus einer an
dem Spindellagergehäuse im Bereich des Fußlagers angebrachten
Hülse und einer in axialem Abstand dazu angeordneten, das Spin
dellagergehäuse mit Abstand umgebenden Hülse, die zur Befesti
gung an einer Spindelbank dient. Zwischen den beiden Hülsen ist
ein Kranz von axial verlaufenden, in gleichmäßigem Abstand an
geordneten Biegefederstäben vorgesehen. Dadurch soll erreicht
werden, daß sich das Spindellagergehäuse bezüglich der Spindel
achse nur radial auslenken läßt.
Um die Laufgeräusche von Spinn- oder Zwirnspindeln der eingangs
genannten Art zu verringern, wird nach einer älteren, nicht
vorveröffentlichten Patentanmeldung (P 39 38 255.9) vorgesehen,
daß zwischen dem Spindellagergehäuse und einem das Spindella
gergehäuse mit Abstand umgebenden Gehäuse ein Verbindungsele
ment im Bereich des Fußlagers angeordnet ist, welches als eine
Diskontinuitätsstelle für Körperschallfluß ausgebildet ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spinn- oder
Zwirnspindel der eingangs genannten Art so auszubilden, daß
eine Verringerung der Luftgeräusche erhalten wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zwischen dem Spindella
gergehäuse und einem dieses mit Abstand umgebenden hülsenarti
gen Gehäuse, das an einer Spindelbank anbringbar ist, ein fe
derelastisches Verbindungselement angeordnet ist, das eine Dis
kontinuitätsstelle für Körperschallfluß bildet, und daß der
Zwischenraum zwischen Gehäuse und Spindellagergehäuse zu wenig
stens zwei Dritteln der Höhe des Spindellagergehäuses mit einem
Medium gefüllt ist, das in einem Temperaturbereich von etwa
20°C bis 60°C zähflüssig ist.
Die Erfindung geht zunächst von der Erkenntnis aus, daß die we
sentliche Ursache für die Laufgeräusche in dem üblicherweise
Wälzkörper enthaltenden Halslager liegt. Auch wenn das Halsla
ger eine hohe Formgenauigkeit aufweist und nur ein geringes
Spiel im Bereich des Halslagers vorhanden ist, lassen sich
kleine Abweichungen der Lauffläche nicht vermeiden. Diese füh
ren dazu, daß die Wälzkörper und damit auch das Spindellagerge
häuse in Schwingungen versetzt werden. Diese Schwingungen wer
den dann in einem sogenannten Körperschallfluß auf andere Ma
schinenelemente übertragen, die größere schwingfähige Oberflä
chen aufweisen und entsprechend die Geräuschbildung erhöhen.
Durch die Diskontinuitätsstelle wird erreicht, daß der Körper
schallfluß in diesem Bereich wesentlich reduziert wird, so daß
Schwingungen des Spindellagergehäuses nur in wesentlich redu
ziertem Maß auf andere Maschinenelemente und insbesondere auf
die Spindelbank übertragen werden. Die Laufgeräusche werden so
mit im wesentlichen auf das Spindellagergehäuse als Geräusch
quelle reduziert. Dabei wirkt das hülsenartige Gehäuse, das das
Spindellagergehäuse umgibt, als eine Abschirmung. Die zusätzli
che Füllung des Zwischenraums zwischen Spindellagergehäuse und
Gehäuse mit einem zähflüssigen Medium führt weiter dazu, daß
die Schwingungen des Spindellagergehäuses gedämpft werden, so
daß eine weitere Geräuschreduzierung erhalten wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß
das Spindellagergehäuse eine gegenüber dem äußeren Gehäuse ge
ringere Masse aufweist. Dadurch wird erreicht, daß das Spindel
lagergehäuse und das äußere Gehäuse nicht mit den gleichen Fre
quenzen schwingen, so daß die ohnehin durch das zwischengefügte
Medium gedämpften Schwingungen des Spindellagergehäuses auch
nicht zu erregten Schwingungen des äußeren Gehäuses führen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der in der Zeichnung dargestell
ten Ausführungsform und den Unteransprüchen.
Die Zeichnung zeigt einen axialen Schnitt durch eine Spinn
oder Zwirnspindel, die über ein das Spindellagergehäuse mit Ab
stand umgebendes äußeres Gehäuse an einer Spindelbank befestigt
ist.
Die Spinn- oder Zwirnspindel (1) enthält einen mit dem Spindel
oberteil drehfest verbundenen Spindelschaft (2), der in einem
Spindellagergehäuse (3) mittels eines Halslagers (4) und eines
Fußlagers (5) gelagert ist. Das Fußlager (5) weist eine mittels
einer Zentrierhülse (8) gehaltene Lagerhülse auf. Die Zentrier
hülse (8) ist mittels einer Dämpfungsspirale (9) radial gehal
ten, die sich gegen eine Bodenplatte (10) in axialer Richtung
abstützt. Das Fußlager (5) enthält weiter einen Spurlagerbolzen
(6), auf dem sich das Ende des Spindelschaftes (2) abstützt.
Das Halslager (4) ist in nicht näher dargestellter Weise als
ein Rollenlager ausgebildet, dessen Rollenkörper auf dem Spin
delschaft (2) laufen und außen mit einem Außenring geführt
sind.
Das Spindellagergehäuse (3) ist in axialer Richtung über seinen
Boden (23) hinaus mit einem bolzenartigen Ansatz (12) verlän
gert, der eine Einschnürung bildet, d. h. der einen wesentlich
geringeren Querschnitt als das Spindellagergehäuse (3) auf
weist. Der bolzenartige Ansatz (12) geht in einen zylindri
schen, verbreiterten Fortsatz (13) über, der in ein hülsenarti
ges, äußeres Gehäuse (14) eingepreßt ist. Im Bereich dieses
Fortsatzes (13) ist ein Dichtungsring (15) vorgesehen.
Das hülsenartige Gehäuse (14), das eine wesentlich größere
Wandstärke als das Spindellagergehäuse (3) aufweist, erstreckt
sich nach oben bis zu dem Bereich eines Wirtels (7), der mit
dem Spindelschaft (2) fest verbunden ist und der in dem Bereich
des Halslagers (4) liegt. Über den Wirtel (7) erfolgt ein An
trieb des Spindelschaftes (2) mittels eines nicht dargestellten
Tangentialriemens o. dgl.
An dem Spindellagergehäuse (3) ist ein Deckel (22) in Form
eines Ringes angebracht, der das obere Ende des äußeren Gehäu
ses (14) übergreift.
Das äußere Gehäuse (14) ist im Bereich seines oberen Endes an
einer Spindelbank (20) befestigt. Es ist mit einem Außengewinde
(16) versehen und durch eine Bohrung der Spindelbank (20) ge
steckt. Beidseits der Spindelbank (20) sind Ringe (17, 18) an
geordnet, die in ihren einander gegenüberliegenden Flächen ei
nen geringen Planschlag aufweisen, so daß durch ein gegenseiti
ges Verdrehen dieser Ringe (17, 18) die Winkellage des äußeren
Gehäuses (14) und damit des Spindellagergehäuses (3) mit dem
Spindelschaft (2) justierbar ist. Das äußere Gehäuse (14) wird
mittels einer auf das Außengewinde (16) aufgeschraubten Mutter
(19) gehalten.
Der bolzenartige Ansatz (12) des Spindellagergehäuses (3) bil
det eine Diskontinuitätsstelle (11) für Körperschall, so daß
der Körperschallfluß von dem Spindellagergehäuse (3) zu dem äu
ßeren Gehäuse (14) und damit zu der Spindelbank (20) weitgehend
unterbrochen oder zumindest stark reduziert ist. Außerdem er
laubt der Ansatz (12) eine elastische Verformung, die um eine
imaginäre Kippachse im Bereich der Einschnürung stattfindet, so
daß das Spindellagergehäuse (3) im Bereich des Halslagers (4)
und damit auch im Bereich des Wirtels (7) im wesentlichen in
radialer Richtung federelastisch nachgiebig ist. Auf diese Wei
se sind die von dem Halslager (4) herrührenden Laufgeräusche im
wesentlichen auf den von dem Spindellagergehäuse (3) abge
strahlten Lärm beschränkt, der weitgehend noch von dem Außenge
häuse (14) abgeschirmt wird.
Eine weitere Lärmverminderung wird dadurch erhalten, daß der
Raum (21) zwischen dem Spindellagergehäuse (3) und dem dieses
mit Abstand umgebenden äußeren Gehäuses (14) mit einem Medium
gefüllt ist, das bei den normalen Betriebstemperaturen zähflüs
sig ist. Die normalen Betriebstemperaturen liegen in einem Be
reich von 20°C bis 60°C. Dabei wird der Raum (21) so weit ge
füllt, daß wenigstens etwa 2/3 der Höhe des Spindellagergehäu
ses (3) von diesem Medium abgedeckt sind. Um ein Austreten des
Mediums aus dem Raum (21) zu verhindern, kann bei einer abge
wandelten Ausführungsform zusätzlich vorgesehen werden, daß in
dem oberen Bereich zwischen dem Spindellagergehäuse (3) und dem
äußeren Gehäuse (14) ein Dichtungsring aus gummielastischem Ma
terial vorgesehen wird. Dadurch ist es dann möglich, den Raum
(21) praktisch über die ganze Höhe mit dem zähflüssigen Medium
zu befüllen. Als geeignetes, bei den Betriebstemperaturen zäh
flüssiges Medium dienen Fette oder Harze, die in diesem Tempe
raturbereich zähflüssig sind. Ein weiteres Auswahlkriterium für
das Medium ist, daß dieses eine relativ hohe Benetzungsfähig
keit aufweist, d. h. das Entstehen von Hohlräumen weitgehend
vermeidet.
Claims (5)
1. Spinn- oder Zwirnspindel mit einem Spindelschaft, der
mittels eines Halslagers und eines Fußlagers in einem Spindel
lagergehäuse gelagert ist, für das eine im Bereich des Fußla
gers angreifende, im wesentlichen radial zur Spindelachse fe
derelastisch nachgiebige Halterung vorgesehen ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß zwischen dem Spindellagergehäuse (3) und ei
nem dieses mit Abstand umgebenden, hülsenartigen Gehäuse (14),
das an eine Spindelbank (20) anbringbar ist, ein federelasti
sches Verbindungselement (12) angeordnet ist, das eine Diskon
tinuitätsstelle (11) für Körperschallfluß bildet, und daß der
Zwischenraum (21) zwischen Gehäuse (14) und Spindellagergehäuse
(3) zu wenigstens 2/3 der Höhe des Spindellagergehäuses (3) mit
einem Medium gefüllt ist, das in einem Temperaturbereich von
20°C bis 60°C zähflüssig ist.
2. Spinn- oder Zwirnspindel nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Boden (23) des Spindellagergehäuses (3)
mit einem Bolzen (12) verlängert ist, der einen geringeren
Querschnitt als das Spindellagergehäuse (3) aufweist und über
den das Spindellagergehäuse (3) mit dem Gehäuse (14) verbunden
ist.
3. Spinn- oder Zwirnspindel nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Bolzen (12) eine lokale Einschnürung auf
weist.
4. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß das Spindellagergehäuse (3) eine
gegenüber dem äußeren Gehäuse (14) geringere Masse aufweist.
5. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenraum (21) zwischen
dem äußeren Gehäuse (14) und dem Spindellagergehäuse (3) im Be
reich des oberen Endes des Gehäuses (14) abgeschlossen ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE4036353A DE4036353C2 (de) | 1989-12-23 | 1990-11-15 | Spinn- oder Zwirnspindel |
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| DE (1) | DE4036353C2 (de) |
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| DE4009695A1 (de) * | 1990-03-27 | 1991-10-02 | Stahlecker Fritz | Spinn- oder zwirnspindel mit einem spindelschaft |
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-
1990
- 1990-11-15 DE DE4036353A patent/DE4036353C2/de not_active Revoked
- 1990-11-26 JP JP2325124A patent/JP2884112B2/ja not_active Expired - Lifetime
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Also Published As
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| JP2884112B2 (ja) | 1999-04-19 |
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Legal Events
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| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: NOVIBRA GMBH, 73079 SUESSEN, DE |
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| 8331 | Complete revocation |