DE4035172A1 - Enossales kieferimplantat in gestalt eines schraubenimplantats zum befestigen von zahnersatz - Google Patents
Enossales kieferimplantat in gestalt eines schraubenimplantats zum befestigen von zahnersatzInfo
- Publication number
- DE4035172A1 DE4035172A1 DE19904035172 DE4035172A DE4035172A1 DE 4035172 A1 DE4035172 A1 DE 4035172A1 DE 19904035172 DE19904035172 DE 19904035172 DE 4035172 A DE4035172 A DE 4035172A DE 4035172 A1 DE4035172 A1 DE 4035172A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- screw
- thread
- screw body
- implant according
- jaw implant
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
- 239000007943 implant Substances 0.000 title claims description 31
- 210000000988 bone and bone Anatomy 0.000 title description 13
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 claims description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 abstract 2
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 abstract 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 7
- 238000004873 anchoring Methods 0.000 description 4
- 230000001055 chewing effect Effects 0.000 description 4
- 230000003313 weakening effect Effects 0.000 description 4
- 230000035876 healing Effects 0.000 description 3
- 210000000332 tooth crown Anatomy 0.000 description 3
- 210000000214 mouth Anatomy 0.000 description 2
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 2
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 230000002146 bilateral effect Effects 0.000 description 1
- 210000004204 blood vessel Anatomy 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 230000002035 prolonged effect Effects 0.000 description 1
- 230000006641 stabilisation Effects 0.000 description 1
- 238000011105 stabilization Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
- A61C8/00—Means to be fixed to the jaw-bone for consolidating natural teeth or for fixing dental prostheses thereon; Dental implants; Implanting tools
- A61C8/0018—Means to be fixed to the jaw-bone for consolidating natural teeth or for fixing dental prostheses thereon; Dental implants; Implanting tools characterised by the shape
- A61C8/0022—Self-screwing
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Oral & Maxillofacial Surgery (AREA)
- Orthopedic Medicine & Surgery (AREA)
- Dentistry (AREA)
- Epidemiology (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Animal Behavior & Ethology (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Public Health (AREA)
- Veterinary Medicine (AREA)
- Dental Prosthetics (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein enossales Kieferimplantat in Gestalt
eines Schraubenimplantats zum Befestigen von Zahnersatz, mit einem
in den Kieferknochen einzuschraubenden Schraubenkörper, der von
einem Schraubenkern und einem außen an diesem angeordneten Ge
winde gebildet wird.
Der menschliche Kieferknochen ist in Höhe des Zahnwurzelbereichs
in rechtwinkelig zur Zahnreihe gemessener Transversalrichtung
verhältnismäßig schmal. Daher verbleiben im Falle des Verlustes
eines natürlichen Zahns beiderseits der Knochenwunde, d. h. an
der der Mundhöhle zugewandten und an der hierzu entgegengesetz
ten Seite, nur relativ knöcherne Abdeckungen.
Schraubt man, nachdem eine geeignet bemaßte Bohrung eingearbei
tet worden ist, an dieser Stelle in den Knochen ein Schrauben
implantat, an dem anschließend ein Zahnersatz, beispielsweise
eine künstliche Zahnkrone, befestigt wird, schneiden sich die
Gewindegänge in diese verhältnismäßig dünnen knöchernen Ab
deckungen ein. Hierdurch werden die knöchernen Abdeckungen
weiter geschwächt. Diese Schwächung wird mit zunehmendem
Kreisquerschnitt der Schraubenkörper herkömmlicher Schrauben
implantate stärker.
Andererseits sollte das Gewinde jedoch möglichst tief in den
Knochen eingreifen, damit man eine den beim Gebrauch des Ge
bisses auftretenden Axialkräften in ausreichendem Maße ent
gegenwirkende Verankerung erhält.
Somit geht eine Verbesserung der Verankerungskraft mit einer
zunehmenden Schwächung der genannten knöchernen Abdeckungen
einher. Da nun diese Abdeckungen, werden sie zu dünn, aufgrund
der über den Zahnersatz ausgeübten Kaukräfte ausbrechen können,
sind dem Gewindedurchmesser und somit der axialen Verankerungs
kraft Grenzen gesetzt.
Diese Verhältnisse sind im Falle einer längeren Zahnlosigkeit
noch schlechter, da der Kieferknochen im Laufe der Zeit schrumpft,
und zwar sowohl in der Höhe als auch in viel stärkerem Aus
maß in Transversalrichtung.
Ein weiterer Nachteil der üblichen Schraubenimplantate besteht
darin, daß sie sich im Kieferknochen unter den beim Beißen und
Kauen auftretenden Kräften verdrehen können.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde,
ein Implantat der eingangs genannten Art zu schaffen, das im
eingeheilten Zustand ohne zu große Schwächung der beidseitigen
knöchernen Abdeckungen fest im Kieferknochen verankert und
ferner gegen ein Verdrehen gesichert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
Schraubenkörper im Querschnitt gesehen eine mindestens an
einer Seite abgeflachte Gestalt aufweist.
Auf diese Weise liegt nicht mehr ein rotationssymmetrischer
sondern ein in Richtung der Abflachung einen kleineren Durchmesser
als quer hierzu aufweisender Schraubenkörper vor. Beim Einschrauben
schneidet das Gewinde mit seinem Bereich größten Durchmessers
zwar rundum gleich tief in den Knochen ein. Nimmt das Implantat
jedoch seine endgültige Drehlage ein, können die an der Seite
der Abflachung angeordneten Einschnitte, soweit sie nicht durch
den Schraubenkörper ausgefüllt sind, zuheilen. Schraubt man des
halb das Implantat so ein, daß im implantierten Zustand der
kleinere Schraubenkörperdurchmesser in Transversalrichtung ge
richtet ist, erhält man nach dem Einheilen einen entsprechend
weniger geschwächten Kieferknochen und somit eine größere Stabi
lität gegen Ausbrechen. Quer zur Richtung des kleinsten Durch
messers kann ein so großer Durchmesser gewählt werden, daß die
beim Gebrauch des Gebisses einwirkenden Axialkräfte sicher auf
genommen werden.
Des weiteren ist ohne weiteres ersichtlich, daß das Implantat,
ist es eingeheilt, aufgrund seines nicht rotationssymmetrischen
Querschnitts verdrehsicher hält.
Zweckmäßigerweise ist der Schraubenkörper nicht nur an einer
sondern an zwei einander diametral entgegengesetzten Seiten
abgeflacht. Er kann dann eine ellipsenähnliche Querschnittsge
stalt aufweisen.
Des weiteren ist bevorzugt vorgesehen, daß der Schraubenkern
kreisförmigen Querschnitt und das Gewinde an der mindestens einen
abgeflachten Seite eine geringere Tiefe als ansonsten aufweist.
Anstelle hiervon kann die Anordnung jedoch auch so getroffen
sein, daß der Schraubenkern eine entsprechend abgeflachte Quer
schnittsgestalt aufweist, so daß das Gewinde rundum gleich tief
ist. Da die Gewindetiefe neben dem Gewindedurchmesser die in
axialer Richtung wirksame Abstützfläche bestimmt, mit der sich
das Gewinde am eingewachsenen Knochenmaterial abstützt, ist diese
Alternative hinsichtlich der Verankerung des Implantats in
axialer Richtung sogar günstiger. Andererseits bringt die abge
flachte Querschnittsgestalt des Schraubenkerns eine geringere
Festigkeit des Schraubenkerns gegen Verbiegungen mit sich.
In jedem Falle ist es zweckmäßig, daß der Schraubenkern eine
sich zum freien Schraubenkörperende hin verjüngende Gestalt auf
weist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die
Gewindegänge über die Gewindelänge hinweg gleiche Außenumfangs
gestalt aufweisen. Die Gewindegänge könnten jedoch auch eine
zum freien Schraubenkörperende hin sich vergrößernde Außenum
fangsgestalt aufweisen. Dies ist deshalb möglich, da die
in Transversalrichtung gemessene Abmessung des Kieferknochens
ab einer bestimmten Tiefe zunimmt.
Wie schon mehrfach erwähnt, stützt sich das Implantat über die
Gewindegänge am eingewachsenen Knochenmaterial in axialer Rich
tung ab. Um eine gute Tragfähigkeit des Knochenmaterials zu er
halten, sollte in die Gewindegänge lebensfähiges, mit Blutge
fäßen und Markräumen versehenes Knochenmaterial einwachsen.
Hierfür hat sich eine Gewindeganghöhe im Bereich zwischen etwa
1,5 mm und 3 mm als sehr vorteilhaft erwiesen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nun anhand der
Zeichnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Schraubenimplantat in
explodierter Darstellung in Seitenansicht,
Fig. 2 den Schraubenkörper des Implantats gemäß Fig. 1
im Längsschnitt in Teildarstellung,
Fig. 3 den gleichen Schraubenkörper im Querschnitt gemäß
der Schnittlinie III-III in Fig. 2, wobei strich
punktiert ein Kieferknochen angedeutet ist,
Fig. 4 eine Variante des Schraubenkörpers mit Gewindegängen,
die eine zum freien Schraubenkörperende hin sich
vergrößernde Außenumfangsgestalt aufweisen, in
Seitenansicht und
Fig. 5 eine weitere Variante des Schraubenkörpers mit
abgeflachtem Schraubenkern im der Fig. 3 ent
sprechenden Querschnitt.
Bei dem aus Fig. 1 insgesamt hervorgehenden enossalen Kieferim
plantat handelt es sich um ein Schraubenimplantat, das an der
Stelle eines fehlenden natürlichen Zahnes in den Kieferknochen
eingebracht wird, so daß an ihm ein Zahnersatz, insbesondere
eine Zahnkrone, befestigt werden kann. Das Schraubenimplantat
weist einen in eine zuvor in den Kieferknochen eingearbeitete
Bohrung einzuschraubenden Schraubenkörper 1, ein stirnseitig in
eine Gewindebohrung 2 des Schraubenkörpers 1 einzuschraubendes
Pfostenelement 3 sowie eine Befestigungsschraube 4 auf, die am
dem Schraubenkörper 1 entgegengesetzten Ende des Pfostenelements
3 in eine in diesem ausgebildete Gewindebohrung 5 einschraubbar
ist und dazu dient, den Zahnersatz am Pfostenelement zu halten.
Der prinzipielle Aufbau solcher Schraubenimplantate ist bekannt.
Da sich ferner die vorliegende Erfindung nur mit der Ausbildung
des Schraubenkörpers 1 beschäftigt, kann deshalb auf eine weitere
Erläuterung des bei implantiertem Schraubenkörper an dessen
außen liegender Stirnseite befestigten Pfostenelements 3 und des
Anbringens des Zahnersatzes am Pfostenelement 3 verzichtet werden.
Diese Dinge können auch anders als dargestellt ausgebildet sein.
So könnte das Schraubenimplantat im Bereich des Pfostenelementes
beispielsweise auch eine abgewinkelte Gestalt aufweisen, um
der anatomischen Gegebenheit, daß die natürlichen Zähne stets
eine mit Bezug zur Wurzelachse geneigte Zahnkrone besitzen,
gerecht zu werden.
Der Schraubenkörper 1 weist einen Schraubenkern 6 und ein
außen an diesem angeordnetes Gewinde 7 auf, das sich wie üblich
aus in axialer Richtung aufeinanderfolgenden Gewindegängen 8, 8a,
8b zusammensetzt, die sich jeweils über einen vollen Umlauf er
strecken und ineinander übergehen. Der Schraubenkörper 1 wird
mit dem freien Endbereich 9 des Schraubenkerns 6, wo auch das
Gewinde 7 endet, voran in den jeweiligen Kieferknochen einge
schraubt. Am entgegengesetzten Ende des Schraubenkörpers 1
ist an den Schraubenkern 6 eine die Gewindebohrung 2 zum Ein
schrauben des Pfostenelements 3 enthaltende Endpartie 10 ange
setzt, die von zwei aufeinanderfolgenden konischen Bereichen 11,
12 gebildet wird, die entgegengesetzt geneigt sind und mit ihren
größeren Basisflächen aneinander anschließen. An der Stelle
des Übergangs zwischen den beiden konischen Bereichen 11, 12
sind am Außenumfang der Endpartie 10 nach außen hin offene Mit
nahmeaussparungen 13 eingearbeitet, in die ein auf die Endpartie
10 aufzusteckendes Drehwerkzeug zum Eindrehen des Schraubenkörpers
1 in den Kieferknochen drehfest eingreifen kann.
Der Schraubenkern 6 ist mit dem Gewinde 7 einstückig ausgebildet.
Die Herstellung solcher einstückig angesetzter Gewinde durch
Materialabtrag zwischen den Gewindegängen ist bekannt. Die
Materialdicke d der Gewindegänge ist über die gesamte Gewinde
länge gleich und beträgt etwa 0,3 mm bis 0,5 mm. Dabei verlaufen
die Gewindegänge im Längsschnitt gesehen nach radial außen hin
sozusagen messerscharf zu, während der Übergang zum Schraubenkern
6 abgerundet ist (siehe Fig. 2).
Der menschliche Kieferknochen ist in Höhe des Zahnwurzelbereichs
in rechtwinkelig zur Zahnreihe gemessener Transversalrichtung
t verhältnismäßig schmal. In Fig. 3 ist ein solcher Kieferknochen
14 strichpunktiert im Horizontalschnitt zusammen mit einem einge
schraubten Schraubenkörper angedeutet. Aus Fig. 3 geht ferner her
vor, daß der Schraubenkörper 1 im Querschnitt gesehen eine an
zwei einander diametral entgegengesetzten Seiten 15, 16 abgeflach
te Gestalt besitzt. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen,
daß prinzipiell auch nur eine einseitige Abflachung möglich wäre.
Auf diese Weise ergibt sich ein kleinster Durchmesser a und quer
hierzu ein größter Durchmesser b des Schraubenkörpers 1. Diese
Durchmesserangaben beziehen sich ebenso wie die seitlich abge
flachte Querschnittsgestalt des Schraubenkörpers auf die Außen
umfangsgestalt, d. h. auf den Außenumfang des Gewindes 7, falls
dieses rundum über den Schraubenkern 6 vorsteht.
Beim Implantieren wird nun der Schraubenkörper 1 so in den
Kieferknochen 14 eingeschraubt, daß am Ende sein kleinster
Durchmesser a in Transversalrichtung t verläuft, d. h. daß die
abgeflachten Seiten 15, 16 zum Mundinneren bzw. entgegengesetzt
hierzu nach außen hin gerichtet sind. Auf diese Weise kann zum
einen ein Schraubenkörper mit verhältnismäßig großem Quer
schnitt gewählt werden, ohne daß das Gewinde 7 die beiderseits
des Schraubenkörpers 1 befindlichen knöchernen Abdeckungen 17,
18 zu sehr schwächt.
Beim Einschrauben schneidet sich das Gewinde zwar rundum mit
seinem größten Durchmesser b in den Kieferknochen ein.
Nach dem endgültigen Positionieren in der Drehlage gemäß
Fig. 3 wachsen in der Einheilphase die neben den Abflachungen
15, 16 liegenden, vom Gewinde freien Einschnittsbereiche jedoch
zu. Nach dem Einheilen sind somit die knöchernen Abdeckungen
17, 18 den Umständen entsprechend verhältnismäßig dick, so daß
sie ausreichende Stabilität besitzen, um auch bei großen Kau
kräften ein Ausbrechen des Implantats zu verhindern.
Andererseits kann der größte Durchmesser b unabhängig von der
Kieferknochenabmessung in Transversalrichtung t gewählt werden,
so daß man ihn so groß ausbilden kann, daß die Verankerung des
Implantats in axialer Richtung in jedem Falle ausreichend fest
ist.
Außerdem ist aus Fig. 3 ohne weiteres ersichtlich, daß die mindes
tens eine seitliche Abflachung 15, 16, ist der Schraubenkörper
eingeheilt, auch eine verdrehfeste Anordnung des Schraubenkörpers
1 im Kieferknochen 14 ergibt.
Aufgrund der beiden Abflachungen 15, 16 weist der dargestellte
Schraubenkörper 1 eine ellipsenähnliche Querschnittsgestalt auf.
Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist der
Querschnitt des Schraubenkerns 6 kreisförmig. Das zugehörige
Gewinde 7 weist demgegenüber an der mindestens einen abgeflach
ten Seite, beim Ausführungsbeispiel also an beiden Seiten 15, 16,
eine geringere Tiefe als ansonsten auf. Hierbei ist mit dem
Begriff "Gewindetiefe" der Abstand zwischen dem Schraubenkern
und dem Gewindeaußenumfang gemeint. Um eine maßliche Vorstellung
zu erhalten, wird darauf hingewiesen, daß der Schraubenkern 6
einen Durchmesser von etwa 3 mm und das Gewinde 7 einen größten
Durchmesser b von etwa 5 mm sowie einen kleinsten Durchmesser
a von etwa 3,5 mm haben kann.
Im Falle des Ausführungsbeispiels der Fig. 5 weist der Schrauben
kern 6a dagegen eine entsprechend abgeflachte Querschnittsgestalt
auf, so daß das Gewinde 7a rundum gleich tief ist, d. h. daß die
Außenumfangslinie des Gewindes rundum gleich weit vom Schrauben
kern 6a entfernt ist.
Auch in die Zwischenräume zwischen den Gewindegängen 8, 8a, 8b
wächst das Knochenmaterial ein. An diesem Knochenmaterial stützt
sich der Schraubenkörper über das Gewinde in axialer Richtung
ab, so daß sie die beim Beißen und Kauen auftretenden Belastungen
aufnehmen müssen. Im Hinblick hierauf sollte die Ganghöhe h
des Gewindes, d. h. der Abstand der Gewindegänge 8, 8a, 8b von
einander, im Bereich zwischen etwa 1,5 mm und 3 mm liegen.
In diesem Falle ist gewährleistet, daß lebensfähige Knochenbe
reiche mit Blutgefäßen und Markräumen einwachsen können.
Aus der Zeichnung ergibt sich ferner, daß der Schraubenkern 6
eine sich zum freien Schraubenkörperende 9 hin verjüngende Ge
stalt aufweist. Die Gewindegänge 8, 8a, 8b besitzen jedoch über
die gänze Gewindelänge hinweg gleiche Außenumfangsgestalt,
d. h. der Gewindeaußendurchmesser bleibt durchgehend gleich.
Im Falle der Fig. 4 ist dies dagegen etwas anders getroffen.
Hier weisen die Gewindegänge 19, 19a, 19b usw. eine zum freien
Schraubenkörperende hin sich vergrößernde Außenumfangsgestalt
auf, d. h. der Gewindeaußendurchmesser vergrößert sich. Diese
Variante ist dadurch möglich, daß der Kieferknochen senkrecht
zur Schnittebene der Fig. 3 gesehen mit zunehmender Knochentiefe
in Transversalrichtung t breiter wird. Beim Einschrauben gelangen
die größeren Durchmesser aufweisenden Gewindegänge in diesen
breiteren Kieferknochenbereich. Ansonsten ist der Schraubenkörper
gemäß Fig. 4 gleich ausgebildet wie bereits beschrieben.
Claims (9)
1. Enossales Kieferimplantat in Gestalt eines Schraubenimplantats
zum Befestigen von Zahnersatz, mit einem in den Kieferknochen ein
zuschraubenden Schraubenkörper, der von einem Schraubenkern und
einem außen an diesem angeordneten Gewinde gebildet wird, da
durch gekennzeichnet, daß der Schraubenkörper (1) im Querschnitt
gesehen eine mindestens an einer Seite (15, 16) abgeflachte Ge
stalt aufweist.
2. Kieferimplantat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schraubenkörper (1) an zwei einander diametral entgegengesetz
ten Seiten (15, 16) abgeflacht ist.
3. Kieferimplantat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schraubenkörper (1) ellipsenähnliche Querschnittsgestalt
aufweist.
4. Kieferimplantat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schraubenkern (6) kreisförmigen Quer
schnitt und das Gewinde (7) an der mindestens einen abgeflach
ten Seite (15, 16) eine geringere Tiefe als ansonsten aufweist.
5. Kieferimplantat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schraubenkern (6a) eine entsprechend
abgeflachte Querschnittsgestalt aufweist, so daß das Gewinde
(7a) rundum gleich tief ist.
6. Kieferimplantat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schraubenkern (6) eine sich zum freien
Schraubenkörperende (9) hin verjüngende Gestalt aufweist.
7. Kieferimplantat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gewindegänge (8, 8a, 8b) über die Gewinde
länge hinweg gleiche Außenumfangsgestalt aufweisen.
8. Kieferimplantat nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gewindegänge (19, 19a, 19b) eine zum
freien Schraubenkörperende hin sich vergrößernde Außenumfangs
gestalt aufweisen.
9. Kieferimplantat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ganghöhe (h) des Gewindes im Bereich
zwischen etwa 1,5 mm und 3 mm liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904035172 DE4035172A1 (de) | 1990-11-06 | 1990-11-06 | Enossales kieferimplantat in gestalt eines schraubenimplantats zum befestigen von zahnersatz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904035172 DE4035172A1 (de) | 1990-11-06 | 1990-11-06 | Enossales kieferimplantat in gestalt eines schraubenimplantats zum befestigen von zahnersatz |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4035172A1 true DE4035172A1 (de) | 1992-05-07 |
| DE4035172C2 DE4035172C2 (de) | 1992-10-15 |
Family
ID=6417690
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904035172 Granted DE4035172A1 (de) | 1990-11-06 | 1990-11-06 | Enossales kieferimplantat in gestalt eines schraubenimplantats zum befestigen von zahnersatz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4035172A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4236978A1 (de) * | 1992-11-02 | 1994-05-19 | Gruner Jean Dr Med Dent | Implantat und Zahnersatz |
| CN102475578A (zh) * | 2010-11-26 | 2012-05-30 | 阎京如 | 一种牙科人工植体及其制造方法 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2255916A1 (de) * | 1972-11-15 | 1974-05-16 | Benedict Dr Heinrich | Schraubenimplantat fuer einen kieferknochen |
| DE2600639A1 (de) * | 1975-01-11 | 1976-07-15 | Wadaseimitsushiken Co | Einsatz fuer zahnbett |
| DE8016152U1 (de) * | 1980-06-19 | 1981-10-22 | Feldmühle AG, 4000 Düsseldorf | Formkoerper zur vermeidung von kieferatrophie |
-
1990
- 1990-11-06 DE DE19904035172 patent/DE4035172A1/de active Granted
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2255916A1 (de) * | 1972-11-15 | 1974-05-16 | Benedict Dr Heinrich | Schraubenimplantat fuer einen kieferknochen |
| DE2600639A1 (de) * | 1975-01-11 | 1976-07-15 | Wadaseimitsushiken Co | Einsatz fuer zahnbett |
| DE8016152U1 (de) * | 1980-06-19 | 1981-10-22 | Feldmühle AG, 4000 Düsseldorf | Formkoerper zur vermeidung von kieferatrophie |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4236978A1 (de) * | 1992-11-02 | 1994-05-19 | Gruner Jean Dr Med Dent | Implantat und Zahnersatz |
| CN102475578A (zh) * | 2010-11-26 | 2012-05-30 | 阎京如 | 一种牙科人工植体及其制造方法 |
| CN102475578B (zh) * | 2010-11-26 | 2014-07-09 | 阎京如 | 一种牙科人工植体的制造方法 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4035172C2 (de) | 1992-10-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE68904470T3 (de) | Implantierbare Stützpfeiler für Zahnersatz, wie Krone, Zahn oder dergleichen. | |
| DE69926852T2 (de) | Serie zahnärztlicher Implantate | |
| DE69833559T3 (de) | Implantat mit Gewinde womit eine sichere Verankerung im Knochen erzielt wird | |
| DE3421056A1 (de) | Kieferimplantat zur aufnahme eines zahnersatztraegers | |
| EP1444964A2 (de) | Support zum Halten und/oder Bilden eines Zahnersatzes | |
| EP2674127B1 (de) | Implantat | |
| DE202011001474U1 (de) | Selbstschneidendes Schraubenimplantat | |
| EP3021782B1 (de) | Zahnimplantat mit koronaler nutstruktur | |
| DE2628443C2 (de) | Stiftförmiges Knochenimplantat aus Keramik | |
| EP2056736B1 (de) | Kieferimplantat mit einem aus einem kern und aus zumindest einem an den kern radial angeformten gewindegang bestehenden, schraubenförmigen verankerungsteil | |
| DE102005005746B4 (de) | Zahnimplantat | |
| EP1626670A2 (de) | Zahnimplantat mit grundkörper und implantatpfosten sowie grundkörper und implantatpfosten für ein zahnimplantat | |
| DE10315399A1 (de) | Zahnimplantat mit Grundkörper und Implantatpfosten sowie Grundkörper und Implantatpfosten für ein Zahnimplantat | |
| DE20304755U1 (de) | Kieferimplantat, insbesondere ein einphasiges Dental (definitiv)-Implantat mit geradem und abgewinkeltem Pfostenverlauf | |
| DE10238091A1 (de) | Dentalimplantat mit Verankerungskopf und Schraubkörper | |
| WO2017096494A2 (de) | Dentalimplantatsystem | |
| DE4035172C2 (de) | ||
| DE102005058496A1 (de) | Dentalimplantat | |
| EP0908157A2 (de) | Kieferimplantat zur Halterung eines Zahnersatzes am menschlichen Kiefer | |
| DE19718175A1 (de) | Konusförmiges Implantat | |
| WO1996018354A2 (de) | Werkzeug zum präparieren von hohlräumen in knochen | |
| EP3909545B1 (de) | Enossales zahnimplantat | |
| CH707433A2 (de) | Zahnimplantat, Support mit einem Zahnimplantat und Einrichtung zur Bildung eines Lochs in einem Knochen. | |
| EP2654602A1 (de) | Zahnimplantat | |
| DE102016014348B4 (de) | Implantatsystem |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |