DE4035144A1 - Optisches strahlenteilersystem zur erzeugung einer mehrzahl von reellen abbildungen - Google Patents
Optisches strahlenteilersystem zur erzeugung einer mehrzahl von reellen abbildungenInfo
- Publication number
- DE4035144A1 DE4035144A1 DE19904035144 DE4035144A DE4035144A1 DE 4035144 A1 DE4035144 A1 DE 4035144A1 DE 19904035144 DE19904035144 DE 19904035144 DE 4035144 A DE4035144 A DE 4035144A DE 4035144 A1 DE4035144 A1 DE 4035144A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- beam splitter
- lens
- optical elements
- optical
- splitter according
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B27/00—Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
- G02B27/10—Beam splitting or combining systems
- G02B27/106—Beam splitting or combining systems for splitting or combining a plurality of identical beams or images, e.g. image replication
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B27/00—Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
- G02B27/10—Beam splitting or combining systems
- G02B27/1006—Beam splitting or combining systems for splitting or combining different wavelengths
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B27/00—Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
- G02B27/10—Beam splitting or combining systems
- G02B27/14—Beam splitting or combining systems operating by reflection only
-
- G—PHYSICS
- G02—OPTICS
- G02B—OPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
- G02B27/00—Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
- G02B27/10—Beam splitting or combining systems
- G02B27/14—Beam splitting or combining systems operating by reflection only
- G02B27/143—Beam splitting or combining systems operating by reflection only using macroscopically faceted or segmented reflective surfaces
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Optics & Photonics (AREA)
- Lenses (AREA)
- Microscoopes, Condenser (AREA)
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein optisches
Strahlenteilersystem zur Erzeugung einer Mehrzahl
von reellen Abbildungen eines Objekts in einer Ebene
mit einem Objektiv und hinter diesem angeordneten,
den Strahlengang an ebenen Reflexionsflächen ablenkenden
optischen Elementen. Systeme dieser Art können Anwendung
finden bei Fernseh-Aufnahmekameras, in der Luftbildfoto
grafie oder der Fotografie aus dem Weltraum, in der
Mikroskopie, der allgemeinen Fotografie, der Foto
lithografie bei der Herstellung von Druckplatten,
bei der Spektraluntersuchung von Abbildungen, in
Projektionsgeräten und ähnlichen Fällen, und zwar
überall dort, wo es notwendig ist, gleichzeitig mehrere
völlig gleiche Abbildungen des Objekts zu gewinnen.
In einigen dieser Anwendungsfälle sollen die gewonnenen
Abbildungen sich bezüglich ihrer Spektralbereiche
oder der Polarisation der sie erzeugenden Lichtströme
unterscheiden. Derartige gleiche, jedoch aus verschie
denen Spektralbereichen oder bezüglich ihrer Polari
sationsrichtung unterschiedlichen Anteilen gewonnenen
Abbildungen erlauben in bestimmten Anwendungsfällen
z. B. das Studium der Verteilung bestimmter Stoffe
im untersuchten Objekt, die Hervorhebung charakteri
stischer Einzelheiten oder Bereiche und dergl. Bei
der Untersuchung bewegter Objekte müssen alle sich
so unterscheidenden Abbildungen im übrigen identisch
sein, also insbesondere auch gleichzeitig und unter
dem gleichen Blickwinkel erhalten werden.
Strahlenteilersysteme, die einen Lichtstrom auf optische
Kanäle aufteilen und eine Mehrzahl von reellen Ab
bildungen erzeugen, sind bei Mehrkanal-Fernsehkameras
bekannt, z. B. für Luft- oder Weltraumaufnahmen der
Erdoberfläche. Bei einer aus der Information "Mehrkanal
kamera für aerokosmische Aufnahmen MB-490 B, Japan"
in "Express-Information", Ausgabe 5, Serie Aerophoto
topographie, Moskau, 1. Juli 1980, Seite 3 und 4
bekannten Kamera dieser Art wird als Strahlenteilervor
richtung zur Gewinnung einer Mehrzahl von Abbildungen
ein System verwendet, das aus mehreren Objektiven
besteht, deren Achsen räumlich nebeneinanderliegen.
Hier muß die Anzahl der Objektive der Anzahl der
zu erzeugenden Abbildungen entsprechen. Die hohen
Anforderungen, die an die Qualität der Bilder gestellt
werden, macht es unmöglich, ein einfaches Linsenraster
zur Erzeugung der Abbildungen zu verwenden. Die ver
schiedenen Spektralbereiche, die die Abbildungen
wiedergeben sollen, werden durch entsprechende Filter
bei jedem Objektiv gewährleistet.
Diese bekannte Luftbild- oder Weltraumkamera hat
große Abmessungen, hohes Gewicht und ist äußerst
aufwendig und damit teuer. Darüber hinaus erzeugt
sie wegen des zwischen den Objektiven notwendigen
Abstands keine identischen Abbildungen des Objekts,
was bei geringeren Abständen des Objekts vom Objektiv
ins Gewicht fällt.
Aus dem Buch "Optik der Fernseheinrichtungen"< von
V.S. Babenko, Moskau, 1982, S. 156-158, ist eine
Fernsehfarbkamera mit einem Objektiv und einer Strahlen
teilervorrichtung bekannt, die hinter dem Objektiv
und vor drei auf die Grundfarben ansprechenden Empfangs
vorrichtungen - Röhren oder CCD-Bildwandlern - ange
ordnet sind. Diese Strahlenteilervorrichtung besteht
aus im Strahlengang angeordneten teildurchlässigen
Spiegeln oder Prismen, wobei jedes dieser Elemente
den Lichtstrom auf seinem gesamten Querschnitt und
mit einem Teil seiner Energie durchläßt und mit dem
anderen Teil seiner Energie ablenkt.
Als Nachteil dieser Ausbildung des Strahlenteilersystems
kann angesehen werden, daß nur eine begrenzte Anzahl
von Abbildungen erzeugt werden kann, nämlich üblicher
weise drei Abbildungen. Dies hängt damit zusammen,
daß die Aufteilung des Lichtstroms hintereinander
geschieht, d. h. daß die den Strahlengang jeweils
teilweise abfangenden optischen Elemente hinterein
ander längs der Objektivachse angeordnet sind. Ist
eine größere Anzahl von Abbildungen erforderlich,
so ergibt sich eine Länge des Strahlenteilersystems,
die entweder die Anwendung von Objektiven großer
Brennweite und damit kleinem Blickfeld oder die Ver
wendung zusätzlicher Objektive zur Übertragung der
Abbildungen erforderlich macht.
Hinzu kommt, daß die von diesen Strahlenteilersystemen
erzeugten Abbildungen in verschiedenen Bildebenen
liegen. Da die Empfangsflächen der in Frage kommenden
optischen Empfangs- oder Aufzeichnungsvorrichtungen
- Filme, Fotopapier, Bildflächen von Empfangsröhren,
Empfangsflächen von CCD-Bildwandlern und dergl. -
eben sind, können die erzeugten Abbildungen nicht
durch eine solche Empfangsvorrichtung aufgefangen
werden, sondern es ist zur Aufzeichnung jeder Abbildung
eine eigene Empfangsvorrichtung notwendig.
Wenn das abzubildende Objekt nur schwach beleuchtet
ist oder die Beleuchtung in einem Spektralbereich
liegt, auf den die Empfangsvorrichtung nicht anspricht,
ist die Verwendung von elektronenoptischen Wandlern
notwendig, deren Anzahl ebenfalls gleich der Anzahl
der Abbildungen sein muß. Die Notwendigkeit der Ver
wendung einer Mehrzahl von Empfangsvorrichtungen
und einer Mehrzahl von elektronenoptischen Wandlern
macht die mit einem solchen Strahlenteilersystem
aufgebaute optische Anordnung teuer, voluminös und
schwer.
Die Erfindung geht aus von einem aus der DE-PS
29 48 687 bekannten Strahlenteilersystem, das in
einer Betrachtungsanordnung mit zwei abstandsveränder
lichen Okularen Anwendung findet, wobei im Weg des
Strahlengangs ein halbdurchlässiger Strahlenteiler
angeordnet ist und der durchgelassene Lichtstrom
zum einen Okular gelangt, während der ausgeblendete
Strahlengang durch ein Kollimatorobjektiv, ein Fern
rohrobjektiv und ein Pentagonprisma zum anderen Okular
gelangt. Bei dieser Ausbildung sind zwar die beiden
erzeugten Abbildungen identisch und liegen auch in
einer Bildebene, jedoch ist zur Erzeugung der zweiten
Abbildung die zusätzliche Abbildungsoptik aus Kollimator
und Fernrohrobjektiv erforderlich, was das System
ebenfalls aufwendig und teuer macht.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung
eines optischen Strahlenteilersystems, mit dem bei
einfachem Aufbau eine Vielzahl von geometrisch iden
tischen reellen Abbildungen eines Objekts in einer
Bildebene erzeugt werden können. Auf diese Weise
soll eine kostengünstige Möglichkeit geschaffen werden,
insbesondere auch nahe Objekte mehrfach identisch
abzubilden.
Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt durch die
in den Patentansprüchen angegebenen Merkmale. Das
Wesen der Erfindung läuft darauf hinaus, daß hinter
dem Objektiv ein Bereich angegeben werden kann, in
dem der Lichtstrom die vollständige Information über
das Objekt enthält, nämlich der im Längsschnitt gesehen
etwa dreieckförmige Bereich, der begrenzt ist durch
die Strahlen, die jeweils von einer Grenze des Objekts
ausgehen und auf der gleichen Seite der Objektivachse
als Randstrahl durch das Objektiv treten.
Allgemein kann dieser Bereich beschrieben werden
als der Bereich der Überschneidung aller von jedem
Grenzpunkt des Objekts ausgehenden und durch das
Objektiv durchtretenden Strahlenbündel, die sich
somit hinter dem Objektiv wieder im Bildpunkt des
jeweils betrachteten Objektgrenzpunkts vereinen.
In diesem Bereich enthält somit auch ein Teilquerschnitt
des Lichtstroms die volle Information über das Objekt
und wenn in diesem Bereich eine Mehrzahl von einen
Teilquerschnitt des Lichtstroms erfassenden und seitlich
versetzenden optischen Elementen angeordnet wird
und die durch diese optischen Elemente verursachte
Änderung des Abstands der Bildebene vom Objektiv
gleich ist, werden eine entsprechende Anzahl von
identischen Abbildungen nebeneinander in einer gemein
samen Bildebene erhalten.
Es versteht sich, daß die optischen Elemente so ange
ordnet sein müssen, daß sie sich nicht gegenseitig
abschatten. Ebenso sollte jedes optische Element
den aufgefangenen Teillichtstrom vollständig weiter
leiten. Geschieht dies nicht und deckt das Austritts
fenster des optischen Elements einen Teil des vom
Eintrittsfenster aufgefangenen Teillichtstroms ab,
so ergibt sich eine ungleichmäßige, in einer Richtung
abnehmende Ausleuchtung der erzeugten Abbildung.
Die Beleuchtungsstärke jedes Punktes der erzeugten
Abbildung wird bestimmt durch den Öffnungswinkel
des in diesem Punkt zusammenlaufenden Strahlenbündels.
Die von den optischen Elementen bewirkte seitliche
Auslenkung und Zurücklenkung in die ursprüngliche
Richtung ergibt eine Parallelversetzung des Strahlen
gangs in Querrichtung, die im allgemeinen von einer
Änderung der Lage der Bildebene begleitet ist. Die
neue Bildebene kann näher, aber - je nach der Art
des verwendeten optischen Elements - auch weiter
vom Objektiv entfernt liegen als die vom Objektiv
ohne Einschaltung optischer Elemente erzeugte Bildebene.
Wenn alle optischen Elemente eine gleiche Änderung
des Abstandes der Bildebene bewirken, so ergibt sich
eine neue Bildebene der mehreren nebeneinanderliegenden
identischen Abbildungen.
Die Größe und die Richtung der Versetzung jeder Ab
bildung hängt von der Form und dem Charakter der
Anordnung des entsprechenden optischen Elements ab.
Sind die mehreren verwendeten optischen Elemente
identisch, so werden diese so angeordnet, daß ihre
ersten Reflexionsflächen nicht parallel zueinander,
aber unter gleichem Winkel zur Objektivachse stehen.
Die Verteilung der Beleuchtungsstärke für verschiedene
Abbildungen unterscheidet sich voneinander sowie
von der Verteilung der Beleuchtungsstärke des Objekts.
Dies ist bedingt durch die Randabschattung der Strahlen
durch die Eintritts- und Austrittsfenster der optischen
Elemente. Der Grad der Verzerrung der Beleuchtungs
stärke der Abbildung verringert sich bei Annäherung
des Eintrittsfensters des optischen Elements an die
Objektivachse sowie bei Annäherung in Achsrichtung
an das Objektiv. Aus diesem Grunde ist vorzuziehen,
daß die optischen Elemente unmittelbar hinter dem
Objektiv angeordnet sind und die Ränder ihrer Eintritts
fenster die Objektivachse berühren. Bei mehr als
zwei optischen Elementen haben deren Eintrittsfenster
dann die Form von Sektoren, deren Spitzen auf der
Objektivachse liegen.
In einer zweckmäßigen Ausgestaltung sind die Reflexions
flächen der optischen Elemente ebene Spiegel, d. h.
ebene Abschnitte der Oberfläche fester Körper. Der
Auftrag eines totalreflektierenden Überzugs auf diese
Oberflächen erhöht ihren Reflexionskoeffizienten
und damit die Beleuchtungsstärke der von ihnen erzeugten
Abbildung. Ein Auftrag von spektralselektiven reflek
tierenden Überzügen, die bei den verschiedenen optischen
Elementen in verschiedenen Spektralbereichen wirksam
sind, erlaubt die Erzeugung von Abbildungen in diesen
verschiedenen Spektralbereichen und eine diese Unter
schiede nutzende Weiterverarbeitung der Abbildungen.
Eine besonders hohe mechanische Festigkeit der optischen
Elemente ergibt sich, wenn diese in dem verwendeten
Spektralbereich durchlässige Prismen sind und die
reflektierenden Oberflächen deren Prismenflächen.
Bei großen Einfallswinkeln der Strahlen auf die Re
flexionsflächen wird vorzugsweise von der Erscheinung
der inneren Totalreflexion Gebrauch gemacht.
Die optischen Elemente können bekannte reflektierende
Prismen sowohl selbständig als auch in Verbindung
mit Spiegeln sein.
Auf die reflektierenden Flächen von optischen Prismen
elementen werden, besonders wenn die Einfallswinkel
der Strahlen klein sind, zweckmäßigerweise reflek
tierende Überzüge aufgebracht.
Die Erfindung wird nachfolgend durch die Beschreibung
von Ausführungsbeispielen an Hand der beigegebenen
Zeichnungen weiter erläutert. Es zeigt
Fig. 1 schematisch ein Strahlenteilersystem mit ver
schiedenen optischen Elementen;
Fig. 2 die Lage der durch das System gemäß Fig. 1
in der Bildebene erzeugten Abbildungen;
Fig. 3 die Längsschnittdarstellung der von den Grenzen
eines Objekts ausgehenden und durch ein Objektiv
tretenden Strahlenbündel;
Fig. 4 ein Beispiel für eine kritische Lage eines
optischen Elements;
Fig. 5 die Längsschnittdarstellung eines Strahlenteiler
system mit Sektoren einnehmenden optischen Elementen,
die unmittelbar hinter dem Objektiv angeordnet sind;
Fig. 6 die Stirnansicht der optischen Elemente gemäß
Fig. 5 vom Objektiv aus gesehen;
Fig. 7 die von dem System gemäß Fig. 5, 6 erzeugten
Abbildungen;
Fig. 8 schematisch ein aus Spiegeln bestehendes optisches
Element;
Fig. 9 schematisch ein als Prisma ausgebildetes op
tisches Element;
Fig. 10 die Längsschnittdarstellung eines Strahlen
teilersystems mit optischen Elementen in Form rhombischer
Prismen;
Fig. 11 die Stirnansicht der optischen Prismenelemente
des Systems gemäß Fig. 10;
Fig. 12 die von dem System gemäß Fig. 10, 11 erzeugten
Abbildungen;
Fig. 13 schematisch ein Strahlenteilersystem mit
die Lichtströme zur Objektivachse hin versetzenden
optischen Elementen;
Fig. 14 schematisch ein Strahlenteilersystem mit
einstellbarem Abstand der erzeugten Abbildungen;
Fig. 15 ein optisches Element in einem System mit
Angabe der zur Berechnung notwendigen Größen.
Fig. 1 zeigt das Prinzipschema eines Strahlenteilersystems,
das von einem Objekt 1 eine Mehrzahl von Abbildungen
erzeugt. Das System besteht aus dem Objektiv 2 mit
der Achse 3 und drei hinter dem Objektiv angeordneten
optischen Elementen 4 mit Reflexionsflächen 5. Die
letzteren erzeugen in einer Bildebene 7 liegende
Abbildungen 8. Die nur vom Objektiv 2 erzeugte Abbildung
9 liegt entsprechend der Lage des Objekts 1 auf der
Objektivachse 3 und in größerem Bildebenenabstand
als die unter Mitwirkung der optischen Elemente 4
erzeugten Abbildungen 8.
Die Wirkung der optischen Elemente ist illustriert
mittels der achsparallelen Strahlen 6 hinter dem
Objektiv. Jedes optische Element bewirkt eine parallele
Versetzung aller auf es auftreffenden Strahlen parallel
zu sich selbst und die von ihm bewirkte seitliche
Versetzung dieser achsparallelen Strahlen entspricht
der seitlichen Verlagerung der unter seiner Mitwirkung
erzeugten Abbildung 8. Die optischen Achsen der von
den optischen Elementen versetzten Teillichtströme
sind mit dem Bezugszeichen 11 bezeichnet.
Die Eintrittsfenster der optischen Elemente 4 befinden
sich in einem in der Längsschnittdarstellung von
Fig. 1 schraffierten, von Grenzen 10 berandeten,
etwa dreieckförmigen Bereich hinter dem Objektiv,
der Informationszone genannt werden kann und nach
folgend an Hand von Fig. 3 weiter erläutert wird.
Wenn in dem optischen Element zwei bzw. eine gerade
Anzahl von Reflexionen stattfinden, so wird hierdurch
die Lage der Abbildung 8 nicht gegenüber der Lage
verändert, die die nur vom Objektiv erzeugte Abbildung
9 ohne optisches Element einnimmt. Finden drei bzw.
eine ungerade Anzahl von Reflexionen im optischen
Element statt, so bewirkt dies eine Drehung, die
die vom Objektiv bewirkte Drehung aufhebt und es
wird eine lagerichtige Abbildung erhalten.
Die Konstruktion aller optischen Elemente ist so,
daß die von ihnen bewirkten Axialverschiebungen der
Bildebene ihrer Abbildungen 8 gegenüber der Bildebene
der nur vom Objektiv ohne Mitwirkung eines optischen
Elements erzeugten Abbildung 9 gleich groß sind.
Auf diese Weise liegen die Abbildungen 8 in der gemein
samen neuen Bildebene 7.
Fig. 2 zeigt, wie die Querversetzungen der Abbildungen
8 in der Bildebene 7 zu denken sind. Die beiden oberen
optischen Elemente 4 mit jeweils zwei Reflexionsflächen
5 lassen die vom Objektiv bewirkte Drehung der Abbildung
gegenüber der Lage des Objekts unverändert. Das untere
optische Element mit drei Reflexionsflächen 5 bewirkt
eine Drehung, so daß seine Abbildung 8 lagerichtig
erhalten wird.
Fig. 3 dient zur Erläuterung des Begriffs "Informations
zone", womit der Bereich hinter dem Objektiv 2 gemeint
ist, in dem die vollständige Information über das
Objekt 1 vorhanden ist. Diese Zone bildet sich als
Dreieck VXE ab.
Die obere Grenzlinie 10 dieser Zone ist der Strahl
des von der oberen Grenze des Objekts 1 (Pfeilschwanz)
ausgehenden Strahlenbündels, welcher auf der gleichen
Seite der Objektivachse als Randstrahl durch das
Objektiv 2 tritt. Das von der Objektgrenze Pfeilschwanz
ausgehende und durch das Objektiv tretende Strahlen
bündel ist mit nach rechts ansteigenden Linien
schraffiert und hinter dem Objektiv berandet durch
die Randstrahlen XY und VY, welch letzterer Randstrahl
die obere Grenzlinie 10 darstellt.
Entsprechend ist die untere Grenzlinie 10 der Infor
mationszone der Strahl des von der unteren Grenze
des Objekts 1 (Pfeilspitze) ausgehenden Strahlenbündels,
welcher auf der gleichen Seite von der Objektivachse
als Randstrahl durch das Objektiv 2 tritt. Dieses
von der Objektgrenze Pfeilspitze ausgehende und durch
das Objektiv tretende Strahlenbündel ist mit nach
rechts abfallenden Linien schraffiert und hinter
dem Objektiv berandet durch die Randstrahlen VZ und
XZ, welch letzterer Randstrahl die untere Grenze
10 der Informationszone darstellt.
Somit bildet sich in der Darstellung von Fig. 3 diese
Zone als der hinter dem Objektiv liegende Bereich
VEX ab, welcher kreuzweise schraffiert erscheint.
Unter Berücksichtigung der vom Objektiv erfaßten
zwei Dimensionen des Objekts kann diese Zone beschrieben
werden als der Bereich der Überschneidung der Strahlen
bündel, die von den Grenzen des Objekts durch das
Objektiv verlaufen. In diesem Bereich müssen die
Eintrittsfenster der optischen Elemente 4 sich befinden,
damit die von ihnen erfaßten Teillichtströme eine
vollständige Abbildung des Objekts erzeugen können.
Fig. 4 zeigt den Strahlengang in einem optischen
Element, das aus zwei parallel angeordneten Reflexions
flächen 5 besteht. Zusammen mit dem Objektiv 2 erzeugt
dieses die versetzte Abbildung 8. Das Eintrittsfenster
12 dieses optischen Elements befindet sich in der
Informationszone VEX.
Mit diesem optischen Element ergibt sich eine verschie
dene Beleuchtungsstärke der erzeugten Abbildung,
weil die im Strahlengang zuerst liegende untere Re
flexionsfläche den Austritt des Lichtstroms aus dem
Austrittsfenster 13 zur Objektivachse 3 hin zunehmend
abdeckt. Dies ist illustriert für drei Punkte der
von diesem optischen Element erzeugten Abbildung
8, für welche Strahlenbündel eingezeichnet sind,
nämlich das in der Pfeilspitze zusammenlaufende
schraffierte Strahlenbündel, das in einem mittleren
Punkt des Pfeils zusammenlaufende kreuzweise schraffierte
Strahlenbündel und ein den Pfeilschwanz erreichender
Strahl, der nicht mehr als Strahlenbündel bezeichnet
werden kann. Es ist zu sehen, wie der Öffnungswinkel
der Strahlenbündel abnimmt und die Ausleuchtung der
unteren Grenze - Pfeilschwanz - der Abbildung 8 nur
noch sehr gering sein kann. Dennoch wird eine voll
ständige Abbildung des Objekts erhalten. Ein größeres
Objekt würde nicht mehr vollständig abgebildet; ebenso
käme keine vollständige Abbildung zustande, wenn
das optische Element in größerem Abstand vom Objektiv
2 angeordnet wäre.
Die Randabschattung der durch das optische Element
durchtretenden Strahlenbündel führt somit zu einer
Veränderlichkeit der Beleuchtungsstärke der Abbildung,
die sich verringert nach Maßgabe der Annäherung der
Eintrittsfenster der optischen Elemente in Axial
richtung zum Objektiv hin sowie in Radialrichtung
zu dessen Achse hin. Hieraus folgt, daß eine Anordnung
der optischen Elemente um die Objektivachse, diese
berührend, sowie unmittelbar hinter dem Objektiv
anzustreben ist. Dies gelingt, wenn die Eintrittsfenster
der optischen Elemente die Form von Sektoren haben,
deren Spitzen auf der Objektivachse liegen.
In Fig. 5, 6 ist ein Beispiel für ein System mit
vier derart angeordneten optischen Elementen dargestellt,
wobei Fig. 5 den Axialschnitt und Fig. 6 die Stirnan
sicht vom Objektiv her zeigt. Die vier Elemente werden
von fünf miteinander verklebten Prismen gebildet.
Ein erstes zentrales pyramidenförmiges Prisma bildet
mit seinen als Spiegel wirkenden vier Prismenflächen,
auf die totalreflektierende oder selektivreflektierende
Überzüge aufgetragen sind, die ersten Reflexionsflächen
5 aller vier optischen Elemente. Diese reflektieren
den auftreffenden Lichtstrom seitwärts nach außen
auf die zweiten Reflexionsflächen 5, die von je einem
von vier gleichartigen weiteren Peripherieprismen
in Form eines gleichschenkligen Prismas gebildet
sind, in denen eine Totalreflexion an der inneren
Prismenfläche stattfindet. Die Prismenanordnung ist
zentralsymmetrisch bezüglich der Objektivachse 3
unmittelbar hinter dem Objektiv 2 angeordnet. Fig.
7 zeigt, wie die von dieser Anordnung erzeugten Ab
bildungen 8 zentralsymmetrisch auf den Ecken eines
Quadrats liegen.
Fig. 8 und 9 zeigen die einfachsten optischen Elemente
von Strahlenteileranordnungen mit zwei Reflexionen.
Dabei ist in Fig. 8 ein aus zwei parallel angeordneten
und unter einem Winkel ϕ geneigten Spiegeln bestehendes
optisches Element sowie ein achsparalleler Strahl
6 und dessen Verlauf ersichtlich. Der von einem Punkt
des Objekts 1 ausgehende und nach dem Durchtritt
durch das Objektiv 2 parallel zu dessen Achse 3 ver
laufende Strahl 6 fällt unter dem Winkel ϕ auf die
Reflexionsflächen 5 und erfährt dabei eine Seitenver
setzung der Größe r, welche beträgt
r = 2 Δ sin ϕ (1)
wobei Δ der Abstand zwischen den Reflexionsflächen
ist.
Die nur vom Objektiv 2 erzeugte Abbildung 9 liegt
in einem bestimmten Abstand vom Objektiv. Da der
Lichtstrom beim Durchtritt durch dieses optische
Element nur reflektiert wird und nicht durch ein
Material mit anderem Brechungsindex verläuft, bleibt
die geometrische Länge des Strahlenwegs bis zur Bild
ebene gleich und aus der zweimaligen Reflexion ergibt
sich eine Annäherung der Ebene der unter Mitwirkung
des optischen Elements erzeugten Abbildung 8 gegenüber
der Ebene der Abbildung 9 um Δf, welche beträgt
Δf = 2Δ cos ϕ. (2)
Die Querversetzung r der mit dem optischen Element
erzeugten Abbildung 8 gegenüber der ohne optisches
Element erzeugten Abbildung 9 erfolgt in der durch die
Objektivachse 3 gehenden Radialebene, in der der
Neigungswinkel ϕ der Reflexionsflächen 5 liegt.
Werden für jede Abbildung 8 die gewünschte Seiten
versetzung ri sowie die für alle Abbildungen 8 ge
meinsame Versetzung der Bildebene um den Betrag Δf
vorgegeben, so können die Parameter sowie die Orien
tierung jedes optischen Elements zur Erfüllung dieser
Bedingungen ermittelt werden aus den Beziehungen
Δi = 0,5 (ri² + Δf²)0,5
tg ϕ₁ = ri/Δf (3)
tg ϕ₁ = ri/Δf (3)
Die Anwendung dieser Beziehungen gestattet die Kon
struktion eines Strahlenteilersystems, das die er
zeugten Abbildungen 8 in einer gemeinsamen, um Δf
axial versetzten Bildebene um verschiedene,weitgehend
willkürlich wählbare Beträge ri in einer gewünschten
Richtung seitlich versetzt.
Fig. 9 zeigt ein optisches Prismenelement mit zwei
parallelen Reflexionsflächen 5, wobei die Eintritts
fläche und die Austrittsfläche rechtwinklig zur Objek
tivachse 3 orientiert sind. Dabei ergibt sich eine
Seitenversetzung r der erzeugten Abbildung 8 wie auch
bei dem optischen Element gemäß Fig. 8 gemäß der Be
ziehung (1), jedoch ist bezüglich der Axialversetzung
der Bildebene um Δf die optische Eigenschaft des
Prismenwerkstoffs zu beachten. Die Brechung der Strahlen
beim Eintritt und Austritt an den entsprechenden
Prismenflächen führt dazu, daß der Vereinigungspunkt
der Strahlen eines von einem Objektivpunkt ausgehenden
Strahlenbündels, d. h. der entsprechende Bildpunkt
und damit die Bildebene in einem größeren Abstand
vom Objektiv liegt. Bei Betrachtung der achsennahen
Paraxialstrahlen ergibt sich eine zusätzlich zu
berücksichtigende axiale Versetzung der Bildebene
vom Objektiv weg um D(n-1)/n, wobei D die gesamte
geometrische Weglänge des Strahls innerhalb des
Prismas und n der Brechungsindex des Prismenwerk
stoffs ist, damit wird
Δf = 2 Δ cos ϕ - D (n-1)/n. (4)
Bei gewissen Kombinationen der Parameter n und ϕ
kann die unter Mitwirkung eines optischen Prismen
elements erzeugte Abbildung in einer Bildebene
liegen, die weiter vom Objektiv entfernt ist als die
Bildebene der nur durch dieses Objektiv erzeugten
Abbildung. Wenn die Lage der Bildebene, also der
Wert Δf und die Lage der Abbildungen 8 in dieser,
also die Werte ri, vorgegeben sind, können für ver
schiedene Werte von n die Parameter Δi und ϕi von
optischen Prismenelementen errechnet werden, die
den Vorgaben genügen.
Fig. 10, 11 zeigen ein Strahlenteilersystem mit
Prismenelementen, welches sechs Abbildungen erzeugt.
Die optischen Elemente 4 sind sechs miteinander
verklebte rhombische Prismen in zentralsymmetrischer
Verteilung aus Kreissektoren, die in unmittelbarer
Nähe hinter dem Objektiv 2 angeordnet sind. Die Ver
teilung der Abbildungen 8 in der Bildebene 7 auf den
Ecken eines regelmäßigen Sechsecks ist in Fig. 12
gezeigt.
An Hand von Fig. 4 ist gezeigt worden, wie die Be
leuchtung der unter Mitwirkung eines optischen Ele
ments erzeugten Abbildung zur Objektivachse hin
abnehmen kann. Dies gilt für den Fall, wenn das
optische Element eine Querversetzung der Abbildungen
von der Objektivachse weg bewirkt. Dies tritt bei
den optischen Elementen der in Fig. 5, 6 und 10, 11
gezeigten Systeme auf, wo die Abbildungen gemäß Fig.
7 und 12 geometrisch übereinstimmend, aber zur Objek
tivachse hin dunkler werdend erhalten werden.
Fig. 13 zeigt ein Strahlenteilersystem mit optischen
Elementen, deren Reflexionsflächen 5 die auftreffenden
Lichtströme zur Objektivachse 3 hin versetzen, so
daß die Beleuchtungsstärke in deren Abbildungen 8
sich umgekehrt verteilt: Hier werden die achsennahen
Bereiche heller abgebildet und die Helligkeit nimmt
nach außen hin ab.
Die Ungleichmäßigkeiten der Helligkeitsverteilung
in Radialrichtung in beiden Erscheinungsformen können
bei Bedarf korrigiert werden. Eine optische Möglich
keit ist die Anordnung von neutralen Verlauffiltern,
beispielsweise vor der Bildebene, deren Durchlaßfähig
keit sich in der Radialrichtung so ändert, daß sie
die Ungleichmäßigkeit des systembedingten Verlaufs
kompensiert. Eine andere Möglichkeit, die sich bei
einer elektronischen Bilderfassung und Weiterver
arbeitung anbietet, ist die elektronische Kompensa
tion der Ungleichmäßigkeit des Helligkeitsverlaufs.
Fig. 14 zeigt ein Strahlenteilersystem mit veränder
lichem Abstand zwischen den erzeugten Abbildungen.
Die Lichtströme treffen nach dem Durchtritt durch das
Objektiv 2 auf erste Reflexionsflächen 5, welche
sie auswärts ablenken, und danach auf zweite Refle
xionsflächen 5′, die sie in die Einfallsrichtung
zurück ablenken. Die optischen Achsen der die Abbil
dungen 8 in der Bildebene 7 erzeugenden Teillicht
ströme sind mit 11 bezeichnet.
Die zweiten Reflexionsflächen 5′ sind mit Zahnstangen
15, 15′ verbunden, welche an gegenüberliegenden Um
fangsstellen eines Zahnrades 14 mit diesem kämmen.
Durch Drehung dieses Zahnrades kann der Abstand der
zweiten Reflexionsflächen längs des Querastes des
Strahlengangs, vorliegend in radialer Richtung von
der Objektivachse unter Aufrechterhaltung ihrer symme
trischen Lage verändert werden. Eine Auswärtsverschie
bung in die gestrichelt eingezeichnete Lage versetzt
auch die optischen Achsen in die mit 11′ bezeichneten
neuen, weiter von der Objektivachse 3 entfernte Lage,
wobei die Abbildungen 8′ jetzt in der näher zum Ob
jektiv gelegenen Bildebene 7′ und in dieser entspre
chend weiter voneinander entfernt erhalten werden.
In Fig. 15 sind für einen allgemeinen Fall eines
Systems mit einem optischen Prismenelement die zur
mathematischen Erfassung notwendigen Kenngrößen ein
gezeichnet. Ein von einem Punkt des Objekts 1 aus
gehender und das Objektiv 2 achsenparallel verlassender
Strahl 6 tritt durch das in einem Abstand S vom Ob
jektiv gelegene Eintrittsfenster 12 des optischen
Elements 4 in dieses ein, in dem mehrere Reflexionen
stattfinden und verschiedene Äste des Strahlengangs
durch Werkstoffe verschiedener optischer Dichte ver
laufen. Der Strahl tritt aus dem Austrittsfenster
13 des optischen Elements unter einem zulässigen
kleinen Winkel α zur Objektivachse 3 aus, den demgemäß
auch die optische Achse 11 des Teillichtstroms des
optischen Elements aufweist. Die rechtwinklig zur
optischen Achse 11 erzeugte Abbildung 8 ist gegen
über der nur vom Objektiv erzeugten Abbildung 9 in
Querrichtung versetzt, und zwar sowohl auf Grund
der stattfindenden Reflexionen als auch auf Grund
der Brechungen der Strahlen an den Grenzen optisch
verschieden dichter Werkstoffe.
Während der Abstand der nur vom Objektiv erzeugten
Abbildung 9 von diesem L beträgt, so liegt die von
dieser Anordnung erzeugte Abbildung 8 in einem Ab
stand l, der für paraxiale Strahlen angegeben werden
kann durch die Beziehung:
hierin bedeuten
S - Abmessung des optischen Elements in Axialrichtung,
δ - Abstand zwischen dem Objektiv und dem Eintritts fenster des optischen Elements,
D - geometrische Weglänge des achsparallel einfallen den Strahls innerhalb des optischen Elements,
i - laufende Nummer des Werkstoffs, durch das der Lichtstrom innerhalb des optischen Elements verläuft,
ni - absoluter Brechungsindex des i-ten Werkstoffs,
di - geometrische Weglänge des Strahls im i-ten Werkstoff, wobei diese Weglänge für alle achsparallel in das Element eintretenden Strahlen gleich ist und die Grenzflächen zwischen den optisch verschiedenen Werkstoffen rechtwinklig zu diesen Strahlen liegen,
N - Anzahl der optisch verschiedenen Werkstoffe auf dem Weg des Lichtstroms.
S - Abmessung des optischen Elements in Axialrichtung,
δ - Abstand zwischen dem Objektiv und dem Eintritts fenster des optischen Elements,
D - geometrische Weglänge des achsparallel einfallen den Strahls innerhalb des optischen Elements,
i - laufende Nummer des Werkstoffs, durch das der Lichtstrom innerhalb des optischen Elements verläuft,
ni - absoluter Brechungsindex des i-ten Werkstoffs,
di - geometrische Weglänge des Strahls im i-ten Werkstoff, wobei diese Weglänge für alle achsparallel in das Element eintretenden Strahlen gleich ist und die Grenzflächen zwischen den optisch verschiedenen Werkstoffen rechtwinklig zu diesen Strahlen liegen,
N - Anzahl der optisch verschiedenen Werkstoffe auf dem Weg des Lichtstroms.
Die in Fig. 15 im Abstand 1 vom Objektiv liegende
Bildebene 7 geht durch das Zentrum der Abbildung 8,
d. h. daß hier die Abbildungsschärfe am besten ist,
während zu den Grenzen der Abbildung hin eine Un
schärfe auftritt, die jedoch bei kleinen Winkeln
(α < 10°) zulässig ist. Die Hinnahme eines
Winkels α zwischen der optischen Achse 11 der Teil
lichtströme der optischen Elemente und der Objektiv
achse 3 bzw. der Normalen zur Bildebene 7 kann
zweckmäßig sein, um auf diese Weise den Abstand
der Abbildungen 8 in Querrichtung zu ändern. Der
Blick auf Fig. 15 zeigt, daß bei einer Axialver
schiebung des optischen Elements und damit einer
Änderung des Abstands δ zwischen diesem und dem
Objektiv die optische Achse 11 des Teillichtstroms
ihren Schnittpunkt mit der Bildebene 7 und damit die
Lage der Abbildung 8 ändert. Aus der Formel (5) er
gibt sich gleichzeitig, daß dabei der bildebenen Ab
stand l sich praktisch nicht ändert, im Gegensatz
zur Ausbildung gemäß Fig. 14, wo dies der Fall ist.
Es ist noch anzumerken, daß auch ein optisches Ele
ment verwendet werden kann, das seine Abbildung auf
der Objektivachse 3 liegend, jedoch in Axialrichtung
um den erforderlichen Betrag versetzt, erzeugt. Mittels
eines Abbe-Prismas oder Pehan-Prismas kann der aufge
fangene Lichtstrom nach mehreren Reflexionen in die
Achse seines Einfalls zurückgelenkt werden. Auf diese
Weise kann auch eine in Querrichtung nicht versetzte
Abbildung erhalten werden, also dort, wo die Objektiv
achse 3 die Bildebene 7 schneidet.
Ein Beispiel für eine mögliche Anwendung des vorge
schlagenen Strahlenteilersystems ist die Verwendung
in einem Mikroskop zur Durchführung von biologischen
Untersuchungen, insbesondere zur Feststellung der
Verteilung bestimmter Stoffe im Untersuchungsobjekt,
beispielsweise von Ca2+ oder eines bestimmten Farb
stoffs. Die Konzentration eines interessierenden
Stoffes an jeder Stelle des Objekts ist eindeutig
bestimmt durch das Verhältnis der Intensitäten der
Fluoreszenzstrahlung in bestimmten engen Spektral
bereichen. Bei Anordnung eines Strahlenteilers, bei
spielsweise gemäß Fig. 5, 9 oder 13, zwischen der
letzten Linse des Mikroskops und einem Bildempfänger
können mit diesem mehrere Abbildungen empfangen werden.
Wenn in die einzelnen Strahlengänge Interferenzfilter
mit verschiedenen Durchlaßbereichen eingesetzt werden,
so können die erzeugten Abbildungen in verschiedenen
Spektralbereichen erhalten werden. Durch Vergleich
der Strahlungsintensität in gleichen Stellen des
Objekts entsprechenden Abbildungspunkten in den ver
schiedenen Abbildungen ergibt sich die Verteilung
des Verhältnisses der einzelnen Spektralanteile der
vom Objekt empfangenen Strahlung über das gesamte Ob
jekt und damit die Verteilung der Konzentration des
intressierenden Stoffes im Objekt.
Claims (11)
1. Optisches Strahlenteilersystem zur Erzeugung
einer Mehrzahl von reellen Abbildungen (8) eines
Objekts (1) in einer Ebene (7) mit einem Objektiv
(2) und mit hinter diesem angeordneten, den Strahlen
gang an ebenen Reflexionsflächen (5) ablenkenden
optischen Elementen (4),
dadurch gekennzeichnet, daß die optischen Elemente
einen Teillichtstrom innerhalb des Bereichs der Über
schneidung (VEX) der Strahlenbündel auffangen, die
von den Grenzen des abzubildenden Objekts (1) durch
das Objektiv (2) verlaufen
diesen Teillichtstrom mittels wenigstens zweier ebener
Reflexionsflächen (5) seitlich ablenken und wieder
in die ursprüngliche Richtung wenigstens ungefähr
zurücklenken, wobei die von allen optischen Elementen
verursachte Änderung (Δf) des Abstandes (L; l) der
Bildebene (9; 7) gleich ist.
2. Strahlenteiler nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die optischen Elemente (4) den Ge
samtquerschnitt des Lichtstroms hinter dem Objektiv
(2) in Sektoren aufteilen, deren Spitzen auf der
Achse (3) des Objektivs (2) liegen, und jedes den
Teillichtstrom dieses Sektors ablenkt.
3. Strahlenteiler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstand (δ) zwischen dem
Eintrittsfenster jedes optischen Elements (4) und
dem Objektiv (2) Null beträgt.
4. Strahlenteiler nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Reflexionsflächen der optischen Elemente
Spiegel sind.
5. Strahlenteiler nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß wenigstens einer der Spiegel
wenigstens eines optischen Elements spektralselektiv
wirkt.
6. Strahlenteiler nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
optischen Elemente Prismen aus lichtdurchlässigem
Material sind.
7. Strahlenteiler nach Anspruch 6, gekennzeichnet
durch optische Elemente in Form rhombischer Prismen
(Fig. 10, 11).
8. Strahlenteiler nach einem der Ansprüche 6 oder
7, gekennzeichnet durch einen reflektierenden Über
zug der reflektierenden Prismenflächen.
9. Strahlenteiler nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß auf wenigstens eine der Reflexionsflächen (5)
wenigstens eines optischen Elements (4) ein se
lektiv reflektierender Überzug aufgebracht ist.
10. Strahlenteiler nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
zwei optische Elemente, deren jedes aus einer ersten,
einen Teillichtstrom seitwärts ablenkenden Re
flexionsfläche (5) und einer zweiten, den Teil
lichtstrom zurück parallel zur Einfallsrichtung
ablenkenden Reflexionsfläche (5′) besteht, die
symmetrisch zur Objektivachse (3) angeordnet sind,
wobei die Abstände von der Objektivachse (3) zu
den zweiten Reflexionsflächen (5′) unter Aufrecht
erhaltung der Symmetrie veränderlich sind.
11. Strahlenteiler nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß jede zweite Reflexionsfläche
(5′) mit einer Zahnstange (15, 15′) verbunden ist
und die Zahnstangen mit einem Zahnrad (14) an ge
genüberliegenden Umfangsstellen desselben in
Eingriff stehen.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904035144 DE4035144A1 (de) | 1990-11-06 | 1990-11-06 | Optisches strahlenteilersystem zur erzeugung einer mehrzahl von reellen abbildungen |
| EP19910118422 EP0484802A3 (en) | 1990-11-06 | 1991-10-29 | Optical beam-splitting system for the generation of a plurality of real images |
| JP31847091A JPH06130320A (ja) | 1990-11-06 | 1991-11-06 | 複数の実像をつくるための光学的光線分岐装置 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904035144 DE4035144A1 (de) | 1990-11-06 | 1990-11-06 | Optisches strahlenteilersystem zur erzeugung einer mehrzahl von reellen abbildungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4035144A1 true DE4035144A1 (de) | 1992-05-07 |
Family
ID=6417672
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904035144 Withdrawn DE4035144A1 (de) | 1990-11-06 | 1990-11-06 | Optisches strahlenteilersystem zur erzeugung einer mehrzahl von reellen abbildungen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0484802A3 (de) |
| JP (1) | JPH06130320A (de) |
| DE (1) | DE4035144A1 (de) |
Families Citing this family (13)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5408553A (en) * | 1992-08-26 | 1995-04-18 | The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy | Optical power splitter for splitting high power light |
| NL194929C (nl) * | 1992-10-20 | 2003-07-04 | Samsung Electronics Co Ltd | Projectiebelichtingssysteem. |
| BE1007169A3 (nl) * | 1993-05-13 | 1995-04-11 | Philips Electronics Nv | Röntgenonderzoekapparaat. |
| GB2284273B (en) * | 1993-11-29 | 1997-01-08 | Hadland Photonics Limited | Electronic high speed camera incorporating a beam splitter |
| US7961398B2 (en) | 2008-03-05 | 2011-06-14 | Contrast Optical Design & Engineering, Inc. | Multiple image camera and lens system |
| JP5631299B2 (ja) | 2008-03-28 | 2014-11-26 | コントラスト オプティカル デザイン アンド エンジニアリング,インク. | 全ビーム画像スプリッタシステム |
| JP2013504940A (ja) | 2009-09-10 | 2013-02-07 | コントラスト オプティカル デザイン アンド エンジニアリング,インク. | 全ビーム画像スプリッタシステム |
| US10264196B2 (en) | 2016-02-12 | 2019-04-16 | Contrast, Inc. | Systems and methods for HDR video capture with a mobile device |
| US10257393B2 (en) | 2016-02-12 | 2019-04-09 | Contrast, Inc. | Devices and methods for high dynamic range video |
| JP7081835B2 (ja) | 2016-08-09 | 2022-06-07 | コントラスト, インコーポレイテッド | 車両制御のためのリアルタイムhdrビデオ |
| WO2019014057A1 (en) | 2017-07-10 | 2019-01-17 | Contrast, Inc. | Stereoscopic camera |
| US10951888B2 (en) | 2018-06-04 | 2021-03-16 | Contrast, Inc. | Compressed high dynamic range video |
| WO2020036957A1 (en) | 2018-08-14 | 2020-02-20 | Contrast, Inc. | Image compression |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1215044A (en) * | 1967-05-10 | 1970-12-09 | Zeiss Ikon Ag | Improvements in or relating to projection systems |
| AT328203B (de) * | 1970-11-10 | 1976-03-10 | Thomson Csf | Einrichtung zur allseitigen beobachtung und/oder beleuchtung |
| DE3833104A1 (de) * | 1988-09-29 | 1990-04-05 | Hauck Gmbh | Strahlenfuehrungselement |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE452051C (de) * | 1927-11-02 | Oskar Bartenstein Dr | Vorrichtung zur Aufnahme und Wiedergabe parallaxenfreier Mehrfarbenbilder | |
| GB190929282A (en) * | 1908-12-29 | 1910-12-14 | Jean Marcel Mascart | Improved Optical System for use with and also as a Substitute for Objectives. |
| DE412086C (de) * | 1923-10-09 | 1925-04-11 | Karl Dobrovsky | Vorrichtung zur gleichzeitigen photographischen Aufnahme von drei Teilbildern |
| CH319263A (fr) * | 1953-10-21 | 1957-02-15 | H & J J Bessire S A | Procédé pour l'impression de films positifs panoramiques à images de hauteur réduite |
| DE2948687C2 (de) * | 1979-12-04 | 1987-04-23 | Philips Patentverwaltung Gmbh, 2000 Hamburg | Binokulare Betrachtungsanordnung |
-
1990
- 1990-11-06 DE DE19904035144 patent/DE4035144A1/de not_active Withdrawn
-
1991
- 1991-10-29 EP EP19910118422 patent/EP0484802A3/en not_active Withdrawn
- 1991-11-06 JP JP31847091A patent/JPH06130320A/ja active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1215044A (en) * | 1967-05-10 | 1970-12-09 | Zeiss Ikon Ag | Improvements in or relating to projection systems |
| AT328203B (de) * | 1970-11-10 | 1976-03-10 | Thomson Csf | Einrichtung zur allseitigen beobachtung und/oder beleuchtung |
| DE3833104A1 (de) * | 1988-09-29 | 1990-04-05 | Hauck Gmbh | Strahlenfuehrungselement |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPH06130320A (ja) | 1994-05-13 |
| EP0484802A2 (de) | 1992-05-13 |
| EP0484802A3 (en) | 1992-08-12 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE4035145A1 (de) | Optisches system zur aufteilung einer reellen abbildung | |
| DE102018114860A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur optischen Vermessung eines Messobjekts | |
| EP0076866A1 (de) | Interpolierendes Lichtschnitt-Verfahren | |
| EP0449859B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur beobachtung von moiremustern von zu untersuchenden oberflächen unter anwendung des moireverfahrens mit phasenshiften | |
| DE4035144A1 (de) | Optisches strahlenteilersystem zur erzeugung einer mehrzahl von reellen abbildungen | |
| DE19725483A1 (de) | Mikroskop mit einer Autofokus-Anordnung | |
| EP1359452A1 (de) | Konfokales Mikroskop mit zwei Mikrolinsenarrays und einem Lochblendenarray | |
| DE60014944T2 (de) | Vorrichtung zur bestimmung der räumlichen verteilung der spektralen emission eines objekts | |
| DE2846696C2 (de) | Automatische Scharfeinstelleinrichtung für ein optisches Abbildungssystem | |
| DE69015155T2 (de) | Strahlteiler für farbabbildungsvorrichtung. | |
| DE2441377A1 (de) | Einrichtung zur durchfuehrung eines holographisch-interferometrischen oder moiremetrischen verfahrens | |
| DE2322652C2 (de) | Optisches System zur Übertragung zweidimensionaler Bilder | |
| DE1813743A1 (de) | Anordnung zur Abtastung eines Feldes in zwei Richtungen | |
| DE1285182B (de) | Optisches Bildaufspaltungssystem fuer ein optisches Vermessungsgeraet zum UEberpruefen der Rechtwinkeligkeit oder der Ausfluchtung und mit diesem Bildaufspaltungssystem ausgeruestetes optisches Vermessungsgeraet | |
| DE2314712A1 (de) | Spannungsoptisches verfahren und vorrichtung zu seiner durchfuehrung | |
| DE2924120A1 (de) | Vorrichtung zur zweidimensionalen abtastung | |
| DE2412083C3 (de) | Optische Strahlteileranordnung für eine Farbfernsehkamera | |
| EP0819966A2 (de) | Lichtprojektionsanordnung mit einem Linsenplattenintegrator | |
| DE2021864A1 (de) | Stereomikroskop | |
| DE2301549A1 (de) | Optische vorrichtung | |
| DE3751148T2 (de) | Vorrichtung zur relativen erhöhung der tiefenschärfe und verbesserung des auflösungsvermögens bei vergrössernden systemen, insbesondere für mikroskope. | |
| DE2655227A1 (de) | Lichtuebertragungsvorrichtung | |
| DE416246C (de) | Zusatzsystem, welches dazu bestimmt ist, innerhalb eines Lichtbildsystems oder in dessen unmittelbarer Nachbarschaft angebracht zu werden | |
| DE4109484C2 (de) | Meßobjektiv | |
| DE1965209C (de) | Vorrichtung zur spektralen Analyse von Objekten |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |