DE4035002A1 - Brammen-stauchpresse fuer warmbreitband-walzwerke - Google Patents
Brammen-stauchpresse fuer warmbreitband-walzwerkeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Stauchpresse zur Reduktion
von Walzgut, insbesondere der Brammenbreite in Warm
breitband-Vorstraßen mit beidseitig zur Brammenkante
angeordneten Preßwerkzeuge aufnehmenden Werkzeugträgern,
die von einem in einem Kurbelgehäuse angeordneten Kur
beltrieb in Richtung der Brammenreduktion bewegbar sind.
Bei einer Stauchpresse gemäß der älteren deutschen
Patentanmeldung P 39 17 398.4 sind zur Reduktion der
Breite von Brammen in einer Warmbreitband-Vorstraße zu
beiden Seiten der Brammenkante Preßwerkzeuge angeordnet,
die von Werkzeugträgern aufgenommen sind. Zur Ausbildung
eines Reduktionsantriebes wird jedes Preßwerkzeug mit
dem zugehörigen Werkzeugträger mit Hilfe eines von einem
Kurbeltrieb betätigten Lenkersystems in Richtung der
Breitenreduktion der Bramme bewegt, wobei der Kurbel
trieb in einem Kurbelgehäuse angeordnet ist. Der Kurbel
trieb besteht aus zwei angetriebenen Exzenterwellen; auf
jeder Exzenterwelle ist ein Pleuel gelagert; dessen
Pleuelkopf steht mit dem Werkzeugträger zur Übertragung
der Stauchkräfte in Verbindung. Am Werkzeugträger greift
ein im wesentlichen in Richtung des Brammenvorschubs
wirkender Vorschubantrieb an. Durch diese Maßnahmen wird
der Bewegungsablauf der Preßwerkzeuge für das reduzie
rende Pressen und für das Vorschieben der Preßwerkzeuge
voneinander getrennt steuerbar, so daß für jede beliebi
ge Vorschubgröße eine Synchronisation der Bewegung der
Preßwerkzeuge mit der Bewegung der seitlich zu pressen
den Bramme gewährleistet ist. Diese Stauchpresse ermög
licht die kontinuierliche Reduktion der Breite der
Bramme auf walztechnisch vorgegebene Werte. Stauchpres
sen dieser Größenordnung können in nur einem Durchgang
eine Bramme mit ca. 2100 mm Breite und einer Dicke von
ca. 265 mm um bis zu 300 mm reduzieren. Infolge der
großen Stauchpreßkräfte bis zu 30 MN und unter Einwir
kung von Wärme muß sich das liegende Stauchgerüst dehnen
können, ohne daß Kräfte auf das Fundament ausgeübt
werden. Ferner darf sich das Kurbelgehäuse, von dem die
Preßkräfte in die Bramme eingeleitet werden, während des
Preßvorganges in seinem Führungsspiel nicht bewegen,
damit eine gewünschte Breitentoleranz der reduzierten
Bramme bei hoher Kantenqualität auch im Dauerbetrieb
gewährleistet werden kann.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Stauchpres
se gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 konstruktiv so zu
gestalten, daß die Einwirkung der Preßkräfte, insbeson
dere auch der Massenkräfte und die Einwirkung von Wärme
auf das Stauchgerüst und auf das Kurbelgehäuse zu keiner
Beschädigung der Presse und zu keiner Minderung der
Qualität der gestauchten Bramme bspw. der Kantenqualität
führt und daß eine vorgegebene Breitentoleranz der
gestauchten Bramme gewährleistet werden kann. Diese
Aufgabe wird bei der eingangs genannten Stauchpresse mit
den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Merkmale der nachfolgenden Patentansprüche 2 bis 10
dienen der weiteren Ausgestaltung der Stauchpresse.
Nach Anspruch 1 zeichnet sich die genannte Stauchpresse
dadurch aus, daß jeder dem Pressenfundament zugewandte
untere Ständerlängsholm der Stauchpresse etwa mittig ein
Fundamentfestlager und längsseitig mindestens zwei
Loslager aufweist, und daß das Kurbelgehäuse zwischen
den oberen und unteren Ständerlängsholmen mit Hilfe von
lösbaren Spannvorrichtungen arretierbar ist. Die beim
Pressen entstehenden Preßkräfte sowie die infolge der
bewegten Massen resultierenden Massenkräfte werden
zunächst von dem im Gerüstständer fest eingespannten
Kurbelgehäuse aufgenommen, in die Ständerlängsholme
geleitet und von diesen aufgenommen. Ausgehend von dem
mittigen Festlager können mögliche von den Preßkräften
verursachte Längsdehnungen der Ständerholme von mehreren
Loslagern abgefangen werden. Auf diese Weise können auch
Wärmedehnungen während des heißen Betriebes der Stauch
presse so aufgefangen werden, daß das seitliche Stauchen
der Brammen zu gleichbleibend guten Stauchergebnissen
führt.
Zur Ausbildung des Festlagers der Stauchpresse ist
vorgesehen, daß jeder untere Ständerlängsholm etwa in
der Holmmitte seitliche Pratzen aufweist und auf einer
Paßplatte in einer mit dem Fundament verbundenen Lager
platte mit den Holm führenden Seitenplatten abgestützt
ist, daß die seitlichen Pratzen in die Seitenplatten
eingreifen und daß die Pratzen mittels Verbindungsele
menten - vorzugsweise mit Schraubverbindungen - mit der
Lagerplatte verspannbar sind. Mit Hilfe dieser Konstruk
tionselemente wird eine sehr robuste Bauweise für das
Festlager der Stauchpresse erreicht und es wird eine
sehr sichere und ortsfeste Verankerung dieser schweren
Maschine auf dem Fundament in der Mitte der Walzlinie
der übrigen Warmwalzgerüste gewährleistet.
Zur Ausbildung des Loslagers der Stauchpresse wird gemäß
der Erfindung vorgeschlagen, daß die in diesem Bereich
dem Fundament zugewandte Seite des unteren Ständerlängs
holms eine metallene Druckplatte aufweist, daß eine in
diesem Bereich gegenüberliegende mit dem Fundament
verbundene Lagerplatte eine metallene Druckplatte auf
weist, und daß zwischen den metallenen Druckplatten eine
rostfreie, polierte Metallplatte sowie eine Gleitplatte
aus Kunststoff mit auf der Gleitfläche angeordneten mit
Schmiermittel ausfüllbaren Höhlungen - vorzugsweise aus
Polytetrafluoräthylen (PTFE) - angeordnet ist, die je
weils in einer der metallenen Druckplatten eingefügt
sind. Die Konstruktion von diesen losen Auflagern genügt
höchsten Beanspruchungen, insbesondere vermindert die
PTFE-Gleitplatte die Widerstände einer Gleitreibung ganz
erheblich. Von besonderem Vorteil sind die auf der
oberen Gleitfläche der PTFE-Gleitplatte angeordneten
Höhlungen mit einem Schmiermittel. Hierdurch kann die
Auswirkung der sogenannten Mikroreibung zwischen den
Gleitflächen eines solchen Auflagers ganz bedeutsam
vermindert werden. Zur Ausgestaltung eines solchen losen
Auflagers ist weiter vorgeschlagen, daß die metallenen
Druckplatten aus rostfreiem Stahl bestehen, die mit dem
Holm bzw. mit der Lagerplatte verklebt und verschraubt
sind. Die Auflager des Gerüstständers der Stauchpresse
sind durch diese Maßnahmen weitgehend gegen Korrosion
geschützt. Vorteilhaft ist ferner, wenn die in den
Druckplatten eingelassenen Schraubenköpfe mit einer
dichtenden Ausfüllmasse gekammert werden, bevor die
polierte Metallplatte bzw. die PTFE-Gleitplatte in die
Druckplatten eingefügt werden.
Zur Ausbildung eines losen Auflagers mit Seitenführung
wird ergänzend vorgeschlagen, daß das Loslager mit der
Lagerplatte verbundene, den Ständerlängsholm führende
Seitenplatten aufweist, daß in Bohrungen von seitlichen
Pratzen der Ständerlängsholme Stehbüchsen angeordnet
sind, die auf der Lagerplatte aufstehen und deren ande
res Ende mit geringem Abstand oberhalb der Pratzen eine
Gegenplatte aufweist, daß an der Gegenplatte eine in die
Lagerplatte bzw. in das Fundament reichende Schraubver
bindung abgestützt ist und daß zwischen den Pratzen und
den Seitenplatten gegeneinander gleitende Paßplatten
angeordnet sind. Mit diesen Maßnahmen wird gewährlei
stet, daß der Ständerholm in Längsrichtung dehnfähig
bleibt, gleichwohl aber eine sichere Seitenführung
erhält. Infolge der Anordnung der Stehbüchse gehen
sämtliche Verspannungskräfte von der Schraubverbindung
direkt in die Lagerplatte. Zur mehrfachen Abstützung des
Gerüstständers auf dem Fundament wird weiterhin eine vom
Festlager nach beiden Seiten ausgehende Folge von Losla
gern mit bzw. ohne Seitenführung des Ständerlängsholms
vorgeschlagen.
Zur einwandfreien Festlegung des Kurbelgehäuses inner
halb der Stauchpresse wird weiter ausgestaltend vorge
schlagen, daß die Spannvorrichtungen für das Kurbelge
häuse hydraulische Klemmzylinder sind, die in Abhängig
keit der Preßkräfte so eingestellt werden können, daß
das Kurbelgehäuse sich während des Preßvorganges in
seinem Führungsspiel nicht hin- und herbewegt. Zweckmä
ßig ist hierbei, wenn sich die hydraulischen Klemmzylin
der auf jeder oberen Längsseite des Kurbelgehäuses, der
Unterseite des oberen Ständerlängsholmes gegenüberlie
gend befinden sowie zwischen einer am Kurbelgehäuse
befestigten, den unteren Ständerlängsholm mit Abstand
übergreifenden Führungsschiene und der Außenseite jedes
unteren Ständerlängsholmes angeordnet sind. Das Kurbel
gehäuse wird durch die zwei hydraulischen Klemmzylinder
seitlich geklemmt und durch die vier hydraulischen
Klemmzylinder auf die beiden unteren Ständerlängsholme
gepreßt.
Bei der lösbaren Spannvorrichtung für das Kurbelgehäuse
sind vorteilhafterweise zwischen Klemmzylinder und
jeweiliger Klemmfläche eine Gleitplatte angeordnet und
ferner ist vorgesehen, daß das Kurbelgehäuse auf den
unteren Ständerlängsholmen mittels Gleitplatten auf
liegt, damit der Verschleißfolgen der ständigen Mikro
reibung zwischen Klemmzylinder und Klemmfläche möglichst
gering bleibt.
Die Erfindung wird nachfolgend näher beschrieben. Es
zeigen
Fig. 1 die Seitenansicht der Stauchpresse mit dem
liegenden, mehrfach auf dem Fundament abge
stützten Gerüstständer,
Fig. 2 die mittlere Lagerplatte des Gerüstständers mit
Festlager und Loslager,
Fig. 3 einen Schnitt durch das Festlager entlang der
Linie III-III in Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt durch das Loslager mit Seitenfüh
rung entlang der Linie IV-IV in Fig. 2,
Fig. 5 einen Schnitt durch das Loslager ohne Seiten
führung,
Fig. 6 einen Teilausschnitt des zwischen den Ständer
längsholmen eingespannten Kurbelgehäuses.
Die in Fig. 1 teilweise im Schnitt dargestellte Seiten
ansicht der Stauchpresse 1 zeigt einen liegenden Gerüst
ständer 2 mit zwei unteren Ständerlängsholmen 3 und zwei
oberen Ständerlängsholmen 4 sowie Quertraversen 5,
welche die Ständerlängsholme untereinander verbinden.
Zwischen den Ständerlängsholmen 3, 4 ist zu beiden
Seiten einer in der Breite zu reduzierenden Bramme 6 ein
Kurbelgehäuse 7 angeordnet, welches von einer nicht
näher dargestellten mechanischen Anstellung und einer
Ausbalanciervorrichtung 8 an der Quertraverse 5 des
Gerüstständers abgestützt ist. In dem Kurbelgehäuse 7
sind zwei Exzenterwellen 9 mit Druckpleueln 10 gelagert.
Die Pleuelköpfe 11 sind mit einem Werkzeugträger 12 für
die Preßwerkzeuge 13 verbunden. Mit Hilfe der Preßwerk
zeuge 13 und mit Hilfe der von dem Kurbeltrieb ausgehen
den Preßkräfte wird die Bramme 6, die von Treiberrollen
14 durch die Stauchpresse transportiert wird, in der
Breite reduziert. Die Preßkräfte werden auf die Exzen
terwellen von einer Motor- und Getriebeanordnung 15 mit
Hilfe von Gelenkwellen 16 übertragen. Die unteren Stän
derlängsholme 3 stützen sich mehrfach auf dem Fundament
17 ab. Im Mittenbereich der Stauchpresse erfolgt die
Abstützung mit Hilfe eines Festlagers 18, nach beiden
Ständerseiten gefolgt von einem Loslager 19 mit Seiten
führung, einem Loslager 20 ohne Seitenführung und einem
Loslager 19 mit Seitenführung. Zur Abstützung und Arre
tierung des Kurbelgehäuses 7 im Gerüstständer 2 sind
zwischen den unteren Ständerlängsholmen 3 und den oberen
Ständerlängsholmen 4 lösbare Spannvorrichtung 21 ange
ordnet. Die vorgeschlagene Abstützung der Stauchpresse
auf dem Fundament sowie die gewählte Arretierung des
Kurbelgehäuses in der Stauchpresse ermöglichen es, daß
sich die Ständer unter der Einwirkung von Preßkraft und
Wärme in Richtung der Preßkräfte frei dehnen können,
ohne daß Kräfte auf das Fundament ausgeübt werden. Die
hierzu erforderliche Konstruktion von Festlager, Losla
ger und Arretierung wird nachfolgend näher beschrieben.
Fig. 2 zeigt eine mit dem Fundament 17 verbundene Lager
platte 22 für das mittige Festlager 18 und zwei nebenge
ordnete Loslager 19 mit Seitenführung für die beiden
unteren Ständerlängsholme 3. Der Längsschnitt entlang
der Linie III-III in Fig. 2 zeigt in Fig. 3, daß zwecks
Ausbildung des Festlagers 18 jeder untere Ständerlängs
holm etwa in der Holmmitte seitliche Pratzen 23 auf
weist, und daß er auf einer Paßplatte 24 auf der mit dem
Fundament 17 verbundenen Lagerplatte 22 mit zwei seitli
chen, den Holm führenden Seitenplatten 25 abgestützt
ist. Die seitlichen Pratzen 23 des Ständerlängsholms
greifen in die Seitenplatten 25 ein und die Pratzen 23
sind mit Hilfe der Schraubverbindungen 26 mit der Lager
platte 22 fest verspannt. Der Längsschnitt entlang der
Linie IV-IV in Fig. 2 zeigt in Fig. 4 die Ausbildung des
Loslagers dergestalt, daß die in diesem Bereich dem
Fundament 17 zugewandte Seite des unteren Ständerlängs
holms 3 eine metallene Druckplatte 27 aufweist und daß
die in diesem Bereich gegenüberliegende mit dem Funda
ment 17 verbundene Lagerplatte 22 ebenfalls eine metal
lene Druckplatte 28 enthält. Zwischen den metallenen
Druckplatten 27, 28 ist eine rostfreie, polierte Metall
platte 29 sowie eine Gleitplatte 30 aus Kunststoff, vor
zugsweise aus Polytetrafluoräthylen (PTFE) angeordnet.
Die polierte Metallplatte und die PTFE-Gleitplatte sind
jeweils in einer der metallenen Druckplatten 27, 28
eingefügt. Auf der der polierten Metallplatte 29 gegen
überliegenden Gleitfläche 31 der Kunststoffgleitplatte
30 sind - lediglich ausschnittsweise dargestellt -
Höhlungen vorhanden, die mit Schmiermittel zur Vermin
derung der Mikroreibung ausgefüllt sind. Die metallenen
Druckplatten 27, 28 bestehen aus rostfreiem Stahl und
sind mit dem unteren Ständerlängsholm 4 bzw. mit der
Lagerplatte 22 verklebt und wie Fig. 5 zeigt, mit
Schrauben 32 mit dem Holm bzw. mit der Lagerplatte
verschraubt. Der in den Druckplatten 27, 28 versenkte
Schraubenkopf ist zusätzlich mit einer Ausfüllmasse
gekammert, so daß eine mögliche Korrosion an den Verbin
dungsstellen der Lagerelemente soweit als möglich ausge
schlossen ist. Es ist erkennbar, daß Fig. 5 die Lager
elemente eines Loslagers ohne Seitenführung für den
Ständerlängsholm zeigt.
Zurückkommend auf Fig. 4 weist das dort gezeigte Losla
ger mit Seitenführung zwei mit der Lagerplatte 22 ver
bundene, den Ständerlängsholm 4 führende Seitenplatten
33 auf und ferner seitliche Pratzen der Ständerlängshol
me, in denen Bohrungen 35 für sogenannte Stehbüchsen 36
angeordnet sind. Diese Stehbüchsen stehen auf der Lager
platte 22 auf und haben an ihrem anderen Ende mit gerin
gem Abstand oberhalb der seitlichen Pratzen 34 eine
Gegenplatte 37. An der Gegenplatte 37 ist eine in die
Lagerplatte 22 bzw. in das Fundament 17 reichende
Schraubverbindung 38 abgestützt. Zwischen den seitlichen
Pratzen 34 des Ständerlängsholms und den Seitenplatten
33 sind gegeneinander gleitende Paßplatten 39, 40 ange
ordnet, die einerseits mit der Pratze 34 und anderer
seits mit der Innenseite der Seitenplatte geklebt
und/oder schraubverbunden sind.
Fig. 6 zeigt anhand eines Teilausschnittes das Kurbelge
häuse 7 sowie den unteren Ständerlängsholm 3 und den
oberen Ständerlängsholm 4. Zwischen dem oberen und dem
unteren Ständerlängsholm ist das Kurbelgehäuse mit Hilfe
von lösbaren Spannvorrichtungen 21 arretiert. Diese
Spannvorrichtungen sind hydraulische Klemmzylinder 41.
Diese befinden sich auf jeder oberen Längsseite 42 des
Kurbelgehäuses 7, der Unterseite des oberen Ständer
längsholmes 4 gegenüberliegend. Am unteren Teil des
Kurbelgehäuses 7 ist seitlich an der Außenseite 49 eine
den unteren Ständerlängsholm 3 mit Abstand übergreifende
Führungsschiene 43 angeordnet. Der hydraulische Klemmzy
linder 41 ist zwischen dieser Führungsschiene und der
Außenseite 44 des unteren Ständerlängsholmes angeordnet.
Zwischen dem jeweiligen Klemmzylinder 41 und der damit
zusammenwirkenden Klemmfläche ist eine Gleitplatte 45
angeordnet. Das Kurbelgehäuse 7 liegt auf dem unteren
Ständerlängsholm 3 mittels eines Gleitplattenpaares 46,
47 auf. Mit Hilfe der Gleitplatten 45, 46, 47 wird ein
möglicher Verschleiß, der auf eine ständige Mikroreibung
zurückzuführen ist, weitgehend vermieden.
Mit den oben beschriebenen Maßnahmen wird in überra
schend einfacher Weise sichergestellt, daß sämtliche
durch Wärmeeinwirkung und Preßkräfte verursachten Deh
nungen von dem Gerüstständer des Stauchgerüsts aufgenom
men werden können, ohne daß unzulässig hohe Kräfte in
das Fundament geleitet werden.
Bezugszeichenübersicht
1 Stauchpresse
2 Gerüstständer
3 unterer Ständerlängsholm
4 oberer Ständerlängsholm
5 Quertraverse
6 Bramme
7 Kurbelgehäuse
8 Ausbalanciervorrichtung
9 Exzenterwelle
10 Druckpleuel
11 Pleuelkopf
12 Werkzeugträger
13 Preßwerkzeug
14 Treiberrolle
15 Getriebe-Motoranordnung
16 Gelenkwelle
17 Fundament
18 Festlager
19 Loslager mit Seitenführung
20 Loslager ohne Seitenführung
21 Spannvorrichtung
22 Lagerplatte
23 seitliche Pratze
24 Paßplatte
25 Seitenplatte
26 Schraubverbindung
27 metallene Druckplatte
28 metallene Druckplatte
29 polierte Metallplatte
30 Kunststoff-Gleitplatte
31 Gleitfläche
32 Schraube
33 Seitenplatte
34 seitliche Pratze
35 Bohrung
36 Stehbüchse
37 Gegenplatte
38 Schraubverbindung
39 Paßplatte
40 Paßplatte
41 hydraulischer Klemmzylinder
42 obere Längsseite Kurbelgehäuse
43 Führungsschiene
44 Außenseite, Ständerlängsholm
45 Gleitplatte
46, 47 Gleitplattenpaar
48 Höhlung
49 Außenseite, Kurbelgehäuse
2 Gerüstständer
3 unterer Ständerlängsholm
4 oberer Ständerlängsholm
5 Quertraverse
6 Bramme
7 Kurbelgehäuse
8 Ausbalanciervorrichtung
9 Exzenterwelle
10 Druckpleuel
11 Pleuelkopf
12 Werkzeugträger
13 Preßwerkzeug
14 Treiberrolle
15 Getriebe-Motoranordnung
16 Gelenkwelle
17 Fundament
18 Festlager
19 Loslager mit Seitenführung
20 Loslager ohne Seitenführung
21 Spannvorrichtung
22 Lagerplatte
23 seitliche Pratze
24 Paßplatte
25 Seitenplatte
26 Schraubverbindung
27 metallene Druckplatte
28 metallene Druckplatte
29 polierte Metallplatte
30 Kunststoff-Gleitplatte
31 Gleitfläche
32 Schraube
33 Seitenplatte
34 seitliche Pratze
35 Bohrung
36 Stehbüchse
37 Gegenplatte
38 Schraubverbindung
39 Paßplatte
40 Paßplatte
41 hydraulischer Klemmzylinder
42 obere Längsseite Kurbelgehäuse
43 Führungsschiene
44 Außenseite, Ständerlängsholm
45 Gleitplatte
46, 47 Gleitplattenpaar
48 Höhlung
49 Außenseite, Kurbelgehäuse
Claims (10)
1. Stauchpresse zur Reduktion von Walzgut, insbesondere
der Brammenbreite in Warnbreitband-Vorstraßen mit
beidseitig zur Brammenkante angeordneten Preßwerkzeu
ge aufnehmenden Werkzeugträgern, die von einem in
einem Kurbelgehäuse angeordneten Kurbeltrieb in
Richtung der Brammenreduktion bewegbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß jeder dem Pressenfundament (17) zugewandte untere
Ständerlängsholm (3) der Stauchpresse (1) etwa mittig
ein Fundamentfestlager (18) und längsseitig minde
stens zwei Loslager (19, 20) aufweist, und daß das
Kurbelgehäuse (7) zwischen den unteren und oberen
Ständerlängsholmen (3, 4) mit Hilfe von lösbaren
Spannvorrichtungen (21) arretierbar ist.
2. Stauchpresse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwecks Ausbildung des Festlagers (18) jeder
untere Ständerlängsholm (3) etwa in der Holmmitte
seitliche Pratzen (23) aufweist und auf einer Paß
platte (24) in einer mit dem Fundament (17) verbun
denen Lagerplatte (22) mit den Holm führenden Seiten
platten (25) abgestützt ist, daß die seitlichen
Pratzen (23) in die Seitenplatten (25) eingreifen und
daß die Pratzen (23) mittels Verbindungselementen
(26), vorzugsweise mit Schraubverbindungen mit der
Lagerplatte (22) verspannbar sind.
3. Stauchpresse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwecks Ausbildung des Loslagers (19, 20) die in
diesem Bereich dem Fundament (17) zugewandte Seite
des unteren Ständerlängsholms (3) eine metallene
Druckplatte (27) aufweist, daß eine in diesem Bereich
gegenüberliegende mit dem Fundament (17) verbundene
Lagerplatte (22) eine metallene Druckplatte (28)
aufweist und daß zwischen den metallenen Druckplatten
(27, 28) eine rostfreie, polierte Metallplatte (29)
sowie eine Gleitplatte (30) aus Kunststoff mit auf
der Gleitfläche (31) angeordneten mit Schmiermittel
ausfüllbaren Höhlungen (48), vorzugsweise aus Poly
tetrafluoräthylen (PTFE) angeordnet ist, die jeweils
in eine der metallenen Druckplatten (27, 28) einge
fügt sind.
4. Stauchpresse nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die metallenen Druckplatten (27, 28) aus rost
freiem Stahl bestehen, die mit dem unteren Ständer
längsholm (3) bzw. mit der Lagerplatte (22) verklebt
und verschraubt sind.
5. Stauchpresse nach mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Loslager (19) mit der Lagerplatte (22) ver
bundene, den Ständerlängsholm (3) führende Seiten
platten (33) aufweist, daß in Bohrungen (35) von
seitlichen Pratzen (34) der Ständerlängsholme Steh
büchsen (36) angeordnet sind, die auf der Lagerplat
te (22) aufstehen und deren anderes Ende mit geringem
Abstand oberhalb der Pratzen (34) eine Gegenplatte
(37) aufweist, daß an der Gegenplatte (37) eine in
die Lagerplatte (22) bzw. in das Fundament (17)
reichende Schraubverbindung (38) abgestützt ist und
daß zwischen den Pratzen (34) und den Seitenplatten
(33) gegeneinander gleitende Paßplatten (46, 47)
angeordnet sind.
6. Stauchpresse nach mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch
eine vom Festlager (18) nach beiden Seiten ausgehende
Folge von Loslagern (19) mit Seitenführung des Stän
derlängsholms bzw. Loslager (20) ohne Seitenführung
des Ständerlängsholms.
7. Stauchpresse nach mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannvorrichtungen (21) für das Kurbelgehäuse
(7) hydraulische Klemmzylinder (41) sind.
8. Stauchpresse nach mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich die hydraulischen Klemmzylinder (41) auf
jeder oberen Längsseite (42) des Kurbelgehäuses (7),
der Unterseite des oberen Ständerlängsholmes (4)
gegenüberliegend befinden sowie zwischen einer am
Kurbelgehäuse (7) befestigten, den unteren Ständer
längsholm (3) mit Abstand übergreifenden Führungs
schiene (43) und der Außenseite (44) jedes unteren
Ständerlängsholmes (3) angeordnet sind.
9. Stauchpresse nach mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen Klemmzylinder (41) und jeweiliger Klemm
fläche eine Gleitplatte (45) angeordnet ist.
10. Stauchpresse nach mindestens einem
der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kurbelgehäuse (7) auf den unteren Ständer
längsholmen (3) mittels Gleitplatten (46, 47) auf
liegt.
Priority Applications (10)
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