DE4033630A1 - Erdlot zum bestimmen von senkrechten und waagrechten - Google Patents
Erdlot zum bestimmen von senkrechten und waagrechtenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Erdlot zum Bestimmen von vertikalen und horizontalen Richtungen,
bei dem eine Richtungsbestimmungseinheit mit einer Lichtquelle an einem Universalgelenk
frei beweglich aufgehängt ist, so daß nach Einpendelung in den Gleichgewichtszustand ein
gebündelter Lichtstrahl der Lichtquelle die Vertikalrichtung anzeigt.
Ein Lot mit derartigen Merkmalen ist beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift
25 49 218 bekannt. Es besitzt zur Richtungsbestimmung eine frei beweglich aufgehängte
Bilderzeugungseinrichtung, deren optische Achse sich bei der Einpendelung vertikal
ausrichtet. Das Universalgelenk selbst besteht aus 2 Gelenkteilen, wovon eines mit dem
Standgehäuse starr verbundenen ist, während das andere mit der Richtungsbestimmungs
einheit sich relativ dazu bewegen kann.
Ferner ist in der deutschen Offenlegungsschrift 26 34 456 für die senkrechte Ausrichtung des
Lots ein Kugelgelenk gelehrt. Die Lotmasse kann aber auch kardanisch oder, wie in der
britischen Patentschrift 13 75 716 beschrieben, frei schwingend an einem Faden aufgehängt
sein. Derartige Aufhängungen besitzen jedoch alle gewisse Nachteile.
Das in der deutschen Offenlegungsschrift 26 34 456 beschriebene Kugelgelenk ist wegen
seiner inneren Gelenkreibung für Präzisionslote nicht geeignet, da insbesondere bei kleinen
Lotvorrichtungen nur geringe Rückstellkräfte für die Ausrichtung zur Verfügung stehen.
Ferner müssen die Gelenkteile der Aufhängung exakt herzustellen sein, da nämlich jede
Ungenauigkeit die genau vertikale Ausrichtung der Bestimmungseinheit vermindert. Auch das
in der deutschen Offenlegungsschrift 25 49 218 beschriebene Universalgelenk besitzt der
artige Nachteile und selbst kardanische Aufhängungen, wie sie beispielsweise zur
Waagrechthaltung der Schiffkompasse verwendet werden, sind nicht präzise genug.
Ferner ist bei den vorgenannten Loten nachteilig, daß sich äußere Schwingungen - beispiels
weise von einer laufenden Maschine - auf die frei aufgehängte Masse übertragen können.
Die Einpendelung des Lotgewichts kann daher oft sehr lange dauern. In der deutschen
Offenlegungsschrift 25 49 218 ist deshalb eine Öldämpfung vorgesehen, die aber die
Empfindlichkeit vermindert.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Erdlot zur Verfügung zu stellen, das, obwohl
robust und handlich konstruiert, für eine präzise Bestimmung - d. h. mit weniger als 10 µrad
Abweichung - der vertikalen und horizontalen Richtungen geeignet ist und keine langen
Einpendelzeiten benötigt.
Dieses Problem wird durch eine Vorrichtung nach Patentanspruch 1 sowie durch das
Verfahren nach Anspruch 9 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Das erfindungsgemäße Erdlot weist zur Richtungsbestimmung eine an einem Universal
gelenk zur Einpendelung frei beweglich aufgehängte Lichtquelle auf, so daß im Gleich
gewichtszustand ein gebündelter Lichtstrahl der Lichtquelle die vertikale Richtung anzeigt,
wobei die über das Gehäuse mit der Standeinrichtung starr verbundene Gelenkpfanne
mindestens eine Leitung aufweist, durch die zu einer umlaufenden Nut im beweglichen
Gelenkkopf, der mit der Richtungsbestimmungseinheit fest verbunden ist, ein Gleitmittel dem
Gelenk zuführbar ist.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegen vor allem in der großen Präzision und
der leichten Miniaturisierbarkeit - die Gesamthöhe der Vorrichtung kann weniger als 5 cm
betragen - und in den kostengünstigen Herstellungsmöglichkeiten.
Ferner wird erfindungsgemäß ein Verfahren zum Bestimmen von vertikalen und horizontalen
Richtungen zur Verfügung gestellt, bei dem eine Lichtquelle an einem Universalgelenk frei
beweglich aufgehängt wird - die Lichtquelle wird an dem Gelenkkopf befestigt und die
Gelenkpfanne über das Gehäuse mit der Standeinrichtung starr verbunden -, über eine
Leitung in der Gelenkpfanne ein Gleitmittel von unten zu einer Nut im Gelenkkopf zugeführt
wird - vorzugsweise unter Druck durch Pumpen -, und nach Einpendelung in die
Gleichgewichtslage die vom ausgerichteten Lichtstrahl angezeigte vertikale oder horizontale
Richtung abgelesen wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Lichtquelle am Gelenkkopf in starrer Aufhän
gung befestigt. Die Gelenkpfanne und der Gelenkkopf besitzen dann mittig - d. h. in der Achse
der Vorrichtung - einen Durchgang, damit der vertikal ausgerichtete, gebündelte Lichtstrahl
das Gelenk brechungsfrei passieren kann.
Besonders bevorzugt ist auch, wenn die Gelenkpfanne und der Gelenkkopf aus Glas oder
Glaskeramik hergestellt sind und die Formen einer konkaven und einer konvexen, halbkugel
förmigen Glaslinse besitzen. Die umlaufende Nut für das Gleitmittel ist dann von oben
gesehen kreisförmig. Derartige Glaslinsen lassen sich nämlich durch Schleifen und Polieren
besonders präzise herstellen. Dadurch können Gelenklinsen eingesetzt werden, deren Form
bis auf wenige Angström bestimmt ist. Die Glaslinsen können ferner durch optische Inter
ferenz leicht überprüft werden. Das Bewegungszentrum (Radiusmittelpunkt der konvexen
oder konkaven Linsenkrümmung) ist in dem erfindungsgemäßen Erdlot daher in einer
ansonsten nicht erreichbaren Präzision bestimmt. Die Vertikalausrichtung des Lichtstrahls in
der Gleichgewichtslage ist somit durch den Mittelpunkt der Linsenkrümmung, der auch das
Bewegungszentrum des Gelenks ist, und dem Schwerpunkt der Richtungsbestimmungs
einheit definiert. Es versteht sich dabei von selbst, daß bei der Herstellung des Lots der
Lichtstrahl zuerst so justiert werden muß, daß er vertikal durch den Krümmungsmittelpunkt,
bzw. durch das Bewegungszentrum, geht. Bei vorheriger Umlenkung in die Waagrechte ist
der Lichtstrahl dann natürlich nur virtuell auf den Radiusmittelpunkt abbildbar.
Bei der Verwendung von Glas oder Glaskeramik stellt die Reibung an den Kontaktflächen ein
gewisses Problem dar, da Glasteile - insbesondere bei hoher Luftfeuchtigkeit - gerne anein
ander hatten. Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen den
Gelenkteilen bei Inbetriebnahme über eine Zuleitung in der Gelenkpfanne eine vorzugsweise
flüchtige Gleitmittelflüssigkeit in die Nut eingebracht wird. Die Flüssigkeit in der Nut bewirkt,
daß der bewegliche Gelenkkörper, an dem die Richtungsbestimmungseinheit aufgehängt ist,
sich kurzzeitig aufgrund des Dampfdrucks bzw. des Flüssigkeitsdrucks von der Gelenkpfanne
abhebt. Das bewegliche Gelenkteil kann sich dann, von einem Gas- oder Flüssigkeitskissen
nahezu reibungsfrei getragen, in die energetisch günstigste Position bewegen. Vorzugsweise
wird eine Gleitmittelflüssigkeit mit innerer Reibung verwendet, so daß bei raschen Relativ
bewegungen eine Dämpfung erfolgt. Die erfindungsgemäß in das Gelenk eingebrachte Gleit
mittelflüssigkeit bewirkt also bei langsamen Relativbewegungen einerseits eine Herabsetzung
der Reibung und andererseits eine geschwindigkeits- und beschleunigungsproportionale
Dämpfung der Pendelbewegungen. Als Gleitmittelflüssigkeiten werden vorzugsweise
Flüssigkeiten mit hohen Dampfdrücken, wie Diethylether, Ethanol, Methanol, Tetrachlor
ethylen, Tetrafluorethylen, Dichlordifluorethylen, Chloroform, etc., verwendet.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform werden Gase, wie Luft, Stickstoff, etc., durch
die Leitung in die Nut eingepreßt, so daß sich das bewegliche Gelenkteil, an dem die Rich
tungsbestimmungseinheit aufgehängt ist, reibungsfrei, da von einem Gaskissen getragen, in
die energetisch tiefste Lage einpendeln kann.
Auch kann es vorteilhaft sein, die Oberflächen der Gelenkteile zur Herabsetzung der Reibung
zu härten. Ferner ist es vorteilhaft, die Oberflächen der Gelenkteile chemisch so zu modifi
zieren, daß sich Verunreinigung nicht festsetzen können, beispielsweise durch eine Silikoni
sierung der Glasteile.
Als Lichtquelle in der Richtungsbestimmungseinheit wird vorzugsweise ein Laser verwendet,
obwohl prinzipiell auch eine konventionelle Lichtquelle geeignet wäre. Unter den verschie
denen Lasern sind Halbleiterlaser wegen des geringen Energiebedarfs bevorzugt. Es können
aber auch gewöhnliche Laser, wie He-Ne-Laser, Argon-Laser oder Rubin-Laser, verwendet
werden. Der Laserstrahl wird im übrigen durch an sich bekannte optische Elemente gebün
delt. Bei der geforderten Genauigkeit empfiehlt es sich jedoch, den Lichtstrahl zur Vermei
dung von Beugungserscheinungen nicht zu stark zu bündeln. Daher wird zur Anzeige
vorzugsweise ein Lichtstrahl mit 2-10 mm Durchmesser verwendet. Die geforderte Ablese
genauigkeit wird dann dadurch erzielt, daß der Schwerpunkt des Lichtstrahls elektronisch,
beispielsweise durch Photozellen, mit Hilfe eines Positionsdetektors ermittelt wird.
Ferner bietet es sich an, Bilderzeugungseinrichtungen in den Laserstrahl einzubringen, so
daß nicht nur die vertikale oder horizontale Richtung abgelesen werden kann, sondern auch
Abweichungen davon. Besonders bevorzugt sind dabei Einrichtungen, die den Lichtstrahl
gradieren.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung befindet sich auf dem beweglichen, oberen
Gelenkteil - der konvexen, halbkugelförmigen Linse - eine Masse, die über Einstellschrauben
und Federn verschiebbar angeordnet ist. Diese Masse dient zur erstmaligen Einstellung des
Schwerpunkts der Richtungsbestimmungseinheit und somit zur Justierung des Lots.
Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist im vertikalen Lichtstrahl
der Richtungsbestimmungseinheit ein Pentaprisma angeordnet, das den Lichtstrahl 90°
umlenkt und dieser nunmehr die horizontale Achse anzeigt. Das Pentaprisma ist vorzugs
weise in einem Modul integriert, das auf das Erdlot aufgesteckt werden kann. Das Bewe
gungszentrum des Gelenks liegt dabei vorzugsweise außerhalb des Prismas, d. h. in
Strahlrichtung gesehen hinter der ersten geneigten Prismafläche, so daß sich Fehler in der
senkrechten Positionierung des Lotgehäuses ausgleichen. Mit Hilfe dieses Modus kann das
Erdlot sowohl für die vertikale als auch für horizontale Richtungsbestimmung verwendet
werden.
In einer weiteren Ausgestaltung dieser Ausführungsform ist das Modul, bzw. das Penta
prisma, um die Achse des Erdlots drehbar, so daß der umlaufende Lichtstrahl eine zur
Gravitationskraft senkrecht stehende horizontale Ebene beschreibt.
Weitere Ziele, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung und den Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung.
Fig. 1 zeigt das erfindungsgemäße Erdlot im Längsschnitt sowie das Modul mit
dem pentagonalen Prisma.
Die Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Erdlot mit einer Richtungsbestimmungseinheit 10,
die im wesentlichen aus einem handelsüblichen Halbleiterlaser mit einer Lichtleistung von ca.
1 mW, einer Energieversorgungseinheit (Akkumulator, Batterien), mehreren optischen
Elementen zur Bündelung des Lichtstrahls auf einen Durchmesser von 0,7 cm und einer
Ausrichtvorrichtung 8 zur Einstellung des Lichtstrahls in der Richtungsbestimmungseinheit
besteht. Die Position des Lichtstrahl wird nach Einpendelung in die vertikale bzw. horizontale
Lage elektronisch mit Hilfe eines Positionsdetektors (nicht gezeigt) bestimmt. Die frei beweg
liche Richtungsbestimmungseinheit 10 ist durch ein rohrförmiges Verbindungsteil 12 mit dem
beweglichen Teil 104 des Universalgelenks - der konvexen, halbkugelförmigen Gelenklinse
104 - starr verbunden. Das rohrförmige Verbindungsteil 12 und die konvexe Gelenklinse 104
besitzen mittig, entlang der Vorrichtungsachse 30, einen Durchgang 28, so daß der Licht
strahl 32 (der Lichtstrahl 32 liegt teilweise auf der Vorrichtungsachse 30) nach der Einpende
lung brechungsfrei das Gelenk passieren kann. Auf dem konvexen, halbkugelförmigen
oberen Gelenkteil 104 ist ein ringförmiges Ausgleichsgewicht 14, das durch 90° versetzt
angeordnete Federn 16 und Justierschrauben 18 auf dem oberen Gelenkteil 104 in allen
Richtungen verschiebbar ist, angeordnet, so daß der Schwerpunkt der Richtungs
bestimmungseinheit 10 justiert werden kann. Letztere Justiereinrichtung dient zur erstmaligen
vertikalen Justierung des Lichtstrahls 32 durch das Bewegungszentrum 110 (Radiusmittel
punkt der Linsenkrümmung) des Gelenks.
Die konvexe Gelenklinse 104 besteht aus einem Glaskeramikkörper mit einem geringen
Temperaturausdehnungskoeffizienten. Die Oberfläche der konvexen Gelenklinse weicht
weniger als 1 µm von der berechneten Krümmung ab.
Der Gelenklinsenkörper 104 weist in der konvex gekrümmten Oberfläche eine kreisförmige,
umlaufende Nut 60 auf, die zur konkav gekrümmten Gelenkpfanne 102 hinzeigt. Diese Nut 60
wird über eine, im unteren konkaven Gelenkkörper 102 befindliche Zuführleitung 62 mit Hilfe
einer Pumpe 68 aus einem, auf ähnlichem Niveau angeordneten Vorratsbehälter 66 mit
einem flüchtigen Gleitmittel 64 - Ether - versorgt. Das Gleitmittel 64 dringt dabei in die Grenz
schicht zwischen dem oberen und dem unteren Gelenkteil 102,104 ein und vermindert so die
Reibung an den Kontaktflächen; bei raschen Relativbewegungen werden diese aber aufgrund
der inneren Reibung in der Gleitmittelflüssigkeit gedämpft. Der untere konkave Gelenklinsen
körper 102 besteht gleichfalls aus Glaskeramik. Er weist entlang seiner Mittelachse eine
Bohrung auf. Unter der konkav gekrümmten Gelenkpfanne ist ein Linsenboden 100 mit einem
kleinen ringförmigen Vorsprung nahe der Vorrichtungsachse 30 angeordnet, um einerseits
das untere Kugelgelenkteil 102 besser abzustützen und andererseits, um die Bewegungsfrei
heit der Richtungsbestimmungseinheit im Freiraum 26 so weit einzugrenzen, daß keine
Beschädigung des Gelenks auftreten kann. Das untere konkave Kugelgelenkteil 102 ist durch
den Linsenboden 100 starr mit dem Gehäuse 80 verbunden. Das Gehäuse 80 wiederum ist
mit dem Gehäuseboden 56 und in Folge mit einer Standeinrichtung zur Positionierung auf
dem Standort verbunden. Der Standort für das Erdlot kann beispielweise ein Podest, ein
Bauwerk, eine Anlage oder ein metallisches Maschinenteil sein. Deshalb weist die Standein
richtung neben der Standplatte 52, in der sich zur Ausrichtung verstellbare Standschrauben
50, 50′ befinden, auch Magneten 54, 54′ auf, damit das Erdlot direkt an dem metallischen
Körper befestigt werden kann.
Im Strahlweg ist fakultativ ein auf ein Drehlager 24 aufsteckbares Modul mit einem Penta
prisma 34 angeordnet, das den Lichtstrahl 32 in die horizontale Richtung umlenkt. Der
Drehmittelpunkt 110 des Gelenks liegt dabei - in vertikaler Strahlrichtung gesehen - eine
definierte Strecke hinter dem Prisma, so daß bei einer geringfügig schiefen Positionierung
des Gehäuses 80, bzw. des Prismas 34, ein Höhenschlag des waagrecht austretenden
Lichtstrahls vermieden ist. Das Pentaprisma 34 befindet sich in einem drehbaren Gehäuse
36, das durch ein Zahnrad 20 und ein Antriebsritzel 22 auf einem Elektromotor 86 in eine
Drehung um die Vorrichtungsachse 30 versetzt werden kann. Auf dem Gehäuse des Moduls
befindet sich eine Wasserwaage 38 mit einer Luftblase 40, die zur groben Ausrichtung des
Erdlots dient. Der Motor 86 befindet sich zusammen mit der Energieversorgung 84, 84′,
Batterien oder Akkumulatoren, in einem separaten Antriebseinheitsgehäuse 82, damit die
Richtungsbestimmungseinheit 10 abgeschirmt ist.
Am Gehäuseboden 56 des Erdlots befindet sich eine automatische Transportsicherung, die
verhindert, daß bei einem Transport das Universalgelenk bzw. die Richtungsbestimmungs
einheit durch Erschütterungen beschädigt werden. Die automatische Transportsicherung
besteht aus einem federvorgespannten Scharniergelenk 120a, zwei weiteren Scharnier
gelenken 120b, 120c, einer Sicherungsklappe 122, einem Sicherungskonus 126 und einer
Gegenhalterung 128. Wird das Erdlot vom Boden gehoben, so wird eine vorgespannte
Transportsicherungsklappe 122 freigegeben und ein Klemmstift 124 drückt den Sicherungs
konus 126 der Richtungsbestimmungseinheit 10 auf eine Gegenhalterung 128. Der
Sicherungskonus 126 ist somit festgeklemmt und mit ihm die Richtungsbestimmungseinheit
10.
Claims (10)
1. Erdlot zum Bestimmen der Vertikal- und Horizontalrichtung, wobei eine Richtungs
bestimmungseinheit (10) an einem Universalgelenk (102, 104) frei beweglich zur
Einpendelung aufgehängt ist und im Gleichgewichtszustand ein Lichtstrahl (32) das
Vertikallot anzeigt, dadurch gekennzeichnet, daß das über das Gehäuse mit der
Standeinrichtung starr verbundene Gelenkteil (102) mindestens eine Leitung (62)
aufweist, durch die zu einer Nut (60) am beweglichen Gelenkteil (104), das mit der
Richtungsbestimmungseinheit verbunden ist, ein Gleitmittel (64) zwischen die Gelenkteile
(102,104) zuführbar ist.
2. Erdlot nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtungsbestimmungseinheit
(10) am oberen beweglichen Gelenkteil (104) befestigt ist und die Gelenkpfanne (102) und
der Gelenkkopf (104) mittig eine Öffnung (28) für einen brechungsfreien Durchgang des
vertikalen Lichtstrahls (32) aufweisen.
3. Erdlot nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die konkave Gelenkpfanne
(102) und der konvexe Gelenkkopf (104) aus Glas oder Glaskeramik hergestellt sind.
4. Erdlot nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtquelle
(10) ein Laser ist.
5. Erdlot nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem
Gelenkkopf (104) eine ringförmige, verschiebliche Masse (14) zur Justierung des
Schwerpunkts der Richtungsbestimmungseinheit (10) angeordnet ist.
6. Erdlot nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Strahlweg (30,
32) ein optisches Element (34) angeordnet ist, das den Lichtstrahl (32)90° umlenkt.
7. Erdlot nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Prisma (34)
um eine Achse (30) drehbar ist.
8. Erdlot nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitmittel
(64) eine Flüssigkeit mit hohem Dampfdruck oder ein Gas ist.
9. Verfahren zum Bestimmen von vertikalen und horizontalen Achsen, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Lichtquelle (10) an einem Universalgelenk (102, 104) frei
beweglich aufgehängt wird, wobei die Lichtquelle an dem beweglichen Gelenkteil (104)
befestigt ist und das feststehende Gelenkteil (102) über das Gehäuse mit der
Standeinrichtung starr verbundenen ist;
daß über eine Leitung (62) im feststehenden Gelenkteil (102) ein Gleitmittel (64) von unten
zu einer Nut (60) im beweglichen Gelenkteil (104) zugeführt wird, und
daß nach Einstellung der Gleichgewichtslage die Vertikale oder Horizontale anhand des
Lichtstrahls (32) abgelesen wird.
10. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 zum senkrechten oder
waagrechten Anordnen von Gegenständen.
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