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DE4033159C2 - - Google Patents

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Publication number
DE4033159C2
DE4033159C2 DE19904033159 DE4033159A DE4033159C2 DE 4033159 C2 DE4033159 C2 DE 4033159C2 DE 19904033159 DE19904033159 DE 19904033159 DE 4033159 A DE4033159 A DE 4033159A DE 4033159 C2 DE4033159 C2 DE 4033159C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silica gel
alcohol
test tubes
phosphoric acid
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE19904033159
Other languages
English (en)
Other versions
DE4033159A1 (de
Inventor
Erwin Dipl.-Chem. O-5900 Eisenach De Kral
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ESA-TEST GMBH GESELLSCHAFT FUER PRUEFTECHNIK MBH,
Original Assignee
Laborchemie Apolda O-5320 Apolda De GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Laborchemie Apolda O-5320 Apolda De GmbH filed Critical Laborchemie Apolda O-5320 Apolda De GmbH
Priority to DE19904033159 priority Critical patent/DE4033159A1/de
Publication of DE4033159A1 publication Critical patent/DE4033159A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE4033159C2 publication Critical patent/DE4033159C2/de
Granted legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/48Biological material, e.g. blood, urine; Haemocytometers
    • G01N33/50Chemical analysis of biological material, e.g. blood, urine; Testing involving biospecific ligand binding methods; Immunological testing
    • G01N33/98Chemical analysis of biological material, e.g. blood, urine; Testing involving biospecific ligand binding methods; Immunological testing involving alcohol, e.g. ethanol in breath

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  • Food Science & Technology (AREA)
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Description

Die Erfindung betrifft ein Trägersystem zur Herstellung von Prüfröhrchen, die zur quantitativen Bestimmung des Alkohol­ gehaltes in Luft, vorzugsweise in der Ausatemluft, Anwen­ dung finden.
Bekannt sind bereits Alkohol-Prüfröhrchen, die ein poröses oder nichtporöses Trägermaterial sowie ein aktives Reagenz­ gemisch, bestehend aus einer sechswertigen Chromverbindung und einer starken Säure, vorzugsweise Schwefelsäure, ent­ halten. Dabei übt die Porosität des Trägermaterials einen entscheidenden Einfluß auf die Qualität des Alkoholnach­ weises aus. Insbesondere die Empfindlichkeit und die Line­ arität der längenkolorimetrischen Farbzonenausbildung sind in starkem Male von der Porosität und der damit verbundenen Adsorptionsfähigkeit der verwendeten Trägermaterialien ab­ hängig.
Hauptsächlich verwendetes Trägermaterial ist Silikagel. Dieses besitzt aufgrund seiner hohen Porosität den Nach­ teil, daß die damit hergestellten Prüfröhrchen zu unem­ pfindlich gegenüber Alkohol reagieren und/oder sich nicht längenkolorimetrisch auswerten lassen.
Weiterhin bekannt sind Trägermaterialien, die von Natur aus unporös sind wie zum Beispiel Glasbruch oder Kunst­ stoffgranulate. Bei Verwendung dieser Träger wirkt sich nachteilig aus, daß die benötigten Reagenzmengen an Chrom­ verbindungen oder Säuren nicht oder nur unzureichend ad­ sorbiert werden, Folgereaktionen sind mangelnde Haftung der Reagenzien auf dem Trägermaterial und eine damit verbundene Entmischung.
Bereits in Gebrauch ist auch ein Trägersystem für Alkohol- Prüfröhrchen, bei dem, wie in der DE-PS 21 03 233 beschrieben, versucht wird, die Porosität von Glasbruch durch Aufbringen einer dünnen Schicht Silikagelstaub, zum Beispiel mit Wasser­ glas als Bindemittel, so zu erhöhen, daß eine längenkolori­ metrische Auswertung entsprechend aufgebauter Röhrchen über­ haupt erst ermöglicht wird.
Nachteile dieser Lösung sind eine noch immer unzureichende Empfindlichkeit sowie eine diffuse Farbzonenausbildung, ins­ besondere bei niedrigen Alkoholkonzentrationen. Darüberhinaus weist das eingesetzte Wasserglas eine alkalische Reaktion auf und unterliegt Zersetzungserscheinungen, wodurch die Lager­ stabilität ungünstig beeinflußt und ein hoher Säureverbrauch erforderlich wird.
Bekannt ist auch die Verwendung von Phosphorsäure zur Her­ stellung von Alkohol-Prüfröhrchen, die allerdings, wie in der DE-AS 15 98 795 beschrieben, nicht als Bestandteil des Trägers, sondern als aktives Reagenz zur Einstellung des für die Chromatreduktion benötigten Säuregrades fungiert. Darüber­ hinaus sind damit hergestellte Prüfröhrchen zur quantitativen Bestimmung des Atemalkoholgehaltes nicht geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein qualitativ ver­ bessertes Trägersystem für Alkohol-Prüfröhrchen zu schaffen, mit dessen Hilfe die Empfindlichkeit, die Anzeigegenauigkeit und die Lagerstabilität solcher Röhrchen gesteigert werden können.
Diese Aufgabe wird durch das im Anspruch 1 gekennzeichnete Trägersystem gelöst.
Damit hergestellte Prüfröhrchen besitzen folgende vorteil­ hafte Eigenschaften:
  • - Die erreichte Porosität ergibt eine hohe Empfindlichkeit, eine verbesserte Linearität zwischen Atemalkoholgehalt und Farbzonenlänge sowie eine gut auswertbare Farbzonen­ ausbildung.
  • - Die Verwendung eines Gemisches von Pyro- und Metaphosphor­ säure als Bindemittel erhöht die Lagerstabilität und führt weiterhin aufgrund seiner Acidität zur Einsparung der auch toxisch wirksameren Schwefelsäure, wodurch das gesamte An­ zeigeverhalten positiv beeinflußt und das Recycling ver­ brauchter Röhrchen erleichtert werden.
Nachstehend soll die Erfindung anhand von Ausführungsbei­ spielen näher erläutert werden.
Beispiel 1
100 g mit Schwefelsäure gereinigter Glasbruch der Körnung 0,6-1,0 mm werden mit 9 g konzentrierter Phosphorsäure benetzt und mit 4,5 g Silikagelstaub der Körnung unter 0,1 mm gleichmäßig vermengt. Anschließend wird das noch feuchte Ge­ misch 24 Stunden bei 300°C behandelt.
Das auf diesem Wege gewonnene Trägermaterial wird mit 4 ml konzentrierter Schwefelsäure, der 150 mg Kaliumdichromat bei­ gefügt wurden, getränkt und nach bekannten Verfahren in Prüf­ röhrchen mit einem Innendurchmesser von 9 mm zu einer Schicht­ länge von 25 mm verfüllt.
Diese Prüfröhrchen ergaben eine lineare Anzeige, die zum Beispiel bei einem Blutalkoholgehalt von 1°/oo 22 mm be­ trägt, der gesamte Meßbereich beträgt 0,2-1,2‰, die Farbzonenabgrenzung ist gleichmäßig intensiv, auch bei nied­ rigen Konzentrationen und die Röhrchen sind 2 Jahre lager­ stabil.
Beispiel 2
100 g mit Schwefelsäure gereinigter Glasbruch der Körnung 0,6-1,0 mm werden mit 18 g konzentrierter Phosphorsäure und 9 g Silikagelstaub der Körnung unter 0,1 mm gleichmäßig vermengt und nach Beispiel 1 weiter behandelt. Damit herge­ stellte Prüfröhrchen besitzen ebenfalls die dargestellten positiven Eigenschaften, wobei die Anzeigenlänge bei einem Blutalkoholgehalt von 1‰ 11 mm beträgt.
Beispiel 3
100 g mit Schwefelsäure gereinigter Glasbruch der Körnung 0,25-0,4 mm werden mit 30 ml Kaliwasserglas getränkt, mit 30 g Silikagelstaub beschichtet, bei 180°C getrocknet und abschließend zerkleinert.
Aus diesem Material wird eine Fraktion von 0,6-1 mm aus­ gesiebt und mit einer Lösung von 0,3 g Kaliumdichromat in 6 ml 90%-iger Schwefelsäure, bezogen auf 100 g Material, versetzt.
Damit hergestellte Prüfröhrchen ergeben bei einer Blut­ alkoholkonzentration von 0,5‰ eine Anzeige von ca. 5 mm und bei einem Wert von 1‰ ca. 9 mm, wobei die Farbzonen­ abgrenzung und Intensität im Meßbereich von 0,3-1°/oo Schwankungen aufweist und die Lagerfähigkeit maximal 1 Jahr beträgt.

Claims (2)

1. Trägersystem für Alkohol-Prüfröhrchen, bestehend aus dem nichtporösen Material Glasbruch, dem porösen Material Silikagelstaub und einem Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß es als Bindemittel Phosphorsäure enthält, die als Gemisch aus Pyro- und Methaphosphorsäure vorliegt und daß das Gewichtsverhältnis Glasbruch : Silikagelstaub : Phos­ phorsäure in den Grenzen von 100 : 2 bis 10 : 5 bis 20 liegt.
2. Trägersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis Glasbruch : Silikagelstaub : Phosphorsäure 100 : 4,5 : 9 beträgt.
DE19904033159 1990-10-16 1990-10-16 Traegersystem fuer alkohol-pruefroehrchen Granted DE4033159A1 (de)

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DE4033159A1 DE4033159A1 (de) 1992-04-23
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2103233C3 (de) * 1970-02-17 1978-11-30 Veb Jenapharm, Ddr 6900 Jena Prüfröhrchen zum quantitativen Nachweis des Alkoholgehaltes in Luft

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