DE4032218A1 - Verfahren zur herstellung von asphaltmischungen - Google Patents
Verfahren zur herstellung von asphaltmischungenInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08L—COMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur
Herstellung von Asphaltmischungen, die mineralische Zuschläge,
zumindest ein Polymeres und Bitumen enthalten.
Seit Ende der 60er Jahre werden Polymere dem Bitumen (der
Ausdruck "Bitumen", wie er hier und in den Ansprüchen verwendet
wird, hat die in Europa übliche Bedeutung und gilt als Synonym
für den in den USA benutzten Ausdruck "Asphalt") zugemischt,
um die rheologischen Eigenschaften des Bitumens zu verbessern.
Durch Verwendung verschiedener Polymere, wie Styrol-Butadien-
Styrol-Copolymere (SBS), Ethylenvinylacetat-Copolymere (EVA),
Ethylen-Propylen-Dien-Copolymere (EPDM) und andere, wird der
Brechpunkt nach Fraaß gesenkt und der Erweichungspunkt (Ring-
und -Kugel) erhöht.
Dies bedeutet, daß die Differenz zwischen dem Brechpunkt nach
Fraaß und dem Erweichungspunkt sehr stark vergrößert wird.
Dies bedeutet auch, daß die Viskositätsempfindlichkeit gegenüber
Temperaturveränderungen herabgesetzt wird. Dieses alles bedeutet,
daß die Einbeziehung von Polymeren in ein Bitumen die
rheologischen und mechanischen Eigenschaften des Polymer-
Bitumen-(PmB)-Gemisches verbessert.
Die klassische Art der Herstellung von Asphaltmischungen aus
mineralischen Zuschlägen, zumindest einem Polymeren und Bitumen
besteht darin, daß zuerst eine Mischung aus Bitumen und (einem)
Polymeren hergestellt wird, und die Mischung dann in einer
Asphaltmischeinheit auf ein Zuschlaggemisch von Steinen, Sanden
und Füllstoffen gegeben wird (vgl. z. B. EP-B1-00 01 440).
Ein normales Verfahren zur Herstellung von PmB-Mischungen
besteht darin, daß das bzw. die Polymere in das Bitumen unter
Rühren bei erhöhten Temperaturen eingebracht werden (vgl. z. B.
EP-B1-00 01 440, oben erwähnt). Wenn das verwendete Bitumen
und das bzw. die verwendeten Polymere nicht völlig kompatibel
sind, tritt bei der Lagerung der PmB-Mischung eine Trennung
auf. Die Polymeren neigen dazu, teilweise aufzurahmen, und
gleichzeitig neigen die Asphalte des Bitumens zum Ausfällen.
Bei einem Vergleich des Erweichungspunktes (Ring-und-Kugel)
vom oberen Ende und vom Boden des Behälters, in dem die
Heißlagerung durchgeführt wird, wird ein erheblicher Unterschied
beobachtet.
Zur Überwindung dieser Lagerschwierigkeiten sind mehrere
Lösungen vorgeschlagen worden. So schlägt die EP-A3-01 46 163
das Einmischen der Mischung von Bitumen und der Polymere in
die Zuschläge vor (in dieser Druckschrift wird der US-Ausdruck
"Asphalt" verwendet).
Die EP-A1-02 05 774 lehrt die Verwendung eines zweiten Styrol-
Butadien-Kautschuks.
Gemäß der EP-A3-01 74 795 sollen 0,01 bis 0,6% Schwefel als
Zusatzstoff verwendet werden.
Die EP-A1-01 75 608 beschreibt die Verwendung einer Gammastrahlung
oder einer chemischen Verbindung mit Peroxiden und
Hydroperoxiden unter Wirkung von Sauerstoff.
Die EP-A1-00 96 638 lehrt die Verwendung von Polysulphiden.
Gelegentlich wird eine Grundmischung von Bitumen mit einem
hohen Polymeranteil hergestellt. Diese Grundmischung wird mit
Bitumen kurz vor der Verwendung auf eine gewünschte Menge des
Polymeren in der endgültigen Mischung zurückgemischt
(EP-A1-00 96 638).
Es ist eine Tatsache, daß es schwierig ist, kompatible
Mischungen mit langer Lagerstabilität, was keine Trennung in
der Mischung bedeutet, herzustellen.
Zur vollen Ausnutzung des Polymeren im PmB-Gemisch muß das
Polymere im Gemisch fein verteilt werden. Dies erfordert in
manchen Fällen die Verwendung langer Mischzeiten, hochgradiger
Schermischer und hoher Temperaturen. In manchen Fällen ist
es nicht möglich, bei allen Kombinationen von Polymerarten,
Bitumenarten, Polymermengen und Bitumenmengen diese feinen
Verteilungen herzustellen, selbst wenn lange Mischzeiten,
hochgradige Schermischgeräte oder hohe Temperaturen verwendet
werden. In manchen Fällen wird die feine Verteilung erst nach
einer teilweisen Depolymerisation und chemischen Umwandlung
des Polymeren erreicht.
Die endgültige PmB-Mischung besitzt eine gut definierte
Polymerkonzentration. In der Praxis ist es jedoch nicht so
selbstverständlich, daß sämtliche Asphaltmischungen die gleiche
Polymerkonzentration in der Mischung verlangen. Es ist sehr
gut möglich, daß ein Bauunternehmer zur gleichen Zeit mehrere
Baustellen mit verschiedenen Asphaltzusammensetzungen hat.
Die Verwendung eines fertig gemischten PmB bringt in solchen
Fällen Probleme mit sich. Der Unternehmer benötigt verschiedene
Gefäße zur Lagerung fertig gemischter Zusammensetzungen, die
in sich verschiedene Mengen von Polymeren enthalten.
Sobald sich das fertige PmB in dem Gefäß befindet, wird dieses
Gefäß für andere Bindemittel immobilisiert. Der Unternehmer
muß ferner die genaue Menge des fertigen PmB kaufen. Dieses
fertige PmB, das teuer ist, wird nicht in normalen Asphaltmischungen
wegen des in diesem Fall wirtschaftlichen Nachteils
verwendet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur
Herstellung von Asphaltmischungen zu schaffen, das die oben
angeführten Schwierigkeiten in bezug auf die Lagerungsstabilität
vermeidet und die Möglichkeit schafft, daß ein und dieselbe
Grundmischung für verschiedene Endpolymergehalte verwendet
werden kann.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch ein Verfahren gemäß
dem Patentanspruch 1 gelöst. Bei der Herstellung eines
Straightrun-Bitumens hängen die Eigenschaften des verbleibenden
Produkts im Vakuumturm von den Destillationsbedingungen in
diesem Vakuumturm ab: Temperatur, verbleibender Druck, Menge
des überhitzten Dampfes im Boden des Turms und Durchsatz.
Als Beispiel ist der Unterschied zwischen einem Straightrun-
Bitumen mit einer Durchdringung (Penetration) bei 25°C/5′′/100 gr
von 60 und einem mit einer Durchdringung (Penetration) von
40 die kleine Menge sehr schweren Öls zwischen dem echten
Siedepunkt einer 60-Durchdringung und dem einer 40-Durchdringung.
Dies sei die Ölmenge A.
Nimmt man danach die 40-Durchdringung und gibt die Menge A
des sehr schweren Öls zurück, beträgt die Durchdringung der
erhaltenen Mischung 60.
Gibt man mehr von diesem Öl zu (eine Menge A+X%), so wird
die Durchdringung des Endproduktes höher und der Erweichungspunkt
niedriger.
Wenn jetzt eine bestimmte Menge eines Polymeren (etwa 5%)
in die Menge A des sehr schwachen Öles eingemischt wird und
auf ein Bitumen mit einer 40-Durchdringung gegeben wird, besitzt
das Endprodukt die gleichen Eigenschaften wie die Mischung
einer 60-Durchdringung mit 5% des Polymeren, da die 40-Durchdringung
+A% des sehr schweren Öles eine 60-Durchdringung
ergibt.
Der große Vorteil der Vorgemisch-Mischung zwischen dem Polymeren
und (sehr) schwerem Öl, das in dem Verfahren gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet wird, ist die absolute Stabilität
dieses Gemisches. Die Verarbeitungszeit ist sozusagen unendlich.
Diese Mischung kann bei 165°C sehr lange ohne jede Trennung
gelagert werden.
Ein weiterer Vorteil ist die sehr kurze Mischzeit (15 bis 30
Minuten) zwischen dem Polymeren und dem (sehr) schweren Öl
zur Herstellung der Vormischung. Übliche Niedrig-Scher-Mischer
sind zur Herstellung der Vormischung ausreichend.
Zum Einmischen eines Polymeren in ein Bitumen ist bei
Befolgung der klassischen Herstellungsart die Mischzeit sehr
viel länger. Eine normale Mischzeit liegt, selbst bei Hoch-
Scher-Mischern, zwischen 2 und 10 Stunden.
Außerdem kann bei dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
das verwendete Bitumen ein 40-Durchdringungs-Bitumen sein.
Dies bedeutet einen Vorteil angesichts der Tatsache, daß ein
40-Durchdringungs-Bitumen eine reguläre Qualität im Werk ist.
Dies bedeutet wiederum den weiteren Vorteil, daß der Unternehmer
seinen gewöhnlichen Grundbitumentank verwenden kann.
Durch Verwendung der gleichen Vormischung und des gleichen
Grundbitumens ist es möglich, mit verschiedenen Vormischungsmengen
nahezu die gleiche Enddurchdringung der Endmischung
mit unterschiedlichen Erweichungspunkten zu erhalten. Diese
Erweichungspunkte korrespondieren mit verschiedenen Endmengen
des Polymeren in der Asphaltendmischung (vgl. nachfolgendes
Beispiel 8).
Das Verfahren nach der Erfindung kann chargenweise oder
kontinuierlich mit Einrichtungen durchgeführt werden, die von
herkömmlichen Verfahren zur Herstellung von Asphaltmischungen,
die mineralischen Zuschläge, zumindest ein Polymeres und Bitumen
enthalten, bekannt sind.
Gemäß einer Ausführungsform zur Durchführung des Verfahrens
gemäß der Erfindung in einem chargenweisen Betrieb werden die
mineralischen Zuschläge zuerst mit dem Vorgemisch des schweren
bis sehr schweren Öls und des bzw. der Polymeren gemischt,
vorzugsweise bis das Vorgemisch zumindest im wesentlichen
gleichmäßig in der Mischung verteilt ist, wonach das Bitumen
zugesetzt und das Mischen fortgesetzt wird, bis eine gleichmäßige
Verteilung des Bitumens in der Mischung erreicht worden
ist.
Nach einer weiteren Ausführungsform zur Durchführung des Verfahrens
nach der Erfindung im Chargenbetrieb werden die
mineralischen Zuschläge zuerst mit dem Bitumen gemischt, vorzugsweise
bis das Bitumen zumindest im wesentlichen gleichmäßig
in der Mischung verteilt ist, woraufhin das Vorgemisch zugesetzt
und das Mischen fortgesetzt wird, bis eine gleichmäßige Verteilung
des Vorgemisches in der Mischung erreicht worden ist.
Nach einer dritten Ausführungsform zur Durchführung des Verfahrens
nach der vorliegenden Erfindung im Chargenbetrieb werden
das Vorgemisch und das Bitumen gleichzeitig den mineralischen
Zuschlägen während des Mischens zugesetzt, und das Mischen
wird fortgesetzt, bis eine gleichmäßige Verteilung des
Vorgemisches und des Bitumens in der Mischung erreicht worden
ist.
Wenn das Verfahren nach der Erfindung kontinuierlich durchgeführt
wird, werden die zu mischenden Materialien kontinuierlich
durch ein Mischgerät unter Durchmischung hindurchgeführt, wobei
das Vorgemisch und das Bitumen den mineralischen Zuschlägen
vorzugsweise bei verschiedenen Stufen während des Durchgangs
der Zuschlagstoffe durch die Mischvorrichtung zugeführt werden.
Das Vorgemisch und das Bitumen können in einer willkürlichen
Reihenfolge den mineralischen Zuschlägen zugeführt werden,
jedoch wird vorzugsweise das Vorgemisch zuerst und das Bitumen
in einer Stufe zugesetzt, in der eine zumindest einigermaßen
gleichmäßige Verteilung des Vorgemisches in der Mischung mit
den mineralischen Zuschlägen erreicht worden ist.
Die z. Zt. am meisten bevorzugte Art der Durchführung der Erfindung
ist ein chargenweiser Betrieb, bei dem das Vorgemisch
den mineralischen Zuschlägen in einer Mischvorrichtung unter
Durchdringung zugesetzt und nach Erreichen einer zumindest
im wesentlichen gleichmäßigen Verteilung des Vorgemisches in
der Mischung das Bitumen zugesetzt und das Mischen fortgesetzt
wird, bis eine gleichmäßige Verteilung des Bitumens in der
Mischung erreicht worden ist.
Die in dem Verfahren der Erfindung verwendeten mineralischen
Zuschläge können die üblicherweise bei Asphaltmischungen verwendeten
sein und Steine sowie Sandmaterialien umfassen.
Beispiele von Steinmaterialien bei derartigen mineralischen
Zuschlägen sind Kies, Porphyr, Granit, Dolerit, Kalkstein und
viele andere Steinsorten.
Beispiele von Sandmaterialien bei derartigen mineralischen
Zuschlägen sind die gemahlenen Sande der oben erwähnten Steine
und ferner natürliche Sande.
Die in dem Verfahren gemäß der Erfindung zu verwendenden
Polymere sind beispielsweise alle Arten von Polymeren, die
normalerweise in der Asphaltindustrie verwendet werden, vorausgesetzt,
daß sie mit den schweren bis sehr schweren Ölen
kompatibel sind, z. B. SBS, EVA und EPDM.
Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung können
Füllstoffe und/oder Fasern gesondert von den Arbeitsgängen
A und B zugesetzt werden.
Alle üblicherweise in Asphaltmischungen verwendeten Füllstoffe
und Fasern werden für eine Verwendung gemäß dieser Ausführungsform
der Erfindung für geeignet gehalten, z. B. Füllstoffe wie
Feinmaterial der oben erwähnten Steine, Flugasche, Zement,
Kalk, Stäube, Feinstoffe aus chemischen Prozessen und andere,
sowie Fasern, wie Cellulosefasern, Gesteinsfasern, Asbest und
andere.
Nach der vorliegenden Erfindung kann eine Reihe von Ölen zur
Herstellung des Vorgemisches verwendet werden. Der Ausdruck
"schweres bis sehr schweres Öl" wird im Vorstehenden und in
den Ansprüchen zur Bezeichnung öliger Substanzen von erheblicher
Viskosität verwendet. Im allgemeinen soll die Viskosität
(gemessen mit einem Höppler-Viskosimeter bei 40°C) zumindest
50 mm²/s, vorzugsweise zumindest 200 mm²/s, insbesondere
zumindest 400 mm²/s, betragen. Öle, die eine wie oben angegeben
gemessene Viskosität von 1000 bis 2000 mm²/s oder darüber aufweisen,
werden als "sehr schwere Öle" angesehen. Im allgemeinen
ist die Viskosität niedriger als 9000 mm²/s, vorzugsweise
niedriger als 4000 mm²/s.
Beispiele von Erzeugnissen, die als schweres bis sehr schweres
Öl gemäß der Erfindung verwendet werden können, sind Schmieröle,
schwere und sehr schwere Erdöldestillate, Extrakte, Prozeßöle,
Teeröle, Rückstandsöle aus Krackvorgängen, Weichbitumen und
Mischungen derartiger Erzeugnisse.
Die Menge dieser Öle im Vorgemisch hängt von der Lös- und
Mischbarkeit sowie der Arbeits- und Lagertemperatur ab. Im
allgemeinen beträgt die Ölmenge 30 bis 99 Gew.-% des Vorgemisches,
insbesondere 55 bis 90 Gew.-% des Vorgemisches und
vorzugsweise 64 bis 85 Gew.-% des Vorgemisches.
Die Mischung der Zuschläge mit dem Vorgemisch und dem Bitumen
ruft eine ausgezeichnete Verteilung der Polymere durch das
gesamte Asphaltgemisch hindurch hervor.
Nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
dem Bitumen ein Vernetzungsmittel vor dem oben erwähnten Arbeitsgang
B oder während des Arbeitsgangs B den dem Mischen
ausgesetzten Materialien zugesetzt.
Ein Vorteil dieser Ausführungsform liegt in der Erhöhung der
Stabilität der Asphaltmischung beim Lagern.
Ein weiterer Nachteil dieser Ausführungsform ist der Überschuß
an mechanischer Festigkeit, den man durch diese Vernetzung
des Polymeren erhält. Jedoch liegt ein Nachteil beim Eingeben
eines Vernetzungsmittels in das fertiggemischte Polymer-Bitumen
in der Tatsache, daß die Gesamtmenge des Polymeren niedrig
(3 bis 5 Gew.-% berechnet nach dem Bitumengewicht) gehalten
werden muß, um eine ausreichende Pumpfähigkeit zu gewährleisten.
Wenn nämlich höhere Polymermengen verwendet werden, findet
ein schnelles Erstarren mit all seinen negativen Erscheinungen
statt.
Die vorliegende Erfindung sieht eine Lösung auch für diese
Schwierigkeit insofern vor, als das Vernetzungsmittel in das
Grundbitumen (45-Eindringung oder jedes andere Bitumen) eingemischt
werden kann, das im Werk für den Mischvorgang bei der
vorliegenden Erfindung verwendet wird. In diesem Fall muß das
Vernetzungsmittel eine ausreichende Hitzestabilität für eine
längere Kontaktzeit mit Bitumen bei erhöhter Temperatur (150°C
bis 175°C) aufweisen.
Das Vernetzungsmittel wird unter den herkömmlicherweise für
Vernetzungen des jeweiligen bei der vorliegenden Erfindung
verwendeten Polymeren zur Anwendung kommenden Substanzen
ausgewählt.
Als Bitumen können auch alle Arten von herkömmlicherweise in
klassischen Asphaltmischungen verwendeten Bindemitteln bei der
vorliegenden Erfindung Anwendung finden. Beispiele derartiger
Bindemittel sind Straightrun-Bitumen, halbgeblasenes Bitumen,
lösungsmittelextrahiertes Bitumen, gekracktes Rückstandsbitumen,
Teer und Mischungen zumindest zweier derartiger Materialien.
Die folgenden Beispiele werden zu Veranschaulichungszwecken
gegeben und sind nicht als eine Beschränkung der beschriebenen
Erfindung zu werten.
Erweichungspunkt: gemessen nach ASTM Nr. D 36
Durchdringung (Penetration): gemessen nach ASTM Nr. D 5
Brechpunkt nach Fraaß: gemessen nach DIN Nr. 52012
Viskosität: gemessen mit Höppler-Viskosimeter
Marshall-Verdichtung: Zur Herstellung einer Marshall-Tablette in einer Form von 4 Zoll (102 mm) Durchmesser wird eine ausreichende Menge beschichteter Asphaltmischung eingegeben, um nach einer Verdichtung eine Dicke von nahezu 2½ Zoll (64 mm) zu ergeben. Die Verdichtung erfolgt mit einem Fallgewichthammer (Gewicht: 4,54 kg; Fallhöhe: 45,7 mm) mit 50 Schlägen auf jede Seite der Tablette.
Durchdringung (Penetration): gemessen nach ASTM Nr. D 5
Brechpunkt nach Fraaß: gemessen nach DIN Nr. 52012
Viskosität: gemessen mit Höppler-Viskosimeter
Marshall-Verdichtung: Zur Herstellung einer Marshall-Tablette in einer Form von 4 Zoll (102 mm) Durchmesser wird eine ausreichende Menge beschichteter Asphaltmischung eingegeben, um nach einer Verdichtung eine Dicke von nahezu 2½ Zoll (64 mm) zu ergeben. Die Verdichtung erfolgt mit einem Fallgewichthammer (Gewicht: 4,54 kg; Fallhöhe: 45,7 mm) mit 50 Schlägen auf jede Seite der Tablette.
Zugspannung:
Die Zugspannung wird in einem Durchmesser kompressionstest mit einer Marshall-Presse gemessen. In dieser Presse wird eine Marshall-Tablette zwischen zwei horizontalen Platten gepreßt. Diese Anordnung der Tablette führt zu einem Zug in der beide Kontaktlinien verbindenden Durchmesserebene. Die Zugspannung wird wie folgt berechnet:
Die Zugspannung wird in einem Durchmesser kompressionstest mit einer Marshall-Presse gemessen. In dieser Presse wird eine Marshall-Tablette zwischen zwei horizontalen Platten gepreßt. Diese Anordnung der Tablette führt zu einem Zug in der beide Kontaktlinien verbindenden Durchmesserebene. Die Zugspannung wird wie folgt berechnet:
P = maximaler Druck in N
h = Dicke der Tablette in cm
D = Durchmesser der Tablette in cm (= 4 Zoll)
h = Dicke der Tablette in cm
D = Durchmesser der Tablette in cm (= 4 Zoll)
Iatroscan-Analyse:
Das Iatroscan-Gerät (TH 10), hergestellt von Iatron Laboratories Inc., Tokyo, Japan, kann eine chemische Analyse des Bitumens geben. Zur Trennung der gesättigten Kohlenwasserstoffe wird normales Heptan verwendet; zur Trennung der aromatischen Kohlenwasserstoffe wird ein Gemisch von 80% Toluol und 20% normales Heptan verwendet; zur Trennung der Harze wird ein Gemisch von 95% Dichlormethan und 5% Methanol verwendet. Die Asphaltene bleiben ungelöst.
Das Iatroscan-Gerät (TH 10), hergestellt von Iatron Laboratories Inc., Tokyo, Japan, kann eine chemische Analyse des Bitumens geben. Zur Trennung der gesättigten Kohlenwasserstoffe wird normales Heptan verwendet; zur Trennung der aromatischen Kohlenwasserstoffe wird ein Gemisch von 80% Toluol und 20% normales Heptan verwendet; zur Trennung der Harze wird ein Gemisch von 95% Dichlormethan und 5% Methanol verwendet. Die Asphaltene bleiben ungelöst.
OF 60: sehr schweres Öl aus der Destillation
von Laguna-Rohmaterial
d₁₅ 0,9817
Viskosität: 40°C, mm²/s 2250
Flammpunkt: °C 225
d₁₅ 0,9817
Viskosität: 40°C, mm²/s 2250
Flammpunkt: °C 225
Zusammensetzung (Iatroscan):
Asphaltene % 12,06
Harze % 15,23
aromatische Kohlenwasserstoffe % 54,48
gesättigte Kohlenwasserstoffe % 16,13
Asphaltene % 12,06
Harze % 15,23
aromatische Kohlenwasserstoffe % 54,48
gesättigte Kohlenwasserstoffe % 16,13
H 450: schweres Nynas-Prozeßöl
d₁₅ 0,938
Viskosität: 40°C, mm²/2 430
Flammpunkt: °C 220
d₁₅ 0,938
Viskosität: 40°C, mm²/2 430
Flammpunkt: °C 220
Zusammensetzung (Iatroscan):
Asphaltene % 1,05
Harze % 4,42
aromatische Kohlenwasserstoffe % 53,07
gesättigte Kohlenwasserstoffe % 41,01
Asphaltene % 1,05
Harze % 4,42
aromatische Kohlenwasserstoffe % 53,07
gesättigte Kohlenwasserstoffe % 41,01
TF 60: sehr schweres experimentelles Nynas-Prozeßöl
Viskosität: 40°C, mm²/s 1815
Viskosität: 40°C, mm²/s 1815
Zusammensetzung (Iatroscan):
Asphaltene % 2,01
Harze % 50,98
aromatische Kohlenwasserstoffe % 42,59
gesättigte Kohlenwasserstoffe % 2,45
Asphaltene % 2,01
Harze % 50,98
aromatische Kohlenwasserstoffe % 42,59
gesättigte Kohlenwasserstoffe % 2,45
Asphalt der Güteklasse offen wird als Verschleißschicht
verwendet. Der Asphalt der Güteklasse offen ermöglicht eine
horizontale Wasserdrainage. Polymer-Bitumen-(PmB)-Bindemittel
werden bei dieser Art von Zusammensetzungen extensiv verwendet.
Die bei den Versuchen verwendete Zuschlaggrundzusammensetzung
war die folgende: (= Standart-Zuschlagmischung Güteklasse offen)
gebrochener Kies 7/10 (Wichte: 2,637): 82% (Gew.)
gebrochener Kiessand (Wichte: 2,681): 13% (Gew.)
Füllstoff Typ II (Flugaschenmischung, Dichte: 2,489): 5% (Gew.)
gebrochener Kiessand (Wichte: 2,681): 13% (Gew.)
Füllstoff Typ II (Flugaschenmischung, Dichte: 2,489): 5% (Gew.)
In den nachfolgenden Beispielen werden die angegebenen Mengen
des Vorgemisches und des Bitumens stets als ein Prozentsatz
von 100 Gewichtsteilen des als "Standart-Zuschlagsmischung"
bezeichneten Zuschlags ausgedrückt.
Das Mischen wurde in einem Mischer bei einer Temperatur von
175°C durchgeführt.
In einer ersten Stufe wurden die Steine und Sandbestandteile
der Standart-Zuschlagmischung Güteklasse offen (siehe oben)
mit 1,25% PMHS 1 Minute gemischt. Sodann wurde in einem zweiten
Schritt 3,75% Bitumen, 45-Durchdringung, zugesetzt und das
Mischen für eine ½ Minute fortgesetzt. Schließlich wurden
in einem dritten Schritt die Füllstoffbestandteile der Standard-
Zuschlagmischung Güteklasse offen zugesetzt und das Mischen
eine Minute lang fortgesetzt.
Eigenschaften der erhaltenen Asphaltmischung:
Zugspannung bei 45°C : 6,95 N/cm²
Verformung: 1,7%
Verformung: 1,7%
PMHS besteht aus
75% (Gew.) Nynas-Prozeßöl H 450
25% (Gew.) SBS TR 1101 (Shell)
25% (Gew.) SBS TR 1101 (Shell)
Die oben erwähnte Mischung (1,25% PMHS und 3,75% Bitumen,
45-Durchdringung) enthält 25%×1,25=31,25 auf
Der Öl-+Bitumenteil beträgt:
=4,6875 Teile,
was bedeutet:
was bedeutet:
Die Mischung von 20% Öl H 450 und 80% Bitumen 45-Durchdringung
hat eine Durchdringung von 277 bei 25°C/100 g/5′′.
75% Öl H 450 und 25% SBS TR 1101 hat die folgenden
Viskositäten:
bei
122°C: 4023 mm²/s
144°C: 1486 mm²/s
175°C: 477 mm²/s
122°C: 4023 mm²/s
144°C: 1486 mm²/s
175°C: 477 mm²/s
Das allgemeine Verfahren des Versuchs 1 wurde unter Verwendung
der folgenden Parameter wiederholt:
Standard-Zuschlagmischung Güteklasse offen
Mischtemperatur: 150°C
Mischtemperatur: 150°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+5% Bitumen 276-Durchdringung: 1 min
Stufe 2: +Füllstoff: 1 min
Zugspannung bei 45°C: 4,62 N/cm²
Verformung: 1,7%
Stufe 1: Steine+Sand+5% Bitumen 276-Durchdringung: 1 min
Stufe 2: +Füllstoff: 1 min
Zugspannung bei 45°C: 4,62 N/cm²
Verformung: 1,7%
Dieses Beispiel zeigt eindeutig, daß das Polymere einen sehr
aktiven Teil bei der mechanischen Widerstandsfähigkeit einnimmt.
Sollte SBS nicht im Bitumen über das gesamte Asphaltgemisch
fein verteilt worden sein, sondern statt dessen als ungebundenes
Material vorhanden sein, würde das endgültige Bindemittel im
Versuch 1 ein weiches Bitumen mit etwa 275 Durchdringung sein.
Wie im Versuch 2 gezeigt, wäre die Zugspannung dann niedrig.
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter ausgeführt:
Standard-Zuschlagmischung Güteklasse offen
Mischtemperatur: 175°C
Mischtemperatur: 175°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+3,75% Bitumen 45- Durchdringung: 1,2 min
Stufe 2: Polymer-Bitumen: 1,25% Mischung PMF: 1 min
[Polymer-Mischung PMF=80% (Gew.) OF 60+20% (Gew.) SBS Finaprene 411 (von Fina)]
Stufe 3: +Füllstoff: weiteres Mischen: 1 min
Zugspannung bei 45°C: 8,76 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Stufe 1: Steine+Sand+3,75% Bitumen 45- Durchdringung: 1,2 min
Stufe 2: Polymer-Bitumen: 1,25% Mischung PMF: 1 min
[Polymer-Mischung PMF=80% (Gew.) OF 60+20% (Gew.) SBS Finaprene 411 (von Fina)]
Stufe 3: +Füllstoff: weiteres Mischen: 1 min
Zugspannung bei 45°C: 8,76 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Die Durchdringung der Mischung von 3,75 Gewichtsteilen Bitumen
45-Durchdringung+1,25 Gewichtsteilen PMF beträgt 94.
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter ausgeführt:
Mischtemperatur: 160°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+5% Straightrun-Bitumen, 95-Durchdringung: 1 min
Stufe 2: +Füllstoff: weiteres Mischen: 1 min
Zugspannung bei 45°C: 8,66 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Stufe 1: Steine+Sand+5% Straightrun-Bitumen, 95-Durchdringung: 1 min
Stufe 2: +Füllstoff: weiteres Mischen: 1 min
Zugspannung bei 45°C: 8,66 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Gleiche Zusammensetzung der Arbeitsbedingungen wie im Versuch 2
jedoch unter Verwendung von Straightrun-Bitumen 190-
Durchdringung anstelle von 95-Durchdringung.
Zugspannung bei 45°C: 6,28 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Verformung: 1,7%.
Dieses Beispiel zeigt den aktiven Beitrag des Polymeren zu
den Endeigenschaften des Asphalts.
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung Güteklasse offen
Mischtemperatur: 175°C
Mischtemperatur: 175°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+3,5% Bitumen, 45- Durchdringung: 1/2 min
Stufe 2: +Polymer-Bitumen: 1,5% PMF-Mischung: 1 min
[Polymer-Mischung PMF: 80% (Gew.) OF 60+20% (Gew.) SBS Finaprene F 411 (von Fina)]
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min.
Zugspannung bei 45°C: 7,74 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Stufe 1: Steine+Sand+3,5% Bitumen, 45- Durchdringung: 1/2 min
Stufe 2: +Polymer-Bitumen: 1,5% PMF-Mischung: 1 min
[Polymer-Mischung PMF: 80% (Gew.) OF 60+20% (Gew.) SBS Finaprene F 411 (von Fina)]
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min.
Zugspannung bei 45°C: 7,74 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung Güteklasse offen
Mischtemperatur: 175°C
Mischtemperatur: 175°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+1,5% PMF-Mischung: 1 min
Stufe 2: +3,5% Bitumen 45-Durchdringung: 1 min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min
Zugspannung bei 45°C: 7,75 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Stufe 1: Steine+Sand+1,5% PMF-Mischung: 1 min
Stufe 2: +3,5% Bitumen 45-Durchdringung: 1 min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min
Zugspannung bei 45°C: 7,75 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Dieses Beispiel zeigt, daß die Endeigenschaften der Mischungen
die gleichen sind, unabhängig von der Mischreihenfolge: Zuerst
Vormischung des Polymeren und (sehr) schweren Öls und dann
Bitumen oder erst Bitumen und dann Vormischen des Polymeren
und (sehr) schweren Öls.
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 mit den folgenden Parametern
durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung Güteklasse offen
Mischtemperatur: 175°C
Mischtemperatur: 175°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+1,25% Mischung PMTSF: 1 min
[Polymer-Mischung PMTFS=75% (Gew.) Öl TF 60+25% (Gew.) SBS TR 1101]
Stufe 2: +Bitumen 45-Durchdringung: 1 min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min
Zugspannung bei 45°C: 10,58 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Stufe 1: Steine+Sand+1,25% Mischung PMTSF: 1 min
[Polymer-Mischung PMTFS=75% (Gew.) Öl TF 60+25% (Gew.) SBS TR 1101]
Stufe 2: +Bitumen 45-Durchdringung: 1 min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min
Zugspannung bei 45°C: 10,58 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Dieses Beispiel zeigt die sehr hohe Zugspannung bei 45°C bei
Verwendung von Versuchsöl Nynas TF 60.
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung Güteklasse offen
Mischtemperatur: 175°C
Mischtemperatur: 175°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+1,25% Polymer-Bitumen, PMS: 1 min
[Polymer-Mischung PMS=80% (Gew.) Öl OF 60+20% (Gew.) Cariflex TR 1101]
Stufe 2: +3,75% Bitumen 45-Durchdringung: 1 min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min
Zugspannung bei 45°C: 7,56 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Stufe 1: Steine+Sand+1,25% Polymer-Bitumen, PMS: 1 min
[Polymer-Mischung PMS=80% (Gew.) Öl OF 60+20% (Gew.) Cariflex TR 1101]
Stufe 2: +3,75% Bitumen 45-Durchdringung: 1 min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min
Zugspannung bei 45°C: 7,56 N/cm²
Verformung: 1,7%.
80% (Gew.) Öl OF 60+20% (Gew.) Cariflex TR 1101 (Shell)
hat die folgenden Viskositäten:
bei 129°C: 1074 mPa · s
bei 149°C: 616 mPa · s
bei 175°C: 337 mPa · s
bei 149°C: 616 mPa · s
bei 175°C: 337 mPa · s
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung.
Mischtemperatur: 175°C
Mischtemperatur: 175°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+1,25% PMS: 1 min
Stufe 2: +3,75% Bitumen 45-Durchdringung mit 0,3% Vernetzungsmittel Si 69
Degussa (berechnet auf 100% Bitumen): 1 min
Zugspannung bei 45°C: 9,15 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Stufe 1: Steine+Sand+1,25% PMS: 1 min
Stufe 2: +3,75% Bitumen 45-Durchdringung mit 0,3% Vernetzungsmittel Si 69
Degussa (berechnet auf 100% Bitumen): 1 min
Zugspannung bei 45°C: 9,15 N/cm²
Verformung: 1,7%.
Dieses Beispiel zeigt den bedeutenden Anstieg in der Zugspannung,
wenn in der Bitumenphase ein Vernetzungsmittel zugesetzt
wird.
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung Güteklasse offen
Mischtemperatur: 175°C
Mischtemperatur: 175°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+1,25% PMHS: 1 min
(75% Öl H 450+25% SBS TR 1101) (Shell)
Stufe 2: +3,75% Bitumen 45-Durchdringung: 1 min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min.
Stufe 1: Steine+Sand+1,25% PMHS: 1 min
(75% Öl H 450+25% SBS TR 1101) (Shell)
Stufe 2: +3,75% Bitumen 45-Durchdringung: 1 min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min.
Anmerkung: Die Durchdringung einer Mischung zwischen 1,25
Gewichtsteilen PMHS und 3,75 Gewichtsteilen Bitumen 45-Durchdringung
beträgt 98.
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung Güteklasse offen
Mischtemperatur: 155°C
Mischtemperatur: 155°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+5% Straightrun-Bitumen 95-Durchdringung: 1 min
Stufe 2: +Füllstoff: 1 min.
Stufe 1: Steine+Sand+5% Straightrun-Bitumen 95-Durchdringung: 1 min
Stufe 2: +Füllstoff: 1 min.
Dieses Beispiel zeigt als erstes deutlich die Wichtigkeit des
Zusatzes von Polymeren zum Bitumen. Bei niedrigen Temperaturen
ist die Zugspannung viel niedriger für PmB-Mischungen als für
Straightrun-Bitumen der gleichen Durchdringung bei 25°C. Dies
bedeutet, daß die Mischungen mit Straightrun-Bitumen sehr viel
empfindlicher gegenüber Ermüdung und Rißbildung bei niedrigen
Temperaturen sind als die Polymer-Bitumen-Asphaltmischungen.
Andererseits zeigen die Mischungen mit PmB bei erhöhten
Temperaturen eine höhere Zugspannung, was die größere
Widerstandsfähigkeit gegen Riefenbildung anzeigt.
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung Güteklasse offen
Mischtemperatur: 175°C
Mischtemperatur: 175°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+Vormischung PMHS: 1 min
Stufe 2: +Bitumen 45-Durchdringung: 1 min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min
Stufe 1: Steine+Sand+Vormischung PMHS: 1 min
Stufe 2: +Bitumen 45-Durchdringung: 1 min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min
1 A: Vormischung PMHS: 3,0%
Bitumen 45-Durchdringung: 1,0%
Gesamt: 4,0%
Durchdringung=98
Bitumen 45-Durchdringung: 1,0%
Gesamt: 4,0%
Durchdringung=98
1 B: Vormischung PMHS: 3,375%
Bitumen 45-Durchdringung: 1,125%
Gesamt: 4,5%
Durchdringung=98
Bitumen 45-Durchdringung: 1,125%
Gesamt: 4,5%
Durchdringung=98
1 C: Vormischung PMHS: 3,75%
Bitumen 45-Durchdringung: 1,25%
Gesamt: 5,0%
Durchdringung=98
Bitumen 45-Durchdringung: 1,25%
Gesamt: 5,0%
Durchdringung=98
1 D: Vormischung PMHS: 4,125%
Bitumen 45-Durchdringung: 1,375%
Gesamt: 5,5%
Durchdringung=98
Bitumen 45-Durchdringung: 1,375%
Gesamt: 5,5%
Durchdringung=98
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung Güteklasse offen
Mischtemperatur: 160°C
Mischtemperatur: 160°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+Bitumen 95-Durchdringung: 1 min
Stufe 2: +Füllstoff: 1 min
Stufe 1: Steine+Sand+Bitumen 95-Durchdringung: 1 min
Stufe 2: +Füllstoff: 1 min
2A: 4,0% Straightrun-Bitumen 95-Durchdringung
2B: 4,5% Straightrun-Bitumen 95-Durchdringung
2C: 5,0% Straightrun-Bitumen 95-Durchdringung
2D: 5,5% Straightrun-Bitumen 95-Durchdringung
(Die Mischung 2D ist "sehr fett", eine unbekannte Menge des Bitumens spülte von den Zuschlagstoffen ab).
2B: 4,5% Straightrun-Bitumen 95-Durchdringung
2C: 5,0% Straightrun-Bitumen 95-Durchdringung
2D: 5,5% Straightrun-Bitumen 95-Durchdringung
(Die Mischung 2D ist "sehr fett", eine unbekannte Menge des Bitumens spülte von den Zuschlagstoffen ab).
Dieses Beispiel zeigt, daß die hohe Zugspannung im Straightrun-
Bitumen, verglichen mit der viel niedrigeren Zugfestigkeit
der PmB-Asphaltmischungen (bei 15°C) nicht der Bindermenge
in der Asphaltmischungszusammensetzung zuzuschreiben ist,
sondern direkt der Beschaffenheit des Binders.
Eine Grund-PMF-Mischung aus 80% (Gew.) OF 60,
20% (Gew.) Finaprene 411 (Fina)
wurde mit Straightrun-Bitumen 45-Durchdringung während 30 min
bei 175°C gemischt.
Dieses Beispiel veranschaulicht den Einfluß einer Veränderung
in der Menge der Vormischung PMF, die zu verschiedenen entsprechenden
Polymermengen in den Polymer-Bitumen-Endmischungen
und den entsprechenden Erweichungspunkten und Enddurchdringungen
führt.
Die steigenden Mengen der PMF-Mischung bedeuten auch eine
stetige Zunahme an schwerem Öl.
Andererseits nimmt die verbleibende Menge des Bitumens
45-Durchdringung die ganze Zeit ab. Das Ergebnis dieser beiden
Wirkungen ist eine stetig weichere Mischung in dem Fall, daß
das sehr schwere Öl mit dem Bitumen gemischt worden ist, ohne
irgendeine vorteilhafte Wirkung des Polymeren.
Eine Grund-PMHF-Mischung aus 75% (Gew.) H 450 Öl,
25% (Gew.) Finaprene F 411 (Fina)
wurde mit Straightrun-Bitumen 45-Durchdringung während 1 Stunde
bei 190°C gemischt.
Dieser Versuch führt zu dem gleichen Schluß wie im Versuch 1
beschrieben.
Asphaltbeton wird in Verschleißschichten verwendet und hat
etwa die folgende Zusammensetzung (Gew.-%)
| Steine:|55% | |
| Sand: | 38% |
| Füllstoff: | 7% |
| Binder: | 5,8-6,0% |
Zum Herabsenken der Standardabweichungen bei den mechanischen
Eigenschaften wurde die maximale Steingröße in den Versuchen
auf 7 mm reduziert.
Die in den Versuchen verwendete Standardzusammensetzung ist
folgende:
| zerkleinerter Kiesel: | |
| 55% (Wichte: 2,637) | |
| natürlicher Flußsand: | 18% (Wichte: 2,650) |
| zerkleinerter Kiessand: | 20% (Wichte: 2,681) |
| Füller Typ II: | 7% (Wichte: 2,489) |
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung für Asphaltbeton
Mischtemperatur: 175°C
Mischtemperatur: 175°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+1,5% PMHS: 1 min
[Polymer PMHS=75% (Gew.) Öl H 450+25% (Gew.) SBS TR 1101] (Shell)
Stufe 2: +4,5% Bitumen 45-Durchdringung: ½ min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min.
Stufe 1: Steine+Sand+1,5% PMHS: 1 min
[Polymer PMHS=75% (Gew.) Öl H 450+25% (Gew.) SBS TR 1101] (Shell)
Stufe 2: +4,5% Bitumen 45-Durchdringung: ½ min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min.
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung für Asphaltbeton
Mischtemperatur: 160°C
Mischtemperatur: 160°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+6% Straightrun-Bitumen, 45-Durchdringung: 1 min
Stufe 2: +Füllstoff: 1 min
Stufe 1: Steine+Sand+6% Straightrun-Bitumen, 45-Durchdringung: 1 min
Stufe 2: +Füllstoff: 1 min
Dieses Beispiel zeigt deutlich die gleichen Beobachtungen,
wie sie mit dem Asphalt Güteklasse offen - vgl. Beispiel 6 -
gemacht wurden. Bei niedriger Temperatur zeigen die
Mischungen mit Polymer-Bitumen im Vormischungsprozeß eine viel
niedrigere Zugspannung. Dies bedeutet eine geringere Ermüdungsempfindlichkeit.
Bei höherer Temperatur zeigen die Mischungen
im Vormischungsprozeß mit Polymeren eine höhere Belastungsfestigkeit,
was einen höheren Widerstand gegenüber Riefenbildung
anzeigt.
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung für Asphaltbeton
Mischtemperatur: 175°C
Mischtemperatur: 175°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+1,5% PMOFE: 1 min
[Polymer-Mischung PMOFE=60% (Gew.) Öl OF 60=32% (Gew.) EVA Polybilt 100+103 gleiche Teile] (Exxon)
Stufe 2: +4,5% Bitumen 45-Durchdringung: ½ min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min
Zugspannung bei 15°C: 117 N/cm²
Verformung: 2,0%.
Stufe 1: Steine+Sand+1,5% PMOFE: 1 min
[Polymer-Mischung PMOFE=60% (Gew.) Öl OF 60=32% (Gew.) EVA Polybilt 100+103 gleiche Teile] (Exxon)
Stufe 2: +4,5% Bitumen 45-Durchdringung: ½ min
Stufe 3: +Füllstoff: 1 min
Zugspannung bei 15°C: 117 N/cm²
Verformung: 2,0%.
Die Enddurchdringung der Mischung:
1,5 Gewichtsteile PMOFE und 4,5 Gewichtsteile Bitumen 45-Durchdringung
ist: 133.
Das Mischen wurde wie im Beispiel 1 unter Verwendung der
folgenden Parameter durchgeführt:
Standard-Zuschlagmischung für Asphaltbeton
Mischtemperatur: 155°C
Mischtemperatur: 155°C
Mischen:
Stufe 1: Steine+Sand+6% Straightrun-Bitumen Durchdringung 133: 1 min
Stufe 2: +Füllstoff: 1 min.
Zugspannung bei 15°C: 136 N/cm²
Verformung: 2,9%.
Stufe 1: Steine+Sand+6% Straightrun-Bitumen Durchdringung 133: 1 min
Stufe 2: +Füllstoff: 1 min.
Zugspannung bei 15°C: 136 N/cm²
Verformung: 2,9%.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von mineralischen Zuschlagstoffen,
zumindest ein Polymeres und Bitumen enthaltenden Asphaltmischungen,
dadurch gekennzeichnet, daß die mineralischen
Zuschlagstoffe in willkürlicher Reihenfolge mit
- A) einem Vorgemisch von schwerem bis sehr schwerem Öl und zumindest einem Polymeren und
- B) dem Bitumen gemischt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Füllstoffe und/oder Fasern gesondert von den Verfahrensmerkmalen
A) und B) zugesetzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als schweres oder sehr schweres Öl ein schweres oder sehr
schweres Erdöldestillat, ein Extrakt, ein Prozeßöl, ein Teeröl,
ein Rückstandsöl aus einem Krackvorgang, ein Weichbitumen,
ein Weichteer oder eine Mischung von zumindest zwei derartigen
Materialien verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß das schwere oder sehr schwere Öl in einer Menge
von 30 bis 99 Gew.-% des Vorgemisches verwendet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Vernetzungsmittel dem Bitumen vor dem Schritt
B) oder den der Mischung unterworfenen Materialien während des
Schrittes B) zugesetzt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß als Bitumen ein Straightrun-Bitumen, ein
halbgeblasenes Bitumen, natürliches Bitumen, Teer oder eine
Mischung von zumindest zwei derartigen Materialien verwendet
wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| EP89850345A EP0422315A1 (de) | 1989-10-11 | 1989-10-11 | Verfahren zur Herstellung von Asphaltmassen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4032218A1 true DE4032218A1 (de) | 1991-04-18 |
Family
ID=8203269
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4032218A Withdrawn DE4032218A1 (de) | 1989-10-11 | 1990-10-11 | Verfahren zur herstellung von asphaltmischungen |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0422315A1 (de) |
| DE (1) | DE4032218A1 (de) |
| DK (1) | DK245590A (de) |
| FI (1) | FI904875A7 (de) |
| NO (1) | NO904376L (de) |
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE102014012857A1 (de) | 2014-09-01 | 2016-03-03 | Entex Rust & Mitschke Gmbh | Fahrbahn mit Asphaltschicht |
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- 1989-10-11 EP EP89850345A patent/EP0422315A1/de not_active Withdrawn
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- 1990-10-11 DE DE4032218A patent/DE4032218A1/de not_active Withdrawn
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| FI904875A0 (fi) | 1990-10-03 |
| FI904875A7 (fi) | 1991-04-12 |
| DK245590D0 (da) | 1990-10-11 |
| NO904376D0 (no) | 1990-10-10 |
| NO904376L (no) | 1991-04-12 |
| EP0422315A1 (de) | 1991-04-17 |
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