DE4032001C2 - - Google Patents
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K17/00—Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking
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- H03K17/945—Proximity switches
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Description
Die Erfindung betrifft einen induktiven Näherungsschalter mit einem von
außen beeinflußbaren induktiven Anwesenheitsindikator, insbesondere einem Oszillator, mit einem dem Anwesenheitsindikator nachgeordneten Schaltverstärker
und mit einem von dem Anwesenheitsindikator über den Schaltverstärker
steuerbaren elektronischen Schalter, z. B. einem Transistor, einem Thyristor
oder einem Triac, wobei zu dem Anwesenheitsindikator eine Indikatorimpedanz
mit einer Indikatorspule, eine gegensinnig in Reihe zu der Indikatorspule
geschaltete Kompensationsspule und ein der Indikatorspule und
der Kompensationsspule zugeordneter schalenförmiger Ferritkern gehören
und die Indikatorspule an der offenen Seite des schalenförmigen Ferritkerns
und die Kompensationsspule unterhalb der Indikatorspule angeordnet
ist (vgl. die DE-PS 37 35 694 und 32 44 449, im übrigen auch die DE-OS
35 13 403, die sich für einen entsprechenden Oszillator zeigt).
Wesentlicher Bestandteil eines induktiven Näherungsschalters ist in der Regel
ein von außen beeinflußbarer Oszillator. Dabei gilt für den Oszillator,
solange ein Metallteil einen vorgegebenen Abstand noch nicht erreicht hat, K × V = 1 mit K = Rückkopplungsfaktor und V = Verstärkungsfaktor des Oszillators;
d. h. der Oszillator schwingt. Erreicht das entsprechende Metallteil
den vorgegebenen Abstand, so führt die zunehmende Bedämpfung des Oszillators
zu einer Verringerung des Verstärkungsfaktors V, so daß K × V < 1 wird;
d. h. der Oszillator hört auf zu schwingen. Abhängig von den unterschiedlichen
Zuständen des Oszillators wird ein zu dem induktiven Näherungsschalter
gehörender Schalter, z. B. ein Transistor, ein Thyristor oder ein Triac, gesteuert.
Zum Stand der Technik wird im übrigen auf die DE-OSen 37 22 334 und
37 22 335 und auf die in diesen vorveröffentlichten Druckschriften aufgeführten
deutschen Offenlegungsschriften, Auslegeschriften und Patentschriften
verwiesen.
Treten in der Nähe eines induktiven Näherungsschalters starke magnetische
Felder auf, so treiben diese magnetischen Felder den Ferritkern in die Sättigung,
was die Induktivität der Indikatorimpedanz gravierend verändern und
damit den Resonanzwiderstand als detektierte Größe erheblich verfälschen
kann. Solche magnetischen Felder, im folgenden Fremdfelder genannt, entstehen
z. B. beim Elektroschweißen nahe den stromführenden Teilen.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, den induktiven Nährungsschal
ter, von dem die Erfindung ausgeht, möglichst fremdfeldunabhängig zu machen.
Der erfindungsgemäße induktive Näherungsschalter ist nun dadurch gekennzeichnet,
daß die Indikatorspule allseits einen möglichst großen Abstand zum
schalenförmigen Ferritkern hat, die Kompensationsspule als Flachspule ausgeführt
und auf dem Boden des schalenförmigen Ferritkerns angeordnet ist und
die Geometrie der Kompensationsspule so gewählt ist, daß sich die Induktivität
der Kompensationsspule zu einem Viertel aus dem Luftanteil und zu
drei Vierteln aus dem Ferritanteil zusammensetzt. Dadurch läßt sich erreichen,
daß die Indikatorimpedanz eine luftspulenähnliche Induktivität mit
luftspulenähnlichem Verhalten hat, so daß sich Fremdfelder praktisch nicht
auswirken.
Im einzelnen gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der Erfindung
auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird verwiesen auf den dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Patentanspruch und auf die folgende Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung; es zeigt
Fig. 1 das Ersatzschaltbild des Schwingkreises eines zu einem indukti
ven Näherungsschalter gehörenden Oszillators,
Fig. 2 den mechanischen und elektrischen Aufbau einer Indikatorimpe
danz eines erfindungsgemäßen induktiven Näherungsschalters und
Fig. 3 das zu der Indikatorimpedanz nach Fig. 2 gehörende Schaltbild.
Gegenstand der Erfindung ist ein induktiver Näherungsschalter mit einem von
außen beeinflußbaren induktiven Anwesenheitsindikator, z. B. einem Oszillator,
einem dem Anwesenheitsindikator nachgeordneten Schaltverstärker und einem
von dem Anwesenheitsindikator über den Schaltverstärker steuerbaren elektronischen
Schalter, z. B. einem Transistor, einem Thyristor oder einem Triac.
Das ist in den Figuren nicht dargestellt. Vielmehr wird insoweit auf die
DE-PS 37 35 694 sowie die DE-OSen 37 22 334 und 37 22 335 und auf die
in diesen vorveröffentlichten Druckschriften aufgeführten deutschen Offen
legungsschriften, Auslegeschriften und Patentschriften verwiesen.
Zu dem im übrigen nicht dargestellten Anwesenheitsindikator des im übrigen
nicht dargestellten induktiven Näherungsschalters gehört eine Indikatorim
pedanz 1 mit einer Indikatorspule 2 und einem der Indikatorspule 2 zugeord
neten Ferritkern 3.
Bei der Herleitung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe ist ausge
führt worden, daß starke magnetische Felder den Ferritkern 3 der Indikator
impedanz 1 in die Sättigung treiben können und daß dadurch die Induktivi
tät der Indikatorimpedanz 1 gravierend verändert und damit der Resonanzwi
derstand als detektierte Größe verfälscht werden kann. Das ergibt sich aus
dem in Fig. 1 dargestellten Ersatzschaltbild des Schwingkreises eines als
Oszillator ausgeführten Anwesenheitsindikators eines induktiven Näherungs
schalters. Mit
L = Induktivität der Indikatorimpedanz 1,
Rs = Widerstand der Indikatorimpedanz 1,
C = Kapazität des Schwingkreiskondensators 4,
S = Schaltabstand,
ω = Kreisfrequenz,
B = Induktionsflußdichte,
Rp = Widerstand des Parallelersatzwiderstandes bei Resonanz,
Rs = Widerstand der Indikatorimpedanz 1,
C = Kapazität des Schwingkreiskondensators 4,
S = Schaltabstand,
ω = Kreisfrequenz,
B = Induktionsflußdichte,
Rp = Widerstand des Parallelersatzwiderstandes bei Resonanz,
gelten zunächst mit guter Näherung folgende Gleichungen:
Rp = L/C · 1/Rs (1)
Die Beeinflussung des Widerstandes Rp des Parallelersatzwiderstandes wird
durch das totale Differential beschrieben:
dRp = dRp(S) + dRp(L) + dRp(ω) (3)
Die Summanden setzen sich aus den indikatorspezifischen Daten und den
schwingkreisspezifischen restlichen Differentialquotienten zusammen:
wobei
steht. Die restlichen Quotienten lassen sich mit Hilfe der abgeleiteten Glei
chungen (1) und (2) explizit ausdrücken, so daß man mit den Gleichungen (3)
bis (6) erhält:
Der rechte Summand in der Gleichung (7) definiert die magnetische Empfind
lichkeit der Indikatorimpedanz 1 in dem in Fig. 1 dargestellten Parallel
schwingkreis.
Induktive Näherungsschalter, die den Resonanzwiderstand, also den Parallel
ersatzwiderstand des Schwingkreises bei Resonanz, auswerten, können nicht
zwischen metallischer Bedämpfung, linker Term in der Gleichung (7), und
ihrer Störung unterscheiden, die im Takt von Schwankungen des magneti
schen Feldes auftritt. Die Lösung dieses Problems besteht daher erfindungs
gemäß in der Unterdrückung der magnetischen Beeinflussung, nämlich dadurch,
daß die magnetische Bedämpfung mit der zur Indikatorspule 2 gegensinnig be
stromten Kompensationsspule 5 im Wickelraum des Ferritkerns 3 kompensiert
wird. Die Fig. 2 zeigt, daß der Ferritkern 3 schalenförmig ausgeführt ist
sowie die Indikatorspule 2 und die Kompensationsspule 5 innerhalb des scha
lenförmig ausgeführten Ferritkerns 3 angeordnet sind.
Bei der beschriebenen und in Fig. 2 dargestellten Realisierung der Indika
torimpedanz 1 bilden sich zwei gegensinnig verlaufende magnetische Flüsse
aus, nämlich der Indikationsfluß ΦI und der Kompensationsfluß ΦK. Der
in der Indikatorimpedanz bleibende lokale Kompensationsfluß ΦK ist im
Gegensatz zum Indikationsfluß ΦI nicht von außen durch metallische Be
dämpfung beeinflußbar und vermindert daher die Empfindlichkeit des Nähe
rungsschalters. Trotzdem kann mit der beschriebenen Konfiguration die mag
netische Beeinflussung bei entsprechender Optimierung des Verhältnisses
Kompensationsfluß ΦK zu Indikationsfluß ΦI entscheidend vermindert wer
den. Wichtig ist hierzu das Dominieren des Indikationsflusses ΦI gegen
über dem Kompensationsfluß ΦK.
Wie die Fig. 2 zeigt, ist bei der Indikatorimpedanz 1 die Indikatorspule 2
an der offenen Seite des schalenförmigen Ferritkerns 3 und die Kompensations
spule 5 unterhalb der Indikatorspule 2 angeordnet.
Die Induktivität einer mit einem Ferritkern versehenen Spule setzt sich be
kanntlich zusammen aus dem Luftanteil und dem Ferritanteil.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Indikatorimpedanz 1 hat die Indikatorspu
le 2 allseits einen möglichst großen Abstand zum schalenförmigen Ferrit
kern 3 und ist die Kompensationsspule 5 als Flachspule ausgeführt und auf
dem Boden 6 des schalenförmigen Ferritkerns 3 angeordnet. Mit
L2 = Induktivität der Indikatorspule 2,
L2,l = Luftanteil der Induktivität der Indikatorspule 2,
L2,f = Ferritanteil der Induktivität der Indikatorspule 2,
L5 = Induktivität der Kompensationsspule 5,
L5,l = Luftanteil der Induktivität der Kompensationsspule 5,
L5,f = Ferritanteil der Induktivität der Kompensationsspule 5,
L2,l = Luftanteil der Induktivität der Indikatorspule 2,
L2,f = Ferritanteil der Induktivität der Indikatorspule 2,
L5 = Induktivität der Kompensationsspule 5,
L5,l = Luftanteil der Induktivität der Kompensationsspule 5,
L5,f = Ferritanteil der Induktivität der Kompensationsspule 5,
gilt:
L2 = L2,l + L2,f (8)
L5 = L5,l + L5,f (9).
Dadurch, daß die Indikatorspule 2 allseits einen möglichst großen Abstand
zum schalenförmigen Ferritkern 3 hat, gilt angenähert:
L2,l = L2,f (10).
Hinsichtlich der Kompensationsspule 5 kann durch eine entsprechende Spulen
geometrie erreicht werden, daß gilt:
L5 = 4 · L5,l (11).
Mit der Gleichung (9) gilt dann:
3 · L5,l = L5,f (12)
bzw.
L5,l = 1/3L5,f (13).
Geht man in grober Näherung von der Additivität der Induktivitäten der In
dikatorspule 2 und der Kompensationsspule 5 aus, so gilt für die Induktivi
tät der Reihenschaltung aus der Indikatorspule 2 und der Kompensationsspu
le 5:
L = L2,l + L2,f - L5,l - L5,f (14).
Macht man nun die Ferritanteile der Induktivität der Indikatorspule 2 und
der Induktivität der Kompensationsspule 5 gleich groß, also
L2,f = L5,f (15),
so vereinfacht sich die Gleichung (14) zu:
L = L2,l - L5,l (16).
Mit den Gleichungen (10), (13) und (15) gewinnt man einen groben Anhaltspunkt
dafür, wie die Indikatorspule 2 und die Kompensationsspule 5 für eine opti
male magnetische Kompensation ausgelegt sein müssen:
L = L5,f - 1/3L5,f = 2/3L5,f (17)
bzw.
L = 2/3L2,l (18).
Das Ergebnis ist also eine Indikatorimpedanz 1 und damit ein induktiver
Näherungsschalter mit luftspulenähnlicher Induktivität und luftspulenähn
lichem Verhalten; sieht man von den induzierten Spannungen ab, so bleiben
magnetische Felder, also Fremdfelder, praktisch ohne Einfluß.
Claims (2)
1. Induktiver Näherungsschalter mit einem von außen beeinflußbaren indukti
ven Anwesenheitsindikator, insbesondere einem Oszillator, mit einem dem An
wesenheitsindikator nachgeordneten Schaltverstärker und mit einem von dem
Anwesenheitsindikator über den Schaltverstärker steuerbaren elektronischen
Schalter, z. B. einem Transistor, einem Thyristor oder einem Triac, wobei
zu dem Anwesenheitsindikator eine Indikatorimpedanz mit einer Indikatorspule,
eine gegensinnig in Reihe zu der Indikatorspule geschaltete Kompensationsspule
und ein der Indikatorspule und der Kompensationsspule zugeordneter
schalenförmiger Ferritkern gehören, und die Indikatorspule an der
offenen Seite des schalenförmigen Ferritkerns und die Kompensationsspule
unterhalb der Indikatorspule angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Indikatorspule (2 ) allseits einen möglichst großen Abstand zum schalenförmigen
Ferritkern (3) hat, die Kompensationsspule (5) als Flachspule ausgeführt
und auf dem Boden (6) des schalenförmigen Ferritkerns (3) angeordnet
ist und die Geometrie der Kompensationsspule (5) so gewählt ist, daß
sich die Induktivität der Kompensationsspule (5) zu einem Viertel aus dem
Luftanteil und zu drei Vierteln aus dem Ferritanteil zusammensetzt.
2. Induktiver Näherungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die aus dem Ferritanteil resultierende "Ferritindikatorinduktivität"
der Indikatorspule (2) etwa so groß ist wie die aus dem Ferritanteil der
Kompensationsspule (5) resultierende "Ferritkompensationsinduktivität".
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904032001 DE4032001A1 (de) | 1990-10-09 | 1990-10-09 | Induktiver naeherungsschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904032001 DE4032001A1 (de) | 1990-10-09 | 1990-10-09 | Induktiver naeherungsschalter |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4032001A1 DE4032001A1 (de) | 1992-05-27 |
| DE4032001C2 true DE4032001C2 (de) | 1993-05-19 |
Family
ID=6415932
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904032001 Granted DE4032001A1 (de) | 1990-10-09 | 1990-10-09 | Induktiver naeherungsschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4032001A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4427283C1 (de) * | 1994-08-02 | 1995-05-24 | Schmersal K A Gmbh & Co | Induktiver Näherungsschalter |
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| DE4313084C2 (de) * | 1993-04-21 | 1995-11-23 | Ifm Electronic Gmbh | Induktiver Näherungsschalter |
| DE4328366C3 (de) * | 1993-08-24 | 1998-11-12 | Ifm Electronic Gmbh | Näherungsschalter |
| CA2296716C (fr) * | 1997-08-22 | 2004-02-03 | Detra Sa | Capteur de proximite inductif a circuit oscillant a reaction inductive |
| DE19921958C2 (de) * | 1999-05-14 | 2001-03-29 | Ifm Electronic Gmbh | Näherungsschalter |
| DE102006053023B4 (de) * | 2006-02-10 | 2018-10-04 | Werner Turck Gmbh & Co. Kg | Induktiver Näherungsschalter |
| DE102007045118B4 (de) * | 2007-09-20 | 2020-02-13 | Ifm Electronic Gmbh | Induktiver Näherungsschalter und Kernspule für einen induktiven Näherungsschalter |
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| DE3772515D1 (de) * | 1986-10-30 | 1991-10-02 | Ifm Electronic Gmbh | Elektronisches, beruehrungslos arbeitendes schaltgeraet. |
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-
1990
- 1990-10-09 DE DE19904032001 patent/DE4032001A1/de active Granted
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Also Published As
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|---|---|
| DE4032001A1 (de) | 1992-05-27 |
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