DE4031776A1 - Visiereinrichtung - Google Patents
VisiereinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Visiereinrichtung nach dem Oberbe
griff des Patentanspruchs 1.
Visiereinrichtungen dieser Art sind durch offenkundige Vorbe
nutzung im In- und Ausland allgemein bekannt.
Derartige Visiereinrichtungen werden insbesondere im schieß
sportlichen Mehrstellungswettkampf - liegend, knieend, stehend
benötigt, damit der Schütze für jede Schießstellung, mit der
im allgemeinen auch eine individuell verschiedene Gewehrhaltung
verknüpft ist, einen optimalen Verlauf der durch die optische
Achse des Diopters und des Korns des Gewehrs bestimmten Visier
linie einstellen kann, wobei die optimale Visiereinstellung
durch Probeschießen ermittelt werden muß, was zeitraubend ist
und im Wettkampf zusätzliche Anstrengung bedeutet.
Zwar kann der Schütze schon vor dem Wettkampf die für die ver
schiedenen Wettkampfstellungen optimalen Einstellungen der
Visiereinrichtung ermitteln und die dafür erforderliche Ein
stellung von Spindeltrieben des den Diopter tragenden Kreuz
schlittens notieren, um im Wettkampf auf gleichsam "gespeicher
te" Daten zurückgreifen zu können. Die diesbezügliche Notierung
muß in Spindelumdrehungen und Bruchteilen solcher erfolgen,
wobei in praxi eine Ablesbarkeit auf 1/10 Umdrehungen möglich
ist und eine 1/10-Umdrehung einer Verstellung um 5/100 mm ent
spricht. Der Spindel-Drehknopf ist jeweils so gestaltet, daß
er nach jeweils einer 1/10-Umdrehung eine Raststellung findet,
in der er sicher fixiert bleibt. Bei den bekannten Visierein
richtungen ist somit eine - inkrementale - Verstellbarkeit in
Schrittweiten von 5/100 mm vorgesehen. Um weitestmögliche Spiel
freiheit der Spindeltriebe zu erzielen, sind die Spindelmuttern
verspannbar ausgebildet, derart, daß sie mit jeweils der halben
Anzahl ihrer Gewindegänge einerseits "von links" und anderer
seits "von rechts" her sich an die mit ihnen in Eingriff stehen
den Gewindegänge der Gewindespindel mit einer Mindest-Vorspan
nung anlegen. Ungeachtet dessen ist aufgrund von Stick-Slip-
Effekten - wegen der Vorspannung der Spindelmuttern - die Ge
nauigkeit der Reproduzierbarkeit notierter Einstellungen nicht
besser als größenordnungsmäßig 5/100 mm. Sie kann zwar dadurch
- geringfügig - verbessert werden, daß das Anfahren einer be
stimmten Stellung immer in derselben Richtung erfolgt, was in
einer Einstell-Richtung jeweils ein Überfahren der Soll-Position
und ein Zurückfahren in die notierte Position erfordert, was
aber mühsam und aufwendig ist und die Wahrscheinlichkeit, daß
bei der Einstellung Fehler unterlaufen, eher vergrößert, mit
der Folge, daß das Einschießen gleichwohl lange dauert und
Kräfte kostet, die dann im Wettbewerb fehlen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Visiereinrichtung der
eingangs genannten Art zu schaffen, die das Einstellen des
Diopters auf die für die jeweiligen Wettkampfstellungen opti
malen Positionen wesentlich erleichtert, diese Einstellungen
mit erhöhter Genauigkeit ermöglicht und die Wahrscheinlichkeit
von Fehleinstellungen deutlich reduziert.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
Durch die hiernach zur Erfassung auf eine definierte Position
bezogener Diopter-Positionen vorgesehenen elektronischen oder
opto-elektrischen Meßsysteme, die eine Änderung einer Position
nur dann signalisieren, wenn bei einer Verstellung des Diopters
dessen Position sich tatsächlich geändert hat, ist - selbstver
ständlich innerhalb der erreichbaren Meßgenauigkeit - sicherge
stellt, daß angezeigte Positionen und tatsächlich eingenommene
Positionen des Diopters identisch sind, wodurch Probleme der
Reproduzierbarkeit definierter Einstellungen praktisch voll
kommen ausgeschlossen sind.
Durch die Möglichkeit der Speicherung der optimalen Positions
werte und deren Abrufbarkeit ist auch sichergestellt, daß der
Schütze schnellen Zugriff zu den optimalen Positions-Daten hat
und eine Visiereinstellung auf einfache Weise überprüfen kann.
Die gemäß Anspruch 2 vorgesehene Auslegung der - erfindungsgemäß
verwendeten - Meßsysteme ist mit gängigen technischen Mitteln
ohne weiteres erreichbar und ist insoweit optimal, als die
schrittweise Einstellbarkeit allenfalls im Prozent-Bereich der
Verstellhübe liegt, die zur Einstellung des Diopters auf die
jeweils optimalen Schießstellungen erforderlich sind.
Die gemäß Anspruch 3 vorgesehene Wahl bzw. Festsetzung einer
Ausgangsstellung X0, Y0, von der aus Verstellhübe des Diopters
in den beiden Koordinatenrichtungen "gezählt" werden, ist dann
besonders zweckmäßig, wenn wenigstens annähernd von einer für
eine der möglichen Wettkampfstellungen geeigneten Position des
Diopters ausgegangen wird. Die Beträge der anzuzeigenden Posi
tionen bleiben dann minimal.
Durch die gemäß den Ansprüchen 4 bis 6 vorgesehene Markierungs-
Speicher- und Abruf-Funktionssteuerung sind zur zweckent
sprechenden Benutzung der Visiereinrichtung nur wenige
Bedienungselemente erforderlich, deren bedienungsfreundliche
Anordnung an dem Kreuzschlitten ohne weiteres möglich ist.
Durch die Gestaltung von X-Anzeigen und Y-Anzeigen gemäß den
Ansprüchen 7 und 8 wird durch die Anordnung von Anzeigenfeldern
gleichsam die Verstell-Richtung symbolisiert und dadurch auch
die Interpretation der dargestellten Positionsdaten erleichtert.
Die bevorzugte Auslegung der Visiereinrichtung gemäß Anspruch
9, derart, daß der Schütze, z. B. in der durch den Anspruch 10
angegebenen Weise, eine Darstellung der Differenz zwischen der
Ist-Position des Diopters und dessen Soll-Position für eine
bestimmte Schießstellung abrufen kann, hat den Vorteil, daß
das Erreichen der Soll-Position jeweils durch eine 0,0-Anzeige
dargestellt wird, d. h. der Schütze braucht sich praktisch kei
nerlei Gedanken über die Verstellrichtungen zu machen, sondern
weiß, daß er die erwünschte Diopter-Position erreicht hat,
sobald die 0,0-Anzeige realisiert ist.
Die Realisierung einer weitgehenden Spielfreiheit der Verstell-
Triebe des Kreuzschlittens gemäß Anspruch 11 durch einseitige
Federbelastung seiner beiden Koordinaten-Schlitten ist gemäß
den Ansprüchen 12 und 13 mit Hilfe relativ schwach vorgespannter
Federn konstruktiv auf einfache Weise möglich, so daß Stick-
Slip-Effekte bei der Verstellung weitestgehend ausgeschlossen
werden können und die Genauigkeit der Meßsysteme voll ausnutzbar
ist.
Durch die Merkmale der Ansprüche 14 bis 16 sind schließlich
zweckmäßige Anordnungen von Elementen kapazitiver und/oder
fotoelektrischer Meßsysteme angegeben, die insgesamt einen
einfachen Aufbau der Visiereinrichtung dahingehend ermöglichen,
daß die an eine Spannungs- bzw. Stromquelle anzuschließenden
Funktionselemente sämtlich am Gehäuse des Kreuzschlittens an
geordnet sein können, das auch der mechanische Träger der Anzei
gen ist.
Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Visiereinrichtung
werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben und erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine vereinfachte Seitenansicht einer erfindungs
gemäßen Visiereinrichtung in der Gebrauchs-Position
an einem Sportgewehr, mit einem an einem Kreuz
schlitten höhen- und seiten-verstellbar angeordneten
Diopter,
Fig. 2 eine Ansicht des Kreuzschlittens der Visiereinrichtung
gemäß Fig. 1 in Richtung des Pfeils II der Fig. 1,
bei abgenommenem Diopter,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Kreuzschlittens "von rechts"
in der zur Sichtrichtung der Fig. 1 entgegengesetzten
Richtung,
Fig. 4 den Kreuzschlitten der Visiereinrichtung im Schnitt
längs der Ebene IV-IV der Fig. 2 - der parallel zur
Laufachse des Gewehrs verlaufenden Längsmittelebene
des Kreuzschlittens,
Fig. 5 eine Ansicht des Kreuzschlittens der Visiereinrichtung
in Richtung des Pfeils V der Fig. 1,
Fig. 6 einen gewehrfest montierbaren Rahmen des Kreuzschlit
tens gemäß den Fig. 1 bis 5, an dem vertikal auf
und ab-verschiebbar der Vertikalschlitten des Kreuz
schlittens angeordnet ist,
Fig. 7a den Kreuzschlitten im Schnitt längs der Ebene VIIa-VIIa
der Fig. 4,
Fig. 7b den Kreuzschlitten in einer Ansicht von oben, teil
weise im Schnitt längs der Ebene VIIb-VIIb der
Fig. 4,
Fig. 7c eine weitere Draufsichts-Darstellung des Kreuzschlit
tens der Visiereinrichtung, teilweise im Schnitt
längs der Ebene VIIc-VIIc der Fig. 5,
Fig. 8a die Gestaltung zweier Kondensatoren eines kapazitiven
Meßsystems, das für inkrementale Änderungen der Diop
ter-Position charakteristische Ausgangsimpulse er
zeugt, die in Einheiten von Änderungsschritten sowohl
nach Betrag als auch Änderungsrichtung der Position
auswertbar sind,
Fig. 8b die Kondensatoren des Meßsystems im Schnitt längs
der Linie VIII-VIII der Fig. 8a,
Fig. 8c und 8d Diagramme zur Erläuterung der Variation der
Kapazitäten der Kondensatoren gemäß den Fig. 8a
und 8b in Abhängigkeit von Auslenkungen der Konden
sator-Elektroden gegenüber einer gemeinsamen Konden
sator-Elektrode,
Fig. 9a ein im Reflexionsbetrieb arbeitendes opto-elektroni
sches Inkremental-Wegmeßsystem mit zum Meßsystem
gemäß Fig. 8a analoger Funktion,
Fig. 9b ein weiteres opto-elektronisches Meßsystem analoger
Funktion, das für einen optischen Transmissions-Be
trieb ausgelegt ist,
Fig. 9c eine Anordnung von Glasmaßstäben, die im Rahmen der
Meßsysteme gemäß den Fig. 9a und 9b als Moire-
Systeme einsetzbar sind, die im Reflexions- bzw.
Transmissionsbetrieb benutzbar sind, sowie Intensi
täts- und Signal-Verlaufs-Diagramme zur Erläuterung
der Funktion der Glasmaßstäbe im Rahmen von Meßsyste
men gemäß den Fig. 9a und 9b,
Fig. 9d und 9e spezielle Anordnungen je zweier Anzeigenfelder von
den Meßsystemen einzeln zugeordneten LCD-Anzeigen und
Fig. 9f eine Matrix-Darstellung von Speicherelementen einer
elektronischen Auswertungs-Einheit der Meßsysteme,
mittels derer Vertikal- und Horizontal-Verstellhübe
der beiden Stützen des Kreuzschlittens erfaßbar sind.
In der Fig. 1 ist insgesamt mit 10 eine Visiereinrichtung für
ein Sportgewehr 11, z. B. ein Luftgewehr oder ein Kleinkaliber
gewehr dargestellt, das bei sportlichen Schieß-Wettbewerben im
Mehrstellungskampf - liegend, knieend, stehend - eingesetzt
wird.
Die Visierlinie 12, die in der üblichen Schußhaltung des
Gewehres 11 in einem vertikalen lichten Abstand von dem Lauf 13
des Gewehres 11, zu dessen zentraler Längsachse 14 geringfügig
geneigt verläuft, wodurch bei vorgegebener Entfernung des
- nicht dargestellten - Zieles die parabelförmige Geschoßbahn
berücksichtigt wird, ist durch die Anordnung des in der Nähe
der Mündungsebene 16 des Laufs 13 an diesem befestigten Korns 17
und einer zentralen Blendenöffnung 18 eines insgesamt mit 19
bezeichneten Diopters bestimmt, durch den der Schütze - über
das Korn 17 - die nicht dargestellte Zielscheibe anvisiert.
Der Diopter 19 ist in einer für sich bekannten Art der Reali
sierung vorausgesetzt, d. h. mit veränderbarer Weite seiner
Blendenöffnung 18 und Möglichkeit der Einführung von abgestuften
Graufiltern sowie der Verwendung von Farbfiltern im Visier-
Strahlengang.
Das Korn 17 ist zum Zweck der Erläuterung als sogenanntes
Balkenkorn ausgebildet, das in einem Zylindermantel-förmigen
Korntunnel 21 untergebracht ist, wobei die obere Querkante 22
des Balkenkorns in Höhe der zentralen Längsachse 23 des Korn
tunnels 21 - "horizontal" - verläuft, die ihrerseits in einem
vertikalen Abstand h von der zentralen Achse 14 des Gewehr
laufs 13, zu dieser parallel, verläuft.
Da sich für den Schützen in den verschiedenen Wettkampf-Schieß
stellungen - liegend, knieend und stehend - zwangsläufig ent
sprechend verschiedene Gewehrhaltungen ergeben, wobei er in
der jeweiligen Wettkampf-Stellung das Gewehr 11 gewohnheitsmäßig
zwar immer in derselben Weise hält, die Gewehrhaltung von Wett
kampf-Stellung zu Wettkampf-Stellung jedoch - geringfügig -
variiert wird mit der Folge, daß auch die Orientierung der
Visierlinie 12 jeweils eine geringfügig andere ist, ist der
Diopter 19, dessen Anordnung zu dem Korn 17 die Richtung der
Visierlinie 12 bestimmt, an einem in Einzelheiten in den Fig. 4
bis 9 dargestellten, insgesamt mit 24 bezeichneten Kreuzschlit
ten montiert, der einerseits eine Höhenverstellung, d. h. eine
Einstellung des auf die zentrale Achse 14 des Gewehrlaufes 13
bezogenen, "vertikalen" Abstandes H der zentralen Achse 26 der
zentralen Blendenöffnung 18 des Diopters 19 ermöglicht und
andererseits auch eine Seitenverstellung desselben, in dem
Sinne, daß auch ein seitlicher Abstand der zentralen Achse 26
der Blendenöffnung 18 des Diopters 19 von der "vertikalen"
Längsmittelebene 27 (Fig. 2, 5) des Gewehres 11 einstellbar
ist, bezüglich derer das Gewehr 11 im wesentlichen symmetrisch
ausgebildet ist, wobei diese Längsmittelebene 27 des Gewehres
11, eine übliche Ausbildung desselben vorausgesetzt, durch die
zentrale Längsachse 14 des Laufes 13 und die zentrale Längsachse
23 des Korntunnels 21 markiert ist.
Der Kreuzschlitten 24 ist mit zwei elektronischen oder opto
elektronischen, insgesamt mit 28 (Fig. 7a) bzw. 29 (Fig. 4)
bezeichneten Meßsystemen versehen, welche - in digitalem Format
- Anzeigen liefern, welche, bezogen auf eine willkürlich wähl
bare Grundstellung Xo, Yo, ein Maß für die "Höhen"- bzw. die
"Seiten"-Einstellung des Diopters 19 sind.
Die Meßsysteme 28 und 29 sind als Inkremental-Gebersysteme
ausgebildet, die in typischer Auslegung ein Weg-Auflösungsver
mögen von 1/100 mm haben. Geeignet sind sowohl kapazitive Meß
systeme, wie von der Technik der elektronisch messenden und
anzeigenden Schieblehren her bekannt, als auch opto-elektro
nische Meßsysteme, die mit Hilfe von sogenannten Glas-Maßstäben
realisierbar sind und im Maschinenbau z. B. zur Positions-Ist
wert-Erfassung von Werkzeugschlitten an NC- oder CNC-gesteuerten
Werkzeugmaschinen vielfach eingesetzt werden.
Soweit nachfolgend von "Vertikal"-Verstellung des Diopters 19
bzw. "Horizontal"-Verstellung oder -Einstellung die Rede ist,
so sollen damit Veränderungen der Position des Diopters 19 ge
meint sein, die in Richtung des Doppelpfeils 31 der Fig. 1,
d. h. bei üblicher Schußhaltung des Gewehrs 11 in vertikaler
Richtung, erfolgen, und zum anderen - in derselben Gewehrhaltung
gesehen - horizontale Einstellungen der Diopter-Position, die
in Richtung des Doppelpfeils 32 der Fig. 2 bzw. 7a bis 7c erfol
gen.
Bevor nachfolgend im einzelnen auf die bestimmungsgemäßen Aus
nutzung der beiden Meßsysteme 28 und 29 näher eingegangen wird,
sei zunächst der mechanische Aufbau des den Diopter 19 tragenden
Kreuzschlitten 24 erläutert und hierzu ergänzend auf die dies
bezüglichen Einzelheiten der Fig. 2 bis 7c verwiesen.
Der Kreuzschlitten 24 umfaßt als gewehrfestes Element einen
insgesamt mit 33 bezeichneten, stabilen rechteckigen Rahmen mit
vertikalen Führungsschenkeln 34 und 36 und diese miteinander
verbindenden, oberen und unteren Querschenkeln 37 und 38. Zur
Fixierung dieses Rahmens 33 am Gewehrlauf 13 ist der Rahmen 33
mit einem rechtwinklig zur Rahmen-Mittelebene 39 verlaufenden,
von der Unterseite des unteren Querschenkels 38 ausgehenden,
insgesamt mit 41 bezeichneten Schwalbenschwanzfuß versehen,
dessen Schwalbenschwanz-Prismenschenkel 42 und 43 in Längs
nuten 44 und 46 hierzu komplementären lichten Querschnittes
des Laufes 13 des Gewehrs einführbar und an diesem mittels nicht
dargestellter Spannmittel reibungsflüssig fixierbar sind. An
dem Rahmen 33 ist - mittels eines insgesamt mit 47 bezeichneten
Spindel-Triebes - höhenverstellbar - ein insgesamt mit 48
bezeichneter Vertikal-Schlitten auf- und abverschiebbar ange
ordnet.
An diesem Vertikal-Schlitten 48 ist - "horizontal" - hin- und
herverschiebbar ein insgesamt mit 49 bezeichneter Horizontal-
Schlitten angeordnet, der mittels eines weiteren, insgesamt
mit 51 bezeichneten Spidenltriebes in der horizontalen, durch
den Doppelpfeil 32 markierten Richtung verstellbar ist.
Der Vertikal-Schlitten 48 besteht aus einem insgesamt mit 52
bezeichneten Gehäuseteil, das als stabiles, relativ dickwandiges
U-Profil mit von einem plattenförmigen Jochschenkel 53 recht
winklig - gemäß den Darstellungen der Fig. 4 und 5 sowie 7a
bis 7c nach unten - abstehenden seitlichen Profilschenkeln 54
und 56 ausgebildet ist. Der zwischen den einander zugewandten
Innenflächen dieser seitlichen Profilschenkel 54 und 56 gemes
sene lichte Abstand derselben entspricht der zwischen den ver
tikalen Außenflächen 57 und 58 der vertikalen Führungsschenkel
34 und 36 des gewehrfesten Rahmens 33 gemessenen Breite b des
Rahmens 33. Die beiden Profilschenkel 54 und 56 des U-profil
förmigen Gehäuseteils 52 sind an ihren Innenseiten mit je einem
als Dreikant-Prisma ausgebildeten Führungs-Prisma 59 bzw. 61
versehen, die mit V-förmigen Führungsnuten 62 und 63 des Rah
mens 33, die sich über dessen gesamte Höhe hR erstrecken, in
gleitend-formschlüssigem Eingriff stehen und eine exakte Ver
tikalführung des Vertikal-Schlittens 48 an dem Rahmen 33 ver
mitteln.
Die parallelen Profilschenkel 54 und 56 des Gehäuseteils 52
haben, in den Seitenansichten der Fig. 1 und 3 gesehen, die
Form rechtwinkliger Trapeze, der rechtwinklig an die oberen
und unteren Basiskanten anschließende, schmale Stirnflächen 64
und 66 fluchtend an die dem Schützen zugewandte Stirnfläche 67
des Rahmen 33 anschließen (Fig. 7b). An dieser Seite ist an
das Gehäuseteil 52 eine Frontplatte 68 angesetzt, die symme
trisch zur vertikalen Längsmittelebene 27 des Gehäuseteils 52
und des Rahmens 33 ausgebildet ist und mit einer nach unten
hin randoffenen Ausnehmung 69 versehen ist, deren vertikale
Ränder rechtwinklig an ihren oberen Querrand anschließen. Die
horizontale lichte Weite a dieser Ausnehmung 69 der Frontplat
te 68 entspricht der horizontalen lichten Weite der Fenster
öffnung 71 des Rahmens 33, so daß in der in der Fig. 2 darge
stellten Mittelposition des Kreuzschlittens 24, in welcher
dessen vertikale Längsmittelebene 27 mit der vertikalen Längs
mittelebene 27′ des Rahmens 33 zusammenfällt, die seitlichen
vertikalen Ränder des Rahmenfensters 71 mit den vertikalen
Rändern der Ausnehmung 69 der Frontplatte 68 fluchten.
Die zwischen dem oberen Querrand 72 der Ausnehmung 69 und den
unteren freien Rändern 73 der Frontplatte 68 gemessene lichte
Höhe b der Ausnehmung 69 ist so gewählt, daß in der einer mitt
leren Höhen-Einstellung des Diopters 19 entsprechenden Position
des Vertikal-Schlittens 48, aus der heraus die Höhen-Einstellung
des Diopters 19 um gleiche Beträge nach oben und unten verändert
werden kann, der obere Querrand 72 der Ausnehmung 69 der Front
platte 68 in Höhe des oberen Querrandes 74 der Fensteröffnung 71
des Rahmens 33 und der untere Querrand 73 der Frontplatte 68
in Höhe des unteren Querrandes 76 des Rahmens 33 verlaufen.
Der Spindeltrieb 47, mittels dessen der Vertikalschlitten 48
in Richtung des Pfeils 31 höhenverstellbar ist, besteht aus
einem mittels eines Drehknopfes 77 drehbaren Gewindebolzen 78,
der in einer Bohrung 79 des Jochschenkels 53 des Gehäuseteils 52
um die zentrale, vertikale Achse 81, welche in der Schnittlinie
der vertikalen Längsmittelebene 27′ des Rahmens 33 mit dessen
dazu rechtwinklig verlaufender Rahmen-Mittelebene 39 verläuft,
drehbar, axial jedoch unverrückbar gelagert ist, sowie aus
einer mit dieser zentralen Achse 81 koaxialen, den oberen Quer
schenkel 37 des Rahmens 33 durchsetzenden Gewindebohrung 82,
mit der der Gewindebolzen 78 in kämmendem Eingriff steht. Eine
Ausbildung der Gewinde des Gewindebolzens 78 und der Gewinde
bohrung 82 des Rahmens 33 als Rechtsgewinde vorausgesetzt,
wird durch Verdrehen des Drehknopfes 77 in dem durch den
Pfeil 83 der Fig. 7c repräsentierten Uhrzeigersinn eine Absen
kung des Vertikalschlittens 48 erzielt, was gleichbedeutend
damit ist, daß der - kleine - spitze Winkel zwischen der Visier
linie 12 (Fig. 1) und der zentralen Längsachse 14 des Gewehr
laufes 13 verkleinert wird, was, wenn der Schütze entlang der
solchermaßen eingestellten Visierlinie 12 das Ziel anvisiert,
dazu führt, daß, exaktes Visieren vorausgesetzt, der Einschuß
im Ziel tiefer liegt als wenn eine größere Höhe H des Diop
ters 19 über der Laufachse 14 eingestellt gewesen wäre.
Umgekehrt führt eine Verdrehung des Drehknopfes 77 in dem durch
den Pfeil 84 der Fig. 7c repräsentierten Gegenuhrzeigersinn
dazu, daß der Vertikalschlitten 48 relativ zur zentralen Längs
achse 14 des Gewehrlaufes 13 angehoben wird und damit auch der
bei exakter Anvisierung des Ziels erfolgende Treffer auf der
Zielscheibe höher liegt als bei einer zuvor eingenommenen
Vertikal-Einstellung.
Durch den Vertikal-Spindeltrieb 47 ist somit auch eine Einstel
lung der Visiereinrichtung 10 des Gewehres 11 auf die Ziel-
Entfernung möglich.
Der Horizontalschlitten 49 ist durch einen an Führungsstäben 86
und 87, die sich zwischen den seitlichen Profilschenkeln 54
und 56 des Vertikalschlitten-Gehäuses 52 erstrecken und mit
diesem fest verbunden sind, mittels des Horizontal-Spindel
triebes 51 quer zur vertikalen Längsmittelebene 27 des Gehäu
ses 52 verfahrbaren, der Grundform nach quaderförmigen Block 88
gebildet, dessen flächengrößte vertikale Mittelebene 89 parallel
zur Mittelebene 39 des gewehrfesten Rahmens 33 des Vertikal
schlittens 48 verläuft, wobei dieser Block 88, entlang der
Längsmittelebene 27 gesehen, in einem kleinen lichten Abstand
von dem Rahmen 33 angeordnet ist. Dieser Block 88 des Hori
zontalschlittens 49 ist mit einer zentralen, kreisrunden Aus
nehmung 90 versehen, deren zentrale Achse 91 parallel zur zen
tralen Achse 14 des Laufes 13 des Gewehres 11 verläuft. Koaxial
mit der zentralen Achse 91 der Blocköffnung 89 ist an der dem
Rahmen 33 zugewandten Seite und durch dessen Fensteröffnung 71
hindurchtretend sowie ein kurzes Stück weit über die dem
Schützen zugewandte Sichtseite des Kreuzschlittens 24 hinaus
ragend ein rohrförmiger Fortsatz 92 angeordnet, der an seinem
freien Ende mit einem Innengewinde 93 versehen ist, in das der
Diopter 19 mit einem rohrförmigen Ansatz 95, der mit einem
Außengewinde 94 versehen ist, einschraubbar ist, wobei dieses
Gewindestück koaxial mit der optischen Achse 26 des Diopters 19
verläuft. In den in der Fig. 2 dargestellten "vertikalen" und
"horizontalen" Mittelstellungen des Vertikalschlittens 48 und
des Horizontalschlittens 49, aus denen heraus der Vertikal
schlitten 48 um gleiche Beträge nach oben und unten und der
Horizontalschlitten 49 um gleiche Beträge nach links und rechts
verschiebbar sind, verläuft die zentrale Achse 91 der zentralen,
kreisrunden Fensterausnehmung 89 des Blockes 88 und seines
rohrförmigen Ansatzes 92 in der vertikalen Längsmittelebene 27′
des Rahmens 33 und in halber Höhe seiner Fensteröffnung 71.
Die vertikalen und seitlichen Verstellhübe des Blockes 88 sind
durch Anschlag seines rohrförmigen Ansatzes 92 am oberen Quer
rand 74 und am unteren Querrand 96 bzw. den seitlichen verti
kalen Rändern 97 und 98 der Fensteröffnung 71 des Rahmens 33
begrenzt.
Das Mutterstück 99 des Spindeltriebes 51 des Horizontalschlit
tens 49 ist oberhalb der zentralen Öffnung 90 seines Blockes 88
in einem mittleren oberen Randbereich dieses Blockes 88 von
dessen dem Rahmen 33 abgewandter Seite parallel zur zentralen
Achse 91 der Blocköffnung 89 auskragend angeordnet und als
etwa kubischer Vorsprung ausgebildet, an dem eine Gewindeboh
rung 101 vorgesehen ist, deren zentrale Achse 102 parallel zu den
Führungsstäben 86 und 87 verläuft. Eine mit dieser Gewindeboh
rung 101 des Mutterstückes 99 des Blockes 88 kämmende Gewinde
spindel 103, die in Bohrungen 104 und 106 der seitlichen Schen
kel 54 und 56 des Gehäuse-U-Profils 52 drehbar, jedoch axial
unverrückbar gehalten ist, ist wiederum mittels eines Dreh
knopfes 107, der an der vom Schützen aus gesehen rechten Seite
des Kreuzschlittens 24 angeordnet ist, von Hand verdrehbar.
Um Spielfreiheit des Horizontal-Spindeltriebes 51 zu erreichen,
ist eine geringfügig vorgespannte Wendelfeder 108 kleiner Feder
rate vorgesehen, die in der Darstellung der Fig. 7c zwischen
dem vom Schützen aus gesehen linken Profilschenkel 54 des
Gehäuse-U-Profils 52 und dem Mutterstück 99 des Spindeltriebes
eingespannt ist und die Gewindespindel 103 auf deren hierzwi
schen verlaufendem Abschnitt koaxial umgibt. Durch diese
Feder 108 werden die Gewindegänge der Gewindebohrung 101 des
Mutterstückes 99 permanent in einseitiger Anlage mit den Gewin
degängen der Gewindespindel 103 gehalten.
Zum analogen Zweck - Spielfreiheit des Vertikal-Spindeltrie
bes 47 - sind zwei ebenfalls geringfügig vorgespannte Wendel
federn 109 und 111 (Fig. 5) vorgesehen, die auf einem Abschnitt
ihrer Länge von nach oben offenen Sackbohrungen 112 bzw. 113 des
Rahmens 33 aufgenommen sind und sich einerseits am Boden dieser
Sackbohrungen 112 und 113 und andererseits an der Unterseite
des Jochschenkels 53 des Gehäuse-U-Profils 52 abstützen. Diese
Sackbohrungen 112 und 113 sind gemäß den Darstellungen der
Fig. 6 und 7a sowie 7b innerhalb der Grundflächen der seitlichen
- vertikalen - Rahmen-Profilschenkel 34 und 36 symmetrisch zu
dessen vertikaler Längsmittelebene 27′ angeordnet.
Die Spindeltriebe 47 und 51 sind selbsthemmend ausgebildet, so
daß durch die Vorspannung der Wendelfedern 108, 109 und 111
die Schlittenpositionen nicht beeinflußt werden. Die Sackboh
rungen 112 und 113 sind im Bereich zwischen der Mittelebene 39
des Rahmens 33 und dessen dem Schützen abgewandter Seite des
Rahmens 33 angeordnet.
Zur Erläuterung im Rahmen des Kreuzschlittens 24 geeigneter
Meßsysteme 28 und 29 sei nunmehr zunächst auf die Fig. 8a bis
8d verwiesen, anhand derer, dem Grundprinzip nach, Aufbau und
Funktion eines kapazitiven Meßsystems 28 bzw. 29 erläutert
wird, das sowohl zur Erfassung von Positionsänderungen des
Vertikalschlittens 48 als auch des Horizontalschlittens 49
geeignet ist. Zur Vereinfachung der Erläuterung wird lediglich
auf das Meßsystem 28 des Vertikalschlittens 48 Bezug genommen.
Das Meßsystem 28 enthält zwei Plattenkondensatoren 114 (C1)
und 116 (C2), die in der halbschematischen Darstellung der
Fig. 8a sowohl durch ihre Schaltsymbole als auch hinsichtlich
ihrer geometrischen Gestaltung dargestellt sind. Diese beiden
Kondensatoren 114 und 116 haben eine insgesamt mit 117 bezeich
nete, gemeinsame Kondensatorplatte, welche fest an dem Rahmen 33
des Kreuzschlittens 24 angeordnet ist, sowie je eine insgesamt
mit 118 bzw. 119 bezeichnete, relativ zu der feststehenden
Kondensatorplatte 117 gemeinsam bewegliche Kondensatorplatte,
die auf einem gemeinsamen, flach-plattenförmigen Träger 121
aus isolierendem Material angeordnet sind. Auch die gemeinsame
Kondensatorplatte 117 ist auf einen solchen isolierenden Trä
ger 122 aufgebracht. Die Kondensatorplatten bzw. -elektroden 117
sowie 118 und 119 sind als dünne, auf die Träger 122 bzw. 121
aufgedampfte Schichten aus leitendem Material, z. B. Silber
oder Gold ausgebildet, und mittels der Träger 122 bzw. 121 in
einander gegenüberliegend angeordneten - vertikalen - Längsnuten
123 bzw. 124 (Fig. 7a) des einen vertikalen Führungsschenkels
34 des Rahmens 33 bzw. der Frontplatte 68 des in Richtung des
Doppelpfeils 31 auf- und abbeweglichen Gehäuseteils 52 angeord
net, derart, daß zwischen den einander gegenüberliegend angeord
neten Kondensatorplatten 117 sowie 118 und 119 ein enger Spalt
126 verbleibt, dessen senkrecht zu den parallel zueinander
verlaufenden Ebenen der Kondensatorplatten 117 sowie 118 und
119 gemessene lichte Weite die eine der die Kapazitäten 114 und
116 bestimmenden - geometrischen - Einflußgrößen ist. Hinsicht
lich der weiteren, die Kapazitäten C1 und C2 der beiden Konden
satoren 114 und 116 bestimmenden geometrischen Einflußgrößen,
nämlich der Flächengestaltung der Kondensatorplatten 117 sowie
118 und 119 sind die Kondensatoren 114 und 116 so ausgebildet,
daß deren Kapazitäten C1 und C2 sich, wenn die beweglichen
Kondensatorplatten 118 und 119 relativ zu der gemeinsamen Kon
densatorplatte 117 - in der einen oder anderen durch den Doppel
pfeil 31 repräsentierten Richtung -verschoben werden, in Ab
hängigkeit vom Verschiebeweg periodisch ändern, wobei die Kapa
zitäten C1 und C2 der beiden Kondensatoren 114 und 116 jeweils
zwischen Maximal- und Minimal-Werten C1max und C1min bzw. C2max
und C2min variieren, deren Beträge für beide Kondensatoren 114
und 116 dieselben sind. Auch die Periodizitätslängen der Varia
tion der Kapazitäten C1 und C2 der beiden Kondensatoren 114 und
116, d. h. der Verschiebeweg, um den, auf eine beliebige Aus
gangsstellung bezogen, die Kondensatorplatten 118 und 119 der
beiden Kondensatoren 114 und 116 gegenüber der gemeinsamen
Kondensatorplatte 117 in der einen oder anderen, durch den
Pfeil 31 repräsentierten Richtung verschoben werden müssen,
bis sich jeweils wieder der für die Ausgangsstellung gegebene
Wert der Kapazität C1 bzw. C2 ergibt, hat für beide Kondensa
toren 114 und 116 denselben Wert d, dessen Betrag in einer
typischen Gestaltung des Meßsystems 28 50 µm ist. Die gemeinsam
beweglichen Kondensatorplatten 118 und 119 der beiden Konden
satoren 114 und 116 sind auf ihrem Träger 121, in Verschiebe
richtung 31 gesehen, um d/4 gegeneinander versetzt angeordnet.
Die beiden Kondensatoren 114 und 116 gemeinsame Kondensatoren
platte 117 ist bezüglich der senkrecht zu den beiden Trägern 121
und 122 der beweglichen Kondensatorplatten 118 und 119 bzw.
der - feststehenden - gemeinsamen Kondensatorplatte 117 verlau
fenden Längsmittelebene 127 der Kondensator-Anordnung 114, 116
symmetrisch ausgebildet und besteht aus quer - rechtwinklig -
zu dieser Längsmittelebene 127 verlaufenden Leiterstreifen 128
und diese leitend miteinander verbindenden, parallel zu der
Längsmittelebene 127 verlaufenden streifenförmigen Leiterbah
nen 129 und 131, die in der Nähe der Längsränder 132 und 133
des Trägers 122 der gemeinsamen Kondensatorplatte 117 verlaufen.
Die parallel zur Längsmittelebene 127 der Kondensatoranordnung 114, 116
gemessene Breite der Leiterstreifen 128 beträgt d/4
und demgemäß der parallel zur Längsmittelebene 127 gemessene
Abstand einander benachbarter Querränder 134 und 136 in Längs
richtung aufeinander folgender Leiterstreifen 128 3d/4.
Auch die auf dem gemeinsamen Träger 121 angeordneten Kondensa
torplatten 118 und 119 der Kondensatoren 114 und 116 bestehen
aus quer - rechtwinklig - zur Längsmittelebene 127 der Konden
satoranordnung 114, 116 verlaufenden, fahnenförmigen Leiter
streifen 138 bzw. 139 der parallel zur Längsmittelebene 127
gemessenen Breite d/4, die jedoch in einem Abstand von der
Längsmittelebene 127 verlaufende, freie Längsränder 137 bzw. 141
haben und lediglich im Bereich ihrer entfernt voneinander ange
ordneten Längsränder durch je eine parallel zur Längsmittelebene
127 der Kondensatoranordnung 114, 116 verlaufende streifenför
mige Leiterbahn 142 bzw. 143 leitend miteinander verbunden
sind. Die gemeinsam beweglichen Kondensatorplatten 118 und 119
der Kondensatoren 114 und 116 haben demgemäß die Form von Kamm
elektroden, die, gesehen in ihrer möglichen Verschieberichtung
31, um d/4 versetzt auf ihrem gemeinsamen Träger 121 angeordnet
sind.
In der in der Fig. 8a dargestellten Position der beweglichen
Kondensatorplatten 118 und 119 bezüglich der gemeinsamen Konden
satorplatte 117 der Kondensatoren 114 und 116, in der die fah
nenförmigen Leiterstreifen 138 der beweglichen Kondensator
platte 118 des Kondensators 114 in größtmöglicher Flächen-Über
lappung mit den Leiterstreifen 128 der gemeinsamen Kondensator
platte 117 und die fahnenförmigen Leiterstreifen 139 der beweg
lichen Kondensatorplatte 119 des Kondensators 116 unmittelbar
neben den durchgehenden Leiterstreifen 128 der gemeinsamen
Kondensatorplatte 117 angeordnet sind, hat die Kapazität des
Kondensators 114 ihren maximalen Wert C1max, während die Kapazi
tät des anderen Kondensators 116 ihrem Mittelwert C2a zwischen
dem Maximalwert C2max und dem Minimalwert C2min entspricht.
Wird, von dieser Ausgangsstellung, die in den idealisierten
Diagrammen der Fig. 8c und 8d mit x0 bezeichnet ist, der Trä
ger 121 der beiden beweglichen Kondensatorplatten 118 und 119
in Richtung des Pfeils 31′, gemäß den Fig. 8c und 8d nach rechts
verschoben, was einer Aufwärtsbewegung des Gehäuses 52 des
Kreuzschlittens 54 entsprechen möge, so erreicht der eine Kon
densator 114 nach einer solchen Verschiebung um den Wert d/4
seinen Kapazitäts-Mittelwert C1a, während die Kapazität C2 des
anderen Kondensators 116 ihren Minimalwert C2min erreicht.
Nach einer weiteren Verschiebung um den Betrag d/4 in derselben
Richtung wird der Minimalwert C1min der Kapazität C1 des Konden
sators 114 erreicht, während die Kapazität C2 des anderen Kon
densators 116 wieder ihrem Mittelwert C2a entspricht. Wiederum
nach einer Verschiebung um d/4 in Richtung des Pfeils 31′ er
reicht die Kapazität C1 des Kondensators 114 wieder den Mittel
wert C1a, während die Kapazität C2 des anderen Kondensators
116 nunmehr deren maximalem Wert C2max entspricht. Nach einer
Gesamtverschiebung um die Periodizitätslänge d in der Rich
tung 31′ hat die Kapazität C1 des Kondensators 114 wieder ihren
Maximalwert C1max, der in der Ausgangsstellung X0 vorlag, des
gleichen die Kapazität C2 des anderen Kondensators 116 ihren
dem Mittelwert C2a entsprechenden Wert. Ausgehend von derselben
Ausgangsstellung X0 nimmt, bei einer Verschiebung des
Trägers 121 der beweglichen Kondensatorplatten 118 und 119 in
Richtung des Pfeils 31′′, gemäß der Darstellung 8a nach links,
was einer Abwärtsbewegung des Kreuzschlitten-Gehäuses 52 ent
sprechen möge, die Kapazität C1 des einen Kondensators 114 zu
nächst ab, während die Kapazität C2 des anderen Kondensators
116 zunächst ansteigt, wobei sich die Kapazitäten C1 und C2
gemäß den "Dreieck"-Wellenzügen 144 und 146 mit zunehmender
Verschiebung des Trägers 121 wie den Darstellungen der Fig.
8c und 8d unmittelbar entnehmbar, ändern.
Die beiden Kondensatoren 114 und 116 sind Funktionselemente
einer insgesamt mit 147 bezeichneten elektronischen Auswertungs
einheit, die nachfolgend, der Einfachheit halber, anhand ihrer
Funktion erläutert wird, bei deren Kenntnis ein Fachmann in
der Lage ist, diese elektronische Auswertungseinheit 147 mit
gängigen Mitteln der elektronischen Schaltungstechnik zu reali
sieren.
Die elektronische Auswertungseinheit 147 ist, ihrem grundsätz
lichen Aufbau nach, eine Kapazität-Meßeinrichtung, welche fort
laufend die Kapazitätswerte C1 und C2 der beiden Kondensa
toren 114 und 116 erfaßt und hierfür charakteristische elek
trische Signale erzeugt. Sie "erkennt" aus den Wertepaaren C1,
C2, welche Stellung die - gemeinsam beweglichen - Kondensator
platten 118 und 119 der Kondensatoren 114 und 116 relativ zu
deren gemeinsamer Kondensatorplatte 117 einnehmen.
Aus einer - analogen oder digitalen - differenzierenden Verar
beitung der solchermaßen erfaßten Kapazitätswerte C1 und C2
erkennt die elektronische Auswertungseinheit 147 den Änderungs
sinn der Kapazitätswerte C1 und C2, d. h. ob das Kreuzschlitten-
Gehäuse 52 bei einer Betätigung des Spindeltriebes 47 von der
zentralen Laufachse 14 weiter entfernt - nach oben verschoben -
oder näher an diese herangerückt - nach unten bewegt - wird.
Die Auswertungseinheit 147 ist so ausgelegt, daß, wann immer
die Position der beweglichen Kondensatorplatten 118 und 119 um
1/100 mm in der einen Richtung 31′ oder der Gegenrichtung 31′′
geändert wird, ein Zählimpuls erzeugt wird, der den Zählerstand
eines digitalen Zählers um 1 erhöht, d. h. positiv gezählt wird,
wenn das Kreuzschlitten-Gehäuse 52 angehoben wird und negativ
gezählt wird, wenn das Kreuzschlitten-Gehäuse 52 abgesenkt wird.
Der Zählerstand dieses Zählers ist mittels einer an der Ober
seite des Jochschenkels 53 des Kreuzschlittengehäuses 52 ange
ordneten LCD-Anzeige 148 darstellbar und kann - vor Beginn
einer Höheneinstellung des Diopters 19 durch Betätigung einer
Rücksetztaste 149 auf Null gesetzt werden.
Das für die Erfassung von Positionsänderungen des Horizontal
schlittens 49 relativ zum Vertikalschlitten 48 vorgesehene
Meßsystem 29 ist hinsichtlich seines Aufbaus und seiner Funktion
zum Meßsystem 28 analog ausgebildet, wobei allerdings die in
Bewegungsrichtung 32 des Horizontalschlittens 49 um d/4 gegen
einander versetzten Kondensatorplatten 118 und 119 der Konden
satoren 114 und 116 in der anhand der Fig. 4 und 5 ersichtlichen
Anordnung fest mit dem Gehäuse 52 verbunden sind und die gemein
same Kondensatorplatte 117 relativ zum Gehäuse 52 beweglich an
dem Horizontalschlitten 49 befestigt ist.
Die Auswertungseinheit 147 dieses Meßsystems 29 ist an dem
Gehäuse 52 angeordnet, wobei die für dieses Meßsystem 29 vorge
sehene LCD-Anzeige 151 und die Rücksetztaste 152 dieses Meß
systems 29 an der, in Visierrichtung gesehen, linken Seite des
Kreuzschlitten-Gehäuses 52 angeordnet sind.
Anstelle kapazitiver Meßsysteme 28 und/oder 29, wie anhand
der Fig. 8a bis 8d erläutert, sind im Rahmen des Kreuzschlit
tens 24 auch opto-elektronische Meßsysteme für sich bekannten
Bau- und Funktionsprinzips einsetzbar, für welche anhand der
Fig. 9a bis 9f zwei - alternative einerseits für den Vertikal
schlitten 48 und andererseits für den Horizontalschlitten 49 -
besonders geeignete Gestaltungen erläutert werden.
Zum Zweck der Erläuterung wird davon ausgegangen, daß zur Erfas
sung von Relativbewegungen des Vertikalschlittens 48 gegenüber
dem gewehrfest angeordneten Rahmen 33 das in der Fig. 9a sche
matisch dargestellte Meßsystem 28 und zur Erfassung von Relativ
bewegungen des Horizontalschlittens 49 gegenüber dem Vertikal
schlitten 48 das in der Fig. 9b dargestellte Meßsystem 29 beim
Ausführungsbeispiel vorgesehen sein.
Beide Meßsysteme 28 und 29 arbeiten mit wegabhängig-periodischer
Modulation der Intensitäten mindestens zweier Lichtströme, die
mittels je eines fotoelektrischen Detektors 153 erfaßt und in
zu den jeweiligen Intensitäten proportionale Spannungssignale
umgewandelt werden, aus deren Verarbeitung in einer zur elek
tronischen Auswertungseinheit 147 gemäß Fig. 8a analogen Aus
wertungseinheit mittels der LCD-Anzeigen 148 und 151 in digi
talem Format darstellbare Relativ-Positions-Signale gewinnbar
sind.
Die beiden Meßsysteme 28 und 29 bestehen aus je einem Glasmaß
stab 156 bzw. 157, der sich über den gesamten Bereich der mög
lichen Relativbewegungen zwischen dem Rahmen 33 des Kreuzschlit
tens 24 und dem Vertikalschlitten 48 bzw. zwischen dem Verti
kalschlitten 48 und dem Horizontalschlitten 49 erstreckt und
je zwei Beleuchtungs- und Detektoreinheiten 28′ und 28′′ bzw.
29′ und 29′′, die jeweils auf der einen Seite des Glasmaßstabes
156 bzw. 157 angeordnet sind und ihrerseits als Glasmaßstäbe
156′ und 156′′ bzw. 157′ und 157′′ ausgebildete Fenster haben,
durch welche die der Modulation unterworfenen, von Lichtquellen
158 ausgesandten Lichtströme hindurchtreten und auf den Glas
maßstab 156 bzw. den Glasmaßstab 157 auftreffen.
Das Meßsystem 28 gemäß Fig. 9a ist eine Reflexionsanordnung,
deren Glasmaßstäbe 156 sowie 156′ und 156′′ an ihren einander
zugewandten Flächen eine Strichgitter-Struktur gleicher Gitter
konsante a haben, wobei diese Strichgitter-Strukturen, entlang
der gemeinsamen Längsmittelebene 159 (Fig. 9c) der Glasmaßstäbe
156 und 156′ sowie 156′′ gesehen, durch reflektierende Streifen
161 des Glasmaßstabes 156 und reflektierende Streifen 161′ des
Fensters 156′ der Beleuchtungs- und Detektoreinheit 28′ sowie
reflektierende Streifen 161′′ des Detektorfensters 156′′ der
Detektoreinheit 28′′ gebildet werden, deren in Richtung der Längs
mittelebene 159, d. h. in Verschieberichtung 31 des Vertikal
schlittens 48 gemessene Ausdehnung den Betrag a/2 hat, und
wobei die durch die alternierende Folge von lichtdurchlässigen,
streifenförmigen Bereichen 162 und den reflektierenden Streifen
161 des einen Fensters 156′ und die durch die in alternierender
Folge angeordneten lichtdurchlässigen Bereiche 162′ und reflek
tierende Streifen 161′′ gebildete Gitterstruktur des anderen
Detektorfensters 156′′, in Längsrichtung 31 gesehen, um 1/4 der
Gitterkonstanten a gegeneinander versetzt angeordnet sind.
Die reflektierenden Streifen 161 des langgestreckten Glasmaß
stabes 156 und die reflektierenden Streifen 161′ und 161′′ der
Fenster 156′ und 156′′ der beiden Beleuchtungs- und Detektor
einheiten 28′ und 28′′ des Meßsystems 28 gemäß Fig. 9a sind als
an den einander zugewandeten Seiten der Glasmaßstäbe 156 sowie
156′ und 156′′ angeordnete Aluminium- oder Silber-Aufdampf
schichten realisert, wobei das Glas-Substratmaterial als
transparent vorausgesetzt ist.
Der langgestreckte Glasmaßstab 156 des Meßsystems 28 ist an
seiner der Gitterstruktur 161 abgewandten Seite mit einer prak
tisch nicht reflektierenden und zwischen den reflektierenden
Streifen 161 hindurchtretendes Licht weitestgehend absorbie
renden Schwärzung 163 versehen.
Sowohl der langgestreckte Glasmaßstab 156 als auch die - wesent
lich kürzeren - die Fenster 156′ und 156′′ bildenden Glasmaßstäbe
sind symmetrisch bezüglich der gemeinsamen vertikalen Längsmit
telebene 159 ausgebildet bzw. angeordnet. Die rechtwinklig zur
Längsmittelebene 159 gemessene Fensterweite b der Fenster 156′
und 156′′ betragen nur etwa 2/3 der rechtwinklig zur Längsmittel
ebene 159 gemessenen Breite B der reflektierenen Streifen 161
des langgestreckten Glasmaßstabes 156. Die in Verschieberich
tung 31 gemessene Ausdehnung 1 der Fenster 156′ und 156′′ ist
beim dargestellten Ausführungsbeispiel gleich dem doppelten
Wert der lichten Weite b, kann jedoch auch deutlich kleiner
sein und wird zweckmäßigerweise gleich der lichten Weite b
gewählt.
Abweichend von der insoweit etwa maßstäblichen Darstellung der
geometrischen Größenverhältnisse des langgestreckten Glasmaß
stabes 156 und der Fenster 156′ und 156′′ der beiden Beleuch
tungs- und Detektoreinheiten 28′ und 28′′ ist die Anzahl der
innerhalb einer Fensteröffnung angeordnet reflektierenden
Streifen 161′ und 161′′ wesentlich größer und beträgt bei einer
Längsausdehnung 1 der Fenster 156′ und 156′′ von 10 mm, entspre
chend der Gitterkonstanten a von 20 µm, 500. Jede der beiden
Beleuchtungs- und Detektoreinheiten 28′ und 28′′ umfaßt eine
bezüglich einer rechtwinklig zu ihrem jeweiligen Glasmaßstab
156′ bzw. 156′′ verlaufene zentrale Achse 164 - der optischen
Achse der jeweiligen Beleuchtungs- und Detektoranordnung 28′
bzw. 28′′ - axialsymmetrisch ausgebildete, abgesehen von dem
jeweiligen Glasmaßstab 156′ bzw. 156′′ "lichtdicht" abgeschlos
sene Kammer 166, deren lichte Querschnittsfläche nach Breite b
und Länge l der von dem jeweiligen Glasmaßstab 156′ bzw. 156′′
abgedeckten Fensterfläche entspricht. Diese Kammern 166 begren
zende Gehäuse 167 sind an ihrer dem jeweiligen Glasmaßstab
156′ bzw. 156′′ gegenüberliegenden Seite mit einer sacklochför
migen Vertiefung 168 versehen, innerhalb derer die jeweilige
Lichtquelle 158 angeordnet ist. Durch den inneren Rand 169 einer
rechtwinklig zur optischen Achse 164 der jeweiligen Beleuch
tungs- und Detektoreinheit 28′ bzw. 28′′ verlaufenden Gehäuse
stufe 171 ist eine den Öffnungswinkel eines in der Fig. 9a
durch seine Randstrahlen 172 und 173 repräsentierten, von der
Lichtquelle 158 ausgesandten Lichtstromes begrenzende Blende
gebildet, deren lichte Querschnittsform dahingehend gewählt
ist, daß der Glasmaßstab 156′ bzw. 156′′ der jeweiligen Beleuch
tungs- und Detektoreinheit 28′ bzw. 28′′ durch das Lichtbündel
172, 173 auf - im wesentlichen - seiner gesamten Fensterfläche
ausgeleuchtet ist.
Der fotoelektrische Detektor 153 der jeweiligen Beleuchtungs-
und Detektoreinheit 28′ bzw. 28′′, der als ein insgesamt rahmen
förmiges Halbleiter-Bauelement oder als eine aus mehreren licht
empfindlichen Detekor-Elementen, z. B. Fotodioden oder Foto
transistoren zusammengesetzte Detektoranordnung ausgebildet sein
kann, ist an der dem jeweiligen Glasmaßstab 156′ bzw. 156′′
zugewandten Innenseite der Gehäusestufe 171, gegenüber dieser
durch eine Isolationsschicht 174 abgesetzt, derart angeordnet,
daß er nur - im wesentlichen - von an den reflektierenden
Streifen 161 des langgestreckten Glasmaßstabes 156 sowie an
den reflektierenden Streifen 161′ bzw. 161′′ der Glasmaßstäbe
156′ und 156′′ reflektiertem Licht getroffen werden kann.
Um von diesem reflektierten Licht einen möglichst großen Anteil
auf den Detektor 153 zu lenken, sind die sich zwischen dem
jeweiligen Glasmaßstab 156′ bzw. 156′′ und dem Detektor 153 der
jeweiligen Beleuchtungs- und Detektoreinheit 28′ und 28′′ des
Meßsystems 28 erstreckenden Innenwände der Kammern 166 ver
spiegelt, wie durch reflektierende Schichten 176 in der Fig. 9a
schematisch angedeutet.
Für das zur Erläuterung herangezogene Ausführungsbeispiel sei
angenommen, daß der Glasmaßstab 156 fest an dem einen, aus der
Sicht des Schützen gesehen, linken vertikalen Führungsschenkel 34
des Rahmens 33 angeordnet sei, während die beiden
übereinander angeordneten - Beleuchtungs- und Detektorein
einheiten 28′ und 28′′ des Meßsystems 28 an der Frontplatte 68
des Gehäuses 52 des Vertikalschlittens 48 angeordnet sind.
Werden, ausgehend von der in der Fig. 9c dargestellten Ausgangs
stellung Y0 die beiden Detektoreinheiten 28′ und 28′′ des Meß
systems 28 - gemeinsam - in Richtung des Pfeils 31′, gemäß
Fig. 9c nach rechts, was einer Aufwärtsbewegung (Y-Richtung)
des Vertikalschlittens 48 entspräche, durch Betätigung des
Drehknopfes 77 des Spindeltriebes 47 verschoben, so ergibt sich
für das Ausgangssignal des Detektors 153 (D1) der Beleuchtungs-
und Detektoreinheit 28′ der durch den strichpunktiert einge
zeichneten Dreieck-Wellenzug 177 des insgesamt mit 178 bezeich
neten Signal-Verlaufsdiagramms wiedergegebene Pegel-Verlauf in
Abhängigkeit von dem Verschiebeweg Y, wobei der Signalpegel
zwischen einem Maximalwert IRmax und einem Minimalwert IRmin
variiert, der, unter der Voraussetzung, daß Streueffekte nur
einen geringen Beitrag zum Ausgangssignal des Detektors 153
liefern, dem Betrage nach der Hälfte des Wertes IRmax ent
spricht.
Ausgehend von derselben Grundstellung Y0 ergibt sich für das
Ausgangssignal des Detektors 153 (D2) der zweiten Beleuchtungs-
und Detektorstufe 28′′ des Meßsystems 28 der in dem Diagramm 180
der Fig. 9c ebenfalls strichpunktiert eingezeichneten Dreieck-
Wellenzug (179) als Abhängigkeit des Signalpegels von der Ver
rückung der Beleuchtungs- und Detektoreinheit 28′′ gegenüber
der Ausgangslage und ebenfalls die periodische Variation zwi
schen dem Maximalwert IRmax und dem Minimalwert IRmin. Die
beiden Detektoren 153 der Beleuchtungs- und Detektoreinheiten
28′ und 28′′ sind zweckmäßigerweise so ausgelegt und aufeinander
abgestimmt, daß ihre maximalen Ausgangssignalpegel IRmax, die
sich jeweils dann ergeben, wenn die reflektierenden
Streifen 161′ des Glasmaßstabes 156′ genau "auf Lücke" zwischen den
reflektierenden Streifen 161 des Glasmaßstabes 156 bzw. die
reflektierenden Streifen 161′′ des Glasmaßstabes 156′′ auf Lücke
zwischen den reflektierenden Streifen 161 des Glasmaßstabes
156 stehen, und auch die minimalen Ausgangssignalpegel IRmin,
die sich ergeben, wenn die reflektierenden Streifen 161′ bzw.
161′′ des Glasmaßstabes 156′ bzw. 156′′ mit ihren Flächen genau
überlappend mit denjenigen der reflektierenden Streifen 161
des Glasmaßstabes 156 angeordnet sind, jeweils dieselben Beträge
haben.
Wird, ausgehend von der dargestellten Ausgangsstellung, in der
die reflektierenden Streifen 161′ des Glasmaßstabes 156′ sich
zu 3/4 ihrer Fläche und die reflektierenden Streifen 161′′ des
Glasmaßstabes 156′′ sich mit 1/4 ihrer Fläche mit den "dahinter"
angeordneten reflektierenden Streifen 161 des Glasmaßstabes
156 überlappen, der Vertikalschlitten 48 abgesenkt, d. h. in
Richtung des Pfeils 31′′ verschoben, so ergibt sich für die
Ausgangssignale der Detektoren 153 der beiden Beleuchtungs-
und Auswertungseinheiten 28′ und 28′′ der die Dreieck-Wellen
züge 177 und 179 der Diagramme 178 bzw. 179, gemäß der Darstel
lung nach links, stetig fortsetzende periodische Verlauf gemäß
den Dreieck-Wellenzügen 177′ bzw. 179′.
Die mit der Periodizitätslänge - der Gitterkonstanten a - der
Glasmaßstäbe 156, 156′ und 156′′ periodisch variierenden Aus
gangssignale 177 und 179 bzw. 177′ und 179′ der beiden Detek
toren 153 der Beleuchtungs- und Detektoreinheiten 28′ und 28′′
haben eine - elektrische - Phasenverschiebung von 90° gegenein
ander und sind daher aufgrund ihres Signalpegels und dessen
Änderungssinn - Zu- oder Abnahme - gemeinsam in Einheiten der
auf eine - willkürlich wählbare - Ausgangsstellung Y0 bezogene
Verschiebung der Glasmaßstäbe 156′ und 156′′ gegenüber dem Glas
maßstab 156 auswertbar, wobei, dank der deutlichen Variation
der Ausgangssignale 177, 177′ sowie 179, 179′ der beiden Detek
toren 158 zwischen den Extremalwerten IRmin und IRmax im Sinne
einer linearen Interpolation auch eine Unterteilung des Periodi
zitätsintervalls a in kleinere, zur Anzeige geeignete Inkremen
tal-Schritte möglich ist. z. B. Schrittweiten von 10 µm bis
2 µm ohne weiteres darstellbar sind, d. h. Verrückungen der
Glasmaßstäbe 156′ und 156′′ gegenüber dem Glasmaßstab 156 bzw.
Anhebungen und Absenkungen des Vertikalschlittens 48 mit einer
Genauigkeit von 1/100 mm bis 2/1000 mm erfaßbar und anzeigbar
sind.
Die Realisierung eines Meßsystems 28 und/oder 29 mit den vor
stehend erläuterten Eigenschaften ist nach dem anhand der
Fig. 9a erläuterten Reflexions-Meßprinzip auch in der Weise
möglich, daß die beiden Beleuchtungs- und Detektoreinheiten 28′
und 28′′ feststehend angeordnet sind und relativ zu diesen der
langgestreckte Glasmaßstab 156 hin- und herverschiebbar ange
ordnet ist. Bezogen auf dieselbe Ausgangsstellung Y0 des
- nunmehr als beweglich angenommenen - Glasmaßstabes 156 zu den
nunmehr als feststehend angenommenen Glasmaßstäben 156′ und
156′′ ergeben sich dann - in Abhängigkeit vom Verschiebeweg des
Glasmaßstabes 156 aus der Ausgangsstellung Y0 für die Ausgangs
signale der Detektoren der beiden Beleuchtungs- und Detektor
einheiten 28′ und 28′′ die in den Diagrammen 181 und 182 der
Fig. 9c wiederum strichpunktiert eingezeichneten Verlaufskurven
181′ bzw. 182′ bei einer Verschiebung des Glasmaßstabes 156 in
Richtung des Pfeils 31′ und die stetig daran anschließenden
dreieckwellenförmigen Verlaufskurven 181′′ bzw. 182′′ für eine
Verschiebung des Glasmaßstabes 156 in der Gegenrichtung 31′′.
Auch bei einer solchen Realisierung des Meßsystems 28 und/oder
29 haben die Ausgangssignale der beiden Detektoren 153 der
Beleuchtungs- und Detektoreinheiten 28′ und 28′′ eine elektrische
Phasenverschiebung von 90° gegeneinander und sind - wie schon
vorstehend erläutert - nach Änderungssinn und Betrag der Ände
rung eindeutig in Einheiten des Verschiebeweges auswertbar und
anzeigbar.
Eine derartige Realisierung eines inkrementalen Weg-Meßsystems
mit relativ zu den Abtast-Glasmaßstäben 156′ und 156′′ beweg
barem, langgestrecktem Glasmaßstab 156 ist insbesondere für
das zur Erfassung von Verschiebungen des Horizontalschlittens
49 gegenüber dem Vertikalschlitten 48 vorgesehene Meßsystem 29
geeignet, wobei der langgestreckte Glasmaßstab 156 fest mit
dem Horizontalschlitten 49 verbunden ist und die beiden Beleuch
tungs- und Detektoreinheiten 28′ und 28′′ fest an der Unterseite
des plattenförmigen Jochschenkels 53 des Gehäuses 52 des Verti
kalschlittens 48 montiert sind, wie in schematisch vereinfachter
Darstellung den Fig. 4 und 5 entnehmbar.
Insbesondere für diese Anordnung der Glasmaßstäbe geeignet ist
auch das in der Fig. 9b dargestellte fotoelektrische Meßsy
stem 29, das funktionell dem Meßsystem 28 gemäß Fig. 9a völlig
analog ist und sich von diesem lediglich dadurch unterscheidet,
daß die in Verschieberichtung gesehen um ein ungeradzahliges
Vielfaches eines Viertels a/4 der Gitterkonstanten a gegenein
ander versetzten Glasmaßstäbe 157′ und 157′′ seiner Beleuchtungs-
und Detektoreinheiten 29′ und 29′′ sowie der für beide Einheiten
29′ und 29′′ gemeinsam benutzte, langgestreckte Glasmaßstab 157
als Transmissionsgitter benutzt werden und demgemäß mittels
der beiden Detektoren 153, die den beiden Beleuchtungs- und
Detektoreinheiten 29′ und 29′′ je einzeln zugeordnet sind, die
Intensitäten zweier Lichtströme erfaßt werden, die von den
beiden Lichtquellen 158 ausgesandt werden und durch die Glas
maßstäbe 157′ bzw. 157′′ sowie den "gemeinsamen" Glasmaßstab
157 hindurchtreten und demgemäß mit gleicher Periodizität modu
liert werden, jedoch wiederum mit einer um 90° "verschobenen"
Phasenlage.
Die Glasmaßstäbe 157 sowie 157′ und 157′′ des Meßsystems 29
gemäß Fig. 9b können dieselbe Ausbildung haben wie die hierzu
analogen Glasmaßstäbe 156 sowie 156′ und 156′′ des Meßsystems 28
gemäß Fig. 9a, nämlich mit reflektierenden Streifen 161 bzw.
161′ und 161′′ versehen sein, welche die für die Intensitäts
modulation der Lichtströme erforderlichen Gitterstrukturen
bilden.
Bei dem Meßsystem 29 können jedoch anstelle reflektierender
Streifen 161 des langgestreckten Glasmaßstabes 157 und reflek
tierender Streifen 161′ sowie 161′′ der hinsichtlich ihrer Git
terstrukturen um a/4 oder einem ungeradzahligen Vielfachen hier
von gegeneinander versetzten Glasmaßstäbe 157′ und 157′′ auch
solche mit absorbierenden - lichtundurchlässigen - Streifen 161
bzw. 161′ und 161′′ verwendet werden, die verfahrenstechnisch
einfacher realisierbar sind als reflektierende Streifen.
Bei dem Meßsystem 29 werden die von den Lichtquellen 158 der
Untereinheiten 29′ und 29′′ ausgehenden - divergenten - Licht
ströme, die in der Fig. 9b wiederum durch ihre Randstrahlen 183
und 184 repräsentiert sind, mittels je einer Kollimationslin
se 186 zu durch die Randstrahlen 183′ und 184′ repräsentierten
Parallelbündeln kollimiert, deren durch die Gitterstrukturen
der Glasmaßstäbe 157 sowie 157′ und 157′′ nicht abgeschattete
Anteile auf die den beiden Untereinheiten 29′ und 29′′ je einzeln
zugeordneten Detektoren 153 treffen.
Die zu den Intensitäten der von Glasmaßstäben 157 und 157′
bzw. 157′′ durchgelassenen Lichtströme proportionalen Ausgangs
signale der beiden Detektoren 153 des Meßsystems 29 variieren
bei Verrückungen seines langgestreckten Glasmaßstabes 157 gegen
über den Glasmaßstäben 157′ und 157′′ der beiden Unterein
heiten 29′ und 29′′ aus der angenommenen Ausgangslage x0 in der
einen oder anderen Richtung 31′ oder 31′′ bzw. 32′ oder 32′′
(Richtungsangaben gemäß den Fig. 1 und 2) gemäß den - in aus
gezogenen Linien dargestellten - Dreieck-Wellenzügen 187 und
187′ des Diagramms 181 sowie gemäß den Dreieck-Wellenzügen 188
und 188′ des Diagramms 182 der Fig. 9c, bzw., wenn die beiden
um a/4 oder ein ungeradzahliges Vielfaches hiervon gegeneinander
versetzten Glasmaßstäbe 157′ und 157′′ gegenüber dem langge
streckten Glasmaßstab 157 als "feststehendem" Strichgitter be
wegt werden, gemäß den - in ausgezogenen Linien dargestellten -
Dreieck-Wellenzügen 189 und 189′ des Diagramms 178 bzw. den
Dreieck-Wellenzügen 191 und 191′ des Diagramms 180 der Fig. 9c.
Auch die von den beiden Detektoren 153 des Meßsystems 29 erzeug
ten, intensitätsproportionalen Ausgangssignalen 187, 187′ und
188, 188′ bzw. 189, 189′ und 191, 191′ haben jeweils eine
- elektrische - Phasenverschiebung von 90° gegeneinander und
sind daher, wie vorstehend schon erwähnt, nach Betrag und Ände
rungssinn eindeutig in Einheiten auf eine Ausgangslage X0 bzw.
Y0 bezogener Positionswerte auswertbar.
Die insoweit anhand ihres Aufbaus erläuterte Visiereinrich
tung 10 ist für eine nunmehr im einzelnen zu erläuternde Benut
zung gedacht und ausgelegt, anhand derer auch weitere Funktions
und Bedienungselemente des Kreuzschlittens 24 erläutert werden:
Die beiden Meßsysteme werden durch Anschluß ihrer Auswertungs einheit(en) 147 an eine - nicht eigens dargestellte - Spannungs quelle, z. B. eine Knopfbatterie, durch Einschalt-Betätigung einer "Ein"- und "Aus"-Taste 195 in Betrieb gesetzt.
Die beiden Meßsysteme werden durch Anschluß ihrer Auswertungs einheit(en) 147 an eine - nicht eigens dargestellte - Spannungs quelle, z. B. eine Knopfbatterie, durch Einschalt-Betätigung einer "Ein"- und "Aus"-Taste 195 in Betrieb gesetzt.
Der Schütze, der das Gewehr in einem Mehrstellungs-Wettkampf
- "liegend", "knieend" und "stehend" - benutzen und hierfür
jeweils optimale Einstellungen des Diopters 19 durch - voraus
gehende - Probeschüsse finden muß, ermittelt zunächst in einer
dieser Schieß-Stellungen, z. B. der "Liegend"-Stellung die
optimale Einstellung der Visiereinrichtung 10, wobei er eine
willkürliche Ausgangsstellung x0, y0, von der aus Horizontal-
Verstellungen x und Vertikal-Verstellungen y des Diopters 19
gemessen werden, dadurch markiert, daß er durch Betätigen der
Rücksetztasten 152 und 149, die der Horizontal-Anzeige 151
bzw. der Vertikalanzeige 148 zugeordnet sind, deren Anzeige-
Werte auf 0 setzt und hierauf durch gleichzeitige Betätigung
einer M-(Memory) -Bedienungstaste (192) und einer L-(Liegend)-
Speicher-Adressier- und Abruftaste (193) den Wert 0 in je ein
Speicherelement 194 bzw. 196 (Fig. 9f) der elektronischen Aus
wertungseinheit 147 eingibt, deren eines - das Speicherelement
194 - für eine Abspeicherung der auf die gewählte Ausgangsstel
lung bezogenen Horizontal-Einstellung x1 vorgesehen ist, während
das andere Speicherelement 196 für eine Abspeicherung der auf
die Ausgangsstellung bezogenen Vertikaleinstellung y1 vorgesehen
ist, die zusammen in der "Liegend"-(L)-Schießstellung die opti
male Diopter-Einstellung repräsentieren.
Die im Zuge des Probeschießens vom Schützen sukzessive vorgenom
menen Einstellungen xl, yl des Diopters 19 werden in den beiden
LCD-Anzeigen 151 und 148, die als Sieben-Segment-Anzeigen aus
gebildet sind, in Einheiten von 1/100 mm wiedergegeben.
Die Horizontal-Stellungsanzeige 151 und die Vertikal-Stellungs
anzeige 148 haben jeweils zwei Anzeigenfelder 151′ und 151′′
bzw. 148′ und 148′′, die bei der Horizontal-Stellungsanzeige
151 nebeneinander, bei der Vertikal-Stellungsanzeige 148 "über
einander" angeordnet sind, wie schematisch in den Fig. 9d und
9e dargestellt.
Im rechten Anzeigenfeld 151′ der Horizontal-Stellungsanzeige -
151, die, vom Schützen aus gesehen, an der linken Seite des
Gehäuseteils 52 des Kreuzschlittens 24 angeordnet ist, wird
der Betrag einer auf die Ausgangsstellung x0 nach rechts erfolg
ten Verstellung des Horizontalschlittens 49 angezeigt, im linken
Anzeigenfeld 152′′ entsprechend der Betrag einer nach links
erfolgten Einstellung. Im oberen Anzeigenfeld 148′ der Vertikal-
Stellungsanzeite 148 wird der Betrag einer auf die Grundstellung
y0 bezogenen Stellung des Vertikalschlittens 48 nach oben ange
zeigt, während im unteren Anzeigenfeld 148′′ diese Anzeige 148
der Betrag einer nach unten erfolgten Verstellung des Vertikal
schlittens 48 angezeigt wird.
Die gegenüber der Ausgangsstellung (x0, y0) für die "Liegend"-
Schießstellung als optimal ermittelten Horizontal- und Vertikal-
Verstellungen xl und yl werden dadurch in den Speicherelemen
ten 194 und 196 der elektronischen Auswertungseinheit 147, die
dieser Schießstellung zugeordnet sind, abgespeichert, daß der
Schütze die M-Bedienungstaste 192 und gleichzeitig die L-Spei
cher-Taste 193 betätigt, wodurch die als optimal ermittelten
Stellungs-Werte xl un yl in die beiden Speicherelemente 194
bzw. 196 eingegeben werden. Dabei werden in den Anzeigenfeldern
151′ bzw. 148′ der Horizontal-Anzeige 151 bzw. der Vertikal-
Anzeige 148 angezeigte Werte als positive Werte gespeichert,
während in den Anzeigenfeldern 151′′ bzw. 148′′ der Horizontal-
Anzeige 151 und der Vertikal-Anzeige 148 angezeigte Werte als
negative Werte gespeichert werden. Diese Werte bleiben solange
gespeichert, bis - wiederum durch Betätigung der M-Bedienungs
taste 192 und der L-Bedienungstaste andere Werte in die L-Spei
cherelemente 194 und 196 "eingeschrieben" werden.
Auf analoge Weise werden die günstigsten Horizontal- und Verti
kal-Einstellung xk und yk für die "Knieend"-Schießstellung er
mittelt und durch gleichzeitige Betätigung der M-Bedienungs
taste 192 und einer K-(Knieend)-Speicher-Adreß- und Abruf
taste 197 in Speicherelementen 198 bzw. 199 der elektronischen
Auswertungseinheit 147 abgespeichert, die - für die "Knieend"-
Stellung den Einstellungswerten xk und yk zugeordnet sind.
Dasselbe gilt sinngemäß für die Ermittelung und Abspeicherung
für die "Stehend"-Schießstellung ermittelter günstigster Ein
stellungswerte xs und ys, die durch gleichzeitiges Betätigen
der M-Bedienungstaste 192 und einer S-(Stehend)-Speicher-Adreß-
und Abruftaste 201 in den optimalen Einstellungswerten xs und
ys zugeordneten Speicherelementen 202 bzw. 203 der elektroni
schen Auswertungseinheit 147 speicherbar sind.
Die solchermaßen gespeicherten Diopter-Einstellungs-"Koordi
naten" sind jeweils auf dieselbe Ausgangsstellung xo, yo be
zogen, die willkürlich gewählt worden ist.
Des weiteren sind im Rahmen der elektronischen Auswertungsein
heit 147 x- und y-Istwert-Speicherelemente 204 und 206 vorge
sehen, deren Inhalt jeweils den Momentanwerten der - auf die
Ausgangsstellung xo, yo bezogenen Horizontal-Einstellung x
bzw. Vertikal-Einstellung y entspricht. Es sind die X- und Y-In
halte dieser beiden Speicherelemente 204 und 206, die für
die Positions-Darstellungen mittels der LCD-Anzeigen 151 und
148 in dem anhand der Fig. 9c und Fig. 9d erläuterten Format
ausgenutzt werden.
Durch eine alleinige Betätigung einer der beiden Rücksetztasten
149 bzw. 152 der beiden LCD-Anzeigen 148 bzw. 151 können zwar
deren Anzeigen gelöscht, nicht aber die Inhalte der beiden
Istwert-Speicherelemente 204 und 206 geändert werden, die,
auch wenn die Anzeigenfelder gelöscht sind, während eine Posi
tions-Verstellung erfolgt, den dadurch erreichten Positions-
Istwerten fortlaufend entsprechen. Eine "Änderung" des Inhalts
der beiden Istwert-Speicherelemente 204 und 206 erfolgt ledig
lich beim "Markieren" der Ausgangsposition durch gleichzeitiges
Betätigen beider Rücksetztasten 149 und 152, wodurch der Inhalt
beider Speicherelemente 204 und 206 auf 0 gesetzt wird.
Ist eine Anzeige 148 und/oder 151 durch Betätigung ihrer Rück
setztaste 149 bzw. 152 gelöscht worden, so erscheint nach er
neutem Betätigen der Rücksetztaste 149 bzw. 152 jeweils wieder
der momentan vorliegende Einstellungwert x bzw. y, wie in den
Speicherelementen 204 und 206 des Positions-Istwert-Speichers
abgelegt.
Will der Schütze, nachdem z. B. der "Liegend"-Stellungskampf
abgeschlossen ist, nunmehr den Diopter 19 auf den nächsten
Stellungskampf z. B. die "Knieend"-Schießstellung opitmal ein
stellen, so betätigt er gleichzeitig eine D-(Differenz)-
Taste 207 und die K-Speicher-Adressiertaste 197, worauf die
Horizontalanzeige 151 einen Wert anzeigt, welcher der Differenz
zwischen der Istposition x des Horizontalschlittens 49 und
seiner für den Knieend-Wettbewerb optimalen Sollposition ent
spricht, die in dem Speicherelement 198 gespeichert ist und
die Vertikalanzeige 148 einen Wert anzeigt, welcher der Dif
ferenz zwischen der Istposition des Vertikalschlittens 48 und
dessen für den Knieend-Stellungskampf günstigster Sollposition
entspricht, die in dem Speicherelement 199 abgelegt ist.
War z. B. die zuletzt eingenommene Position des Diopters 19
diejenige gewesen, in welcher der Horizontaltschlitten 49 um
10/100 mm gegenüber der markierten Ausgangsstellung xo, yo
nach links und der Vertikalschlitten 48 und 20/100 mm nach
unten verrückt gewesen war und ist die optimale Diopterposition
für die "Knieend"-Schießstellung diejenige, in welcher der
Horizontalschlitten 49 gegenüber der Ausgangsstellung xo um
20/100 mm nach rechts und der Vertikalschlitten 48 umd 25/100 mm
nach unten verschoben sein müssen, so erscheint demgemäß im
linken Anzeigenfeld 151′′ der Horizontalanzeige 151 die Anzeige 30
und im oberen Anzeigenfeld 148′ der Vertikalanzeige 148
der Wert 5, was bedeutet, daß die Istposition des Diopters 19
um 30/100 mm zu weit links und um 5/100 mm zu hoch ist.
Um die Sollposition des Diopters 19 für die Knieend-Schieß
stellung zu erreichen, muß der Schütze nun lediglich durch Be
tätigung der Spindeltriebe 51 und 47 den Horizontalschlitten 49
und den Vertikalschlitten 48 nach rechts bzw. nach oben ver
schieben, bis in beiden Anzeigen 151 und 148 der Wert 0 ange
zeigt wird.
Auf analoge Weise, nämlich durch gleichzeitiges Drücken der D-
Taste 207 der S-Speicheradreßtaste 201 kann, ausgehend von
einer beliebigen anderen Einstellung des Diopters 19 die Dif
ferenz zur Sollposition des Diopters 19 für die Stehend-Schieß
stellung ermittelt und durch Verstellen der Kreuzschlitten 48
und 49 bis die Anzeigen jeweils 0 sind, die optimale Einstellung
des Diopters 19 für die Stehend-Schießstellung eingestellt
werden. Dasselbe gilt natürlich auch für die Einstellung der
Diopter-Position für den "Liegend"-Stellungskampf, sofern der
Schütze zuvor mit einer anderen Schießstellung, z. B. der
"Stehend"- oder der "Knieend"-Stellung begonnen hatte.
Die Markierung von Bezugswerten der Positionen Xo und yo der
Positionen des Horizontalschlittens 49 und des Vertikalschlit
tens 48, von denen aus nachfolgende Verrückungen dieser Schlit
ten 49 und 48 gezählt werden, ist dann nicht erforderlich,
wenn die Meßsysteme 28 und 29 als Absolutmeßsysteme ausgebildet
sind, die zusätzlich zu den beiden - kapazitiven oder optoelek
tronischen - Erfassungskanälen, die - elektrisch - gegeneinander
um 90° phasenverschobene Ausgangssignale erzeugen, einen wei
teren, kapazitiven oder optoelektronischen Meßkanal haben,
mittels derer entlang der jeweiligen Erfassungsstrecke angeord
nete oder verschiebbare Referenzmarken erkennbar sind, die in
geeigneter Codierung Signale auslösen, denen eindeutig defi
nierte Positionen zugeordnet werden können, die von der Auswer
tungseinheit 147 selbsttätig als Bezugspositionen erkannt und
als Bezugswerte ausgenutzt werden. Um mindestens eine dieser
Referenzmarken am Beginn eines Einstellvorganges gleichsam
"einzufangen" genügt es, wenn der Schütze, nachdem die Auswer
tungseinheit 147 eingeschaltet ist, den Horizontalschlitten 49
und den Vertikalschlitten 48 einmal um eine Mindeststrecke
hin- und herverschiebt.
In spezieller, der Fig. 2 entnehmbarer Gestaltung des Kreuz
schlittens 24 ist an dessen dem Schützen zugewandter Front
platte 68 eine elektronische Stopuhr 208 mit digitaler LCD-
Anzeige 209 angeordnet, die der Schütze zu einer Anzeige der
Dauer eines Schießwettbewerbes benutzen kann. Die für eine
derartige Benutzung der Uhr 208 geeigneten Start- und Lösch-
Tasten sind mit 211 und 212 bezeichnet.
Claims (16)
1. Visiereinrichtung an einem für den sportlichen Mehrstel
lungskampf vorgesehenen Gewehr, mit einem Korn und einem
Diopter, deren Anordnung zueinander einstellbar ist, um
für die jeweilige Schießstellung - entsprechend einer in
dieser Stellung vom Schützen bevorzugten Gewehrhaltung -
einen jeweils optimalen Verlauf der Visierlinie einstellen
zu können, entlang derer über den Diopter und das Korn
das Ziel anvisiert wird, wobei der Diopter mittels eines
einen Vertikalschlitten und einen Horizontalschlitten
umfassenden Kreuzschlittens sowohl der Höhe nach, d. h.
hinsichtlich seines Abstandes von der zentralen Achse des
Gewehrlaufs, als auch seitlich, d. h. hinsichtlich seines
Abstandes von der die zentrale Achse des Gewehrlaufs ent
haltenden Mittelebene des Korns verstellbar ist und zur
diesbezüglichen Einstellung der Diopterposition dem Verti
kalschlitten und dem Horizontalschlitten des Kreuzschlit
tens je einzeln zugeordnete Spindeltriebe vorgesehen sind,
die mit je einer Anzeige für inkremental einstellbare
Positionsänderungen versehen sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
- a) zur Erfassung von Relativbewegungen eines der beiden Schlitten (48 oder 49) des Kreuzschlittens (24) gegen über einem gewehrfesten Element (33) sowie von Rela tivbewegungen des anderen Schlittens (49 bzw. 48) gegenüber dem am gewehrfesten Element (33) verschieb bar angeordneten Schlitten (48 bzw. 49) je ein elek tronisches oder opto-elektronisches Inkremental-Meß system (28; 29) vorgesehen ist, das ausschließlich für aus einer willkürlich wählbaren Ausgangsstel lung Xo des Horizontalschlittens und einer willkürlich wählbaren Ausgangsstellung Yo des Vertikalschlittens ausgeführte Relativbewegungen der Schlitten (48 und 49) relativ zueinander bzw. zu dem Gewehr (11) charak teristische, impulsförmige Ausgangssignale erzeugt, die
- b) jeweils ein Maß für inkrementale Änderungshübe glei chen Betrages sind und mittels einer elektronischen Auswertungseinheit (147) in der einen Änderungsrich tung positiv und in der entgegengesetzten Änderungs richtung negativ abzählbar sind, derart daß ihre algebraische Summe jeweils ein Maß für Auslenkungen des Diopters (19) gegenüber der vorgegebenen Anfangs stellung (Xo, Yo) ist, daß
- c) im Rahmen der elektronischen Auswertungseinheit (147) Speicherelemente (194 und 196, 198 und 199, 202 und 203) vorgesehen sind, mittels derer den einzelnen Wettkampfstellungen - liegend (L), knieend (K), ste hend (S) - als optimal zugeordnete Wertepaare (XL, YL; XK, YK und XS, YS), die auf die Ausgangsstellung (X0, Y0) bezogen sind, speicherbar sind, sowie Speicher elemente (204 und 206) zur Abspeicherung der Ist- Position des Diopters (19), und daß
- d) Anzeigen (148 und 151) vorgesehen sind, mittels derer wahlweise die für die Momentanposition (X,Y) des Diopters charakteristischen Auslenkungswerte und die für die optimalen Positionen des Diopters (19) charak teristischen Wertepaare (XL, YL; XK, YK und/oder XS, YS) darstellbar sind.
2. Visiereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schrittweite der mittels
der Meßsysteme (28 und 29) inkremental erfaßbaren Posi
tionen des Diopters (19) zwischen 1/100 und 2/100 mm, vor
zugsweise 1/100 mm beträgt.
3. Visiereinrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bezugspositionen (X0, Y0)
des Diopters (19), von der aus die optimalen Auslenkungen
gezählt werden, durch O-Setzen der Speicherelemente (204
und 206) des Positions-Istwert-Speichers markierbar ist.
4. Visiereinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Markierung der (0,0)-Posi
tion durch gleichzeitige Betätigung einer M-Befehls
taste (192) und einer Rücksetztaste (149 bzw. 152) erfolgt.
5. Visiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherung der für die
einzelnen Schießstellungen als optimal ermittelten Werte
paare der Positionskoordinaten (XL, YL; XK, YK; XS, YS)
des Diopters (19) durch gleichzeitige Betätigung einer M-
Befehlstaste (192) und einer der jeweiligen Schießstellung
zu geordneten Speicher-Adreß-Taste (193, 197 bzw. 201)
erfolgt.
6. Visiereinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die als optimal ermittelten
Wertepaare (XL, YL, XK, YK sowie XS, YS) durch Betätigen
je einer der Speicher-Adreß- bzw. Abruf-Tasten (192 bzw.
197 bzw. 201) abrufbar und in den Anzeigen (148 und 151)
darstellbar sind.
7. Visiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigen (148 und 151) je
zwei Anzeigenfelder (148′ und 148′′ bzw. 151′ und 151′′)
haben, wobei in dem einen Anzeigenfeld (148′ bzw. 151′)
der Betrag eines in der einen Verstellrichtung gesehen
vom Bezugspunkt (X0 bzw. Y0) vorhandenen Abstandes und im
anderen Anzeigenfeld (148′′ bzw. 151′′) der Betrag des in
der entgegengesetzten Richtung, gesehen vom Bezugspunkt -
(X0, Y0) bestehenden Abstandes des Diopters (19) von der
Ausgangsposition (X0, Y0) darstellbar ist.
8. Visiereinrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigenfelder (151′ und
151′′) der Horizontal-Anzeige (151) nebeneinander und/oder
die Anzeigenfelder (148′ und 148′′) der Vertikal-Anzeige -
(148) übereinander angeordnet sind.
9. Visiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß in den Anzeigen (148 und 151)
die algebraische Differenz zwischen dem Positions-Istwert-
(X, Y) des Diopters (19) und dem für die jeweilige Wett
kampfstellung optimalen Positions-Sollwert (XL, YL; XK,
YK bzw. XS, YS) des Diopters (19) darstellbar ist.
10. Visiereinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Differenzdarstellung durch
gleichzeitige Betätigung einer D-(Differenz-)Befehlstaste-
(207) und der Speicher-Adreß-Taste (193 bzw. 197 bzw.
201), die der ausgewählten Wettkampfstellung zugeordnet
ist, auslösbar ist.
11. Visiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß der Vertikalschlitten (48)
und/oder der Horizontalschlitten (49), in Verschiebericht
ung (39 bzw. 32) gesehen, einseitig federbelastet ist/sind.
12. Visiereinrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß zur federelastischen Abstüt
zung des Vertikalschlittens (48) an einem gewehrfesten
Rahmen (33) des Kreuzschlittens (24) zwei vorgespannte
Wendelfedern (109 und 111) in symmetrischer Anordnung
bezüglich der vertikalen Längsmittelebene (27′) des Rah
mens (33) vorgesehen sind, die auf einem mehr als ihrer
Blocklänge entsprechenden Abschnitt ihrer Längen von nach
oben offenen Sackbohrungen (112 und 113) des Rahmens (33)
aufgenommen und zwischen deren Böden und einem Jochschen
kel (53) des Gehäuses (52) des Vertikalschlittens (48)
abgestützt sind.
13. Visiereinrichtung nach Anspruch 11 oder Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß zur federelastischen Abstützung
des Horizontalschlittens (49) gegenüber dem Vertikalschlit
ten (48) eine die Gewindespindel (103) eines zur Horizon
taleinstellung des Diopters (19) vorgesehenen Spindel
triebes (51) koaxial umgebende Wendelfeder (108) vorgesehen
ist, die einerseits an dem Mutterstück (99) des Spindel
triebes (51) und andererseits an einem seitlichen Profil
schenkel (54) des Gehäuses (52) des Vertikalschlittens
(48) abgestützt ist.
14. Visiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei
die beiden Meßsysteme (28 und 29) als kapazitive Meßsysteme
ausgebildet sind, bei denen mindestens zwei Kondensatoren -
(114 und 116) mit in Abhängigkeit vom Hub der Relativ
bewegungen ihrer Elektroden gegeneinander periodisch vari
ierenden Kapazitäten vorgesehen sind, die eine gemeinsame
Elektrode (117) und zwei den beiden Kondensatoren (114
und 116) je einzeln zugeordnete Elektroden (118 und 119)
haben, die, in Richtung der jeweiligen Verschiebung gese
hen, um 1/4 der Periodizitätslänge (d) ihrer periodischen
Struktur gegeneinander versetzt angeordnet sind und weiter
die elektronische Auswertungseinheit (147) für die Kapa
zitätsvariation der beiden Kondensatoren (114 und 116)
charakteristische Auswertungssignale erzeugt, die eine
elektrische Phasenverschiebung von 90° gegeneinander haben,
dadurch gekennzeichnet, daß bei dem zur Erfassung von
Positionsänderungen des Vertikalschlittens (48) vorgese
henen Meßsystem (28) die gemeinsame Elektrode (117) an
dem Rahmen (33), vorzugsweise an dessen der Frontplatte -
(64) des Gehäuses (52) des Vertikalschlittens (48) zuge
wandten Seite eines vertikalen Führungsschenkels (34 oder
36) des Rahmens (33) angeordnet ist und die beiden um d/4
gegeneinander versetzten Elektroden (118 und 119) der
beiden Kondensatoren (114 bzw. 116) an der Innenseite der
Frontplatte (64) des Gehäuses (52) angeordnet sind, und
daß bei dem zur Erfassung von Positionsänderungen des
Horizontalschlittens (49) vorgesehenen Meßsystem (29) die
gemeinsame Elektrode (117) mit dem Horizontalschlitten (49)
beweglich ist, während die um d/4 gegeneinander versetzten
- individuellen - Elektroden (118 und 119) der beiden
Kondensatoren (114 und 116) fest an dem Gehäuse (52) des
Vertikalschlittens (48) angeordnet sind, das auch mecha
nischer Träger der elektronischen Auswertungseinheit (147)
ist.
15. Visiereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei
die beiden Meßsysteme (28 und 29) als opto-elektronische
Meßsysteme ausgebildet sind, die mit in Abhängigkeit vom
Hub der Relativbewegungen periodisch variierender Inten
sitätsmodulation mindestens zweier Lichtströme arbeiten,
zu deren Modulation zwei durch Glasmaßstäbe gleicher
Strichgitterteilungen realisierte Moire-Systeme vorgesehen
sind, die einen gemeinsamen Glasmaßstab (156 bzw. 157)
vorgegebener Gitterkonstanten a und ihnen individuell
zugeordnete Lichtquellen (158) und Fotodetektoren (153)
sowie Glasmaßstäbe (156′ und 156′′ bzw. 157′ und 157′′)
haben, die dieselbe Gitterkonstante a wie der gemeinsame
Glasmaßstab haben, jedoch, in Verschieberichtung (31 bzw.
32) gesehen, um a/4 gegeneinander versetzt sind, so daß
die mittels der elektronischen Auswertungseinheit (147)
in Einheiten des Verschiebeweges auswertbaren elektrischen
Ausgangssignale der den beiden Moire-Systemen einzeln
zugeordneten Detektoren eine - elektrische - Phasenver
schiebung von 90° gegeneinander haben,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das zur Erfassung
von Positionsänderungen des Vertikalschlittens (48) vorge
sehene Meßsystem (28) als Reflexions-System ausgebildet
ist, dessen Lichtquellen (158) und Detektoren (153) in
gemeinsamen Gehäusen (167) gegeneinander abgeschirmt ange
ordnet sind, deren Aus- und Eintrittsfenster durch je
einen der gegeneinander versetzten Glasmaßstäbe (156′ und
156′′) gebildet sind, daß die Beleuchtungs- und Detektor
einheiten (28′ und 28′′) mit dem Vertikalschlitten (48)
beweglich angeordnet sind, vorzugsweise an der Innenseite
der Frontplatte (64) seines Gehäuses (52), und der gemein
same Glasmaßstab (158) an dem gewehrfesten Rahmen (33),
vorzugsweise an dessen der Frontplatte (64) des Gehäu
ses (52) zugewandten Seite eines vertikalen Führungsschen
kels (34 oder 36) des Rahmens (33) angeordnet ist (Fig. 9a).
16. Visiereinrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß das zur Erfassung von Posi
tionsänderungen des Horizontalschlittens (49) vorgesehene
Meßsystem (29) als Transmissions-Meßsystem ausgebildet
ist, bei dem der gemeinsame Glasmaßsab (157) und die
beiden, Austrittsfenster für je eine Beleuchtungseinheit
bildenden, um 1/4 der Periodizitätslänge a ihrer Strich
gitterstruktur (161, 161′ und 161′′) gegeneinander versetz
ten Glasmaßstäbe (157′ und 157′′) zwischen den Lichtquel
len (148) und den Detektoren (153) angeordnet sind, wobei
die beiden Beleuchtungs- und Detektoreinheiten (29′ und
29′′) dieses Transmissionsmeßsystems am Gehäuse (52) des
Vertikalschlittens (48) fest und der gemeinsame Glasmaßstab
(157) die gegenüber dem Vertikalschlitten (48) erfolgenden
Relativbewegungen des Horizontalschlittens (49) mit aus
führend an diesem angeordnet ist (Fig. 9b).
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904031776 DE4031776A1 (de) | 1990-10-06 | 1990-10-06 | Visiereinrichtung |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904031776 DE4031776A1 (de) | 1990-10-06 | 1990-10-06 | Visiereinrichtung |
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|---|---|
| DE4031776A1 true DE4031776A1 (de) | 1992-04-09 |
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ID=6415793
Family Applications (1)
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| WO (1) | WO1992006346A1 (de) |
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- 1990-10-06 DE DE19904031776 patent/DE4031776A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
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