[go: up one dir, main page]

DE4031668B4 - Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung - Google Patents

Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung Download PDF

Info

Publication number
DE4031668B4
DE4031668B4 DE4031668A DE4031668A DE4031668B4 DE 4031668 B4 DE4031668 B4 DE 4031668B4 DE 4031668 A DE4031668 A DE 4031668A DE 4031668 A DE4031668 A DE 4031668A DE 4031668 B4 DE4031668 B4 DE 4031668B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
light pulses
light
signal
reflected
detected
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE4031668A
Other languages
English (en)
Other versions
DE4031668A1 (de
Inventor
Thomas Dr. Zimmermann
Paul Walter Prof. Dr. Baier
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carl Zeiss AG
Original Assignee
Carl Zeiss AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carl Zeiss AG filed Critical Carl Zeiss AG
Priority to DE4031668A priority Critical patent/DE4031668B4/de
Publication of DE4031668A1 publication Critical patent/DE4031668A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE4031668B4 publication Critical patent/DE4031668B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S17/00Systems using the reflection or reradiation of electromagnetic waves other than radio waves, e.g. lidar systems
    • G01S17/02Systems using the reflection of electromagnetic waves other than radio waves
    • G01S17/06Systems determining position data of a target
    • G01S17/08Systems determining position data of a target for measuring distance only
    • G01S17/10Systems determining position data of a target for measuring distance only using transmission of interrupted, pulse-modulated waves

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Optical Radar Systems And Details Thereof (AREA)

Abstract

Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung, bei dem
– ein Sender (3) eine Folge von Lichtimpulsen aussendet, die an mindestens zwei in unterschiedlichen Entfernungen angeordneten Messobjekten reflektiert werden,
– ein Detektor (7) das an den Messobjekten reflektierte Licht detektiert und ein detektiertes Signal bereitstellt, und
– in einem Rechner die Laufzeitdifferenz zwischen den Lichtimpulsen, die an verschiedenen Messobjekten (M1, M2, 12a, 12b) reflektiert wurden, bestimmt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
– die an den Messobjekten reflektierten Lichtsignale mit dem Detektor (7) zeitlich überlagert detektiert werden,
– die zeitlich überlagert detektierten Lichtsignale als mit dem Detektor (7) detektiertes Signal in dem Rechner abgespeichert werden,
– aus der ausgesendeten Folge von Lichtimpulsen rechnerisch ein Signal gebildet wird, welches das detektierte Signal bestmöglich approximiert, wobei Schätzwerte für die Laufzeit der Lichtimpulse vom Sender zum jeweiligen Messobjekt und von dort zum Empfänger und Schätzwerte für die Reflektivität der Messobjekte als...

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung, bei dem ein Sender eine Folge von Lichtimpulsen aussendet, die an mindestens zwei in unterschiedlichen Entfernungen angeordneten Messobjekten reflektiert werden, ein Detektor das an den Messobjekten reflektierte Licht detektiert und ein detektiertes Signal bereitstellt, und in einem Rechner die Laufzeitdifferenz zwischen den Lichtimpulsen, die an verschiedenen Messobjekten reflektiert wurden, bestimmt wird.
  • Ein derartiges Verfahren ist aus der Publikation „random modulation cw lidar", N. Takeuchi et al., Applied Optics, Band 22, Seite 1382, (1983) und aus der Publikation „Diode-laser random modulation cw lidar", N. Takeuhi et al., Applied Optics, Band 25, Seite 63, (1986) bekannt. Dort sind optische Entfernungsmesser beschrieben, die eine Folge zufallsverteilter, bandbreitegespreizter Lichtimpulse zum jeweiligen Messobjekt aussenden. Die Messobjekte können sowohl Aerosole als auch Oberflächen fester Körper sein. Gegenüber Entfernungsmessern, die Einzelimpulse aussenden, haben diese den Vorteil, dass senderseitig wesentlich geringere Anforderungen an die spektrale Bandbreite als auch an die erforderlichen Impulsenergien bei vergleichbaren Messdistanzen und Messauflösungen gestellt werden. Auch die Anforderung an die empfängerseitige zeitliche Auflösung ist wesentlich reduziert.
  • Die am Messobjekt reflektierten Lichtimpulse werden detektiert, verstärkt, digitalisiert und anschließend in einem Rechner mit einem Referenzsignal korreliert, welches einer zeitlich verzögerten Version des ausgesandten Signals entspricht. Durch dieses Verfahren wird die Impulsantwort des Objektes ermittelt. Das Verfahren liefert jedoch nur dann die korrekte Impulsantwort, wenn die Lichtimpulse entweder nur an einem einzigen Messobjekt reflektiert sind, oder wenn solche Impulsfolgen gewählt sind, deren zeitliche Autokorrelationsfunktion einer δ-Funktion entspricht, d.h. außer dem Hauptmaximum keine weiteren Nebenmaxima aufweist.
  • In der Praxis lassen sich jedoch keine Impulsfolgen realisieren, deren Autokorrelation keine Nebenmaxima aufweist. Alleine die endliche spektrale Bandbreite des Senders führt zu spektralen Seitenbändern. Diese Seitenbänder führen zu Nebenmaxima der Autokorrelationsfunktion. Bei der gleichzeitigen Messung an mehreren Messobjekten sind daher der Korrelationshauptspitze, die zu einem Messobjekt gehört, die Korrelationsnebenspitzen der anderen Messobjekte überlagert, so dass sich nicht der wahre Schwerpunkt der Korrelationshauptspitze ermitteln lässt.
  • Die DE 37 10 041 A1 offenbart eine Vorrichtung zur berührungslosen elektro-optischen Abstandsmessung mittels Licht, die es ermöglicht, den Abstand zwischen einem Austrittsende für Licht eines Lichtleiters und einem lichtreflektierenden Objekt zu vermessen. Der betreffende Abstand wird dabei gemessen, indem ein Phasenunterschied zwischen am Objekt gestreutem Licht und Licht in einem Referenzzweig bestimmt wird. Hierzu umfasst die Vorrichtung zur berührungslosen elektro-optischen Abstandsmessung eine Phasenmesseinrichtung.
  • Aus der DE 32 19 423 C2 ist ein Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung bekannt, bei dem eine Signal-Laufzeitmessung über eine Messstrecke und getrennt hiervon über eine geräteinterne Referenzstrecke durchgeführt wird. Über die Differenz der gemessenen Signal-Laufzeiten kann ein Messfehler eliminiert werden, dessen Ursache in der Unsicherheit für die Auslösung eines Messlichtimpulses und im Ansprechverhalten der eingesetzten Detektorschaltung liegt.
  • Eine wichtige Anwendung der gleichzeitigen Entfernungsmessung zu mehreren Messobjekten ist die Untersuchung von Glasfasern auf Fehlerstellen. Hier stellen die Fehlerstellen die Messobjekte dar, deren Entfernungen vom Faserende zu bestimmen sind. Zur Untersuchung solcher Fehlerstellen in Glasfasern durch Optical Time Domain Reflectrometry ist es aus der EP-OS 269448 und der EP-OS 379609 bekannt, mindestens zwei komplementäre Impulsfolgen, beispielsweise sogenannte Golaysequenzen in die Glasfaser einzukoppeln. Durch diese spezielle Wahl mehrerer Impulsfolgen wird erreicht, dass sich die Korrelationsnebenspitzen der einen Impulsfolge und die Korrelationsnebenspitzen der dazu komplementären Impulsfolge größtenteils gegenseitig aufheben. Problematisch ist hier, dass die komplementären Impulssequenzen auch negative Sequenzanteile haben, wogegen sich durch Amplitudenmodulation keine negativen Amplituden erzeugen lassen. Die negativen Sequenzanteile können daher erst im Auswerterechner durch Subtraktion zweier geeigneter positiver Sequenzanteile gebildet werden. Dies wirkt sich negativ auf die Messzeit aus, da für eine Messung mindestens drei Impulssequenzen ausgesandt und detektiert werden müssen. Außerdem ist die zulässige Signalformvielfalt stark eingeschränkt, was dann nachteilig ist, wenn dieselben Messobjekte gleichzeitig von mehreren Messgeräten vermessen werden. Durch die eingeschränkte Signalformvielfalt ist eine gegenseitige Störung der Messgeräte wahrscheinlich.
  • Aufgabe der Erfindung ist ein Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung bereitzustellen, bei dem Messfehler aufgrund von Laufzeitschwankungen der elektronischen Komponenten von Sender und Empfänger vermieden werden.
  • Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung der eingangs genannten Art gelöst, bei dem die an den Messobjekten reflektierten Lichtsignale mit dem Detektor zeitlich überlagert detektiert werden, die zeitlich überlagert detektierten Lichtsignale als mit dem Detektor detektierte Signal in dem Rechner abgespeichert werden, aus der ausgesendeten Folge von Lichtimpulsen rechnerisch ein Signal gebildet wird, welches das detektierte Signal bestmöglich approximiert, wobei Schätzwerte für die Laufzeit der Lichtimpulse vom Sender zum jeweiligen Messobjekt und von dort zum Empfänger und Schätzwerte für die Reflektivität der Messobjekte als Anpassparameter dienen, und aus dem rechnerisch gebildeten Signal, das dem mit dem Detektor detektierten Signal bestmöglich angepasst ist, die Laufzeiten der von dem Sender ausgesendeten Lichtimpulse zwischen den Messobjekten ermittelt werden.
  • Die an den Messobjekten reflektierten Lichtsignale werden zeitlich überlagert detektiert und im Rechner abgespeichert. Anschließend wird aus der ausgesendeten Impulsfolge rechnerisch ein Signal gebildet, das das detektierte Signal bestmöglich approximiert. Die Laufzeit der Lichtimpulse vom Sender zum jeweiligen Messobjekt und von dort zum Empfänger als auch die Amplituden der jeweiligen Reflexionsanteile dienen dabei als Anpassparameter. Wenn das rechnerische Signal bestmöglich dem detektierten Signal angepasst ist, sind die Laufzeiten der Lichtimpulse ermittelt. Aufgrund der Abweichungen des approximierten Signals vom detektierten Signal können auch Aussagen über die statistische Sicherheit der ermittelten Anpassparameter gemacht werden, so dass zusätzlich zum Entfernungswert auch die aktuelle statistische Messgenauigkeit ausgegeben werden kann.
  • Da für die beschriebene endgültige Auswertung keine Korrelation durchgeführt wird, arbeitet das erfindungsgemäße Verfahren auch dann sehr zuverlässig, wenn Impulssequenzen mit großen Korrelationsnebenmaxima verwendet werden. Es kann daher die Entfernung zwischen beliebig vielen Messobjekten mit hoher Genauigkeit gemessen werden, ohne dass spezielle Impulssequenzen erforderlich sind.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird stets die Entfernung zwischen zwei Messobjekten, von denen eines auch ein interner Referenzkanal sein kann, ermittelt.
  • Die Bestimmung der optimalen Anpassparameter erfolgt vorzugsweise nach dem aus der Faktorenanalyse bekannten Maximum-Likelihood-Algorithmen.
  • Die Lichtimpulse werden vorzugsweise über eine zeitliche Periode ausgesendet, die größer ist, als die Laufzeitdifferenz zwischen solchen Lichtimpulsen, die an unterschiedlichen Messobjekten reflektiert sind. Dadurch ist die Eindeutigkeit der ermittelten Entfernungen gewährleistet. Die vom Sender ausgesendeten optischen Signale sind vorzugsweise bandbreitgespreizt, d.h. die Impulsdauer der einzelnen Impulse ist wesentlich größer als ihre reziproke spektrale Bandbreite. Solche bandbreitegespreizten Impulse können beispielsweise durch zufällige oder pseudozufällige Hell/Dunkeltastung des Strahlungssenders nach Maßgabe der in den eingangs zitierten Literaturstellen beschriebenen m-Sequenzen oder nach Maßgabe der komplementären Golaysequenzen erzeugt sein. Die Verwendung bandbreitegespreizter Lichtsignale ermöglicht eine große Vielfalt unterschiedlicher Signalsequenzen. Da sich solche Entfernungsmesser, die zwar im gleichen Orts- und Zeitbereich aber mit verschiedenen Signalsequenzen arbeiten, nicht gegenseitig stören, können dieselben Messobjekte gleichzeitig durch eine entsprechend große Anzahl an Entfernungsmessern vermessen werden. Außerdem ist es möglich, durch eine zusätzliche schmalbandige Modulation der ausgesendeten Signale Nachrichten zu den Messobjekten zu senden.
  • Zur Verbesserung des Signal/Rauschverhältnisses und damit der statistischen Sicherheit der Messwerte ist es vorteilhaft, die Impulse über eine Vielzahl von Perioden auszusenden, wobei die Folge der Einzelimpulse in jeder Periode identisch ist. Vorzugsweise wird dann aus dem über eine Vielzahl an Perioden detektierten Signal ein gemitteltes Signal gebildet, das die Dauer einer einzigen Periode hat. Die Auswerterechnung wird dann lediglich für die gemittelte Periode durchgeführt, wodurch sich die Auswertezeit wesentlich verkürzen lässt. Eine rekursiv geschaltete Additionsstufe erlaubt dabei die Mittelung in Echtzeit.
  • Um bereits vor der Auswerterechnung eine gute digitale Messauflösung zu erzielen, ist es vorteilhaft, wenn die Abtastfrequenz, mit der die empfangenen Lichtsignale detektiert werden, größer ist als die Chipfrequenz, durch welche die minimale Impulsdauer bestimmt ist.
  • Im folgenden werden Einzelheiten der Erfindung anhand des in der Figur schematisch dargestellten Entfernungsmessgerätes näher erläutert.
  • Das in der Figur dargestellte Entfernungsmessgerät besteht aus einem Rechner (1), der eine binäre, zufallsverteilte Impulssequenz erzeugt. Die Impulssequenz hat eine Periodendauer TS und wird nach der Zeit TS stets wiederholt. Der minimale zeitliche Abstand zwischen einer ansteigenden und einer abfallenden Impulsflanke ist durch (1/F1) gegeben, wobei (F1) die Chipfrequenz ist. Die Impulssequenz wird von einem Analog/Digitalwandler (2) analogisiert und zur Modulation einem Sender (3) zugeführt, der im wesentlichen aus einem modulierbaren Laser und einer zugehörigen Stromversorgung besteht. Die Modulationsbandbreite des Senders (3) ist wesentlich größer als die Chipfrequenz, so dass eine bandbreitegespreizte Impulssequenz entsteht.
  • Die vom Sender erzeugten Lichtimpulse werden über eine Teleskopoptik (4) zu den durch Tripelprismen (M1, M2) markierten Zielpunkten ausgesendet, an diesen jeweils teilweise reflektiert, von der Teleskopoptik wieder aufgesammelt und von Strahlteilern (6a, 6b) zu einem Empfänger (7) gelenkt. Die Ausgangssignale des Empfängers werden von einem Analog/Digitalwandler (8) digitalisiert. Die Abtastfrequenz des Analog/Digitalwandlers (8) Fa = 1/Ta ist doppelt so groß wie die Chipfrequenz (F1). Die über eine Vielzahl von Perioden aufgenommenen Meßwerte werden in einer rekursiv geschalteten Additionsstufe, die aus einer arithmethisch logischen Einheit (9) und einem Speicher (10) besteht, zu einer einzigen Periode gemittelt. Im Speicher (10) ist jedem Abtastzeitpunkt einer Periode ein Speicherplatz zugeordnet, und der zur nächsten Periode gehörige Meßwert in einem Abtastzeitpunkt wird einfach dem bisherigen Speicherinhalt des Abtastzeitpunktes hinzuaddiert. Nachdem über die gewünschte Anzahl an Perioden Meßwerte aufgenommen sind, wird der Inhalt des Speichers (10) von dem Rechner (1) ausgelesen und der zeitliche Abstand zwischen den Impulsen, die an unterschiedlichen Meßobjekten (M1, M2) reflektiert sind, ermittelt.
  • Im folgenden werden kurz die Grundlagen für die rechnerische Auswertung beschrieben:
    Die Signalantwort V(t) auf die ausgesendete Impulssequenz S(t) eines nomierten Meßobjektes, dessen Reflektivität als eins und dessen Abstand vom Meßgerät als Bezugspunkt (Abstand null) definiert wird, wird in einer ersten Eichmessung gemessen und im Rechner abgespeichert, so daß V(t) und dessen zeitliche Ableitung V .(t) anschließend bekannt sind. Der Unterschied zwischen V(t) und S(t) wird einerseits durch die Laufzeit und andererseits durch die empfängerseitige Bandbreitebegrenzung verursacht.
  • Das nach Reflexion an den beiden Meßobjekten (M1, M2) empfangene und digitalisierte Signal e (iTa) am i-ten Abtastpunkt einer Periode ist gegeben durch
    Figure 00070001
    wobei Ak die Reflektivitäten und Tk die Laufzeiten der Lichtimpulse vom Sender zum Objekt Mk (k = 1, 2) und von dort zum Empfänger (7) sind, und n (iTa) ein statistisches Rauschsignal ist.
  • Das Meßsignal e (iTa) wird nun folgend durch zeitverzögerte Versionen der Signalantwort V (t) approximiert. Die bestmögliche Approximation ist erreicht, wenn die folgenden vier Gleichungen (2 bis 5) erfüllt sind:
    Figure 00080001
  • Dabei ist Ak ^, k = 1,2, der Schätzwert für die komplexe Reflektivität des Meßobjektes Mk und Tk ^, k = 1,2, die geschätzte Laufzeit der Lichtimpulse vom Sender (3) zum Meßobjekt Mk und von dort zum Empfänger (7). Die Summationen werden jeweils über die N Abtastpunkte der Periode durchgeführt.
  • Durch Auflösung der Gleichungen (2) und (3) nach A1 ^ und A2 ^ und Einsetzen in Gleichungen (4) und (5) können die komplexen Reflektivitäten A1 ^ und A2 ^ eliminiert werden. Man erhält dann zwei nicht-lineare Gleichungen f1(T1 ^, T2 ^) = 0 (6) f2(T1 ^, T2 ^) = 0 (7)
  • Die beiden Gleichungen (6) und (7) werden durch das Newton-Verfahren iterativ gelöst. Besonders günstige Startwerte für die Laufzeiten T1 ^, T2 ^ lassen sich durch eine Korrelation der detektierten Signalform mit der ausgesandten Signalform realisieren, jedoch dient die Korrelation hier nur dazu, um geeignete Startwerte für die Iteration zu erhalten. Die endgültigen Schätzwerte T1 ^ und T2 ^ werden dann durch die Iteration selbst ermittelt.
  • Nachdem iterativ die Schätzwerte T1 ^, T2 ^ bestimmt sind, werden zusätzlich iterativ Schätzwerte für die komnplexen Reflektivitäten A1 ^, A2 ^ ermittelt.
  • Solange stets die Laufzeitdifferenzen zwischen den an dem Meßobjekt (M1) und den am Meßobjekt (M2) reflektierten Lichtimpulsen gemessen werden, haben Änderungen der Signalverarbeitungszeit des Empfängers (7), die sich über Zeiträume erstrecken, die sehr groß gegenüber der Periodendauer sind, keinen Einfluß auf die Meßgenauigkeit.
  • Die geschätzten Laufzeiten T1 ^, T2 ^ und die Reflektivitäten A1 ^, A2 ^ werden auf dem Monitor (11) ausgegeben. Die Entfernung Lk zwischen dem Meßobjekt Mk und dem Entfernungsnullpunkt ergibt sich dann zu Lk = 1/2 cTk ^ mit k = 1,2 und c der Lichtgeschwindigkeit. Zusätzlich lassen sich anhand der Varianzen der Schätzwerte noch statistische Aussagen über die Zuverlässigkeit der geschätzten Werte, insbesondere über die erreichte Meßgenauigkeit, machen. Diese Aussagen über die Meßgenauigkeit werden ebenfalls auf dem Monitor (11) dargestellt.
  • Nach dem bisher Beschriebenen können die Meßobjekte (M1, M2) außerhalb des gestrichelt dargestellten Meßgerätes (13) angeordnet sein. Es ist jedoch auch möglich, die Entfernung zu einem einzigen Meßobjekt (M2) außerhalb des Meßgerätes (13) zu bestimmen. Das zweite Meßobjekt ist dann durch einen Referenzkanal im Inneren des Meßgerätes realisiert, indem teildurchlässige Spiegel (12a, 12b) einen Teil des vom Sender (3) ausgesandten Lichts direkt zum Empfänger (7) spiegeln.
  • Wie bereits weiter oben beschrieben, ist die Periodenlänge (TS) der ausgesandten Lichtimpulse größer als die Laufzeitdifferenz zwischen den an unterschiedlichen Meßobjekten (M1, M2) reflektierten Lichtstrahlen. Dadurch lassen sich eindeutige Entfernungsmeßwerte erzielen. Um andererseits möglichst kurze Meß- und Auswertezeiten zu erhalten, sollte die Periodenlänge (TS) stets der aktuellen Laufzeitdifferenz angepaßt sein. Dies läßt sich beim erfindungsgemäßen Entfernungsmesser leicht softwaremäßig durch Wahl der Sende- und Abtastperiode realisieren.
  • Anhand der Zeichnung ist das erfindungsgemäße Meßverfahren zur Vereinfachung lediglich für den Spezialfall, das zwei Meßobjekte (M1, M2) vorhanden sind, beschrieben worden. Es läßt sich jedoch durch eine Verallgemeinerung der Gleichungen (2 bis 5) auf eine beliebige Anzahl an Meßobjekten ausdehnen.

Claims (7)

  1. Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung, bei dem – ein Sender (3) eine Folge von Lichtimpulsen aussendet, die an mindestens zwei in unterschiedlichen Entfernungen angeordneten Messobjekten reflektiert werden, – ein Detektor (7) das an den Messobjekten reflektierte Licht detektiert und ein detektiertes Signal bereitstellt, und – in einem Rechner die Laufzeitdifferenz zwischen den Lichtimpulsen, die an verschiedenen Messobjekten (M1, M2, 12a, 12b) reflektiert wurden, bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass – die an den Messobjekten reflektierten Lichtsignale mit dem Detektor (7) zeitlich überlagert detektiert werden, – die zeitlich überlagert detektierten Lichtsignale als mit dem Detektor (7) detektiertes Signal in dem Rechner abgespeichert werden, – aus der ausgesendeten Folge von Lichtimpulsen rechnerisch ein Signal gebildet wird, welches das detektierte Signal bestmöglich approximiert, wobei Schätzwerte für die Laufzeit der Lichtimpulse vom Sender zum jeweiligen Messobjekt und von dort zum Empfänger und Schätzwerte für die Reflektivität der Messobjekte als Anpassparameter dienen, und – aus dem rechnerisch gebildeten Signal, das dem mit dem Detektor (7) detektierten Signal bestmöglich angepasst ist, die Laufzeiten der von dem Sender (3) ausgesendeten Lichtimpulse zwischen den Messobjekten ermittelt werden.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Approximation durch einen Maximum-Likelihood-Schätzalgorithmus erfolgt.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtimpulse bandbreitegespreizt sind.
  4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtimpulse über eine zeitliche Periode ausgesendet werden, die größer ist als die Laufzeitdifferenz zwischen den Lichtimpulsen, die an unterschiedlichen Meßobjekten (M1, M2) reflektiert sind.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtimpulse über eine Vielzahl von Perioden ausgesendet werden, wobei die Impulsfolge in jeder Periode identisch ist.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Empfangssignale vor der Auswertung über Anzahl der Perioden gemittelt werden.
  7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die detektierten Signale in einem Analog/Digitalwandler (9) digitalisiert werden, dessen Abtastfrequenz Fa größer ist als die Chipfrequenz F1, durch die der minimale zeitliche Abstand zwischen ansteigenden und abfallenden Flanken der ausgesendeten Impulsfolge bestimmt ist.
DE4031668A 1990-10-05 1990-10-05 Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung Expired - Fee Related DE4031668B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE4031668A DE4031668B4 (de) 1990-10-05 1990-10-05 Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE4031668A DE4031668B4 (de) 1990-10-05 1990-10-05 Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE4031668A1 DE4031668A1 (de) 1992-04-09
DE4031668B4 true DE4031668B4 (de) 2006-02-02

Family

ID=6415716

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE4031668A Expired - Fee Related DE4031668B4 (de) 1990-10-05 1990-10-05 Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE4031668B4 (de)

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4436447C2 (de) * 1994-10-13 1996-10-02 Leica Ag Verfahren und Vorrichtung zur elektrooptischen Entfernungsmessung
DE10027239A1 (de) 2000-05-31 2001-12-06 Sick Ag Verfahren zur Abstandsmessung und Abstandsmeßeinrichtung

Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3115200A1 (de) * 1981-04-15 1983-02-03 Philips Kommunikations Industrie AG, 8500 Nürnberg Verfahren zur messung von impulslaufzeiten, fehlerorten und daempfung auf kabeln und lichtwellenleitern
DE3246928A1 (de) * 1982-12-16 1984-06-20 Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik Berlin GmbH, 1000 Berlin Anordnung zur bestimmung und ortung von reflexionsstellen in lichtleitenden objekten
DE3219423C2 (de) * 1981-06-09 1986-04-30 MTC, Meßtechnik und Optoelektronik AG, Neuenburg/Neuchâtel Entfernungsmeßverfahren und Vorrichtung zu seiner Durchführung
EP0269448A2 (de) * 1986-11-26 1988-06-01 Hewlett-Packard Company Optisches Zeitbereichsreflektometer
DE3710041A1 (de) * 1987-03-27 1988-10-13 Fraunhofer Ges Forschung Vorrichtung zur beruehrungslosen elektro-optischen abstandsmessung
EP0379609A1 (de) * 1989-01-24 1990-08-01 Hewlett-Packard GmbH Verfahren und Vorrichtung zum Anwenden von optischen Zeitbereichsreflektometern

Patent Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3115200A1 (de) * 1981-04-15 1983-02-03 Philips Kommunikations Industrie AG, 8500 Nürnberg Verfahren zur messung von impulslaufzeiten, fehlerorten und daempfung auf kabeln und lichtwellenleitern
DE3219423C2 (de) * 1981-06-09 1986-04-30 MTC, Meßtechnik und Optoelektronik AG, Neuenburg/Neuchâtel Entfernungsmeßverfahren und Vorrichtung zu seiner Durchführung
DE3246928A1 (de) * 1982-12-16 1984-06-20 Heinrich-Hertz-Institut für Nachrichtentechnik Berlin GmbH, 1000 Berlin Anordnung zur bestimmung und ortung von reflexionsstellen in lichtleitenden objekten
EP0269448A2 (de) * 1986-11-26 1988-06-01 Hewlett-Packard Company Optisches Zeitbereichsreflektometer
DE3710041A1 (de) * 1987-03-27 1988-10-13 Fraunhofer Ges Forschung Vorrichtung zur beruehrungslosen elektro-optischen abstandsmessung
EP0379609A1 (de) * 1989-01-24 1990-08-01 Hewlett-Packard GmbH Verfahren und Vorrichtung zum Anwenden von optischen Zeitbereichsreflektometern

Non-Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
Takeuchi, N. et al:"Random modulation cw lidar", In: Applied Optics, Vol.22, No.9, Mai 1983, S. 1382-1386 *
Takeuchi,N. et al.:"Diode-laser random-modulation cw lidar", In: Applied Optics, Vol.25, No.1, Januar 1986, S. 63-67 *

Also Published As

Publication number Publication date
DE4031668A1 (de) 1992-04-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP3098626B1 (de) Zeitmessschaltung und optoelektronischer distanzmesser mit einer ebensolchen zeitmessschaltung
DE69706653T2 (de) Elektronisches entfernungsmessgerät
DE69429966T2 (de) Entfernungsmessgerät mit Verwendung von Lichtimpulsen
EP0066888B1 (de) Entfernungsmessverfahren und Vorrichtung zu seiner Durchführung
DE69022696T2 (de) Verfahren zum Nachweisen u. Kennzeichnen von Anomalien in einem Ausbreitungsmedium.
DE4411713B4 (de) Optische Entfernungsmeßvorrichtung und Verwendung derselben
WO2008009387A1 (de) Optisches distanzmessverfahren und entsprechender optischer distanzmesser
WO2011128131A1 (de) Entfernungsmessgerät mit homogenisierender messauswertung
DE102009045323A1 (de) Optisches Entfernungsmessgerät mit Kalibrierungseinrichtung
DE10232878B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Distanzmessung
EP0312524B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur entfernungsmessung durch verarbeitung optischer impulssignale
DE10143061A1 (de) Optoelektronische Entfernungsmeßeinrichtung
DE4406865C2 (de) Abstandsmeßvorrichtung
EP2479586A1 (de) Verfahren zur Abschätzung eines Verunreinigungsgrads einer Frontscheibe einer optischen Erfassungsvorrichtung und optische Erfassungsvorrichtung
DE2723835C2 (de) Laserentfernungsmeßgerät nach dem Prinzip der Laufzeitmessung eines Lichtimpulses
DE3930272C2 (de)
EP2140286B1 (de) Vorrichtung und verfahren zum messen des empfangszeitpunkts eines impulses
EP2315053A2 (de) Vorrichtungen und Verfahren zum Messen der Empfangszeitpunkte von Impulsen
DE3590026T (de) Vorrichtung zur Messung von Fluoreszenzabkling-Charakteristiken von Materialien
DE102013100367A1 (de) Entfernungsmessender optoelektronischer Sensor und Verfahren zur Abstandsbestimmung von Objekten
EP1085346A1 (de) Verfahren zur Messung der Entfernung von Objekten, atmosphärischen Partikeln und dergleichen mittels Lidar- oder Laserradar-Signalen
DE19722420C2 (de) OTDR-Meßvorrichtung
DE4031668B4 (de) Verfahren zur elektrooptischen Entfernungsmessung
DE102004031024B4 (de) Optischer Sensor
DE10001015C2 (de) Verfahren zur Messung der Entfernung von Objekten, atmosphärischen Partikeln und dergleichen mittels Lidar- oder Laserradar-Signalen

Legal Events

Date Code Title Description
8110 Request for examination paragraph 44
8364 No opposition during term of opposition
8339 Ceased/non-payment of the annual fee