DE4031313A1 - Rakelstange zum volumetrischen dosieren von beschichtungsmaterial - Google Patents
Rakelstange zum volumetrischen dosieren von beschichtungsmaterialInfo
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- B05C11/023—Apparatus for spreading or distributing liquids or other fluent materials already applied to a surface
- B05C11/025—Apparatus for spreading or distributing liquids or other fluent materials already applied to a surface with an essentially cylindrical body, e.g. roll or rod
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rakelstange zum volumetrischen
Dosieren von Beschichtungsmaterial, insbesondere auf laufende
Papier- oder Kartonbahnen, gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 und eine Vorrichtung zum Beschichten laufender
Materialbahnen mit einer Rakelstange als Dosierelement.
Zum Beschichten von laufenden Papier- oder Kartonbahnen ist der
Einsatz von mit Umfangsrillen versehenen Rakelstangen bekannt.
Derartige Rakelstangen dienen dazu, auf die zu beschichtende Bahn
einen dosierten Farb- oder Leimfilm aufzutragen, wobei die Menge
des aufgetragenen Beschichtungsmaterials über den
Rillenquerschnitt beeinflußt werden kann.
Der Einsatz der Rakelstange erfolgt entweder direkt an der Bahn,
d. h. auf die Bahn wird mit einem vorgeschalteten Auftragwerk das
Beschichtungsmaterial im Überschuß aufgetragen, anschließend wird
mit der Rakelstange auf das gewünschte Auftragsgewicht dosiert,
oder es wird zunächst auf eine Walze dosiert, die anschließend das
Beschichtungsmaterial in einem Walzenspalt an die Bahn abgibt.
Dazu wird die Bahn durch den Preßspalt zwischen zwei Walzen
geführt, wobei an einer oder beiden Walzen im nicht von der Bahn
umschlungenen Bereich ein Auftragwerk mit einem nachfolgenden
Dosiersystem angeordnet ist, das eine Rakelstange als
Dosierelement enthält.
Derartige Dosiersysteme können auch zum Vordosieren eingesetzt
werden. Das Enddosieren auf das gewünschte Strichgewicht erfolgt
dann mit einem weiteren Dosierelement, z. B. einer Rakel oder
einem Luftmesser.
Gattungsgemäße Rakelstangen sind aus der DE-OS 37 35 889 und dem
DE-GM 84 14 413 bekannt. Bei der in der ersten Schrift
beschriebenen Streicheinrichtung liegt die Rakelstange direkt an
der Papierbahn an, bei der letzteren dient sie zum Auftragen eines
Films auf eine Walze, die anschließend in einem Walzenspalt das
Beschichtungsmaterial an die Bahn abgibt. Die Rillen werden durch
Umwickeln eines Stabes mit einem Runddraht hergestellt. Die mit
Runddrähten umwickelten Rakelstäbe weisen jedoch aufgrund von
Verschleiß unbefriedigende Standzeiten auf. Bricht ein
verschlissener Draht, so kann es beim Dosieren auf
gummibeschichtete Walzen zu Beschädigungen der Walzenoberfläche
kommen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Standzeiten bei den
gattungsgemäßen Rakelstangen zu verbessern.
Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Nach der Erfindung ist der an der zu beschichtenden Oberfläche der
Materialbahn oder Walze anliegende Anteil des Drahtquerschnitts
gegenüber einem Runddraht vergrößert, so daß die Außenfläche der
Rakelstange teilweise in einer zylindrischen Hüllfläche liegt.
Dieser einem erhöhten Verschleiß unterliegende Teil gewährt somit
längere Standzeiten. Darüber hinaus sind bei gleichbleibenden
Dosiereigenschaften größere Querschnitte möglich, die die
Bruchgefahr erheblich verringern. Bevorzugt beträgt der Anteil der
in der zylindrischen Hüllfläche liegenden Außenfläche 30% bis
70% der gesamten Hüllfläche.
Die Zeichnung dient zur Erläuterung der Erfindung anhand von
vereinfacht dargestellten Ausführungsbeispielen.
Fig. 1 zeigt grob schematisch den Querschnitt durch eine
Rakelstange mit verschieden gestalteten Drahtquerschnitten.
Fig. 2 zeigt eine Rakelstange, um die ein Band mit mehreren
parallelen Längsrillen gewickelt ist.
Die ausschnittsweise gezeigte Rakelstange besteht aus einem
zylindrischen Grundkörper 1 in Form einer glatten Stange, auf die
durch Umwickeln mit Draht (Fig. 1) oder einem mit Rillen
versehenen Band (Fig. 2) umfänglich umlaufende Rillen aufgebracht
wurden. Die Stange weist einen Durchmesser von 6 mm bis 20 mm auf,
ihre Länge entspricht der Arbeitsbreite einer Beschichtungsvor
richtung, die bis zu 10 m betragen kann.
In Fig. 1 ist die Umwicklung mit Drähten unterschiedlichen
Querschnitts dargestellt. In der Praxis wird die Rakelstange mit
einem Draht einheitlichen Querschnitts umwickelt, für eine
vereinfachte Darstellung sind die verschiedenen Querschnitte in
Fig. 1 auf einer Rakelstange angeordnet. Die einzelnen
Drahtprofile werden vor dem Aufwickeln entsprechend vorgeformt;
z. B. gezogen, gewalzt oder spanabhebend hergestellt. Ebenso ist
es möglich, zunächst Runddrähte aufzuwickeln und anschließend die
Drähte zu dem gewünschten Querschnitt abzuschleifen.
Der Drahtquerschnitt 2 ist in etwa U-förmig, wobei die Öffnung
nach außen weist. Dazu ist in Längsrichtung eines Drahtes mit
rechteckigem Querschnitt eine Rille eingearbeitet. Das
Bezugszeichen 3 bezeichnet einen Draht mit einem Querschnitt in
Form eines außen abgeflachten Ovals. Die Oberfläche der
umwickelten Rakelstange liegt somit in einer zylindrischen
Hüllkurve. Die umfänglichen Rillen entstehend beim Umwickeln
jeweils zwischen zwei Drähten. Ebenso ist ein Querschnitt in Form
eines Halbovals möglich, d. h. ein Rechteckquerschnitt mit
abgerundeten äußeren Kanten, zwischen denen sich die Rillen bilden.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der Draht 4
T-förmigen Querschnitt auf. Der Draht wird so aufgewickelt, daß
die Querstege nebeneinander auf der Oberfläche der Stange 1 liegen
und sich so Rillen zwischen den senkrechten Stegen bilden. Die
senkrechten Stege sind in etwa rechteckförmig, so daß ihre äußeren
Basisflächen in einer zylindrischen Hüllfläche liegen. Um die mit
der beschichteten Oberfläche in Kontakt tretende Fläche weiter zu
vergrößern, weist der Draht 5 einen Querschnitt in Form eines
Doppel-T auf. Der radial außen verlaufende Quersteg ist weniger
breit als der Quersteg, der an der Stange 1 anliegt. So entstehen
zwischen zwei Drähten 4 Rillen, durch die Beschichtungsmaterial
durchtreten kann.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind die Rillen 6 in Form
einer mehrgängigen Wendel angeordnet. Dazu wird ein Band 7, das an
einer Seite zwei bis sieben in Längsrichtung parallel verlaufende
Rillen 6 aufweist, um die Stange 1 gewickelt. Die in das Band 7
eingearbeiteten Rillen 6 sind durch Ziehen oder Walzen so geformt,
daß die Erhebungen 8 keinen Querschnitt in der Form eines
Kreissegments, sondern Querschnitte in den vorstehend zu Fig. 1
beschriebenen Formen haben, damit ihre Oberfläche in etwa in einer
zylindrischen Hüllfläche liegt. Somit liegt die Rakelstange beim
Beschichten mit einer größeren Fläche an der zu beschichtenden
Oberfläche an, so daß weniger Verschleiß auftritt und die
Standzeiten verlängert werden. Die Umwicklung mit Bändern 7 hat
den Vorteil, daß eine höhere Festigkeit erreicht wird und die
Herstellung der Rakelstangen durch Umwickeln vereinfacht und
schneller möglich ist.
An allen Ausführungsformen ist gemeinsam, daß die durch Umwicklung
erzeugte Außenfläche der Rakelstange teilweise in einer
zylindrischen Hüllfläche liegt, sich somit die Oberflächen der
Erhebungen zwischen den Rillen flächig an die zu beschichtende
Oberfläche anlegen. Die Summe der Oberflächen der Erhebungen
beträgt 30% bis 70% der gesamten zylindrischen Hüllfläche.
Um die Verschleißfestigkeit der Rakelstangen weiter zu erhöhen,
können sie nach der Umwicklung mit dem Draht oder dem Band
zusätzlich verchromt, mit einer Keramik beschichtet oder gehärtet
werden.
Bevorzugtes Einsatzgebiet der erfindungsgemäßen Rakelstange sind
Beschichtungsvorrichtungen, die Leim oder Pigmentfarben indirekt
über eine Walze auf eine Papierbahn auftragen. Diese
Beschichtungsvorrichtungen weisen zwei Preßwalzen auf, durch deren
Spalt die Papierbahn geführt ist. An einer oder beiden Walzen ist
ein bekanntes Auftragwerk, z. B. ein Düsen- oder Walzenauftragwerk
mit einem in Drehrichtung nachfolgenden Dosiersystem angeordnet,
das als Dosierelement eine erfindungsgemäße Rakelstange enthält.
Die Rakelstange ist in einer elastischen Halterung gelagert und
gegenläufig zur Preßwalze angetrieben. Derartige
Beschichtungsvorrichtungen sind ausführlich in dem DE-GM 84 14 413
beschrieben. Eine besonders vorteilhafte Halterung für die
Rakelstange beschreibt die DE-PS 30 22 955.
Ebenso sind die erfindungsgemäßen Rakelstangen zum Einsatz in
Beschichtungsvorrichtungen geeignet, bei denen direkt auf der
Papier- oder Kartonbahn dosiert wird. Diese
Beschichtungsvorrichtungen weisen eine Gegenwalze auf, um die die
Papier- oder Kartonbahn geführt ist. Im umschlungenen Bereich der
Gegenwalze ist ein Auftragwerk, z. B. ein Walzen- oder
Düsenauftragwerk, angeordnet, das Beschichtungsmaterial im
Überschuß auf die Bahn direkt aufträgt. In Bahnlaufrichtung hinter
dem Auftragwerk folgt ein Dosiersystem mit einem Dosierelement,
das von der Bahn das überschüssige Beschichtungsmaterial bis auf
das gewünschte Strichgewicht abrakelt. Als Dosierelemente sind
elastisch gelagerte glatte Rakelstangen bekannt, wie z. B. in der
DE-PS 30 22 955 beschrieben. Anstelle dieser glatten Rakelstangen
wird vorteilhaft eine Rakelstange nach der Erfindung eingesetzt.
Die erfindungsgemäßen Rakelstangen können auch vorteilhaft zum
Vordosieren eingesetzt werden. Das Enddosieren auf das gewünschte
Strichgewicht erfolgt dann mit einem weiteren Dosierelement, z. B.
einer Rakel oder einem Luftmesser.
Claims (8)
1. Rakelstange zum volumetrischen Dosieren von Beschichtungsmaterial,
insbesondere auf laufende Papier- oder Kartonbahnen, deren
Mantelfläche umfänglich umlaufende Rillen aufweist, die durch
Umwickeln mit einem Draht erzeugt wurden, dadurch
gekennzeichnet, daß die Umwicklungsdrähte einen
nicht kreisförmigen Querschnitt aufweisen, wobei der an der zu
beschichtenden Oberfläche anliegende Anteil des Drahtquerschnitts
vergrößert ist, so daß die Außenfläche der Rakelstange teilweise
in einer zylindrischen Hüllfläche liegt.
2. Rakelstange nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der sich an die zu beschichtende Oberfläche
anlegende Anteil der Außenfläche der umwickelten Rakelstange 30%
bis 70% der gesamten zylindrischen Hüllfläche beträgt.
3. Rakelstange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Umwicklungsdraht (3) U-förmigen
Querschnitt aufweist.
4. Rakelstange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Querschnitt der Umwicklungsdrähte (3)
die Form eines außen abgeflachten Ovals oder Halbovals aufweist.
5. Rakelstange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Umwicklungsdraht (4 bzw. 5) einen
T-förmigen oder Doppel-T-förmigen Querschnitt aufweist, wobei die
radial außen verlaufenden Flächen der Drähte (4 bzw. 5) in einer
zylindrischen Hüllfläche liegen.
6. Rakelstange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine zylindrische Stange (1) mit einem
Band (7) umwickelt ist, das an der Außenseite zwei bis sieben in
Längsrichtung parallel verlaufende Rillen (6) aufweist.
7. Vorrichtung zum Beschichten laufender Materialbahnen, insbesondere
Papier- oder Kartonbahnen, mit zwei Preßwalzen, wobei an einer
oder beiden Walzen ein Auftragwerk und in Walzendrehrichtung
nachfolgend ein Dosiersystem angeordnet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Dosiersystem als
Dosierelement eine Rakelstange nach den Ansprüchen 1 bis 5 enthält.
8. Vorrichtung zum Beschichten laufender Materialbahnen, insbesondere
Papier- oder Kartonbahnen, mit einer Gegenwalze, um die die
Materialbahn geführt ist, mit einem Auftragwerk im von der
Materialbahn umschlungenen Bereich der Gegenwalze und mit einem in
Bahnlaufrichtung folgenden Dosiersystem, dadurch
gekennzeichnet, daß das Dosiersystem eine
Rakelstange nach den Ansprüchen 1 bis 6 als Dosierelement enthält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904031313 DE4031313A1 (de) | 1990-10-04 | 1990-10-04 | Rakelstange zum volumetrischen dosieren von beschichtungsmaterial |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904031313 DE4031313A1 (de) | 1990-10-04 | 1990-10-04 | Rakelstange zum volumetrischen dosieren von beschichtungsmaterial |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4031313A1 true DE4031313A1 (de) | 1992-04-09 |
Family
ID=6415528
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904031313 Withdrawn DE4031313A1 (de) | 1990-10-04 | 1990-10-04 | Rakelstange zum volumetrischen dosieren von beschichtungsmaterial |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4031313A1 (de) |
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1990
- 1990-10-04 DE DE19904031313 patent/DE4031313A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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Owner name: JAGENBERG PAPIERTECHNIK GMBH, 41468 NEUSS, DE |
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