DE4030800A1 - Opferanode fuer den schutz gegen korrosion - Google Patents
Opferanode fuer den schutz gegen korrosionInfo
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Description
Es sind verschiedene Anzeigevorrichtungen für den
Dissoziationsgrad von in Wasser oder in andere
flüssige Elektrolyten getauchten Anoden bekannt.
Diese bekannten, nach elektrischem Prinzip
funktionierenden, Vorrichtungen weisen im
Anodeninneren koaxiale Kontaktstifte auf, deren
einer mit der Anode in elektrischem Kontakt steht,
während der zweite Stift, welcher sich im selben
dichten Hohlraum im Anodeninneren befindet,
gegenüber der Anoden und der metallischen Struktur
des Behälters (Boiler, Heizkessel) elektrisch
isoliert ist. Beide Kontaktstifte verfügen über
eine an der Anodenaußenseite liegende elektrische
Kontaktstelle; solange in den Hohlraum der Anode
kein Wasser eindringt kann durch ein Testgerät dies
festgestellt werden, da kein elektrischer Kreislauf
zwischen den Kontaktstiften möglich ist; ist
hingegen durch Dissoziation der Anode Wasser
eingedrungen so zeigt das Gerät den Stromkreislauf
über das leitende Medium Wasser an. Als Testgerät
kann ein handelsübliches elektrisches
Mehrzweckmeßgerät oder ein spezifisch entwickeltes
Gerät mit Licht- oder Tonanzeige verwendet werden.
Eine "Anzeigeanode" dieser Art ist in der DE-PS 30
35 450.8 (Hössle) beschrieben, derselbe Erfinder
hat weiters ein System mit optische Anzeige
vorgesehen wobei hygroscopische Salze, welche in
einer außenliegenden durchsichtigen Kapsel, die mit
einem inneren Hohlraum der Anode in Verbindung
steht, enthalten sind. Sobald durch die
Dissoziation der Anode Wasser in den inneren
Hohlraum dringt, ändern die in der Kapsel
enthaltenen Salze ihre Farbe.
Diese bekannten Anzeigevorrichtungen weisen
verschiedene Nachteile auf, weshalb sie bis heute
nur begrenzte Anwendung fanden. Die Vorrichtungen,
welche auf dem Prinzip des elektrischen
Stromkreises basieren erfordern die sorgfältige
Fertigung und Montage einer Reihe von Buchsen und
Dichtungen aus verschiedenartigen Materialien, so
daß der dabei entstehende Aufwand kaum die
erreichten Vorteile rechtfertigt; weiters muß die
Feststellung des Dissoziationsgrades der Anode
durch einen Fachmann mittels eigenem Meßgerät oder
über ein eigenes installiertes Anzeigegerät mit
Transformator und Stromanschluß, vor Ort
durchgeführt werden. Im Falle von Licht- oder
Tonanzeigen wurde festgestellt, daß diese wegen
Oxydation der Kontaktstellen oder wegen Porosität
der Dichtungen nicht zuverlässig sind.
Die Anzeige mittels hygroscopischer Salze hat,
außer der aufwendigen Konstruktion und Montage den
Nachteil, daß diese hygroscopischen Chemikalien
bereits bei einem leichten Anstieg des
Feuchtigkeitsgrades, z. B. wegen Porosität der
Dichtungen, ihre Farbe ändern und somit die
Dissoziation der Anode anzeigen, ohne daß diese in
Wirklichkeit stattgefunden hat; weiters ist die
transparente Kapsel oft undicht, weil ihre Wandungen
nach einiger Zeit öfters Haarrisse aufweisen.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, ein
Überwachungssystem für die Dissoziation von in
Flüssigkeit getauchten Opferanoden zu schaffen,
welches eine einfache Herstellung und Montage der
Anodenteile, eine dauerhaft zuverlässige Funktion
und eine Feststellung der Dissoziation der Anode
durch den Nichtfachmann, ohne Zuhilfenahme von
Werkzeug oder Meßinstrumenten, ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor,
einen dichten, inneren Hohlraum der in die
Flüssigkeit getauchten Anode mit einem Durchbruch
zm Behälteräußeren (Boiler, Heizkessel) zu
versehen, welcher an seiner Außenmündung mit einem
Auslaufventil versehen ist.
Die erfindungsgemäße Anode wird vorzugsweise an
einem seiner Enden innenliegend mit einer
Gewindebuchse mit Dorn versehen; dieser Eisendorn
und Teil der Gewindebuchse sind in der Anode
eingegossen, die Bohrung der Buchse bildet den
dichten Hohlraum der Anode. Die Anode wird unter
Zwischenlage einer Dichtung, mittels vorstehendem
Teil der eingesetzten Gewindebuchse, in eine
entsprechende Gewindebohrung eines Gewindestopfens
eingeschraubt und an der Behälterwand (Boiler,
Heizkessel) so eingesetzt, daß sie in die
Flüssigkeit taucht. In dieselbe durchgehende
Gewindebohrung am Gewindestopfen wird an der
Außenseite ein Auslaufventil eingeschraubt, welches
von der Art der Heizkörper-Entlüftungsventile sein
kann. Vorzugsweise hat das Gewinde der
durchgehenden Bohrung am Pfropfen entsprechenden
Durchmesser und gleiche Steigung wie das Gewinde der
Gewindebuchse und das Gewinde am Auslaufventil. Um
die Montage bzw. den Austausch der Anode am
Behälter zu ermöglichen, hat die Anode, welche
vorzugsweise eine schlanke zylindrische Form hat,
kleineren Durchmesser als der Gewindeteil des
Pfropfens. Erfindungsgemäß können die Gewindebuchse
und der Dorn einstückig oder aus zwei Teilen die
verschweißt oder verschraubt sind, hergestellt
werden.
Sobald die Anode dermaßen dissoziiert ist, daß die
Flüssigkeit ins Innere der teilweise in die Anode
eingegossenen Gewindebuchse eindringen kann, kann
dies durch einfaches Öffnen des Auslaufventiles
festgestellt werden.
Die erfindungsgemäße Anode kann außen, im Bereich
der Gewindebuchse, durch eine dicht anliegende
Schutzhülle abgedeckt sein, um in diesem Bereich
eine beschleunigte Dissoziation zu verhindern.
Weiters schließt die Erfindung eine Ausführung mit
innerem Hohlraum ohne Buchse und mit Befestigung
der Anode z. B. durch Außengewinde an einem
Zwischenstück, nicht aus.
Die Erfindung wird anschließend anhand eines, in
der Zeichnung schematisch
dargestellten, vorzuziehenden Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Opferdiode näher erklärt;
die Zeichnung hat dabei erklärende, nicht
begrenzende Funktion.
Die Fig. 1 zeigt in Seitenansicht einen Teil einer
Opferanode mit der erfindungsgemäßen
Anzeigevorrichtung in teilweiser
Schnittdarstellung.
An der Wand 7 eines Behälters (Boiler) für Wasser
10, auf eine Muffe 7a mit Innengewinde, ist ein
Pfropfen 5 mit Außengewinde 5d und vorstehender
Ringfläche 5a, mit Dichtung 6 und Sechskantkopf 5b
aufgeschraubt. Koaxial zur Längsachse des
Pfropfens ist ein Gewindeloch 5c vorgesehen in
welches an der Behälterinnenseite eine Buchse 2 mit
Außengewinde und Bohrung 2a eingeschraubt ist;
diese Buchse 2 ist, zusammen mit dem an ihr
befestigten Dorn 3, teilweise in die Anode 1
eingegossen. In dieselbe Gewindebohrung 5c am
Pfropfen 5 ist an der Außenseite mittels
Gewindeansatz 9c, unter Zwischenlegung der Dichtung
8, ein Auslaufventil mit Auslauf 9b und Griffkappe
9a eingeschraubt.
Um die gesamte Baueinheit, bestehend aus Anode 1,
Pfropfen 5, Auslaufventil 9, in die Muffe 7a des
Behälters einschrauben zu können muß der
Außendurchmesser der Anode 1 kleiner als der
Durchmesser des Außengewindes 5d am Pfropfen 5
sein.
Durch die progressive Dissoziation der Anode 1
dringt A schließlich Wasser 10 in die Bohrung 2a
der Buchse 2, welches durch Öffnen des
Auslaufventiles 9 am Auslauf 9b austreten A1 kann
und so die Dissoziation signalisiert.
Claims (7)
1. Opferanode für den kathodischen
Korrosionsschutz im Innern von Behältern für Wasser
(10) oder flüssige Elektrolyten welche in einen an
der Behälterwand (7) vorgesehenen Sitz
eingeschraubt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als
Verbindungsstück zwischen Anode (1) und
Montagehalterung (5) eine teilweise in die Anode
(1) eingegossene Gewindebuchse (2) vorgesehen ist,
welche mit dem aus der Anode (1) vorstehenden
Gewindeteil in eine durchgehende Gewindebohrung
(5c) an der Montagehalterung (5) eingeschraubt ist
und daß an der gegenüberliegenden äußeren Öffnung
derselben Gewindebohrung (5c) ein Auslaufventil
(9) eingeschraubt ist.
2. Opferanode gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Montagehalterung (5)
einstückig mit der Gewindebuchse (2) ist, welche in
die Anode (1) eingegossen, eingeschraubt oder
eingepreßt sein kann.
3. Opferanode gemäß Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der innere dichte Hohlraum in
der Anode (1) selbst vorgesehen ist und diese durch
ein Außengewinde direkt auf die Montagehalterung
(5) aufgeschraubt ist.
4. Opferanode gemäß einem der Ansprüche von 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß außen an der Anode
im Bereich des inneren Hohlraumes mit oder ohne
Gewindebuchse eine Hülle oder ein anderer
Außenschutz vorgesehen ist, der geeignet ist, um die
Dissoziation in diesem Bereich zu verhindern oder
zu verzögern.
5. Opferanode gemäß den Ansprüchen 1, 3, 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindebuchse (2)
an der in die Anode (1) eingegossenen Seite einen
seitlich oder koaxial angebrachten,
angeschweißten, eingeschraubten oder eingepreßten
Dorn (3) aufweist, ohne daß dieser die Bohrung (2a)
der Gewindebuchse (2) verschließt.
6. Opferanode gemäß einen der Ansprüche von 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Montagehalterung
(5) ein auf eine an der Behälterwand (7)
vorgesehene Muffe (7a), aufschraubbarer
Gewindepfropfen sein kann.
7. Opferanorde gemäß einem der Ansprüche von 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß als Montagehalterung
(5) jeder dichte Verschluß, welcher bereits für
andere Zwecke am Behälter vorgesehen ist, genutzt
werden kann.
Applications Claiming Priority (1)
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| IT8904857A IT8904857A0 (it) | 1989-09-29 | 1989-09-29 | Anodo sacrificale di protezione contro la corrosione. |
Publications (1)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| RU2127773C1 (ru) * | 1998-01-06 | 1999-03-20 | Научное конструкторско-технологическое бюро "Парсек" | Способ защиты от коррозии конструкций с закрытыми полостями |
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| DE3035450C2 (de) * | 1980-09-17 | 1989-06-29 | Werner 2409 Niendorf De Hoessle |
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-
1990
- 1990-09-28 DE DE4030800A patent/DE4030800A1/de not_active Ceased
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| ES2794223A1 (es) * | 2019-05-17 | 2020-11-17 | Guadalupe Francisco Pelluz | Dispositivo para proteccion galvanica |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IT8904857A0 (it) | 1989-09-29 |
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