DE4028359A1 - Bildstabilisierungseinrichtung - Google Patents
BildstabilisierungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bildstabilisierungseinrichtung
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Bildstabilisierungseinrichtung dient zur
Korrektur einer Bildverschiebung, um eine Bildverzerrung
zu verhindern, die durch eine zufällige Neigung
oder eine Kameraerschütterung bei der Aufnahme hervor
gerufen kann.
Wenn aus einem bewegten Fahrzeug oder Flugzeug fotografiert
wird, kann sich das entstehende Bild verschieben
aufgrund einer Vibration des bewegten Fahrzeuges oder
Flugzeuges. Insbesondere wenn die Belichtungszeit lang
ist, ist es schwierig ein scharfes Bild zu erhalten.
Dasselbe Problem kann auch auftreten, wenn ein Objektiv
mit langer Brennweite verwendet wird, da sich bei diesem
der oben beschriebene Effekt aufgrund von Erschütterungen
oder Vibrationen besonders stark auswirkt.
Mittel zur Verhütung einer solchen Verschiebung des
entstehenden Bildes aufgrund von Vibrationen sind bei
spielsweise in der japanischen Patentschrift SHO 57-
7416 und der japanischen Offenlegungsschrift SHO 63-
169614 beschrieben.
Ein in der japanischen Patentschrift SHO 57-7416 be
schriebenes Flüssigprisma, bei dem die chromatische Ab
erration korrigiert ist, umfaßt zwei bewegliche trans
parentet Platten mit einem Zwischenraum zwischen ihnen,
eine zwischen den beweglichen transparenten Platten zur
Unterteilung des Zwischenraumes angeordnete feststehende
transparente Platte und zwei Arten von Flüssigkeit
unterschiedlicher abbe′scher Zahl, die in die Raumteile
eingefüllt sind. Eine Einstellung der Ablenkfunktion
wird durch eine Neigung der beweglichen transparenten
Platten entsprechend dem Neigungswinkel des Ob
jektivs oder Linsensystems bewirkt.
Bei dem Flüssigprisma gemäß der japanischen Patent
schrift SHO 57-7416 müssen jedoch mehrere transparente
Platten bewegt werden, so daß der Aufbau in dieser An
ordnung relativ kompliziert ist. Da ferner die äußere
Form des Prismas verändert wird, benötigt man relativ
viel Platz für diese Anordnung.
Die japanische Offenlegungsschrift SHO 63-169614 zeigt
eine Einrichtung zur Korrektur der Bildverschiebung
durch die Änderung der zusammengesetzten Ablenkfunktion
bei einer Verschwenkung eines ersten und eines zweiten
Prismas auf der optischen Achse.
Bei dieser Anordnung sind jedoch die Lichteinfallsfläche
des ersten Prismas und die Lichtaustrittsfläche des
zweiten Prismas nicht parallel zueinander. Wenn daher
diese Anordnung mit einem vibrationssicheren optischen
System kombiniert werden soll, ist es erforderlich,
einen dem am weitesten herausragenden Teil entsprechenden
Platz für die Anordnung dieser Einrichtung frei zu
lassen. Daher ist der für die Einrichtung erforderliche
Raum relativ groß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung
der eingangs genannten Art mit einem Flüssigprisma
anzugeben, dessen äußere Form sich nicht ändert, wenn
der optische Weg abgelenkt wird und das eine geringe
Baugröße hat.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus den weiteren Ansprüchen und der folgenden Be
schreibung, welche in Verbindung mit den beigefügten
Figuren die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer
ersten Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Bildstabi
lisierungseinrichtung,
Fig. 2 eine schematische Ansicht zur
Erläuterung der Funktion, wenn
das optische System gemäß Fig. 1
geneigt wird,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch ein Te
leobjektiv, das für die Verwendung
in Verbindung mit einem
Prisma gemäß der ersten Ausführungsform
der Erfindung geeignet
ist,
Fig. 4 ein Aberrationsdiagramm des in
Fig. 3 dargestellten Objektivs,
Fig. 5a bis 5c Punktdiagramme des in Fig. 3
dargestellten Objektivs,
Fig. 6 eine Schnittansicht des in Fig. 3
dargestellten Objektivs, wobei
eine optische Ablenkeinrichtung
auf der Subjektseite des Objektivs
vorgesehen ist,
Fig. 7 eine Schnittansicht gemäß Fig. 6,
nun im geneigten Zustand,
Fig. 8a bis 8c Punktdiagramme mit der optischen
Anordnung gemäß Fig. 7,
Fig. 9a bis 9c schematische Ansichten von Prismen
in Verbindung mit einer zweiten
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Bildstabilisierungs
einrichtung,
Fig. 10 eine schematische Ansicht der
Bildstabilisierungseinrichtung
gemäß der zweiten Ausführungsform
der Erfindung,
Fig. 11 eine Schnittansicht eines Teleob
jektivs, das für die Verwendung
in Verbindung mit der Bildstabi
lisierungseinrichtung gemäß dem
zweiten Ausführungsbeispiel geeignet
ist,
Fig. 12 ein Aberrationsdiagramm des in
Fig. 11 dargestellten Objektivs,
Fig. 13a bis 13c Punktdiagramme des in Fig. 11
dargestellten Objektivs,
Fig. 14 eine Schnittansicht einer Ausführungsform
eines Objektivs in Verbindung
mit einer optischen Ab
lenkeinrichtung auf der Subjektseite
des Objektivs,
Fig. 15a bis 15c Punktdiagramme der in der Fig. 14
dargestellten Anordnung,
Fig. 16 eine Schnittansicht eines Ausfüh
rungsbeispieles eines Objektivs
gemäß Fig. 11, bei dem eine optische
Ablenkeinrichtung in einem
mittleren Objektivabschnitt angeordnet
ist,
Fig. 17a bis 17c Punktdiagramme für die in Fig. 16
dargestellte Konstruktion,
Fig. 18 eine schematische Ansicht einer
dritten Ausführungsform einer er
findungsgemäßen Bildstabilisierungseinrichtung,
Fig. 19 eine schematische Darstellung der
Ablenkfunktion, die durch ein
Prisma der Bildstabilisierungseinrichtung
gemäß der dritten
Ausführungsform der Erfindung
hervorgerufen wird,
Fig. 20 eine Schnittansicht durch ein
konkretes Aufnahmeobjektiv, das
mit einer Bildstabilisierungseinrichtung
gemäß der dritten Aus
führungsform versehen ist,
Fig. 21 eine schematische Ansicht einer
vierten Ausführungsform der er
findungsgemäßen Bildstabilisierungseinrichtung,
Fig. 22 eine schematische Darstellung der
Ablenkfunktion, die durch ein
Prisma einer Bildstabilisierungseinrichtung
gemäß der vierten
Ausführungsform bewirkt wird,
Fig. 23 eine Schnittansicht durch ein
konkretes Aufnahmeobjektiv, das
mit einer Bildstabilisierungseinrichtung
gemäß dem vierten Aus
führungsbeispiel versehen ist,
Fig. 24 eine schematische Darstellung der
Ablenkfunktion, die durch ein
Prisma einer herkömmlichen Bild
stabilisierungseinrichtung bewirkt
wird und
Fig. 25 eine schematische Darstellung zur
Erläuterung der Ablenkfunktion
des Prismas.
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden
nun im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
beschrieben. Der Ausdruck "Prisma" soll im folgenden
sowohl ein einzelnes Prisma als auch solche Prismen be
zeichnen, die zur Korrektur der chromatischen Aberration
aus mehreren zusammengekitteten Teilen bestehen.
Um die chromatische Aberration zu korrigieren, die
durch die Dispersion von Prismen entsteht, kann man
eine Anordnung wählen, bei der zwei Prismen mit unter
schiedlicher Abbe-Zahl zusammengekittet werden. Wenn
die Scheitelwinkel dieser Prismen mit δ1 und δ2 be
zeichnet werden, wird dabei folgende Bedingung erfüllt:
δ1/δ2 = -{(nd2-1)/(nd1-1)} · (ν1/ν2)
dabei werden der Brechungsindex und die abbe′sche Zahl
des ersten und des zweiten Prismas durch nd1 und nd2
bzw. ν1 und ν2 bezeichnet.
Die Fig. 1 bis 8 zeigen eine erste Ausführungsform
der Erfindung.
Ein bildstabilisierendes optisches System gemäß der ersten
Ausführungsform der Erfindung wird als Aufnahmeobjektiv
für eine Kamera verwendet und faßt gemäß Fig. 1
ein abbildendes Linsensystem 20 zur Erzeugung eines
Bildes auf einer Bildaufnahmeoberfläche 10 wie bei
spielsweise eine Filmoberfläche oder einer CCD-Einheit
(Charged Coupled Device) sowie eine optische Ablenkeinheit
30 zur Korrektur der Verschiebung des Bildes aufgrund
einer Neigung, die durch eine Vibration des gesamten
optischen Systems verursacht wird.
Die optische Ablenkeinheit 30 zur Ablenkung des optischen
Weges hat eine erste transparente Platte 31 und
eine zweite transparente Platte 32, die senkrecht zur
optischen Achse Ax des Linsensystems 20 angeordnet
sind, eine dritte transparente Platte 33, die zwischen
der ersten und der zweiten transparenten Platte 31, 32
angeordnet ist und relativ zur optischen Achse Ax geneigt
werden kann, und einen Rahmen 34, welcher die Um
fangsränder dieser transparenten Platte umschließt und
zwei Kammern zwischen den transparenten Platten 31, 33
bzw. 33, 32 bildet.
Die dritte transparente Platte 33 hat eine Schwenkwelle
33a, die senkrecht zur optischen Achse Ax des Linsensystems
20 gerichtet ist. Die dritte transparente Platte
33 kann auf diese Weise relativ zur optischen Achse Ax
durch Aktivierung einer Betätigungseinrichtung 40 geneigt
werden, die mit einem aus dem Rahmen 34 herausragenden
Betätigungsglied 33b verbunden ist. Die Umfangswand
des Rahmens oder Gehäuses 34 ist in Richtung der
optischen Achse Ax kreisbogenförmig gekrümmt, so daß
die dritte transparente Platte 33 verschwenkt werden
kann.
Die Kammer zwischen der ersten und der dritten transparenten
Platte 31, 33 ist mit einer ersten Flüssigkeit gefüllt,
so daß ein erstes flüssiges Prisma 35 gebildet
wird. Die Kammer zwischen der zweiten und der dritten
transparenten Platte 32, 33 ist mit einer zweiten Flüssigkeit
gefüllt, so daß ein zweites Flüssigkeitsprisma
36 gebildet wird. Der Abschnitt zwischen der dritten
Transparentplatte 33 und dem Rahmen 34 ist abgedichtet,
um eine Vermischung der Flüssigkeiten in den beiden
Kammern zu verhindern.
Es ist zu erwähnen, daß die Ablenkeinrichtung 30 nicht
auf die vorstehend wiedergegebene Konstruktion be
schränkt ist. Beispielsweise kann die Anordnung zwei
Flüssigprismeneinheiten umfassen, zwischen denen eine
neigbare transparente Platte angeordnet ist. Jede Flüs
sigprismaeinheit besteht aus zwei transparenten Platten,
die mit einem flexiblen Film bedeckt und mit Flüs
sigkeit gefüllt sind. Die transparente Platte an der
inneren Seite jeder Einheit ist mit der neigbaren
transparenten Platte fest verbunden, während die transparente
Platte auf der Außenseite der Einheit an dem
Linsentubus befestigt ist.
Bei der vorstehend beschriebenen Anordnung kann jede
Flüssigprismaeinheit für sich ausgetauscht werden, um
beispielsweise die Flüssigkeit zu ändern. Auf diese
Weise können die charakteristischen Eigenschaften der
optischen Ablenkeinheit 30 leichter geändert werden als
bei der zunächst beschriebenen Einheit, bei der die
Flüssigkeit in der Kammer ausgewechselt werden müßte.
Für die erste und zweite Flüssigkeit gilt folgende Be
dingung:
(nd1-1)/ν1≒ (nd2-1)/ν2
Dabei werden die Brechungsindizes bei einer mittleren
Wellenlänge in dem sichtbaren Bereich durch nd1 bzw.
nd2 und abbe′sche Zahlen durch ν1 bzw. ν2 dargestellt.
Für den Fall, daß die neigbare dritte transparente
Platte zwischen zwei parallelen transparenten Platten
angeordnet ist, sind die Scheitelwinkel des ersten und
des zweiten Flüssigprismas einander gleich. Wenn dieser
Scheitelwinkel mit δ bezeichnet wird, kann der gemeinsame
summarische Ablenkwinkel β des ersten und des
zweiten Prismas bei der mittleren Wellenlänge im sichtbaren
Bereich für kleine Scheitelwinkel folgendermaßen
angegeben werden:
β = (nd1-nd2) · δ
Wenn daher der Neigungswinkel, der durch eine Vibration
des Linsensystems hervorgerufen wird, mit R bezeichnet
wird kann eine Verschiebung des Bildes in der Bildebene
korrigiert werden, da die folgende Beziehung erfüllt
ist:
(nd1-nd2) · δ = R
Die Ablenkfunktion bei anderen Wellenlängen als der
oben angegebenen Wellenlänge ändert sich in Abhängigkeit
des Dispersionswertes der Flüssigkeit. Für den
Fall jedoch, daß ein Absolutwert des zusammengesetzten
Dispersionswertes der beiden Prismen groß gemacht wird,
kann die Entstehung einer Differenz bei der wellenlän
genabhängigen Ablenklung, d. h. die Erzeugung einer chro
matischen Aberration reduziert werden. Bei dieser Aus
führungsform wird der summarische Ablenkwinkel bezüglich
einer d-Linie mit βd bezeichnet, der zusammengesetzte
Ablenkwinkel bezüglich einer F-Linie mit βF und
der zusammensetzte Dispersionswert der Prismen bezüglich
einer C-Linie mit βC bezeichnet. Dann ergibt sich
für den zusammengesetzten Dispersionswert der Prismen
folgende Beziehung:
βd/(βF-βC)
Wenn die abbe′schen Zahlen des ersten und zweiten Flüs
sigprismas mit ν1 bzw. ν2, die Brechungsindizes des
ersten Flüssigprismas bei einer F-Linie (Wellenlänge
486 nm) und einer C-Linie (Wellenlänge (656 nm), die
üblicherweise die beiden Enden des sichtbaren Bereiches
angeben, mit n1F und n1C und die Brechungsindizes des
zweiten Flüssigprismas mit n2F und n2C bezeichnet werden,
gelten für die Ablenkwinkel βF und βC bei Licht
der entsprechenden Wellenlänge folgende Beziehungen:
βF = (nF1-nF2) · δ
βC = (nC1-nC2) · δ
Um die beiden Ablenkwinkel einander gleich zu machen,
müssen folgende Beziehungen erfüllt sein:
(nF1-nF2) · δ = (nC1-nC2) · δ
nF1 - nC1 = nF2-nC2 (1)
Für den Fall, daß diese Bedingung erfüllt ist, kann die
chromatische Aberration in dem sichtbaren Bereich erheblich
reduziert werden.
Die abbe′schen Zahlen der beiden Flüsigprismen können
durch folgende Gleichungen wiedergegeben werden:
ν1 = (nd1-1)/(nF1-nC1) (2)
ν2 = (nd2-1)/(nF2-nC2) (3)
ν2 = (nd2-1)/(nF2-nC2) (3)
Daher kann die auf den Gleichungen (1) bis (3) basierende
folgende Bedingung eingeführt werden:
(nd1-1)/ν1≒ (nd2-1)/ν2
Für den Fall, daß diese Bedingung erfüllt ist, kann die
chromatische Aberration reduziert werden.
Konkrete Ausführungsbeispiele einer Flüssigkeitskombination
werden im folgenden angegeben. Bei den folgenden
Kombinationen kann eine relativ große Ablenkwirkung bei
einem relativ geringen Scheitelwinkel erreicht werden:
1. Kombination:
Benzylamin
nd = 1.54406; ν = 31.05; (nd-1)/ν = 0.01752
nd-ng = 0.02347
Benzylamin
nd = 1.54406; ν = 31.05; (nd-1)/ν = 0.01752
nd-ng = 0.02347
Acetylaceton
nd = 1.45178; ν = 25.76; (nd-1)/ν = 0.01754
nd-ng = 0.02580; Δnd = 0.09228; Δ(nd-1)/ν = 0.0002
nd = 1.45178; ν = 25.76; (nd-1)/ν = 0.01754
nd-ng = 0.02580; Δnd = 0.09228; Δ(nd-1)/ν = 0.0002
2. Kombination:
Phenol
nd = 1.54247; ν = 28.70; (nd-1)/ν = 0.01890
nd-ng = 0.02593
Phenol
nd = 1.54247; ν = 28.70; (nd-1)/ν = 0.01890
nd-ng = 0.02593
Brombenzol
nd = 1.55977; ν = 29.11; (nd-1)/ν = 0.01923
nd-ng = 0.02580; Δnd = -0.01730; Δ(nd-1)/ν = -0.00033
nd = 1.55977; ν = 29.11; (nd-1)/ν = 0.01923
nd-ng = 0.02580; Δnd = -0.01730; Δ(nd-1)/ν = -0.00033
Zur Korrektur der C-Linie und der F-Linie werden die
oben genannten Ausführungsbeispiele bevorzugt.
Eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Betätigungs
einrichtung 40 umfaßt einen Fühler 41 zur Erfassung des
Neigungswinkels des gesamten abbildenden Linsensystems
und eine Steuereinheit 42 zur Steuerung der Betäti
gungseinrichtung in Abhängigkeit eines Ausgangssignales
des Fühlers 41, so das die dritte transparente Platte 33
bewegt werden kann.
Der Fühler 41 ist geeignet, die Neigung des gesamten
Linsensystems in einem räumlichen Koordinatensystem zu
erfassen, in dem sich das Subjekt befindet. Beispiels
weise erfaßt es die Abweichung zwischen einer sta
bilisierten Position eines Kreisels und dem Linsensystem.
Bei der oben genannten Konstruktion wird für den Fall,
daß das Linsensystem gemäß der Darstellung in Fig. 2
geneigt wird, ein Bild auf der Bildaufnahmeoberfläche
10 verschoben. Gleichzeitig stellt der Fühler oder Sensor
41 diese Neigung fest. Die Steuereinheit 41 bewirkt,
daß die dritte transparente Platte 33 durch die
Betätigungseinrichtung 40 geneigt wird, um die Ver
schiebung des Bildes auf der Bildaufnahmeoberfläche zu
korrigieren.
Das oben genannte Ausführungsbeispiel ist so aufgebaut,
daß der Lichtfluß durch die Ablenkeinrichtung 30 in
einer einzigen Ebene abgelenkt wird. Die Bildverschiebung
kann jedoch bezüglich einer Neigung in einer be
liebigen Richtung mit der folgenden Konstruktion korrigiert
werden.
Eine Konstruktion ist so gewählt, daß zwei optische Ab
lenkeinrichtungen entsprechend der oben beschriebenen
Ausführungsform derart vorgesehen sind, daß die
Schwenkachsen der jeweiligen mittleren transparenten
Platten senkrecht zueinander stehen.
Bei einer anderen Ausführungsform ist ein um die
Schwenkachse 33a schwenkbarer Ring innerhalb des Rahmens
34 der oben beschriebenen Ausführungsform angeordnet,
wobei eine dritte transparente Platte 33 um eine zur
Schwenkachse 33a senkrechte Achse schwenkbar innerhalb
des Ringes angeordnet ist.
Im folgenden werden Beispiele einer Objektivanordnung
beschrieben, für welche die vorstehend beschriebene
Ablenkeinrichtung verwendet werden kann.
Das in Fig. 3 dargestellte Ausführungsbeispiel ist ein
Teleobjektiv mit der F-Zahl 1 : 2,8, das für die
Verwendung mit einem Prisma geeignet ist und dessen
numerische Konstruktionswerte in Tabelle 1 aufgeführt
sind.
In der Tabelle bezeichnen die Buchstaben FNo die F-
Zahl, f bezeichnet die Brennweite ω bezeichnet den
Halbfeldwinkel, r bezeichnet den Krümmungsradius einer
Fläche, d bezeichnet die Linsendicke oder den räumlichen
Abstand, nd bezeichnet einen Brechungsindex bei
einer d-Linie (Wellenlänge 588 nm) einer Linse und ν
bezeichnet eine abbe′sche Zahl.
Fig. 4 zeigt die Aberrationen des oben angegebenen Te
leobjektivs allein. Die Fig. 5a bis 5c zeigen Punkt
diagramme bei der d-Linie, der g-Linie, der c-Linie und
F-Line auf der Bildaufzeichnungsoberflächen 10. In diesen
Figuren bezeichnet eine vertikale unterbrochene
Linie die Y-Achse, und eine horizontale unterbrochene
Linie die Z-Achse. Die Koordinaten des Schnittpunktes
zwischen den beiden unterbrochenen Linien sind (y, z)=
(-21.6,0) in Fig. 5a, (0,0) in Fig. 5b und (21.6,0)
in Fig. 5c.
Fig. 6 zeigt das oben beschriebene Teleobjektiv in
Kombination mit der optischen Ablenkeinrichtung 30. Die
optische Ablenkeinrichtung 30 ist an dem dem Subjekt
zugewandten Ende des Teleobjektivs angeordnet und
besteht aus zwei Flüssigprismen 35 und 36. Die
Konstruktionsdaten der optischen Ablenkeinrichtung 30
sind in Tabelle 2 angegeben, wobei der Abstand dP3 von
der Endoberfläche (P3) des Prismas zur ersten Fläche
des Objektivs 3 mm beträgt. Da die transparente Platte
selbst die Bildqualität nicht beeinflußt, kann die
Dicke der transparenten Platte beliebig gewählt werden.
Wird das optische System um 0,5° in einer Richtung geneigt,
so daß die Subjektseite des optischen Systems
(in Fig. 7 die linke Seite des Linsensystems) abwärts
ausgelenkt wird, beträgt die Auslenkung des Bildes 1,75 mm,
sofern die optische Ablenkeinrichtung nicht wirksam
wirkt. Die Bildverschiebung kann aber kompensiert werden
durch Neigung der dritten transparenten Platte 33,
um den Scheitelwinkel der Flüssigprismen auf 5,403° zu
setzen. Fig. 8 zeigt das Punktdiagramm, wenn die optische
Ablenkeinrichtung wirksam wird, wobei die Koordinaten
der Fig. 8a bis 8c mit denen der Fig. 5 über
einstimmen.
In Fig. 8 zeigt die nach unten verschobene Punktgruppe
im Koordinatenkreuz ein Bild bei der g-Linie. Eine
Verschlechterung der Bildqualität zwischen der c-Linie
und der F-Linie einschließlich einer Verschiebung eines
Punktbildes außerhalb der Achse tritt kaum auf mit Aus
nahme des Bildes bei dieser g-Linie.
Da bei dieser Ausführungsform der Hauptzweck darin be
steht, den Wert von Δ(nd-1)/ν minimal zu machen, wird
das von der g-Linie gezeigte Bild verschoben. Um diese
Verschiebung des g-Linienbildes zu reduzieren, wird vor
zugsweise eine Kombination von Flüssigkeiten ausgewählt
mit einer geringen Differenz von nd-ng und keinem exzessiv
großen Wert von Δ(nd-1)/ν, beispielsweise eine
Kombination von Phenol und Acetylaceton und eine Kombination
zwischen Brombenzol und Acetylaceton.
Eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Bild
stabilisierungseinrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
daß eine Mehrzahl von Prismen derart angeordnet ist,
daß die Lichteinfallfläche des auf der Einfallsseite
liegenden Prismas und die Lichtaustrittsfläche des auf
der Austrittsseite liegenden Prismas senkrecht zur
optischen Achse des optischen Abbildungssystems
angeordnet sind. Wenn das optische Abbildungssystem
geneigt wird, kann ein statisches Bild erreicht werden,
in dem man die Prismen auf der optischen Achse in
Abbhängigkeit des Neigungswinkels verschwenkt bzw.
verdreht.
Fig. 9a zeigt ein Prisma 50, bei dem die chromatische
Aberration durch das Zusammenkitten zweier Prismenkörper
51, 52 aus festem Material korrigiert ist. Die
Lichteinfallsfläche und die Lichtaustrittsfläche des
Prismas 50 sind parallel zueinander angeordnet. Die
Scheitelwinkel der beiden Prismen sind gleich. Wenn die
entsprechenden Prismenkörper aus einer Glaskombination
bestehen, wie sie unten aufgeführt sind und die folgende
Bedingung erfüllen:
(nd1-1)/ν 1 ≒ (nd2-1)/ν2
wobei der Brechungsindex und die abbe′sche Zahl des er
sten Prismenkörpers 51 mit nd1 bzw. ν1 und der Bre
chungsindex und die abbe′sche Zahl des zweiten Prismen
körpers 52 mit nd2 bzw. ν2 bezeichnet sind, kann eine
Ablenkfunktion mit einem relativ geringen Scheitelwinkel
erreicht werden. Die folgenden Namen der Glassorten
sind Handelsnamen von Kabushiki Kaisha Ohara, wobei die
folgenden Kombinationen mögliche Ausführungsbeispiele
darstellen:
1. Kombination:
LaSF08
nd = 1.88300; ν = 40.76; (nd-1)/ν = 0.02166
SF5
nd = 1.67270; ν = 32.10; (nd-1)/ν = 0.02095
Δnd = 0.21030; Δ(nd-1)/ν = 0.00071
LaSF08
nd = 1.88300; ν = 40.76; (nd-1)/ν = 0.02166
SF5
nd = 1.67270; ν = 32.10; (nd-1)/ν = 0.02095
Δnd = 0.21030; Δ(nd-1)/ν = 0.00071
2. Kombination:
LaSF015
nd = 1.80400; ν = 46.57; (nd-1)/ν = 0.01726
F16
nd = 1.59270; ν = 35.29; (nd-1)/ν = 0.01679
Δnd = 0.21130; Δ(nd-1)/ν = 0.00047
LaSF015
nd = 1.80400; ν = 46.57; (nd-1)/ν = 0.01726
F16
nd = 1.59270; ν = 35.29; (nd-1)/ν = 0.01679
Δnd = 0.21130; Δ(nd-1)/ν = 0.00047
3. Kombination:
LaSF09
nd = 1.81600; ν = 46.62; (nd-1)/ν = 0.01750
F1
nd = 1.62588; ν = 35.70 (nd-1)/ν = 0.01754
Δnd = 0.19012; Δ(nd-1)/ν -0.0004
LaSF09
nd = 1.81600; ν = 46.62; (nd-1)/ν = 0.01750
F1
nd = 1.62588; ν = 35.70 (nd-1)/ν = 0.01754
Δnd = 0.19012; Δ(nd-1)/ν -0.0004
4. Kombination
LaSF014
nd = 1.78800; ν = 47.43; (nd-1)/ν = 0.01663
F16
nd = 1.59270; ν = 35.29 (nd-1)/ν = 0.01679
Δnd = 0.19530; Δ(nd-1)/ν = -0.00016
LaSF014
nd = 1.78800; ν = 47.43; (nd-1)/ν = 0.01663
F16
nd = 1.59270; ν = 35.29 (nd-1)/ν = 0.01679
Δnd = 0.19530; Δ(nd-1)/ν = -0.00016
Wenn man nicht nur Glas sondern auch andere feste Materialien
wie die im folgenden angegebenen Kunststoffe
für eine Kombination heranzieht, kann eine größere Aus
wahl bei der abbe′schen Zahl und dem Brechungsindex erreicht
werden:
5. Kombination:
LaSF03
nd = 1.80610; ν = 40.95; (nd-1)/ν 0.01989
LaSF03
nd = 1.80610; ν = 40.95; (nd-1)/ν 0.01989
Polycarbonat
nd = 1.58547; ν = 29.90; (nd-1)/ν = 0.01958
Δnd = 0.22063; Δ(nd-1)/ν = 0.00011
nd = 1.58547; ν = 29.90; (nd-1)/ν = 0.01958
Δnd = 0.22063; Δ(nd-1)/ν = 0.00011
6. Kombination:
LaSF02
nd = 1.79952; ν = 42.24; (nd-1)/ν= 0.01893
LaSF02
nd = 1.79952; ν = 42.24; (nd-1)/ν= 0.01893
Polystyrol
nd = 1.59048; ν = 30.90; (nd-1)/ν = 0.01911
Δnd = 0.20904; Δ(nd-1)/ν - 0.00018
nd = 1.59048; ν = 30.90; (nd-1)/ν = 0.01911
Δnd = 0.20904; Δ(nd-1)/ν - 0.00018
Fig. 9b zeigt ein Prisma 60, bei dem ein Festkörper
und ein flüssiger Prismenteil als Material für den
Prismenkörper verwendet werden. Dabei ist ein festes
Prisma 62 an einer Seite eines Rahmens 61 befestigt und
dient als Lichteintritts- und Lichtaustrittsfläche.
Ferner ist eine ebene parallele Platte 63 an der anderen
Seite des Rahmens 61 befestigt, wobei eine Flüssig
keit in die zwischen dem ersten Prisma 62 und der ebenen
parellelen Platte 63 gebildete Kammer eingefüllt
ist, um ein zweites Prisma 64 zu bilden. Wenn bei einer
Kombination zwischen dem das erste Prisma 62 bildenden
Feststoff und dem das zweite Prisma 64 bildenden flüssigen
Material unter Berücksichtigung der im folgenden
angegebenen Glassorten und Flüssigkeiten die folgende
Bedingung erfüllt ist:
kann eine starke Ablenkfunktion mit einem relativ kleinen Scheitelwinkel erreicht werden.
kann eine starke Ablenkfunktion mit einem relativ kleinen Scheitelwinkel erreicht werden.
7. Kombination:
LaSK02
nd = 1.78650; ν = 50.00; (nd-1)/ν = 0.01573
LaSK02
nd = 1.78650; ν = 50.00; (nd-1)/ν = 0.01573
Toluol
nd = 1.49782; ν = 31.07; /ν = 0.01602
Δnd = 0.28868; Δ(nd-1)/ν -0.00029
nd = 1.49782; ν = 31.07; /ν = 0.01602
Δnd = 0.28868; Δ(nd-1)/ν -0.00029
8. Kombination:
LaF010
nd = 1.74320; ν = 49.31; ν(nd-1)/ν = 0.01507
LaF010
nd = 1.74320; ν = 49.31; ν(nd-1)/ν = 0.01507
Benzol
nd = 1.47439; ν = 31.82; (nd-1)/ν = 0.01491
Δnd = 0.26881; Δ(nd-1)/ν 0.00016
nd = 1.47439; ν = 31.82; (nd-1)/ν = 0.01491
Δnd = 0.26881; Δ(nd-1)/ν 0.00016
Fig. 9c zeigt ein Prisma 70 mit einem ersten und einem
dritten Prisma 71 bzw. 73 aus Feststoff und einem zweiten
Prisma 72 aus flüssigem Material. Das erste und das
dritten Prisma 71, 73 sind jeweils an einem Ende in
Lichteintritts- bzw. Lichtaustrittsrichtung eines Rahmens
74 befestigt und die Flüssigkeit ist in eine zwischen
den festen Prismen 71 und 73 gebildeten Kammer
eingefüllt, um so das zweite Prisma 72 zu bilden. Für
den Fall, daß die aus festem Material bestehenden Prismen
miteinander verkittet sind, insbesondere wenn die
Feststoffe sehr unterschiedliche thermische Ausdeh
nungskoeffizienten haben, wie beispielsweise Glas und
Kunststoff, kann möglicherweise eine Deformation bei
einer Temperaturänderung eintreten. Beim dargestellten
Ausführungsbeispiel, bei dem ein Prisma aus einem flüssigen
Material besteht, kann die Deformation aufgrund
einer Temperaturänderung verhindert werden, selbst wenn
der thermische Ausdehnungskoeffizient sehr verschieden
ist.
Für das erste und das dritte Prisma wird dasselbe Material
verwendet, während ein Material mit einer unter
schiedlichen abbe′schen Zahl für das zweite Prisma verwendet
wird.
Fig. 10 zeigt eine Ausführungsform eines bildstabilisierten
optischen Systems, bei dem zwei Sätze von Prismen
50 verwendet werden.
Das optische System bei dieser Ausführungsform umfaßt
ein abbildendes Linsensystem 20 zur Erzeugung eines
Bildes auf einer Bildaufzeichnungsoberfläche 10 sowie
eine optische Ablenkeinrichtung 30 zur Ablenkung des
optischen Weges, um die Bildverschiebung relativ zur
Neigung des gesamten optischen Systems zu korrigieren.
Die optische Ablenkeinrichtung 30 umfaßt zwei Prismen
50, 50, die auf der optischen Achse Ax des abbildenden
Linsensystems 20 schwenkbar bzw. drehbar angeordnet
sind. Der Außenumfang der Prismen 50 ist mit einer
Verzahnung 50A, 50A versehen, mit der Antriebszahnräder
80a, 81a kämmen, die auf den Wellen von Motoren 80 bzw.
81 sitzen. Aufgrund der vorstehend beschriebenen
Anordnung können die Prismen 50, 50 durch die Motoren
80 bzw. 81 verschwenkt werden, um den optischen Weg
abzulenken und damit die Bildverschiebung zu
korrigieren, die durch eine Neigung des gesamten
optischen Systems hervorgerufen wurde.
Die Mittel zur Steuerung der Motoren 80, und 81 umfassen
wie bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 einen
Sensor 41 und eine Steuereinheit 42.
Wenn gemäß dem vorstehend beschriebenen Aufbau das Lin
densystem geneigt wird, erfaßt der Sensor 41 die Neigung.
Daraufhin verschwenkt die Steuereinheit 42 die
Prismen 50, 50 über die Motoren 80 bzw. 81, um so die
Bildverschiebung auf der Bildaufzeichnungsfläche 10 zu
korrigieren.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel eines Objektivs
beschrieben, für welches das vorstehend beschriebene
Prisma bestimmt ist.
Fig. 11 zeigt ein Teleobjektiv der F-Zahl 2,8 mit
einer Brennweite von 200 mm, das zur Verbindung mit
einem Prisma der vorstehend genannten Art geeignet ist
und dessen numerische Konstruktionswerte in Tabelle 3
aufgeführt sind.
Fig. 12 zeigt die Aberration des vorstehend wiedergegebenen
Teleobjektivs. Die Fig. 13a bis 13c zeigen
Punktdiagramme an drei verschiedenen Positionen. Die
Koordinaten der Fig. 13a bis 13c sind dieselben wie
bei der Darstellung in Fig. 5.
Im folgenden werden zwei Beispiele einer Kombination
des Teleobjektives mit einer optischen Ablenkeinrichtung
beschrieben.
Die optische Ablenkeinrichtung wird vorzugsweise in
einem Abschnitt des optischen Weges angeordnet, wo der
Lichtfluß im allgemeinen afocal wird. Bei dem in Fig. 14
dargestellten Ausführungsbeispiel ist die optische
Ablenkeinrichtung auf der Subjektseite des Linsensystems
20 angeordnet. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 16 ist die Ablenkeinrichtung nahe einer afocalen
Stelle des Linsensystems angeordnet.
Das in Fig. 14 dargestellte Teleobjektiv hat eine aus
zwei Prismen bestehende Ablenkeinrichtung, die auf der
Subjektseite des Linsensystems 20 angeordnet ist. Die
numerischen Konstruktionsdaten der Ablenkeinrichtung
sind in Tabelle 4 wiedergegeben. Der Abstand dP6
der Endfläche (P6) des Prismas zur ersten Fläche des
Objektivs beträgt 3 mm.
Wenn das optische System um 0,5° so geneigt wird, daß
die Subjektseite abwärts bewegt wird, beträgt die Bild
verschiebung 1,75 mm, wenn die optische Ablenkeinrichtung
nicht in Kraft tritt. Die Bildverschiebung kann
jedoch korrigiert werden, indem man das erste und das
zweite Prisma in entgegengesetzten Richtungen um
103,71° verdreht. Fig. 15a bis 15c zeigen
Punktdiagramme bei Verwendung der optischen
Ablenkeinrichtung, wobei die Koordinaten der Fig. 15a
bis 15c dieselben sind wie bei den entsprechenden
Teilfiguren der Fig. 5.
Fig. 16 zeigt ein Ausführungsbeispiel des in Fig. 11
dargestellten Teleobjektivs in Kombination mit einer
Ablenkeinrichtung, die aus zwei Prismen besteht und
zwischen einer dreizehnten Fläche und einer vierzehnten
Fläche des Objektivs angeordnet ist. Die numerischen
Konstruktionsdaten der Ablenkeinrichtung sind in Tabelle 5
angegeben. Der Abstand d13 der dreizehnten Fläche
des Objektivs zur P1-Fläche beträgt 3 mm.
Der Abstand dP6 der P6-Oberfläche des Prismas zur vierzehnten
Fläche des Objektivs beträgt 5,22 mm
Wenn das optische System um 5° in einer Richtung ge
neigt wird, so daß die Subjektseite des Objektivs abwärts
bewegt wird, kann die Bildverschiebung dadurch
korrigiert werden, daß man das erste und das zweite
Prisma in entgegengesetzten Richtungen um 127,3° verdreht.
Die Fig. 17a bis 17c zeigen Punktdiagramme
bei Verwendung der Ablenkeinrichtung, wobei die Koordinaten
der entsprechenden Fig. 17a bis 17c dieselben
sind wie bei den zugehörigen Teilfiguren in Fig. 5.
Wenn die optische Ablenkeinrichtung innerhalb des Ob
jektives angeordnet ist, wie dies Fig. 16 zeigt, ist
der erzeugte Betrag der chromatischen Aberration nicht
notwendigerweise minimal, wenn die folgende Bedingung
gilt:
(nd1-1)/ν1 = (nd2-1)/ν2
Die chromatische Aberration ist jedoch dem Betrag nach
minimal in einem Bereich, wo die folgende Bedingung
gilt:
(nd1-1)/ν1 ≒ (nd2-1)/ν2
Gemäß der zweiten Ausführungsform kann ein Prisma vorgesehen
sein, bei dem die chromatische Aberration gering
ist, bei dem die Änderung der äußeren Form gering
ist und bei dem eine geringe Baugröße für ein
vibrationssicheres optisches System leicht erreicht
werden kann.
Im folgenden wird ein drittes Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung beschrieben, wobei zunächst ein
Ausführungsbeispiel des Standes der Technik erläutert
werden soll.
Gemäß der japanischen Offenlegungsschrift SHO 63-169614
beträgt der Winkel, der von den die Ablenkungsfunktion
zweier Prismen anzeigenden Achsen gebildet wird, zunächst
180°C, wie dies in Fig. 24 dargestellt ist.
Fig. 24 zeigt dabei die Ablenkungsfunktion der Prismen,
projiziert auf eine senkrecht zur optischen Achse
des optischen Systems gerichtete Ebene. Daher ist die
Ablenkungsfunktion zur Korrektur einer Bildverschiebung,
wobei diese Korrektur durch ein Verschwenken
zweier Prismen um Mikrowinkel erfolgt, senkrecht zu den
Achsen, welche die anfängliche Ablenkungsfunktion beschreiben.
Der Ausdruck "Achse der Ablenkungsfunktion"
bezieht sich auf einen Vektor OP, der gemäß Fig. 25
von dem Schnittpunkt zwischen der optischen Ax des optischen
Systems und einer senkrecht zur optischen Achse
Ax gerichteten Ebene H zu einem Schnittpunkt gezogen
wird, der sich zwischen einem in Richtung der optischen
Achse Ax in das Prisma einfallenden und abgelenkten
Strahl und der Ebene H ergibt. Die Ebene H ist im allgemeinen
die Bildebene eines abbildenden optischen Systems.
Fig. 24 zeigt ein Koordinatensytem, welches die Ab
lenkungsfunktion der Prismen in der Bildebene erläutert.
Der Nullpunkt O ist ein Schnittpunkt zwischen der
optischen Achse des Linsensystems und der Bildebene.
Der Betrag der Ablenkungsfunktionen der beiden Prismen
ist derselbe.
In der Figur wird die Ablenkungsfunktion in der Bildebene
durch das erste Prisma im anfänglichen Zustand
durch den Vektor AO angegeben. Die Ablenkungsfunktion
durch das zweite Prisma wird in gleicher Weise durch
den Vektor BO ausgedruckt. Im Anfangszustand bilden die
Vektoren einen Winkel von 180° miteinander, die beiden
Vektoren sind einander entgegengerichtet. Das Bild wird
nicht verrückt.
Wird das erste Prisma im Uhrzeigersinn oder das zweite
Prisma im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt, so wird der
die Ablenkfunktion des betreffenden Prismas anzeigende
Vektor durch eine gerade Linie wiedergegeben, deren
Ausgangspunkt der Ursprung O ist und deren Endpunkt ein
Punkt auf einem Kreisbogen R ist. In der Figur werden
die mit Winkeln oder Gradzahlen bezeichneten Kreisbögen
als Koordinaten verwendet zur Erläuterung des Vektors,
der sich durch die Überlagerung der Ablenkfunktionen der
beiden Prismen ergibt. Der Radius jedes Referenzbogens
ist für die Vektoren AO und BO derselbe. Die Mittel
punkte derselben sind Punkte im Abstand von 10° auf dem
Kreisbogen R.
Der Referenzbogen, der mit einem positiven Winkelbetrag
bezeichnet wird, stellt eine Anhäufung von Punkten dar,
welche der Endpunkt des Vektors sein kann der die
Ablenkfunktion bezeichnet entsprechend einer Drehung
des Vektors AO um diesen Winkel. Der mit demselben
negativen Winkelbetrag bezeichnete Referenzbogen
bezeichnet eine Anhäufung von Punkten, die der Endpunkt
des Vektors sein kann, wenn der Vektor BO um diesen
Winkel gedreht
wird. Wenn daher der Schwenkwinkel der beiden Prismen
bekannt ist, wird die Ablenkfunktion als Vektor angegeben,
der vom Nullpunkt oder Ursprung O zu dem durch
die Schwenkwinkel angegebenen Punkt gezogen wird.
So wird beispielsweise die Ablenkfunktion durch den
Vektor C bezeichnet, wenn das erste Prisma (Vektor AO)
aus dem Anfangszustand um 30° und das zweite Prisma
(Vektor BO) um -20° verschwenkt werden.
Wenn bei der vorstehend beschriebenen Konstruktion die
Richtung der Ablenkfunktion zur Korrektur der Bildver
schiebung nicht mit den anfänglichen Ablenkfunktionen
A0, B0 zusammenfällt, müssen das erste und das zweite
Prisma normal bzw. rückwärts sofort um 90° gedreht werden,
wobei ein Problem der Ansprechempfindlichkeit oder
Ansprechgeschwindigkeit auftritt.
Ferner wird ein Signal zur Steuerung der Verschwenkung
der Prismen eine komplizierte Funktion aufgrund der
Anfangsstellungen der Prismen.
Zweck der dritten und vierten Ausführungsform ist es,
eine Bildstabilisierungseinrichtung anzugeben, die in
der Lage ist, eine Bildverschiebung selbst dann zu korrigieren,
wenn sich ein Bild, das gerade aufgezeichnet
wird, in irgendeine Richtung neigt aufgrund einer Neigung
des aufnehmenden optischen Systems.
Eine Bildstabilisierungseinrichtung gemäß der dritten
Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß zwei
bewegliche Prismen so eingestellt werden, daß ein
Winkel R, der von der die Ablenkfunktion des Prismas
anzeigenden Achse gebildet wird, im Anfangszustand die
folgende Ungleichung erfüllt:
45° < R < 135°
Da bei einer derartigen vorstehend beschriebenen Ausbildung
eine durch eine Mikroverschwenkung des ersten
und zweiten Prismas aus ihrem Anfangszustand hervorgerufene
Bildverschiebung nicht mit einer geraden Linie
übereinstimmt, kann eine Korrektur der Bildverschiebung
in jeder beliebigen Richtung sofort durchgeführt werden.
Wenn ferner der Betrag der Ablenkfunktionen beider
Prismen derselbe ist, kann die Bildverschiebung allein
durch eine Verschwenkung um einen Winkel korrigiert
werden, der proportional zur Verschiebungskomponente
des Bildes ist. Die Steuerung der Schwenkbewegung der
Prismen wird auf diese Weise sehr einfach.
Die Fig. 18 bis 20 zeigen eine Bildstabilisierungs
einrichtung entsprechend der dritten Ausführungsform.
Zunächst wird unter Bezugnahme auf die Fig. 18 der
allgemeine Aufbau der Einrichtung beschrieben.
Das optische System dieser Ausführungsform umfaßt ein
Abbildungs-Linsensystem 20 zur Erzeugung eines Bildes
auf einer Bildaufzeichnungsfläche 10 und eine Ablenk
vorrichtung 30 für den optischen Weg.
Die Ablenkeinrichtung 30 umfaßt ein erstes und ein
zweites bewegliches Prisma 91 bzw. 92, die auf der optischen
Achse Ax des Linsensystems 20 drehbar angeordnet
sind. Diese beweglichen Prismen sind derart angeordnet,
daß ein Winkel R, der von einer die
Ablenkfunktion anzeigenden Achse gebildet wird in dem
jeweiligen Anfangszustand zwischen 45° und 135° liegt.
Diese beweglichen Prismen 91 und 92 sind an ihrem
Außenumfang jeweils mit einem Zahnkranz 91a bzw. 92a
versehen, mit dem jeweils ein Zahnrad 80a bzw. 81a
kämmt, das auf einer Ausgangswelle eines einen
Schwenkmechanismus bildenden Motors 80, 81 sitzt.
Aufgrund der vorstehend beschriebenen Konstruktion
werden die beiden Prismen durch die entsprechenden
Motoren 80 bzw. 81 verschwenkt, um den optischen Weg
auszulenken und damit eine Bildverschiebung zu
verhindern, die von einer Neigung des gesamten
optischen Systems herrührt.
Eine Steuereinrichtung für die Steuerung der Motoren 80
und 81 umfaßt einen Sensor 41 und eine Steuereinheit.
Wenn bei der vorstehend beschriebenen Konstruktion der
Sensor 41 eine Neigung feststellt, schwenkt die Steue
reinheit 42 die Prismen 91 und 92 über die Motoren 80
und 81, um die Bildverschiebung auf der Bildaufzeichnungsfläche
zu korrigieren.
Ein Signal zur Steuerung der Schwenkbewegung der beweglichen
Prismen wird unter Verwendung der Winkelposition
der Prismen berechnet.
Nun soll unter Bezugnahme auf Fig. 19 die Bildver
schiebung erläutert werden, die durch eine Verschwenkung
der beiden beweglichen Prismen hervorgerufen wird.
Fig. 19 zeigt ein Beispiel, bei dem ein Winkel R, der
von der Ablenkfunktion der jeweiligen Prismen gebildet
wird, auf 90° festgesetzt ist. Die Beträge der Ablenk
funktion der beiden Prismen sind einander gleich.
Der Ursprung O in Fig. 17 ist ein Schnittpunkt zwischen
der optischen Achse des Linsensystems und der
Bildaufzeichnungsoberfläche 10. Die Vektoren AO und BO
geben die anfänglichen Ablenkfunktionen des ersten bzw.
zweiten Prismas wieder. Ein Vektor CO gibt die zusammengesetzte
Ablenkfunktion der beiden Prismen in ihrem
Anfangszustand wieder.
Wenn das erste und das zweite Prisma verschwenkt werden,
drehen sich die die Ablenkfunktionen der entsprechenden
Prismen wiedergebenden Vektoren um den Ursprung
O. Die Endpunkte der Vektoren sind Punkte auf dem
Kreisbogen R. In der Zeichnung sind die von dünnen Linien
gebildeten jeweiligen Kreisbögen Koordinatenlinien
zur Erläuterung der Vektoren, welche von den beiden
Prismen hervorgerufene Ablenkfunktionen wiedergeben.
Der Radius ist für die Vektoren AO und BO derselbe. Die
Mittelpunkte sind Punkte in Abständen von 10° auf dem
Kreisbogen R.
Die mit Winkelzahlen bezeichneten Referenzbögen sind
Anhäufungen von Punkten, die Endpunkte des Vektors sein
können, der die Ablenkfunktion wiedergibt. Die Referenzbögen,
deren Mittelpunkte auf der linken Seite der
Koordinatenlinie liegen, sind Anhäufungen von Punkten,
die als Endpunkt des Vektors AO dienen können, wenn der
Vektor AO um den jeweiligen Winkel verschwenkt wurde.
In der gleichen Weise sind die Referenzbögen deren Mit
telpunkte auf der rechten Seite liegen, Anhäufungen von
Punkten, die als Endpunkte des Vektors BO dienen können,
wenn dieser um den betreffenden Winkel verschwenkt
wurde. Wenn daher die Schwenkwinkel der beiden Prismen
bekannt sind, wird die Ablenkfunktion durch den Vektor
wiedergegeben, der vom Ursprung O zu dem durch die
Schwenkwinkel bestimmten Punkt gezogen wird.
Da gemäß der vorstehenden Beschreibung die Richtungen
der Ablenkfunktionen der beiden Prismen senkrecht aufeinander
stehen, werden die Richtungen zur Korrektur
der Bildverschiebung, die durch eine Mikroschwenkbewegung
der entsprechenden Prismen hervorgerufen wird,
Komponenten, die im wesentlichen senkrecht zueinander
stehen. Die Korrektur der Bildverschiebung wird durch
einen Vektor ausgedrückt, dessen Ausgangspunkt auf dem
Endpunkt des Vektors CO liegt. Indem man also den Vektor
der Bildverschiebung in zwei zueinander senkrechte
Komponenten auflöst, die den Ablenkfunktionen der entsprechenden
Prismen in ihrem Anfangszustand entsprechen
und indem man die entsprechenden Prismen unabhängig
voneinander entsprechend diesen Komponenten
verschwenkt, kann die Bildverschiebung korrigiert
werden.
Da jedoch die Bewegungsrichtungen des Bildes keine linearen
Komponenten sind, die senkrecht aufeinander stehen,
sondern Komponenten entlang von Kreisbögen, tritt
ein Fehler auf. Dieser Fehler kann jedoch auf 4%
vermindert werden, innerhalb von einem Bereich, der von
Bögen umgeben ist, welche Schwenkwinkel von beiden
Prismen von 5° angeben.
Wenn die Ablenkeinrichtung nur aus zwei beweglichen
Prismen besteht, wird das Bild bereits in seinem An
fangszustand verschoben, wie dies durch den Vektor CO
angezeigt ist. Wenn dagegen die Bildverschiebung kein
Problem wird, wie dies bei der Verwendung eines Objektivs
kurzer Brennweite der Fall ist, kann eine günstige
Wirkung erreicht werden, wenn die Erzeugung der chromatischen
Aberration reduziert wird. In diesem Fall kann
durch die Verwendung eines Materials mit hoher
abbe′scher Zahl (geringer Dispersion) oder durch die
Verwendung eines gekitteten Prismas für die beweglichen
Prismen die chromatische Aberration korrigiert werden.
Wenn dagegen die Auswirkung einer Bildverschiebung und
der chromatischen Aberration der Vergrößerung signifikant
wird wie bei einem Teleobjektiv, kann die Einrichtung
so ausgebildet werden, daß ein stationäres Prisma
mit einer durch den Vektor D dargestellten Ablenkfunktion
zu der oben beschriebenen Konstruktion hinzugefügt
wird. Bei dieser Anordnung kann die Bildverschiebung im
Anfangszustand durch das bewegliche Prisma ausgelöst
werden.
Fig. 20 zeigt ein konkretes Ausführungsbeispiel eines
Aufnahmeobjektivs, das mit einer Ablenkeinrichtung 30
versehen ist, die aus zwei beweglichen Prismen 91, und
92 sowie einem einzigen stationären Prisma 93 besteht
und auf der Subjektseite des abbildenden Linsensystems
20 angeordnet ist.
Für den Fall, daß die abbe′schen Zahlen der beweglichen
Prismen 91 und 92 sowie des stationären Prismas 93
gleich sind, kann auch die chromatische Aberration der
Vergrößerung korrigiert werden durch Beseitung der
Verschiebung der Bildposition.
Durch Anordnung des stationären Prismas 93 an der äußersten
Subjektseite des Objektivs kann man verhindern,
daß die beweglichen Prismen 91 und 92 während ihres
Einsatzes berührt werden. Ferner ist es in dem Fall, in
dem die chromatische Aberration eines Prismas die Bild
qualität erheblich beeinflußt wie beispielsweise bei
einem Teleobjektiv, vorteilhaft, wenn die chromatische
Aberration für alle Prismen korrigiert wird.
Die Fig. 21 bis 23 zeigen eine vierte Ausführungsform
der Erfindung.
Ein optisches System dieser Ausführungsform umfaßt
gemäß der Darstellung in Fig. 21 ein abbildendes Ob
jektiv 20, eine Bildaufzeichnungsfläche 10 und eine Ab
lenkeinrichtung 30 zur Ablenkung des optischen Weges.
Die Ablenkeinrichtung 30 umfaßt ein erstes, zweites,
drittes und viertes bewegliches Prisma 94, 95, 96 bzw.
97, die auf der optischen Achse Ax des Linsensystems 20
drehbar angeordnet sind. Diese beweglichen Prismen sind
entsprechend der Darstellung in Fig. 22 so angeordnet,
daß die Winkel der die jeweilige Ablenkfunktion
angebenden Achse 0°, 180°, 90° und 270° in ihrem An
fangszustand betragen.
Das erste und das zweite bewegliche Prisma 94 bzw. 95
sind an einander gegenüberliegenden Flächen mit
ringförmigen Innenzahnkränzen 94a bzw. 95a versehen,
mit denen ein Antriebszahnrad 80a kämmt, das auf einer
Ausgangswelle eines Motors 80 sitzt. Der Motor 80 dient
als erster Antriebsmechanismus zum Verschwenken des
ersten und des zweiten beweglichen Prismas 94 bzw. 95
um denselben Winkel, jedoch in entgegengesetzten
Richtungen.
In der gleichen Weise ist an den einander zugewandten
Flächen des dritten und vierten beweglichen Prismas
96 bzw. 97 jeweils ein ringförmiger Innenzahnkranz 96a
bzw. 97a angeordnet, mit denen ein Antriebszahnrad 81a
kämmt, das auf einer Ausgangswelle eines Motors 81
sitzt. Der Motor 81 dient als zweiter Antriebsmechanismus
zum Verschwenken des dritten und des vierten beweglichen
Prismas 96 bzw. 97 um denselben Winkel, jedoch
in entgegengesetzen Richtungen.
Bei dieser vorstehend beschriebenen Konstruktion lenken
die beweglichen Prismen 94, 95, 96 und 97 bei einer
Verschwenkung durch die Motoren 80 und 81 den optischen
Weg ab, um eine Verschiebung des Bildes aufgrund einer
Neigung des gesamten optischen Systems zu korrigieren.
Dabei liegt die Richtung zur Korrektur der Bildver
schiebung, die durch eine Mikrodrehung des ersten und
des zweiten beweglichen Prismas 94 bzw. 95 hervorgerufen
wird, in Richtung der 90° bzw. 270°-Achse. Die
Richtung zur Korrektur der Bildverschiebung, die durch
eine Mikrodrehung des dritten und vierten Prismas 96
bzw. 97 hervorgerufen wird, liegt in der 0° bzw. 180°-
Richtung, wie dies durch dicke Linien in Fig. 22 wiedergegeben
ist. Die Ablenkfunktionen eines das erste
und das zweite bewegliche Prisma umfassenden Satzes und
eines das dritte und das vierte bewegliche Prisma umfassenden
Satzes sind senkrecht zueinander.
Da diese beweglichen Prismen die Bildqualität in ihren
Anfangszuständen nicht nachteilig beeinflussen, ist es
vorteilhaft, wenn mindestens die innerhalb eines Satzes
liegenden Prismen dieselbe chromatische Aberration und
dieselbe Ablenkfunktion haben.
Eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Motoren 80 und
81 umfaßt einen Sensor 41 und eine Steuereinheit 42,
die ebenso wie bei den oben beschriebenen
Ausführungsformen ausgebildet sind.
Aufgrund dieser Konstruktion erfaßt der Sensor 41 bei
einer Neigung des Linsensystems diese Neigung, woraufhin
die Steuereinheit 42 die erfaßte Neigung in zwei
Komponenten auflöst, die senkrecht zueinander in einer
senkrecht zur optischen Achse gerichteten Ebene liegen.
Die Steuereinheit 42 berechnet den Drehbetrag des ersten
und zweiten beweglichen Prismas 94 bzw. 95, der
zur Korrektur der Bewegungskomponenten in der 90°- und
270°-Richtung erforderlich ist und betätigt den Motor
80. Ferner berechnet er den Drehbetrag des dritten und
vierten beweglichen Prismas 96 bzw. 97, der zur Korrektur
der Bewegungskomponenten in der 0°- und 180°-
Richtung erforderlich ist, und betätigt den Motor 81.
Auf diese Weise kann durch eine Drehung von vier Prismen
eine Bildverschiebung auf der Bildaufzeichnungsfläche
10 korrigiert werden.
Fig. 23 zeigt ein konkretes Beispiel eines Aufnahmeob
jektivs, das mit einer optischen Ablenkeinrichtung 30
versehen ist, die aus vier beweglichen Prismen besteht
und auf der Subjektseite des Linsensystems 20 angeordnet
ist.
Um die Erzeugung von Geisterbildern oder Schatten zu
reduzieren, sind die entsprechenden beweglichen Prismen
derart angeordnet, daß keine Fläche der Prismen senk
recht zur optischen Achse verläuft.
Wenn die chromatische Aberration der Prismen die Bild
qualität erheblich beeinflußt, wie dies bei einem Tele
objektiv der Fall ist, ist es ferner vorteilhaft, wenn
die chromatische Aberration für die entsprechenden
Prismen korrigiert wird.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform werden
die Prismen jedes Satzes von einem einzigen Motor und
Zahnrad angetrieben, so daß die Prismen um denselben
Betrag verdreht werden, wobei der Antriebsmechanismus
sehr einfach ist. Die Anordnung kann jedoch auch so ge
troffen werden, daß getrennte Antriebseinrichtungen für
jedes Prisma vorgesehen sind und daß die Antriebsmittel
über eine Programmsteuerung gesteuert werden, um die
Prismen jedes Satzes um denselben Betrag zu verstellen.
Da bei der vierten Ausführungsform die Neigung des optischen
Systems in zwei zueinander senkrechte Komponenten
aufgelöst wird, die in einer senkrecht zur optischen
Achse gerichteten Ebene liegen und da zur Korrektur
der jeweiligen Komponenten zwei Prismen verwendet
werden, kann eine durch eine Neigung des optischen Systems
hervorgerufene Bildverschiebung rasch und einfach
korrigiert werden. Ferner ist der Antriebsmechanismus
sehr einfach, wenn der Aufbau so getroffen ist, daß die
Prismen in jedem Satz von derselben Antriebseinrichtung
verstellt werden.
Claims (25)
1. Bildstabilisierungseinrichtung, umfassend ein optisches
Abbildungssystem (20) zur Abbildung eines
Subjektbildes auf eine Bildaufzeichnungsfläche
(10), eine Ablenkeinrichtung (30) zur Ablenkung
eines optischen Weges mit beweglichen Prismen (35,
36) und eine Steuereinrichtung (40, 41, 42) zur
Veränderung der Ablenkfunktion der Ablenkeinrichtung
(30), dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenk
einrichtung (30) umfaßt ein erstes Prisma (35),
das in der Weise gebildet wird, daß eine erste
Flüssigkeit in einem Raum zwischen einer senkrecht
zur optischen Achse (Ax) des Abbildungssystems
(20) angeordneten ersten transparenten Platte (31)
und einer dritten Platte (33) eingefüllt wird, die
relativ zur optischen Achse Ax neigbar angeordnet
ist, und ein zweites Prisma (36), das in der Weise
gebildet wird, daß eine zweite Flüssigkeit in
einen Raum zwischen einer senkrecht zur optischen
Achse Ax angeordneten zweiten transparenten Platte
(32) und der dritten transparenten Platte (33)
eingefüllt wird, wobei die Neigung der dritten
transparenten Platte (33) durch die Steuereinrichtung
(40, 41, 42) im Sinne einer Korrektur einer
Bildverschiebung auf der Bildaufzeichnungsfläche
(10) verstellbar ist.
2. Bildstabilisierungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Flüssigkeit
und die zweite Flüssigkeit der folgenden Bedingung
genügen:
(nd1-1)/ν1 ≒ (nd2-1)/ν2wobei
nd1 den Brechungsindex der ersten Flüssigkeit
ν1 die abbe′sche Zahl der ersten Flüssigkeit,
nd2 den Brechungsindex der zweiten Flüssigkeit und
ν2 die abbe′sche Zahl der zweiten Flüssigkeit
bezeichnet.
nd1 den Brechungsindex der ersten Flüssigkeit
ν1 die abbe′sche Zahl der ersten Flüssigkeit,
nd2 den Brechungsindex der zweiten Flüssigkeit und
ν2 die abbe′sche Zahl der zweiten Flüssigkeit
bezeichnet.
2. Bildstabilisierungseinrichtung, umfassend ein optisches
Abbildungssystems (20) zur Abbildung eines
Subjektbildes auf eine Bildaufzeichnungsfläche
(10), eine Ablenkeinrichtung (30) zur Ablenkung
eines optischen Weges mit beweglichen Prismen 35,
36) und eine Steuereinrichtung (40, 41, 42) zur
Veränderung der Ablenkfunktion der Ablenkeinrichtung
(30), dadurch gekennzeichnet, daß die Ab
lenkeinrichtung (30) umfaßt ein erstes Prisma
(35), das in der Weise gebildet wird, daß eine
erste Flüssigkeit in einen Raum zwischen einer
transparenten Platte (31) und einer dritten trans
parenten Platte (33) eingefüllt wird, die relativ
zur ersten transparenten Platte (31) neigbar angeordnet
ist, und ein zweites Prisma (36), das in
der Weise gebildet wird, daß eine zweite Flüssigkeit
in einen Raum zwischen einer zweiten transparenten
Platte (32) und der dritten transparenten
Platte (33) eingefüllt wird.
4. Bildstabilisierungseinrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die
zweite transparente Platte (31, 32) parallel zu
einander angeordnet sind.
5. Bildstabilisierungseinrichtung umfassend ein optisches
Abbildungssystem (20) zur Abbildung eines
Subjektbildes auf eine Bildaufzeichnungsfläche
(10), eine Ablenkeinrichtung (30) zur Ablenkung
eines optischen Weges mit beweglichen Prismen (35,
36) und eine Steuereinrichtung (40, 41, 42) zur
Veränderung der Ablenkfunktion der Ablenkeinrichtung
(30), dadurch gekennzeichnet, daß die Ablenk
einrichtung (30) dadurch gebildet wird, daß man
ein Prisma aus einem ersten Material mit einem
Prisma aus einem zweiten Material verbindet und
daß die Prismen mittels der Steuereinrichtung (40,
41, 42) im Sinne einer Korrektur einer Bildver
schiebung auf der Bildaufzeichnungsfläche (10)
verdrehbar sind.
6. Bildstabilisierungseinrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Lichteinfallsfläche
des auf der Lichteinfallsseite gelegenen Prisma
parallel zur Lichtaustrittsfläche des auf der
Lichtaustrittsseite liegenden Prismas ist.
7. Bildstabilisierungseinrichtung nach Anspruch 5
oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und
das zweite Material die folgende Bedingung erfüllen:
(nd1-1)/ν1 ≒ (nd2-1)/ν2wobei
nd1 den Brechungsindex des ersten Materials,
ν1 die abbe′sche Zahl des ersten Materials,
nd2 den Brechungsindex des zweiten Materials und
ν2 die abbe′sche Zahl des zweiten Materials
bezeichnet.
nd1 den Brechungsindex des ersten Materials,
ν1 die abbe′sche Zahl des ersten Materials,
nd2 den Brechungsindex des zweiten Materials und
ν2 die abbe′sche Zahl des zweiten Materials
bezeichnet.
8. Bildstabilisierungseinrichtung nach einem der An
sprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ablenkeinrichtung (30) ein aus dem ersten Material
bestehendes einziges Prisma und ein aus dem zweiten
Material bestehendes einziges Prisma umfaßt.
9. Bildstabilisierungseinrichtung nach einem der An
sprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
eines der Prismen aus mehreren miteinander
verkitteten Teilprismen besteht.
10. Bildstabilisierungseinrichtung nach einem der An
sprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl
das erste als auch das zweite Material Feststoffe
sind.
11. Bildstabilisierungseinrichtung nach einem der An
sprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
eines der Materialien eine Flüssigkeit
ist.
12. Bildstabilisierungseinrichtung nach einem der An
sprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die
Ablenkeinrichtung (30) eine Mehrzahl von aus den
ersten und zweiten Materialien bestehenden gekitteten
Prismen (50) umfaßt und daß die jeweiligen
gekitteten Prismen (50) unabhängig voneinander
durch die Steuereinrichtung (41, 42) drehbar sind.
13. Bildstabilisierungseinrichtung umfassend ein optisches
Abbildungssystem (20) zur Abbildung eines
Subjektbildes auf einer Aufzeichnungsfläche (10),
eine Ablenkeinrichtung (30) zur Ablenkung des optischen
Weges mit den beweglichen Prismen und eine
Steuereinrichtung (41, 42) zur Veränderung der Ab
lenkungsfunktion der Ablenkeinrichtung (30), dadurch
gekennzeichnet, die Ablenkeinrichtung
(30) durch Verbindung eines Feststoffprismas mit
einem Flüssigkprisma gebildet wird und daß die
Prismen durch die Steuereinrichtung (41, 42) im
Sinne einer Korrektur einer Bildverschiebung auf
der Aufzeichnungsoberfläche (10) drehbar sind.
14. Bildstabilisierungseinrichtung, umfassend ein optisches
Abbildungssystem (20) zur Abbildung eines
Subjektbildes auf eine Bildaufzeichnungsfläche
(10), eine Ablenkeinrichtung (30) zur Ablenkung
des optischen Weges mit beweglichen Prismen und
eine Steuereinrichtung (41, 42) zur Veränderung
der Ablenkfunktion der Ablenkeinrichtung (30), da
durch gekennzeichnet, daß die Ablenkeinrichtung
(30) zwei bewegliche Prismen umfaßt, die um eine
zur optischen Achse des optischen Systems (20)
parallele Achse drehbar angeordnet sind, wobei der
Winkel R eines Vektors, welcher die auf eine zur
optischen Achse des optischen Systems (20)
senkrechte Ebene H projizierte Ablenkfunktion
darstellt, in dem Ausgangszustand einen Wert von
45° bis 135° hat, und daß die Prismen mittels der
Steuereinrichtung (41, 42) im Sinne einer
Korrektur der Bildverschiebung auf der
Bildaufzeichnungsfläche (10) drehbar sind.
15. Bildstabilisierungseinrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche Prisma
in einem im wesentlichen afocalen optischen Weg
des optischen Systems angeordnet ist.
16. Bildstabilisierungseinrichtung nach Anspruch 14
oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegliche
Prisma auf der dem Subjekt zugewandten Endseite
des optischen Systems angeordnet ist.
17. Bildstabilisierungseinrichtung nach einem der Ansprüche
14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der
Winkel R des die Ablenkfunktion darstellenden
Vektors in seinem Anfangszustand 90° beträgt.
18. Bildstabilisierungseinrichtung nach einem der Ansprüche
14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß
jedes der beweglichen Prismen ein hinsichtlich der
chromatischen Aberration korrigiertes Prisma ist,
das aus einer Mehrzahl von miteinander verkitteten
Prismenkörpern besteht.
19. Bildstabilisierungseinrichtung nach einem der Ansprüche
14 bis 18, gekennzeichnet durch ein Fest
körperprisma mit einer Ablenkfunktion zur Aufhebung
der Ablenkfunktion der beweglichen Prismen
gruppe in dem Ausgangszustand.
20. Bildstabilisierungseinrichtung umfassend ein optisches
Abbildungssystem (20) zur Abbildung eines
Subjektbildes auf eine Bildaufzeichnungsfläche
(10), eine Ablenkeinrichtung (30) zum Ablenken des
optischen Weges mit beweglichen Prismen und eine
Steuereinrichtung (41, 42) zur Veränderung der Ab
lenkfunktion der Ablenkeinrichtung (30), dadurch
gekennzeichnet, daß die Ablenkeinrichtung (30)
erste, zweite, dritte und vierte bewegliche Prismen
umfaßt, die derart angeordnet sind, daß sie um
eine zur optischen Achse des optischen Systems
(20) parallele Achse drehbar sind, wobei die
Winkel R der Vektoren, welche die auf einer zur
optischen Achse des optischen Systems senkrechte
Ebene projizierte Ablenkfunktion darstellen
0°, 180°, 90° und 270° in ihren Anfangszuständen
betragen, und daß die Prismen von der
Steuereinrichtung im Sinne einer Korrektur der
Bildverschiebung auf der Bildaufzeichnungsfläche
(10) verdreht werden.
21. Bildstabilisierungseinrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das
zweite bewegliche Prisma um denselben Winkelbetrag
in entgegengesetzten Richtungen und das dritte und
das vierte bewegliche Prisma um denselben Winkel
betrag in entgegengesetzten Richtungen gedreht
werden.
22. Bildstabilisierungseinrichtung nach Anspruch 20
oder 21, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen
Prismen in einem im wesentlichen afocalen optischen
Weg des optischen Systems angeordnet sind.
23. Bildstabilisierungseinrichtung nach einem der Ansprüche
20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, daß die
beweglichen Prismen auf der dem Subjekt zugewandten
Endseite des optischen Systems angeordnet
sind.
24. Bildstabilisierungseinrichtung nach einem der Ansprüche
20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, daß das
erste und das zweite bewegliche Prisma dieselbe
Ablenkfunktion und chromatische Aberration haben
und daß das dritte und das vierte bewegliche Prisma
dieselbe Ablenkfunktion und chromatische Aber
ration haben.
25. Bildstabilisierungseinrichtung nach einem der Ansprüche
20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß
jedes der beweglichen Prismen ein hinsichtlich der
chromatischen Aberration korrigiertes Prisma ist,
das aus einer Mehrzahl von miteinander verkitteten
Prismenkörpern besteht.
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