DE4027583A1 - Vorrichtung zum pressen von strangteilen - Google Patents
Vorrichtung zum pressen von strangteilenInfo
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- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B11/00—Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
- B30B11/22—Extrusion presses; Dies therefor
- B30B11/224—Extrusion chambers
-
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- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B15/00—Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
- B30B15/0005—Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing for briquetting presses
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Pressen von
Strangteilen aus einem Gemisch von pflanzlichen Teilen und Bindemitteln
in einem Füll- und Preßraum, dessen Querschnitt vom Anfang zum Ende
hin erweitert ist, so daß das Füllmaterial mit steigendem Preßdruck eine
Querschnittserweiterung erfährt.
In der Praxis sind Vorrichtungen eingeführt, durch die sowohl Klötze für die
Palettenfertigung erzeugt werden können, als auch Balken, z. Bsp. als
tragende Elemente hergestellt werden können. Das Herstellungsverfahren
beruht auf einem eigens dafür vorgesehenen Füll- und Preßraum, in dem
das Material nach der Einfüllung verdichtet wird und auf einem sich daran
anschließenden Aushärtekanal, in dem das gepreßte Material ausgehärtet
wird, um dann entsprechend seiner Verwendungsform geschnitten zu
werden. Solche Vorrichtungen weisen in der Regel eine Länge von 20 m
und mehr auf.
Bei der Herstellung solcher Strangpreßteile ist es entscheidend, daß der
Strang über seine gesamte Länge eine möglichst gleichmäßige
Verdichtung aufweist und daß das Material an den Verbindungsstellen, die
durch die einzelnen Hübe entstehen, keine Bruchstellen aufweist. Die Teile
eines Gemenge legen sich mit ihrer großen Fläche in der Regel parallel zur
unteren Begrenzungswand eines Füllraumes. Während des
Verdichtungsvorganges versuchen sie jedoch sich parallel zur Stirnfläche
des Strangpreßstempels auszurichten. Da sie jedoch in ihrer Ausdehnung
flächenmäßig begrenzt sind, kommt es in der Regel zu einem Verfilzen der
Teile, und zwar unabhängig von der Vorschubgeschwindigkeit des
Preßstempels. Auf die den Füllraum begrenzenden parallelen
Begrenzungswände wirkt ein Druck, der in den Randzonen zu einer
größeren Verdichtung führt. Ebenso ist der an der Stirnfläche des
Strangpreßstempels wirkende Druck am größten und nimmt mit
zunehmenden Material zum vorderen Ende des verpreßten Strangteiles
hin ab. Auf den Strang insgesamt bezogen bedeutet das, daß sich an ein
jeweils höher verdichtetes Teil eines mit jedem Preßhub erzeugten
Stranges ein niedriger verdichteter Anfang des nächsten Strangteiles anschließt.
Dieses hängt nun ganz besonders von der Länge des Hubes ab, mit dem
die Strangteile erzeugt werden. Bei extremer Länge ist das pressenseitige
Ende des Strangteiles so stark verdichtet, daß die Struktur der Kleinteile
des Gemenges zerstört wird, ohne daß das andere Ende überhaupt
verdichtet ist. Je größer der Unterschied der Verdichtung über die Länge
des Strangteiles ist, desto geringer ist die Festigkeit und die Belastbarkeit
des Stranges.
Es ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Strangpressen eines
Gemenges aus pflanzlichen Kleinteilen mit Bindemitteln bekannt
(DE Patentanmeldung 38 14 103.5). Dieses bezieht sich auf ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Strangpressen, bei denen das Gemenge durch
den Preßstempel einer Strangpresse in einem Füllraum verdichtet wird,
wobei sich durch die keilförmige Erweiterung des Füllraumes in einem
Winkel beim Erreichen der endgültigen Verdichtung eine Wichte und ein
spezifisches Gewicht ergibt, das entlang einer Linie im Preßraum, in dem
durch den Verdichtungshub gebildeten Strangteil an jedem beliebigen
Punkt auf der Linie gleich oder annähernd gleich groß ist und wobei die
Länge des Verdichtungshubes mindestens das zehnfache des kleinsten
Strangquerschnittmaßes betragen kann und die Länge des
Verdichtungshubes durch die Strangquerschnittsgröße begrenzt wird.
Bei diesem Stand der Technik wird von der Erkenntnis ausgegangen, daß
die Bruchfestigkeit eines Stranges um so kleiner ist, je größer der
Unterschied der Verdichtung der Strangteile an ihren Enden ist und daß
der Unterschied der Verdichtung um so größer ist, je länger der
Verdichtungshub und damit das erzeugte Strangteilstück ist. Der Winkel
der keilförmigen Erweiterung besser gesagt der konischen
Erweiterung wird durch das Profil des Stranges der Länge des Füllraumes
durch die Größe der Verdichtung bestimmt. Die Anfertigung eines
konusförmigen Preßraumes ist mit erheblichen Aufwand verbunden. Auch
weist die gleichmäßige Erweiterung eines Preßraumes Nachteile auf, die
darin begründet sind, daß bei der Hubbewegung sich mit ständig
zunehmenden Querschnitt Ablagerungen zwischen Kolben und
Wandführung zwangsläufig ergeben. Diese Ablagerung von Spänen
bewirkt dann ihrerseits, daß beim Zurückziehen des Kolbens die Späne
von dem Kolben mitgenommen werden und sich in zunehmendem Maße
verdichten, was in Extremfällen zu einem Festsitzen des Kolbens führen
kann. Unabhängig davon wird den Spänen während des Hubvorganges
eine ausreichende Gelegenheit gegeben sich kontinuierlich dem stetig
verändernden Querschnitt anzupassen und dabei Lagen einzunehmen, die
der späteren Festigkeit des Stranges nicht immer dienlich sind.
Die vorliegende Erfindung geht von der Aufgabe aus, die Vorteile der
konischen Erweiterung eines Füll- und Preßraumes zu erhalten ohne
jedoch ihre Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Die Aufgabe besteht also
darin, die Verdichtung des Materials mit ständig zunehmendem
Hubvorgang dadurch zu vergleichmäßigen, daß das Material in Sprüngen
seinen Querschnitt verändern kann und damit zu einem leichterem
Materialfluß unter Einbehaltung einer annähernd konstanten Verdichtung
führt.
Die Aufgabe nach der Erfindung wird durch die in den kennzeichnenden
Teilen der Ansprüche niedergelegten Merkmale gelöst.
Der Vorteil der Erfindung ist zunächst dadurch gegeben, daß
fertigungstechnisch sich ein Füll- und Preßraum, der stufenförmige
Erweiterungen aufweist, leichter herstellen läßt. Es sind keine komplizierten
Vorrichtungen mehr erforderlich wie beispielsweise bei der konischen
Erweiterung, wo der Preßraum aus einzelnen Teilen zusammengefügt
werden muß. Die stufenförmige Ausbildung des Preßraumes bewirkt
darüber hinaus, daß beim Preßvorgang zunächst innerhalb einer Stufe eine
unterschiedliche Verdichtung des Füllgutes nur über einen relativ kurzen
Abschnitt zustande kommt, wobei sich diese unterschiedliche Verdichtung
schlagartig ändert, wenn die nächste Stufe einsetzt. In der Praxis wird sich
schnell herausstellen, wie groß das Volumen des Füllmaterials in einem
Abschnitt gleichen Querschnittes des Füllraumes sein darf, wobei das
Volumen des Füllgutes dann beibehalten werden kann, indem die
Abschnitte der stufförmigen Erweiterung unterschiedlich lang gemacht
werden. Dadurch wird nach der Erfindung erreicht, daß das erhaltende
Produkt über die gesamte Länge möglichst homogen ist und einer höheren
Belastung ausgesetzt werden kann, wodurch auch tragende Bauteile wie
Balken hergestellt werden können, die nicht in einem Hub über ihre
Gesamtlänge erzeugt werden müssen.
Die Stufen des Füll- und Preßraumes sind somit in Abhängigkeit der
Hublänge hinsichtlich ihrer Anzahl und darüber hinaus hinsichtlich ihrer
Länge und hinsichtlich ihrer jeweiligen Querschnittserweiterung
bestimmbar. Durch die Hublänge wird darüber hinaus auch die jeweilige
Erweiterung der einzelnen Stufe bestimmt. Ein weiterer Vorteil bei einer
stufenförmigen Ausbildung bietet sich an, wenn man davon ausgeht, daß
auch hier Material in den erweiterten Stufen zwischen Kolben und
Wandung des Preßraumes haften bleibt. Beim Zurückziehen des Kolben
wird das Material allenfalls gegen die Kante der verjüngten Stufe gezogen
und kann somit der Kolbenrückführung nur begrenzt folgen. Ein
Verklemmen des Kolbens ist damit ausgeschlossen. Beim nächsten
Füllvorgang wird dieses Material wieder von der Menge mitgenommen und
in den Strang einbezogen.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ergibt sich aus einer über die Länge des
Stranges gleichmäßigen Verdichtung eines mit jedem Preßhub erzeugten
Strangteiles. Auch die Oberflächenbeschaffenheit des erzeugten Stranges
wird verbessert, da durch eine gleichmäßige Verdichtung eines
Strangteiles sich auch eine gleiche Oberflächenstruktur einstellt. Diese
Oberflächenstruktur spielt dann eine Rolle, wenn Profile gepreßt werden,
die anschließend mit Nutzhölzern furniert werden sollen.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient sowohl zum Pressen von nur
einem Strang, als auch zum Auspressen mehrerer gleichzeitiger Stränge,
wenn der Füll- und Preßraum durch Trennwände unterteilt ist. Auch spielt
es für die Erfindung keine Rolle, wenn die Füllmasse auf eigens dafür
vorgesehene Dorne geführt wird.
Anhand einer Zeichnung sei die Erfindung näher erläutert.
In der Figur ist der Preßraum einer erfinderischen Vorrichtung dargestellt.
Dieser Preßraum wird von oben (nicht näher gezeigt) befüllt. Er ist in den
einzelnen Stufen 1, 2 und 3 unterteilt. In diesem gezeigten Beispiel sind die
einzelnen Stufen jeweils in ihrem Volumen gleich groß. Diese Ausführung
bietet sich zwar an, es ist jedoch auch jede andere Abstufung denkbar und
möglich.
Die Differenz zwischen den einzelnen Stufen wird relativ klein gehalten, um
einerseits zu vermeiden, daß sich zuviel Material zwischen Kolben und
Wandung pressen kann, andererseits um die Volumenausdehnung des
Materials nur in einem solchen Maße vorzunehmen wie es für die
Verdichtung erforderlich ist. Im gezeigten Beispiel beträgt die Abstufung 5
einen Millimeter. Der Kolben 4 ist dem kleinsten Querschnitt angepaßt. Das
Füllmaterial, das überwiegend aus Spänen besteht ist so zäh, daß ein
Luftspalt von einem bzw. zwei Millimetern keinen wesentlichen Einfluß auf
das Ausstoßen des Materials aus einem Preßraum hat. Der Luftspalt 5 kann
selbstverständlich auch von dem Füllmaterial abhängig gewählt werden,
d. h. je feiner das Füllmaterial ist um so kleiner ist der Luftspalt zu halten.
Die Erweiterungen, d. h. die Sprünge der einzelnen Stufen sind jeweils um
den gleichen Betrag erfolgt. Diese können auch unterschiedlich
vorgesehen werden. So kann die erste Stufe hinsichtlich ihrer
Querschnittserweiterung größer gewählt werden als die Nachfolgende usw.
bzw. umgekehrt. Eine variable Gestaltung der einzelnen
Querschnittsänderungen kann auch in Abhängigkeit von einem annähernd
gleichen Volumen der einzelnen Stufenabschnitte gebracht werden. Es ist
jedoch auch jede andere Abstufung und Längeneinteilung denkbar.
Das gezeigte Beispiel geht von einer Länge des Hubraumes von ca. 850 mm
aus. Auf dieser Länge sind beispielsweise 3 Abschnitte
unterschiedlichen Querschnittes vorgesehen. Der Querschnitt ist gleich
dem Querschnitt des ausgestoßenen Stranges, in der Regel entspricht das
einem Durchmesser von ca. 100 mm. Die Querschnitte selbst sind
zylindrisch oder rechteckig oder quadratisch.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Pressen von Strangteilen aus einem Gemisch von
pflanzlichen Teilen und Bindemitteln in einem Füll- und Preßraum, dessen
Querschnitt vom Anfang zum Ende hin erweitert ist, so daß das Füllmaterial
mit steigendem Preßdruck eine Querschnittserweiterung erfährt, dadurch
gekennzeichnet, daß der Füll- und Preßraum stufenförmig ausgebildet ist
und daß die einzelnen Stufen in Abhängigkeit von der Hublänge in ihrer
Anzahl, in ihrer jeweiligen Querschnittserweiterung und in ihrer jeweiligen
Hublänge bestimmbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über
die Länge des Hubs die Querschnittsänderungen in Abständen
vorgesehen sind, die durch den zunehmenden Druck des
vorangetriebenen Kolben auf das Füllmaterial variabel angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Abstand der einzelnen Stufen so gewählt ist,
daß über Länge eines jeden mit einem Preßhub erzeugten Strangteils
eine gleichgroße Verdichtung des Füllgutes erzielbar ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß vorzugsweise drei Stufen vorgesehen sind, deren
Querschnittsvergrößerungen untereinander variabel gestaltet sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Füll- und Preßraum zylindrisch ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Füll- und Preßraum rechteckig ist.
7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kanten der Stufen gebrochen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904027583 DE4027583C2 (de) | 1990-08-31 | 1990-08-31 | Vorrichtung zum Pressen von Strangteilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904027583 DE4027583C2 (de) | 1990-08-31 | 1990-08-31 | Vorrichtung zum Pressen von Strangteilen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4027583A1 true DE4027583A1 (de) | 1992-03-05 |
| DE4027583C2 DE4027583C2 (de) | 1997-01-23 |
Family
ID=6413311
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19904027583 Expired - Fee Related DE4027583C2 (de) | 1990-08-31 | 1990-08-31 | Vorrichtung zum Pressen von Strangteilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4027583C2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1999048675A1 (de) * | 1998-03-25 | 1999-09-30 | Karl Schedlbauer | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines strangpressprofiles |
| WO2017167621A1 (de) | 2016-04-01 | 2017-10-05 | Rattunde & Co Gmbh | Späneabsauganlage |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR966324A (fr) * | 1948-05-07 | 1950-10-06 | Perfectionnements apportés au travail sous pression des matières plastiques ou susceptibles d'être étirées | |
| US3578523A (en) * | 1966-05-21 | 1971-05-11 | Alfred Graf Zu Erbach Furstena | Extrusion molding of particle board having particular surface characteristic |
| DE3814103A1 (de) * | 1988-04-26 | 1989-11-16 | Karl Schedlbauer | Verfahren und vorrichtung zum strangpressen eines gemenges aus pflanzlichen kleinteilen mit bindemitteln |
-
1990
- 1990-08-31 DE DE19904027583 patent/DE4027583C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE102016105978A1 (de) * | 2016-04-01 | 2017-10-05 | Rattunde & Co. Gmbh | Späneabsauganlage |
| DE102016105978B4 (de) | 2016-04-01 | 2019-08-14 | Rattunde & Co. Gmbh | Späneabsauganlage |
| US10857642B2 (en) | 2016-04-01 | 2020-12-08 | Rattunde Ag | Chip extraction system |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4027583C2 (de) | 1997-01-23 |
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