DE4025765C1 - Chuck body for lathe - has base jaw and adjustable clamping jaw with common drive - Google Patents
Chuck body for lathe - has base jaw and adjustable clamping jaw with common driveInfo
- Publication number
- DE4025765C1 DE4025765C1 DE19904025765 DE4025765A DE4025765C1 DE 4025765 C1 DE4025765 C1 DE 4025765C1 DE 19904025765 DE19904025765 DE 19904025765 DE 4025765 A DE4025765 A DE 4025765A DE 4025765 C1 DE4025765 C1 DE 4025765C1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- jaw
- base
- clamping
- chuck
- base jaw
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 230000008878 coupling Effects 0.000 claims description 4
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 claims description 4
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 claims description 4
- 230000002596 correlated effect Effects 0.000 claims 1
- 210000002105 tongue Anatomy 0.000 description 36
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 8
- 238000000034 method Methods 0.000 description 7
- 230000008569 process Effects 0.000 description 5
- 241000538562 Banjos Species 0.000 description 4
- 229910000639 Spring steel Inorganic materials 0.000 description 3
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 3
- 230000009471 action Effects 0.000 description 2
- 230000006978 adaptation Effects 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 230000008859 change Effects 0.000 description 1
- 210000001520 comb Anatomy 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 1
- 239000010720 hydraulic oil Substances 0.000 description 1
- 238000003754 machining Methods 0.000 description 1
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 1
- 230000010534 mechanism of action Effects 0.000 description 1
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 description 1
- 235000011837 pasties Nutrition 0.000 description 1
- 230000036316 preload Effects 0.000 description 1
- 238000003825 pressing Methods 0.000 description 1
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 1
- 238000009420 retrofitting Methods 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 1
- 208000024891 symptom Diseases 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23B—TURNING; BORING
- B23B31/00—Chucks; Expansion mandrels; Adaptations thereof for remote control
- B23B31/02—Chucks
- B23B31/10—Chucks characterised by the retaining or gripping devices or their immediate operating means
- B23B31/12—Chucks with simultaneously-acting jaws, whether or not also individually adjustable
- B23B31/16—Chucks with simultaneously-acting jaws, whether or not also individually adjustable moving radially
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Gripping On Spindles (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Spannfutter für Werkzeugmaschinen
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Dabei kann es sich auch um Spannfutter handeln, deren
Betätigung - wie allgemein bekannt - durch eine axial bewegliche Zugstange der
Werkzeugmaschine bewirkt wird. Es ist prinzipiell bekannt,
bei Spanfutter die Zustellbewegung an das zu spannende Werkstück und die Spannbewegung
der Spannelemente funktional zu trennen. So zeigt
beispielsweise das Drehfutter EG-ES der Firma Röhm (Röhm:
"Taschenbuch für Spannzeuge", Ausgabe 1973, Kapitel B,
Seite B 39) ein Drehfutter, bei dem die Spannelemente aus
Grundbacken und den eigentlichen Spannbacken bestehen.
Mittels einer Gewindespindel wird dabei bei jedem einzelnen
Spannelement zwecks Zustellung die Spannbacke radial
bezüglich der Grundbacke verstellt. Beim Spannen wird in
bekannter Weise der spiralverzahnte Ring, der mit allen
Grundbacken kämmt, gedreht, und dadurch werden alle drei
Grundbacken gleichmäßig radial verstellt und mit den
Grundbacken die auf ihnen befestigten eigentlichen
Spannbacken.
Eine ähnliche Konstruktion zeigt auch die DE-OS 32 33 917,
bei der zusätzlich die an den Spannelementen im Betrieb der
Maschine auftretenden Fliehkräfte durch parallele, axial
bewegliche Ausgleichsgewichte kompensiert werden.
Naturgemäß soll bei einem Spannfutter der Einsatzbereich
möglichst groß sein und somit der Spannbereich ebenfalls
möglichst groß gehalten werden. Demgegenüber soll der bei
der Spannung vollzogene Spannhub aus sicherheitstechnischen
Gründen möglichst gering gehalten werden. Bei den bekannten
Konstruktionen bedeutet dies, daß die eigentlichen
Spannbacken bezüglich ihrer Grundbacken über einen weiten
Bereich, den zu maximierenden Spannbereich, verstellbar
sein müssen. Bereits dies führt - gerade in den
Extremstellungen des Spannbereiches - zu einem ungünstigen
Kraftfluß vom Werkstück über die Spannbacke, die
Verstellspindel, die Grundbacke und die Spiralplatte in den
Grundkörper.
Weiterhin werden beim Stand der Technik bei der
Zustellung und damit Einstellung des Spannfutters auf ein
neues Werkstück an jedem Spannelement die Spannbacken
jeweils einzeln gegenüber ihren Grundbacken verstellt, was
aufgrund der manuellen Vorgehensweise nicht nur viel Zeit
kostet, sondern auch keine allzu große
Positioniergenauigkeit ermöglicht, da hierfür die
Zustellung an allen vorhandenen Backen jeweils exakt gleich
vorgenommen werden müßte.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, bei einem gattungsgemäßen Spannfutter eine
solche Trennung von Zustell- und Spannbewegung
zu schaffen, die eine hohe
Positioniergenauigkeit ermöglicht, formschlüssig arbeitet,
stufenlos verstellbar und außerordentlich steif ist und
darüber hinaus eine automatische Zustellung sowie eine
aktive Werkstückpositionierung begünstigt.
Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Oberbegriffsmerkmalen erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des
Anspruchs 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Durch die gemeinsame Bewegung von Grundbacke und Spannbacke
bei der Zustellung können diese so zueinander angeordnet
werden, daß der Kraftfluß von der Spannbacke in die
Grundbacke optimal läuft. Beim Spannen selbst wird von der
Spannbacke ein geringfügiger Spannhub vollzogen, während
die Grundbacke in ihrer Position bezüglich des Grundkörpers
des Spannfutters unverändert bleibt. Die
Positioniergenauigkeit, die durch unerwünschtes Spiel
zwischen den einzelnen Komponenten gemindert wird, kann
deshalb nur in geringerem Maß als bei den bekannten
Konstruktionen auftreten, da beim Spannen nur eine Relativbewegung
zwischen Spannbacke und Grundbacke erfolgt und nur dort
Setzerscheinungen auftreten können, während bei den
bekannten Konstruktionen diese sowohl zwischen Spannbacke
und Grundbacke als auch zwischen Grundbacke und
Spiralplatte auftreten können.
Die Antriebe für die einzelnen Spannelemente können dabei
sowohl mechanisch als auch elektrisch gekoppelt werden. Die
mechanische Kopplung ist dann sinnvoll, wenn eine immer
gleichmäßige Zustellbewegung aller Spannelemente eines
Spannfutters gewünscht wird, also beispielsweise bereits
genau vorbearbeitete Werkstücke aufgenommen werden sollen.
Sind dagegen auch unbearbeitete Werkstücke vom Spannfutter
aufzunehmen, so empfiehlt sich eine elektrische
Kopplung, wobei jedem Spannelement ein einzelner Motor als
Antrieb zugeordnet ist, diese Motoren jedoch elektrisch
gekoppelt sind, wobei die Korrelation
zwischen den einzelnen Antrieben nicht unbedingt auf eine
gleichmäßige Verstellung ausgerichtet sein muß, sondern
Verstellungen in festen Verhältnissen zueinander etc.
möglich sind, bedingt durch den jeweiligen Anwendungsfall.
Bei einem Verstellantrieb der einzelnen Spannelemente
mittels Elektromotoren empfiehlt sich der Einsatz von
Schrittmotoren, da hierdurch bei automatischer Verstellung
ohne zusätzliche Meßsysteme jederzeit die Position der
Grundbacken bekannt ist und zusätzlich sehr leicht eine
gewünschte Korrelation zwischen den Zustellbewegungen der
einzelnen Grundbacken durch entsprechende Steuerung der
einzelnen Schrittmotoren möglich ist.
Vorteilhafterweise wird es sich bei der eigentlichen
Spannbacke lediglich um eine relativ klein dimensionierte
Spannplatte handeln, was eine Massenreduzierung des
gesamten Spannelementes bedeutet und bei dem nur geringen
durchzuführenden Spannhub eine einfache Konstruktion
hinsichtlich der Bewegungsmöglichkeit der Spannplatte
gegenüber der Grundbacke ermöglicht.
Die Spannplatte kann gegenüber der Grundbacke mittels eines
in der Grundbacke gelagerten Arbeitskolbens beaufschlagt
und bei entsprechend flexibler Befestigung bewegt werden,
wobei der Arbeitskolben durch ein Druckmedium beaufschlagt
wird, welches sich in dem Druckraum innerhalb der Grundbacke
befindet. Zur Minimierung der Dichtungsprobleme dieses
Hydraulikmediums innerhalb der Grundbacke wird nicht
Hydrauliköl, sondern ein pastöses Medium verwendet, was
außer einer besseren Abdichtung zusätzlich bei Verwendung
mehrerer Arbeitskolben innerhalb einer Grundbacke eine
gleichmäßige Krafteinleitung in die Arbeitskolben und damit in
unterschiedliche Stellen der Spannplatte ermöglicht.
Das Hydraulikmedium innerhalb der Grundbacke wird
seinerseits wiederum durch andere Kolben unter Druck
gesetzt, welche ebenfalls in der Grundbacke geführt werden.
Obwohl diese Kolben durch viele bekannte Möglichkeiten,
nämlich Zuführung eines weiteren Hydraulikmediums etc.
beaufschlagt werden können, empfiehlt sich bei Einsatz
eines solchen Spannfutters an einer Werkzeugmaschine,
welche mit einer Zugstange zum Bewirken des Spannvorganges
ausgerüstet ist, eine Bewegung dieser Kolben durch die
Bewegung der Zugstange zu bewirken. Selbstverständlich
können auch hier pro Spannelement mehr als ein Kolben
vorhanden sein, wobei die Kolben vorzugsweise parallel wirken.
Bei Betätigung mittels der Zugstange der Werkzeugmaschine
sind die Kolben in den Grundbacken so anzuordnen, daß ihre
Wirkrichtung parallel zur Bewegungsrichtung der Zugstange
liegt.
Dann ist es möglich, die Axialbewegung der Zugstange in
eine Axialbewegung der Kolben der Grundbacken umzusetzen,
wobei deren Wirkrichtungen zwar parallel, jedoch
gegenläufig sind. Zusätzlich muß berücksichtigt werden, daß
dies unabhängig von der radialen Lage der Grundbacke und
damit der zu beaufschlagenden Kolben möglich sein muß.
Dies ist dadurch möglich, daß die Zugstange in an sich
bekannter Weise über Keilhaken eine reine Radialbewegung
eines keilförmigen Teils bewirkt. Wenn dieses keilförmige
Teil auf der den Spannelementen zugewandten Stirnseite
schräg ausgebildet ist und auf dieser schrägen Stirnfläche
eine Relativbewegung zwischen dem keilförmigen Teil und
einem Axialkeil möglich ist, so ergibt sich durch die
Axialbewegung der Zugstange und die daraus folgende
Radialbewegung des keilförmigen Teils eine reine
Axialbewegung des Axialkeils. Besitzt dieser eine zur
Symmetrieachse des Spannfutters senkrecht stehende
Stirnseite in Richtung auf die Spannelemente, so kann er
mit seiner Axialbewegung die Kolben der Grundbacken in
jeder Radiallage der Grundbacken beaufschlagen.
Aus der erfindungsgemäßen Lösung ergibt sich weiterhin der
Vorteil, daß ein Kraftmeßsystem zwischen Grundbacke und
Spannbacke angeordnet werden kann, während dies bei den
bekannten Systemen zwischen der Spiralplatte und der
Grundbacke erfolgen müßte.
Weiterhin kann in vorteilhafter Weise beim erfindungsgemäßen Spannfutter
als Spannplatte eine flexible Spannplatte
eingesetzt werden, also ein Element, welches sich
unterschiedlichen Konturen der zu spannenden Werkstücke in
gewissen Grenzen anpaßt.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß ein solches
Kraftmeßsystem bei einer - vor allem manuellen und
automatischen - Zustellung der Spannelemente gegen das
Werkstück ebenfalls wirksam ist und dadurch bei der
Zustellung eine definierte Vorspannung erzielt werden kann.
Erst nach Erreichen eines Schwellenwertes der Anpreßkraft
bzw. des Druckes am Werkstück bei der Zustellung wird diese
beendet. Durch die Überwachung dieser Voraussetzung für
alle vorhandenen Spannbacken eröffnet sich die Möglichkeit
der Feinpositionierung eines nur grob eingelegten
Werkstücks als Ergebnis des Zustellvorganges.
Eine Ausführungsform gemäß der Erfindung ist im folgenden
beispielhaft anhand der schematischen Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Schnittdarstellung eines
erfindungsgemäßen Vierbackenfutters, welches
auch für Drehmaschinen geeignet ist,
Fig. 2 eine teilgeschnittene teilweise
Frontansicht des Futters der Fig. 1,
Fig. 3 einen Teilschnitt entlang der Linie A-B der
Fig. 1,
Fig. 4 einen Teilschnitt entlang der Linie C-D
gemäß Fig. 1,
Fig. 5 eine Einzeldarstellung eines Spannelementes des
Futters,
Fig. 6 einen Teilschnitt entlang der Linie E-F
gemäß Fig. 1,
Fig. 7 eine vergrößerte Detaildarstellung des
mittleren Bereiches von Fig. 1 und
Fig. 8 und 9 eine Gegenüberstellung des Kraftflusses
im erfindungsgemäßen Futter gegenüber
einem Futter mit Spindelantrieb.
Wie die Übersichtsdarstellungen der Fig. 1 und 2 zeigen,
ist in den Fig. 1 bis 6 ein von der Planscheibe
abgeleitetes Vierbackenfutter dargestellt, welches unter
anderem auch für hohe Drehzahlen und damit für den Einsatz
an Drehmaschinen geeignet ist.
Wie die Frontalansicht der Fig. 2 zeigt, stehen radial
wirkende Grundbacken 1 unter einem Winkel von jeweils 90°
zueinander und können über sehr große radiale Distanzen
verfahren werden, wie Teleskopabdeckungen 30 erkennen
lassen.
Jede der Grundbacken 1 wird dabei über einen separaten
Motor, hier einen Schrittmotor 62, längs des radialen
Verstellweges separat und exakt steuerbar verfahren.
Von dieser Zustellbewegung völlig getrennt ist die
Spannbewegung, bei der die Grundbacke 1 stillsteht und an
jeder Grundbacke 1 als Spannbacke eine Spannplatte 20 nochmals um eine
geringe Strecke radial nach innen, also in Richtung auf das
nicht dargestellte Werkstück zu, bewegt wird.
Es handelt sich somit um ein Spannfutter, dessen Backen
sich während der Bearbeitung mit dem Werkstück mitdrehen
und jeweils unabhängig voneinander eine Zustellbewegung
sowie eine Spannbewegung durchführen können.
Darüber hinaus ist die Spannplatte 20 einfach demontierbar
und elastisch ausgebildet, um eine Anpassung an
unterschiedliche Krümmungen des Werkstücks zu ermöglichen.
Zusammen mit dem großen Verstellbereich der einzelnen
Backen können damit z. B. zylindrische Werkstücke zwischen
etwa 40 mm und etwa 250 mm Durchmesser mit ein und
demselben Spannfutter gespannt werden.
Die Spannbewegung wird durch die axiale (bezüglich der
Symmetrieachse 99 desSpannfutters) Bewegung einer Zugstange
34 bewirkt, die bei vielen Drehmaschinen zur Betätigung von
Keilhakenfuttern vorhanden ist. Das erfindungsgemäße Futter
ist damit für die Nachrüstung gut geeignet.
Wie Fig. 1 zeigt, wird das Spannfutter, das auf einem
Grundkörper 2 aufgebaut ist, mittels eines Zwischenstücks
35 am Flansch 33 der Werkzeugmaschine bzw. der Hauptspindel
einer Drehmaschine befestigt. Dies geschieht im
vorliegenden Fall mittels Gewindebolzen, kann jedoch auch
auf jede andere spielfreie Befestigungsart erfolgen.
Innerhalb des hohlen Flansches 33 ist das Ende der
Zugstange 34 zu erkennen, auf deren Stirnseite der
sogenannte Keilhaken 9 verschraubt ist. Dieser
kegelstumpfförmige Keilhaken 9 besitzt in an sich bekannter
Weise entlang von vier symmetrisch über seinen Umfang
verteilten Mantellinien T-förmige oder auf andere Art und
Weise hinterschnittene Nuten 74. In diesen Nuten 74 laufen
die entsprechend als Nutensteine geformten, radial nach
innen gerichteten und entsprechend der Außenfläche des
Keilhakens abgeschrägten Stirnseiten von Zwischenkeilen 10.
Bei einer axialen Bewegung der Zugstange 34 mit dem
Keilhaken 9 werden wegen der Schräge der Außenfläche des
Keilhakens 9 die Zwischenkeile 10 ausschließlich radial
bewegt.
Die Stirnseite der Zwischenkeile 10, die in Richtung des
Werkstücks weist, verläuft schräg zur Symmetrieachse, und
auf dieser Stirnfläche sind wiederum - jeder Grundbacke
zugordnet - vier Axialkeile 11 angeordnet, deren dem
Werkstück zugewandte Stirnseiten 75 rechtwinklig zur
Symmetrieachse 99 des Spannfutters stehen. Da diese Axialkeile 11 mit den nach
innen gewandten Seiten axial beweglich, aber radial fest
mit dem Grundkörper 2 über die Kontaktfläche 76 verbunden
sind, bewirkt jedes Betätigen der Zugstange 34 eine
Radialbewegung der Zwischenkeile 10 und in der Folge hiervon
wiederum eine Axialbewegung der Axialkeile 11.
In axialer Richtung vor dieser Stirnseite 75 befindet sich
jeweils die Grundbacke 1, an deren Rückseite in Fig. 1
ein Kolben 26 sichtbar ist.
Wie Fig. 6 zeigt, handelt es sich dabei um zwei
nebeneinander in axialer Richtung liegende Kolben 26, die in
die hintere Stirnseite der Grundbacke 1 eingeschoben
werden können und dadurch im Inneren der Grundbacke 1 einen
Arbeitsdruck erzeugen. Die Axialbewegung der Kolben 26 wird
durch die Axialbewegung jeweils eines Axialkeils 11
bewirkt, der mit seiner nach vorn gerichteten Stirnseite
auf die hinteren Strinflächen der beiden Kolben 26 drückt.
Die Kolben 26 sind zusammen mit den Grundbacken 1 radial
verschiebbar, so daß die hintere Stirnfläche der Kolben 26
radial an der vorderen Stirnfläche 75 des Axialkeils 11
entlanggleiten kann.
In Fig. 1 ist ferner ein Federstahlband 61 zu erkennen,
welches mit seinem einen Ende an den Kolben 26 und mit dem
anderen Ende mit dem Grundkörper 2 des Spannfutters
verbunden ist und zwischen diesen beiden
Befestigungspunkten eine in radialer Richtung liegende
Schleife bildet, die in einer radialen Nut 78 in der
Rückseite des Axialkeils 11 liegt. An diesem
Federstahlband 61 sind hydraulische Leitungen 73 und elektrische Leitungen 80 befestigt, die
vom Futtergrundkörper 2 zu dem Kolben 26, also der
druckerzeugenden Einheit, an der Grundbacke 1 führen.
Wie genauer in Fig. 3 zu erkennen, sind auf den Kolben 26
Dehnmeßstreifen 79 befestigt, welche den durch die Kolben
26 erzeugten Druck auf Grund seiner Verformung als
elektrisches Signal angeben, welches über die elektrischen
Leitungen 80 zu einer nicht dargestellten Regelungs- und
Steuereinheit der Werkzeugmaschine geführt werden kann.
Jeder Kolben 26 weist dabei zwei Zonen unterschiedlichen
Durchmessers auf, wobei der größere Durchmesser im
Arbeitsraum der Grundbacke 1 den Druck erzeugt, während die
Dehnmeßstreifen 79 auf dem kleineren Durchmesser befestigt
sind. Damit wird eine Beschädigung der Dehnmeßstreifen 79
durch die Grundbacke 1 bei relativer Bewegung der Kolben 26
zur Grundbacke 1 vermieden.
Die elektrischen Leitungen 80 sind in regelmäßigen
Abständen an dem Federstahlband 61 befestigt, welches
aufgrund seiner Reißfestigkeit und Führung in der Nut 78
auch bei hohen Drehzahlen seine Lage beibehält und damit
ein Beschädigen, Durchscheuern etc. der darauf befestigten
elektrischen Leitungen 80 verhindert.
Der in den Backen 1 erzeugte Druck wird ausschließlich zum
Spannen verwendet. Hierfür sind lediglich geringe axiale
Bewegungen notwendig, welche nur ein Teil an der Grundbacke 1
durchführt, wie im folgenden gezeigt wird. Zusätzlich - und
gänzlich unabhängig von der Spannbewegung - kann die
Grundbacke 1 über einen großen Weg radial verfahren werden,
um ihre Lage an den Durchmesser der einzuspannenden
Werkstücke anzupassen. Hierdurch wird eine Zustellfunktion
und, wie im folgenden zu zeigen ist, auch eine
Bestimmfunktion der Grundbacke 1 ermöglicht.
Der Verstellmechanismus für die Grundbacken 1 ist in Fig. 1,
2 und 3 dargestellt:
Die Grundbacke 1 ist radial verfahrbar und weist zu diesem
Zweck beidseitig vorstehende Führungsnasen 81 auf, die in
entsprechenden Nuten 82 des Grundkörpers 2 geführt sind.
Die Führungsnasen 81 liegen dabei an den zum Werkstück zu-
und von dem Werkstück abgewandten Seiten an den Wänden der
Nut 82 möglichst spielfrei an, so daß die Grundbacke 1 die am
freien Ende durch das Werkstück eingebrachten Kräfte
momentensteif aufzunehmen vermag. Zwischen dem äußeren Rand
des Spannfutters und dem äußeren Rand der Grundbacke 1 ist
dabei die in Fig. 1 und 2 sichtbare Teleskopabdeckung 30
montiert, die beim Verfahren der Grundbacke 1 in Richtung auf
die Symmetrieachse 99 des Spannfutters die ansonsten freiliegenden Führungen,
also die Nuten 82, abdeckt.
Jede der Grundbacken 1 wird durch einen zugeordneten
separaten Schrittmotor 62 (siehe Fig. 2) unabhängig von den
anderen Grundbacken angesteuert und in radialer Richtung
verfahren. Dadurch ist auch ein unsymmetrisches Einspannen
eines Werkstücks bzw. das zentrische Einspannen eines
unsymmetrischen Werkstücks möglich. Zu diesem Zweck ist an
der Grundbacke 1 gegen die Symmetrieachse 99 zugewandt eine
Hohlschraube 4 angeordnet, die auf ihrer zylindrischen
Außenfläche mit einem Gewinde versehen ist. Beide zusammen
bilden das Spannelement 13.
Diese Hohlschraube 4 ist mit einer Stirnseite frei drehbar
in der radialen Innenseite der Grundbacke 1 gelagert und
besitzt eine zentrische Bohrung, die mit einem
Keilwellenprofil versehen ist und mit einer etwas größeren
Durchgangsbohrung in der Grundbacke 1 fluchtet. Eine
Keilwelle 5 erstreckt sich durch die Durchgangsbohrung der
Grundbacke 1 und die hierzu passende innere
Keilwellenverzahnung der Hohlschraube 4 vom Außenrand des
Spannfutters radial bis in die Nähe der Symmetrieachse 99
des Spannfutters.
Wird nun die Keilwelle 5 in Drehung versetzt, so steht
diese mit der inneren Keilverzahnung der Hohlschraube 4
im Eingriff, welche durch die Drehbewegung über ihre
Außenverzahnung entlang einer entsprechenden
Innenverzahnung im Grundkörper 2 (siehe Fig. 3) in radialer
Richtung des Spannfutters verschraubt wird. Da die
Hohlschraube 4 mit der Grundbacke 1 frei drehend, aber axial
nicht lösbar verbunden ist, wird hierdurch auch die
Grundbacke 1 radial verfahren.
Wie Fig. 1 zeigt, sind die Keilwellen 5 am Außenrand des
Spannfutters in einem Lager 59 und am innenliegenden Ende
in einer Lagereinheit 56 gelagert, welche sowohl ein Axial-
als auch ein Radiallager umfaßt und über Tellerfedern 53
vorgespannt wird. Am radial äußeren Ende der Keilwelle 5
ist diese drehfest mit einem Zahnrad 7 verbunden, welches
über eine Umfangsverzahnung mit einem kleineren Zahnrad 8
kämmt, welches vom Schrittmotor 62, der in Fig. 2 zu
erkennen ist, angetrieben wird.
Damit wird jede Grundbacke 1 von einem separaten
Schrittmotor 62 angetrieben, wobei Grundbacke 1 und
Antrieb im Betrieb mit dem Werkstück und dem
Grundkörper 2 des Spannfutters rotieren. In Fig. 1 ist mit
strichpunktierten Linien die im Betrieb vorhandene
Abdeckung des Zahnradantriebes für die Keilwelle 5
dargestellt.
Diese Art der Radialverstellung der Grundbacke 1 bietet
gegenüber einem Antrieb, bestehend aus Spindel und
Spindelmutter, wie er beispielsweise vom Schlittenantrieb
einer Werkzeugmaschine her bekannt ist, deutliche Vorteile
hinsichtlich der Krafteinleitung, wie in dem Vergleich des
Kraftflusses gemäß Fig. 8 und 9 dargestellt: Fig. 9 zeigt
eine Grundbacke 1, die ein Innengewinde besitzt, in welcher
sich eine Spindel 83 dreht, wodurch die Backe 1 längs der
Spindel 83 verfahren wird. Bei gespanntem Werkstück
geschieht die Krafteinleitung vom Werkstück in das freie
Ende der Backe und von dort in die Gewindespindel 83.
Weiter verläuft der Kraftfluß über die gesamte Länge der
Gewindespindel 83 bis zu deren Lagerung am Ende, wo die
Kraft über die Lagerung in den Grundkörper 2 eingeleitet
wird.
Demgegenüber wird bei der vorliegenden Konstruktion gemäß
Fig. 8 die Kraft ebenfalls vom Werkstück über die
Kontaktfläche in das freie Ende der Grundbacke 1
eingeführt. Von dort verläuft der Kraftfluß weiter in die
Hohlschraube 4, die sich unmittelbar an der Grundbacke 1
befindet, und von dort direkt in den Grundkörper 2, da die
in Fig. 8 nicht dargestellte Keilwelle in der Hohlschraube 4
längsverschieblich ist und damit keine Kräfte in Richtung
der Keilwelle aufgenommen werden können.
Ein Vergleich von Fig. 8 und Fig. 9 zeigt anschaulich, daß
der Kraftfluß bei der vorliegenden Konstruktion nicht nur
kürzer ist, sondern auch kritische Krafteinleitungspunkte
wie aus Abmessungsgründen relativ klein dimensionierte
Lager der Gewindespindel etc. vermeidet. Auch der aus
Gewichts- und Abmessungsgründen möglichst klein gehaltene
Materialquerschnitt der Gewindespindel 83 wird nicht durch
die Spannkräfte beaufschlagt. Die bei der vorliegenden
Konstruktion an dieser Stelle eingesetzte Keilwelle kann
damit so klein wie möglich dimensioniert werden, sofern
ausreichend hohe Drehkräfte zum Antrieb der Hohlschraube 4
aufgebracht werden können, die jedoch nicht die Spannkraft
überwinden müssen, sondern lediglich zum Verstellen und
gegebenenfalls bis zum Anschlag am Werkstück eine definierte
Bestimmkraft aufbringen müssen, die eine ausreichende
Anlage der Backe am Werkstück zum Ausdruck bringen, so
daß die Verstellbewegung hierauf beendet wird.
Da die Schrittmotoren 62 zum Verstellen der Grundbacken 1
ihre Lage bezüglich des Grundkörpers 2 nicht ändern, ist
die Energiezufuhr über elektrische Leitungen trotz Rotation
der gesamten Einheit unproblematisch.
Die Grundbacke 1 wird nun so weit in Richtung auf das
Werkstück verfahren, bis dieses gegen die Spannplatte 20
drückt, die Spannplatte 20 sich dadurch gegen eine mittlere Zunge
17 legt und diese sich wiederum am Grundkörper der Grundbacke 1
abstützt. Ist an einer dieser Kontaktstellen ein
Kraftmeßsystem installiert oder am Antriebsmotor eine
Steuerung der elektrischen Parameter vorhanden, so kann die
Zustellbewegung bei einer definierten Anpreßkraft beendet
werden.
Anschließend wird die Spannbewegung selbst nicht von der
Grundbacke 1 durchgeführt, sondern von der an ihr
angebrachten Spannplatte 20. Diese wird durch die freien
Enden von drei als Stempel zur Druckbeaufschlagung dienenden beweglichen Zungen 17, 18, 19 von ihrer
Rückseite her beaufschlagt, welche wiederum durch
Arbeitskolben 14, 15, die innerhalb der Grundbacke 1 gelagert sind
und durch den von den Kolben 26 erzeugten Druck aktiviert
werden, beaufschlagt werden.
In der Ansicht der Fig. 2 und als Detaildarstellung in Fig. 5
ist die Spannplatte 20 in Richtung der Symmetrieachse 99 des Spannfutters
dargestellt. Die dem (nicht dargestellten) Werkstück
zugewandte Vorderseite 65 der Spannplatte 20 ist eben, während
die Rückseite entsprechend der Krafteinleitung durch die
Zungen 17, 18 und 19 angepaßt ist: Im Bereich der
Krafteinleitung durch diese Zungen 17, 18, 19 weist die Spannplatte 20
einen wesentlich dickeren Querschnitt auf, während zwischen
den Krafteinleitungsbereichen bzw. -flächen 72 der Querschnitt gering
gehalten wurde, um eine ausreichende Elastizität der
Spannplatte 20 zur Anpassung an die Außenkontur des zu
spannenden Werkstücks zu ermöglichen. Die hier
dargestellte Spannplatte mit ebener Vorderseite 65 ist zum
Spannen von Körpern mit relativ großem Außendurchmesser und
im Spannbereich geringem Krümmungsradius vorgesehen. Bei
kleinen Werkstücken mit großem Krümmungsradius kann die
Vorderseite 65 konkav ausgebildet sein, jedoch mit etwas
größerem Krümmungsradius, so daß bei radialem Verstellen
der Grundbacke 1 die Spannplatte 20 immer zuerst mit dem
mittleren Bereich das Werkstück berührt.
In der Ansicht der Fig. 2 und 5 ist zu erkennen, daß die
Vorderseite 66 der mittleren Zunge 17 eben ausgebildet ist
und analog hierzu in diesem Berich auch die die Krafteinleitungsfläche 72 bildende Rückseite der
Spannplatte 20. Beide sind durch einen in Fig. 5 nur
angedeuteten Stecker 21 lose und leicht lösbar miteinander
verbunden, wie auch in Fig. 1 zu erkennen.
In Blickrichtung der Symmetrieachse 99 des Spannfutters, also den
Darstellungen der Fig. 2 und 5, gesehen, sind dagegen die
Vorderseiten 67 der äußeren Zungen 18, 19 konvex ballig
ausgebildet, und analog hierzu ist die Rückseite der
Spannplatte 20 in diesem Bereich - d. h. an den Krafteinleitungsflächen 72 - konkav ballig. Dadurch ist
eine Schrägstellung der Spannplatte 20 zu der in Fig. 5
strichpunktiert eingezeichneten Symmetrielinie der
Grundbacke 1 möglich, wie sie auftritt, wenn die Spannfläche
des Werkstücks in diesem Bereich schräg zu dieser
Symmetrielinie steht. Da die äußeren Zungen 18 und 19 mit
annähernd der gleichen Kraft beaufschlagt werden, ist bei
schräger Werkstückoberfläche eine der beiden Zungen 18, 19 weiter
in Richtung auf den Werkstückmittelpunkt vorgeschoben als
die andere der äußeren Zungen, wobei sich jedoch aufgrund
der balligen Vorderseiten 67 immer die gleiche Größe einer
Kontaktfläche und damit die gleiche Flächenpressung
zwischen den Vorderseiten 67 der äußeren Zungen 18 und 19
und den entsprechenden Berichen der Rückseite der
Spannplatte 20 ergibt.
Das Beaufschlagen der beiden äußeren Zungen 18 und 19 mit
gleicher Kraft wird durch Kraftverteilung mittels einer
mechanischen Wippe 16 erreicht, die am besten in Fig. 2 zu
erkennen ist. Diese Wippe 16 ist an ihrer Rückseite 69
konkav ballig ausgeformt und wird mittig von einem inneren
Arbeitskolben 14 beaufschlagt, dessen der Wippe 16
zugewandte Stirnseite entsprechend konvex ballig geformt
ist. Ist eine Schrägstellung der Spannplatte 20
erforderlich, so ergibt sich eine seitliche Auslenkung der
Wippe 16 auf der balligen Kontaktfläche gegenüber dem
inneren Arbeitskolben 14 und damit eine Schrägstellung der
Wippe, wodurch jedoch die unterschiedlich weit vorstehenden
äußeren Zungen 18 und 19 mit der gleichen Kraft
beaufschlagt werden.
Demgegenüber wird, wie in Fig. 1 dargestellt, die mittlere
Zunge 17 unmittelbar von einem Arbeitskolben 15
beaufschlagt, welcher koaxial ringförmig um den inneren
Arbeitskolben 14 herum angeordnet ist und seitliche
Aussparungen aufweist, in denen die Wippe 16 und die
äußeren Zungen 18 und 19 zu liegen kommen. Der ringförmige
äußere Arbeitskolben 15 ist auf der Außenseite in der
Grundbacke 1 geführt und liegt ebenso wie der innenliegende
Arbeitskolben 14 im gleichen Druckraum, wird also durch den
von den Kolben 26 an der hinteren Stirnseite der Grundbacke
1 erzeugten Arbeitsdruck beaufschlagt. Das Verhältnis
zwischen den durch die äußeren Zungen 18 und 19 und den
durch die mittlere Zunge 17 aufgebrachten Kräften wird durch
das Verhältnis der Stirnseiten des inneren und des äußeren
Arbeitskolbens 14 und 15 festgelegt und kann je nach
Anwendungsfall hierdurch variiert werden. Im vorliegenden
Fall hat der innere Kolben 14 eine um etwa ¹/₃ größere
Stirnfläche als der äußere ringförmige Arbeitskolben 15,
woraus sich wegen der Verteilung der Kraft des inneren
Arbeitskolbens 14 auf zwei außenliegende Zungen 18, 19 ergibt, daß
die innere Zunge 17 mit einer um etwa 50% höheren Kraft
beaufschlagt wird als die beiden äußeren Zungen 18 und 19.
Fig. 4 zeigt ebenso wie Fig. 1 die Verschraubung der beiden
äußeren Zungen 18 und 19 mittels Schrauben 100 an der
Grundbacke 1, wobei diese Verschraubung auf der vom
Werkstück abgewandten Seite der Keilwelle 5 liegt. Demgegenüber
befindet sich jedoch die Nut 82 im Grundkörper 2 zur
Führung der Führungsnasen 81 der Backe 1 relativ nahe in
Richtung auf das Werkstück, um den Hebelarm zwischen der
Krafteinleitungsstelle vom Werkstück in die Backe und
der das Drehmoment aufnehmenden Nut 82 möglichst gering zu
halten. In Fig. 4 sind ferner die Wippe 16 sowie die
Auflageflächen des äußeren ringförmigen Kolbens 15 auf der
mittleren Zunge 17 zu erkennen. Ebenso zeigt Fig. 4 den
Querschnitt des Steckers 21 in der mittleren Zunge 17, und
zwar etwa in der Mitte der frei auskragenden Länge der
Grundbacke 1, während demgegenüber der Mittelpunkt der
Arbeitskolben 14 und 15 etwas zurückversetzt, aber noch
außerhalb des Grundkörpers 2 liegt. Der Mittelpunkt ist
dabei etwa doppelt so weit von der Nut 82 zur Radialführung
der Backe entfernt wie von der Mitte des Steckers 21, die
den Krafteinleitungspunkt vom Werkstück in die Spannplatte
20 darstellt.
In Fig. 1 und 7 ist ferner eine Verjüngung 57 im Querschnitt der
mittleren Zunge 17 dargestellt, welche eine erhöhte
Elastizität der Zunge in diesem Bereich ergibt und damit
die Funktion eines mechanisch ausgebildeten Biegegelenks
erfüllt.
Ebenso wie in den Fig. 2 und 5 die Balligkeit dert
Vorderseiten des inneren Arbeitskolbens 14 sowie der
äußeren Zungen 18 und 19 zu erkennen ist, zeigt die Ansicht
der Fig. 1, also quer zur Symmetrieachse 99, eine Krümmung
der Vorderseite der mittleren Zunge 17. Hieran angepaßt ist
eine konkav ballige Rückseite der Spannplatte 20 im Bereich
des Kontaktes mit der Vorderseite der mittleren Zunge 17.
Fig. 1 zeigt auch den Stecker 21, der aus der Rückseite der
Spannplatte 20 hervorragt und in eine entsprechende Bohrung 84
in der mittleren Zunge 17 gedrückt werden kann. Die Bohrung 84
weitet sich nach außen kegelförmig auf, und nach Überwindung
einer Engstelle vergrößert sich auch der Querschnitt zum
Inneren der mittleren Zunge 17.
Der Stecker 21 ist in Längsrichtung von seinem freien Ende
her eingeschnitten, wobei das freie Ende annähernd
kugelförmig ausgebildet ist. Beim Einschieben des freien
Endes des Steckers 21 in die Öffnung 84 (Fig. 7) in der mittleren
Zunge 17 wird durch das Zusammendrücken des geschlitzten
Steckers 21 die Engstelle in der Öffnung 84 überwunden und durch
das anschließende Aufspreizen aufgrund der
Materialelastizität des Steckers 21 dieser samt Spannplatte
20 auch entgegen der Schwerkraft an der mittleren Zunge 17
gehalten. Dies ist ausreichend, da bei Beaufschlagung der
Spannplatte 20 mit der Spannkraft diese gegen die konvex
ballige Fläche der Zunge 17 gedrückt wird, was durch die
Fliehkräfte noch erhöht wird. Durch die einfache Ausbildung
der Steckverbindung zwischen der Spannplatte 20 und der
mittleren Zunge 17 ist ein einfaches und auch automatisches
Wechseln der Spannplatten 20 möglich, welche in Anpassung an
die zu spannenden Werkstückkonturen gewechselt werden kann.
In Fig. 1 und ebenso in Fig. 2 ist ferner ein Längsanschlag 22
im Spannfutter gezeichnet, um eine definierte Axiallage
eines automatisch einzusetzenden Werkstücks zu
ermöglichen.
Ferner kann mit Hilfe des Längsanschlages 22 auch ein
Referenzteil exakt zentrisch sehr einfach am Grundkörper 2
des Spannfutters befestigt werden, dessen Außenflächen zur
Null-Lage-Bestimmung der einzelnen Grundbacken 1 dienen.
Eine solche Null-Lage-Bestimmung ist von Zeit zu Zeit
notwendig, wenn an den einzelnen Grundbacken 1 bzw. deren
Führungen im Grundkörper 2 sowie den Zungen 17, 18, 19 oder
den Spannplatten 20 Abnutzungen bzw. Verformungen aufgrund
des Betriebes stattgefunden haben.
Der Längsanschlag 22 besteht aus einem hohlen,
drehsymmetrischen Teil, welches sich mit einer Schulter 52
an der dem Werkstück zuweisenden Stirnseite 51 des
Grundkörpers 2 in der Nähe der Symmetrieachse 99 des Spannfutters abstützt (Fig. 7).
Ein Abheben von dieser Stirnfläche 51 wird dadurch
verhindert, daß der Längsanschlag 22 in den Grundkörper 2
hineinragt, dessen hierfür vorgesehene zentrische
Ausnehmung 50 eine ringförmig umlaufende Ausnehmung 45
besitzt, die sich in Richtung auf das Werkstück schräg nach
innen verjüngt. In diese ringförmige Ausnehmung 45 des
Grundkörpers 2 ragen entsprechend geformte, schräg nach
außen laufende Enden 91 hinein, die am hinteren Ende des
Längsanschlages 22 ausgebildet sind und eine von der
hinteren Stirnseite her offene, kegelstumpfförmige
Ausnehmung besitzen, in welcher ein kegelstumpfförmiges
Spreizteil 25 liegt. Nach dem Zurückschieben des
Spreizteils 25 federn die Enden 91 des Längsanschlages 22
so weit nach innen, daß der Längsanschlag ohne weiteres aus
dem Grundkörper 2 entnommen bzw. in diesen eingesetzt
werden kann. Durch eine zentrale abgestufte
Durchgangsöffnung des Längsanschlages 22 wird von der
vorderen Stirnseite, also vom Werkstück her, eine Schraube
24 durch den Längsanschlag 22 geschoben und mit dem
Spreizteil 25 verschraubt, entgegen der Kraft einer
Schraubenfeder 55, die den Kopf der Schraube 24 von dem
Längsanschlag 22 abzudrücken versucht.
Durch Druck auf den Kopf der Schraube 24, also in der
Darstellung der Fig. 1 nach links, hebt das mit der
Schraube 24 verschraubte Spreizteil 25 von seinem Kegelsitz
in der hinteren Stirnfläche des Längsanschlages 22 ab, wodurch
die aufgespreizten Enden 91 des Längsanschlages 22 nach
innen, also in Richtung auf die Symmetrieachse 99
zurückfedern und somit der gesamte Längsanschlag von seiner
Anlage am bzw. im Grundkörper 2 abgehoben werden kann.
Ebenso einfach ist ein Einsetzen des Längsanschlages 22
möglich.
In Fig. 2 ist zu erkennen, daß eine in den Umfang des
Längsanschlages 22 hineinragende Drehsicherung 54 in Form
eines Bolzens etc. ein Drehen und damit ein
unbeabsichtigtes Abschrauben des Spreizteils 25 von der
Schraube 24 verhindert.
In die vordere Stirnfläche des Längsanschlages 22 ist
zusätzlich ein Abdeckteil 23 fest eingepaßt. Dadurch wird
ein unbeabsichtigtes Entfernen der Schraube 24 vermieden,
und diese bleibt dennoch zugänglich, da das Einschraubteil
23 eine innere durchgehende Öffnung besitzt, die etwas
kleiner als der Schraubenkopf ist, um diesen zu sichern.
Das Einschraubteil 23 - dessen vordere, zum Werkstück weisende
Stirnfläche natürlich nicht über die Stirnfläche des
Längsanschlages 22 hervorragen darf - besitzt in der
durchgehenden Öffnung ein Innengewinde. In dieses kann ein
nicht dargestellter Gewindestift passender Länge - geführt
von einer Handhabungseinheit oder einem Bediener - bis zur
Anlage z. B. an einer Schulter eingeschraubt werden. Der
Gewindestift drückt dabei die Schraube 24 so weit gegen die
Kraft der Feder 55 zurück, daß das daran befestigte Spreizteil 25 aus
dem Bereich des Längsanschlages 22 gerät und dessen Enden
91 nach innen zurückfedern können. Der Längsanschlag 22
ist dann zu entnehmen. Ein Referenzteil mit gleichem
Wirkmechanismus kann ebenso eingebracht werden.
Als Null-Lage der Grundbacken 1 wird diejenige radiale Lage
bezeichnet, bei der beim radialen Verfahren der Grundbacken
1 nach innen die Spannplatte 20 mit einer solchen Kraft am
Referenzteil anliegt, daß hierdurch über die Zungen 17, 18,
19 und die Arbeitskolben 14 und 15 in dem dahinterliegenden
Druckraum in der Grundbacke 1 ein bestimmter Druck erzeugt
wird, der über die Dehnmeßstreifen 79 an den Kolben 26
gemessen wird. Bei Anlage an der Referenzfläche mit diesem
vorher festgelegten Druck ist die Null-Lage der Grundbacke
1 erreicht, also nicht nur der Verstellvorgang, sondern
auch der Bestimmvorgang der Backe bezüglich des Werkstücks
durchgeführt, woran sich - bei Stillstand der Grundbacke 1 -
die Spannbewegung anschließt, die lediglich in einer
Radialbewegung der Zungen 17, 18, 19 zusammen mit der
Spannplatte 20 besteht.
Somit besteht das beschriebene Spannfutter aus einzeln
verstellbaren Grundbacken mit Spannplatten, die sich jeweils einschließlich
ihres Antriebes bei der Bearbeitung des ebenfalls drehenden
Werkstücks drehen und nach der Zustellbewegung und einer
bestimmten Anlage am Werkstück durch Betätigung der
Zugstange 34 gespannt werden, so daß unabhängig von den
hierfür notwendigen radialen Spannwegen die gleichen
Spannkräfte von allen Backen in das Werkstück eingebracht
werden.
Claims (11)
1. Spannfutter für Werkzeugmaschinen, insbesondere
Drehmaschinen, mit einem Grundkörper und radial hierzu
beweglichen Spannelementen, die jeweils aus Grundbacke und
Spannbacke bestehen, wobei die Lage der Spannbacke relativ
zur Grundbacke verstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
bei der Zustellung an das zu spannende Werkstück die Grundbacke (1) zusammen mit der
Spannbacke innerhalb des relativ großen Spannbereiches
radial bezüglich des Grundkörpers (2) mittels eines
Antriebes verfahrbar ist und daß beim Spannen die Spannbacke
bezüglich der Grundbacke (1) um einen relativ kleinen
Spannhub beweglich ist, während die Lage der Grundbacke (1)
gegenüber dem Grundkörper (2) unverändert bleibt.
2. Spannfutter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebe für die Grundbacken (1) aller Spannelemente
(13) des Spannfutters gekoppelt sind.
3. Spannfutter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kopplung der Antriebe der Grundbacken (1) mechanisch
erfolgt, so daß alle Grundbacken (1) gemeinsam und um
den gleichen Zustellweg verfahren werden können.
4. Spannfutter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kopplung der Antriebe der Grundbacken (1) elektrisch
erfolgt, so daß die einzelnen Spannelemente (13) zeitlich
und örtlich korreliert zugestellt werden können.
5. Spannfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
es sich bei der Spannbacke um eine Spannplatte (20)
handelt.
6. Spannfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Spannbacke gegenüber der Grundbacke (1) mittels wenigstens
eines in der Grundbacke gelagerten Arbeitskolbens (14; 15) bewegt
wird, wobei der Arbeitskolben (14; 15) durch das in einem
Druckraum der Grundbacke (1) enthaltene und druckbeaufschlagbare
Hydraulikmedium beaufschlagbar ist.
7. Spannfutter nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Hydraulikmedium im Druckraum der Grundbacke (1) durch
wenigstens einen Kolben (26) beaufschlagbar ist, der
ebenfalls in der Grundbacke (1) geführt wird.
8. Spannfutter nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bewegung des Kolbens (26) durch die Axialbewegung einer an der Werkzeugmaschine zur Spannfutterbetätigung vorgesehenen Zugstange (34)
bewirkt wird.
9. Spannfutter nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Kolben (26) parallel zur Symmetrieachse (99) des
Spannfutters bewegbar ist.
10. Spannfutter nach den Ansprüchen 8 und 9, wobei die axial
bewegliche Zugstange in bekannter Weise über Keilhaken (9)
eine radiale Bewegung wenigstens eines Zwischenkeils (10)
bewirkt,
dadurch gekennzeichnet, daß
auf der schrägen Stirnfläche der Zwischenkeile (10) ein
Axialkeil (11) abläuft und dadurch ausschließlich axial
bewegt wird und mit seiner werkstückseitigen Stirnseite
(75) den Kolben (26) der Grundbacke (1) beaufschlagt.
11. Spannfutter nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Spannfutter vier Spannelemente (13) aufweist, die um 90°
versetzt zueinander am Grundkörper (2) angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904025765 DE4025765C1 (en) | 1990-08-14 | 1990-08-14 | Chuck body for lathe - has base jaw and adjustable clamping jaw with common drive |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904025765 DE4025765C1 (en) | 1990-08-14 | 1990-08-14 | Chuck body for lathe - has base jaw and adjustable clamping jaw with common drive |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4025765C1 true DE4025765C1 (en) | 1991-10-02 |
Family
ID=6412236
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904025765 Expired - Lifetime DE4025765C1 (en) | 1990-08-14 | 1990-08-14 | Chuck body for lathe - has base jaw and adjustable clamping jaw with common drive |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4025765C1 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3233917A1 (de) * | 1982-09-13 | 1984-03-15 | Oerlikon-Boehringer GmbH, 7320 Göppingen | Kraftspannfutter fuer werkzeugmaschinen |
-
1990
- 1990-08-14 DE DE19904025765 patent/DE4025765C1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3233917A1 (de) * | 1982-09-13 | 1984-03-15 | Oerlikon-Boehringer GmbH, 7320 Göppingen | Kraftspannfutter fuer werkzeugmaschinen |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| DE-Buch: Röhm "Taschenbuch für Spann- zeuge", Ausgabe 1973, Kapitel B,S.B39 * |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2741166A1 (de) | Vorrichtung zur betaetigung eines spannkopfs | |
| EP0155539A1 (de) | Werkzeugeinrichtung mit wechselbarem Werkzeugkopf | |
| EP0460457A2 (de) | Maschinenschraubstock | |
| DE3111337C2 (de) | ||
| EP0132825A1 (de) | Teilbares Werkzeug für die spanabhebende Bearbeitung | |
| DE4025745C2 (de) | ||
| DE1297438B (de) | Vorrichtung zum Ergreifen stabfoermiger Gegenstaende in einer drehbaren Spindel einer Werkzeugmaschine, insbesondere Fraesmaschine | |
| EP0305724B1 (de) | Spannvorrichtung mit mechanischem Kraftverstärker | |
| EP0169543B1 (de) | Teilbares Werkzeug für die spanabhebende Bearbeitung | |
| DE4025765C1 (en) | Chuck body for lathe - has base jaw and adjustable clamping jaw with common drive | |
| DE3934334C1 (de) | ||
| DE102020121235A1 (de) | Vorrichtung zur Bearbeitung von Bremsscheiben, Bearbeitungsmaschine und Verwendung der Vorrichtung | |
| DE2611923A1 (de) | Backenfutter | |
| DE4025752C1 (en) | Chuck for machine tool - has short threaded cylindrical block to fit into recess at back of jaw | |
| WO2019020786A1 (de) | Zerspanungswerkzeug | |
| EP0256289B1 (de) | Vorrichtung zum Setzen von Befestigungselementen oder Stiften | |
| DE4132841C2 (de) | ||
| CH710982A1 (de) | Ringwalzvorrichtung mit axial feststehenden Wälzlagern. | |
| DE4025773C1 (en) | Clamping irregular shaped workpieces - involves plates made of hard flexible material | |
| WO2019020783A1 (de) | Justiereinrichtung für ein zerspanungswerkzeug und zerspanungswerkzeug mit einer justiereinrichtung | |
| DE8518206U1 (de) | Antriebseinheit für rotierende Schaftwerkzeuge | |
| EP0340602B1 (de) | Antrieb für einen Maschinenschraubstock | |
| EP1218132A2 (de) | Miniaturbohrfutter | |
| EP0325728A1 (de) | Spannfutter für Gewindeschäfte | |
| DE102020127366A1 (de) | Spannsystem für einen Hohlschaft mit Selbsthemmung |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of the examined application without publication of unexamined application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |