DE4025752C1 - Chuck for machine tool - has short threaded cylindrical block to fit into recess at back of jaw - Google Patents
Chuck for machine tool - has short threaded cylindrical block to fit into recess at back of jawInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Spannfutter
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Spannfutter bestehen in aller Regel aus einem Grundkörper
und an diesem beweglichen Spannelementen, die linear
und bezüglich des Grundkörpers radial bewegt werden, um
sich dem Zentrum, also der Symmetrieachse des Spannfutters
und damit dem zu spannenden Werkstück zu nähern bzw. sich
davon zu entfernen.
Obwohl prinzipiell viele Möglichkeiten zur Bewirkung der
Linearbewegung der Spannelemente zur Verfügung stehen, ist
eine verbreitete Lösung der Linearantrieb mittels einer
Gewindelspindel und zugehöriger Mutter, mit deren Hilfe beispielsweise auch bei einer
Planscheibe die Spannelemente radial verstellt werden (vgl. z. B.
DE-PS′en 7 42 288 und 74 508).
Der Nachteil einer solchen Verstellung der Spannelemente
über eine antreibende Gewindespindel und eine in das
Spannelement integrierte, nicht drehende Mutter liegt
darin, daß zunächst einmal die Leitung des Kraftflusses
über mehrfache Umlenkungen erfolgt und dabei auch über die
antreibende Spindel. Da der Querschnitt dieser Spindel aus
konstruktiven Gründen möglichst kleingehalten werden soll
und die Spann- und Fliehkräfte, die über die Spindel
geleitet werden, in den Lagerungen der Spindel im
Grundkörper aufgenommen werden müssen, werden die maximal
verkraftbaren Spann- und Fliehkräfte durch die Steifigkeit
und damit die Dimensionierung des Spindelquerschnittes und
der Spindellagerung begrenzt. Dies führt entweder zu einer
ungenügenden Steifigkeit des Spannfutters oder zu einer
entsprechenden großen und schweren Konstruktion.
Darüber hinaus ist die bei der Planscheibe verwendete
Spindelverstellung für die Übertragung auf eine
flexible Spanneinrichtung nicht geeignet.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine radiale
Verstellung der Spannelemente eines gattungsgemäßen Spannfutters zu
schaffen, bei der unter Beachtung kurzer Wege für die
Leitung des Kraftflusses eine formschlüssige Verbindung zumindest zwischen einem Teil der
Spannelemente und dem Grundkörper gegeben ist und ein
Einsatz des Spannfutters im Hinblick auf automatischen
Betrieb, hohe Positionsgenauigkeit und Einbau einer
Sensorik möglich ist
Diese Aufgabe ist in Verbindung mit den Oberbegriffsmerkmalen
erfindungsgemäß durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils
des Anspruchs 1 gelöst.
Da zumindest ein Teil des Spannelements selbst drehbar angetrieben wird und bei seiner
Drehung das Spannelement radial im Innengewinde des Grundkörpers verfahren
wird, ist einerseits eine formschlüssige Verbindung zum
Grundkörper und andererseits ein kurzer Kraftfluß,
nämlich direkt vom Spannelement über die Berührungsfläche
zum Grundkörper in diesen erreicht. Unabhängig davon, wie das
Spannelement bzw. zumindest ein Teil davon in Drehung versetzt wird, erfolgt der
Kraftfluß der Spann- und Fliehkräfte nicht über dieses
antreibende Element.
Zweckmäßige Ausgestaltungen bzw. Ausführungsformen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Gewindeverbindung zwischen Spannelement und Grundkörper
wird in aller Regel selbsthemmend ausgebildet sein,
um eine selbsttätige radiale Verstellung des Spannelementes
zu vermeiden.
Das Spannelement bzw. zumindest ein Teil davon kann mit einer Vielnutwelle in Drehung
versetzt werden, die in einer entsprechend profilierten
Ausnehmung innerhalb des Spannelements läuft.
Wenn diese entsprechende Ausnehmung die
Spannbacke nicht vollständig durchdringt, ist es möglich,
den Angriffspunkt des Spannelementes am Werkstück innerhalb
der Gewindeabstützung des Spannelementes am Grundkörper,
also auf der Achse der Vielnutwelle beispielsweise,
anzuordnen. Selbstverständlich ist dann ein Längenausgleich
der Vielnutwelle notwendig, die jedoch am hinteren, freien
Ende der Vielnutwelle vorgenommen werden kann, während das
vordere Ende im Spannelement festliegt. Bei einer
durchgehenden Ausnehmung dagegen kann die Vielnutwelle an
festen Punkten des Grundkörpers gelagert werden,
beispielsweise am äußeren Rand und auf der anderen Seite in
der Nähe der Mittelachse des Spannfutters. Ein aufwendiger
Längenausgleich ist nicht notwendig, jedoch muß
nun unbedingt eine Vielnutwelle vorgesehen sein, um das mittels
Drehung sich entlang des Grundkörpers und damit auch entlang der
Vielnutwelle verschiebende Spannelement an jeder
Axialposition der Vielnutwelle drehend antreiben zu können.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
kann ein Drehen des gesamten Spannelementes,
welches an dem Werkstück angreift, vermieden werden, indem
das Spannelement aus der eigentlichen, nicht drehenden
Spannbacke und einer Hohlschraube besteht, die axial formschlüssig
und drehbar in der Spannbacke gelagert ist und von der Vielnutwelle
angetrieben wird. Diese Hohlschraube besitzt auch das
Außengewinde, welches im entsprechenden radial gerichteten Innengewinde des
Grundkörpers verschraubt wird und dadurch die
Linearbewegung erzeugt. Die Hohlschraube überträgt jedoch wegen
ihrer drehbaren Lagerung in der Spannbacke lediglich die
Linearbewegung, nicht jedoch die Drehbewegung auf die
Spannbacke, so daß die nicht drehende Spannbacke in
radialer Richtung in Längsführungen geführt werden kann,
die sehr geringe Toleranzen besitzen, so daß eine hohe
Steifigkeit und Positioniergenauigkeit der Spannbacke
gegeben ist. Durch Veränderung der Gewindesteigung kann
weiterhin erreicht werden, daß die von der antreibenden
Welle aufzunehmenden Kräfte noch sehr gering sind, während
bereits aufgrund der geringen Gewindesteigung zwischen
Spannelement (Hohlschraube) und Grundkörper eine hohe Anpreßkraft der
Spannbacke am Werkstück gegeben ist.
Auch in diesem Fall kann die antreibende
Vielnutwelle die Hohlschraube
vollständig durchdringen.
In diesem Fall wird vorteilhafterweise auch die Spannbacke
in einer entsprechenden, etwas größeren Durchgangsbohrung von der
Vielnutwelle durchdrungen, da sich zur Verbesserung des
Kraftflusses Spannbacke und Hohlschraube möglichst auf der
gleichen radialen Linie befinden sollten.
Auf diese Art und Weise kann eine äußerst einfache und
dennoch sichere Lagerung der Hohlschraube in der Spannbacke
erzielt werden, indem die Hohlschraube so in einer
entsprechenden Aussparung der Spannbacke sitzt, daß sie auf
ihren beiden Stirnseiten - abgesehen von etwas Spiel - an
der Spannbacke anliegt, also von dieser auf der radial
innen liegenden als auch auf der radial außen liegenden Stirnseite
umschlossen wird. Da sowohl die Hohlschraube als auch
die Spannbacke dabei von der Vielnutwelle durchdrungen
werden, ist eine einfache formschlüssige Verbindung
zwischen Spannbacke und Hohlschrauben in deren Achsrichtung gegeben.
Selbstverständlich muß die Hohlschraube dabei seitlich
geringfügig über die Spannbacke hinausragen, um dort im
Eingriff mit dem Innengewinde des Grundkörpers zu stehen.
Ansonsten kann sich die Hohlschraube jedoch vollständig innerhalb der
Spannbacke befinden.
Die Längsführung der nicht drehenden Spannbacke in den radial
am Grundkörper ausgebildeten Führungen bietet
weiterhin die Möglichkeit, Momente durch die Spannbacke
aufzunehmen.
Der Drehantrieb der antreibenden Welle, also beispielsweise
der Vielnutwelle, geschieht vorteilhafterweise über
einen Schrittmotor, über dessen Ansteuerung unter
Berücksichtigung der Gewindesteigung zwischen Spannelement
und Grundkörper die radiale Position des Spannelements
jederzeit klar ist.
Da die Schrittmotoren entsprechend klein und leicht als
Zukaufteil zur Verfügung stehen, kann die antreibende Welle
jedes Spannelementes jeweils mit einem separaten
Schrittmotor ausgestattet werden, so daß die Spannelemente
unabhängig voneinander radial bezüglich des Grundkörpers
verstellt werden können.
Da bei gleichbleibendem Spiel im Gewinde zwischen der Hohlschraube
des Spannelementes und dem Grundkörper die Führungsgenauigkeit in
radialer Richtung um so größer wird, je größer der
Durchmesser des Gewindes ist, empfiehlt es sich, die
Hohlschraube mit einem relativ großen Durchmesser auszuführen,
jedoch die axiale Länge der Hohlschraube gering zu halten.
Dadurch ist zusätzlich - bei weitgehender Aufnahme der
Hohlschraube in der Spannbacke - eine relativ große Breite
der Spannbacke erzielbar, was der Führungsgenauigkeit und
Steifigkeit der Backe zugute kommt und andererseits
aufgrund der geringen axialen Länge der Hohlschraube eine
relativ geringe Dicke der Spannbacke - in radialer Richtung
des Spannfutters gesehen - ermöglicht, so daß das
Eigengewicht der Spannbacke und damit die Fliehkräfte in
Grenzen bleiben.
Die Hohlschraube kann zur Montage und Demontage entweder
seitlich oder von der Rückseite her in die entsprechende
Aussparung der Spannbacke aufgenommen werden. Um die
Hebelwirkung auf die Spannbacke bei Beaufschlagung durch
das Werkstück geringzuhalten, sollte der Angriffspunkt der
Spannbacke am Werkstück möglichst nahe einerseits an den
Kraft aufnehmenden Längsführungen der Spannbacke im Grundkörper
und andererseits an dem Gewinde, welches das Spannelement,
also die Hohlschraube, mit dem Grundkörper verbindet,
gewählt werden.
Eine Ausführungsform gemäß der Erfindung ist im folgenden
beispielhaft anhand der schematischen Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung eines
erfindungsgemäßen Vierbackenfutters, welches
auch für Drehmaschinen geeignet ist,
Fig. 2 eine teilgeschnittene, teilweise
Frontansicht des Futters der Fig. 1,
Fig. 3 einen Teilschnitt entlang der Linie A-B der
Fig. 1,
Fig. 4 einen Teilschnitt entlang der Linie C-D
gemäß Fig. 1,
Fig. 5 eine Einzeldarstellung einer Spannbacke des
Futters,
Fig. 6 einen Teilschnitt entlang der Linie E-F
gemäß Fig. 1,
Fig. 7 eine vergrößerte Detaildarstellung des
mittleren Bereiches von Fig. 1 und
Fig. 8 und 9 eine Gegenüberstellung des Kraftflusses
im erfindungsgemäßen Futter gegenüber
einem Futter mit Spindelantrieb.
Wie die Übersichtsdarstellungen der Fig. 1 und 2 zeigen,
ist in den Fig. 1 bis 6 ein von der Planscheibe
abgeleitetes Vierbackenfutter dargestellt, welches unter
anderem auch für hohe Drehzahlen und damit für den Einsatz
an Drehmaschinen geeignet ist.
Wie die Frontalansicht der Fig. 2 zeigt, stehen radial
wirkende Spannbacken 1 unter einem Winkel von jeweils 90°
zueinander und können über sehr große radiale Distanzen
verfahren werden, wie Teleskopabdeckungen 30 erkennen
lassen.
Jede der Spannbacken 1 wird dabei über einen separaten
Motor, hier einen Schrittmotor 62, längs des radialen
Verstellweges separat und exakt steuerbar verfahren.
Von dieser Zustellbewegung völlig getrennt ist die
Spannbewegung, bei der die Spannbacke 1 als Ganzes stillsteht und an
jeder Spannbacke 1 eine Spannplatte 20 nochmals um eine
geringe Strecke radial nach innen, also in Richtung auf das
nicht dargestellte Werkstück zu, bewegt wird.
Es handelt sich somit um ein Spannfutter, dessen Backen
sich während der Bearbeitung mit dem Werkstück mitdrehen
und jeweils unabhängig voneinander eine Zustellbewegung
sowie eine Spannbewegung durchführen können.
Darüber hinaus ist die Spannplatte 20 einfach demontierbar
und elastisch ausgebildet, um eine Anpassung an
unterschiedliche Krümmungen des Werkstückes zu ermöglichen.
Zusammen mit dem großen Verstellbereich der einzelnen
Backen können damit z. B. zylindrische Werkstücke zwischen
etwa 40 mm und etwa 250 mm Durchmesser mit ein und
demselben Spannfutter gespannt werden.
Die Spannbewegung wird durch die axiale (bezüglich der
Symmetrieachse 99 des Spannfutters) Bewegung einer Zugstange
34 bewirkt, die bei vielen Drehmaschinen zur Betätigung von
Keilhakenfuttern vorhanden ist. Das erfindungsgemäße Futter
ist damit für die Nachrüstung gut geeignet.
Wie Fig. 1 zeigt, wird das Spannfutter, das auf einem
Grundkörper 2 aufgebaut ist, mittels eines Zwischenstückes
35 am Flansch 33 der Werkzeugmaschine bzw. der Hauptspindel
einer Drehmaschine befestigt. Dies geschieht im
vorliegenden Fall mittels Gewindebolzen, kann jedoch auch
auf jede andere spielfreie Befestigungsart erfolgen.
Innerhalb des hohlen Flansches 33 ist das Ende der
Zugstange 34 zu erkennen, auf deren Stirnseite der
sogenannte Keihaken 9 verschraubt ist. Dieser
kegelstumpfförmige Keilhaken 9 besitzt in an sich bekannter
Weise entlang von vier symmetrisch über seinem Umfang
verteilten Mantellinien T-förmige oder auf andere Art und
Weise hinterschnittene Nuten 74. In diesen Nuten 74 laufen
die entsprechend als Nutensteine geformten, radial nach
innen gerichteten und entsprechend der Außenfläche des
Keilhakens abgesägten Stirnseiten von Zwischenkeilen 10.
Bei einer axialen Bewegung der Zugstange 34 mit dem
Keilhaken 9 werden wegen der Schräge der Außenfläche des
Keilhakens 9 die Zwischenkeile 10 ausschließlich radial
bewegt.
Die Stirnseite der Zwischenkeile 10, die in Richtung des
Werkstückes weist, verläuft schräg zur Symmetrieachse, und
auf dieser Stirnfläche sind wiederum - jeder Spannbacke
zugeordnet - vier Axialkeile 11 angeordnet, deren dem
Werkstück zugewandte Stirnseiten 75 rechtwinklig zur
Symmetrieachse 99 des Spannfutters stehen. Da diese Axialkeile 11 mit den nach
innen gewandten Seiten axial beweglich, aber radial fest
mit dem Grundkörper 2 über die Kontaktfläche 76 verbunden
sind, bewirkt jedes Betätigen der Zugstange 34 eine
Radialbewegung der Zwischenkeile 10 und in der Folge hiervon
wiederum eine Axialbewegung der Axialkeile 11.
In axialer Richtung vor dieser Stirnseite 75 befindet sich
jeweils die Spannbacke 1, an deren Rückseite in der Fig. 1
ein Kolben 26 sichtbar ist.
Wie Fig. 6 zeigt, handelt es sich dabei um zwei
nebeneinander in axialer Richtung liegende Kolben 26, die in
die hintere Stirnseite der Spannbacke 1 eingeschoben
werden können und dadurch im Inneren der Spannbacke 1 einen
Arbeitsdruck erzeugen. Die Axialbewegung der Kolben 26 wird
durch die Axialbewegung jeweils eines Axialkeiles 11
bewirkt, der mit seiner nach vorne gerichteten Stirnseite
auf die hinteren Stirnflächen der beiden Kolben 26 drückt.
Die Kolben 26 sind zusammen mit den Spannbacken radial
verschiebbar, so daß die hintere Stirnfläche der Kolben 26
radial an der vorderen Stirnfläche 75 des Axialkeiles 11
entlanggleiten kann.
In Fig. 1 ist ferner ein Federstahlband 61 zu erkennen,
welches mit seinem einen Ende an den Kolben 26 und mit dem
anderen Ende mit dem Grundkörper 2 des Spannfutters
verbunden ist und zwischen diesen beiden
Befestigungspunkten eine in radialer Richtung liegende
Schleife bildet, die in einer radialen Nut 78 in der
Rückseite des Axialkeiles 11 liegt. An diesem
Federstahlband 61 sind hydraulische Leitungen 73 und elektrische Leitungen 80 befestigt, die
vom Futtergrundkörper 2 zu dem Kolben 26, also der
druckerzeugenden Einheit, an der Spannbacke 1 führen.
Wie genauer in Fig. 3 zu erkennen, sind auf den Kolben 26
Dehnmeßstreifen 79 befestigt, welche den durch die Kolben
26 erzeugten Druck auf Grund seiner Verformung als
elektrisches Signal angegeben, welches über die elektrischen
Leitungen 80 zu einer nicht dargestellten Regelungs- und
Steuereinheit der Werkzeugmaschine geführt werden kann.
Jeder Kolben 26 weist dabei zwei Zonen unterschiedlichen
Durchmessers auf, wobei der größere Durchmesser im
Arbeitsraum der Spannbacke den Druck erzeugt, während die
Dehnmeßstreifen 79 auf dem kleineren Durchmesser befestigt
sind. Damit wird eine Beschädigung der Dehnmeßstreifen 79
durch die Spannbacke 1 bei relativer Bewegung der Kolben 26
zur Spannbacke 1 vermieden.
Die elektrischen Leitungen 80 sind in regelmäßigen
Abständen an dem Federstahlband 61 befestigt, welches
aufgrund seiner Reißfestigkeit und Führung in der Nut 78
auch bei hohen Drehzahlen seine Lage beibehält und damit
ein Beschädigen, Durchscheuern etc. der darauf befestigten
elektrischen Leitungen 80 verhindert.
Der in den Backen 1 erzeugte Druck wird ausschließlich zum
Spannen verwendet. Hierfür sind lediglich geringe axiale
Bewegungen notwendig, welche nur ein Teil der Spannbacke 1
durchführt, wie im folgenden gezeigt wird. Zusätzlich - und
gänzlich unabhängig von der Spannbewegung - kann die
Spannbacke 1 über einen großen Weg radial verfahren werden,
um ihre Lage an den Durchmesser der einzuspannenden
Werkstücke anzupassen. Hierdurch wird eine Zustellfunktion
und wie im folgenden zu zeigen ist, auch eine
Bestimmungsfunktion der Spannbacke 1 ermöglicht.
Der Verstellmechanismus für die Spannbacken 1 ist in Fig. 1,
2 und 3 dargestellt:
Die Spannbacke 1 ist radial verfahrbar und weist zu diesem
Zweck beidseitig vorstehende Führungsnasen 81 auf, die in
entsprechenden Nuten 82 des Grundkörpers 2 geführt sind.
Die Führungsnasen 81 liegen dabei an den zum Werkstück zu-
und von dem Werkstück abgewandten Seiten an den Wänden der
Nut 82 möglichst spielfrei an, so daß die Spannbacke 1 die am
freien Ende durch das Werkstück eingebrachten Kräfte
momentensteif aufzunehmen vermag. Zwischen dem äußeren Rand
des Spannfutters und dem äußeren Rand der Spannbacke 1 ist
dabei die in Fig. 1 und 2 sichtbare Teleskopabdeckung 30
montiert, die beim Verfahren der Spannbacke 1 in Richtung auf
die Symmetrieachse 99 des Spannfutters die ansonsten freiliegenden Führungen,
also die Nut 82, abdeckt.
Jede der Spannbacken 1 wird durch einen zugeordneten
separaten Schrittmotor 62 (siehe Fig. 2) unabhängig von den
anderen Spannbacken angesteuert und in radialer Richtung
verfahren. Dadurch ist auch ein unsymmetrisches Einspannen
eines Werkstückes bzw. das zentrische Einspannen eines
unsymmetrischen Werkstückes möglich. Zu diesem Zweck ist in einer Aussparung 28 an
der Spannbacke 1 gegen die Symmetrieachse 99 zugewandt eine
Hohlschraube 4 angeordnet, die auf ihrer zylindrischen
Außenfläche mit einem Gewinde 3 versehen ist. Beide
- also Spannbacke 1 und Hohlschraube 4 - zusammen
bilden das Spannelement 13.
Diese Hohlschraube 4 ist mit einer Stirnseite frei drehbar
in der radialen Innenseite der Spannbacke 1 gelagert und
besitzt eine zentrische Bohrung, die mit einem
Keilwellenprofil versehen ist und mit einer etwas größeren
Durchgangsbohrung 27 in der Spannbacke 1 fluchtet. Eine
Keil- bzw. Vielnutwelle 5 erstreckt sich durch die Durchgangsbohrung 27 der
Spannbacke 1 und durch die hierzu passende innere
Keilwellenverzahnung der Hohlschraube 4 vom Außenrand des
Spannfutters radial bis in die Nähe der Symmetriachse 99
des Spannfutters.
Wird nun die Keilwelle 5 in Drehung versetzt, so steht
diese mit der inneren Keilverzahnung der Hohlschraube 4
im Eingriff, welche durch die Drehbewegung über ihr
Außengewinde 3 entlang einem entsprechenden
Innengewinde 6 im Grundkörper 2 (siehe Fig. 3) in radialer
Richtung des Spannfutters verschraubt wird. Da die
Hohlschraube 4 mit der Spannbacke 1 frei drehend, aber axial
nicht lösbar verbunden ist, wird hierdurch auch die
Spannbacke 1 radial verfahren.
Wie Fig. 1 zeigt, sind die Keilwellen 5 am Außenrand des
Spannfutters in einem Lager 59 und am innenliegenden Ende
in einer Lagereinheit 56 gelagert, welche sowohl ein Axial-
als auch ein Radiallager umfaßt und über Tellerfedern 53
vorgespannt wird. Am radial äußeren Ende der Keilwelle 5
ist diese drehfest mit einem Zahnrad 7 verbunden, welches
über eine Umfangsverzahnung mit einem kleineren Zahnrad 8
kämmt, welches vom Schrittmotor 62, der in Fig. 2 zu
erkennen ist, angetrieben wird.
Damit wird jede Spannbacke 1 von einem separaten
Schrittmotor 62 angetrieben, wobei Spannbacke 1 und
Antrieb im Betrieb mit dem Werkstück und dem
Grundkörper 2 des Spannfutters rotieren. In Fig. 1 ist mit
strichpunktierten Linien die im Betrieb vorhandene
Abdeckung des Zahnradantriebs für die Keilwelle 5
dargestellt.
Diese Art der Radialverstellung der Spannbacke 1 bietet
gegenüber einem Antrieb bestehend aus Spindel und
Spindelmutter, wie er beispielsweise vom Schlittenantrieb
einer Werkzeugmaschine her bekannt ist, deutliche Vorteile
hinsichtlich der Krafteinleitung, wie in dem Vergleich des
Kraftflusses gemäß Fig. 8 und 9 dargestellt: Fig. 9 zeigt
eine Spannbacke 1, die ein Innengewinde besitzt, in welchem
sich eine Spindel 83 dreht, wodurch die Backe 1 längs der
Spindel 83 verfahren wird. Bei gespanntem Werkstück
geschieht die Krafteinleitung vom Werkstück in das freie
Ende der Spannbacke und von dort in die Gewindespindel 83.
Weiter verläuft der Kraftfluß über die gesamte Länge der
Gewindespindel 83 bis zu deren Lagerung am Ende, wo die
Kraft über die Lagerung in den Grundkörper 2 eingeleitet
wird.
Demgegenüber wird bei der vorliegenden Konstruktion gemäß
Fig. 8 die Kraft ebenfalls vom Werkstück über die
Kontaktfläche in das freie Ende der Spannbacke 1
eingeführt. Von dort verläuft der Kraftfluß weiter in die
Hohlschraube 4, die sich unmittelbar an der Spannbacke 1
befindet, und von dort direkt in den Grundkörper 2, da die
in Fig. 8 nicht dargestellte Keilwelle in der Hohlschraube 4
längsverschieblich ist und damit keine Kräfte in Richtung
der Keilwelle aufgenommen werden können.
Ein Vergleich von Fig. 8 und Fig. 9 zeigt anschaulich, daß
der Kraftfluß bei der vorliegenden Konstruktion nicht nur
kürzer ist, sondern auch kritische Krafteinleitungspunkte
wie aus Abmessungsgründen relativ klein dimensionierte
Lager der Gewindespindel etc. vermeidet. Auch der aus
Gewichts- und Abmessungsgründen möglichst klein gehaltene
Materialquerschnitt der Gewindespindel 83 wird nicht durch
die Spannkräfte beaufschlagt. Die bei der vorliegenden
Konstruktion an dieser Stelle eingesetzte Keilwelle kann
damit so klein wie möglich dimensioniert werden, sofern
ausreichend hohe Drehkräfte zum Antrieb der Hohlschraube 4
aufgebracht werden können, die jedoch nicht die Spannkraft
überwinden müssen, sondern lediglich zum Verstellen und
ggf. bis zum Anschlag am Werkstück eine definierte
Bestimmkraft aufbringen müssen, die eine ausreichende
Anlage der Spannbacke am Werkstück zum Ausdruck bringen, so
daß die Verstellbewegung hierauf beendet wird.
Da die Schrittmotoren 62 zum Verstellen der Spannbacken 1
ihre Lage bezüglich des Grundkörpers 2 nicht ändern, ist
die Energiezufuhr über elektrische Leitungen trotz Rotation
der gesamten Einheit unproblematisch.
Die Spannbacke 1 wird nun soweit in Richtung auf das
Werkstück verfahren, bis dieses gegen die Spannplatte 20
drückt, die Spannplatte 20 sich dadurch gegen eine mittlere Zunge
17 legt und diese sich wiederum am Grundkörper der Spannbacke 1
abstützt. Ist an einer dieser Kontaktstellen ein
Kraftmeßsystem installiert oder am Antriebsmotor eine
Steuerung der elektrischen Parameter vorhanden, so kann die
Zustellbewegung bei einer definierten Anpreßkraft beendet
werden.
Anschließend wird die Spannbewegung selbst nicht von der
Spannbacke 1 als Ganzes durchgeführt, sondern von der an ihr
angebrachten Spannplatte 20. Diese wird durch die freien
Enden von drei als Stempel zur Druckbeaufschlagung dienenden,
beweglichen Zungen 17, 18, 19 von ihrer
Rückseite her beaufschlagt, welche wiederum durch
Arbeitskolben 14, 15, die innerhalb der Spannbacke 1 gelagert sind
und durch den von den Kolben 26 erzeugten Druck aktiviert
werden, beaufschlagt werden.
In der Ansicht der Fig. 2 und als Detaildarstellung in Fig. 5
ist die Spannplatte 20 in Richtung der Symmetrieachse 99 des Spannfutters
dargestellt. Die dem (nicht dargestellten) Werkstück
zugewandte Vorderseite 65 der Spannplatte 20 ist eben, während
die Rückseite entsprechend der Krafteinleitung durch die
Zungen 17, 18 und 19 angepaßt ist: Im Bereich der
Krafteinleitung durch diese Zungen 17, 18, 19 weist die Spannplatte 20
einen wesentlichen dickeren Querschnitt auf, während zwischen
den Krafteinleitungsbereichen bzw. -flächen 72 der Querschnitt gering
gehalten wurde, um eine ausreichende Elastizität der
Spannplatte 20 zur Anpassung an die Außenkontur des zu
spannenden Werkstückes zu ermöglichen. Die hier
dargestellte Spannplatte 20 mit ebener Vorderseite 65 ist zum
Spannen von Körpern mit relativ großem Außendurchmesser und
im Spannbereich geringem Krümmungsradius vorgesehen. Bei
kleinen Werkstücken mit großem Krümmungsradius kann die
Vorderseite 65 konkav ausgebildet sein, jedoch mit etwas
größerem Krümmungsradius, so daß bei radialem Verstellen
der Spannbacke 1 die Spannplatte 20 immer zuerst mit dem
mittleren Bereich das Werkstück berührt.
In der Ansicht der Fig. 2 und 5 ist zu erkennen, daß die
Vorderseite 66 der mittleren Zunge 17 eben ausgebildet ist,
und analog hierzu in diesem Bereich auch die die Krafteinleitungsfläche
72 bildende Rückseite der
Spannplatte 20. Beide sind durch einen in Fig. 5 nur
angedeuteten Stecker 21 lose und leicht lösbar miteinander
verbunden, wie auch in Fig. 1 zu erkennen.
In Blickrichtung der Symmetrieachse 99 des Spannfutters, also den
Darstellungen der Fig. 2 und 5, gesehen, sind dagegen die
Vorderseiten 67 der äußeren Zungen 18, 19 konvex ballig
ausgebildet, und analog hierzu ist die Rückseite der
Spannplatte 20 in diesem Bereich - d. h. an den Krafteinleitungsflächen
72 - konkav ballig. Dadurch ist
eine Schrägstellung der Spannplatte 20 zu der in Fig. 5
strichpunktiert eingezeichneten Symmetrielinie der
Spannbacke 1 möglich, wie sie auftritt, wenn die Spannfläche
des Werkstückes in diesem Bereich schräg zu dieser
Symmetrielinie steht. Da die äußeren Zungen 18 und 19 mit
annähernd der gleichen Kraft beaufschlagt werden, ist bei
schräger Werkstückoberfläche eine der beiden Zungen 18, 19 weiter
in Richtung auf den Werkstückmittelpunkt vorgeschoben als
die andere der äußeren Zungen, wobei sich jedoch aufgrund
der balligen Vorderseiten 67 immer die gleiche Größe einer
Kontaktfläche und damit die gleiche Flächenspannung
zwischen den Vorderseiten 67 der äußeren Zungen 18 und 19
und den entsprechenden Bereichen der Rückseite der
Spannplatte 20 ergibt.
Das Beaufschlagen der beiden äußeren Zungen 18 und 19 mit
gleicher Kraft wird durch Kraftverteilung mittels einer
mechanischen Wippe 16 erreicht, die am besten in Fig. 2 zu
erkennen ist. Diese Wippe 16 ist an ihrer Rückseite 69
konkav ballig ausgeformt und wird mittig von einem inneren
Arbeitskolben 14 beaufschlagt, dessen der Wippe 16
zugewandte Stirnseite entsprechend konvex ballig geformt
ist. Ist eine Schrägstellung der Spannplatte 20
erforderlich, so ergibt sich eine seitliche Auslenkung der
Wippe 16 auf der balligen Kontaktfläche gegenüber dem
inneren Arbeitskolben 14 und damit eine Schrägstellung der
Wippe, wodurch jedoch die unterschiedlich weit vorstehenden
äußeren Zungen 18 und 19 mit der gleichen Kraft
beaufschlagt werden.
Demgegenüber wird, wie in Fig. 1 dargestellt, die mittlere
Zunge 17 unmittelbar von einem Arbeitskolben 15
beaufschlagt, welcher koaxial ringförmig um den inneren
Arbeitskolben 14 herum angeordnet ist und seitliche
Aussparungen aufweist, in denen die Wippe 16 und die
äußeren Zungen 18 und 19 zu liegen kommen. Der ringförmige,
äußere Arbeitskolben 15 ist auf der Außenseite in der
Spannbacke 1 geführt und liegt ebenso wie der innen liegende
Arbeitskolben 14 im gleichen Druckraum, wird also durch den
von den Kolben 26 an der hinteren Stirnseite der Spannbacke
1 erzeugten Arbeitsdruck beaufschlagt. Das Verhältnis
zwischen den durch die äußeren Zungen 18 und 19 und den
durch die mittlere Zunge 17 aufgebrachten Kräfte wird durch
das Verhältnis der Stirnseiten des inneren und des äußeren
Arbeitskolbens 14 und 15 festgelegt und kann je nach
Anwendungsfall hierdurch variiert werden. Im vorliegenden
Fall hat der innere Kolben 14 eine um etwa ¹/₃ größere
Stirnfläche als der äußere, ringförmige Arbeitskolben 15,
woraus sich wegen der Verteilung der Kraft des inneren
Arbeitskolbens 14 auf zwei außen liegende Zungen 18, 19 ergibt, daß
die innere Zunge 17 mit einer um etwa 50% höheren Kraft
beaufschlagt wird als die beiden äußeren Zungen 18 und 19.
Fig. 4 zeigt ebenso wie Fig. 1 die Verschraubung der beiden
äußeren Zungen 18 und 19 mittels Schrauben 100 an der
Spannbacke 1, wobei diese Verschraubung auf der vom
Werkstück abgewandten Seite der Keilwelle 5 liegt.
Demgegenüber ist die mittlere Zunge 17 deutlich kürzer, so
daß ihre Verschraubung 101 auf der dem Werkstück
zugewandten Seite der Keilwelle 5 liegt. Demgegenüber
befindet sich jedoch die Nut 82 im Grundkörper 2 zur
Führung der Führungsnasen 81 der Backe 1 relativ nahe in
Richtung auf das Werkstück, um den Hebelarm zwischen der
Krafteinleitungsstelle vom Werkstück in die Spannbacke und
der das Drehmoment aufnehmenden Nut 82 möglichst gering zu
halten. In Fig. 4 sind ferner die Wippe 16 sowie die
Auflagenflächen des äußeren, ringförmigen Kolbens 15 auf der
mittleren Zunge 17 zu erkennen. Ebenso zeigt Fig. 4 den
Querschnitt des Steckers 21 in der mittleren Zunge 17, und
zwar etwa in der Mitte der frei auskragenden Länge der
Spannbacke 1, während demgegenüber der Mittelpunkt der
Arbeitskolben 14 und 15 etwas zurückversetzt, aber noch
außerhalb des Grundkörpers 2 liegt. Der Mittelpunkt ist
dabei etwa doppelt so weit von der Nut 82 zur Radialführung
der Backe entfernt wie von der Mitte des Steckers 21, die
den Krafteinleitungspunkt vom Werkstück in die Spannplatte
20 darstellt.
In Fig. 1 und 7 ist ferner eine Verjüngung 57 im Querschnitt der
mittleren Zunge 17 dargestellt, welche eine erhöhte
Elastizität der Zunge in diesem Bereich ergibt und damit
die Funktion eines mechanisch ausgebildeten Biegegelenkes
erfüllt.
Ebenso wie in den Fig. 2 und 5 die Balligkeit der
Vorderseiten des inneren Arbeitskolbens 14 sowie der
äußeren Zungen 18 und 19 zu erkennen ist, zeigt die Ansicht
der Fig. 1, also quer zur Symmetrieachse 99, eine Krümmung
der Vorderseite der mittleren Zunge 17. Hieran angepaßt ist
eine konkav ballige Rückseite der Spannplatte 20 im Bereich
des Kontaktes mit der Vorderseite der mittleren Zunge 17.
Fig. 1 zeigt auch den Stecker 21, der aus der Rückseite der
Spannplatte 20 hervorragt und in eine entsprechende Bohrung 84
in der mittleren Zunge 17 gedrückt werden kann. Die Bohrung 84
weitet sich nach außen kegelförmig auf und nach Überwindung
einer Engstelle vergrößert sich auch der Querschnitt zum
Inneren der mittleren Zunge 17.
Der Stecker 21 ist in Längsrichtung von seinem freien Ende
her eingeschnitten, wobei das freie Ende annähernd
kugelförmig ausgebildet ist. Beim Einschieben des freien
Endes des Steckers 21 in die Öffnung 84 (Fig. 7) in der mittleren
Zunge 17 wird durch das Zusammendrücken des geschlitzten
Steckers 21 die Engstelle in der Öffnung 84 überwunden und durch
das anschließende Aufspreizen aufgrund der
Materialelastizität des Steckers 21 dieser samt Spannplatte
20 auch entgegen der Schwerkraft an der mittleren Zunge 17
gehalten. Dies ist ausreichend, da bei Beaufschlagung der
Spannplatte 20 mit der Spannkraft diese gegen die konvex
ballige Fläche der Zunge 17 gedrückt wird, was durch die
Fliehkräfte noch erhöht wird. Durch die einfache Ausbildung
der Steckverbindung zwischen der Spannplatte 20 und der
mittleren Zunge 17 ist ein einfaches und automatisches
Wechseln der Spannplatte 20 möglich, welche Anpassung an
die zu spannenden Werkstückkonturen gewechselt werden kann.
In Fig. 1 und ebenso in Fig. 2 ist ferner ein Längsanschlag 22
im Spannfutter gezeichnet, um eine definierte Axiallage
eines automatisch einzusetzenden Werkstückes zu
ermöglichen.
Ferner kann mit Hilfe des Längsanschlages 22 auch ein
Referenzteil exakt zentrisch sehr einfach am Grundkörper 2
des Spannfutters befestigt werden, dessen Außenflächen zur
Null-Lage-Bestimmung der einzelnen Spannbacken 1 dienen.
Eine solche Null-Lage-Bestimmung ist von Zeit zu Zeit
notwendig, wenn an den einzelnen Spannbacken 1 bzw. deren
Führungen im Grundkörper 2 sowie den Zungen 17, 18, 19 oder
den Spannplatten 20 Abnutzungen bzw. Verformungen aufgrund
des Betriebes stattgefunden haben.
Der Längsanschlag 22 besteht aus einem hohlen,
drehsymmetrischen Teil, welches sich mit einer Schulter 52
an der dem Werkstück zuweisenden Stirnseite 51 des
Grundkörpers 2 in der Nähe der Symmetrieachse 99 des Spannfutters abstützt (Fig. 7).
Ein Abheben von dieser Stirnfläche 51 wird dadurch
verhindert, daß der Längsanschlag 22 in den Grundkörper 2
hineinragt, dessen hierfür vorgesehene zentrische
Ausnehmung 50 eine ringförmig umlaufende Ausnehmung 45
besitzt, die sich in Richtung auf das Werkstück schräg nach
innen verjüngt. In diese ringförmige Ausnehmung 45 des
Grundkörpers 2 ragen entsprechend geformte, schräg nach
außen laufende Enden 91 hinein, die am hinteren Ende des
Längsanschlages 22 ausgebildet sind und eine von der
hinteren Stirnseite her offene, kegelstumpfförmige
Ausnehmung besitzen, in welcher ein kegelstumpfförmiges
Spreizteil 25 liegt. Nach dem Zurückschieben des
Spreizteiles 25 federn die Enden 91 des Längsanschlages 22
so weit nach innen, daß der Längsanschlag ohne weiteres aus
dem Grundkörper 2 entnommen bzw. in diesen eingesetzt
werden kann. Durch eine zentrale, abgestufte
Durchgangsöffnung des Längsanschlages 22 wird von der
vorderen Stirnseite, also vom Werkstück her, eine Schraube
24 durch den Längsanschlag 22 geschoben und mit dem
Spreizteil 25 verschraubt, entgegen der Kraft einer
Schraubenfeder 55, die den Kopf der Schraube 24 von dem
Längsanschlag 22 abzudrücken versucht.
Durch Druck auf den Kopf der Schraube 24, also in der
Darstellung der Fig. 1 nach links, hebt das mit der
Schraube 24 verschraubte Spreizteil 25 von seinem Kegelsitz
in der hinteren Stirnfläche des Längsanschlages 22 ab, wodurch
die aufgespreizten Enden 91 des Längsanschlages 22 nach
innen, also in Richtung auf die Symmetrieachse 99
zurückfedern und somit der gesamte Längsanschlag von seiner
Anlage am bzw. im Grundkörper 2 abgehoben werden kann.
Ebenso einfach ist ein Einsetzen des Längsanschlages 22
möglich.
In Fig. 2 ist zu erkennen, daß eine in den Umfang des
Längsanschlages 22 hineinragende Drehsicherung 54 in Form
eines Bolzens etc. ein Drehen und damit ein
unbeabsichtigtes Abschrauben des Spreizteiles 25 von der
Schraube 24 verhindert.
In die vordere Stirnfläche des Längsanschlages 22 ist
zusätzlich ein Abdeck- bzw. Einschraubteil 23 fest eingepaßt. Dadurch wird
ein unbeabsichtigtes Entfernen der Schraube 24 vermieden
und diese bleibt dennoch zugänglich, da das Einschraubteil
23 eine innere, durchgehende Öffnung besitzt, die etwas
kleiner als der Schraubenkopf ist, um diesen zu sichern.
Das Einschraubteil 23 - dessen vordere, zum Werkstück weisende
Stirnfläche natürlich nicht über die Stirnfläche des
Längsanschlages 22 hervorragen darf - besitzt in der
durchgehenden Öffnung ein Innengewinde. In dieses kann ein
nicht dargestellter Gewindestift passender Länge - geführt
von einer Handhabungseinheit oder einem Bediener - bis zur
Anlage, z. B. an einer Schulter, eingeschraubt werden. Der
Gewindestift drückt dabei die Schraube 24 soweit gegen die
Kraft der Feder 55 zurück, daß das daran befestigte Spreizteil 25 aus
dem Bereich des Längsanschlages 22 gerät und dessen Enden
91 nach innen zurückfedern können. Der Längsanschlag 22
ist dann zu entnehmen. Ein Referenzteil mit gleichem
Wirkmechanismus kann ebenso eingebracht werden.
Als Null-Lage der Spannbacken 1 wird diejenige radiale Lage
bezeichnet, bei der beim radialen Verfahren der Spannbacken
1 nach innen die Spannplatte 20 mit einer solchen Kraft am
Referenzteil anliegt, daß hierdurch über die Zunge 17, 18, 19
und die Arbeitskolben 14 und 15 in den dahinterliegenden
Druckraum in der Spannbacke 1 ein bestimmter Druck erzeugt
wird, der über die Dehnmeßstreifen 79 an den Kolben 26
gemessen wird. Bei Anlage an der Referenzfläche mit diesem
vorher festgelegten Druck ist die Null-Lage der Spannbacke
1 erreicht, also nicht nur der Verstellvorgang, sondern
auch der Bestimmvorgang der Backe bezüglich des Werkstückes
durchgeführt, woran sich - bei Stillstand der Spannbacke 1
- die Spannbewegung anschließt, die lediglich in einer
Radialbewegung der Zunge 17, 18, 19 zusammen mit der
Spannplatte 20 besteht.
Somit besteht das beschriebene Spannfutter aus einzeln
verstellbaren Spannbacken, die sich jeweils einschließlich
ihres Antriebes bei der Bearbeitung des ebenfalls drehenden
Werkstückes drehen und nach der Zustellbewegung und einer
bestimmten Anlage am Werkstück durch Betätigung der
Zugstange 34 gespannt werden, so daß unabhängig von den
hierfür notwendigen radialen Spannwegen die gleichen
Spannkräfte von allen Backen 1 in das Werkstück eingebracht
werden.
Claims (10)
1. Spannfutter für Werkzeugmaschinen, insbesondere Drehmaschinen,
mit einem Grundkörper und mit radial bezüglich des Grundkörpers
beweglichen Spannelementen,
dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein
Teil der Spannelemente (13) zu deren Radialverstellung im
Grundkörper (2) drehbar antreibbar ist und ein
Außengewinde (3) aufweist, welches in einem radial
ausgerichteten Innengewinde (6) des Grundkörpers (2) läuft.
2. Spannfutter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Gewindeverbindung zwischen den Spannelementen (13) und
dem Grundkörper (2) selbsthemmend ausgelegt ist.
3. Spannfutter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Drehantrieb für die Radialverstellung der Spannelemente
(13) mittels einer drehantreibbaren Welle
geschieht.
4. Spannfutter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß jedes
Spannelement (13) aus einer Spannbacke (1) und einer
Hohlschraube (4) besteht, welche axial formschlüssig und drehbar
in der Spannbacke (1) gelagert ist, wobei die Hohlschraube
(4) das im Innengewinde (6) des Grundkörpers (2) laufende
Außengewinde (3) sowie eine bezüglich des
Grundkörpes (2) radial gerichtete Ausnehmung mit
Vielnutprofilierung zum Eingriff mit der als Vielnutwelle (5)
ausgebildeten drehantreibbaren Welle besitzt und die Spannbacke (1) in
radial am Grundkörper (2) ausgebildeten Führungen (82)
drehfest und weitgehend spielfrei geführt wird.
5. Spannfutter nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausnehmung der Hohlschraube (4) eine
Durchgangsöffnung ist und mit einer etwas größeren Durchgangsbohrung
(27) der Spannbacke (1) fluchtet, so daß die
Vielnutwelle (5) beide durchdringt, aber nur mit
der Hohlschraube (4) im Eingriff steht und einerseits in
der Nähe der Symmetrieachse (99) des Spannfutters und
andererseits an dessen Peripherie gelagert ist.
6. Spannfutter nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Drehantrieb der Vielnutwelle (5) über einen
elektrischen Schrittmotor (62) geschieht.
7. Spannfutter nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
für den Drehantrieb jeder Vielnutwelle (5) ein eigener
Schrittmotor (62) vorhanden ist.
8. Spannfutter nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Durchmesser der Hohlschraube (4) wesentlich größer ist
als ihre axiale Länge.
9. Spannfutter nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Hohlschraube (4) in der Spannbacke (1) gelagert ist,
indem sie so in einer Aussparung (28) der Spannbacke (1)
sitzt, daß sie auf beiden Stirnseiten von der Spannbacke
(1) umschlossen ist.
10. Spannfutter nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
sich die Hohlschraube (4) vollständig innerhalb der
Spannbacke (1) befindet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904025752 DE4025752C1 (en) | 1990-08-14 | 1990-08-14 | Chuck for machine tool - has short threaded cylindrical block to fit into recess at back of jaw |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904025752 DE4025752C1 (en) | 1990-08-14 | 1990-08-14 | Chuck for machine tool - has short threaded cylindrical block to fit into recess at back of jaw |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4025752C1 true DE4025752C1 (en) | 1991-10-17 |
Family
ID=6412232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904025752 Expired - Lifetime DE4025752C1 (en) | 1990-08-14 | 1990-08-14 | Chuck for machine tool - has short threaded cylindrical block to fit into recess at back of jaw |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4025752C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CZ299494B6 (cs) * | 2005-09-21 | 2008-08-13 | Toshulin, A. S. | Silový prevodník pro šesti celistové sklícidlo |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE74508C (de) * | ELSÄSSISCHE MASCHINENBAU-GESELLSCHAFT in Grafenstaden bei Strafsburg im Elsafs | Klemmfutter für Drehbänke und dergl | ||
| DE742288C (de) * | 1940-03-20 | 1943-11-26 | Hermann Hartung | Planscheibe mit ungeteilten, in T-foermigen Spannschlitzen der Planscheibe gefuehrten Spindelmuttern der Spannbacken |
-
1990
- 1990-08-14 DE DE19904025752 patent/DE4025752C1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE74508C (de) * | ELSÄSSISCHE MASCHINENBAU-GESELLSCHAFT in Grafenstaden bei Strafsburg im Elsafs | Klemmfutter für Drehbänke und dergl | ||
| DE742288C (de) * | 1940-03-20 | 1943-11-26 | Hermann Hartung | Planscheibe mit ungeteilten, in T-foermigen Spannschlitzen der Planscheibe gefuehrten Spindelmuttern der Spannbacken |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CZ299494B6 (cs) * | 2005-09-21 | 2008-08-13 | Toshulin, A. S. | Silový prevodník pro šesti celistové sklícidlo |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
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