DE4025578A1 - Regelventil zur strom- oder druckregelung - Google Patents
Regelventil zur strom- oder druckregelungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Regelventil nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Ein derartiges Ventil ist als Stromregelventil aus der
DE-C 34 20 194 (IP-1344) bekannt. Dabei stellt eine Sicher
heitsbohrung die ausreichende Versorgung der Auslaßseite mit
Hydraulikflüssigkeit im Fail-Safe-Falle, also z.B. dann
sicher, wenn bei Federversagen infolge Federbruch oder
Erschlaffung oder bei stark erhöhter Viskosität der Hydrau
likflüssigkeit der Regelkolben die Regelbohrung verschließt.
Ab einer bestimmten Druckdifferenz wird die Sicherheitsbohrung
vollständig geöffnet, und das Regelventil wird dann außerhalb
des Regelbereichs betrieben. Sinkt die Druckdifferenz wieder
ab, z.B. durch Ausschalten der Hydraulikversorgung oder durch
Viskositätsabnahme infolge Erwärmung, gelangt der als Ring
ausgebildete Regelkolben infolge der Federkraft in den
Regelbereich zurück.
Bei dem bekannten Stromregelventil ist die Sicherheitsbohrung
so angeordnet, daß der Meßblendenstrom und damit die von ihm
erzeugte Druckdifferenz beim Verschließen der Steueröffnung zu
Null geht, so daß die Feder allein den Regelkolben stets in den
Regelbereich zurückbringt. Die Sicherheitsbohrung hat hier die
Funktion eines Bypass zum Meßblendenstrom.
Es sind andere Bauarten bekannt, bei denen jedoch nicht
grundsätzlich die Sicherheitsbohrung als Bypass angebracht
werden kann. Das Anbringen einer Sicherheitsbohrung ist jedoch
durchaus erstrebenswert, z.B. bei Druckregelventilen zur
Öldruckregelung in Verbrennungskraftmaschinen.
Aufgabe der Erfindung ist daher, die anderen bekannten Bauarten
für Regelventile mit Sicherheitsbohrungen auszustatten, und
dabei so auszugestalten, daß der Regelkolben nach Verlassen des
Regelbereichs, z.B. bei auftretenden Druckspitzen, wieder in
seinen Regelbereich zurückkehrt.
Diese Aufgabe wird gelöst durch das kennzeichnende Merkmal des
Anspruchs 1. Aus der Erfindung ergibt sich der Vorteil, daß
allein durch die Querschnittsbemessung der Sicherheitsbohrung
der Druckaufbau auf der Auslaßseite bzw. die Strömungsgeschwin
digkeit an der Meßblende so begrenzt werden kann, daß die
restliche Federkraft stets den Regelkolben wieder in seinen
Regelbereich zurückbringt, und dabei die Schmierölversorgung
eingeschaltet bleibt. Es sind keine weiteren Maßnahmen
erforderlich. Bei einem Druckregelventil wird der auslaßseitige
Druckanstieg, der in Öffnungsrichtung der Sicherheitsbohrung am
Regelkolben angreift, so begrenzt, bzw. bei einem Stromregel
ventil wird die an der Meßblende angreifende Druckdifferenz
höchstens so groß werden, durch die enge Bemessung der
Sicherheitsbohrung, daß der Regelkolben auch nach Auftreten
einer Druckspitze allein unter seiner Federlast in seinen
Regelbereich zurückgelangt. Für die genaue Bemessung der
Sicherheitsbohrung ist auch der Verbrauch auf der Auslaßseite
des Ventils zu berücksichtigen, da der jeweilige ver
brauchsabhängige Druckaufbau auf der Auslaßseite des Ventils
bzw. der lastabhängige Strom an der Meßblende des Ventils durch
den Querschnitt der Sicherheitsbohrung begrenzt wird. In einem
Beispiel liegt der Regelbereich eines derartigen Druckregel
ventils zwischen 4 und 2 bar. Wenn nun der Querschnitt der
Sicherheitsbohrung so eng bemessen wird, daß unter Berück
sichtigung des auslaßseitigen Verbrauchs der Druckaufbau durch
die geöffnete Sicherheitsbohrung in diesem Fall unterhalb von 2
bar bleibt, so ist sichergestellt, daß der Ring bzw. der
Regelkolben stets in den Regelbereich zurückgeführt werden
kann.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen beschrieben.
Die Fig. 1 und 2 zeigen ein Regelventil zur Stromregelung
(Fig. 2) bzw. zur Druckregelung (Fig. 1). Die Durchfluß
richtung des Regelventils ist mit 3 bezeichnet. Hierbei mündet
die Ölleitung 2 mit ihrem Druckmitteleinlaß in ein Ventilge
häuse 1, in welchem ein Regelkolben 9 axial verschieblich
geführt ist. Auslaßseitig besitzt das Ventilgehäuse zwei
Anschlußleitungen, die einerseits mit einer Steueröffnung 8
bzw. einer Sicherheitsbohrung 16 in das Gehäuse münden. Es ist
ersichtlich, daß abhängig von der axialen Position des
Regelkolbens die einlaßseitige Ölleitung mit den auslaßseitigen
Ölleitungen über einen variablen freien Querschnitt der
Steueröffnung sowie der Sicherheitsbohrung kommuniziert. Hierzu
weist der Regelkolben 9 zwei Steuerkanten 10, 17 auf, wobei die
eine der beiden Steuerkanten mit der Steueröffnung 8 zusammen
wirkt, und die andere der beiden Steuerkanten mit der Sicher
heitsbohrung 16. Wesentlich hierbei ist, daß bei einer
Kolbenbewegung im Schließsinne der Steueröfffnung 8 die
zugehörige Sicherheitsbohrung gegensinnig geöffnet wird, und
zwar so, daß sie bereits geöffnet ist, bevor die Steueröffnung
vollständig abgeschlossen wird. Dies wird erreicht, indem der
Abstand zwischen den Steuerkanten 10 und 17 etwas größer als
der kleinste Abstand zwischen der Steueröffnung und der Sicher
heitsbohrung ist. Es erfolgt also eine Überschneidung während
des Schließens und des Öffnens von Steueröffnung und Sicher
heitsbohrung. Jeder Steuerkolben der Fig. 1 und 2 steht
unter dem Einfluß einer vorgespannten Druckfeder 11, welche den
Steuerkolben in Öffnungsrichtung der Steueröffnung zu verschie
ben bestrebt ist. Bei Verschiebung des Regelkolbens im
Öffnungssinne der Steueröffnung wird gleichzeitig die Sicher
heitsbohrung 10 im Schließsinne überfahren. Jeder Steuerkolben
weist eine Druckfläche 20 sowie eine Gegendruckfläche 21 auf,
wobei die Druckfläche 20 bei Druckbeaufschlagung den Regelkol
ben im Schließsinne der Steueröffnung 8 verschiebt. Die
Gegendruckfläche 21 erzeugt hingegen bei Druckbeaufschlagung
eine Verschiebung des Regelkolbens im Sinne der Verschiebung
infolge der Federkraft. In beiden Fällen greift letztlich an
dem Regelkolben eine Druckdifferenz an, die den Regelkolben
abhängig von der Federkraft in eine bestimmte Axialposition
bringt, wobei die Druckdifferenz im Falle des Druckregelven
tils nach Fig. 1 aus der Differenz zwischen dem Auslaßdruck
und dem Umgebungsdruck gebildet wird. Über das Entlüftungs
ventil 13 steht an der Gegendruckfläche 21 lediglich
Umgebungsdruck an, während an der Druckfläche 20 der in der
Auslaßleitung des Ventils herrschende Druck besteht. Anstelle
des Umgebungsdrucks kann die Gegendruckfläche 21 mit jedem
beliebigen Vorspanndruck beaufschlagt werden, solange die
Druckdifferenz zwischen Auslaßdruck und Gegendruck ausreichend
groß ist, um den Regelkolben entgegen der Federkraft in
Schließrichtung der Steueröffnung 8 zu verschieben. In der
einlaßseitigen Ölleitung des Stromregelventils ist die
Meßblende 18 angeordnet, und zwar so, daß der gesamte ein
laßseitige Ölstrom diese Meßblende passieren muß. Jeweils vor
und hinter der Meßblende geht eine Steuerleitung 22 bzw. 23 ab.
Es ist ersichtlich, daß die vor der Meßblende abzweigende
Steuerleitung 22 mit dem Leitungsdruck vor der Meßblende
beaufschlagt ist, während die hinter der Meßblende abzweigende
Steuerleitung 23 mit dem geringeren Leitungsdruck hinter der
Meßblende beaufschlagt ist. Die Steuerleitung 22 mit dem
höheren Druck steht in Verbindung mit dem durch die Druckfläche
20 abgeschlossenen Raum, während die Steuerleitung 23 in den
abgeschlossenen Federraum mündet, in welchem die Gegendruck
fläche 21 angeordnet ist. Auch hier ist wesentlich, daß der
Regelkolben 9 in Öffnungsrichtung der Steueröffnung 8 unter dem
Einfluß der Druckfeder 11 steht, und daß der höhere Druck vor
der Meßblende die Druckfläche 20 in Schließrichtung der
Steueröffnung 8 entgegen der Federkraft beaufschlagt. Der
niedrigere Druck hinter der Meßblende wird über die zweite
Steuerleitung 23 in den geschlossenen Federraum geführt und
beaufschlagt die Gegendruckfläche 21 in Öffnungsrichtung der
Steueröffnung 8. Ein Druckanstieg hinter der Meßblende führt
also zu einer Bewegung des Regelkolbens 9 im Öffnungssinne der
Steueröffnung 8.
Die Fig. 3 bis 6 zeigen ein Einbauventil 4. Das Einbauven
til der Fig. 3 und 4, 4a ist ein Druckregelventil, das der
Fig. 5 und 6 ein Stromregelventil. Jedes Einbauventil weist
einen Ventilkörper 15 auf. Der Ventilkörper 15 ist mit dem
erweiterten Einsatzteil in den Maschinenblock 1 eingepaßt. Der
erweiterte Einsatzteil 5 sitzt dichtend in der Bohrung 2,
welche die Hydraulikleitung innerhalb des Maschinenblocks
bildet. Es kann sich beispielsweise um eine Schmierölleitung
innerhalb des Schmierölkreislaufs einer Brennkraftmaschine
handeln. Die Durchflußrichtung wird durch die Pfeile 3
angegeben. Ein im Vergleich zum Einsatzteil verjüngter Zapfen 6
weist von der Erweiterung ausgehend bei den Fig. 3 bis 5
stromabwärts und in Fig. 6 stromaufwärts zur Durchflußrichtung
3. Die Ventile der Fig. 3 bis 5 weisen eine der Anströmung
entgegen geöffnete Axialbohrung 7 auf, welche den Einsatzteil
vollständig durchsetzt und bis in den verjüngten Zapfen
hineinreicht. Dort ist sie mit Hilfe der radialen Steueröffnung
8 mit dem stromab gelegenen Teil der Ölleitung kommunizierend
verbunden. Im Falle der Fig. 6 tritt die Strömung dagegen
durch die Steueröffnung 8 in den Axialkanal 7 ein und in
axialer Richtung stromabwärts der Eintrittsstelle aus.
Auf dem verjüngten Zapfen 6 sitzt ein axial geführter Regelkol
ben, der als Schiebering 9 ausgebildet ist. Bei den Druckregel
ventilen (Fig. 3, 4, 4a) ist dieser Schiebering mit seinem
Innenmantel und seinem Außenmantel jeweils kolbenartig dichtend
sowohl auf dem Zapfen als auch in der Bohrung der Ölleitung 2
geführt. Bei den Stromregelventilen weist der Schiebering außen
einen ringförmigen Wulst 19 auf, der mit der umgebenden Öl
leitung einen ringförmigen Drosselspalt bzw. eine Meßblende 18
zur Erzeugung einer Druckdifferenz durch das strömende Medium
bildet. Alle Schieberinge besitzen eine Durchmesserabstufung,
die von dem stromauf angeordneten Bund 12 (Fig. 3, 4, 4a) bzw.
vom Wulst 19 (Fig. 5, 6) ausgeht. Es ist ersichtlich, daß
zwischen dem Innenmantel der Ölleitung und dem Außenmantel der
Durchmesserstufe auf dem Schiebering ein ringförmiger Strö
mungsraum für das Hydraulikmedium entsteht. Im Axialbereich der
Durchmesserabstufung besitzt der Schiebering radiale Bohrungen
10, die derart angebracht sind, daß sie abhängig von der
Stellung des Schieberings einen bestimmten Querschnitt zwischen
den radialen Steueröffnungen 8 des Ventilkörpers und der
stromabgelegenen Ölleitung 2 freigeben. Die Radialbohrungen 10
des Schieberings 9 bilden also die Steuerkanten für die
Steuerung der Querschnitte der Steueröffnungen 8 des Zapfens 6.
Mittels der Druckfeder 11 ist der Schiebering gegen das
erweiterte Einsatzteil 4 (Fig. 3, 4a, 6) bzw. gegen den
Sprengring 14 (Fig. 5) abgestützt, und zwar so, daß die Feder
gegen den abflußseitigen Druck (Fig. 3, 4, 4a) bzw. entgegen
der Strömungsrichtung (Fig. 5, 6) im Sinne einer vollständigen
Öffnung der radialen Steueröffnungen 8 wirkt.
Bei den Druckregelventilen (Fig. 3, 4, 4a) wird zwischen dem
erweiterten Einsatzteil 5 und der federzugewandten Stirnseite
des Bundes 12 des Schieberings ein allseits geschlossener
Ringraum gebildet, welcher gegenüber der Auslaßseite des
Ölkanals mit Hilfe des Kolbenbundes 12 abgedichtet ist. Dieser
Ringraum ist lediglich über den Entlastungskanal 13 mit dem
nicht dargestellten Rücklauf verbunden, und dadurch der Wirkung
des auslaßseitigen Drucks entzogen. Demzufolge wird der
Schiebering mit der Druckdifferenz zwischen der Ventilaus
laßseite und dem Rücklauf beaufschlagt, wodurch er feder
kraftabhängig in eine bestimmte Axialposition geschoben wird.
Hierzu weist der Ring für den Auslaßdruck eine Druckfläche 20
sowie für den geringeren Rücklaufdruck eine Gegendruckfläche 21
auf. Bei den Stromregelventilen entsteht beim Vorbeiströmen des
Drucköls an der Drosselblende ein Differenzdruck, der den
Schiebering federkraftabhängig in eine bestimmte Axialposition
bringt. Druckfläche bzw. Gegendruckfläche sind die Ringflächen
des Wulstes vor bzw. hinter der Ringblende. Der Schiebeweg des
Schieberings bei den Druckregelventilen ist stromab (Fig. 3,
4, 4a) bzw. bei den Stromregelventilen stromauf (Fig. 5, 6)
begrenzt. In dieser Stellung sind die radialen Auslaßkanäle
gebildet von den Steueröffnungen 8 und den Radialbohrungen 10,
im Schiebering, vollständig geöffnet. In der vollständig
geöffneten Stellung liegen die Radialbohrungen 10 des Schiebe
rings deckungsgleich über den Steueröffnungen 8 des Ventilkör
pers. In Fig. 3 ist stromabwärts hinter den radialen Steuer
öffnungen 8 des Ventilkörpers eine Radialbohrung 16 angebracht,
welche die Funktion der Sicherheitsbohrung übernimmt. Hierzu
weist der Schiebering eine weitere Steuerkante 17 auf, die in
diesem Fall durch das stromab liegende Ende des Schieberings
gebildet wird. Bei Fig. 4 liegt die Sicherheitsbohrung 16
stromaufwärts vor den radialen Steueröffnungen, und die
zugehörige Steuerkante 17 wird von der Radialbohrung 10
gebildet.
Bei Fig. 4a liegt die Sicherheitsbohrung 16 ebenfalls
stromaufwärts vor den radialen Steueröffnungen, und die
zugehörige Steuerkante ist die der Ventilauslaßseite zugewandte
Stirnfläche des Kolbenbundes 12. Bei den Stromregelventilen
(Fig. 5, 6) liegt die radiale Sicherheitsbohrung in der
Durchflußrichtung 3 gesehen jeweils vor den radialen
Steueröffnungen 8, jedoch so, daß der Meßblendenstrom bei
geschlossener Steueröffnung auch der Strom durch die
Sicherheitsbohrung ist.
Zur Funktion: Sinkt der auslaßseitige Druck bzw. die Strömungs
geschwindigkeit der Meßblende, wird die Feder 11 den Regelkol
ben unter Vergrößerung der Steueröffnungen verschieben.
Hierdurch vergrößert sich der freie Querschnitt der Steuer
öffnung 8, und es kann Drucköl nachfließen, wodurch der
auslaßseitige Druck bzw. die Strömungsgeschwindigkeit an der
Meßblende wieder ansteigen wird, bis der Regelkolben gegen die
Feder so weit zurückgeschoben ist, daß ein Kräftegleichgewicht
am Regelkolben ansteht. Dieses Kräftegleichgewicht ist abhängig
von der jeweiligen Vorspannung der Feder 11, weshalb auch der
auslaßseitige Druckaufbau bzw. die Strömungsgeschwindigkeit
ebenfalls von der Federvorspannung abhängen. Um den Druckaufbau
bzw. die Strömungsgeschwindigkeit z.B. bei Federbruch sicher
zustellen, wird durch die innerhalb des Schiebewegs des
Regelkolbens 9 angebrachte Sicherheitsbohrung 16 eine weitere
Verbindung zwischen Ventileinlaß und Ventilauslaß geschaffen.
Diese Sicherheitsbohrung wird von der zugehörigen Steuerkante
17 des Regelkolbens dann überfahren und beginnt sich infol
gedessen zu öffnen, wenn der Regelkolben im Bereich seiner
Schließstellung kurz vor dem Überdecken der radialen Steueröff
nungen 8 ist. Bei einem Ansteigen des auslaßseitigen Leitungs
drucks in der Ölleitung 2 bzw. der Strömungsgeschwindigkeit an
der Meßblende 18, z.B. durch Auftreten von Druckspitzen, wird
nun der Regelkolben entgegen der Federkraft so weit verscho
ben, daß die radialen Steueröffnungen 8 vollständig überdeckt
und dabei geschlossen werden. Gleichzeitig erfolgt ein
vollständiges Öffnen der Sicherheitsbohrung 16, wodurch zwar
die Kommunikation der Einlaßseite und der Auslaßseite des
Ventils sichergestellt ist; es ist jedoch zu berücksichtigen,
daß eine entsprechend große Menge Drucköl nachströmen wird,
die zu einem entsprechend hohen Druckanstieg auf der Aus
laßseite bzw. einer Geschwindigkeitszunahme an der Dros
selblende führen wird. Dieser Druckanstieg bzw. die Geschwin
digkeitszunahme hat eine am Bund 12 bzw. Wulst 19 des Ringes
bzw. an den Steuerflächen 20, 21 des Regelkolbens angreifende
Druckdifferenz zur Folge, die den Ring bzw. den Regelkolben
entgegen der weiterhin vorhandenen Federkraft in maximaler
Offenstellung hält. Um nun zu vermeiden, daß der auslaßseitige
Druck bzw. die Strömungsgeschwindigkeit unter Berücksichtigung
des auslaßseitigen Verbrauchs so weit ansteigt, daß der
Regelkolben nicht mehr in den Regelbereich, das ist derjenige
Bereich, in dem z.B. beim Schiebering die Radialbohrungen 10
mit den radialen Steueröffnungen 8 kommunizieren, zurückge
langen kann, darf der Querschnitt der Sicherheitsbohrung
höchstens so groß sein, daß die am Regelkolben angreifende
Druckdifferenz stets geringer bleibt als die noch vorhandene
rückstellende Federkraft. Durch einen genügend engen Quer
schnitt wird also der Druckaufbau auf der Auslaßseite bzw. die
Strömungsgeschwindigkeit am Drosselspalt so begrenzt, daß
trotz des weiterhin zur Auslaßseite strömenden Schmieröls zur
Deckung des Schmierölbedarfs der Schiebering bzw. der Regelkol
ben infolge der weiterhin vorhandenen Federkraft wieder in den
Regelbereich zurückgeschoben wird.
Die Bemessung des Querschnitts der Sicherheitsbohrung muß bei
den Druckregelventilen unter Berücksichtigung des auslaßsei
tigen Druckölverbrauchs erfolgen bzw. bei den Stromregelven
tilen unter Berücksichtigung des lastabhängigen Druckölstromes.
Bei den Druckregelventilen besteht der minimal mögliche
auslaßseitige Druck dann, wenn der auslaßseitige Verbrauch
seinen Höchstwert hat. Wenn beispielsweise der auslaßseitige
Maximalverbrauch im Regelbereich des Regelkolbens einen
Auslaßdruck von 2 bar bewirkt, so muß der Druckaufbau, welcher
durch vollständige Öffnung der Sicherheitsbohrung ermöglicht
wird, geringer als 2 bar sein. Infolge des Schmierölverbrauchs
auf der Ventilauslaßseite kann über die Sicherheitsbohrung nur
so wenig Schmieröl nachfließen, daß der auslaßseitige Druck so
weit absinkt, daß die resultierende Druckkraft geringer als die
rückstellende Federkraft wird. Demzufolge wird der Regelkolben
von der gespannten Druckfeder in seinen Regelbereich zurückge
schoben.
Sinngemäß gilt das eben Gesagte auch für die Stromregelven
tile. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, daß der Druck
ölstrom, welcher durch die Sicherheitsbohrung 16 ermöglicht
wird, auch durch die Meßblende geht. Bei vollständig geöffneter
Sicherheitsbohrung 16 befindet sich der Regelkolben 9 vollkom
men außerhalb seines Regelbereiches. Würde nun der maximal
mögliche Strom durch die Meßblende 18 sehr groß sein, so hätte
dies eine an der Meßblende angreifende Druckdifferenz zur
Folge, welche den Regelkolben in der vollständig geöffneten
Stellung halten würde. Der größtmögliche Strom ist wiederum
abhängig von dem vorgegebenen maximal möglichen lastabhängigen
Eingangsdruck vor der Meßblende, sowie dem höchst erzielbaren
Ausgangsdruck des Stromregelventils. Der Ausgangsdruck des
Stromregelventils ist unter anderem abhängig von den Strömungs
widerständen, die das auslaßseitige Leitungssystem bietet.
Infolge der geringen Querschnittsbemessung der Sicherheitsboh
rung 16 wird der Druckölstrom an der Meßblende lediglich so
hoch gehalten, daß der Druckabfall an der Meßblende begrenzt
wird. Hierdurch bleibt die resultierende Druckkraft, welche in
Schließrichtung der Steueröffnungen 8 an dem Regelkolben 9
angreift, stets geringer, als die in Öffnungsrichtung der
Steueröffnungen 8 wirksame Federkraft 11, so daß auch hier der
Regelkolben in seinen Regelbereich zurückgelangt.
Bezugszeichenaufstellung
1 Maschinenblock, Ventilgehäuse
2 Ölleitung
3 Durchflußrichtung
4 Einbauventil
5 erweitertes Einsatzteil
6 Zapfen, verjüngter Zapfen
7 Axialkanal, Axialbohrung
8 Steueröffnung
9 Schiebering, Regelkolben
10 Radialbohrung, Steuerkante für 8
11 Feder
12 Bund
13 Entlastungskanal, Entlüftung
14 Sprengring
15 Ventilkörper
16 Radialbohrung, Sicherheitsbohrung
17 Steuerkante
18 Blende, Drosselblende, Meßblende
19 Wulst
20 Druckfläche
21 Gegendruckfläche
22 Steuerleitung
23 Steuerleitung
2 Ölleitung
3 Durchflußrichtung
4 Einbauventil
5 erweitertes Einsatzteil
6 Zapfen, verjüngter Zapfen
7 Axialkanal, Axialbohrung
8 Steueröffnung
9 Schiebering, Regelkolben
10 Radialbohrung, Steuerkante für 8
11 Feder
12 Bund
13 Entlastungskanal, Entlüftung
14 Sprengring
15 Ventilkörper
16 Radialbohrung, Sicherheitsbohrung
17 Steuerkante
18 Blende, Drosselblende, Meßblende
19 Wulst
20 Druckfläche
21 Gegendruckfläche
22 Steuerleitung
23 Steuerleitung
Claims (1)
1. Regelventil zur Strom- oder Druckregelung,
bei dem Druckmitteleinlaß und Druckmittelauslaß mitein
ander kommunizieren, indem
ein verschiebbarer Regelkolben die Querschnitte einer
Steueröffnung und einer dazu gegensinnig zu öffnenden und
zu schließenden Sicherheitsbohrung steuert
und wobei der Regelkolben in Öffnungsrichtung der Steuer öffnung federbelastet ist und zwei entgegengesetzt wirksame Steuerflächen aufweist, die derart mit einem höheren bzw. niedrigeren Druck beaufschlagt werden, daß der höhere Druck gegen die Federkraft wirkt,
wobei höherer und niedrigerer Druck beim Stromregelventil vor und hinter einer Meßblende abgegriffen werden und beim Druckregelventil der Auslaßdruck der höhere Druck und ein geringerer Druck (z.B. Umgebungsdruck) der niedrigere Druck ist, dadurch gekennzeichnet, daß
und wobei der Regelkolben in Öffnungsrichtung der Steuer öffnung federbelastet ist und zwei entgegengesetzt wirksame Steuerflächen aufweist, die derart mit einem höheren bzw. niedrigeren Druck beaufschlagt werden, daß der höhere Druck gegen die Federkraft wirkt,
wobei höherer und niedrigerer Druck beim Stromregelventil vor und hinter einer Meßblende abgegriffen werden und beim Druckregelventil der Auslaßdruck der höhere Druck und ein geringerer Druck (z.B. Umgebungsdruck) der niedrigere Druck ist, dadurch gekennzeichnet, daß
- 1.1 die Sicherheitsbohrung so angeordnet ist, daß
- a) beim Stromregelventil die Strömung durch die Sicherheitsbohrung stets die Meßblende passiert,
- b) beim Druckregelventil die Sicherheitsbohrung in denjenigen Raum mündet, der in Verbindung steht mit der mit höherem Druck beaufschlagbaren Steuer fläche, und daß
- 2.2 der Querschnitt der Sicherheitsbohrung höchstens so groß ist, daß bei vollständig geöffneter Sicher heitsbohrung die resultierende Druckkraft stets geringer als die rückstellende Federkraft bleibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4025578A DE4025578C2 (de) | 1989-08-24 | 1990-08-11 | Regelventil zur Strom- oder Druckregelung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3927900 | 1989-08-24 | ||
| DE4025578A DE4025578C2 (de) | 1989-08-24 | 1990-08-11 | Regelventil zur Strom- oder Druckregelung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4025578A1 true DE4025578A1 (de) | 1991-02-28 |
| DE4025578C2 DE4025578C2 (de) | 1995-04-20 |
Family
ID=6387736
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4025578A Expired - Fee Related DE4025578C2 (de) | 1989-08-24 | 1990-08-11 | Regelventil zur Strom- oder Druckregelung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JP3124285B2 (de) |
| DE (1) | DE4025578C2 (de) |
| FR (1) | FR2651341B1 (de) |
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