DE4025388C1 - Verfahren zur Erzeugung eines Falschzieles - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung eines
Falschzieles.
Aus der DE 33 12 169 A1 ist ein Störziel bekannt, das zur
Verwendung bei stehenden und fahrenden Geräten, insbes.
Panzern, zum Schutz gegen sensorgesteuerte oder
sensorgetriggerte Munition vorgesehen ist. Dieses bekannte
Störziel ist als aus mehreren Kammern bestehender
aufblasbarer luftmatratzenähnlicher Hohlkörper aus
metallisierter Kunststoff-Folie oder Aluminium-Folie
ausgebildet. Es wird vorzugsweise durch die Auspuffgase des
zu schützenden Gerätes beim Einsatz aufgeblasen. Ein
solches Ziel ist als Übungsziel insbes. deshalb nur sehr
bedingt geeignet, weil es bei einem Treffer durch die
Übungsmunition zerstört oder zumindest beschädigt wird und
folglich nicht länger zu Übungszwecken zur Verfügung steht.
Außerdem ist zur Aktivierung dieses Störzieles eine
bestimmte, nicht zu vernachlässigende Zeitspanne
erforderlich, um den luftmatratzenförmigen Hohlkörper
aufzublasen.
Die DE 32 17 977 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur Tarnung
von Objekten gegen eine Aufklärung durch Wärmebildgeräte in
Abhängigkeit von der gemessenen Umgebungstemperatur, wobei
das Objekt von einer geometrischen Struktur
wärmeempfindlicher Sensoren und thermischen Energiequellen
derart überzogen ist, daß jedem wärmeempfindlichen Sensor
auf der gegenüberliegenden Objektseite eine thermische
Energiequelle zugeordnet ist und die wärmeempfindlichen
Sensoren so anschaltbar sind, daß durch sie der jeweilige
Objekthintergrund partiell so abtastbar ist, daß durch die
mit den wärmeempfindlichen Sensoren über eine Regeleinheit
verbundenen thermischen Energiequellen die dem
Wärmebildgerät zugewandte Objektseite durch partielles
Erwärmen und/oder Abkühlen den Temperaturverhältnissen des
Objekthintergrundes jederzeit an jedem beliebigen Ort
kontrastfrei anpaßbar ist. Diese Vorrichtung erfordert in
Abhängigkeit von der Größe des zu schützenden Objektes
eine Vielzahl wärmeempfindlicher Sensoren und thermischer
Energiequellen sowie eine zwischen den wärmeempfindlichen
Sensoren und den thermischen Energiequellen eingeschaltete
Regeleinheit. Insbes. durch die thermischen Energiequellen
ist eine bestimmte Verzögerung im Regelverhalten dieser
bekannten Vorrichtung nicht auszuschließen, wodurch die
Tarnung des zu schützenden Objektes beeinträchtigt sein
kann.
In einem modernen Gefechtsfeldszenario kommt elektronischen
Sensoren und Sichtgeräten eine entscheidende Bedeutung zu.
Elektronische Sensoren werden zur Ziel-Identifikation,
sowie zur Ansteuerung und zur Bekämpfung von Punktzielen
eingesetzt. Ferner werden sie in steigendem Masse auch zur
Navigation von Luftfahrzeugen oder robotischen
Waffenträgern verwendet. Elektronische Sichtgeräte sind in
vielen Fällen die einzige Verbindung der
Bedienungsmannschaft eines Waffensystems zur Außenwelt.
Das gilt insbes. bei Verwendung konventioneller Tarnmittel
wie Infrarot-Nebel oder unter ABC-Bedingungen.
Diese Entwicklung hat zur Folge, daß für Zielauffassung
und Zielbekämpfung das menschliche visuelle System entweder
nur indirekt oder gar nicht eingesetzt werden kann. Durch
die Verwendung elektronischer Sensoren wird die
Wahrnehmbarkeitsgrenze des visuellen Systems, d. h. des
menschlichen Auges bekanntermaßen erheblich gesteigert.
Die zunehmende Abhängigkeit von elektronischen Sensoren und
Sichtgeräten hat zur Folge, daß eine Täuschung des
Bedienungspersonals von Waffensystemen relativ leicht
möglich ist. Das resultiert daraus, daß Sensoren und
Sichtgeräte häufig nur in bestimmten Wellenlängenbereichen
empfindlich, bzw. zur Verwendung in bestimmten
Spektralbereichen optimiert sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur
Erzeugung eines Falschzieles zu schaffen, das insbes. für
die zur Anwendung gelangenden Sensoren und Sichtgeräte
optimal wirksam ist, wobei das Falschziel auch bei einem
Treffer durch eine Bedrohung bzw. Übungsmuntion nicht
beschädigt oder zerstört wird, so daß es für eine Vielzahl
aufeinanderfolgender Bedrohungen bzw. Übungsmunitionen zur
Verfügung steht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
kennzeichnenden Teiles des Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte
Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in
den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Das erfindungsgemäße Verfahren weist die Vorteile auf,
daß mit ihm Falschziele realisierbar sind, die sich nicht
nur für mit elektronischen Sensoren und/oder Sichtgeräten
ausgerüstete Bedrohungen sehr gut zu Täuschungs- oder
Tarnungszwecken eignen, sondern die sich desweiteren auch
als Übungsziele eignen, ohne daß es beim Üben zu einer
Beschädigung oder Zerstörung des jeweiligen Übungszieles
kommt.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von in der Zeichnung
schematisch dargestellten Varianten des erfindungsgemäßen
Verfahrens. Es zeigt:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung der holographischen
Aufnahme- und Rekonstruktionstechnik, wobei
sich das rekonstruierte Objekt hinter dem
Hologramm befindet,
Fig. 2 eine Prinzipdarstellung der holographischen
Aufnahme- und Rekonstruktionstechnik, wobei
sich das rekonstruierte Bild vor dem Hologramm
befindet,
Fig. 3 eine Prinzipdarstellung der Täuschung einer
Bedrohung in Form eines direkt angreifenden
Wirkkörpers,
Fig. 4 eine Prinzipdarstellung zur Verdeutlichung
eines Falschzieles durch ein virtuelles
Hologramm, und
Fig. 5 eine Anwendung eines von einem virtuellen
Hologramm gebildeten Falschzieles eines
Schiffes.
Fig. 1 zeigt die Aufnahme eines Objektes 10 und seine
Rekonstruktion 10′.
Die räumliche Form gegenständlicher Objekte 10 wird vom
menschlichen Auge aufgrund der von der Oberfläche des
Objektes 10 gestreuten oder bei transparenten Objekten von
der durch Beugung modifizierten elektromagnetischen
Strahlung wahrgenommen. Einem stationären Objektzustand ist
ein charakteristisches, räumlich verteiltes Wellenfeld mit
charakteristischer Amplituden- und Phasenstruktur
zugeordnet.
Ein zwischen dem Objekt 10 und einem (nicht gezeichneten)
Beobachter -der in Fig. 1 durch die Beobachtungsrichtung
(Pfeil 12) angedeutet ist, angebrachtes Aufnahmemedium 14
wird von den Teilwellen eines Wellenfeldes 16 durchstrahlt.
Wenn das Aufnahmemedium 14 gleichzeitig von einem
definierten Referenz-Wellenfeld 18 durchstrahlt wird, kann
in der Ebene des Aufnahmemediums 14 die Überlagerung der
beiden Wellenfelder 16 und 18 in an sich bekannter Weise
als Interferogramm registriert werden. Hierzu muß das
Aufnahmemedium 14 fotoempfindlich sein, was bspw. mittels
einer Fotoplatte bewerkstelligt wird.
Bei der Rekonstruktion des Objektes 10 wird das
Aufnahmemedium von einem intensiven Wellenfeld 20
durchstrahlt, welches im einfachsten Fall in seiner
Amplituden- und Phasenstruktur mit dem Referenz-Wellenfeld
18 identisch ist. Durch Beugung an dem entsprechend
präparierten Aufnahmemedium 14, d. h. bspw. nach dessen
fotografischer Entwicklung, entsteht im Halbraum 22
zwischen dem Aufnahmemedium 14 und dem (nicht
dargestellten) Betrachter (Pfeil 12) ein Wellenfeld 24′
welches dem Wellenfeld 16 entspricht, das vom Objekt 10
ausgegangen war. Da dieses Wellenfeld 24 sowohl Amplituden
als auch Phaseninformation des ursprünglichen Objektes 10
enthält, hat ein Beobachter (Pfeil 12) bzw. ein
entsprechender Sensor den Eindruck, ein räumliches Bild des
im Halbraum 26 hinter dem Aufnahmemedium 14 lokalisierten
Objektes zu sehen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, ist es durch geeignete
Aufnahmetechniken möglich, ein Bild 10′ vor dem
Aufnahmemedium 14 im Halbraum 22 zu erzeugen. Der (nicht
dargestellte) Beobachter bzw. Sensor sieht das
rekonstruierte Bild 10′ des Objektes 10 dann auf der ihm
zugewandten Seite im Halbraum 22 entstehen. Da die
Lichtstreuung und Modulation am Ort des Aufnahmemediums 14
erfolgt, können alle zum Beobachter/Sensor gelangenden
Lichtstrahlen nur vom Aufnahmemedium 14 ausgehen; am Ort
des reellen Bildes tritt keine weitere Streuung auf. Das
Bild 10′ ist somit prinzipiell nur gegen den Hintergrund
des Aufnahmemediums 14, das insbes. ein Hologramm ist,
sichtbar, nicht jedoch aus einer seitlichen Richtung, wie
bei einem realen Gegenstand. Diesen Sachverhalt
verdeutlicht Fig. 2, woraus zu erkennen ist, daß der
Beobachtungs-Halbraum 22 in mehrere Raumbereiche unterteilt
werden kann. Im Bereich 28 ist das Objekt ganz und im
Bereich 30 ist es teilweise sichtbar. Im Bereich 32 kann
das Objekt nicht beobachtet werden. Das ist bei der
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Erzeugung eines Falschbildes zu berücksichtigen.
Für die Aufnahme und die Rekonstruktion eines
holographischen Bildes ist eine Quelle kohärenter Strahlung
erforderlich. Bei einer solchen Strahlenquelle handelt es
sich im allgemeinen um einen Laser. Die Kohärenzlänge der
Strahlung muß größer sein als die Dimensionen des
abzubildenden bzw. zu rekonstruierenden Objektes 10. Für
Aufnahme und Rekonstruktion muß jedoch nicht Strahlung der
gleichen Wellenlänge Verwendung finden. Wird zur
Rekonstruktion eine Strahlung anderer Wellenlänge als zur
Aufnahme des Hologramms verwendet, so findet eine
Größentransformation des rekonstruierten Objektes statt.
Hierbei ergibt eine Rekonstruktion eines Hologramms mit
einer Strahlung größerer Wellenlänge ein vergrößertes
rekonstruiertes Bild 10′ des Objektes 10. Es ist somit
möglich, ein mit einer bestimmten Lichtquelle erzeugtes
Hologramm mit sämtlichen Wellenlängen zu rekonstruieren,
für die eine Quelle kohärenter Strahlung verfügbar ist. Das
rekonstruierte Bild erscheint in der entsprechenden
Wellenlänge. Das Größenverhältnis des rekonstruierten
Bildes 10′ zum Originalobjekt 10 ist aus dem
Wellenlängenverhältnis direkt berechenbar. Diese
wellenlängenabhängige Größentransformation ist dazu
benutzbar, größenreduzierte Modelle eines Objektes 10 zur
Erstellung eines Hologrammes zu verwenden.
Erfindungsgemäß ist es möglich, auf einem konventionellen,
z. B. fotochemisch verarbeiteten Aufnahmemedium 14 mehrere
Hologramme gleichzeitig auf zuzeichnen. Eine Auswahl kann
durch entsprechende Strahlführung des Referenz- bzw.
Rekonstruktionsstrahles 18 erfolgen. Diese Eigenschaft kann
zur gleichzeitigen Rekonstruktion verschiedener Objekte 10
bzw. Objektzustände vom gleichen Hologramm 14 ausgenutzt
werden. Daraus ergibt sich, daß z. B. eine Simulation der
Objektbewegung in diskreten Stufen oder eine gleichzeitige
Objektdarstellung in verschiedenen Wellenlängenbereichen
möglich ist.
Fig. 3 verdeutlicht eine Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens, d. h. eine Täuschung eines direkt angreifenden
Wirkkörpers 34. Mittels eines Aufnahmemediums 14 in Form
eines Hologramms wird ein reelles Bild 36 des zu
rekonstruierenden Gegenstandes im Abstand s vom bedrohten
Ziel 38 erzeugt. Das Aufnahmemedium 14 kann an einem
stationären Gestell befestigt sein, wie in Fig. 3
angedeutet ist; das Aufnahmemedium 14 kann jedoch auch am
zu schützenden Objekt 38 befestigt sein. Der
Rekonstruktionslaser ist im zu schützenden Objekt 38
angeordnet. Das in Fig. 3 angedeutete Verfahren kann
entweder zur Rekonstruktion eines objektähnlichen Bildes 36
in einem Sicherheitsabstand s oder zur Rekonstruktion eines
objektfremden Bildes in einem Abstand vor dem zu
schützenden Objekt 38 angewandt werden. Im zuerst genannten
Fall spricht man von Täuschen während es sich im zuletzt
genannten Fall um ein Tarnen handelt, wie in Fig. 3
dargestellt ist. Im ersten Fall, d. h. beim Täuschen des
angreifenden Wirkkörpers 34 soll der Sensor des Wirkkörpers
34 durch die holographisch erzeugte Signatur 36 zum
vorzeitigen Ansprechen gebracht werden, während der Sensor
des angreifenden Wirkkörpers 34 im zweiten Fall (Tarnen)
durch das zielfremde Bild 36 an der Zielerkennung gehindert
werden soll. In beiden Fällen kann die Rekonstruktion des
falschen Zieles 36 in solchen unterschiedlichen
Wellenlängenbereichen erfolgen, in denen die
Empfindlichkeit des Sensors des angreifenden Wirkkörpers 34
maximal ist.
Bei Verwendung von Sichtgeräten z. B. für Aktionen bei
Nacht, bzw. bei natürlichem oder künstlichem Nebel, wird
die Wahrnehmungsfähigkeit des menschlichen Auges durch
zwischenschalten eines elektronischen Bilderfassungssystems
zwar bezüglich der Empfindlichkeit stark erhöht, bezüglich
Auflösung und spektraler Unterscheidungsfähigkeit jedoch
sehr eingeschränkt. Auch hierbei, d. h. bei der Verwendung
von Sichtgeräten ist der Einsatz holographischer
Falschziele 36 daher entsprechend den zuletzt beschriebenen
Methoden möglich. Das erfindungsgemäße Verfahren ist
folglich insbes. auch zum Schutz stationärer Objekte wie
Gefechtsstände usw. geeignet. Die erforderlichen optischen
Systeme sind hierbei in vorteilhafter Weise einfach zu
integrieren und zu warten.
Fig. 4 zeigt eine weitere Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens, das insbes. zur Erzeugung extrem großer
Falschziele durch virtuelle Hologramme vorgesehen ist.
Weiter oben wurde in Verbindung mit Fig. 1 beschrieben,
daß bei konventionellen Hologrammen 14 die Größe und der
sichtbarkeitsbereich des rekonstruierten Objektes 10′ durch
die Dimensionen des Aufnahmemediums 14 eingeschränkt sind.
Außerdem haben solche konventionelle Hologramme 14 bei
Gefechtsfeldbedingungen eine begrenzte, fest installierte
Bildinformation, sowie eine Empfindlichkeit gegen
Umweltbedingungen wie Staub, Nässe o. dgl. Die Anwendbarkeit
des Verfahrens der holographischen Täuschung ist erheblich
steigerbar, wenn ein immaterielles, nicht auf einem Träger
z. B. aus Glas oder Filmmaterial fixiertes Holographiemedium
konzipiert wird.
Um dieses Konzept näher zu erläutern, wird zunächst der
Prozeß der konventionellen Holographie betrachtet:
Hierbei verwendet man zur Aufnahme zwei Wellenfelder, d. h.
ein Wellenfeld eines Objektstrahles und ein Wellenfeld für
einen Referenzstrahl. Die Wechselwirkung der beiden
Wellenfelder im Aufnahmemedium 14, d. h. in der
Hologrammplatte erzeugt das entsprechende Interferenzfeld.
Hierbei wird die räumliche Lage und werden die
Eigenschaften des Interferenzfeldes durch das
Aufnahmemedium bestimmt, wobei bei Verwendung von
Fotomaterial ein Entwicklungsprozeß erforderlich ist. Zur
Rekonstruktion benutzt man ein drittes Wellenfeld, das mit
dem Aufnahmemedium 14, d. h. mit der Hologrammplatte in
Wechselwirkung tritt. Die vom Aufnahmemedium 14
verursachten Einschränkungen sind umgehbar, wenn die
Wechselwirkung zwischen den zuletzt genannten Wellenfeldern
in der freien Atmosphäre erreicht wird. Das ist bei
Verwendung nicht linearer Effekte möglich, wie in Fig. 4
dargestellt ist.
Die Überlagerung zweier Wellenfelder in der Atmosphäre wird
durch die folgende Formel beschrieben:
EGES = E1 2 + E2 2 + α E1 E2 + (höhere Terme)
wobei E1 das erste Wellenfeld 40, E2 das zweite Wellenfeld 42 und das Produkt α E1 E2 einen Interferenzterm bedeuten. Mit dem Interferenzterm wird die Wechselwirkung der beiden Wellenfelder 40 und 42 beschrieben. Durch die Verwendung von zwei Strahl-"Bündeln", deren Intensität zeitlich mit sehr hoher Frequenz mittels eines Modulators 44 moduliert werden kann, wird ein zeitlich und räumlich moduliertes elektrisches Feld 44 generiert.
EGES = E1 2 + E2 2 + α E1 E2 + (höhere Terme)
wobei E1 das erste Wellenfeld 40, E2 das zweite Wellenfeld 42 und das Produkt α E1 E2 einen Interferenzterm bedeuten. Mit dem Interferenzterm wird die Wechselwirkung der beiden Wellenfelder 40 und 42 beschrieben. Durch die Verwendung von zwei Strahl-"Bündeln", deren Intensität zeitlich mit sehr hoher Frequenz mittels eines Modulators 44 moduliert werden kann, wird ein zeitlich und räumlich moduliertes elektrisches Feld 44 generiert.
Wenn die Brechzahl n des Mediums nicht linear von der
Feldintensität abhängt, wird bei sehr hohen Intensitäten
ein Interferenzmuster erzeugt, das einem modulierten
Phasengitter ähnlich ist. An diesem Phasengitter kann ein
drittes Wellenfeld 46, d. h. ein Rekonstruktions-Wellenfeld
so gebeugt werden, daß ein rekonstruiertes Bild 10′ eines
Gegenstandes entsteht.
Dieses Bild 10′ entsteht bezüglich des Beobachters (Pfeil
12) an einer Stelle im Raum, wo weder das strahlerzeugende
System 48, 50 noch ein Aufnahmemedium 14 in der Sichtlinie
des Beobachters bzw. Sensors liegen.
Wie aus Fig. 5 ersichtlich ist, würde ein bild- oder
signaturorientierter Wirkkörper 52 demnach völlig am
tatsächlichen Ziel vorbeigelenkt werden. In dieser Figur
sind gleiche Einzelheiten mit denselben Bezugsziffern
bezeichnet wie in Fig. 4. Mit der Bezugsziffer 10 ist das
zuschützende Objekt bezeichnet. Das rekonstruierte Objekt
10′ weist von dem zu schützenden Objekt 10 einen eine
Täuschung des Wirkkörpers 52 bewirkenden Sicherheitsabstand
s auf.
Claims (11)
1. Verfahren zur Erzeugung eines Falschzieles,
dadurch gekennzeichnet,
daß mittels mindestens einer Strahlenquelle für
koherente Strahlung von einem konventionellen
Hologramm (14) ein holographisches Bild (10)′ des
Falschzieles hergestellt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das konventionelle Hologramm (14) an einer
stationären Einrichtung angeordnet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das konventionelle Hologramm (14) an einem zu
schützenden Objekt angeordnet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Täuschung ein objektähnliches
holographisches Bild (10′) in einem
Sicherheitsabstand von dem zu schützenden Objekt (10)
rekonstruiert wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Tarnung ein objektfremdes holographisches
Bild (10′) von dem zu schützenden Objekt (10)
rekonstruiert wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zu Übungszwecken ein objektähnliches oder ein
objektfremdes holographisches Bild (10′) erzeugt
wird.
7. Verfahren zur Erzeugung eines falschen Zieles,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehr als eine zur Emmision kohärenter Strahlung
vorgesehene Strahlenquelle zur Rekonstruktion eines
holographischen Bildes (10′) des Falschzieles von
einem virtuellen Hologramm verwendet wird, wobei die
kohärenten Strahlungen der Strahlenquellen in einem
Medium überlagert werden, dessen Brechzahl nicht
linear von der Intensität der Wellenfelder der
kohärenten Strahlungen abhängt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die/jede Strahlenquelle eine
Laserstrahlenquelle verwendet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwei voneinander beabstandete Strahlenquellen
zur Erzeugung zweier im nicht linearen Medium
interferierender Strahlungen verwendet werden, und
daß an dem Interferenzmuster im nicht linearen
Medium ein von einer dritten kohärenten
Strahlenquelle emittiertes Rekonstruktions-Wellenfeld
derart gebeugt wird, daß in einem passenden Abstand
von einem zu schützenden Objekt ein rekonstruiertes
Bild des Objektes generiert wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rekonstruktion des holographischen Bildes in
einem Wellenlängenbereich maximaler
Sensorempfindlichkeit durchgeführt wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß für die Aufnahme des Hologrammes und für die
Rekonstruktion des holographischen Bildes Strahlungen
unterschiedlicher Wellenlänge verwendet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904025388 DE4025388C1 (de) | 1990-08-10 | 1990-08-10 | Verfahren zur Erzeugung eines Falschzieles |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19904025388 DE4025388C1 (de) | 1990-08-10 | 1990-08-10 | Verfahren zur Erzeugung eines Falschzieles |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE4025388C1 true DE4025388C1 (de) | 1994-01-20 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19904025388 Expired - Fee Related DE4025388C1 (de) | 1990-08-10 | 1990-08-10 | Verfahren zur Erzeugung eines Falschzieles |
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