DE4024274A1 - Verfahren zum herstellen eines gepolsterten polypropylen-ausstattungsteiles insbesondere fuer fahrzeuge - Google Patents
Verfahren zum herstellen eines gepolsterten polypropylen-ausstattungsteiles insbesondere fuer fahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines
gepolsterten Polypropylen-Ausstattungsteiles insbesondere
für Fahrzeuge, das eine Trägerschicht, eine Polster
schicht und eine folienartige Oberflächenschicht auf
weist.
Es wird angestrebt, Kunststoffteile in zunehmenden Maße
recyclingfähig zu gestalten. Bei mehrschichtigen Teilen
sollten dabei alle Schichten aus dem gleichen Grundmate
rial bestehen. Wegen seiner ausgezeichneten Recyclingfä
higkeit soll daher für gepolsterte Fahrzeug-Austattungs
teile, so beispielsweise Instrumententafeln, Armlehnen,
Handschuhkastendeckeln, oder dgl. Polypropylen als Kunst
stoff zum Einsatz kommen.
Zumindest internen Stand der Technik bildet der Vor
schlag, ein Polypropylen-Trägerteil, das zusätzlich Tal
kum enthalten kann, sowie ein vorgefertigtes Polypropy
len-Partikelschaum-Teil und eine tiefgezogene Polypropy
len-Oberflächenfolie in der genannten Reihenfolge mitein
ander zu verbinden. Hierzu werden auf die beiden Seiten
des Partikelschaum-Teiles entsprechende Haftmittel aufge
tragen. Dabei kann die Oberflächenfolie selbst auch mehr
schichtig aufgebaut sein und insbesondere auf der Außen
seite gewisse Beimengungen von EPDM zur Verbesserung der
Haptik enthalten.
Problematisch ist hier jedoch die Haftung zwischen dem
Partikelschaum sowie der Trägerschicht bzw. der Oberflä
chenschicht, da dieser Partikelschaum Ähnlichkeiten mit
den bekannten Styroporblöcken aufweist. Zum anderen tritt
am bekannten Polypropylen-Partikelschaum bei höheren Tem
peraturen Schwund auf.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Herstellverfahren
für ein mehrschichtiges, gepolstertes Polypropylen-Aus
stattungsteil aufzuzeigen, bei dem eine optimale Verbin
dung der einzelnen Schichten untereinander ermöglicht
wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, daß in ein
Formwerkzeug zwischen die Oberflächenschicht und die vor
gefertigte Trägerschicht das unter Wärmeeinfluß auf
schäumbare Material der Polsterschicht eingebracht und
anschließend durch Erhitzen des Formwerkzeuges der Pol
sterschicht-Polypropylenschaum auf seine Aufschäumtempe
ratur erwärmt wird. Erfindungsgemäß wird somit die Pol
sterschicht direkt zwischen der Trägerschicht und der
Oberflächenschicht gefertigt, so daß ein optimaler Kon
takt zu den beiden Grenzschichten gewährleistet ist. Zwar
ist das Ausschäumen mit Polyurethan-Schäumen allgemein
bekannt, ein unter Wärmeeinfluß aufschäumbares Polypropy
len liegt jedoch erst seit kurzem vor. Dieses neuartige
aufschäumbare Polypropylen soll nun die Polsterschicht
eines vollständig aus Polypropylen gefertigten Fahrzeug-
Ausstattungsteiles bilden. Vorteilhafterweise zeigt die
ser Polypropylen-Schaum im Vergleich zu Polyurethan bei
halber Dichte eine bessere Energieabsorption, was insbe
sondere im Hinblick auf die Verletzungsgefahr an Fahr
zeug-Ausstattungsteilen wesentlich ist. Vorteilhafter
weise kann darüber hinaus die Polsterschicht an verschie
denen Stellen des Ausstattungsteiles von verschiedenarti
ger Dicke sein. Vorteilhafterweise lassen sich darüber
hinaus mit dem Verfahren einfach Hinterschnitte erzeugen.
Vorteilhafterweise sind hierbei auch keine Haftmittel
vonnöten.
Das Polypropylen-Material für die Polsterschicht kann als
Granulat oder auch als vorkonfektioniertes, jedoch noch
nicht aufgeschäumtes Formteil zwischen die Trägerschicht
sowie die Oberflächenschicht eingebracht werden. Dabei
kann das nicht aufgeschäumte Formteil aus verpreßtem,
noch nicht wärmebehandelten Granulat gefertigt sein.
Besonders gute Ergebnisse werden erzielt, wenn während
des Aufschäumens durch das Formwerkzeug bzw. durch die an
den entsprechenden Formhälften des Formwerkzeuges anlie
genden Schichten (Trägerschicht bzw. Oberflächenschicht)
Druck auf den Polsterschicht-Polypropylenschaum ausgeübt
wird. Hierdurch wird eine übermäßige Blasenbildung ver
mieden und darüber hinaus die Haftung zwischen den ein
zelnen Schichten verbessert. Die einfachste Möglichkeit,
den gewünschten Druck auszuüben, liegt darin, die beiden
Formhälften des Formwerkzeuges während des Aufschäumvor
ganges aufeinander zuzubewegen.
In diesem Zusammenhang kann es empfehlenswert sein, die
folienartige Polypropylen-Oberflächenschicht durch Unter
druck bzw. durch Ansaugen an der zugeordneten Formhälfte
des Formwerkzeuges zu halten. Hierbei ist es auch mög
lich, die PP-Oberflächenfolie direkt in dieser Formhälfte
tiefzuziehen.
Die beigefügte Prinzipskizze zeigt einen Schnitt durch
ein Formwerkzeug, wobei in der linken Hälfte des Bildes
das Polypropylen-Material für die Polsterschicht vor dem
Aufschäumen, und in der rechten Bildhälfte nach dem Auf
schäumen dargestellt ist.
Gezeigt ist ein in seiner Gesamtheit mit 1 bezeichnetes
Polypropylen-Ausstattungsteil, das im einzelnen aus einer
Trägerschicht 2, einer Polsterschicht 3, und einer foli
enartigen Oberflächenschicht 4 besteht. Hergestellt wird
dieses Ausstattungsteil in einem Formwerkzeug 5, das eine
der Oberflächenschicht 4 zugeordnete Formhälfte 5a, sowie
eine der Trägerschicht 2 zugeordnete Formhälfte 5b be
sitzt.
Zunächst wird in das Formwerkzeug 5 auf die Formhälfte 5b
ein die Trägerschicht 2 bildendes Trägerteil eingelegt,
das zuvor aus Polypropylen in einem Spritzgußverfahren
gefertigt wurde. Auf die Formhälfte 5a wird eine Polypro
pylen-Folie aufgelegt und dort durch Ansaugen gehalten.
Diese Polypropylen-Folie, die die Oberflächenschicht 4
bildet, kann vorgeformt sein, oder über die Formhälfte 5a
geformt werden.
Anschließend wird in das Formwerkzeug 5 zwischen die bei
den Schichten 2, 4 das Polypropylen-Material für die Pol
sterschicht 3 eingebracht. Wie die linke Bildhälfte
zeigt, füllt das aufschäumbare Polypropylen-Material das
freie Volumen nur teilweise aus. Anschließend daran wird
das Polypropylen-Material durch Erhitzen des Formwerkzeu
ges 5 auf seine Aufschäumtemperatur erwärmt, wobei
zugleich die Formhälfte 5a geringfügig in Richtung der
Formhälfte 5b bewegt wird, um Druck auf den Polypropylen
schaum der Polsterschicht 3 auszuüben. Den Zustand nach
erfolgtem Aufschäumen zeigt die rechte Bildhälfte.
Claims (5)
1. Verfahren zum Herstellen eines gepolsterten Polypro
pylen-Ausstattungsteiles (1) insbesondere für Fahr
zeuge, das eine Trägerschicht (2), eine Polster
schicht (3) und eine folienartige Oberflächenschicht
(4) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß in ein Formwerkzeug (5)
zwischen die Oberflächenschicht (4) und die vorge
fertigte Trägerschicht (2) das unter Wärmeeinfluß
aufschäumbare Material der Polsterschicht (3) einge
bracht und anschließend durch Erhitzen des Formwerk
zeuges (5) der Polsterschicht-Polypropylenschaum auf
seine Aufschäumtemperatur erwärmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Aufschäumen
durch das Formwerkzeug (5) Druck auf den Polster
schicht-Polypropylenschaum ausgeübt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die folienartige Poly
propylen-Oberflächenschicht (4) durch Unterdruck an
der zugeordneten Formhälfte (5a) des Formwerkzeuges
(5) gehalten wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächen-Polypro
pylenfolie in der Formhälfte (5a) des Formwerkzeuges
(5) geformt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß als Trägerteil
(Trägerschicht 2) ein Polypropylen-Spritzgußteil zum
Einsatz kommt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19904024274 DE4024274C2 (de) | 1990-07-31 | 1990-07-31 | Verfahren zum Herstellen eines gepolsterten Polypropylen-Ausstattungsteiles insbesondere für Fahrzeuge |
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