DE4023118C2 - - Google Patents
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03B—SEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
- B03B9/00—General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets
- B03B9/06—General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets specially adapted for refuse
- B03B9/061—General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets specially adapted for refuse the refuse being industrial
- B03B9/065—General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets specially adapted for refuse the refuse being industrial the refuse being building rubble
-
- G—PHYSICS
- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21F—PROTECTION AGAINST X-RADIATION, GAMMA RADIATION, CORPUSCULAR RADIATION OR PARTICLE BOMBARDMENT; TREATING RADIOACTIVELY CONTAMINATED MATERIAL; DECONTAMINATION ARRANGEMENTS THEREFOR
- G21F9/00—Treating radioactively contaminated material; Decontamination arrangements therefor
- G21F9/28—Treating solids
- G21F9/30—Processing
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- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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- Y02W—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
- Y02W30/00—Technologies for solid waste management
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- Y02W30/52—Mechanical processing of waste for the recovery of materials, e.g. crushing, shredding, separation or disassembly
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- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Endlagern von schwach
kontaminiertem Bauschutt aus dem Abriß kerntechnischer Anlagen
mit Einbringen in zur Lagerung vorgesehene Sammelbehälter mit
den folgenden Verfahrensschritte:
- a) Zerkleinern des Bauschutts auf eine zur Betonherstellung geeignete Partikelgröße mit Aussortieren nicht zerkleiner barer und nicht betonbildender Teile,
- b) Erzeugen von Beton aus den zerkleinerten Partikel als Zuschlagstoff unter Hinzufügen von Zement und Wasser,
- c) Einfüllen des erzeugten Betons vor dem Abbinden in bereits mit sperrigen radioaktiven Abfällen, wie z. B. Abfall fässern oder großen Bauteilen gefüllte Sammelbehälter,
- d) Ausfüllen der Hohlräume zwischen den sperrigen Abfällen in den Sammelbehältern durch den Beton.
Beim Abriß von kerntechnischen Anlagen fallen größere Mengen
von kontaminiertem Bauschutt an, die weder dekontaminiert
noch einer konditionellen Entsorgung unterzogen werden können
und daher als radioaktiver Abfall behandelt werden müssen. Der
Abfall besteht größtenteils aus Betonstücken verschiedener
Größe, z. B. mehrmals in PE-Foliensäcke verpackt, Mauerwerk,
armierten Betonkernen, Makadam, Kies und Erde sowie aus brenn
baren Beimischungen Holz, PE-Folie, Gummi und Zellstoff. Dieses
Material muß im Volumen eingeengt und optimal entsprechend
den jeweiligen Endlagerbedingungen konditioniert werden. Dabei
werden für die Endlagerung von nichtwärmeentwickelnden Abfällen
im Endlagersammelbehälter bestimmte festgelegte Größen
verwendet. In diese Sammelbehälter werden Abfälle entweder direkt
oder in Zwischenbehälter, z. B. 200-l-Fässer, eingebracht.
Dabei wird der verbleibende Hohlraum zwischen den einzelnen
Abfallpaketen bzw. zwischen den Fässern mit einem Füllmaterial
ausgefüllt, so daß die Hohlräume soweit technisch möglich verfüllt
sind.
Ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art ist aus der nachveröffentlichten
DE-OS 39 01 783 älteren Zeitranges bekannt.
Das Verfahren gestattet es jedoch nicht, Hohlräume zwischen
anderen Abfällen optimal auszufüllen, da die Form und die Konsistenz
des Bauschutts nicht bekannt sind und sich permanent
ändert.
Aufgabenstellung der vorliegenden Erfindung ist es nun, ausgehend
von dem Stand der Technik das Verfahren weiter zu verbessern
und eine Anlage zur kontaminationsfreien Verarbeitung
des Materials zu schaffen, in der die brennbaren Anteile aussortiert
und der Beton so klein gebrochen wird, daß er als
Zuschlagstoff zur Containerzementierung zugesetzt werden
kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt daher die vorliegende Erfindung
ein Verfahren vor, wie es in den das Verfahren kennzeichnenden
Merkmale der Ansprüche angegeben ist. Eine besonders
vorteilhafte Anlage zur Durchführung des Verfahrens ist durch
die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche gegeben, die sich
auf die zugehörige Vorrichtung beziehen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht nun, die einzufüllende
Betonmischung der Form und Konsistenz des Bauschuttes
besser anzupassen. Damit können die Hohlräume zwischen den Abfällen
in den Sammelbehältern in besonders vorteilhafter Weise
mit Beton ausgefüllt werden, der aus dem Bauschutt der abgerissenen
kerntechnischen Anlagen erzeugt wird. Dies bedeutet,
daß bei der Endlagerung kein zusätzliches Volumen mit diesem
radioaktiven Abfall gefüllt werden muß. Durch das erfindungsgemäße
Verfahren entsteht am Ende ein optimal genutztes endlagerfertiges
Gebinde. Die besonderen Vorteile des Verfahrens
liegen nun dabei in der Möglichkeit, schlecht genutzte Hohlräume
in Abfallgebinden, die zur Endlagerung bestimmt sind,
mit einer besonderen Betonmischung aus dem schwach kontaminiertem
Bauschutt so zu verfüllen, daß eine optimale Volumenausnutzung
erreicht wird. Die dazu vorgeschlagene Anlage ist
komplett mobil, sehr kompakt und kann auf einfache Weise zu
den jeweiligen kerntechnischen Anlagen gebracht werden, in
welcher der entsprechende Bauschutt anfällt.
Weitere Einzelheiten werden im folgenden und anhand der Figuren
näher erläutert.
Es zeigen
Die Fig. 1 den Grundriß (Schnitt CC der Fig. 3) einer
Anlage für das Verfahren in seinem vorderen
Teil, bzw. in den beiden ersten Containern,
die Fig. 2 ein Schnitt entlang AA der Fig. 1,
die Fig. 3 einen Schnitt entlang BB der Fig. 1,
die Fig. 4 den Grundriß der Anlage gemäß Fig. 1 im
hinteren Teil, bzw. im dritten Container,
die Fig. 5 einen Schnitt entlang CC der Fig. 4,
die Fig. 6 das Förderschema in der Anlage gemäß den Fig.
1 bis 5.
Die Grundlage für das neue Verfahren bilden die folgenden Ver
fahrensschritte zum Einbringen von Bauschutt in die Sammelbe
hälter:
- - zuerst werden die nicht mineralischen Teile mit ev. notwen digem Entfernen von Stahlteilen durch Magnetabscheidung und Aussortieren von sehr sperrigen Teilen auf einem Sortier band aussortiert und dann
- - der Bauschutt vom Band von oben in einen Backenbrecher mittels Schwerkraft eingebracht;
- - dabei wird der Bauschutt auf eine zur Betonherstellung ge eignete Partikelgröße zerkleinert; anschließend werden
- - die zerkleinerten Bauschuttpartikel werden in einen oder mehrere Vorratsbehälter pneumatisch gefördert;
- - danach werden die Partikel durch Schwerkraft aus dem Be hälter auf ein Rüttelsieb aufgebracht, auf welchem das Ab trennen von Plastikmaterialanteilen erfolgt.
- - Letztlich erfolgt dann ein weiteres pneumatisches Fördern der gesiebten Partikel in die Mischeinrichtung zum Erzeugen des Verfüllmateriales.
- - Dort wird Beton aus den zerkleinerten Partikeln unter Hinzu fügung von Zement und Wasser und Bindemittel als Verfesti gungsmaterial erzeugt;
- - darauf wird der erzeugte Beton als Verfüllmaterial vor dem Abbinden in bereits mit sperrigen radioaktiven Abfällen, wie z. B. mit Abfallfässern oder großen Bauteilen gefüllte Sammelbehälter eingefüllt; dabei
- - werden die Hohlräume zwischen den sperrigen Abfällen in den Sammelbehältern durch das Verfüllmaterial und Abbinden desselben ausgefüllt.
Der für die vorstehend beschreibene Herstellung der Abfallge
binde erforderliche Beton wird auf in zwei Stufen erzeugt,
indem das Verfestigungsmaterial in einer ersten Mischstufe aus
Zement, Bindemitteln, Wasser und/oder Schlamm erzeugt wird und
das so erzeugte Verfestigungsmaterial in einer zweiten Misch
stufe mit dem zerkleinerten Bauschutt zu dem gewünschten Ver
füllmaterial gemischt wird.
Das Verfestigungsmaterial wird dabei aus einem Schnecken
mischer der ersten Mischerstufe durch eine Mörtelpumpe direkt
in den Mischabschnitt eines Schneckenmischers der zweiten
Mischstufe zu dem zerkleinerten Bauschutt gefördert. Als
Wasser zur Betonbildung kann bei dem Verfahren auch kontami
niertes Abwasser aus kerntechnischen Anlagen und/oder
Klärschlamm verwendet werden.
Die zur Durchführung des Verfahrens geeignete Anlage ist in
den Figuren schematisch dargestellt. Dabei ist die komplette
Anlage in drei transportierbaren Normcontainern untergebracht.
Im ersten Container 1 befinden sich die Materialschleuse 4 zum
kontaminierten, d. h. zum Arbeitsbereich, ein Sortierband 5,
sowie Abfallfässer 6 und Plastiksäcke 7 für aussortiertes Ma
terial. Das Sortierband 5 fördert die Abfälle gleichzeitig
schräg nach oben in Richtung zweitem Container 2, der mit dem
ersten 1 in offener Verbindung steht. Der erste Container 1
ist mit Hebezeugen 8 ausgerüstet.
Der zweite Container 2, der etwas unterhalb des ersten ange
ordnet ist, beherbergt den Backenbrecher 9, zu welchem das
Band 4 führt, den ersten Vorabscheider 10 kombiniert mit Vor
ratsbehälter 11 (darunter gelegen), die Siebanlage 12 und die
Austragsschnecke 13 für Folien. Weiterhin sind im zweiten Con
tainer die elektrische Steuerung, das Hydraulikaggregat und
die Steuerung für die pneumatische Förderung untergebracht. Im
Betrieb sind die Container 1 und 2 durchgängig miteinander
verbunden, wobei sich in jedem der Container eine Schleuse be
findet, durch die der Innenraum betreten bzw. verlassen werden
kann. Durch den Einbau von Fernsehkameras an entsprechenden
Stellen ist es je nach zu verarbeitendem Material möglich, den
Betrieb vom Bedienungsstand aus zu steuern und zu überwachen.
Durch ein Sichtfenster im zweiten Container 2 kann der ord
nungsgemäße Betrieb der Siebanlage 12 sowie der Folienaus
tragsschnecke 13 überwacht und im Bedarfsfalle über ein vor
dem Fenster angebrachtes Steuerpult korrigiert werden.
Der dritte Container 3 ist von den beiden ersten Containern 1
und 2 getrennt und so hochgestellt, daß Abfallgebinde 14 eben
erdig unter ihm zur Füllung gebracht werden können. Er ist mit
dem zweiten lediglich über die Absauge- bzw. Förderleitungen
15 und 16 verbunden.
In diesem dritten Container 3 sind der zweite Vorabscheider 17
mit einem daruntergelegenen Vorratsbehälter 18, der Mischer
19, die Filter 20 und 21, das Sauggebläse 22 und der Durch
laufmischer 23 für die Bereitung des Verfestigungsmateriales
mit einer Betonpumpe untergebracht. Die zum Verfüllen der Ab
fallcontainer 14 benötigten Komponenten befinden sich somit in
einem abgeschlossenen Raum, welcher durch eine Schleuse zu
gänglich ist. Der Verfüllvorgang kann von außen durch ein
Sichtfenster bzw. über Monitore gesteuert werden. Der Abfall
container 14 ist unten an den dritten Container 3 angedockt
und wird über eine verschließbare Öffnung im Boden des
Containers befüllt.
Für den Transport der kompletten Anlage werden die für den Be
trieb notwendigen Öffnungen in den Containern 1, 2 und 3 durch
Transportabdeckungen luftdicht verschlossen.
Der Arbeitsablauf in der Anlage ist nun wie folgt:
Die zu verarbeitenden Fässer 24 mit Bauschutt werden vor der
Anlage bereitgestellt, in den ersten Container 1 gebracht, auf
nicht näher beschriebene Weise mit Hilfe der Schleuse 4 ange
dockt und nach einer Schwenkung und Öffnung auf das Sortier
band 5 entleert. Durch schrittweises Öffnen kann dabei eine
Regulierung des Materialstroms erreicht werden. Nach dem voll
ständigen Entleeren des Fasses wird das Faß zurückgeschwenkt
und entfernt.
Das auf dem Sortierband 5 befindliche Material wird schräg
nach oben und zum Backenbrecher 9 gefördert. Während des För
dervorganges können nicht zur Verarbeitung von Verfüllmaterial
geeignete Materialien wie Holz, Metall, Plastik usw. aussor
tiert und über die Personenschleuse ausgeschleust und ander
weitiger Verwendung zugeführt werden. Um den Sortiervorgang zu
ermöglichen oder zu erleichtern, ist das Förderband 5 mit
einem stufenlos geschwindigkeitsregelbaren Antrieb vorgesehen.
Das Förderband 5 führt nun leicht schräg nach oben in den
zweiten Container 2 und wird dort umgelenkt, so daß das För
dergut direkt in das untere Umlenkung 25 liegende Brechermaul
26 des nachgeschalteten Backenbrechers 9 abgegeben werden
kann.
Die Brechbacken des Brechers 9 weisen eine Verzahnung auf,
welche, das Aufgabematerial eventuell umhüllende Folien zer
reißt und zerkleinert. Die Spaltweitenverstellung des Backen
brechers erfolgt hydraulisch, wobei das gebrochene Korn mit
einer normalen Korngröße von ca. 50 mm in eine unter dem
Backenbrecher 9 angeordnete Wanne 20 fällt. Dort wird es über
die Saugleitung 28 in den ersten Vorabscheider 10 abgesaugt.
Material, welches nicht abgesaugt werden kann oder soll, wie
größere Betonstahlstücke usw., muß von Hand aus der Auffang
wanne 27 entnommen und mit dem aussortierten Material ausge
schleust werden.
Der erste Vorabscheider 10 ist, wie bereits erwähnt, im oberen
Teil des Vorratsbehälter 11 untergebracht und von diesem durch
einen vakuumdichten Schieber 29 getrennt. Wenn die Füllhöhe
des Vorabscheiders 10, die durch eine Füllstandssonde über
wachte Grenze erreicht hat, wird die Förderung über die Lei
tung 28 vom Backenbrecher 9 unterbrochen und der Inhalt durch
Zurückziehen des Schiebers 29 in den darunterliegenden Vor
ratsbehälter 11 entleert.
Der Auslauf 30 des Vorratsbehälters 11 liegt über dem Rüttel
sieb der Siebanlage 12 und ist durch eine Klappe 31 ver
schlossen. Je nach Öffnung der Klappe 31 kann der Materialfluß
der Kapazität des Siebes 12 angepaßt werden. Der Bauschutt
fällt dann durch die großen Maschen des Siebes 12, während
größere Folienstücke über das Sieb 12 hinweg wandern und in
den Einfülltrichter 42 der Folienaustragsschnecke 13 fallen.
Das ausgesiebte Material fällt in eine Auffangwanne 32 und
wird trocken über die Saugleitung 16 in den im dritten Contai
ner 3 untergebrachten Vorabscheider 17 abgesaugt (siehe
Fig. 4, 5 und 6). Die abgesonderte Folie wird durch die
Austragsschnecke 13 über eine Art Sackschleuse ausgetragen und
in Säcke 33 gefüllt.
Der zweite Vorabscheider 17 mit dem Vorratsbehälter 18 im Con
tainer 3 ist über dem Einfüllstutzen des Mischers 19 angeord
net und wird diesem gegenüber durch einen vakuumdichten Schie
ber 34 geschlossen. In dem zweiten Vorabscheider 17 wird,
durch eine Füllstandssonde begrenzt, jeweils nur soviel
Material gefördert, wie für eine Mischfüllung benötigt wird,
danach wird die Förderung unterbrochen. Durch anschließendes
Öffnen des Schiebers 34 wird der Inhalt in den Mischer 19 ent
leert.
Die von den beiden Vorabscheidern 10 und 17 über die Leitungen
15 und 35 kommende Saugluft wird mittels der Filter 20 und 21
von Feinstaub und von noch vorhanden Schwebstoffen absolut
gereinigt. Die so gereinigte Luft gelangt danach zu dem Saug
gebläse 22 und wird an die Außenluft abgegeben.
Der in den Mischer 19 eingebrachte Bauschutt wird mit Ver
festigungsmaterial aus dem Durchlaufmischer 23 über die Lei
tung 37 vermischt. Die Mischung wird dann über eine von außen
zu bedienende drehbare Rutsche 36 in den Abfallcontainer 14
verfüllt. Als Verfestigungsmaterial wird ein Bindemittel mit
Wasser oder Fällschlamm im Durchlaufmischer 23 vermischt und
durch eine direkt angeschlossene Mörtelpumpe des Mischers 19
dosiert.
Das Mischen des Verfestigungsmateriales in dem Durchlauf
mischer 23 bildet somit die erste Stufe des Verfestigungsver
fahrens und das direkte Einpumpen des Materiales mittels der
Mörtelpumpe in den Mischer 19 mit dem dortigen Vermischen des
Bauschutts die zweite Stufe.
Wenn nun der Abfallcontainer 14 gefüllt ist, wird die Boden
öffnung des dritten Containers 3 geschlossen und der Abfall
container 14 abgedockt, gewogen, registriert und seiner
weiteren Bestimmung zugeführt.
Das pneumatische Fördersystem der Anlage ist prinzipiell in
der Fig. 6 dargestellt. Diese zeigt eine Vereinfachung in der
Weise, daß die Container 1 und 2 zusammengefaßt und der Con
tainer 3 lediglich strichpunktiert dargestellt ist. Die
maschinellen Einrichtungen sind zum Teil weggelassen, die für
die pneumatische Förderung wichtigen Elemente jedoch gezeigt.
Die gesamte Saugleistung in der Anlage wird vom Gebläse 22
erbracht, welches zunächst über die Leitung 35 die Luft aus
dem zweiten Vorabscheiders 17 absaugt. Von dieser Leitung 35
geht ein Abzweig 40 in den Innenraum des Containers 2, der
mittels des Schiebers H3 absperrbar ist.
In den ersten beiden Containern 1 und 2 gibt es nun zwei
Materialsaugstellen 38 und 39 und zwar jeweils an den Wannen
27 und 32, die unter dem Backenbrecher 9 bzw. der Siebanlage
12 angebracht sind. Von der Wanne 27 bzw. der Saugstelle 38
wird über die Leitung 28 in den ersten Vorabscheider gefil
tert, von der Wanne 32 bzw. der Saugstelle 39 über die Lei
tung 16 zum zweiten Vorabscheider 17.
Über die Leitung 15, die vom ersten Vorabscheider 10 zum zwei
ten 17 führt (damit vom zweiten in den dritten Container) wird
die Luft aus dem ersten Vorabscheider 10 über den zweiten 17
zum Gebläse 22 geführt.
Die Leitungen 16, 15 und 40 führen somit ebenso wie eine Ent
lüftungsleitung 41 durch die Wand des zweiten Containers 2 in
den dritten und sind in Höhe der Wand mittels der Schieber H1,
H2, H3 und H4 absperrbar. Beide Leitungen 15 und 16 gehen im
dritten Container zusammen und führen damit gemeinsam in den
zweiten Vorabscheider 17.
Die pneumatische Förderung vom Backenbrecher zum Mischer ge
schieht nun wie folgt, dabei läuft das Sauggebläse immer
durch:
Es besteht die Möglichkeit entweder von Saugstelle 38 oder 39
jeweils getrennt zu saugen, wobei die andere Saugleitung je
weils gesperrt ist, oder von beiden Saugstellen gemeinsam zu
saugen (kontinuierliche Förderung).
- 1. Förderung in den Abscheider 10, 11:
- - Schieber H3 und H4 geschlossen,
- - Zwischenschieber 29 und 34 geschlossen,
- - H2 geöffnet, H2 geschlossen, diskontinuierliche Förderung,
- - H1 geöffnet, kontinuierliche Förderung
- 2. Abscheider 10, 11 gefüllt:
- - Niveauschalter N1 spricht an, d. h. Behälter voll,
- - H3 öffnet, dadurch wird das Vakuum in den Saugleitungen gebrochen,
- - wenn Klappe 31 geschlossen und Niveauschalter N2 nicht betätigt (Vorratsbehälter leer) öffnet Schieber 29, Schieber H3 schließt mit kurzer Zeitverzögerung. Der Bauschutt fällt in den darunterliegenden Vorratsbehälter 11. Falls dieser nicht leer ist, schließen nach einer bestimmten Zeit die Schieber H2 und dann H3 um ein Entleeren des Vorratsbehälters 11 über die Saugleitung 16 zu ermöglichen;
- - Förderband wird gestoppt;
- - Schieber 34 schließt;
- - bei kontinuierlicher Förderung wird Behälter 11 über Saugleitung 28 erneut gefüllt.
- 3. Förderung zum zweiten Vorabscheider 17 bzw. Vorratsbehälter 18:
- - Klappe 31 öffnet, der Schutt fällt durch Sieb 12 in die Saugstelle 39 bzw. Wanne 32;
- - Förderung über Saugleitung 16 in Dosierbehälter im Vor ratsbehälter 18 über Vorabscheider 27.
- 4. Vorratsbehälter 18 gefüllt
- - Niveauschalter N3 spricht an;
- - Klappe 31 schließt, um Materialanhäufung in der Wanne 32 bzw. an Saugstelle 39 zu vermeiden;
- - H3 öffnet, keine Förderung mehr;
- - bei diskontinuierlicher Förderung öffnet H2, H1 und H3 schließen. Der Vorabscheider 10 kann jetzt über die Saugleitung 28 so lange befüllt werden, bis entweder der Mischer 19 beschickt werden muß oder eine festgelegte Zeitspanne abgelaufen ist.
- 5. Beschickung des Mischers:
- - H3 öffnet
- - Zwischenschieber 34 öffnet, das Material aus dem Dosierbehälter 18 fällt in den Mischer, H3 schließt zeitverzögert;
- - Klappe 31 öffnet und Schieber 34 schließt; Behälter 18 wird neu gefüllt.
Bezugszeichenliste
1 erster Container
2 zweiter Container
3 dritter Container
4 Materialschleuse
5 Sortierband
6 Abfallfaß
7 Plastiksäcke
8 Hebezeuge
9 Backenbrecher
10 erster Vorabscheider
11 Vorratsbehälter
12 Siebanlage
13 Austragsschnecke
14 Abfallgebinde
15 Absaugeleitung
16 Förderleitung
17 Vorabscheider
18 Vorratsbehälter
19 Mischer
20 Filter
21 Filter
22 Sauggebläse
23 Durchlaufmischer
24 Anlieferungsfaß
25 Umlenkung
26 Brechermaul, Öffnung
27 Wanne
28 Leitung
29 Schieber
30 Auslauf
31 Klappe
32 Auffangwanne
33 Sack
34 Schieber
35 Leitung
36 Rutsche
37 Leitung
38 Saugstelle 1
39 Saugstelle 2
40 Abzweigleitung
41 Entlüftungsleitung
42 Einfülltrichter
H1 Schieber
H2 Schieber
H3 Schieber
H4 Schieber
N1 Niveauschalter
N2 Niveauschalter
N3 Niveauschalter
2 zweiter Container
3 dritter Container
4 Materialschleuse
5 Sortierband
6 Abfallfaß
7 Plastiksäcke
8 Hebezeuge
9 Backenbrecher
10 erster Vorabscheider
11 Vorratsbehälter
12 Siebanlage
13 Austragsschnecke
14 Abfallgebinde
15 Absaugeleitung
16 Förderleitung
17 Vorabscheider
18 Vorratsbehälter
19 Mischer
20 Filter
21 Filter
22 Sauggebläse
23 Durchlaufmischer
24 Anlieferungsfaß
25 Umlenkung
26 Brechermaul, Öffnung
27 Wanne
28 Leitung
29 Schieber
30 Auslauf
31 Klappe
32 Auffangwanne
33 Sack
34 Schieber
35 Leitung
36 Rutsche
37 Leitung
38 Saugstelle 1
39 Saugstelle 2
40 Abzweigleitung
41 Entlüftungsleitung
42 Einfülltrichter
H1 Schieber
H2 Schieber
H3 Schieber
H4 Schieber
N1 Niveauschalter
N2 Niveauschalter
N3 Niveauschalter
Claims (6)
1. Verfahren zum Konditionieren von schwachkontaminiertem Bau
schutt aus dem Abriß kerntechnischer Anlagen mit Einbringen
in zur Lagerung vorgesehene Sammelbehälter mit den folgenden
Verfahrensschritten:
- a) Zerkleinern des Bauschutts auf eine zur Betonherstellung geeignete Partikelgröße mit Aussortieren nicht zer kleinerbarer und nicht betonbildender Teile,
- b) Erzeugen von Beton aus den zerkleinerten Partikeln als Zuschlagstoff unter Hinzufügen von Zement und Wasser,
- c) Einfüllen des Verfüllmateriales vor dem Abbinden in bereits mit sperrigen radioaktiven Abfällen, wie z. B. Abfallfässern oder großen Bauteilen gefüllte Sammelbehälter,
- d) Ausfüllen der Hohlräume zwischen den sperrigen Abfällen in den Sammelbehältern durch das Verfüllmaterial und Ab binden desselben,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Erzeugen des Betons gemäß Merkmal b) in zwei Stufen
erfolgt, wobei
- b) in einer ersten Mischstufe aus Zement, Bindemittel, Wasser und/oder Schlamm das Verfestigungsmaterial gemischt und
- b2) das so erzeugte Verfestigungsmaterial in einer zweiten Mischstufe mit dem zerkleinerten Bauschutt zu dem ge wünschten, für die Hohlräume vorgesehenen Verfüllmalterial gemischt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verfestigungsmaterial aus einem Schneckenmischer 23 der ersten
Mischstufe durch eine Mörtelpumpe direkt in den
Mischabschnitt eines Schneckenmischers (19) der zweiten
Mischstufe zu dem zerkleinerten Bauschutt gefördert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als
Wasser zur Betonbildung kontaminiertes Abwasser aus kern
technischen Anlagen und/oder Klärschlamm verwendet wird.
4. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch
1, Anspruch 2 oder Anspruch 3 mit - einem Beckenbrecher zum
Zerkleinern des Bauschutts, einen kontinuierlichen Mischer
mit Hinzufügung von Zement und Wasser in dieselbe, sowie
einer Austragsöffnung am Mischer zum direkten Abfüllen der
Mischung in die Hohlräume der mit sperrigen Abfällen gefüllten
Sammelbehälter, gekennzeichnet durch die folgenden
Merkmale:
- A) Die Mischeinrichtung besteht aus zwei Stufen, wobei die erste Stufe ein Durchlaufmischer (23) für das Verfestigungsmaterial aus Zement, Bindemittel und/oder Wasser bzw. Schlamm ist,
- B) die zweite Mischstufe besteht aus einem Schneckenmischer (19), über dessen Beschickungsöffnung der über einen Schieber (34) absperrbare Vorratsbehälter (18) mit darübergelegenem Vorabscheider (17) angeordnet ist und in dessen Mischerstrecke anschließend das Verfestigungsmaterial aus der ersten Stufe (23) direkt einbringbar ist,
- C) An die erste Stufe, bzw. deren Durchlaufmischer (23) ist eine Mörtelpumpe zur Förderung des Verfestigungs materiales direkt in die zweite Stufe (19) ange schlossen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet
durch die weiteren Merkmale:
- D) Beide Mischeinrichtungen (23, 19), sowie der Vorratsbe hälter (18) mit dem Vorabscheider (17) der zweiten Mischstufe, sowie die Abfülleinrichtung (36) für die Mischung sind in einem transportablen Container 3 unter gebracht, der Verbindungsleitungen (15, 16) zu weiteren Containern (1, 2) für die Bauschuttaufbereitung auf weist,
- E) der Container (3) weist unter der Abfülleinrichtung (36) verschließbare Bodenöffnungen auf, durch welche die unter den Container (3) transportierbaren Abfallgebinde (14) aus dem Containerinnenraum befüllbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904023118 DE4023118A1 (de) | 1990-07-20 | 1990-07-20 | Verfahren zum endlagern von schwach kontaminiertem bauschutt aus dem abriss kerntechnischer anlagen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904023118 DE4023118A1 (de) | 1990-07-20 | 1990-07-20 | Verfahren zum endlagern von schwach kontaminiertem bauschutt aus dem abriss kerntechnischer anlagen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4023118A1 DE4023118A1 (de) | 1992-01-30 |
| DE4023118C2 true DE4023118C2 (de) | 1993-03-11 |
Family
ID=6410690
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904023118 Granted DE4023118A1 (de) | 1990-07-20 | 1990-07-20 | Verfahren zum endlagern von schwach kontaminiertem bauschutt aus dem abriss kerntechnischer anlagen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
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-
1990
- 1990-07-20 DE DE19904023118 patent/DE4023118A1/de active Granted
Also Published As
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