DE4022829A1 - Tragbare speicherkarte - Google Patents
Tragbare speicherkarteInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einer tragbaren Speicher
karte nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Solche tragbaren Speicherkarten, die üblicherweise
die Form einer Scheckkarte, einer Telefonkarte o. dgl.
aufweisen, sind umfassend bekannt und im Gebrauch,
da es sich als praktisch erwiesen hat, Kaufvorgänge
oder sonstige Zahlungen, insbesondere auch beim Tele
fonieren, beim Tanken u. dgl. dadurch zu erledigen,
daß solche Speicherkarten mit von außen zugänglichen
elektrischen Kontaktfeldern verwendet und in Aufnahme
öffnungen zugeordneter Geräte und Maschinen einge
führt werden, woraufhin dann ein entsprechender Betrag
von der Speicherkarte abgebucht wird. Dies erfolgt
üblicherweise dadurch, daß der Speicherinhalt, der
einem bestimmten Geldbetrag entsprechen kann, geändert
wird. Eine solche Speicherkarte kann so ausgebildet
sein, daß sie nach Abbuchen des letzten verfügbaren
Betrages weggeworfen werden kann, da die Speicher üb
licherweise nicht wieder neu gesetzt werden können
bzw. sollen.
Bei einer bekannten Speicherkarte dieser Art
(EP-01 28 822-B1) ist ein integrierter Schaltkreis
vorgesehen, der auch einen Speicher umfaßt und auf
einer ersten Seite eines isolierenden Substrats in
Form einer Modulpille gelagert ist. Auf der anderen
Seite dieses Substrats befinden sich geeignete metal
lisierte Kontaktfelder, die über elektrische Verbin
dungsleitungen mit den Anschlußbereichen des elektro
nischen Moduls verbunden sind, so daß sich eine Ein
stückigkeit des elektronischen Moduls mit Substrat
und elektrischen Kontaktfeldern auf der anderen Seite
ergibt. Eine solche Einheit verfügt über eine Dicke,
die notwendigerweise geringer ist als die Dicke der
Karte, die sie aufnehmen muß, und die Verbindung des
Moduls mit der Karte kann dann so erfolgen, wie in
der genannten Veröffentlichung im einzelnen erläutert;
man erweicht Bereiche der Karte und drückt den Modul
so in das Kartenmaterial ein, daß die Kontaktflächen
seite des Moduls mehr oder weniger bündig mit der ent
sprechenden Kartenoberfläche abschließt.
Durch das Erweichen der miteinander zu verbindenden
Materialien des die äußeren Kontaktfelder, den Spei
cher und die integrierte Schaltung enthaltenden Kon
taktpilleneinsatzes am Substrat sowie des Kartenma
terials erzielt man auch eine Art "Nietverbindung",
indem erweichter Kartenkunststoff durch Durchbrechun
gen im Substratbereich fließt und so den gesamten Modul
noch besser im Material verankern soll. Andererseits
zeigen diese Maßnahmen aber auch gleich eine Proble
matik bei einer solcherart beschaffenen Einbettung
des Kontaktflächen-Moduls auf, nämlich die nur unzu
reichende Verbindung mit dem elastischen Kartengrund
material, was nicht selten dazu führt, daß beispiels
weise bei einer Biegebeanspruchung der Karte der Modul
sich löst oder es zu einer Kontaktflächenabtrennung
kommt. Tatsächlich ergibt sich nämlich zwischen dem
oberflächenbündigen Kontaktflächenbereich des Moduls
mit Speicher und integrierter Schaltung und der eigent
lichen Kartenoberfläche ein auch mit den Fingerspitzen
spürbarer Spalt bzw. eine Übergangskante, die durch
die Einbettung des Gesamtmoduls entsteht und nicht
vermeidbar ist.
Ein weiteres Problem ist die Herstellung der elektri
schen Verbindungen zwischen dem eigentlichen elektri
schen Modul, also der Pille einerseits und den Kon
taktflächen andererseits, wozu in der bekannten Schrift
entsprechend EP-01 28 822-B1 vorgeschlagen wird, diese
Verbindungen entweder vor dem thermisch unterstützten
Einsenken des Moduls in das Kartenmaterial vorzunehmen
oder anschließend entsprechende Kontaktverbindungen her
zustellen, wobei in vergleichsweise komplizierter Weise
in dem Support, der auf der einen Seite eine zur Bil
dung der Kontaktfelder geritzte metallische Schicht
aufweist, zentrale und periphere Fenster vorsieht
und jeweils eines der Kontaktfelder einem der
peripheren Fenster gegenüberliegt und die den Speicher
und die integrierte Schaltung enthaltende Pille im
Bereich des zentralen Fensters des Supports angeordnet ist.
Man kann dann jeweils ein erstes Ende eines Verbin
dungsdrahts an jeder Anschlußklemme der Pille befesti
gen und anschließend den Draht durch eines der genann
ten peripheren Fenster so führen, daß er mit seinem
anderen Ende an dem insofern freigelegten elektrischen
Kontaktfeld des Substrats befestigt werden kann. Diese
Schritte werden durchgeführt, nachdem der Modul in
das genannte Material durch die thermische Erweichung
desselben eingeführt worden ist. Diese elektrischen,
im übrigen von außerordentlich dünnen Drähten gebilde
ten Kontaktverbindungen können nicht der mechanischen
Fixierung der Pille dienen; andererseits stellen sie
eine besonders komplizierte Maßnahme dar, um den Modul,
dessen Dicke zusammen mit dem Substrat und der Umhül
lung jedenfalls grundsätzlich kleiner als die Dicke
der Karte ist, mit der erforderlichen "inneren" Ver
drahtung zu versehen, damit die Pille und der in ihr
enthaltene Speicher über die äußeren Kontaktfelder
überhaupt ansprechbar ist.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine solche tragbare Speicherkarte so auszubilden,
daß sich besondere Einfachheit in Aufbau und Ko
stengünstigkeit bei der Herstellung zu einer strapa
zierfähigen Speicherkarte verbinden, die eine hohe
Zuverlässigkeit aufweist und bei der nicht die Ge
fahr besteht, daß es zu einem Lösen zwischen dem elek
tronischen Baustein und dem Kartenmaterial kommt.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeichnen
den Merkmalen des Anspruchs 1 und hat den Vorteil,
daß der elektronische, den Speicher enthaltende Bau
stein, der im übrigen von beliebiger, auch kosten
günstiger Form und Aufbau sein kann, räumlich getrennt
und jedenfalls nicht in einer Ebene, also insofern
unterhalb der Kontaktfelder liegend, in der Karte un
tergebracht ist. Dabei spielt die Dicke des elektro
nischen Bausteins nur eine untergeordnete Rolle; er
kann durchaus auch dicker als die Karte selbst sein,
da er sich nunmehr an einer Stelle befinden kann, die
ohnehin nicht in den Aufnahmeschlitz des entsprechen
den Geräts oder Aggregats eingeführt wird. Durch diese
getrennte Positionierung der Kontaktfelder einerseits
zum elektronischen Baustein andererseits ist es auch
möglich, die Kontaktfelder den jeweiligen Erforder
nissen entsprechend auszubilden und anzuordnen.
Insbesondere vereinfacht sich auf diese Weise der ge
samte Kartenaufbau erheblich, da es auch nicht notwen
dig ist, die jeweiligen Verbindungselemente, die einen
besonders kritischen und empfindlichen Bereich eines
solchen Kontaktfeld/Elektronikmoduls darstellen, in
der äußerst dünnen, eben nur der Kartendicke entspre
chenden Ebene und in dem Zwischenbereich zwischen den
Kontaktfeldern und der Elektronikpille anzuordnen,
sondern es ist nunmehr möglich, diese Verbindungen
über die Kartenoberfläche oder auch im Inneren der
Karte in Längsrichtung zu dieser zu führen.
Eine solche Grundkonzeption ist einer Vielzahl von
vorteilhaften Ausgestaltungen zugänglich.
So ist es beispielsweise möglich, die Karte selbst
im einstückigen Aufbau nach Art einer sogenannten und
für sich gesehen bekannten Printplatte herzustellen,
also beispielsweise aus einem geeigneten steifen Kunststoff
grundmaterial mit einer auf diesem untrennbar aufge
brachten Kupferkaschierung, wie dies für die Montage
elektrischer Bauelemente auf Printschaltungsplatten
für sich gesehen umfassend bekannt ist. Eine solche
Print-Speicherkarte kann dann auch aus einem geeigne
ten festen und unzerbrechlichen Kunststoffgrundmate
rial wie beispielsweise Epoxyharz bestehen, auf wel
ches plattenförmige Material mit der jeweils gewünsch
ten Plattendicke die Kupferkaschierung dann großflä
chig aufgebracht ist.
Ausgehend von dieser Ausgestaltung läßt sich der Kon
taktflächenbereich dann durch Wegätzen nicht erforder
licher Kupferkaschierungsbereiche herstellen, wobei
die Kontaktverbindungen, also die elektrischen An
schluß-"Drahtverbindungen" ebenfalls gleichzeitig von
beim Ätzen stehen gelassener Kupferverbindungen oder
Kupferstege wahrgenommen werden - auch dies ist bei
der Printplattenherstellung und der Montage umfassend
bekannt.
Diese ermöglicht dann eine weitere Ausgestaltung im
Bereich der Speicherkarte, die darin besteht, daß der
Chipmodul, also der elektronische Baustein, wie er
im folgenden hauptsächlich genannt werden soll, der
die integrierte Schaltung, die Speicherelemente und
sonstige Verdrahtungen enthält, ein vorgefertigtes,
einstückiges elektronisches Schaltungselement mit der
jeweils erforderlichen Anzahl von Anschlußbeinchen,
also nach außen geführter, durchaus stabiler Drahtver
bindungen sein kann, der einfach in einen durchgehen
den Ausschnitt, also in eine Ausstanzung der Speicher
karte eingesetzt wird.
Um hier die Vorteile noch einen Schritt weiterzuführen,
kann dieser elektronische Baustein gebildet sein von
einem sogenannten SMD-Element, welches im Fachbegriff
so genannt wird und eine Abkürzung für "Surface Moun
ting Device" darstellt, ein elektronisches Schaltungs
element also, welches in letzter Zeit sehr häufig zur
vereinfachten Montage von elektrischen und elektroni
schen Bauelementen auf Printplatten Verwendung findet
und welches den Vorteil hat, daß man die jeweiligen
Anschlußbeinchen nicht mehr durch vorgebohrte Löcher
der Printplatte umständlich führen muß, sondern das
Element lediglich auf die Printplatte aufbringt und
dessen Anschlußbeinchen so, wie sie vom Element weg
führen, an zugeführten Kupferstegen befestigt, wo
durch sofort auch die elektrischen Verbindungen herge
stellt werden. Die Befestigung erfolgt üblicherweise
durch einen Lötvorgang, beispielsweise Tauchlöten
o. dgl. Auf diese Weise ist dann das SMD-Bauelement
auch sofort mit der jeweiligen Trägerplatte abrißfest
verbunden und sozusagen "bombensicher" auf der jewei
ligen Trägerplatte und im folgenden Fall dann auf der
Speicherkarte verankert.
Als elektronischer Baustein mit integrierter Schaltung
und Speicher kommt jedes geeignete elektronische Bau
element in Frage, auch solche, die dicker als die Kar
te selbst sind, da in einer weiteren Ausgestaltung
vorliegender Erfindung der elektronische Baustein mehr
oder weniger mittig und in der Höhe so in seiner Fen
sterausnehmung in der Karte sitzt, daß er beispiels
weise nach beiden Seiten gleich weit, die Dicke der
Karte übersteigend, übersteht. An dieser Stelle können
dann am hinteren Teil der Karte beidseitig kombinier
te Abdeck- und Griffplatten befestigt werden, die den
elektronischen Baustein überdecken und daher gegen
eine versehentliche Beschädigung zusätzlich schützen
- zusätzlich beispielsweise zu einem Vergießen mittels
Kunstharz in seiner Aufnahme-Fensteröffnung, wenn dies
für wünschenswert gehalten wird -, und die gleichzeitig
eine Halterung für die Bedienungsperson bieten am
rückwärtigen Ende der Karte, wenn die Karte mit ihrem
vorderen, die elektronischen Kontaktplatten tragenden
Teil in den Aufnahmeschlitz eines entsprechenden Geräts
eingeschoben wird. Üblicherweise hält die Bedienungs
person nämlich die Karte dann am hinteren Ende fest
und zieht sie nach dem Bearbeitungsvorgang wieder her
aus. Die Griffplatten erleichtern diesen Vorgang er
heblich, da sie zunächst einmal eine bessere Angriffs
fläche an der Karte bieten und im übrigen in einer
Ausgestaltung der Erfindung zum Benutzer hin konisch
ansteigend verlaufen können, so daß sich eine gute
Griffhalterung für das sichere Erfassen der Karte er
gibt.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand
zusätzlicher Unteransprüche bzw. lassen sich der nach
folgenden Beschreibung entnehmen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeich
nung dargestellt und werden in der nachfolgenden Be
schreibung näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Speicherkarte mit weg
genommenen, hinteren Abdeck/Handgriffschalen
und entferntem bzw. noch nicht aufgebrachtem
Decklack und
Fig. 2 einen Schnitt durch das Ausführungsbeispiel
der Speicherkarte der Fig. 1 längs der Linie
II-II;
Fig. 3 im Ausschnitt zum besseren Verständnis die
Einbringung und Befestigung des elektronischen
Chip-Bausteins in das Fenster der Karte, eben
falls im Ausschnitt und die
Fig. 4 und 5 in Draufsicht eine mögliche Ausfüh
rungsform auf eine obere und eine untere Ab
deck-Griffschale.
Der Grundgedanke vorliegender Erfindung besteht darin,
bei einer Speicherkarte den äußeren elektrischen Kon
taktfeldbereich gegenüber der elektronischen, die inte
grierte Schaltung und den Speicher enthaltenden Pille
räumlich zu trennen, die elektrischen Verbindungs
wege zwischen diesen beiden Hauptteilbereichen gleich
zeitig als mindestens eine der Befestigungsmöglichkei
ten für den elektronischen Baustein auszubilden und
andererseits die elektrischen Kontaktfelder so sicher
ohne zusätzliche Arbeitsvorgänge, wie beispielsweise
Erweichen und Einbringen eines Moduls an der Oberflä
che der Karte zu befestigen, daß
neben dem einfachen Grundaufbau der Karte
und durch diesen sichergestellt auch bei rauhester
Behandlung die Zuverlässigkeit und Robustheit gewahrt
bleibt.
Dabei ist noch von besonderer Bedeutung, daß basierend
auf einer solchen Grundkonzeption nunmehr von den bis
herigen Herstellungsmechanismen grundsätzlich abwei
chend mit verfügbaren elektronischen Bausteinen, ins
besondere den sogenannten SMD-Elementen gearbeitet
werden kann, wodurch sich die Herstellung der Karte
entscheidend verbilligt, bei gleichzeitiger, nunmehr
erreichter exzellenter Zuverlässigkeit. Eine solche
Grundkonzeption macht es ferner sogar denkbar, in der
Karte, falls gewünscht, für spezielle Anwendungszwecke
ergänzend noch Batterien oder sonstige Energiespeicher
anzuordnen, da gerade im Abdeck-Griffschalenbereich
hierfür hinreichend Platz verbleibt.
In Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Kreditkarte mit
10 bezeichnet; sie verfügt im hinteren Teil, also dort,
wo die Griffschalen, auch zur Abdeckung des Elektro
nikbausteins angebracht werden, über beidseitige, abge
treppte Verjüngungen 10a, 10b, so daß die beiden, zuein
ander ungleichen Griffhalbschalen, wie in den Figuren
4 und 5 gezeigt, besser befestigt werden können.
Die Fig. 1 zeigt die Speicherkarte 10 ohne eine später
noch aufzubringende Abdeckbeschichtung, beispielsweise
einen Abdecklack, so daß die elektrischen Leitungs
verbindungen gut erkennbar sind.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung sind
die elektrischen, äußerlich zugänglichen Kontaktfelder
11a, 11b (die Verteilung ist beliebig) im vorderen,
in der Fig. 1 also rechten Bereich der Speicherkarte
10 dargestellt, mit Leitungsverbindungen 12a und 12b, die
von den Kontaktfeldern 11a, 11b längs der Kartenober
fläche verlaufen zu einem rückwärtigen Elektronikbau
stein 13, der entsprechende Speichermittel enthält,
üblicherweise in Verbindung mit einer je nach Aufbau
und Verwendungszweck der Speicherkarte organisierten
integrierten Schaltung.
Es ist eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung vor
liegender Erfindung, daß der bisher geschilderte, grund
sätzliche Aufbau so getroffen ist, daß man von einem
geeigneten, am besten einstückigen flachen, auch biegesteifen Grundkarten
material vorgegebener Dicke ausgeht, welches, wie bei
Printplatten für sich gesehen bekannt und auch üblich,
eine mit dem Grundplattenmaterial äußerst fest verhaf
tete Kupferkaschierung aufweist. Das Grundplattenma
terial kann dabei einstückig ausgebildet sein, wie
in den Figuren gezeigt, und aus einer einzigen Schicht
eines geeigneten Epoxy-Harzes bestehen; es sind aber
auch Laminate denkbar, falls dies erwünscht ist, wobei
dann die oberste Schicht die Kupferkaschierung trägt.
Vergleichsweise ähnlich wie bei der weiteren Zuberei
tung einer Printplatte wird dann bei der vorliegenden
Speicherkarte vorgegangen; es wird durch entsprechen
de Markierung und anschließendes Wegätzen von nicht
benötigten Kupferdeckschichten das Leitungssystem her
gestellt in Verbindung mit einem einstückigen Übergang
zwischen diesem und den Kontaktfeldern 11a, 11b, die
ebenfalls als Kupferkaschierung übrig bleiben, wobei
dann die Leitungsverbindungen flache, auf der Karten
oberfläche aufliegende Kupferstege 12a, 12b sind, die
nach hinten, also in der Zeichenebene nach links bis
zum Befestigungsort für den elektronischen Chipbaustein
13 geführt sind.
Eine bevorzugte Ausführungsform beim Herstellungsver
fahren einer solchen Karte besteht dann darin, daß
von der gesamten, die Oberfläche der Grundkarte über
deckenden Kupferkaschierung nicht notwendigerweise
der größte Teil entfernt wird, sondern es kann so vor
gegangen werden, wie aus Fig. 1 in Verbindung mit der
nachfolgenden Erläuterung erkennbar; hierbei bedeuten
die in der zeichnerischen Darstellung schwarz durchge
zogenen Linien Ätzstreifen, von denen also die Kupfer
kaschierung entfernt ist, so daß es überhaupt nur not
wendig ist, Kupfer in dem Bereich wegzuätzen, der durch
die schwarzen Linien in Fig. 1 gekennzeichnet ist.
Es ergeben sich zum Beispiel im Bereich der Kontakt
fläche 11a zwei Einzelkontaktflächen 11a′ und 11a′′.
Dabei ist dann die eine Konaktfläche 11a′ über einen
ersten verbliebenen Kupfersteg 15a′, der zwischen den
beiden weggeätzten Linienführungen 14 liegt, mit dem
Chipbaustein 13 verbunden, während ein weiterer ver
bliebener Kupfersteg 15a′′ die andere Teilkontaktfläche
11a′′ mit dem Elektronikbaustein 13 verbindet. Auf diese
Weise ergeben sich relativ breitflächige Kupferstege
wie bei den üblichen Printplatten auch, die natürlich
extrem dünn sind und die bis in den Bereich des elek
tronischen Chipbausteins 13 geführt sind.
Die Verbindung dieses Chipbausteins mit diesen Leiter
flächen erfolgt dann im Unterschied zu der bekannten
Montageart der hier mit Vorzug verwendeten SMD-Schal
tungselemente (Surfac Mounting Device) aber nicht
dadurch, daß der Chipbaustein 13 lediglich auf die
Kartenoberfläche aufgelegt wird, da sich hierdurch
unter Umständen doch eine zu große Dicke ergibt, ob
wohl eine solche Maßnahme ebenfalls noch innerhalb
des erfinderischen Rahmens liegt, sondern es ist ein
Fenster oder eine durchgehende Durchbrechung 16 in
das Kartenmaterial gestanzt, in die, problemlos mit
allseitigem Abstand falls gewünscht der üblicherweise
rechteckige oder viereckige Chip-Baustein mit vorge
gebener Dicke eingesetzt wird. Die Anschlußbeinchen
dieses Chip-Bausteins, die von allen Seiten von diesem
ausgehen können und bei dem dargestellten Ausführungs
beispiel an gegenüberliegenden Seiten als jeweils vier
Drahtanschlüsse weggeführt sind, liegen dann zur Kon
taktierung im Übergangsbereich an den zugeführten Kup
ferbahnen auf und können durch eine übliche Befesti
gungstechnik mit diesen sowohl gleichzeitig verbunden
als auch elektrisch kontaktierend an diese angeschlos
sen werden, normalerweise durch einen Lötvorgang, bei
spielsweise Tauchlöten o. dgl. Wie bei den sonstigen
SMD-Schaltungselementen auch ergibt sich hierdurch
schon eine im allgemeinen Fall völlig hinreichende
auch mechanische Befestigung des Chip-Bausteins neben
der elektrischen Kontaktierung, wie ohne weiteres einzu
sehen, wobei darüber hinaus bei den doch hier möglichen
größeren Abmessungen eine wesentlich höhere Sicherheit
in der Kontaktierung und auch gegen eine mögliche Ab
rißsicherheit erzielt wird als bei den bisher bekannten
Ausführungsformen solcher Speicherkarten.
Üblicherweise können die elektrischen Anschlußbeinchen
17 des Chip-Bausteins, über dessen Dicke gesehen, etwa
mittig von diesem ausgehen, so daß, wie die Detail
vergrößerung der Fig. 3 zeigt, die Beinchen 17 so abgebo
gen werden können, daß der Chip-Baustein 13 mechanisch
in die Fensteröffnung 16 hineingedrückt wird, während
die Beinchen 17 auf der Kartenoberfläche, genauer ge
sagt auf den an dieser Stelle sich befindenden Kupfer
stegen der "Printplattenbeschichtung" aufliegen und
angeschweißt werden können; entsprechende Schweißtröpf
chen sind in Fig. 3 gestrichelt umrandet und mit 18
bezeichnet.
Es versteht sich, daß der in den Figuren ausführlich
gezeigte spezielle Aufbau auch hiervon abweichend, aber
innerhalb des erfinderischen Rahmens liegend durchge
führt werden kann; selbstverständlich können die elek
trischen Kontaktfelder anders angeordnet werden; der
Chip-Baustein braucht nicht in einem Fensterausschnitt
zu sitzen, sondern kann auch von einer Vertiefung der
Karte aufgenommen sein, da durch die ohnehin später
noch vorgesehene, fakultative Griffabdeckung eine Viel
zahl von Möglichkeiten gegeben sind hinsichtlich der
Montage des Chip-Bausteins. Anstelle eines natürlich
bevorzugt angewendeten SMD-Schaltungselements können
auch sonstige Chip-Bausteine verwendet werden, so wie
sie früher für die Montage von elektronischen Chip-
Bausteinen auf Printplatten bei entsprechend kleineren
Abmessungen verwendet wurden - wesentlich ist lediglich
die Auftrennung der geometrischen Positionen zwischen
Kontaktfläche einerseits und dem Chip-Baustein anderer
seits und im geringeren Maße die integrierte Ausbildung
der Kontaktflächen als Kupferbeschichtung auf einer
Kunststoff-Trägerfläche, wodurch sich dann auch die
Möglichkeiten einer wesentlich vereinfachten Herstel
lung der Leitungsverbindungen zwischen den Kontaktflä
chen und dem elektrischen Chip-Baustein ergeben.
Eine erste Möglichkeit zur weiteren Sicherung des Chip-
Bausteins 13 in seiner Aufnahmeöffnung 16 im Kartenma
terial kann dann darin bestehen, daß man den Chip-Bau
stein mit einem geeigneten Kunstharzmaterial umgibt,
also sozusagen vergießt, wie dies bei dem Aufbau be
stimmter Printplatten zur sicheren und allseitig ge
schützten Anordnung der elektrischen Schaltungsele
mente für sich gesehen bekannt ist; ergänzend zu dieser
Kunstharzumhüllung, die in Fig. 3 strichpunktiert dar
gestellt und mit dem Bezugszeichen 19 versehen ist,
kann es sinnvoll sein, den gesamten rückwärtigen Be
reich im Inneren der beiden in den Fig. 4 und 5
dargestellten Griff-Halbschalen mit Kunstharz auszu
gießen, so daß sich hierdurch gleichzeitig auch eine
exzellente Verbindung der beiden Kunstharzschalen un
tereinander und mit dem hinteren Bereich der Speicher
karte ergibt.
Die Abdeck/Griffschalen können so ausgebildet sein,
daß eine obere, übergreifende Griffschale 20 vorgese
hen ist, die, wie die Draufsicht der Fig. 4 in Verbin
dung mit der Querschnittdarstellung der Fig. 2 zeigt,
bis auf eine vordere, sich konisch verjüngende Randkan
te eine Umrandung 21 aufweist, die dazu geeignet ist,
zu den beiden Seiten und nach hinten nach Auflegen
auf den hinteren Bereich der Speicherkarte so weit
überzustehen, dabei jedoch mit den äußeren Abmessungen
die üblichen Abmessungen einer Speicher-Kreditkarte
vervollständigend, daß die zweite kleinere Abdeck/-
Griffhalbschale 22 von dieser Umrandung 21 aufgenommen
ist.
In vorteilhafter Weise verfügt dabei die erste größe
re Halbschale 20 noch über beidseitige innere, auf
die Speicherkarte gerichtete Ringvorsprünge 23a, 23b,
die in entsprechende, ausgerichtete Durchbrechungen
24a, 24b der Speicherkarte 10 (vgl. Fig. 1) eingreifen
und diese beispielsweise bis zur anderen Seite bündig
durchsetzen, wobei die Speicherkarte gleichzeitig mit
ihren zurückgenommenen hinteren Randkanten 10a, 10b
an innere zugeordnete Randkanten 25a, 25b der größeren
Abdeckhalbschale 20 anschlägt. An der von der Umran
dung 21 gebildeten inneren Randkante 21 liegt dann
die äußere Umrandung der zweiten Halbschale 22 an.
Beide Halbschalen sind ferner in vorteilhafter Weise
so ausgebildet, daß sie von rechts in der Zeichenebene
der Fig. 2 gesehen nach hinten konisch ansteigend ausge
bildet sind, so daß sich eine gute Griffhandhabung
bietet und auch hinreichend Abstand im Hohlraum zwischen
diesen beiden Halbschalen 20, 22 verbleibt, so daß
auch ein die Dicke der Speicherkarte merklich über
steigender Chip-Baustein noch aufgenommen und abgedeckt
gesichert werden kann. Hierzu können in dem Material
der Griffhalbschalen 20, 22 etwa mittig dort, wo der
Chip-Baustein 13 in der Speicherkarte 10 zu liegen
kommt, noch Ausnehmungen 20a, 22a vorgesehen sein.
Alle Hohlräume einschließlich der Abstände des Chip-
Bausteins 13 zu den umgebenden Wandbereichen des Fen
sterausschnitts 16 in der Chipkarte 10 und die gesamten
Hohlraumbereiche zwischen den beiden Griffschalen können
mit einem geeigneten Kunstharz ausgefüllt sein, welches
die Griffschalen auch zusammenhält; ein weiterer Zusam
menhalt ergibt sich dadurch, daß in die Bohrung 23a′,
23b′, die von den beidseitigen Ringerhöhungen 23a,
23b gebildet werden, noch Stifte 26a, 26b von der an
deren Seite her, also von der kleineren unteren Griff
schale 22 eingreifen, so daß auch eine gute Vorabfi
xierung der beiden Griffschalen während der Montage
und bis zum Erhärten des Kunststoffmaterials gegeben
ist.
Abschließend wird darauf hingewiesen, daß die Ansprüche
und insbesondere der Hauptanspruch Formulierungsversu
che der Erfindung ohne umfassende Kenntnis des Stands
der Technik und daher ohne einschränkende Präjudiz
sind. Daher können alle in der Beschreibung, den An
sprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale so
wohl einzeln als auch für sich in beliebiger Kombination
miteinander erfindungswesentlich sein.
Claims (13)
1. Tragbare Speicherkarte für beliebige Anwendungen,
als Scheckkarte, Telefonkarte, Kaufkarte, Zugangs
karte, Kreditkarte, Identitätskarte u. dgl., mit
einem elektronischen Speicher, einer integrierten
Schaltung sowie mit äußeren, einer Kontaktierung
zugänglichen Kontaktfeldern auf der Kartenober
fläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontakt
felder (11a, 11a′, 11a′′, 11b) räumlich getrennt
zum elektronischen Bereich angeordnet sind und von
diesen Kontaktfeldern (11a, 11a′, 11a′′, 11b) elek
trische Verbindungsleitungen (12a, 12b; 15a′, 15a′′)
längs der Kartenoberfläche bis zum elektronischen
Bereich geführt sind und dort gleichzeitig einen
Beitrag zur mechanischen Befestigung des elek
tronischen Bereichs an der Speicherkarte (10) bilden.
2. Tragbare Speicherkarte nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der elektronische Bereich von
einem eine integrierte Schaltung mit Speicher bil
denden Chip-Baustein (13) gebildet ist, der mit
eigenen Anschlußfüßchen (17) gleichzeitig elek
trisch kontaktierend an den zugeführten elektri
schen Verbindungsleitungen (12a, 12b; 15a′, 15a′′)
befestigt ist.
3. Tragbare Speicherkarte nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß der elektronische Chip-Baustein
ein oberflächenmontierbares elektrisches Bauelement
(SMD = Surfac Mounting Device) ist, welches in einem
Fensterausschnitt (16) der Speicherkarte (10) sitzt
und mit seinen Anschlußbeinchen (17) den Fenster
ausschnitt übergreifend die auf der Oberfläche ver
laufenden elektrischen Verbindungsleitungen kontak
tiert und mit diesen verlötet ist.
4. Tragbare Speicherkarte nach einem der Ansprüche
1-3, dadurch gekennzeichnet, daß das Material der
Speicherkarte (10) printplattenähnlich ein eine
unlösbare Kupferkaschierung tragender Kunststoff
(Epoxyharz) in Kartenform ist und daß die Kupferka
schierung sowohl die von außen durch Oberflächen
kontaktierung erreichbaren elektrischen Kontaktfel
der (11a, 11b; 11a′, 11a′′) bildet als auch die zum
Chip-Baustein (13) geführten elektrischen Verbin
dungsleitungen, die durch Wegätzen nicht benötig
ter Kupferbereiche gebildet sind.
5. Tragbare Speicherkarte nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kupferkaschierung zur Bil
dung der elektrischen Verbindungsleitungen ledig
lich in dem unmittelbar die Verbindungsleitungen
umgebenden Bereich entfernt ist derart, daß sich
von den flächigen Kontaktflächen (11a, 11b; 11a′,
11a′′) ausgehend mit diesem einstückige Kupferver
bindungsstege als elektrische Verbindungsleitungen
ergeben, die bis zum Bereich des Fensterausschnitts
(16) für den Chip-Baustein (13) geführt und dort
von dessen Anschlußbeinchen kontaktiert sind.
6. Tragbare Speicherkarte nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß le
diglich die äußeren Kontaktflächen (11a, 11b; 11a′,
11a′′) frei lassend mindestens die die Kupferka
schierung tragende Kartenoberfläche von einem iso
lierenden Decklack oder einer sonstigen Beschich
tung beschichtet ist.
7. Tragbare Speicherkarte nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, daß der
mit allseitigem Abstand in der Fensterausnehmung
(16) der Speicherkarte sitzende elektronische Chip-
Baustein (13) von einer Kunststoffvergußmasse umge
ben ist.
8. Tragbare Speicherkarte nach einem der Ansprüche
1-7, dadurch gekennzeichnet, daß zum weiteren Schutz
des elektronischen Chip-Bausteins und/oder zur Hand
habungserleichterung der Speicherkarte der am hinte
ren Rand der Speicherkarte (10) sitzende Chip-
Baustein von Griffschalen (20, 22) umgeben ist,
die am hinteren Rand der Speicherkarte befestigt
sind, während die Kontaktflächen (11a, 11b; 11a′,
11a′′) sich im vorderen Bereich der Speicherkarte
(10) befinden.
9. Tragbare Speicherkarte nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die kombinierten Abdeck/Griff
schalen den hinteren Rand und den den Chip-Baustein
(13) enthaltenden Fensterausschnitt (16) der Chip-
Karte von beiden Seiten umfassend ineinander ge
steckt und gesichert sind.
10. Tragbare Speicherkarte nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Handgriffhalbschalen innen
insgesamt mit Kunststoffvergußmasse ausgefüllt und
miteinander und mit dem umgebenem Teil der Speicher
karte hierdurch verklebt sind.
11. Tragbare Speicherkarte nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß eine größere Abdeck/-
Handgriffschale (20) vorgesehen ist, die mit seit
lichen Randkanten Ausschnitte (10a, 10b) der Spei
cherkarte (10) im hinteren Bereich aufnimmt und
in welcher innerhalb einer weiteren Randkante (21)
von der anderen Seite die kleinere Abdeck/Griffschale
(22) eingelegt und aufgenommen ist.
12. Tragbare Speicherkarte nach einem der Ansprüche
1-11, dadurch gekennzeichnet, daß die beidseitigen
Abdeck/Griffschalen im Bereich des die Dicke der
Speicherkarte übersteigenden Chip-Bausteins innere
Ausnehmungen (20a, 22a) aufweisen, in die der Chip-
Baustein hineinragt.
13. Tragbare Speicherkarte nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Abdeck/Handgriffschalen (20, 22) durch
eine Durchtrittsöffnungen (24a, 24b) der Speicher
karte (10) durchsetzende Ringöffnung/Zapfenverbin
dung (23a, 23b; 26a, 26b) miteinander verbunden
und zueinander zentriert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4022829A DE4022829A1 (de) | 1990-07-18 | 1990-07-18 | Tragbare speicherkarte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4022829A DE4022829A1 (de) | 1990-07-18 | 1990-07-18 | Tragbare speicherkarte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4022829A1 true DE4022829A1 (de) | 1992-01-23 |
Family
ID=6410511
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4022829A Withdrawn DE4022829A1 (de) | 1990-07-18 | 1990-07-18 | Tragbare speicherkarte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4022829A1 (de) |
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