DE4022672A1 - Mehrstellenmessgeraet - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur gleichzeiti
gen Bestimmung von mehreren Werkstückmaßen mit mehreren
separaten Meßwertaufnehmern, die auf einer zur Werkstück
längsachse parallelen Führung nebeneinander verschiebbar
angeordnet und in gewünschten axialen Meßpositionen fi
xierbar sind.
Solche Mehrstellenmeßgeräte werden zum Beispiel bei auto
matischen Dreh-, Fräs- oder Schleifmaschinen eingesetzt,
um gleichzeitig verschiedene Meßstellen eines Werkstückes
auf Maßhaltigkeit zu überprüfen.
Dazu werden auf einer Welle parallel zur Werkstückachse
mehrere C-förmige Bügelmeßlehren entsprechend den inter
essierenden Werkstückmeßstellen axial und radial ausge
richtet. Jede einzelne Bügelmeßlehre ist federnd gela
gert, so daß sie mit ihrem feststehenden Schenkel in An
lage an das Werkstück gelangt, während auf der gegen
überliegenden Seite ein federbelasteter Meßwertaufnehmer
den effektiven Wert der Meßlänge bestimmt.
Mit diesen bekannten Mehrstellenmeßgeräten lassen sich
wegen des schnellen Prüfvorganges hohe Stückzahlen an
geprüften Werkstücken erreichen.
Es erfordert jedoch einen erheblichen manuellen Aufwand,
das Meßgerät für ein anderes Werkstück umzurüsten, da die
Bügelmeßlehren manuell an die für ein neues Werkstück
wechselnden Meßpositionen versetzt werden müssen. Außer
dem sind die Meßbereiche der Bügelmeßlehren neu zu
justieren.
Insbesondere im Zuge des verstärkten Einsatzes von NC-
oder CNC-Maschinen mit dabei einhergehendem häufigen
Wechsel des zu produzierenden Werkstückes bei entspre
chend kleinen Losgrößen ergibt sich daraus ein überpro
portional hoher Rüstzeitbedarf.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgemäß, eine
Vorrichtung der oben genannten Art dahingehend zu verbes
sern, daß sie sich mit weniger Zeitbedarf an ein neues zu
vermessendes Werkstück anpassen läßt. Außerdem soll sich
die erfindungsgemäße Lösung durch geringen Teileaufwand
und günstige Herstellungskosten auszeichnen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Meßwertaufnehmer wahlweise mit einem numerisch gesteuer
ten Antrieb verbindbar sind, durch den sie unabhängig von
einander in ihre Meßposition verfahrbar sind.
Dies hat den Vorteil, daß die manuelle Verstellung ent
fällt. Dadurch wird die Anlage auch unabhängiger von
durch Bedienungspersonal bedingte Einstellfehler.
Der Rüstzeitbedarf wird gesenkt, da die Verstellung des
Meßgerätes automatisch und vorprammierbar erfolgt. Hier
durch eröffnet sich auch die Möglichkeit, das Gerät in
einem Maschinenverbund einzusetzen.
Als weiterer Vorteil ist anzusehen, daß ein einziger An
trieb für mehrere Meßwertaufnehmer genügt.
Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Verbindung
zwischen Meßwertaufnehmern und numerischen Antrieb über
ein axial verschiebbares Transportelement erfolgt. Dadurch
lassen sich die Meßwertaufnehmer leicht wahlweise an-
bzw. abkuppeln.
Damit die Meßwertaufnehmer ihre axiale Meßposition beibe
halten, empfiehlt es sich, sie an ihrer Meßposition form-
und/oder kraftschlüssig mit einem axial festgelegten
Halteelement zu verbinden.
Dabei weist eine bevorzugte Ausführungsform der Meßwert
aufnehmer einen Feststellmechanismus auf, der entweder an
dem Transportelement oder an dem Halteelement angreift.
Dadurch kann das Transportelement in einfacher Weise
freigestellt werden, sobald der Meßwertaufnehmer seine
Sollposition erreicht hat. Außerdem wird verhindert, daß
sich die Meßanordnung verklemmt aufgrund von auftretenden
Verspannungen zwischen Transportelement und Halteelement.
Aus gleichem Grunde ist es vorteilhaft, die Lagerung der
Meßwertaufnehmer an dem Transportelement und an dem Hal
teelement mit Spiel quer zur Transportrichtung vorzuse
hen, wobei dieses Spiel durch den Feststellmechanismus
wahlweise eliminierbar ist.
Um eine besonders betriebssichere Ausführungsform zu er
halten, kann der Feststellmechanismus in den Meßwertauf
nehmern integrierte Stempel aufweisen, die hydraulisch
oder pneumatisch an das Transportelement oder an das
Halteelement anpreßbar sind.
Dabei ist es günstig, das Transportelement als Schlitten
auszubilden, auf dem mehrere Meßwertaufnehmer magazinier
bar sind, zweckmäßigerweise alle. So wird erreicht, daß
die Rüstzeit für ein neues, zu vermessendes Werkstück auf
ein Minimum reduziert werden kann.
Um eine besonders kompakte Ausführungsform zu erhalten,
kann der Schlitten an dem in diesem Fall als Führung fun
gierenden Halteelement gelagert sein.
Dabei kann die Führung eine insbesondere trapezförmige
Außenkontur aufweisen, die von konformen Ausnehmungen der
Meßwertaufnehmer umgriffen wird.
Um den technischen Aufwand niedrig zu halten, können die
integrierten Stempel durch doppelt wirkende Kolben ein-
oder ausgefahren werden. Dabei ist es vorteilhaft, wenn
die Stempel beim Ausfahren mit ihrer einen Seite mit dem
Führungselement und beim Einfahren mit ihrer Rückseite
mit dem Transportelement in Wirkverbindung gebracht wer
den. So ist ein schnelles, unverzögertes Umspannen des
Meßwertaufnehmers vom Führungselement auf das Transport
element und umgekehrt gewährleistet.
Im allgemeinen müssen die Meßwertaufnehmer nicht nur in
Axialrichtung sondern auch in Radialrichtung an neue, zu
vermessende Werkstücke angepaßt werden. Dabei ist zu be
achten, daß der Meßbereich des Meßwertaufnehmers und der
Bereich, in dem sich die zu vermessende Werkstückoberflä
che befindet, in Einklang gebracht werden. Dazu werden
die Meßwertaufnehmer mittels eines Meisterstückes auf ihr
Nullniveau einjustiert. Dies erfolgt zweckmäßig mit einem
Hydraulik- oder Pneumatikkolben, mit dem ein Meßtaster
automatisch in die gewünschte Radialposition verfahren
wird.
Dabei kann der Meßwertaufnehmer seine Position beibehal
ten, wenn der Meßtaster in einem Gestell geführt und über
Koppelglieder, die ihrerseits mit dem Meßtaster ver
schiebbar sind, mit einem handelsüblichen Wegaufnehmer in
Verbindung steht.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind dabei die Kop
pelglieder über eine hydraulisch oder pneumatisch betä
tigte Klemmvorrichtung, insbesondere Konusklemmen, mit
dem Meßtaster verklemmbar, so daß dieser nach Erreichen
seiner Sollposition wieder in Wirkverbindung mit seinem
Wegaufnehmer gelangt. Um diese Verbindung auch unter un
günstigen Bedingungen zu gewährleisten, können die Kop
pelglieder durch Federkraft in Richtung auf den Wegauf
nehmer belastet sein.
Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Koppelglieder auch in
entkoppelter Stellung reibschlüssig mit dem Meßtaster in
Verbindung bleiben und bei dessen Axialverstellung durch
Anschläge in ihrem Weg begrenzt werden und sich beim
Wiederankoppeln um eine Strecke von dem Anschlag entfer
nen, die auf das zulässige Untermaß des zu messenden
Werkstückes abgestimmt ist.
Um einen leichten Werkstückwechsel zu ermöglichen, können
die Meßtaster vom vermessenen Werkstück abgehoben und zu
rückgefahren werden, woraus beim Werkstückwechsel eine
einfachere Handhabung resultiert. Weitere Merkmale und
Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
der Zeichnung. Dabei zeigt
Fig. 1 die Frontansicht eines erfindungsgemäßen Mehr
stellenmeßgerätes,
Fig. 2 die Seitenansicht eines Mehrstellenmeßgerätes
nach Fig. 1 (geschnitten entlang der Linie
II-II),
Fig. 3a, 3b Prinzipskizzen des Magazinierens und Konfigu
rierens mit Durchmessertastern,
Fig. 4a, 4b Funktionsskizzen des Magazinierens und Konfi
gurierens mit Längentastern,
Fig. 5 ein Schnitt durch die Umspannvorrichtung eines
Meßwertaufnehmers,
Fig. 6 die Schnittzeichnung durch einen Durchmesserta
ster.
Die Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Mehrstellenmeßge
rät. Es besteht aus seitlichen Gestellen 1, die durch als
Führung dienende Querträger 2 verbunden sind. Seitlich
ist an eines der Gestelle eine Antriebseinheit 3 mon
tiert. Diese ist zweckmäßig ein frei programmierbares Po
sitioniersystem. Mit dieser Antriebseinheit werden bei
spielsweise über Spindelgetriebe mehrere Schlitten 4 ent
lang der Führungen 2 verfahren.
Mit den Schlitten 4 werden Meßwertaufnehmer 5 entlang der
Führungen 2 axial positioniert. Mit diesen Meßwertaufneh
mern werden die Maße eines Werkstückes 6 bestimmt, das
auf Prismen 7 auf einer Führung 2a innerhalb des Mehr
stellenmeßgerätes liegt.
Um unterschiedliche Werkstückdurchmesserbereiche ausglei
chen zu können, sind die Führungen 2 im Gestell 1 ver
fahrbar. Zu diesem Zweck können aber auch andere Prismen
7 montiert werden oder die Führung 2a wird verfahren.
Im Ausführungsbeispiel sind zwei Schlitten zur Durchmes
serbestimmung am Werkstück diametral gegenüber angeord
net, während ein dritter Schlitten zur Bestimmung axialer
Werkstücklängen eingesetzt wird. Dabei unterscheiden sich
Meßwertaufnehmer für die Längenmessung (Fig. 4a, 4b) von
denen für die Durchmessermessung (Fig. 3a, 3b) im wesent
lichen nur durch einen Vorsatz 8 mit einem Kipphebel 9,
durch den axiale Meßwerte in radial zu messende Werte
umgesetzt werden.
Die Fig. 3a, 3b und 4a, 4b zeigen das Prinzip, nach dem
die Meßwertaufnehmer 5 entlang der Führungen 2 versetzt
werden: Zu Beginn des Vorganges (Fig. 3a/Fig. 4a) sind
alle Meßwertaufnehmer 5 auf dem Schlitten 4 magaziniert.
Der Schlitten 4 verfährt nun entlang seiner Führung 2 und
dabei werden die Meßwertaufnehmer 5 entsprechend zu ver
messenden Stellen des Werkstückes 6 abgesetzt, wie in den
Fig. 3b und 4b dargestellt ist.
Den Vorgang des Positionierens der Meßwertaufnehmer 5
mittels eines Schlitten 4 kann der Fig. 5 entnommen
werden. Man erkennt, daß der Schlitten 4 in einer Nut 10
der Führung 2 entlang einer zur Zeichenebene senkrechten
Richtung verfahrbar ist. Der die Nut überragende Teil des
Schlittens hat einen im wesentlichen T-förmigen Quer
schnitt, wobei in die Unterseiten der seitlich auskragen
den Partien nach außen offene Taschen 11 eingeformt sind,
in die Stempel 12 einfahren, was im rechten Teil der Fig.
5 dargestellt ist. Die Stempel 12 sind in einem Tragele
ment 13 angeordnet, das ein Bestandteil des Meßwertauf
nehmers 5 ist. Durch sie wird der Meßwertaufnehmer 5, von
dem nur das Tragelement 13 dargestellt ist, fest an den
Schlitten 4 herangezogen, wodurch sich gleichzeitig zwi
schen den Tragelement 13 und der Führung 2 ein lichter
Spalt 14 öffnet, so daß kein direkter Kontakt zwischen
Tragelement 13 und Führung 2 mehr vorhanden ist. Mit dem
Schlitten 4 kann der Meßwertaufnehmer jetzt verfahren
werden.
An der axialen Sollposition des Meßwertaufnehmers 5 wird
die Steuerleitung 15 mit Druck beaufschlagt, wodurch sich
der Kolben 16 nach unten bewegt. Dabei kommt der Stempel
12 außer Eingriff mit den Taschen 11 am Schlitten 4 und
drückt mit seiner Vorderseite auf die Oberfläche der Füh
rung 2. Bei weiter steigendem Druck wird das Tragelement
13 des Meßwertaufnehmers 5 angehoben, wodurch sich der
Spalt 14 zwischen Tragelement 13 und Führung 2 schließt
und gleichzeitig ein Spalt 17 geöffnet wird zwischen dem
Tragelement 13 des Meßwertaufnehmers 5 und dem Schlitten
4. (Dies ist im linken Teil der Fig. 5 dargestellt.) Der
Schlitten 4 kann jetzt ungehindert unter dem Tragelement
13 herausgefahren werden, wobei der Meßwertaufnehmer 5
über sein Tragelement 13 starr mit der Führung 2 verbun
den bleibt.
Dieser Vorgang wiederholt sich bis alle Meßwertaufnehmer
5 ihre Sollposition erreicht haben. Dabei erfolgt das
Positionieren für alle drei Schlitten gleichzeitig.
Bei einem späteren Umsetzen eines Meßwertaufnehmers 5 -
etwa aufgrund eines Werkstückwechsels - fährt der Schlit
ten 4 wieder unter das jeweilige Tragelement 13, dann
wird die Steuerleitung 18 mit Druck beaufschlagt, wodurch
der doppelt wirkende Kolben 16 wieder nach oben gefahren
wird. Dabei hebt dieser auch den Stempel 12 wieder an, so
daß dieser wieder in die Tasche 11 einfährt, dabei wird
der Spalt 17 unter gleichzeitiger Öffnung des Spaltes 14
geschlossen, so daß dann der Meßwertaufnehmer 5 wieder
fest auf dem Schlitten 4 sitzt und entlang der Führung 2
in seine neue Meßposition frei verfahren werden kann.
Es ist auch möglich, die Kolben 16 jeweils über eigene
Steuerleitungen so mit Druck zu beaufschlagen, daß sie
nacheinander ausfahrbar sind, wodurch erreicht wird, daß
das Tragelement 13 immer fest entweder mit der Führung 2
oder mit dem Schlitten 4 verbunden ist, was während der
Phase des Umsetzens eine höhere Stabilität zur Folge hat.
In Fig. 6 ist nicht wie in Fig. 5 nur das Tragelement 13
dargestellt sondern der gesamte Meßwertaufnehmer 5. Die
ser weist neben einem handelsüblichen Wegaufnehmer 19
einen parallel zu diesem liegenden Meßtaster 20 auf, der
in einem Gestell 28 verschiebbar gelagert ist. Er steht
durch einen Koppelmechanismus mit dem Wegaufnehmer 19 in
Verbindung. Der Grundkörper 21 dieses Koppelmechanismus
enthält einen hydraulisch oder pneumatisch betätigten
Steuerschieber 22. Über die Steueranschlüsse 23 und 24
kann mit diesem Steuerschieber die Klemmverbindung 27 des
Meßtasters 20 mit dem Grundkörper 21 ver- oder entriegelt
werden. Im entriegelten Zustand wird dann der Meßtaster
20 über seinen Kolbenteil 25 nach vorn geschoben, bis der
Meßtaster mit seiner Spitze 26 an einem in der Zeichnung
nicht dargestellten Meisterstück anliegt. Dabei wird der
Grundkörper 21 aufgrund der herrschenden Reibung in An
schlag mit dem Gestell 28 gebracht (in Fig. 6 rechts).
Danach wird der Grundkörper 21 durch Einfahren des Steu
erschiebers 22 über die Klemmverbindung 27, die aus ge
geneinander verfahrbaren, konischen Klemmkörpern besteht,
wieder fest und starr mit dem Meßtaster 20 verbunden.
Da hierbei der Meßtaster durch Druck auf seinen Kolben 25
in konstanter Position am Meisterstück gehalten wird,
hebt sich der Grundkörper 21 vom (rechten) Anschlag und
fährt etwa 2 mm zurück (in Fig. 6 also nach links). In
dieser Position - Meßtaster 20 am Meisterstück und Grund
körper 21 über Klemmkörper 27 mit ihm verbunden - wird
der Wegaufnehmer 19 auf seinen Meßnullpunkt kalibriert.
Durch die 2 mm Spiel bis zum Anschlag können auch Werk
stücke vermessen werden, die gegenüber dem Meisterstück
ein Untermaß von mehr als 1 mm aufweisen. Und zwar wird
bei einer Auslenkung des Meßtasters 20 durch dessen star
re Verbindung mit dem Grundkörper 21 dieser um den glei
chen Betrag verschoben und lenkt dabei gleichzeitig über
einen federbelasteten Sicherheitsstift 29 den Wegaufneh
mer 19 aus, der dann das gesuchte Meßergebnis liefert.
Für ein neues Werkstück wird der Meßtaster 20 durch ent
sprechende Steuerung des Kolbens 25 in entgegengesetzte
Richtung (in Fig. 6 nach links) verfahren, bis die mit
ihm starr verbundenen Teile mit dem Gestell 28 (an der in
der Fig. 6 linken Seite) in Anschlag kommen. Dabei löst
sich die Verbindung zwischen dem Grundkörper 21 und dem
federbelasteten Sicherheitsstift 29, wenn der Wegaufneh
mer 19 an seinen internen, hinteren Anschlag fährt, wo
durch sichergestellt wird, daß der Wegaufnehmer 19 nicht
mechanisch beschädigt wird.
Nach Entfernen des Meisterstückes bzw. später einem fer
tig vermessenen Werkstückes und dem Einlegen eines neuen
Werkstückes wird der Meßtaster 20 wieder über Druckbeauf
schlagung des Kolbens 25 nach vorne gefahren (in Fig. 6
nach rechts), bis die Spitze 26 am zu vermessenden Werk
stück anliegt.
Dabei schließt sich gleichzeitig die Verbindung zwischen
Wegaufnehmer 19 und dem Grundkörper 21, indem sich der
Sicherheitsstift 29 wieder an den Grundkörper 21 anlegt.
Über die starre Verbindung des Grundkörpers 21 mit dem
Meßtaster 20 liefert der Wegaufnehmer 19 dann das korrek
te Meßergebnis.
Auf diese Weise gewährleistet das Mehrstellenmeßgerät
eine automatische Anpassung sämtlicher Meßwertaufnehmer
an unterschiedliche Werkstücke.
Claims (17)
1. Vorrichtung zur gleichzeitigen Bestimmung von mehreren
Werkstückmaßen mit mehreren separaten Meßwertaufnehmern,
die auf einer zur Werkstücklängsachse parallelen Führung
nebeneinander verschiebbar angeordnet und in gewünschten
axialen Meßpositionen fixierbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßwertaufnehmer (5) wahlweise mit einem nume
risch gesteuerten Antrieb (3) verbindbar sind, durch den
sie unabhängig voneinander in ihre Meßposition verfahrbar
sind.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindung zwischen Meßwertaufnehmer (5) und
numerischen Antrieb (3) über ein axial verschiebbares
Transportelement (4) erfolgt, mit dem die Meßwertaufneh
mer (5) wahlweise verkoppelbar sind.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßwertaufnehmer (5) an ihrer Meßposition form-
und/oder kraftschlüssig mit einem axial festgelegten
Halteelement (2) verbindbar sind.
4. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßwertaufnehmer (5) einen Feststellmechanismus
aufweisen, der entweder an dem Transportelement (4) oder
an dem Halteelement (2) angreift.
5. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerung der Meßwertaufnehmer (5) an dem Trans
portelement (4) oder an dem Halteelement (2) mit Spiel
(14, 17) quer zur Transportrichtung versehen ist und daß
dieses Spiel (14, 17) durch den Feststellmechanismus (12)
wahlweise eliminierbar ist.
6. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Feststellmechanismus in die Meßwertaufnehmer (5)
integrierte Stempel (12) aufweist, die hydraulisch oder
pneumatisch an das Transportelement (4) oder das Halte
element (2) anpreßbar sind.
7. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Transportelement (4) als Schlitten ausgebildet
ist, auf dem mehrere Meßwertaufnehmer (5) magazinierbar
sind.
8. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitten (4) an dem als Führung fungierenden
Halteelement (2) gelagert ist.
9. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führung (2) eine insbesondere trapezförmige
Außenkontur hat, die von konformen Ausnehmungen der Meß
wertaufnehmer (5) umgriffen wird.
10. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die integrierten Stempel (12) durch doppelt wirkende
Kolben (16) ein- oder ausfahrbar sind.
11. Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stempel (12) beim Ausfahren mit ihrer einen Seite
mit dem Führungselement (2) und beim Einfahren mit ihrer
Rückseite mit dem Transportelement (4) in Wirkverbindung
gebracht werden.
12. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, wobei die Meßwertauf
nehmer in Radialrichtung zur Anpassung des Meßbereiches
an die Werkstückabmessungen an ein Meisterstück heran
fahrbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Meßtaster (20) mit einem Hydraulik-/Pneumatikkol
ben (25) verbunden ist und hydraulisch/pneumatisch in die
gewünschte Radialposition verfahrbar ist.
13. Vorrichtung gemäß Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Meßtaster (20) in einem Gestell (28) geführt wird
und über Koppelglieder (21, 27, 29), die ihrerseits mit
dem Meßtaster verschiebbar sind, mit einem handelsübli
chen Wegaufnehmer (19) in Verbindung steht.
14. Vorrichtung gemäß Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Koppelglieder (21, 29) über eine hydraulisch/
pneumatisch betätigte Klemmvorrichtung, insbesondere
Konusklemmen (22, 27), mit dem Meßtaster (20) verklemmbar
sind.
15. Vorrichtung gemäß Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Koppelglieder (21, 29) durch Federkraft in Rich
tung zum Wegaufnehmer (19) belastet sind.
16. Vorrichtung gemäß Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Koppelglieder (21, 27) auch in entkoppelter Stel
lung reibschlüssig mit dem Meßtaster (20) in Verbindung
bleiben und bei dessen Axialverstellung durch Anschläge
in ihrem Weg begrenzt werden und sich beim Wiederankop
peln um eine Strecke von dem Anschlag entfernen, die auf
das zulässige Untermaß des zu messenden Werkstückes abge
stimmt ist.
17. Vorrichtung gemäß Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Meßtaster (20) für Werkstückwechsel rückfahrbar
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904022672 DE4022672A1 (de) | 1990-07-17 | 1990-07-17 | Mehrstellenmessgeraet |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904022672 DE4022672A1 (de) | 1990-07-17 | 1990-07-17 | Mehrstellenmessgeraet |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4022672A1 true DE4022672A1 (de) | 1992-01-23 |
Family
ID=6410429
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904022672 Withdrawn DE4022672A1 (de) | 1990-07-17 | 1990-07-17 | Mehrstellenmessgeraet |
Country Status (1)
| Country | Link |
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